DE7120330U - Bezugsstoff für Polster und Kissen - Google Patents
Bezugsstoff für Polster und KissenInfo
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Landscapes
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Description
uJplom-Physiker
Dr. Walter Andrejewski
Diplom-Ingenieur Dr.-lng, Manfred Honk*
Diplom-Ingenieur Anwaltsair«: 36 568/Jn+ Hans Dieter Gesthuysen
Gebrauchsiiiusteranmeldung
Van Beiden & Co. GmbH
Buntweberei
4420 Coesfeld / Westf.
4300 Essen, den IO. Mai 1971
"Bezugsstoff für Polster und Kissen"
Die Erfindung bezieht sich auf einen Bezugsstoff für Polster und Kissen. Bezugsstoffe für diesen Zweck sind in verschiedenen
Ausführungsformen bekannt, insbesondere sind solche bekannt, die in ihrem grundsätzlicher* Aufbau bestehen aus Grundmaterial
und darin eingezogenen Effektfäden. In der Regel ist bei bekannten AusfUhrungsformen das Grundmaterial ein Gewebe.
Die Effektfäden sind eingewebt, und zwar meist zugleich als
wesentliche Fäden der Bindung des Gewebes. Auf diese Weise können sehr dekorative Effekte erzielt werden, wenn beispielsweise
mit Bouclegarnen als Effektfäden gearbeitet wird. Der
-d-
£55νθΓΓ If+: Im gsn/.en jedoch nur wenipc elastisch verformbar.
Die Praxis hat gezeigt, daß die modernen FUllrnaterialien
der Polsterindustrie, so elastisch verformbare Schaumstoffe
in Form von Schaumgummi oder Schaumkunststoff, einen Bezugsstoff
verlangen, der selbst auch weitgehende elastische Eigenschaften aufweist. Dazu kennt man Bezugsstoffe, deren Grundmaterial
als Gewirke ausgeführt ist, das weitgehende elastische Eigenschaften aufv/eist. Bringt man jedoch in Gewirke Effektfäden
in Form von groben oder rustikalen Effektzwirnen ein,
so geht die elastische Verformbarkeit des Gewirkes weitgehend verloren. Solche Effektfäden werden im Gewirke im allgemeinen
quer zur sogenannten Stäbchenrichtung eingebracht. Genau in dieser Richtung wird dann die elastische Verformbarkeit des
Gewirkes aufgehoben, weil die Effektfäden selbst, insbesondere wenn es sich um in groben Nummern gesponnene Effektfäden handelt,
keine elastischen Eigenschaften aufweisen. Zwar besteht die Möglichkeit, die Effektfäden selbst in sehr großen Schlingen
zu verlegen, die einer Dehnung des gewirkten Grundmaterials folgen können, beim Strecken des Gewirkes verschieben sich aber
die Effektfäden bzw. die Schlingen im Gewirke .id kehren nicht
wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bezugsstoff für Polster und Kissen zu schaffen, der aus Grundmaterial und
darin eingezogenen Effektfäden besteht und der bei hinreichenden elastischen Eigenschaften gute Form- und Gastaltfestigkeit
aufweist.
Die Erfindung betrifft einen 3ezugsstoff für Polster und Kissen, insbesondere für Polster und Kissen mit Sohaumstoffüllung
(Schaumgummifüllung oder Schaumkunststoffüllung), bestehend
aus QrUildrTiat-^*"'!! »Ι und darin einRez-o.^enen Effektfäden. Die Erfindung
besteht darin, daß das Grundmaterial als Gewirke aus in sioh elastischen Fäden aufgebaut ist und darin die nichtelastischen Effektfäden eingelegt sind. Nach bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung soll das Grundmaterial als einfaches Gewirke, z.B. hergestellt auf einer Rundstrickmaschine, aus
einem oder mehreren Fäden, die nebeneinanderliegende Stäbchen
# bilden, ausgeführt sein und darin als Effektfäden in der Hauptrichtung
quer zu den Stäbchen verlaufende Bouclogame eingelegt
sein. Das angestrebte elastische Verhalten, und zwar biaxial elastisches Verhalten, des erfindungsgemäßen Bezugsstoffes
ist insbesondere dann sichergestellt, wenn, einem weiteren Vorschlag der Erfindung folgend, die Effektstäbchen
in Maschen des Grundmaterial eingelegt- sind und zwischen den Maschen zumindest zwei Stäbchen des Grundmaterial übergreifen.
