DE7206240U - Forderanlage fur Gips, Putz oder anderes feinkorniges Schuttgut - Google Patents
Forderanlage fur Gips, Putz oder anderes feinkorniges SchuttgutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Förderanlage für Gips, Putz
oder anderes feinkörniges Schüttgut» mit einem Vorratsbehälter für das Schüttgut, einer Dosiereinrichtung
am Auslaß deu Vorratsbehälters und einer an die Dosiereinrichtung angeschlossenen Druckluft-Förderleitung.
Es sind mehrere solche Förderanlagen, vorwiegend für Gips und Putz, bekannt, bei denen durchwegs das Schüttgut
aus dem Vorratsbehälter, beipielsweise einem Silo, mittels eines steuerbaren Dosierventile in die Druckluft-Förder
leitung eingeleitet wird. In der an eine Druckluftquelle angeschlossenen Förderleitung wird sodann das Schüttgut
zu einer oder mehreren Verarbeitungsmaschinen, bei
spielsweise am Verwendungsort eingesetzten Gipeaufbereitungsmaschinen,
gefördert. Die Förderleitungen können sich über
längere Strecken und größere Höhenunterschiede, beispielsweise viele Stockwerke, erstrecken, so daß die Förderanlage
den Antransport des Gipses oder Putzes in Säcken bis zum Veraroeitungsort erspart.
Bei diesen bekannten Förderanlagen tritt die Schwierigkeit auf, daß das am Auslaß des Vorratsbehälters oder Silos angeordnete
Dosierventil so gesteuert werden muß, daß bei beendeter
Füllung dtf Verarbeitungsmaschinen das Dosierventil
automatisch geschlossen wird. Diese Steuerung erfolgt meist automatisch durch Abtastung des Füllungsgrades der
Verarbeitungsmaschine(n). Diese Steuerungsart ist verhältnismäßig kompliziert und anfällig. Ein besonderer Nachteil
besteht darin, daß im Falle einer Stromunterbrechung das Dosierventil nicht geschlossen wird, so daß der ganze Vorratsbehälter
ausläuft. Die Dosierventile sind überwiegend als magnetisch gesteuerte Quetschventile ausgebildet, so
daß sie bei Stomausfall nicht automatisch geschlossen
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfacher und sicherer arbeitende Dosiereinrichtung für eine solche
Förderanlage zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Dosiereinrichtung aus einer in einem feststehenden Gehäuse unterhalb des Vorratsbehälters drehbar gelagerten, elektromotorisch
angetriebenen Walze mit horizontaler Drehachse und radialen, sich über die Länge des Gehäuses erstreckenden
Wänden besteht, wobei ein mit einer Druckluftquelle verbundener Lufteinlaß in einer Stirnwand des Gehäuses und
ein Auslaß für Luft-Schüttgut-Gemisch in der gegenüberliegenden - Stirnwand des Gehäuses angeordnet ist.
Der Auslaß des Vorratsbehälters kann so groß gemacht werden, daß die von der Walze mit ihren radialen Wänden gebildeten
Kammern beim Vorbeigang am Auslaß sicher gefüllt werden. Die Drehgeschwindigkeit der Walze kann je nach Bedarf gesteuert
werden. Kommt eine solche gefüllte Kammer sodann in den Bereich der Stirnwände des Gehäuses, in welchem Lufteinlaß
und Gemischauslaß einander gegenüberliegen, so wird die Schüttgutfüllung dieser Kammer durch die einströmende Druckluft
mitgerissen und durch den Gemischauslaß ih die Förderleitung eingebracht. Bei weiterer Drehung der Kammerwalze
kommt anschließend die nächste Kammer zwischen Einlaß und Auslaß zu liegen und ihr Schüttgutinhalt wird ebenfalls in die
Förderleitung gedrückt.
Diese Anordnung hat vor allem den Vorteil, daß bei Stromausfall der elektromotorische Antrieb der Kammerwize sofort
stehen bleibt. Wenn sich die Kammerwalze nicht mehr dreht, kann keine gefüllte Kammer mehr zwischen Einlaß und Auslaß
gelangen und somit wird kein weiteres Schüttgut durch die Förderleistung den Verarbeitungsmaschinen zugeführt.
Zweckmäßigerweise kann der Auslaß für das Luft-Schüttgut-Gemisch
in einen Anschlußstutzen für eine Druckluft-Förderleitung münden, so daß die ganze Anlage mit wenigen Handgriffen
zusammengebaut werden kann.
Es ist auch möglich, die Förderanlage wie bei den bekannten Anordnungen durch den Füllungsgrad, der angeschlossenen Verarbeitungsmaschine
(n) automatisch zu steuern. Dies kann gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung einfach dadurch erfolgen,
daß die Ein- und Ausschaltung des elektromotorischen Antriebs der Walze durch Abtastung des Füllungegrades der
Verarbeitungsmaschine(n) automatisch gesteuert wird.
Anhand der Figuren wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 einen Axialschnitt durch die Doslereinrichtung
der erflndungsgemäßen Förderanlage mit den angeschlossenen Teilen,
Figur 2 einen Radialschnitt längs der Linie H-II in Figur 1 und
Figur 3 eine Aufsicht auf die in Figur 1 gezeigte Anordnund ohne Vorratsbehälter.
