DE7241877U - Temperaturfuehler - Google Patents
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Description
Hanau, den 10. November 1972 PA-Zw/G
W. C. Heraeus GmbH, Hanau
Patent- und Hilfsgebre.uchsmusteranmeldung
"Temperaturfühler"
Die Erfindung betrifft einen Temperaturfühler mit einem temperaturabhängig
sich ändernden elektrischen Widerstand.
Es sind derartige Temperaturfühler mit biegbarer, elektrisch isolierter
Zuleitung bekannt, die in einem Schutzmantel aus Metall die Zuleitungsdrähte zuia temp er atur abhängigen Widerstand (Heßv/iderstand)
enthalten, (DT-AS 1 648 198). Es hat sich herausgestellt, daß derartige biegbare Temperaturfühler beim Einsatz an
Meßorten, die laufender Erschütterung ausgesetzt sind, keine lange Lebensdauer aufweisen, insbesondere weil durch die thermische
Belastung bei der Herstellung der Löt- bzw. Schweißverbindung zwischen der Schutzhülse des Meßwiderstands und dem
Mantel der mineralisolierten Zuleitung die Zuleitungsdrähte an
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dieser Stelle eine geringere mechanische Festigkeit aufweisen. Außerdem ist bei dem bekannten Temperaturfühler nachteilig, daß
die den Meßwiderstand aufnehmende Schutzhülse im Gegensatz zur biegbaren oder flexiblen Fiantelleitung unflexibel ist.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, zum Schutz von Elektromotoren
gegen thermische Überlastung ein biegbares und zusammenpreßbares Element, das aus miteinander durch Druck und Wärmeeinwirkung ver
bundene Kunststoffbänder unter Einbettung eines Drahtes mit temperaturabhängigem Widerstand, herzustellen (DT-OS 1 648 281).
Beim Einlegen dieses bandförmigen Temperaturfühlers zwischen Wicklungen eines zu schützenden Elektromotors, wird das Eand in
Unifaiig.srichtuüg der Wicklung^ jedoch nur in. eine?? Achse in Länes
richtung, gebogen. Zum Zwecke des Motorschutzes ist es somit | nicht notwendig, daß der Temp era turf ühlex' allseitig biegbar i:5t.|
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen Temperaturfühler mit temperaturabhängigem elektrischen Widerstand zu schaffen,
der einen Schutzmantel aufweist, welcher allseitig und über seine gesamte Länge biegbar ist und eine erhöhte Erschütterungsfestigkeit
aufweist.
Gelöst wird diese Aufgäbe bei dem Temperaturfühler der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch, daß der Schutzmantel
naht- und/oder fugenlos ist und die mit dem Temperaturfühler zu verbindenden Enden der ZuIeitungsdrahte so weit überragt, daß
der mit der Zuleitung verbundene Temperaturfühler innernalb des Schutzmantels angeordnet ist, dessen vorderes Ende mit einem
Stopfen verschlossen ist.
Diese Lösung bietet den Vorteil, daß der Temperaturfühler über seine gesamte Länge und nach allen Seiten biegbar ist, weil er
naht- bzw. fugenlos ist, und zwar auch in dem Bereich, in dem der Meßwiderstand angeordnet ist. Diese Ausbildung des Temperaturfühlers
erhöht wegen des Fehlens der hiähte und/oder Fugen am
Schutzmantel die Erschütterungsfestigkeit und verbessert die Einsatzmöglichkeiten in korrosiven Medien.
Bewährt hat sich besonders, daß der Schutzmantel über die Gesamt länge die gleichen Querschnittsabmessungen aufweist. Hierdurch
bleiben die mechanischen Eigenschaften des Temperaturfühlers, wie insbesondere die Elastizität, von der Meßspitze bis zum Anschlußende
voll erhalten.
Bewährt hat sich auch eine solche Ausbildung des erfindungsgemäßen
Temperaturfühlers, bei der der ' -hutzmantel aus Kunststoff
besteht. Diese Ausbildung gestattet es, die Herstellung des er-j findungsgemäßen Temperaturfühlers zu vereinfachen und seine
Flexibilität zu erhöhen.
Bewährt hat sich bei dem erfindungsgemäßen Temperaturfühler auch ein Schutzmantel aus einem Metallgeflecht oder biegbarem oder
flexiblem Metallrohr. Dabei ist von Vorteil, daß das Metallgeflecht
odßr Metallrohr, eine^ srhöfrt,©,.. (n.e.charusche Festigkeit, auf r
weist.
