DE7205173U - Drallvorrichtung - Google Patents
DrallvorrichtungInfo
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Landscapes
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Description
Drallvorrichtung
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Drallen von Walzgut unmittelbar hinter einem Walzgerüst mit zwei übereinander angeordneten
Drallrollen, die jeweils an den entgegengesetzten Enden
mit Schultern versehen und in vertikaler Richtung gegeneinander
anstellbar sind. Diese Drallvorrichtungen werden beisoielsweise
zwischen den Vorgerüsten einer Drahtstraße verwendet, um den aus dem WalzJcaliber mit rautenförmigem Querschnitt austretenden
Walzstab bis zum Eintritt in das nachfolgende Kaliber um 90° zu drehen. Hierbei kommt es darauf an, daß der Drallwinkel mittels
der Anstellmittel möglichst genau und leicht einstellbar ist.
Bei einer bekannten Drallvorrichtung der vorgenannten Art (vgl. DT-Gm 1 9^2 214) erfolgt die Anstellung der Drallrollen durch
auf die Rollenlager wirkende Spindeln, wobei jede Rolle auf einer Seite um eine horizontale Achse schwenkbar im Gehäuse gelagert
ist und die beiden Schwenkachsen auf einander gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses vorgesehen sind. Diese Drallvorrichtung hat
den Nachteil, daß sich der abplatzende Sinter leicht in den Anstellmitteln sowie zwischen den Lagerkörpern festsetzt und nach
kurzer Betriebszeit das Anstellen der Rollen erschwert oder sogar behindert. Dies wird durch das geschlossene Gehäuse nur
noch begünstigt.
Aufgabe der Neuerung ist daher, die Drallvorrichtung so auszubilden,
daß eine Verschmutzung der Anstellmittel durch den Sinter
weitgehend vermieden und dadurch die Störanfälligkeit der Drallvorrichtung
verringert wird. Dies wird nach der Neuerung dadurch erreicht, daß die Drallrollen mit ihren Achsen in Rahmen befestigt
sind, die einlaufseitig im Gehäuse der Vorrichtung um
horizontale Achsen schwenkbar und auslaufseitig über Anstellmittel
mit dem Gehäuse verbunden sind. Auf diese Weise liegt die Anstellung der Rollen nicht nur außerhalb des Sintersammelbereiches,
sondern sie ist auch weiter vom Gerüst weggerückt, so daß die
Anstellung leichter zugänglich geworden ist. Außerdem baut die neuerungsgemäße Drallvorrichtung schmaler als die bekannte, was
für das Nebeneinanderaufstellen mehrerer Drallvorrichtungen bei mehradrig betriebenen Vor- und Zwischenstraßen, insbesondere
bei dicht nebeneinander liegenden Kalibern von Vorteil ist.
Um die Handhabung der Anstellung zu vereinfachen, wird als Weiterbildung
der Neuerung noch vorgeschlagen, daß die beiden Rahmen Ansätze besitzen, mit denen sie sich etwa in der vertikalen Ebene
zwischen den Schwenkachsen gegeneinander in horizontaler Richtung abstützen, und daß der untere Rahmen mit dem Anstellmittel
formschlüssig verbunden ist, während der obere Rahmen zum Gehäuse durch einen verstellbaren Anschlag festlegbar ist. Durch diese
baulichen Maßnahmen wird in einfacher Weise erreicht, daß beide Rollen symmetrisch zueinander von einem Anstellmittel aus verstellt
werden können. Der obere Rollenrahmen muß lediglich nach der Anstellung noch zum Gehäuse abgestützt werden, was vorzugsweise
durch Andrehen einer im Gehäuse sitzenden Druckschraube erfolgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Drallvorrichtung und
Fis. 2 eine Rückansicht der Drallvorrichtung mit Teilschnitt
durch die untere Anstellung.
