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DE712811C - Anordnung fuer durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken - Google Patents

Anordnung fuer durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken

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Publication number
DE712811C
DE712811C DEA65722D DEA0065722D DE712811C DE 712811 C DE712811 C DE 712811C DE A65722 D DEA65722 D DE A65722D DE A0065722 D DEA0065722 D DE A0065722D DE 712811 C DE712811 C DE 712811C
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DE
Germany
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grid
controlled
discharge
circuit
vessels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA65722D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Application granted granted Critical
Publication of DE712811C publication Critical patent/DE712811C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/10Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
    • H02H7/12Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
    • H02H7/125Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers
    • H02H7/127Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers having auxiliary control electrode to which blocking control voltages or currents are applied in case of emergency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Rectifiers (AREA)

Description

  • Anordnung für durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken Die in Verbraucherschwerpunkten und Unterwerken aufgestellten Transformatoren und Umformer werden vielfach automatisch betrieben. Solange in den gespeisten Netzteilen keine Störungen auftreten, gewährleisten die dafür benötigten Steuereinrichtungen einen ordnungsgemäßen Betrieb. Treten Kurzschlüsse oder ähnliche Vorgänge auf, so bewirken diese Steuereinrichtungen ein Abschalten des Netzteiles bzw. des Verbrauchers. Die Abschaltung wird im allgemeinen zeitlich begrenzt sein, so daß nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit die Anschaltung des Netzteiles bzw. des Verbrauchers erneut erfolgt, sei es von Hand oder durch Fernsteuerung, sei es selbsttätig. Auf die verschiedenen Möglichkeiten soll hier nicht näher eingegangen werden. Bisher waren hierfür mechanisch bewegte Teile für Relais und Schalter erforderlich. Abgesehen von der vielfach starken Beanspruchung einzelner Teile, insbesondere der Schalter bei Kurzschlüssen, sind auch die sich aus den mechanischen Trägheiten ergebenden Zeitverzögerungen im allgemeinen unerwünscht.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung für durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken. Besondere Bedeutung für die Starkstromvorgänge haben wegen ihres kleinen Spannungsabfalles die gittergesteuerten Dampf-' oder Gasentladungsgefäße, bei denen bekanntlich das Gitter nur'das Einsetzen der Entladung bestimmt, aber auf eine bestehende Entladung ohne Einfluß ist. Sie können z. B. in Wechselstromkreisen als Schalter oder regelbarer Wechselstromwiderstand Verwendung finden, indem nämlich zwei Entladungsgefäße mit eindeutiger Stromdurchlaßrichtung gegensinnig parallel geschaltet werden. Hauptsächlich finden die gittergesteuerten Entladungsgefäße, vorzugsweise die gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsgefäße, eine Anwendung bei Umformungseinrichtungen, von- denen der Gleichrichter der bekannteste Umformer ist. In den letzten Jahren haben noch zwei weitere Umformer an Bedeutung gewonnen, der Wechselrichter, d. h. die Gleichstrom-Wechselstrom-Umformung, und der Umrichter, d. h. - die Wechselstrom-Wechselstrom-Umformung. Für alle solche Stromkreise, bei denen der Energiefluß durch gittergesteuerte Entladungsgefäße beeinflußbar ist oder beeinflußt wird, hat nun die Erfindung Bedeutung.
  • Erfindungsgemäß erfolgt die Abschaltung unter Mitwirkung gittergesteuerter Hilfsentladungsstrecken, wobei die Hauptentladungsstrecken mittels eines elektrischen Zeitkreises nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit wieder freigegeben werden; die Zahl der möglichen aufeinanderfolgenden Wiedereinschaltungen ' durch einen weiteren rein elektrischen Zeitki (Zählkreis) begrenzt. Bemerkt wird, daß feil-Anlagen, für die die Erfindung Bedeutung hat', auch schon ungesteuerte Hilfsentladungsstrecken vorgeschlagen worden sind.
  • Nachstehend wird in erster Linie die Gittersteuerung mit phasenveränderbarer Steuerwechselspannung behandelt werden. Jedoch soll dies keine Beschränkung darstellen, da auch andere Steuerungsverfahren mit Vorteil im Rahmen vorliegender Erfindung angewendet werden können, beispielsweise das Verfahren mit regelbarer Gittergleichspannung, bei welchem der Zeitkreis unmittelbar in den Gitterkreis der Hauptentladungsstrecken gelegt werden kann.
