DE7246999U - Vorrichtung zum konzentrieren einer fluessigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum konzentrieren einer fluessigkeitInfo
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Description
Patentanwälte
Dipl.'-Ing. FT. WeICKMAn1N, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
Dipl.-Ing. F. A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
Dr. -Ing. H. Li ska
8 MÜNCHEN 86, DEN s r y- 4frto
POSTFACH 860 820 I 3· «3ΓΖ 1378
k^ MDHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 98 39 21/22
71FG5/6
Struthers Scientific and International Corporation 630 Fifth Avenue, New York, N.Y. 10020, V.St.A.
"Verfahren zum Konzentrieren von Flüssigkeiten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens"
Die Erfindung betrifft das Konzentrieren von flüssigem Kaffee-Extrakt
, Tee, Bier und Zitrus-Fruchtsäften.
Es ist bekannt, flüssigen Kaffee-Extrakt der Gefrierkonzentration
zu unterwerfen, wobei eine Aufschlämmung von Eis und Flüssigkeit erhalten wird. Die Aufschlämmung wird in eine Zentrifuge
eingespeist, in der die konzentrierte Flüssigkeit vom Eis getrennt wird. Eine besondere Schwierigkeit stellt hierbei die
Schaumbildung in der Zentrifuge dar. Zur Entfernung des Schaums kann sogar eine Betriebsunterbrechung der Anlage erforderlich
sein. Der Schaum enthält gewöhnlich wertvolle Kaffee-Peststoffe.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Schaum in Flüssigkeit
überführt und mit der Beschickungsflussigkeit vereinigt, die zur Gefrierkonzentriereinrichtung zurückgeführt wird.
Der Schaum aus der Zentrifuge kann mit dem zum Waschen des Eises verwendeten Waschwasser entnommen und in einen sekundären Beschickungsflüssigkeits-Vorratsbehälter
eingespeist werden. Dieser Behälter enthält Flüssigkeit, die in einen Kristallisator oder
eine andere Gefriereinrichtung eingespeist wird. Von hier aus wird die Flüssigkeit wieder in die Zentrifuge eingespeist, und
der Schaum aus dem Vorratsbehälter wird in einen Behandlungsbehälter eingespeist, in dem der Schaum entweder durch langes Aufbewahren, z.B. 2 bis 24- Stunden und gewöhnlich 8 bis 16 Stunden,
oder durch Behandeln mit Dampf in Flüssigkeit umgewandelt wird. Die Flüssigkeit wird dann zu einem primären Vorratsbehälter zurückgeführt,
der frische Beschickungsflussigkeit, z.B.. aus Kaffee-Extraktoren, enthält und aus dem das Gemisch in den sekundären
Vorratsbehälter eingespeist wird. Dieser Vorratsbehälter kann vor oder hinter einer Filter- oder Vollmantelzentrifuge zur
Entfernung von Wachs oder anderen Niederschlägen angeordnet sein.
Es v/ar anzunehmen, daß die aus dem Schaum entweder durch langes Stehen oder durch Behandeln mit Dampf gebildete Flüssigkeit ein
unerwünschtes Aroma haben würde. Es wurde jedoch überraschenderweise festgestellt, daß beim Vermischen dieser Flüssigkeit mit
der Beschickungsflüssigkeit, dem Behandeln in der Gefrierkonzentriereinrichtung und dem anschließenden Umwandeln des Gemisches
_ 3 —
in ein Pulver oder Granulat ein qualitativ hochwertiger, löslicher
Kaffee von vorzüglichem Geschmack erhalten wird.
Der Schaum kann die Gefrierkonzentrier-Zentrifuge auch mit der Mutterlauge verlassen. Dieses Gemisch kann dann in einen Vorratsbehälter
eingespeist v/erden, aus dem der Schaum in gleicher Weise behandelt und in Flüssigkeit überführt werden kann. Diese Flüssigkeit
wird zurückgeführt und mit frisch zugeführtem, flüssigem Kaffee-Extrakt vermischt.