In Figur i ist das trichterförmig ausgebildete untere Ende
eines Vorratsbehälters cdsr Si3 es 10 für das zu fördernde
Schüttgut, beispielsweise Gips oöar Putz, dargestellt.
Unterhalb des Auslaße j 12 des Vorratsbehälters ist ein
zylindrisches Gehäuse 14 mit zwei Stirnwänden 16 und 18 angeordnet. Der Auslaß 12 mündet in zwei öffnungen 20
des Gehäuses 14. In den beiden Stirnwänden 16 und 18 ist mittels Kugellagern 22 eine zylindrische Walze 24 mit etwa
horizontaler Drehachse drehbar gelagert. Die Antriebswelle
26 der Walze 24 ist über ein Untersetzungsgetriebe 30 an einen Elektromotor 28 angeschlossen.
Die Walze 24 trägt eine Mehrzahl von radialen Wänden 32,. welche sich über die Länge des Gehäuses 14 erstrecken
und an der Innenseite der Mantelfläche des Gehäuses sowie der beiden Stirnwände 16 und 18 mit Spiel anliegen.
Nahe dem Umfang der einen Stirnwand 16 des Gehäuses ist
ein dieselbe durchsetzender Lufteinlaß 34 vorgesehen, .
welcher über eine Leitung 36 an eine DruckluftquelIe
angeschlossen ist. Gegenüber dem Lufteinlaß 34 ist in · der gegenüberliegenden Stirnwand 18 ein sich nach außen
j '■' verjüngender Auslaß 40 für das Luft-Schüttgut-Gemisch vorge
sehen, welcher in einen Anschlußstutzen 42 für eine nicht
gezeigte Druckluft-Förderleitung, beispielsweise einen Druckschlauch
oder dergleichen, mündet. Diese Förderleitung leitet das Gemisch zu den angeschlossenen Verarbeitungsmaschinen,
beispielsweise Gipsaufbereitungsmaschinen oder dergleichen.
In nicht gezeigter Weise können diese Aufbereitungsmaschinen
mit einer Einrichtung zur Steuerung der Ein- und Ausschaltung des Elektromotors 28 in Abhängi gkeit vom Füllungsgrad der
Verarbeitungsmaschinen versehen sein. So lange der Elektromotor 28 stillsteht, kann kein weiteres Schüttgut aus dem
Vorratsbehälter 10 in die an den Anschlußstutzen 42 angeschlossene Förderleitung gelangen, obwohl die Druckluftquelle
38 nicht abgeschaltet werden muß. Dies tritt natürlich auch bei unbeabsichtigtem Stromausfall ein, so daß in diesem
Falle der Vorratsbehälter 10 nicht auslaufen und dadurch sein Inhalt in die Förderleitung gelangen kann. Außerdem
ist die erfindungsgemäße Anordnung sehr robust und bedarf • praktisch keiner Wartung.
ι Bei KrJUr 3 ist zu beachten, daß sowohl die Druckluftquelle
; 38 mit Arachlußschlauch 36 als auch der Trichter 10 und
ί der Anschlußstutzen 42 weggelassen sind.
Claims (3)
1. Förderanlage für Gips, Putz oder anderes feink'örniges Schüttgut, mit einem Vorratsbehälter für das Schüttgut,
einer Dosiereinrichtung am Auslaß des Vorratsbehälters und einer an die Dosiereinrichtung angeschlossenen Druckluft-Förderleitung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung aus einer in einem feststehenden Gehäuse
(14,16,18) unterhalb des Vorratsbehälters (10) drehbar gelagerten, elektromotorisch angetriebenen Walze (24)
mit horizontaler Drehachse und rad*λ?en, sich über die
Länge des Gehäuses erstreckenden Wänden (32) besteht, wobei e~n mit einer Druckluftquelle (38) verbundener
Lufteinlaß (34) in einer Stirnwand (16) des Gehäuses und ein Auslaß (40) für Luft-Schüttgut-G^misch in der gegenüberliegenden
Stirnwand (18) des Gehäuses angeordnet 1st.
2. Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß (40) für das Luft-Schüttgut-Gemisch in einen
Anschlußstutzen (42) für eine Druckluft-Förderleitung mündet.
3. Förderanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Druckluft-Förderleitung mindestens eine an sich
bekannte Verarbeitungsmaschine für das Schüttgut angeschlos»
sen ist und daß die Ein- und Ausschaltung des elektromotorischen Antriebs (28,30) der Walze (24} durch Abtastung
■ ■'*..··
des Füllungsgrades der Verarbeitungsmaschine(n) automatisch
des Füllungsgrades der Verarbeitungsmaschine(n) automatisch
steuerbar ist.
72062402816.73
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7206240U true DE7206240U (de) | 1973-06-28 |
Family
ID=1277610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7206240U Expired DE7206240U (de) | Forderanlage fur Gips, Putz oder anderes feinkorniges Schuttgut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7206240U (de) |
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0
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