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DE728334C - Kontinuierliche Gasentgiftung - Google Patents

Kontinuierliche Gasentgiftung

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DE728334C
DE728334C DEB183838D DEB0183838D DE728334C DE 728334 C DE728334 C DE 728334C DE B183838 D DEB183838 D DE B183838D DE B0183838 D DEB0183838 D DE B0183838D DE 728334 C DE728334 C DE 728334C
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DE
Germany
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gas
furnace
detoxified
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Application number
DEB183838D
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English (en)
Inventor
Ing Franz Boessner
Ing Carl Marischka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL MARISCHKA ING
Zahn & Co
FRANZ BOESSNER ING
Original Assignee
CARL MARISCHKA ING
Zahn & Co
FRANZ BOESSNER ING
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Publication date
Application filed by CARL MARISCHKA ING, Zahn & Co, FRANZ BOESSNER ING filed Critical CARL MARISCHKA ING
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Publication of DE728334C publication Critical patent/DE728334C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K3/00Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide
    • C10K3/02Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment
    • C10K3/04Modifying the chemical composition of combustible gases containing carbon monoxide to produce an improved fuel, e.g. one of different calorific value, which may be free from carbon monoxide by catalytic treatment reducing the carbon monoxide content, e.g. water-gas shift [WGS]
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Köntinuierliche Gasentgiftung Wandelt man in einem Stadtgas das CO zum Zwecke der Entgiftung des Gases- in bekannter Weise nach der Wasserdampfkatalyse in H2 und CO.. um und beläßt letztere als `sogenannte Umwandlungskohlensäure im entgifteten Gas, so sinkt dessen Heizwert unter jenen, den das Stadtgas vor seiner Entgiftungsbehandlung besaß. Es ist aber oft aus mehrfachen Gründen wichtig, eine solche Heiz-Werteinbuße zu vermeiden, d. h. es ist anzustreben, daß das entgiftete Gas, Endgas genannt, den gleichen Heizwert (Verbrennungswärme) wie das Stadtgas vor Einführung der Stadtgasentgiftüng, Ausgangsgas genannt, be= sitzt, wenigstens insoweit diese Eigenschaften nicht allzusehr von den Eigenschaften des Ausgangsgases abweichend sind. Die Beibehaltung der übrigen brenntechnischen Eigenschaften, das sind Zündgeschwindigkeit und Gasdichte, ist nach den Erfahrungen in der Praxis zur Lieferung eines brauchbaren entgifteten Stadtgases nicht eine unumgängliche Notwendigkeit. Zur Gleichhaltung des Heiz-. wertes des Ausgangsgases im Endgas haben sich bisher zwei Methoden in die Praxis eingeführt. Entweder wird bei einem aus zwei oder mehreren Einzelgasen, wie Stadtgas, Generatorengas u. dgl., zusammengesetzten Stadtgas der Heizwert im zusammengesetzten (zusammengemischten) Ausgangsgas entsprechend höher gehalten, damit; der im entgifte ten: Stadtgas in gleicher Höhe bleibt oder man entfernt nach der erfolgten CO-Umformung das entstandene C02, die Umwandlungskohlensäure, auf irgendeine Weise, z. B. durch Auswaschen mit Druckwasser .oder chemischen Mitteln. Eine dritte Methode zur Entgiftung von Stadtgas, das-seinen Heizwert beibehalten soll, besteht in der Anwendung von Katalysatoren, vorzugsweise Ankerit, die nicht nur CO in H2 und C02 nach der Wasserdampfkatalyse umwandelten, sondern gleichzeitig auch die Umwandlungskohlensäure ganz oder-in gewünschtem Maße absorbieren. Um dabei die erforderliche Kontinuität zu erreichen, werden mindestens zwei Kontakträume (Kontaktöfen) verwendet, in denen abwechselnd die Gasumwandlung vorgenommen wird, oder es wird bei Vorhandensein eines einzigen Kontaktofens und eines dazugehörigen Regenerierofens, der mit C02 abgesättigte Kontaktstoff ruckweise in Teilmengen rechtzeitig aus den Kontaktofenraum entfernt und durch frischen (regenerierten). Kontaktstoff, der die Umwandlungskohlensäure aufzunehmen imstande ist, ersetzt.