  • Bei der Ausbildung des. rein elektrischen Zeitkreises (Zählkreises) wird man zweckmäßig in Verbindung mit Hilfsentladungsgefäßen eine Speicherung eines Impulses vornehmen, die bewirkt, daß das Zurückdrehen der Phase der Gitterwechselspannung erst nach einer vorbestimmten Zeit erfolgt und dann auch erst die Hauptentladungsgefäße wieder leitend werden bzw. betriebsmäßig gesteuert werden. Soll die Schaltfolge der nacheinander erfolgenden Ein- und Ausschaltung bei Fortbestehen der Überlastbedingung begrenzt sein, so empfiehlt es sich, in Verbindung mit dem erstgenannten Hilfsentladungsgefäß ein weiteres Hilfsentladungsgefäß vorzusehen, das erst nach Erreichen einer vorbestimmten Zahl von Aus- und Einschaltungen die endgültige Abschaltung bewirkt. Zur Vermeidung von Unterbrechungen mit unkontrollierbarer Zeitdauer wird man zweckmäßigerweise Mittel vorsehen, die die Speicherung der Impulse rückgängig machen; bei elektrischer Speicherung der Impulse in einem Kondensator erreicht man dies durch einen Widerstand, über. den sich der Kondensator entladen kann. Bei einigen Ausführungsmöglichkeiten gemäß der Erfindung erfolgt die Abschaltung in der bereits erläuterten Weise. Außerdem besteht eine Steuerung durch eine Brückenanordnung, bei der der Belastungskreis einen Zweig der Brückenschaltung bildet. Besteht eine vorbestimmte Unsvmmetrie, wie sie sich bei Überlast o. dgl. ergibt, so bleiben die Entladungsgefäße gesperrt.
  • In Abb. i der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, das einen gittergesteuerten Gleichrichter betrifft. Der Gleichrichter dient zur Speisung eines Gleichstromverbrauchernetzes io aus einem Wechselstromnetz ii und enthält einen Transformator 12 sowie gittergesteuerte Entladungsgefäße 13 und 14, vorzugsweise mit Dampf- oder Gasfüllung. ben Gitterkreisen der Gefäße 13 und 14 wird eine Steuer-.,,@#.echselspannung durch die Sekundärwicklung <e"s Gittertransformators 15 und außerdem >AYft im allgemeinen negative Vorspannung 16 7ügeführt. Die Primärwicklung dieses Transformators wird über eine Phaseneinstellvorrichtung vom Primärnetz. ii gespeist. Die Phaseneinstellvorrichtung enthält eine Induktivität 17 mit Mittelanzapfung, ferner eine weitere Induktivität 18 und eine veränderbare Induktivität i9, die in Reihe mit der Induktivität 18 parallel zur Induktivität 17 geschaltet ist. Die veränderbare Drosselspule ig ist mit einer Sättigungswicklung 20 versehen, die über einen Transformator 21 und ein gittergesteuertes Gefäß 22, das vorzugsweise ein ionisierbares Medium enthält, aus dem Primärnetz i1 gespeist wird. In den Gitterkreis des Gefäßes 22 ist eine vorzugsweise negative Vorspannung 22z und ein Kondensator 23 eingefügt. Der Kondensator 23 wird durch eine Gleichrichteranordnung geladen, die aus einem Transformator 24. und gittergesteuerten Entladungsgefäßen 25 und 26 besteht. Parallel zum Kondensator 23 ist ein Widerstand 27 geschaltet. Die Steuerung der Gefäße 13 und 14 in Abhängigkeit von Überlastungsbedingungen erfolgt nun in der Weise, daß ein Stromtransformator 28 in Verbindung mit einem Potentiometer 29 und einem Gittertransformator 3o die Gitterkreise der Gefäße 25 und 26 speist. Erforderlichenfalls können in den Gitterkreisen auch noch Vorspannungen 31 und 32 vorgesehen sein. Die Wiedereinschaltung nach einem Abschaltvorgang infolge Überlastung o. dgl. erfolgt mit einer Zeitverzögerung, die sich aus der Zeitkonstante des Kondensatorkreises 23, 27 ergibt. Damit bei Weiterbestehen derüberlastungsbedingung die Wiedereinschaltung nicht beliebig oft erfolgt, sind Schaltelemente vorgesehen, die zusätzlich in Abhängigkeit von der Zahl der aufeinander- , folgenden Abschaltungen die Steuerung der Hauptgefäße beeinflußen. Hierzu dient ein Kondensator 33, der bei jedesmaligem Abschalten einen Ladungszuwachs unter Verwendung eines Entladungsgefäßes 35 und eines veränderbaren Widerstandes 36 erfährt. Der Gitterkreis des Gefäßes 35, das vorzugsweise