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Geschirrspülmaschine Die bekannten Geschirrspülmaschinen haben gewöhnlich
drehbare oder schwenkbare Spritzrohren die ähnlich den Rasensprengern ausgebildet
sind. Solche Spritzvorrichtungen sind verwickelt und teuer. Außerdem ist zum Betrieb
solcher Maschinen ein Heißwasseranschluß erforderlich, der in vielen Fällen gar
nicht vorhanden ist. Durch die Rohrverlegung und Rohranschlüsse würden ferner auch
zusätzliche Kosten entstehen. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine einfache und damit für den Haushalt geeignete Geschirrspülmaschine zu bauen,
die unabhängig von der Wasserzuleitung ist.
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Es sind Geschirrspülmaschinen dieser Art bekannt mit drei Behältern,
von denen die beiden kleineren zur Aufnahme von Seifenlauge oder Heißwasser im Boden
der Maschine eingebaut und demnach schwer zugängig sind. Es werden ferner besondere
Röhre und Filter benötigt, um die verbrauchte Lauge, die sich über einer Abschlußwand
sammelt, wieder zu reinigen. Nach Verstellen eines Mehrweghahnes wird Frischwasser
von der Pumpe in die Spritzdüsen gedrückt und von dem Abschlußblech in einen weiteren
großen Behälter geleitet, der nach Abstellen des Motors zu entleeren ist. Hierzu
wird die Pumpe mit diesem Behälter und demLaugenbehälter mittels desselben Mehrweghahnes.
verbunden, die dann den Inhalt dieser beiden-Behälter entleert.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Geschirrspülmaschine mit
mehreren getrennten Wasserbehältern, die über einen Mehrweghahn und eine Pumpe an
die Spritzvörrichtung angeschlossen werden können, außer den zweckmäßig außerhalb
an der Spülmaschine .angebrachten Behältern für Heiß-und Kaltwasser ein besonderer
Behälterunterhalb
des Geschirreinsatzkastens angeordnet ist, der
sich über den ganzen Kastenboden erstreckt und zum Sammeln des jeweils zum Abspritzen
des Geschirres verwendeten Spülwassers dient. Die Erfindung weist den besonderen
Vorteil auf, daß der zusätzliche Behälter nicht nur zur Aufnahme des verbrauchten
und zu beseitigenden Spülwassers dient, sondern ebensogut auch zur Wiederverwendung
des einmal benutzten Spülwassers herangezogen werden kann, um zunächst eine oberflächliche
Reinigung des folgenden Spülgutes zu erreichen. Ist diese Reinigung vollzogen, so
wird der nächstfolgende Satz des Spülgutes mit frischem Heißwasser nachgespült und
dann vollständig gereinigt. Die bauliche Anordnung mit den Frischwasserbehältern
außerhalb des Gehäuses und dem an die Pumpe anschließbaren Sammelbehälter unter
dem Geschirreinsatz gewährleistet eine leichte Reinigungsmöglichkeit für alle Teile
der Waschmaschine sowie ein leichtes Reinhalten der Frischwasserspeicher.
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In Fig. i und 3 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Fig.2 zeigt einen Querschnitt durch das eine Ende des Spritzwassersamnielbehälters.
Unterhalb des Gehäuses i, das zweckmäßig gezogen und emailliert her gestellt ist,
befindet sich ein Sammelbehälter 2, der sich über den ganzen Kastenboden erstreckt.
Oberhalb dieses Behälters 2 ist ein Siebkasten 3 vorgesehen, der größere Essenreste
auffängt, damit durch sie der Ablauf nicht verstopft wird. über diesem Kasten befindet
sich der Geschirreinsatzkasten, über dem in zweckmäßiger Anordnung die mit Spritzdüsen
versehene Wasserröhre liegt. Diese Spritzrohre sind zweckmäßig mit Gefälle versehen,
damit das Wasser nach Abstellen der Pumpeinrichtung ablaufen kann. Die Pumpe 6,
die von einem Elektromotor angetrieben wird, kann als Zahnradpumpe oder Kolbenpumpe
ausgebildet sein. Die Vorderseite des Gehäuses i ist durch eine Tür i i mit einem
Schauloch i2 verschließbar. An einer Seitenwand befinden sich hintereinander zwei
Behälter 13 mit Deckeln i¢ zum Einschütten von heißem bzw. kaltem Wasser. Der Anschluß
der Heiß- und Kaltwasserleitung sowie des Sammelbehälters 2 an die Pumpe erfolgt
über einen Mehrweghahn 15. 1n Fig. i ist die vom Sammelbehälter zudem Mehrweghahn
15 führende Leitung mit 16 bezeichnet. Wie Fig. 2 zeigt, ist das Saugrohr
i 6 so angeordnet, daß ein Absaugen der auf dem Wasser schwimmenden Fettschicht
aus dem Sammelbecken 2 nicht möglich ist. Über dem Gehäuseboden ist zu diesem Zweck
ein besonderer Absaugtopf 17 vorgesehen, der durch ein Sieb 18 mit
dem Behälter 2 verbunden ist. Gegebenenfalls erhält die Rohröffnung noch einen Siebtopf
i9. Es ist auch möglich, den Boden des Sammelbehälters 2 nach der Mitte zu abzuschrägen,
wie Fig.3 zeigt, damit ein besseres und gründlicheres Absaugen und Ab-
lassen
des Wassers stattfinden kann. Das Entleeren des Behälters 2 erfolgt durch ein Sch"venkrohr
io (Fig. i) oder einen Hahn io (Fig. 3).
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Der Spülvorgang vollzieht sich folgendermaßen: Das Geschirr wird zunächst
mit Kalt wasser abgespritzt, indem der Mehrweghahn 15 auf a eingestellt und
die Pumpe 6 in Betrieb gesetzt wird (Fig. i). Das kalte Wasser läuft nach entsprechendem
Umstellen des Absperrteils io ab. Durch Umschalten des Hahnes 15 in die Stellung
b wird das Geschirr dann mit heißem Wasserabgespritzt, das sich unten am Boden des
Gehäuses i im Sammelbehälter 2 sammelt und zum Nachspritzen des eingestellten Geschirres
bzw. zum ersten oberflächlichen Abspritzen nach erneuter Füllung des Geschirreinsatzes
mit weiterem zu reinigendem Geschirr benutzt werdenkann. Hierzu wird der Hahn 15
auf c umgelegt, so daß die Spritzeinrichtung mit der schon einmal benutzten Spülflüssigkeit
aus dem Sammelbehälter 2 durch die Pumpe 6 beliefert wird. Hiernach wird die Pumpe
6 abgestellt und das Wasser abgelassen. Das Geschirr bleibt zweckmäßig noch einige
Zeit in der Maschine, um in der Wärme zu trocknen.