-
Einrichtung zum selbsttätigen Zusammensetzen einzelner Teile Die Erfindung
betrifft eine Einrichtung zum selbsttätigen Durchführen von Fertigungsaufgaben,
insbesondere Zusammensetz-und ähnlichen Arbeiten, bei welchem die auszuführenden
Arbeitsvorgänge in verschiedene Bewegungskomponenten, vorteilhaft nach drei Richtungen
im Raum zerlegt werden und für jede Komponente ein Steuersatz vorgesehen ist. Die
Steuersätze sind derart vereinigt, daß auf dem Getriebe oder ersten Bewegungskomponente
.der Steuersatz der zweiten Komponente, und so fort, aufgesetzt ist. Für eine Einrichtung
dieser Art, ,die aus einzelnen Steuersätzen besteht, wird die Bezeichnung Steuergruppe
vorgeschlagen. Von den aufeinandergesetzten Steuersätzen oder der Steuergruppe trägt
der letzte Satz das für die Ausführung der Arbeiten zur Wirkung kommende Werkzeug.
Dieses Werkzeug ist entsprechend seinem Verwendungszweck als Greifwerkzeug ausgebildet.
-
Mit dieser Anordnung gelingt es zwar, eine verhältnismäßig vielseitige
Fertigungsmöglichkeit zu schaffen, bei :der verschiedene Arbeiten hintereinander
allein, ohne ZuhiJfenalmze weiterer Mechanismen ausgeführt werden können; bei den
meisten Zusammensetzarbeiten ist aber eine größere Anzahl verschiedener, insbesondere
verschieden geformter Werkstücke einzubauen. Ein Werkzeug kann aber im allgemeinen
nur solche Stücke ergreifen, die seiner Form angepaßt sind. Um diese Aufgabe zu
lösen, wird erfindungsgemäß die einzelne Steuergruppe
oder der Werkzeugträger
mit einer Mehrzahl von Werkzeugen ausgerüstet, die von ihr gleichzeitig im Raum
bewegt werden, aber wahlweise zur Anwendung kommen, d. h. die verschiedenen Werkstücke
ergreifen und sie sonstwie fortbewegen.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind somit am Werkzeugträger mehrere
Werkzeuge von verschiedener, den zu ergreifenden Werkstücken angepaßter Form oder
Größe angebracht, deren Auswahl ihrer Form nach für das jeweilig zu ergreifende
Werkstück durch die Bewegung oder Einstellung des Werkzeugträgers erfolgt. Dadurch
fallen die Bewegungen zur Vornahme eines Werkzeugwechsels und zu diesem Vorgang
selbst im Verlauf der Arbeitsgänge weg.
-
Die Steuerung des Werkzeugsatzes, d. hi. aller verschiedenförmigen
Werkzeuge, kann nach zwei Grundsätzen erfolgen. Entweder werden für jede Tätigkeit
alle Werkzeuge des Satzes gleichzeitig zum Aufnehmen oder Loslassen eines Werkstückes
bewegt, d. h. geöffnet oder geschlossen, wobei aber nur das eine dem Werkstück entsprechend
geformte Werkzeug zur Wirkung kommt, oder es wird nur das eine seiner Form nach
jeweilig in Betracht kommende Werkzeug zum Aufnehmen oder Loslassen des Werkstückes
gesteuert.
-
In vielen Fällen ist es möglich, den Aufwand an Werkzeugen dadurch
,erheblich herabzusetzen, daß .ein und dasselbe Greifwerkzeug zum Ergreifen von
verschieden geformten Werkstücken benutzt wird. Dies wird nach der Erfindung -dadurch
möglich gemacht, daß die zum Ergreifen dienenden Greifbacken o. dgl. mit einer Anzahl
verschiedener Flächen oder Flächenpaaren versehen sind, deren jede den Formen je
eines der Werkstucke angepaßt ist und mit denen die verschiedenen Stücke wahlweise
ergriffen und fortbewegt werden können.
-
Wenn bei eitler Zusammensetzarbeit sehr zahlreiche verschieden geformte
Werkstücke Verwendung finden, kann jedes einzelne Werkzeug eines Satzes die Ausbildung
erlialten, daß an seinen Greifflächen verschiedene Formen, entsprechend den aufzugreifenden
Werkstücken. ausgebildet sind.
-
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung sollen an Hand der Zeichnungen
zwei Ausführungen der Erfindung beispielsweise näher beschrieben werden.
-
Fig. i und 2 zeigen eine Steuergruppe, bestehend aus zwei Steuersätzen
für zwei Bewegungskomponenten, wobei nach Fig. i ein Werkzeugsatz von drei verschiedenen
Greifwerkzeugen und nach Fig. 2 ein einziges Werkzeug mit Greifbacken für verschiedene
Werkstücke vorgesehen ist. Fig. 3 veranschaulicht die Arbeitsweise eines Werkzeuges
nach Fig. 2 beim Aufgreifen verschieden geformter Werkstücke.