ein Dampf- oder Gasentladungsgefäß ist, enthält eine negative Vorspannung 37 und erhält außerdem durch das Potentiometer 38 Spannungsstöße, die durch die Ladeströme des Kondensators 23 hervorgerufen werden. Der Kondensator 33 ist ferner in einem weiteren Stromkreis mit einem Entladungsgefäß 39 und einem Widerstand q.o angeordnet. Auch das Gefäß 39 soll vorzugsweise ein ionisierbares Medium enthalten. Das Gitter dieses Gefäßes wird durch eine negative Vorspannung 41 und durch die Spannungen an dem Kondensator 33' und dem Widerstand 4o beeinflußt. Der Widerstand 40 ist nun seinerseits in den Gitterkreis eines Gefäßes 42 eingeschaltet, dessen Anodenkreis eine Gleichspannung 43, einen Schalter 44 und den Widerstand 27 enthält. Zur Einstellung des richtigen Zündpunktes des Dampfgefäßes 42 dient eine Vorspannung 45 im Gitterkreis. -Im folgenden soll die Wirkungsweise des beschriebenen Ausführungsbeispiels erläutert werden. Wir nehmen an, daß der gittergesteuerte Gleichrichter zunächst normal belastet sei. Steigt die Last im Netz io infolge eines Kurzschlusses o. dgl. an,- so wächst auch die von dem Stromtransformator 28 ' den Gittern der Gefäße 25 und z6 zugeführte Wechselspannung. Dabei nimmt die resultierende Gitterspannung solche Werte an, daß die Gefäße 25 und 26 leitend werden. Der Kondensator 23 wird infolgedessen geladen. Sobald die Ladespannung des Kondensators 23 einen vorbestimmten Wert überschreitet, wird das Entladungsgefäß 22 leitend und der Sättigungswicklung 2o der Drosselspule ig aus dem Transformator zi Strom zugeführt. Es ist zu beachten, daß beide Parallelkreise der Phaseneinstellvorrichtung Induktivitäten enthalten. Ist die Drosselspule ig nicht gesättigt, so wird die Gitterspannung, die den Gefäßen 13 und 14 durch den Gittertransformator 15 zugeführt wird, in Phase sein mit der zugehörigen Anodenspannung. Bei Auftreten von Überlastungen aber wird die Wicklung 2o gesättigt, wodurch die Induktivität der Drosselspule ig so weit verringert wird, daß die den Gittern der Gefäße 13 und 14 zu-' geführte Wechselspannung ihre Polarität umkehrt, d. h. in Phasenopposition zur entsprechenden Anodenspannung steht. Die Gefäße 13 und 14 sind nunmehr vollständig gesperrt, d. h. der Verbraucherkreis ist abgeschaltet. Die vom Stromtransformator 28 gelieferte Steuerspannung wird kleiner, so daß die Gefäße 25 und 26 dem Kondensator 2,3 keinen weiteren Ladestrom mehr zuführen. Vielmehr wird der Kondensator 23 langsam durch den Widerstand 27 entladen. Ist der Kondensator 23 nahezu vollständig entladen,_so geht die Gitterspannung des Gefäßes z2 auf einen Wert zurück, der unterhalb der kritischen Gitterspannung liegt; dies hat' zur Folge, daß der Strom, der in der Sättigungswicklung 2o fließt, auf den Wert Null zurückgeht. Infolge der Veränderung der Induktivität ig werden die Gefäße 13 und 14 erneut leitend. Ist der Kurzschluß noch nicht beseitigt, so erfolgt die Abschaltung von neuem und gegebenenfalls eine Wiedereinschaltung in der bereits beschriebenen Weise. Im allgemeinen ist es nicht erwünscht, daß das Abschalten und das Wiedereinschalten beliebig oft wiederholt wird, da das Fortbeytehen der Überlastungsbedingungen nicht nur Überspannungen o. dgl. zur Folge hat, sondern hierdurch.auch die einzelnen Teile der Umformungseinrichtung (Transformator) in unzulässiger Weise beansprucht werden. Man kann nun die Zahl der Abschaltungen durch einen besonderen Zählstromkreis begrenzen. Dies kann man z. B. in der Weise durchführen, daß ein Widerstand 38. in den Ladestromkreis des Kondensators 23 eingefügt wird und die an diesem Widerstand auftretenden Spannungsstöße auf den Gitterkreis eines Gefäßes 35 einwirken. Während derselben Zeit, während der der Kondensator 23 geladen wird, ist das Gefäß 35 leitend, so daß der Kondensator 33 gleichzeitig mitgeladen wird. Der in dem Kondensator 33 während dieser Zeit aufgespeicherte Energiebetrag ist naturgemäß von dem veränderbaren Widerstand 36 abhängig. Die Konstanten der Stromkreise können so ausgewählt werden, daß der Kondensator 33 nach einer vorbestimmten Zahl von Abschaltungen im wesentlichen vollständig geladen ist. Im allgemeinen wird man eine dreimalige Abschaltung zugrunde legen. Der Kondensator 33 gehört einerseits dem Gitterkreis des Gefäßes 39 zusammen mit der negativen Vorspannung 41 an, andererseits auch dem Anodenkreis desselben Gefäßes. Das Gefäß 39 bleibt so lange gesperrt, bis der Kondensator 33 im wesentlichen aufgeladen ist. Dann wird das Gefäß. 