Das Eis aus. der Zentrifuge kann mit Schaum in einen Schmelzbehälter
eingespeist werden. Die Temperatur des Behälterinhalts wird so weit erhöht, daß der Schaum in Flüssigkeit umgewandelt
wird, wobei diese Umwandlung so rasch erfolgt, daß keine Anhäufung
von Schaum auftritt. Zu diesem Zweck kann die Temperatur des Behälterinhalts auf 26,7 bis 65,60C, vorzugsweise auf 32,2
bis 4-3,3°C>
erhöht werden. Der Temperaturanstieg kann durch Dampfschlangen, elektrisch beheizte Heizschlangen oder in jeder
anderen geeigneten Weise bewirkt werden.
Ein Teil des Schaumes oder der gesamte Schaum mit der Mutterlauge kann auch mit der Mutterlauge vermischt werden, wobei eine
Schaummasse erhalten wird, die gefroren und gefriergetrocknet wird.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. In den Beispielen wird auf die Fig. 1 bis 3 Bezug genommen.
In Fig. 1 ist die Erfindung in Anwendung auf ein einstufiges Konzentrationssystem dargestellt. 10 und 11 sind zwei primäre
Vorratsbehälter. In den Vorratsbehälter 10 wird bei 12 aus Kaffee-Extraktoren stammende Beschickungsflüssigkeit eingespeist.
Die Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 10 kann sich auf einer niedrigen Temperatur, z.B. von -1,67 bis 1,67°C, befinden, wodurch
das Ausfallen von Wachsen und ähnlichem sich abscheidendem Material gefördert wird. Der ausgefallene Niederschlag wird mittels
einer Filter- oder Vollmantelzentrifuge 13 vor dem Einspei-, sen in den Vorratsbehälter 11 entfernt. Die Flüssigkeit aus dem
Vorratsbehälter 11 wird mittels einer Pumpe 16 in einen sekundären Vorratsbehälter 17 eingespeist. Die Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter
17 wird mittels einer Pumpe 18 in einen Kristallisator 20 eingespeist. Der Kristallisator 20 stellt den ersten Teil
und die Zentrifuge 21 den zweiten Teil einer Gefrierkonzentriereinrichtung dar. Im Kristallisator 20 entsteht Eis in der Flüssigkeit.
Die erhaltene Aufschlämmung aus Eis und Flüssigkeit wird in die Zentrifuge 21 geführt. Die Zentrifuge 21 kann eine
bekannte Zentrifuge mit rotierendem Siebkorb sein, aus dem das Eis kontinuierlich abgekratzt wird. Das Eis wird durch die Leitung
22 in einen Schmelztehälter 23 eingespeist. Ein Teil der
Flüssigkeit aus dem Behälter 23 wird als Abwasser durch eine Leitung 24 abgeführt; ein anderer Teil der Flüssigkeit wird
mittels einer Pumpe 27 durch eine Leitung 28 in die Zentrifuge 21 gepumpt und dient als Waschwasser zum Waschen des Eises, wobei
Kaffee-Feststoffe vom Eis entfernt werden. Das Waschwasser wird zusammen mit Schaum aus der Zentrifuge 21 durch eine Lei-
eil * ·
ι · I β · ρ
tung 30 in einen sekundären Vorratsbehälter 17 eingespeist. Die
Mutterlauge, die durch den Siebkorb hindurchtritt, wird über eine Leitung 31 in einen Mutterlaugenbehälter 32 eingespeist.
Der durch geeignete Abflußkanäle oder Rinnen 34· und 35 aus dem
Vorratsbehälter 17 und dem Mutterlaugenbehälter 32 überfließende
Schaum wird in einen Behälter 36 eingespeist, in dem der Schaum
einige Stunden gehalten und bzw. oder mit Dampf behandelt wird, wodurch er in Flüssigkeit umgewandelt wird. Diese Flüssigkeit
wird dann mittels einer Pumpe 4-0 in einen oder in beide Vorratsbehälter
10 und 11 eingespeist.
Ein Teil der Flüssigkeit kann mittels einer Pumpe 4-1 vom Auslaß
des· Kristallisators 20 zu seinem Einlaß zurückgeführt werden.