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein solches Verfahren der Stadtgasentgiftung mit gleichzeitiger CO-Umsetzung und CO2 Absorption. Es ist aber derart eingerichtet, daß der Heizwert (Wärmewert) des entgifteten Stadtgases in gleicher Höhe wie im Gas vor der Entgiftung gehalten wird, wobei es gleichgültig ist, ob es sich um ein CO-haltiges Einzelgas oder um ein CO-haltiges :Mischgas handelt. Dieses wird gemäß- der Erfindung dadurch erreicht, daß man einen Kontaktofen verwendet, der in bekannter Weise in zwei räumlich und baulich getrennte; aber thermisch verbundene Ofenräume, einen Hauptkontaktofen und einen Nebenkontaktofen, unterteilt ist, wobei durch die Wasserdampfkatalyse nur im ersteren CO umgewandelt und C02 absorbiert wird, während im letzteren bloß eine CO-Umwandlung erfolgt Es arbeitet dabei nur der Hauptkontaktofen mit einem Regenerierofen zusammen, und das zu entgiftende Stadtgas wird entweder als einheitlicher Gasstrom nacheinander durch die beiden Kontakträume geführt oder es wird nach einer Teilung in zwei Teilströme der eine Teil durch den Hauptkontaktofenraum, der andere Teil aber durch den Nebenkontaktofenraum geleitet. Im Hauptraum wird in beiden Fällen entgiftet und die aus dem CO entstandene C02 aus dem Gase ganz oder teilweise entfernt, im Nebenraum aber nur entgiftet, die entstandene C02 aber im Gase belassen. Die Entgiftung geht bei der vorliegenden Erfindung ausschließlich mit Hilfe der Wasserdampfkatalyse vor sich. Durch entsprechende Einstellung der Wirksamkeit beider Ofenräume im ersteren Falle der einheitlichen Gasstromführung und nach Mischung der beiden entgifteten in ein bestimmtes Verhältnis gewählten Teilgasströme im zweiten Falle wird das gewünschte Ergebnis, das ist die Beibehaltung des Heizwertes des Ausgangsgases im -entgifteten Stadtgas, erzielt. Der Haupt- und Nebenkontaktofen i stehen dabei erfindungsgemäß vorteilhaft wärmetechnisch in Verbindung. Beim Hintereinander schalten benötigt der Nebenkontaktofen keine besondere Einrichtung zur Führung von Wärme, da die aus dem Nebenkontaktofen kommende entgiftete Gasteilmenge die für die Reaktionen im Nebenkontaktofen nötige Wärme mitbringt. Die fühlbare Wärme des aus den Nebenkontaktofen austretenden Gases wird zweckmäßig in gespannten Dampf und Heißwasser umgesetzt. welche als Mittel zur Abführung der durch die exothermen Reaktionen im Hauptkontaktofenraum entstehenden Wärme verwendet werden können. Beim Nebeneinanderschalten der Kontakträume wird weiter erfindungsgemäß der in den Nebenkontaktofen tretende Gasteil durch Wärmeaustausch mit den au: dem Hauptkontaktofen abziehenden heißen Gas erhitzt, zu dem wird auch die Wärme des aus dem Nebenkontaktofen abziehenden Gases für den Betrieb des Hauptkontaktofens herangezogen.
  • Wenn es gewünscht wird und es sich um kohlenoxydhaltige Gase oder Gasgemische handelt, die von Haus aus einen höheren CO.-Gehalt aufweisen, so läßt sich mit Hilfe des Verfahrens ein entgiftetes Stadtgas erzeugen, das einen höheren Hieizwert (höhere Verbrennungswärme) besitzt, als ihn das Ausgangsgas aufweist. Um dies zu erreichen, wird durch den Hauptkontaktofen eine entsprechend größere Teilgasmenge als im Falle der Gleichbehaltung des Heizwertes und durch den Nebenkontaktofen eine gegenüber diesem Fall entsprechend kleinere Kleingasmenge geleitet. Im Hauptkontaktofen wird nicht nur die Umwandlungskohlensäure vollkommen. sondern auch die im Ausgangsgas vorhanden gewesene Kohlensäure teilweise oder vollkommen entfernt. Dadurch steigt der Heizwert erheblich an, so daß er nach dem Zumischen der Teilgasmenge aus dem Nebenkontaktofen, wenn diese auch Kohlensäur: enthält, höher wird als er im Ausgangsgase war.