39 leitend, und der Kondensator 33 entlädt sich über den Widerstand 40. Die an diesem Widerstand auftretende Spannung wirkt nun auf den Gitterkreis des Gefäßes 42, und zwar in dem Sinne, daß dieses Gefäß leitend wird, wenn der Schalter 44 geschlossen ist. Da die Spannung im Anodenkreis dieses Gefäßes eine Gleichspannung ist, so genügt zum Einsetzen des Entladungsstromes ein kurzzeitiger Spannungsstoß. Da das Gitter bei Dampfentladungsgefäßen auf eine bestehende Entladung ohne Einfluß ist, so ergibt sich somit, daß, solange das Gefäß 42 Strom führt, die Hauptgefäße 13 und 14 gesperrt sind. Man kann daher diese Sperrung nur beseitigen, indem man den Entladungsstrom im Gefäß 42 unterbricht. Hierzu dient ein Schalter 44, der entweder von Hand betätigt oder ferngesteuert wird. Ist einmal die Entladung im Gefäß 42 unterbrochen, so ist die Sperrwirkung des zugehörigen Gitters wiederhergestellt. Infolgedessen ändern sich auch die Steuerbedingungen des Gefäßes 2z und damit auch die Steuerbedingungen der Gefäße 13 und 14, d. h. der normale Betriebszustand wird wiederhergestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel verlaufen somit sämtliche Schaltoperationen ohne Betätigung von bewegten Teilen, mit Ausnahme des Schalters 44, der von Hand betätigt oder ferngesteuert wird.
  • Der in Abb. 2 dargestellte Umformer, ebenfalls ein gittergesteuerter Gleichrichter, stellt nun eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens dar, bei dem jegliche bewegten Teile vermieden sind. Es wird zunächst bemerkt, daß die Abschaltung des Verbrauchers in derselben Weise erfolgt wie bei dem Ausführungsbeispiel in Abb. z. Jedoch ist die Steuerung für den Wiedereinschaltvorgang verschieden. Hierfür ist eine Brückenanordnung 5o vorgesehen, bei der der Belastungskreis zo den einen Zweig der Brücke bildet. In die anderen Zweige der Brücke sind Widerstände 51, 52 und 53 eingeschaltet. An die Eckpunkte der einen Brückendiagonale ist der Wechselstromkreis xz über einen Vollweggleichrichter mit Transformator 54 und zwei Ventilen 55 angeschlossen. Ein Widerstand 56 liegt in Reihe hiermit, um den in der Brücke fließenden Strom zu begrenzen. Befindet sich die Brücke 5o nicht im Gleichgewicht, so wird der Wicklung 57 einer veränderbaren Induktivität 58 über ein Ventil 59 Gleichstrom zugeführt. Manchmal kann es erwünscht sein, ein Glühkathodenventil 6o parallel zu dem Ventil 59 mit umgekehrter Polarität zu schalten, damit das Ventil 59 geschützt wird vor den hohen Betriebsspannungen, die im normalen Betriebszustand an der Brücke liegen. Die veränderbare Induktivität 58 bildet den einen Zweig einer Wechselsrtombrücke, in deren anderen Zweigen eine Induktivität 68 und Widerstände 61 und 62 angeordnet sind. Die bei Störung des Gleichgewichtes der Brücke sich ergebende Spannung wird einem Potentiometer 63 zugeführt, an dem ein Teil der Spannung abgegriffen und dem Gitterkreis des Gefäßes 65 zugeführt wird. Das Gefäß 65 ist zweckmäßigerweise ein gittergesteuertes Gas- oder Dampfentladungsgefäß und enthält in seinem Anodenkreis den Widerstand 66 und den bereits mehrfach erwähnten Widerstand 27 parallel zum Kondensator .23. Gespeist wird der Anodenkreis durch einen Transformator 67. Es wird bemerkt, daß die Wechselstrombrücke an sich keine Notwendigkeit ist, vielmehr dient sie nur zur Erhöhung der Steuerempfindlichkeit und kann in einzelnen Fällen fortgelassen werden.
