DE7100026U - Eckenverbindung für Möbelstücke od. dgl - Google Patents
Eckenverbindung für Möbelstücke od. dglInfo
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- Furniture Connections (AREA)
- Assembled Shelves (AREA)
Description
Die Neuerung bezieht sich auf eine fcckenverbindun >
für Möbelstücke o.dgl., bei der mit Furnier, Kunststoffschichten, Kunstsloffbeschichtungen usw. versehene Platten aus Holz, gebundenen Holzfasern, Kunststoffen usw. unlösbar miteinander
verbunden sind.
Eckenverbir.d« .gen kommen in der Möbelindustrie ständig vor,
so daß es verständlich ist, daß immer wieder versucht wurde, Verbesserungen zu schaffen. Eine sehr alte Eckenverbindung
besteht darin, daß man die Platten ganz einfach zusammennagelt oder zusammenschraubt. Diese Verbindungsart ist aber
nur für billige Regale usw. brauchbar und hat für moderne Möbelstücke nahezu überhaupt keine B<.«deutung, ganz abgesehen
davon, daß die Festigkeitseigenschelten dieser Verbindung nicht die besten sind. Fest hingegen sind solche Verbindungen, die
durch das sogenannte Zinken erhalten werden. Das Zinken erfordert aber Spezialmaschtnen, da sich eine Handarbeit aufgrund
des erforderlichen Zeitaufwandes von selbst verbietet. Als nach—
teilig kommt beim Zinken ferner hinzu, daß Stirnholz sichtbar ist,
was häufig abgelehnt wird und aus Gründen des guten Aussehens abgelehnt werden muß. Zwar ist es möglich, verdeckt zu zinken,
jedoch ist dies mit einem erhöhten Aufwand verbunden, der die Wirtschaftlichkeit gefährdet.
Um diese Nachteile herabzumindern sind schon Dübelverbindungen vorgeschlagen worden, die zwar billig sind, aber Stirnholz nicht
zu vermeiden vermögen. Hier muß mit Blenden bzw. An- und
f.
Aufleimen gearbeitet werden, die einmal kostbare Arbeitszeit verschlingen
und zum anderen bei vielen Möbelstücken störend wirken.
Formschöne Verbindungen lassen sich mit Gehrungen erreichen, jedoch sind solche Verbindungen nicht so einfach, wie es fürs
erste scheinen mag. Die Gehrungsverbindungen erfordern nämlich eine sehr genaue Paßarbeit, die wiederum kostspielig Ist, ganz
abgesehen davon, daß schon geringfügige Toleranzen in der Stärke der einzelnen Platten das gute Aussehen emofindlich stören können.
Dieser Nachteil tritt besonders dann kraß zutage, wenn die Holzplatten mit Kunststoffschichten o.dgl. beschichtet sind, die in Ihrer
Tiefe in der Regel dunkle Farben aufweisen, die bei hellen Oberschichten und schon geringfügigen Fehlern in der Gehrung äußerst
unangenehm auffallen. Von der Praxis aus gesehen, sind daher Gehrungsverbindungen zumindest für beschichtete Platten unbrauchbar.
Demgegenüber bezweckt die Neuerung eine Eckenverbindung, welche die geschilderten Mängel ausschließt, d.h. eine Eckenverbindung
schafft, die einmal einen verhältnismäßig geringen Arbeitsaufwand erfordert und die zum anderen vorzüglich aussieht, und zwar auch
dann, wenn die unvermeidlichen Toi er armen in den ί
der miteinander zu verbindenden Platten besonders kraß sind. Darüber hinaus wird eine hohe Bruchfestigkeit gefordert, ohne
daß dazu besondere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Nicht zuletzt ist angestrebt, daß sich die zu schaffende Verbindung für
Serienfertigungen bestens eignet.
Dieses Ziel wird nach der Neuerung bei einer Eckenverbindung erreicht, die durch eine, bevorzugt aus Holz bestehende Massivleiste
gekennzeichnet ist, an welche die Platten mit Hilfe von Dübeln, einer Nut-Federverbindung oder mit Hufe ähnlicher Verbindungsarten
stumpf angesetzt sind. Bei dieser Eckenverbindung wird zwischen die miteinander zu verbindenden Platten gewissermaßen
ein Zwischenstück eingefügt, das die Platten für den Beschauer ansehensmäßig trennt, so daß sogar starke Toleranzen
nicht mehr auffallen und schon gar nicht mehr das gute Aussehen zu stören vermögen. Die bevorzugt aus Massivholz bestehende
Eckleiste führt auch zu einer sehr festen Verbindung, die hohen Kräften gewachsen ist. Da ferner die Dübel oder Nut-Federverbindung
zu den wirtschaftlichsten Verbindungsarten überhaupt gehören und auch die Macssivleiste keine hohen Unkosten verursacht,
wird sich die neue Eckenverbindung in einem wirtschaftlich sehr günstigen Rahmen bewegen. Diese Wirtschaftlichkeit im Zusammenwirken
mit dem einfachen Aufbau der ganzon Verbindung trägt wesentlich
dazu bei, daß sich die neuerungsgemäße Maßnahme bestens für die Eingliederung in Serienfertigungen eignet.