  • Zusammengefaßt bringt die Anwendung des Verfahrens zur Stadtgasentgiftung nach der vorliegenden Erfindung folgende, zum Teil überraschende betriebliche und bauliche Vorteile gegenüber dem bisher bekannten Verfahren mit sich: i. die Anwendbarkeit auf alle kohlenoxvdlialtigen Einzel- und Mischgase; 2. keine erforderliche Mehrerzeugung an heizwertreichen Bestandteilen (Kohlengas) des zu entgiftenden Mischgases trotz Beibehaltung des Heizwertes (Wärmewertes) desselben nach der erfolgten Entgiftung; 3. keine mengenmäßige Veränderung durch die Entgiftung; 4.. keinerlei Veränderungen in der bisherigen Mischgaserzeugung; 5. wesentliche wärmewirtschaftliche Ersparnisse, insbesondere an Wasserdampf für die CO-Umsetzung; 6. die Möglichkeit, zwei Einzelgase eines Mischgases in ein und derselben Entgiftungsanlage zu behandeln; 7. die Möglichkeit, leicht und genau einen gewünschten höheren Heizwert (Wärmewert) im entgifteten Stadtgas (im Endgas) gegenüber dem Gas vor dessen Entgiftung (Ausgangsgas) zu halten; B. bautechnische Vorteile, die sich im Falle der Nebeneinanderschaltung des Haupt- und Nebenkontaktofens in einer Verkleinerung der Kontakträume beider Ofen bei gleichbleibender Gesamtleistung äußern und in der Verringerung der Baukosten sich auswirken.
  • Diese bau- und betriebstechnischen Vorteile bringen bedeutende Vorteile wirtschaftlicher Natur mit sich, und sie verringern die Kosten der Erzeugung von entgiftetem Stadtgas in außerordentlichem Maße.
  • In den Abb. i, 2 und 3 sind in schematischer Weise Ausführungsbeispiele von Anordnungen zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung 'dargestellt. Es ist dabei auf die Wiedergabe aller konstruktiver Ausführungseinzelheiten verzichtet worden. Aber es ist erfindungsgemäß der thermische Zusammenhang beider räumlich voneinander getrennten Teile des Kontaktofenraumes schematisch dargestellt worden. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen gleiche Teile in den einzelnen Abbildungen.
  • Nach Abb. i besteht der Kontaktofenraum aus den beiden hintereinander, geschalteten Hauptkontaktofen i und Nebenkontaktofen 2.
  • Die Verfahrensvorgänge sind folgende. Das zu entgiftende Gas (Ausgangsgas) wird durch die Leitung 2o dem Hauptkontaktofen i zugeleitet. Der Dampfstrahlinjektor 9 saugt das zu entgiftende Gas (Gasgemisch) an und sättigt es über die Leitung 27 mit Wasserdampf aus dem Dampferzeuger 5. Vor Eintritt in den Hauptkontaktofen i wird das zu entgiftende, mit Wasserdampf gesättigte Gas im Wärmeaustauscher 6 auf etwa 300° C vorgewärmt (I. Stufe). Die weitere Vorwärmung des zu entgiftenden Gases geschieht im Hauptkontaktofen i durch Aufwärmung an heißem Kontaktstoff auf etwa 500° C. Nachdem die Kohlenoxydumsetzung und die Kohlendioxydabsorption im Kontaktofen i erfolgt ist, verläßt das Gas diesen Ofen i mit einer Temperatur von etwa 6oo° C. Es besitzt dabei einen Kohlenoxydgehalt von 5 bis 8 °f, und fast keinen Kohlendioxydgehalt. Bevor das aus i korntuende Gas durch die Leitung 21 in den Nebenkontaktofen 2 eintritt, wird ihm durch einen Dampfstrahlinjektor io jene Menge an Wasserdampf zugeführt, die für die Umsetzung der im Gas verbliebenen 5 bis 8 °/o Kohlenoxyd, bei Belassung der Umwandlungskohlensäure im Gas, erforderlich ist. Aus 2 strömt das nunmehr fertig entgiftete Gas durch die Leitung 23 dem Dampferzeuger 5 zu, wo es seine fühlbare Wärme zur Dampferzeugung so weit abgibt, daß !es im Schlußkühler 2g auf etwa 2o° C abgekühlt werden kann. Das fertig entgiftete und gekühlte Gas (Stadtgas) verläßt 29 durch die Leitung 2q..