Die Drallvorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei übereinander
angeordneten Drallrollen 1, die mit ihren Schultern 2 den aus dem Walzgerüst austretenden Walzstab so erfassen, daß dieser
beim Eintritt. In das nachfolgende Kaliber um 90° verdrallt wird.
Die Drallrollen 1 sind mit ihren Achsen 3 in Rahmen 4 und 14
befestigt. Die Räumen 4, 14 sind ihrerseits auf der Einlaufseite
des Walzgutes im Gehäuse 5 um Achsen 6 schwenkbar gelagert, während sie auf der Auslaufseite über Anstellmittel 7 und 17
mit dem Gehäuse 5 - wie nachstehend beschrieben - verbunden sind.
Die untere Anstellung 7 besteht hierbei aus einer Spindel 8, die mit einem angesetzten Auge 9 über einen Bolzen 10 mit dem unteren
Rahmen 4 schwenkbar verbunden ist. Die Spindel 8 durchdringt eine Bohrung 11 im Gehäuse 5 und ist beiderseits der Bohrung 11 über
Druckmuttern 12 und Zwischenscheiben 13 zum Gehäuse 5 in allen
Höhenstellungen feststellbar.
Beide Rahmen besitzen zwischen ihren Schwenkachsen 6 Ansätze 15
mic gegeneinander gerichteten Druckflächen 16, die sich etwa
in der vertikalen Ebene der Schwenkachsen 6 derart berühren, daß bei Auf- oder Abschwenken des unteren Rahmens 4 der obere Rahmen
14 symmetrisch dazu geschwenkt wird. Der obere Rahmen 14 wird,
sobald die Drallrollen 1 zueinander eingestellt sind, am auslauf seit igen Ende durch Drehen einer Druckschraube 17* die oberhalb
des Rahmens 14 in einer Gewindebohrung im Gehäuse 5 sitzt,
zu diesem abgestützt. Die hierbei auftretenden Kräfte werden von einem Zuganker 22 aufgenommen, der die beiden freien Enden des
zur Auslaufseite offenen Gehäuses 5 miteinander verbindet. Hierdurch
wird eine hintere Gehäusewand überflüssig, und der abspritzende Sinter kann nach mehreren Seiten ungehindert austreten.
Das Gehäuse ist an seinem einlaufseitigen Ende mit einer Durchlaßöffnung
18 für den Walzstab versehen, vor der ein bis an den Walzspalt der Kaliberwalzen 20 reichender Einführtrichter 19
angeordnet ist. Das Gehäuse 5 ist in üblicher Weise auf einem Walzbalken 21 befestigt, welcher sich zwischen der·. Ständerwangen
3Ines nicht gezeigten Walzgerüstes befindet.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Drallen von Wa] ut unmittelbar hinter einem
Walzgerüst mit zwei übereinand . angeordneten Drallrollen, die jeweils an den entgegengesetzten Enden mit Schultern versehen
und in vertikaler Richtung gegeneinander anstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drallrollen (1) mit ihren Achsen (5) in Rahmen (4 und 14)
befestigt sind, die einlaufseitig im Gehäuse (5) der Vorrichtung um horizontale Achsen (6) schwenkbar und auslaufseitig
über Anstellmittel (7 und 17) mit dem Gehäuse (5) verbunden sind.
2. Drallvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Rahmen (4 und 14) Ansätze (15) besitzen, mit denen
sie sich etwa in der vertikalen Ebene zwischen den Schwenkachsen (6) gegeneinander in horizontaler Richtung abstützen,
und daß der untere Rahmen (4) mit dem Anstellmittel (7) formschlüssig verbunden ist, während der obere Rahmen (14) zum
Gehäuse (5) durch einen verstellbaren Anschlag (17) festlegbar ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7205173U true DE7205173U (de) | 1972-05-10 |
Family
ID=1277318
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7205173U Expired DE7205173U (de) | Drallvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7205173U (de) |
-
0
- DE DE7205173U patent/DE7205173U/de not_active Expired
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