In Fig. 2 ist die Erfindung in Anwendung auf ein zweistufiges Konzentrationssystem dargestellt. Das zweistufige System ist
ähnlich mit dem in Fig. 1 dargestellten System; die Flüssigkeit aus dem Behälter 32 wird jedoch in einen zweiten Kristallisator
50 gepumpt. Die aus diesem Kristallisator erhaltene Aufschlämmung
wird in eine zweite Zentxifuge 51 eingespeist. Das Eis aus
der Zentrifuge 51 wird über eine Leitung 52 in einen Behälter
eingespeist. Die Mutterlauge aus der Zentrifuge 51 wird über eine
Leitung 5^· in einen Produktb ehält er 55 eingespeist. Da." Eis aus
der Zentrifuge 21 wird über eine Leitung 22 in einen Schmelzbehälter 56 eingespeist. Das Waschwasser aus der Zentrifuge 21
wird über eine Leitung 30 in einea Waschwasserbehälter 57 eingespeist.
Der überfließende Schaum, der aus einem oder aus samt-
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lichen Behältern 32, 57» 17 und 55 stammen kann, wird in den Behälter
36 eingespeist, von wo aus die aus dem Schaum entstandene
Flüssigkeit in einen.oder in beide Vorratsbehälter 10 und 11 zurückgepumpt
wird.
In Fig. 3 ist eine Zentrifuge 60 dargestellt, in die bei 61 eine
aus· einem Kristallisator stammende Aufschlämmung von Eis und
Kaffee-Flüssigkeit eingespeist wird. Die Zentrifuge 60 kann einen rotierenden· Siebkorb haben, aus dem das Eis abgekratzt und in
eine Auslaßleitung oder Rinne 62 eingespeist wird. Die Mutterlauge tritt bei 63 und das Waschwasser bei 64 aus der Zentrifuge
60 aus. Das Eis wird zusammen mit dem Schaum in einen Behälter 66 eingespeist, der mit einer Heizeinrichtung 67 auf etwa 37,8°C
erwärmt wird. Der Schaum wird in Flüssigkeit überführt und teilweise bei 69 als Abwasser abgeleitet (oder zu den Kaffee-Extraktoren
zurückgeführt), teilweise durch eine Pumpe 70 und eine
Leitung 71 bei 72 in die Zentrifuge als Waschwasser für den
Zentrifugen^orb und teilweise bei 73 zum VJaschen des Eises in
der Zentrifuge in diese eingespeist. Das Waschwasser kann erforderlichenfalls gekühlt werden.
Die Anv/endung der vorliegenden Erfindung umfaßt auch die in den
britischen Patentanmeldungen Nr. 1 196 601, 1 196 602. 1 199 914·,
1 178 775, 1 178 774-, 1 178 772, 1 172 836, 1 172 838, 1 172 832
und 1 172 835 offenbarten Vorschläge und Erfindungen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Konzentrieren einer Flüssigkeit^* gekennzeichnet
durch eine Zentrifuge (21, 60), die einen" Einlaßstutzen (61) zum Einspeisen einer Aufschlämmung von Flüssigkeit und Eis
aus einem Kristallisator (20) in einen in der Zentrifuge angeordneten, sich konisch erweiternden Zentrifugierkorb aufweist, und
durch einen Schmelzbehälter (23, 56, 66), der durch wenigstens ein in den Zentrifugierkorb gerichtetes Rohr (28, 71, 72, 73) zur
Einführung von in ihm abgeschiedener Flüssigkeit als Waschflüssigkeit in den Zentrifugierkorb mit der Zentrifuge (21, 60) verbunden
ist und in dem ein Auslaßrohr (22, 62) der Zentrifuge (21, 60) zum Abführen von Eis und Schaum aus dem offenen Ende
des Zentrifugierkorbs mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrifuge (21, 60) einen von der Außenseite des Zentrifugierkorbs
abgeführten Auslaßstutzen (31, 63) zur Abführung der Mutterlauge der Aufschlämmung in einen Mutterlaugenbehälter (32) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrifuge (21, 60) einen von der Außenseite des Zentrifugierkorbs
abgeführten zweiten Auslaßstutzen (30, 64) zur Abführung
f der Waschflüssigkeit in einen Waschflüssigkeitsbehälter (17, 57)
j; aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schmelzbehälter (23, 56, 66) mit einer Heizeinrichtung (67) versehen ist.
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