  • Der Kontaktstoffkreislauf zwischen dem Kontaktofen i und dem Regenerationsofen 3 ist durch Punkte 18 und Kreise 19 dargestellt. wobei die Punkte 18 den zur Regeneration geförderten Kontaktstoff und die Kreise i9 den schon in regeneriertem Zustande sich befindlichen Kontaktstoff darstellen. Der Vollständigkeit des thermischen Zusammenhanges beider Kontaktöfen i und 2 wegen sei noch erwähnt, daß der in 5 erzeugte gespannte Dampf durch die Leitung 27 und Heißwasser durch die Leitung 27' einem Röhrensystem im Kontaktofen i zugeführt werden, wo beide Medien die exotherme Wärme in sich aufnehmen, was sich beim Dampf in der Überhitzung und beim Heißwasser in einer Dampferzeugung äußert. Der überhitzte Dampf verläßt das Röhrensystem in i durch die Leitung 28 und kann als Überschußdampf Verwendung finden.
  • Abb. 2 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Abb. i, jedoch bei Nebeneinanderschaltung des Hauptkontaktofens i und Nebenkontaktofens 2. Zum Unterschied von der nach Abb. i vorgesehenen Einrichtung zum Abführen der exothermen Wärme aus dem Hauptkontaktofen i mittels Kühldampf erfolgt die Abführung der exothermen Wärme nach Abb. 2 mittels umgewälzten Rauchgases (Wälzgas). Für diesen Z`veck ist ein Ventilator 32 vorgesehen.
  • DieVerfahrensvorgänge sind folgende: Die I. Stufe ist gleich jener nach Abb. i. Nach Verlassen des Wärmeaustauschers 6 wird er Gasstrom in zwei Teilmengen. geteilt, und zwar in solchem Verhältnis, daß die beiden , Teilgasmengen nach erfolgter verschiedenartigerEntgiftungsbehandlung in demHaupt-und Nebenkontaktofen wieder zusammengemischt ein Gasgemisch geben, das den gleichen Heizwert aufweist, den das Gas vor seiner Entgiftung hatte. Dieser Verfahrensvorgang zur Herstellung eines entgifteten Stadtgases bringt zunächst den Vorteil, daß der Hauptkontaktofen und der zu ihm gehörige Regenerationsofen bei der gleich großen Gesamtleistung wie bei -einer Anlage nach Abb. i kleinere Abmessungen (kleineres Volumen) erhalten können. Der Verfahrensvorgang bringt ferner auch für denBetrieb wesentliche Vorteile dadurch, daß die Dampfmenge für die Kohlenoxvdumsetzung im Vergleich zur letzterwähntenEntgiftungsanlage, auch durch die Verringerung der Strahlungsverluste infolge der kleineren Abmessungen der Haupt-und Nebenkontaktofenräume und infolge der geringeren Fördermenge an Kontaktstoff sowie geringeren Förderleistung für denselben. Wärme und Kraft eingespart wird.
  • Die durch den Hauptkontaktofen i durchgehende Teilgasmenge beträgt etwa 2J3 bis lj, der Gesamtgasm-enge. Infolgedessen ist entsprechend der kleineren Abmessungen der Ofenräume i und 3 auch die im Kreislauf 18, ig befindliche Kontaktstoffmenge eine geringere, als wenn die gesamte Gasmenge wie nach Abb.i durch den Hauptkontaktofen hindurchgehen würde. Nach erfolgter Behandlung der Teilgasmenge in i strömt diese bereits entgiftete Teilgasmenge durch die Leitung 21 zu dem Wärmeaustauscher 7, wo die abgespaltene kleinere Teilgasmenge (1/g bis 1%.l der Gesamtgasmenge), die mittels des Dampfstrahlinjektors io abgesaugt und mit einer überschüssigen Wasserdampfmenge versehen wird, sich ein zweites Mal vorwärmt. Nach Austritt der größeren Teilgasmenge aus dem Wärmeaustauscher 7 wird diese mit der aus dem Nebenkontaktofen kommenden kleineren Teilgasmenge vereinigt. Die Gesamtgasmenge ist nun wieder die gleiche wie die Ausgangsmenge. Die Behandlung der abgespaltenen kleineren Teilgasmenge im Nebenkontaktofen 2 erstreckt sich bloß auf die hauptsächliche Umsetzung des Kohlenoxyds bei Belassung der-Umwandlungskohlensäure, das ist diejenige, die bei der Umsetzung des Kohlenoxyds entsteht, im Gas. Nach seiner Vereinigung mit dem vollkommen kohlenöxydfreien und kohlensäurefreien Gas aus dem Hauptkontaktofen steigt der Kohlenöxydgehalt der Mischgasmenge auf etwa i o,`o. Auch der Kohfensäuregehalt wird um ein geringes.größer. Die beiden vereinigten Teilgasmengen durchziehen gemeinsam den Wärmeaustauscher 6, wo sie den größten Teil ihrer fühlbaren Wärme an das durch die Leitung 2o kommende Ausgangsgas abgeben. Von 6 strömt das Gas durch die Leitung 23 zum Schlußkühler 29, den es als fertig entgiftetes und gekühltes Stadtgas (Endgas) durch die Leitung 2.t verläßt.