Hier besteht die Möglichkeit, die elastischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Bezugsstoffes bereits bei der Herstellung
vorzugeben. Auf jeden Fall empfiehlt die Erfindung, die Ausführung so zu treffen, daß die Effektfäden zwischen den Maschen
Schlingen bilden, die eine Mindestdehnung von mindestens j50#
Λ. zulassen. Vom Werkstoff her bestehen für den Aufbau des erfindungsgemäßen
Bezugsstoffes grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Eine im Hinblick auf die elastischen Eigenschaften sowie auf
das dekorative Bild des arfindungsgemäßen Bezugsstoffes sehr vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Fäden des Grundmaterials vollsynthetische Fäden sind, währerü
die Effektfäden aus Wolle und vollsynthetischem Material im Verhältnis von etwa 70/30 gemischt sind.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem in den beachtlichen elastischen Eigenschaften des erfindungs-
-K-
Bezugsstoffes zu sehen.. Überraschenderweise gelingt es,
nichtdehnbare Effektfäden in ein elastisches, gewirktes Grundmaterial derart einzube^iehen, daß die Effektfäden auch bei
großer Dehnung des elastischen Grundmaterials sich nicht gegenüber dem elastischen Grundmaterial verschieben und nach Aufgabe
der Dehnung wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren. Das ist darauf zurückzuführen, daß die EffektfSden
, bzw. ihre Schlingen von den elastischen Fäden des Grundmaterials
im Bereich der Stäbchen, in die die Schlingen eingebunden sind, während der Dehnung gehalten und nach der Dehnung wieder
in die ursprüngliche Lage zurückgezogen werden. Der erfindungsgemäße Bezugsstoff eignet sich daher insbesondere für Polster
und Kissen mit einer Schaumstoffüllung aus beispielsweise Schaumgummi oder elastisch eingestelltem Schaumkunststoff.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. - Die einzige Fig. zeigt schematisch den Aufbau eines
erfindungsganäßen Bezugsstoffes.
* Der in der Fig. dargestellte Bezugsstoff ist für Polster und
Kissen bestimmt, und zwar insbesondere für solche, deren Füllung als Schaumstoffüllung aufgebaut ist. Der Bezugsstoff besteht
aus dem Grundmaterial mit den Fäden 1 und darin einbezogenen Effektfäden 2. Man erkennt aus der Fig. unmittelbar, daß das
Grundmaterial als Gewirke ausgeführt ist, in welches die Effektfäden
2 eingelegt sind. Es handelt sich dabei um ein Gewirke aus elastischen Fäden 1, in die nichtelastische Effektfäden 2
eingelegt sind. Dur--ch die weiter unten im einzelnen beschriebene Art und Weise der Einbindung der Effektfäden 2 in das Ge-
wirke wird sichergestellt« daß der Bezugsstoff im ganzen biaxial
elastisch verformbar ist, was durch die beiden Pfeile 3, K angedeutet
wird.
Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter AusfUhrungsform
der Erfindung ist das Grundmaterial erkennbar als einfaches
Gewirke mit einem oder mehreren Fäden 1, die nebeneinanderliegende Stäbchen 5 bilden, ausgeführt. Ein solches einfaches
Gewirke kann beispielsweise auf einer Single Jersey-Rundstrickmaschine erzeugt werden. Darin sind als Effektfäden 2 in der
Hauptrichtung quer zu den Stäbchen 5 verlaufende Bouclögarne
eingelegt. Die Anordnung ist so getroffen, daß die r ?ektfäden
in Maschen 6 des Grundmaterials eingelegt sind und zwischen den Maschen 6 zumindest zwei Stäbchen des Grundmaterials übergreifen.
Man kann jedoch die Anordnung auch so treffen, daß drei oder mehr Stäbchen 5 von diesen Effektfäden 2 übergriffen
werden. Die Effektfäden sind zwischen den Maschen 6 zu Schlingen
verlegt, die eine Mindestdehnung von 30$ in der durch όαη
Pfeil 4 angedeuteten Richtung zulassen. Während der Dehnung des Grundmaterials werden die nichtelastischen Effektfaden 2 von
den elastischen Fäden 1 des Grundmaterials im Bereich äer Maschen 6 festgehalten und nach Abklingen der Dehnung wieder
in ihre ursprüngliche Lage zurückgezogen.
Schutzansprüche
15.9. 71
Claims (5)
1. Bezugsstoff für Polster und Kissen, insbesondere für Polster
und Kissen mit Schaumstoffüllung, bestehend aus Grundmaterial
und darin einbezogenen Effektfäden, dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundmaterial als Gewirke aus in sich elastischen Fäden (l) aufgebaut ist und darin die nichtelastischen Effekt fäden
(2) eingelegt sind.
2. Bezugsstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundmaterial als einfaches Gewirke, z.B. hergestellt auf
einer Rundstrickmaschine, aus einem oder mehreren Fäden (l), die nebeneinanderliegende Stäbchen (5) bilden, ausgeführt ist
und darin alL, Effektfäden (2) in der Hauptrichtung quer zu
den Stäbchen (5) verlaufende Bouclegarne eingelegt sind.
3· Bezugsstoff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Effektfäden (2) in Maschen (6) des Grundmaterials eingelegt sind und zwischen den Maschen (6) zumindest zwei Stäbchen (5) des Grundmaterials übergreifen.
4. Bezugsstoff nach den Ansprüchen 1 bis J>, dadurch gekennzeichnet, daß die Effektfäden zwischen den Maschen (6) Schlingen bilden, die eine Mindestdehnung von ~}Q% zulassen.
5. Bezugsstoff nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden (l) des Grundmaterials vollsynthetische
Fäden sind, während die Effektfäden (2) aus Wolle und vollsynthetischem Material im Verhältnis von etwa 7O/3O gemischt
sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7120330U true DE7120330U (de) | 1971-09-16 |
Family
ID=1268407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7120330U Expired DE7120330U (de) | Bezugsstoff für Polster und Kissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7120330U (de) |
-
0
- DE DE7120330U patent/DE7120330U/de not_active Expired
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