Besonders bewährt hat sich, daß der temperaturabhängige elektrische
Widerstand innerhalb des Schutzmantels nahe dem Stopfen angeordnet ist und der Zwischenraum zwischen Schutzmantel und
Widerstand mit einem pulverförmigen, vorzugsweise keramischen
Isoliermaterial ausgefüllt ist. Diese Anordnung in der Spitze
meß
der Temperatur/vorrichtung erhöht die Ansprechgeschwindigkeit und ebenso die Erschütterungsfestigkeit.
der Temperatur/vorrichtung erhöht die Ansprechgeschwindigkeit und ebenso die Erschütterungsfestigkeit.
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Bewährt hat sich auch die Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Temperaturfühlers derart, daß auf den Schutzmantel ein Stopfen
aufgeschweißt ist. Dies ergibt den Vorteil, daß der Durchmesser des Temperaturfühlers nicht erweitert wird, sondern stets
gleich bleibt, und vereinfacht seine Herstellung. Besonders bewährt
naben 3ich als erfindungsgemäße Temperaturfühler temperaturabhängige Widerstände wie ein I-ießwiderstandsdraht oder ein
Halbleiter vorgegebener Charakteristik.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für einen Temperaturfühler
gemäß der Erfindung rein schematisch dargestellt.
Bs zeigen; Figur* 1
sinen Längsschnitt durch den erfindvm^sgemeßen Τθ
turfühler,
Figur 2, einen Schnitt entlang dt:r Linie A-A in Figur 1 >
Figur 2, einen Schnitt entlang dt:r Linie A-A in Figur 1 >
Wie der Zeichnung zu entnehmen, besteht der erfindungsgemäße
Temperaturfühler aus einem temperaturabhängig sich ändernden elektrischen Widerstand vorbestimmbarer Charakteristik, wie
Meßwiderstandsdraht oder Halbleiter 1. Dieser ist an der Spitze
nahe dem Stopfen 2^angeordnetrf ^welcher^den^Abschluß.des Tempera-1
turfühlens bildet. Der weßwiderstand ist innerhalb eines nahtlose.^.
Schutzmantels 3 angeordnet und dabei von einem pulverförmiger.,
z.B. keramischen Material 4 umgeben. Durch das dichte Verbinden, vorzugsweise Verschweißen oder Anlöten, des Stopfens 2 ;r.i~ dem
i-Iantel 3 wird der i\ießwi der stand oder Halbleiter 1 mittels des
verdichteten Pulvers 4 in seiner Lage gehalten. Der Meßwiderstan^
oder Halbleiter 1 weist elektrische Leitungen 5,6 auf, welche mit sogenannten mineralisolierten, elektrischen Zuleitungsdrähten
7,8 verbunden sind. Die Verbindung geschieht durch ein Lot 10.
ι 1
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Im Bereich der Lötstelle ist vorteilhafter-weise ein dünnes,
Kanäle aufweisendes Scheibchen 9 aus elektrisch isolierendem Werkstoff angeordnet.
Mineralisolierte Zuleitung bedeutet in diesem Zusammenhang, daß die Zuleitur.gsdrähte 7,8 von einer Hülle aus Mineralien, wie
z.B. Magnesiumoxid oder Aluminiumoxid,umgeben sind. Ais Schutzmantel
J> eignen sich Kunststoffe, z.B. ein PVC-Schlauch, oder
biegbares oder
ein anderes/flexibles,temperaturbeständiges Material.
ein anderes/flexibles,temperaturbeständiges Material.
Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Temperaturfühlers
z.B. dadurch erfolgen, daß das niineralisolierte Zuleitungskabel
abgeschliffen wird, die Drähte 7,8 ein kleines Stück hervorgezogen v,rerden und der temperaturabhängige Widerstand 1 mit seinenj
Anschlußleitungen 5S6 an die Drähte 7f8 angelötet wird. Der
Kunststoffschutzmantel wird dann so weit vorgezogen, daß er den temperaturabhängigen Vfide^stand 1 überragt. Sodann wird das
elektrisch isolierende Pulver 4 eingefüllt und verdichtet und defr
Stopfen 2 mit dem Schutzmantel 3 dicht verbunden.
Anstelle der elektrischen Isolation durch das Pulver 4 kann auch! der Meßwiderstanrl .selbst mJLt „einer.äsoliexenden Hülle, z.B* . .