  • Wie bereits im letzten Absatz erläutert ist, verläuft der Abschaltvorgang in derselben Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel in Abb. z. Bei normalem Betrieb ist die Gleichstrombrücke 5o in der Weise verstimmt, daß am Ventil 59 eine Sperrspannung liegt, d. h. die Drosselspule 58 ist ungesättigt. Infolgedessen wird dem Gitter des Gefäßes 65 keine Spannung zugeführt, so daß das Gefäß infolge der negativen V orspannung gesperrt ist. Wenn jedoch die Belastung abgeschaltet wird, so "Wird infolge des Abschaltvorganges die Brücke 5o wirksam. Infolge des Bestehens eines Kurzschlusses o. dgl. wird die Brücke 5o in entgegengesetzter Richtung verstimmt, so daß der Gleichstromwicklung 57 der Drosselspule 58 Strom zugeführt wird und infolge der Verstimmung der Wechselstrombrücke das Gefäß 65 durch eine entsprechende Gitterspannung leitend wird. Der Entladungsstrom des Gefäßes 65 durchfließt den Widerstand 27 parallel zum Kondensator 23 in der gleichen Richtung wie der von den Gefäßen 25 und 26 gelieferte Strom. Solange die Verstimmung beider Brückenanordnungen besteht, wird daher das Gefäß 22 Strom führen und infolgedessen die Gefäße 13 und 14 gesperrt halten. Ist der Kurzschluß beseitigt, d. h. ist der Belastungswiderstand innerhalb des zulässigen Größenbereiches, so gelangt die Brücke 5o ins Gleichgewicht, d. h. die Drosselspule 58 hat wieder ihren vollen Wert. Infolgedessen wird das Gefäß 65 nicht mehr erneut leitend werden und der Kondensator 23 sich allmählich über den Widerstand 27 entladen. Ist der Entladevorgang im wesentlichen beendet, so wird das Gefäß 22 gesperrt, d. h. die Hauptgefäße 13 und 1:I erhalten wieder ihre betriebsmäßige Steuerung. Die übrigen Bezugszeichen der Abb.2 entsprechen denen der Abb. z.
  • Die Sättigungswicklungen 2o und 57 sind in je zwei Teile geteilt, und die Kerne der Drosseln zg und 58 bestehen ebenfalls aus je zwei magnetisch voneinander getrennten Kernen. Auf jedem Kern befindet sich außer der entsprechenden Teilwicklung der Drosselspule zg bzw. 58 eine Sättigungswicklung. Die beiden zu einer Drosselspule gehörenden Sättigungswicklungen sind in bezug auf die Wechselstromamperewindungen der Drossel gegeneinandergeschaltet, so daß aus der Drosselspule in den betreffenden Sättigungskreis keine Wechselspannung übertragen wird.
  • Wie bereits weiter oben erläutert wurde, ist der Erfindungsgedanke grundsätzlich überall da anwendbar, wo zwischen der Primärspannung und dem Verbraucher gittergesteuerte Entladungsgefäße eingeschaltet sind. Daher kann mit Erfolg die vorliegende Erfindung nicht nur bei Gleichrichtern, die als wichtiges Anwendungsbeispiel vorzugsweise beschrieben wurden, sondern auch bei Wechselrichtern und Umrichtern und anderen Schaltungen, bei denen der Energiefluß durch gittergesteuerte Entladungsgefäße gesteuert wird, angewendet werden.