  • Abb. 3 zeigt die Anordnung bei Anwendung des Verfahrens für zwei Gasarten (Gasgemische) verschiedenartiger Herkunft und Zusammensetzung, für Zwecke der Erzeugung eines als entgiftetes Stadtgas abzugebendes Gasgemisch aus beiden Gasarten. ..-Auch bei diesem Ausführungsbeispiel .nach' Abb. 3 4er-' folgt die :Xbführung der exothermen Wärnle aus dem Hauptkontaktofen i durch Umwälzgase, und zwar saugt ein Ventilator 3 2 einen Teil der aus dem Dampfkessel 5 kommenden Abhitzegase (Rauchgase) an. Der Restteil dieser Gase wird durch Kamin i i abgeführt. Der Ventilator 32 fördert die Rauchgase zum Kontaktofen i, wo sie als Kühlgase innerhalb eines Rohrsystems für den heißen, im Kontaktofenraum i befindlichen Kontaktstoff diel nen. Die erwähnten Abhitzegase «erden von dem Ofen i zum Verbrennungsofen 8 geführt. wo sie sich mit den heißen Verbrennungsgasen im Ofen 8 mischen und diese auf eine gewünschte, regelbare Temperatur abkühlen. Aus dem Ofen 8 werden die gemischten inerten Gase nach Hindurchtritt durch den Regenerationsofen 3 aber, zum Unterschied gegen Abb. 2, zunächst dem Nebenkontaktofen 2 zugeführt, w o sie aber nicht als Kühlgase, sondern als Heizgase in einem geschlossenen Rohrsystem einen Teil ihrer fühlbaren Wärme an den im Kontaktofen 2 befindlichen Kontaktstoff abgeben, damit dort die Wassergasreaktion vor sich gehen kann. Die etwas abgekühlten inerten Gase aus dem Heizrohr systern des Kontaktofens 2 werden nun -durch die Leitung 15 dem Dampfkessel 5 zugeführt. in welchem sie ihre Restwärme bis auf etwa 25o° C abgeben. Aus 5 werden diese abgekühlten Gase durch den Ventilator 32 abgesaugt und gelangen wieder in der beschriebenen Art und Weise zur Umwälzung. 33 stellt einen Sättiger zur Wasserdampfsättigung der einen zu entgiftenden Gasart, und zwar der kohlenoxy därmeren, Kohlengas als das eine Ausgangsgas, dar, die getrennt von der zweiten kohlenoxydreicheren Gasart, z. B. Halbwassergas, in den Nebenkontaktofen 2 geführt wird. Vorher wird dieses Ausgangsgas mittels eines Dampfstrahlinjektors io mit einer entsprechenden zusätzlichen Dampfmenge versehen und im Wärmeaustauscher 7 auf etwa 300° C vorgewärmt. Die Behandlung des Kohlengases in 2 besteht darin, daß in bekannter Weise nur das Kohlenoxyd nach der Wasserdampfkatalyse umgesetzt wird, dabei aber die Umwandlungskohlensäure im umge wandelten Gase verbleibt. Die auf diese `''eise entgiftete Gasart wird durch die Leitung 2i abgeführt und strömt nach vorheriger teilweiser Abgabe seiner fühlbaren Wärme im Wärmeaustauscher 7 durch die Leitung 22 der Mischstelle für beide Gasarten zu.