Glasur, überzogen sein oder, wie bei Halbleitern üblich, in Kunststoff eingebettet sein. Es ist auch möglich, anstelle oder
zusätzlich zu den vorher, beschriebenen Zuleitungen 7,8 eine Kern- Mantel-Kombination aus Metallen unterschiedlicher elektrischer
Leitfähigkeit und Temperaturbeständigkeit zu verwenden.
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Claims (9)
- Pet«fi.4JeinsprücheTemperaturfühler mit einem temperaturabhängigen elektrischen Widerstand mit biegbarer, elektrisch isolierter Zuleitung, dejr in einem biegbaren Schutzmantel die Zuleitungsdrähte enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzmantel (3) naht- und/ oder fugenlos ist und die mit dem Temperaturfühler (1) zu ver bindenden Enden der Zuleitungsdrähte (7*8) so weit überragt, daß der mit der Zuleitung verbundene Temperaturfühler (1) innerhalb des Schutzmantels (3) angeordnet ist, dessen vorderes Ende mit einem Stopfen (2) verschlossen ist.
- 2. Temperaturfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daHJ der Schutzmantel (3) über die gesamte Länge die gleichen Querschnittsabmessungen aufweist.
- 3. Temperaturfühler nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzmantel (3) aus Kunststoff besteht.
- 4. Temperaturfühler nach einem der Ansprüche 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet", 'da"ß"der'^Scnutzmaiv^el' (3) aus einem Metallgeflecht oder biegbarem oder flexiblem Metallrohr besteht
- 5. Temperaturfühler nach!' einem oder mehreren der vorhandenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der temperaturabhängige elektrische Widerstand (1) innerhalb des Schutzmantels (3) nahe dem Stopfen (2) angeordnet ist und der Zwischenraum zwischen Schutzmantel (3) und Widerstand (1) mit einem pulver7241877 23.09.76förmigen, vorzugsweise Keramischen Isoliermaterial (4) ausgefüllt ist.
- 6. Temperaturfühler nach einem oder mehreren der vorhandenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein dünnes, Kanäle aufweisendes Scheibchen (9) innerhalb des Schutzmantels die Zuleitungsdrähte umgibt.
- 7. Temperaturfühler nach einem oder mehreren der vorhanuenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen (2) auf den Schutzmantel (3) aufgeschweißt ist.
- 8. Temperaturfühler nach einem oder mehreren der vorhandenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er als temperaturab- Ii hängigen Widerstand (1) einen Meßwiderstandsdraht vor.^e^eben^r Charakteristik enthält.
- 9. Temperaturfühler nach einem oder mehreren der vorhandenen An-| Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er als temperaturabhängigen Widerstand (1) einen Halbleiter vorgegebener Charakteristik enthält.7241877 23.09.76
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7241877U DE7241877U (de) | 1972-11-15 | 1972-11-15 | Temperaturfuehler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7241877U DE7241877U (de) | 1972-11-15 | 1972-11-15 | Temperaturfuehler |
Publications (1)
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|---|---|
| DE7241877U true DE7241877U (de) | 1976-09-23 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7241877U Expired DE7241877U (de) | 1972-11-15 | 1972-11-15 | Temperaturfuehler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7241877U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3012787A1 (de) * | 1980-04-02 | 1981-10-08 | M.K. Juchheim GmbH & Co, 6400 Fulda | Widerstandstemperaturfuehler und verfahren zu seiner herstellung |
| DE3241147A1 (de) * | 1982-11-08 | 1984-05-10 | Schorch GmbH, 4050 Mönchengladbach | Widerstandsthermometer |
| DE4130208A1 (de) * | 1991-09-11 | 1993-03-25 | Murata Elektronik Gmbh | Temperaturfuehler |
-
1972
- 1972-11-15 DE DE7241877U patent/DE7241877U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3012787A1 (de) * | 1980-04-02 | 1981-10-08 | M.K. Juchheim GmbH & Co, 6400 Fulda | Widerstandstemperaturfuehler und verfahren zu seiner herstellung |
| DE3241147A1 (de) * | 1982-11-08 | 1984-05-10 | Schorch GmbH, 4050 Mönchengladbach | Widerstandsthermometer |
| DE4130208A1 (de) * | 1991-09-11 | 1993-03-25 | Murata Elektronik Gmbh | Temperaturfuehler |
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