DE7240C - Apparat zur Erzeugung von Wasser behufs Herstellung von Krystalleis - Google Patents
Apparat zur Erzeugung von Wasser behufs Herstellung von KrystalleisInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/02—Treatment of water, waste water, or sewage by heating
- C02F1/04—Treatment of water, waste water, or sewage by heating by distillation or evaporation
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Description
1878.
FRANZ LITTMANN, in Firma VAASS & LITTMANN in HALLE a. S.Apparat "zur Erzeugung von Wasser behufs Herstellung von Krystalleis.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. December 1878 ab.
Benutzt man gewöhnliches Wasser zur Eiserzeugung, so wird das daraus erzeugte Eis
durch die im Wasser vorhandene Luft weifs und schneeartig.
Der vorliegende Apparat soll das Wasser ganz luftfrei herstellen und dasselbe so weit abkühlen,
dafs es zur Eisfabrikation verwendet werden und man auf diese Weise ganz krystallhelles
Eis mit Eismaschinen jeden Systemes herstellen kann.
, Der Apparat besteht aus folgenden Theilen:
, Der Apparat besteht aus folgenden Theilen:
A Dampfreinigungscylinder,
B Kochcylinder,
C Dampfcondensationscylinder,
D Kühlcylinder,
E Condensationswasser-Ableitungstopf.
Der Dampfreinigungscylinder A besteht aus dem äufseren Cylinder A und einem inneren U,
welcher in ersteren eingehängt ist. Der Cylinder U ist seiner ganzen Höhe nach mit gegen
einander stehenden gewölbten Platten versehen. . Die nach unten gewölbten Platten schliefsen
dicht am Rande des Cylinders U und haben in der Mitte eine Oeffnung, um den Dampf durchzulassen;
die nach oben gewölbten vollen Platten überdecken die Oeffnung der unteren Platten
und stehen von dem Rande des Cylinders U ab, um den Dampf an der Seite durchzulassen.
Der Cylinder ist mit einem Deckel versehen, auf welchem sich zwei Stutzen 1 und 18 befinden,
von wo der Dampf weiter geführt wird. Unten am Cylinder A sind zwei Stutzen 20 und 21;
durch 20 tritt der aus dem Dampfkessel kommende Dampf ein und indem er durch das
Plattensystem U gehen mufs, schlägt sich das aus dem Dampfkessel mitgerissene Wasser nieder
und geht bei 21 durch den Condensationswasser-Ableitungstopf,
während der reine Dampf bei ι und 18 austreten kann.
Der Kochcylinder B hat im Innern ein Schlangenrohr N, durch welches der Dampf
aus dem Cylinder A geht und nach dem Condensationscylinder C strömt, um das condensirte
Wasser, welches aus dem Condensationscylinder C durch das Rohr 5-6 nach dem Kochcylinder
B. fliefst, zum Kochen zu bringen. Am Deckel des Kochcylinders befindet sich ein
Manometer T, um den Druck, der im Innern entsteht, anzuzeigen; ferner ein Durchgangssätzen
7, aus welchem die mit Dampf geschwängerte Luft nach dem Cylinder C tritt.
Am unteren Theile des Cylinders befinden sich zwei Durchgangsstutzen mit den Hähnen P
und 5 und ferner in der Mitte des Cylinders ein Wasserstandszeiger R.
Der Condensationscylinder C hat im Innern ein Schlangenrohr M, durch welches kaltes
Wasser läuft, um den in den Cylinder einströmenden Dampf zu condensiren. Am Deckel
befinden sich drei Durchgangsstutzen 4, 8 und 19. Durch 4 kommt der Dampf aus der Schlange N,
durch 8 die mit Dampf geschwängerte Luft, welche im Kochcylinder B sich entwickelt, und
19 dient dazu, condensates Wasser, welches man aus der Dampfheizung einer Eismaschine
gewinnt, einzuführen. Ferner befindet sich am Deckel ein Ventil G, welches den mit Luft geschwängerten
Dampf ausströmen läfst. Das Ventil ist derartig construirt, dafs es sich
schliefst und die Einströmung äufserer Luft verhindert, im Falle, dafs Luftleere im Cylinder
entstellen sollte. Gleichzeitig ist das Ventil mit einem Hähnchen H versehen, um das Ausströmen
nach Bedürfnifs reguliren zu können.