-
Mit i und 2 sind die vorgesehenen zwei Steuersätze durch einen zylindrischen
Körper 3 und einem in diesem beweglichen Kolben q. angedeutet. Mit Hilfe eines im
Zylinderraum 3 zur Bewegung kommenden Kraftmittels, Dampf, Wasser, Öl o. dgl., wird
der Kolben q. verschoben und dadurch der an der Kolbenstange 5 angebrachte Teil,
entweder der Steuersatz der weiteren Bewegungskomponente oder der Werkzeugträger
6, bewegt. Diese als Empfänger aufzufassende Steuergruppe wird von einem Steuersender
oder -geber, der an sich bekannt ist und deshalb nicht dargestellt wurde, bewegt,
so daß die für die Zusammensetzarbeit erforderlichen Bewegungen der am Werkzeugträger
6 angebrachten Werkzeuge zustande kommen.
-
Der nach Fig. i am Werkzeugträger 6 angebrachte Werkzeugsatz besteht
aus drei Werkzeugen 7, 8, 9, deren Ausführungsform an sich gleich ist. Die wesentlichsten
Bestandteile jedes Werkzeuges sind ein Greiferpaar Io und eine mit II angedeutete
Vorrichtung zum Bewegen des Greiferpaares Io für das Ergreifen oder Loslassen des
Werkstückes. Die Bewegungsvorrichtung des Werkzeuges ist ihrer Art nach von untergeordneter
Bedeutung. In der Fig. i ist schematisch ein beispielsweise durch Öl in dem Zylinder
12 bewegter Kolben 13 angedeutet. -der mit Hilfe von Kniehebeln I4 auf die
Greiferbacken Io einwirkt. Die drei angegebenen Werkzeuge 7, 8, 9 unterscheiden
sich im übrigen nur durch ihre Greiferflächenpaare 15 und 16, 17, die den Formen
der zu ergreifenden Werkstücke angepaßt sind. Die Greiferflächen 15 des Werkzeuges
7 sind beispielsweise ebene Flächen für ein breites Werkstück, das Werkzeug 8 in
ähnlicher Weise für ein schmaleres Werkstück, während die Greiferflächen 17 des
Werkzeuges 9 einem runden Werkstück angepaßt sind.
-
Die Steuerungszylinder 12 der Werkzeuge 7, 8, 9 können durch
einzelne Steuerungsmittel, beispielsweise biegsame Öldruckleitungen, mit dem Steuersender
verbunden sein. Auf diese Weise kann jedes Werkstück für sich gesteuert werden.
Es kann aber auch für jeden Werlczeugsatz ein gemeinsames Steuerungsmittel vorgesehen
sein, wodurch die Werkzeuge 7, 8, 9 gemeinsam gesteuert werden.
-
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform sieht nur ein einziges
Werkzeug 18 am Werkzeugträger 6 vor, an dessen Greiferbacken 18, 181, die Greifflächenpaare
i9, 2o, z1 verschiedener Form ausgebildet sind,
mit denen die :entsprechend
gestalteten Werkstücke ergriffen werden sollen. Gemeinsam werden ,die Greiferflächen
i 5, 16) 17 der Werkzeuge 7, 8, 9 nach der Fig. i an einem einzigen Greiferpaar
vereinigt.
-
Fig. 3 zeigt die Arbeitsweise dieses Werkzeuges beim Aufgreifen verschiedener
Werkstücke, z. B. können entsprechend der Darstellung A die Greiferflächen i9 dazu
bestimmt sein, ein Gehäuse 22 als Werkstückteil zu ergreifen. In der Darstellung
B kommen die Greiferflächen 2o zur Wirkung, um beispielsweise ein Rad 23 zu ergreifen.
In der Darstellung C kommen die Greiferflächen 2I zur Wirkung, um eine runde Welle
2.4 zu ergreifen. Bei jedem der Werkstücke werden die gleichen Greiferbacken 18"
I8b gesteuert.
-
Eine weitere Ausführung ergibt sich dadurch, daß die am Werkzeugträger
6 nach Fig. i vorgesehenen drei Werkzeuge 7, 8, 9 für sich Greiferbacken in der
Ausführung des Werkzeuges 18 nach Fing. 2, jedoch mit unter sich in der Abmessung
oder Form verschiedenen Greiferflächen aufweisen. Der so ausgebildete Werkzeugsatz
,ist zum Ergreifen von neun verschiedenen Werkzeugteilen ausgebildet. Hierbei empfiehlt
sich aber auf jeden Fall, daß jedes Werkzeug für sich gesteuert wird.