  • Die zweite zu entgiftende, kohlenoxydreichere Gasart, z. B. Hal:bwassergas, Wassergas, Mischgas u. dgl., wird als zweites Ausgangsgas durch die Leitung 2ö dem Hauptkontaktofen i nach vorheriger Wasserdampfsättigung im Dampfstrahlinjektor 9 und Vorwärmung (I. Stufe) im Wärmeaustauscher 6 der Behandlung zugeführt. Diese besteht zunächst in der regenerativen Vorwär mung (II. Stufe) der zu entgiftenden Gasart im Unterteil des Kontaktofenraumes i an dem heißen Kontaktstoff. Die weitere Behandlung der zu entgiftenden Gasart im Oberteil des Kontaktofens i besteht in der möglichst restlosen Kohlenoxydentfernung und der gleichzeitigen, möglichst restlosen Entfernung der Kohlensäure aus dieser zweiten Gasart. Nach ihrer vollständigen Entgiftung im Ofen i wird diese zweite Gasart der vorerwähnten Mischstelle, bei welcher sie mit der ersten entgifteten Gasart zusammentrifft, durch die Leitung 2i', 22' zugeführt, gibt aber vorher im Wärmeaustauscher 6 einen Teil ihrer fühlbaren Wärme an die erste zu entgiftende Gasart, z. B. Kohlengas, ab. Gemeinsam strömen alle zusammengemischten Gasarten, z. B. ein Gemisch von entgiftetem Kohlengas und einem entgifteten Zusatzgas wie Hal'bwassergas, Wassergas, Mischgas u. dgl., durch die Leitung 23 in den Schlußkühler 29 ein. Hier wird das Gasgemisch auf etwa Außentemperatur gekühlt, und es verläßt 29 durch die Leitung 2qals fertiges, fein gereinigtes, gekühltes .entgiftetes Stadtgas, das den gleichen Heizwert aufweisen kann, wie das Stadtgas unmittelbar vor seiner Entgiftung gehabt hat. Selbstverständlich werden auch seine übrigen brenntechnischen Eigenschaften solcherart sein, daß das entgiftete Gas bei seiner Anwendung in den Gasverbrauchsgeräten keinerlei Umänderungen an diesen Geräten bedingt.
  • Letzteres gilt natürlich für alle drei Ausführungsbeispiele zur Herstellung von entgiftetem Stadtgas. Es kann dabei die Wärmeführung bei grundsätzlicher Beibehaltung des Erfindungsgedankens untereinander vertauscht oder kombiniert werden. Als wärmetragende Mittel für die Zu- oder Abführung von Wärme können sowohl die zu entgiftenden oder entgifteten Gase als auch die aus beliebigen Brennstoffen erzeugten Gase, z. B. Rauchgase aus dem Brennofen oder Abgase aus dem Regenerationsofen, ferner Luft oder Wasserdampf u. dgl. dienen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von entgiftetem Stadtgas mittels Wasserdampfkatalyse mit Hilfe eines Kontaktstoffes, Ankerit o. dgl., der einen Kontaktraum und einen davon getrennten Regenerierraum bei voneinander verschiedenen, aber in jedem Raum konstanten Temperaturen ruckweise durchwandert, dadurch gekennzeichnet, daß man einen in zwei baulich und räumlich getrennte, aber wärmetechnisch verbundene Teile unterteilten Kontaktraum verwendet und das zu entgiftende Gas entweder in einem einheitlichen Strom nacheinander durch den mit dem Regenerierofen durch den Kontaktstoff verbundenen Haupt- und dann durch den mit dem Regenerierofen auf diese Weise nicht verbundenen Nebenkontaktofen geleitet oder in zwei in einem solchen Verhältnis zueinander stehenden Teilströme zerlegt wird, daß nach der Behandlung des einen Teilstromes im Hauptkontaktofen nach Wiedervereinigung beider entgifteten Teilströme der Heizwert des entgifteten Stadtgases gleich oder höher ist als im zu entgifte'Ausgangsgas.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zweierlei Gase (Gasgemische) voneinander getrennt im Haupt-und Nebenkontaktraum dem Entgiftungsprozeß unterzogen und nachher in einem solchen Verhältnis zu einem Stadtgas gemischt werden, daß der Heizwert des letzteren gleich oder höher ist als in dem durch Mischung der Ausgangsgase hergestellten Stadtgas vor der Entgiftung.
DEB183838D 1937-07-24 1938-07-07 Kontinuierliche Gasentgiftung Expired DE728334C (de)

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DE825871C (de) * 1949-08-18 1951-12-27 Gastechnik G M B H Verfahren zum Entschwefeln von Gasen in turmartigen Behaeltern mittels geformter Gasreinigungsmasse

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