Der Kühlcylinder D ist ein offener Cylinder, in dem sich ein Schlangenrohr L befindet, um
welches das Kühlwasser geleitet wird, um das kochende, luftfreie Wasser, welches aus dem
Kochcylinder B, aus dem Rohre 9 bis 10 kommend,
durch dieses Schlangenrohr geht, abzukühlen. Der Ausgang des Schlangenrohres ist
mit einem Hahn K versehen, vermittelst welches das abgekühlte Wasser abgelassen wird.
An diesem Hahn ist ein Gummischlauch befestigt, der am unteren Ende das Schwimmventil
J trägt. Dieses Schwimmventil soll verhindern, dafs zu dem Wasser, welches in Büchsen
abgelassen wird, um es gefrieren zu lassen, Luft zutreten kann. Das Ventil ist so construirt,
dafs der Wasserdruck es öffnet; sobald derselbe nachläfst, wird das Ventil durch eine
Feder geschlossen. Das Ventil ist eingeschlossen von einer hermetisch verschlossenen Büchse,
die als Schwimmer dient.
Der Gang des Apparates ist folgender:
Der aus dem Dampfkessel kommende Dampf tritt in den Dampfreinigungscylinder A bei dem
Stutzen 20 ein, geht durch das Plattensystem . des Cylinders U, wo er das mitgerissene Wasser
niederschlägt, welches nach unten in den Cy-
linder A läuft und durch den Condensationswasser-Ableitungstopf
abgeführt wird. Der wasserfreie Dampf geht bei ι nach der Schlange des
Kochcylinders B, strömt durch das in diesem Cylinder befindliche Schlangenrohr N und von
da durch das Rohr 3-4 nach dem Condensationscylinder C, wo er vermöge des kalten
Wassers, welches durch das Schlangenrohr M läuft und zwar bei 13 ein- und bei 14 abläuft, condensirt.
Das in diesem Cylinder condensirte Wasser fällt durch das Rohr 5-6 nach dem Kochcylinder B, wo es von dem durch das
Schlangenrohr N gehenden Dampf ins Sieden gebracht wird. Die durch das Kochen entweichende
Luft und Dampf gehen durch das Rohr 7-8 nach dem Condensationscylinder C,
wo sich der Dampf condensirt und die Luft durch das Ventil G ausströmt.
Das ausgekochte luftfreie. Wasser geht aus dem Kochcylmder B bei dem unten befindlichen
Hahn P durch das Rohr 9-10 nach dem Schlangenrohr des Kühlcylinders £>, in welchem
es durch das in den Cylinder bei 16 einströmende kalte Wasser, welches um die Schlange
nach oben steigt, abgekühlt wird, und wird dann bei dem Hahn K durch das Ventil J in die
Eisbüchsen gelassen. Das erwärmte Kühlwasser läuft bei 17 aus dem Cylinder D ab.
7J
Der Hahn 5 am Kochcylinder dient dazu, das Wasser aus dem Cylinder ablassen zu
können, der Wasserstandszeiger R, um das Abziehen des ausgekochten Wassers controliren
zu können. Das Manometer zeigt den Druck im Kochcylinder an, der durch das Auskochen
entsteht. F ist ein Gefäfs, mit Wasser gefüllt, in welches das Rohr, vom Luftventil G kommend,
mündet, und welches einen Hahn H hat, um die Ausströmung der Luft reguliren
zu können. Das Rohr mündet unterhalb des Wasserspiegels, um die Ausströmung der Luft,
die sich durch Luftblasen an der Oberfläche des Wassers anzeigt, beobachten zu können.
Claims (1)
- Patent-AnSPRUch:Diejenigen Theile des Apparates, welche, abweichend vom Wicke'sehen Apparat, die Erhitzung des condensirten Wassers durch in Schlangenröhren zugefiihrten Dampf unter Vermeidung einer Pumpe zur Abführung des erhitzten Wassers zulassen und die Condensation in einem hermetisch geschlossenen Cylinder mit Schlangenrohr, durch welches Kühlwasser geht, gestatten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7240C true DE7240C (de) |
Family
ID=285119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7240D Active DE7240C (de) | Apparat zur Erzeugung von Wasser behufs Herstellung von Krystalleis |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7240C (de) |
-
0
- DE DENDAT7240D patent/DE7240C/de active Active
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