Claims (2)

  1. PATLNTANSPk1ICIlL: r. Anordnung für durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken, vorzugsweise mit Dampf- oder Gasfüllung, bei denen eine selbsttätige betriebsmäßige Regelung mittels der Gittersteuerung vorgesehen ist und die bei Überlastungen selbsttätig mittels der Gittersteuerung abgeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschaltung unter Mitwirkung gittergesteuerter Hilfsentladungsstrecken erfolgt, wobei die Hauptbntladungsstrecken mittels eines rein elektrischen Zeitkreises nach Ablauf einer vprbestimmten Zeit wieder freigegeben werden, und daß die Zahl der möglichen aufeinanderfolgenden Wiedereinschaltungen durch einen weiteren rein elektrischen Zeitkreis (Zählkreis) begrenzt ist. 2. Anordnung nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrischer Speicher (23) über gittergesteuerte Hilfsentladungsgefäße (25, 26) aufgeladen wird, die in Abhängigkeit von der Höhe des durch die Hauptkreise aufgenommenen Stromes gesteuert werden. 3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Kondensatorkreis (23, 27), dessen Zeitkonstante die Zeitdifferenz zwischen dem Abschalten und dem Wiedereinschalten bestimmt. q.. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, insbesondere bei Gleichrichterschaltungen, bei denen die erzeugte Gleichspannung durch eine veränderbare Steuergleichspannung geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensatorkreis (23, 27) unmittelbar in die Gitterkreise der Hauptentladungsgefäße (13, 1q.) eingeschaltet ist. 5. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, insbesondere bei Schaltungen, bei denen der Stromdurchgang durch eine phasenveränderbare Gitterwechselspannung gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensatorkreis (23, 27) in den Gitterkreis eines (22) oder mehrerer Entladungsgefäße, vorzugsweise mit Dampf- oder Gasfüllung, eingefügt ist, deren Anodenkreis die veränderliche Induktivität (i9) eines Phasenschieberkreises (17, 18, i9) steuert. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem elektrischen Speicher (Kondensator 23) zugeführten Impulse unter Mitwirkung eines gittergesteuerten Entladungsgefäßes (35) einen weiteren Speicher (33) steuern, der unmittelbar oder mittelbar (unter Mitwirkung eines Entladungsgefäßes 39) ein durch eine Gleichspannung (q.3) gespeistes gittergesteuertes Dampf- oder Gasentladungsgefäß (q.2) steuert, das seinerseits auf die Gittersteuerung der Hauptentladungsgefäße (13, rq.) in dem Sinne einwirkt, daß diese gesperrt werden und bleiben, solange das .durch eine Gleichspannung (q.3) gespeiste Entladungsgefäß (q.
  2. 2) Strom führt. 7. Anordnung, nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Anodenkreis des gleichstromgespeisten Entladungsgefäßes (q2) ein Schalter (44) angeordnet ist, der von Hand betätigt oder ferngesteuert ist, mittels dessen Öffnung das Entladungsgefäß (q.2) wieder stromlos und die Anlage wieder betriebsbereit gemacht werden kann. B. Anordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Schaltmittel, die erst nach Beseitigung der Überlast die normale Steuerung der Hauptentladungsstrecken zulassen, z. B. eine Brückenanordnung (50), bei der das Verbrauchernetz (io) einen Zweig bildet, oder eine Brückenanordnung mit Ventilen (55, 59, 6o), die in die Diagonalen der Brückenanordnung eingeschaltet sind und eine Falschsteuerung verhüten, oder eine Brückenanordnung mit einem gittergesteuerten Entladungsgefäß (65), dessen Gitterkreis die der Brückenanordnung entnommene Steuerspannung unmittelbar oder mittelbar (Brückenanordnung 58, 68, 61, 62) zugeführt wird, das seinerseits auf .die Gittersteuerung der Hauptentladungsgefäße (13, 14) in dem Sinne einwirkt, daß diese Gefäße gesperrt bleiben, . solange die Überlastungsbedingung besteht.
DEA65722D 1931-04-17 1932-04-19 Anordnung fuer durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken Expired DE712811C (de)

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