Zur Vertiefung der bereits geschilderten Vorteile wird nach der Neuerung ferner vorgeschlagen, daß die Leiste gegenüber der
Plattenstärke leicht überdimensioniert ist und leicht gerundete Kanten aufweist. Diese Ausgestaltung der Leiste gibt der neuen
Verbindung gewissermaßen eine besondere Note, d.h. mit einem Aufwand, der praktisch Null ist, lassen sich völlig neue Effekte
erzielen, was in geschmacklicher Richtung besonders dann ausbaufähig ist, wenn, wie die Neuerung ferner vorsieht, die im
Querschnitt eine Vieleckform, für rechtwinkelige Verbindungen eine quadratische Viereckform aufweisende Lets' Kontrastleiste
zu den Platten ausgeführt ist.
In der Zeichnung ist die Neuerung beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigen:
Rig. 1 ein kastenartiges Gebilde im Schaubild, das
mit der neuartigen Eckenverbindung ausgestattet ist;
Pig. 2 eine vergrößert herausgezeichnete Eckenverbindung, die noch nicht vollständig zusammengefügt
ist;
Rig. 3 eine spitzwinkelige Eckenverbindung; Rig. 4 eine stumpfwinkelige Verbindung;
Flg. 5 eine Verbindung, bei der drei Platten miteinander verbunden sind und
Rig. 6 eine gegenüber Rig. 5 geänderte Ausführungsform .
Wie sich aus Rig. 1 ergibt, besteht ein kastenförmiges Gebilde 1
aus vier Platten 2, 3, 4 und 5. Diese Platten stehen über Eckleisten 6 miteinander In Verbindung, von denen eine besonders gut
der Rig. 2 zu entnehmen ist. Dort erkennt man, daß die Leiste gegenüber den Platten 2, 3 leicht überdimensioniert ist, so daß
■■ ■ ·- ; l·
Stärkentoleranzen an den Platten bedeutungslos werden. Die
Verbindung üer Platten 2, 3 mit der Leiste 6 erfolgt über Dübel 7, die selbstverständlich so versetzt sind, daß sie mit Sicherheit nebeneinander zu liegen kommen. An der Platte 3 erkennt
man ferner, daß sie einen Kern β aus gepreßten und gebundenen Holzspänen besitzt, der z.B. mit einem Kunststoff 9 versehen
ist. An der Leiste 6 ist ferner erkennbar, daß die Ecken 10 leicht gerundet sind. Man erkennt aber auch, daß die Montage
dieser- Ecken verbindung denkbar einfach ist und zu keinerlei
Schwierigkeiten Anlaß geben wird.
Aus den F"ig. 3 und 4 ergeben sich EEckenverbindürsgen, die 'ünmal einen spitzen Winkel Λ.' und zum anderen einen stumpfen Winkel
) einschließen. Diese sonst schwierig zu schaffenden Verbindungen lassen sich mit einer entsprechend gestalteten Leiste 6
spielend leicht herbeiführen, so daß nicht nur formschöne und feste Verbindungen, sondern auch bisher ungewöhnliche Zusammenschlüsse von Platten 2, 3 möglich sind.
Nach den Flg. 5 und 6 haben die Leisten 6 eine Dreieck— b-:iw.
eine Sechseckform und sie dienen dem Zusammenschluß von Platten 2, 3, 11. Wie bei diesen Ausführungsformen die Dübel
laufen, ist mit strichpunktierten Linien 12 angegeben.
Claims (3)
- Schutzanspr-üche1 . Eckenverbindung für Möbeistücke o.dgl., bei der mit Rurnier ,Kunststoffschichten, Kunststoffbeschichtungen usw. versehene Plat-ten aus Holz, gebundenen Holzfasern, Kunststoffen usw. unlös-! bar miteinander verbunden sind, gekennzeichnet durch eine be-vorzugt aus Holz bestehende Massivleiste (6), an welche die Platten (vgl. z.B. 2, 3) mit Hilfe von Dübeln (7), einer Nut-Federverbindung oder mit Hilfe ähnlicher Verbindungsarten stumpf angesetzt sind.
- 2. Eckenverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (6) gegenüber der Plattenstärke leicht überdimensioniert ist und leicht gerundete Kanten (10) aufweist.
- 3. Eckenverbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Querschnitt eine Vieleckform, für rechtwinkelige Verbindungen eine quadratische Viereckform aufweisende Leiste (6) als Kontrastleiste zu den Platten (vgl. z.B. 2, 3) ausgeführt ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7100026U true DE7100026U (de) | 1971-04-08 |
Family
ID=1263158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7100026U Expired DE7100026U (de) | Eckenverbindung für Möbelstücke od. dgl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7100026U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3001706A1 (de) * | 1980-01-18 | 1981-07-23 | Alno-Möbelwerke GmbH & Co KG, 7798 Pfullendorf | Eckverbindung fuer seiten- und querteile von schukastenzargen |
-
0
- DE DE7100026U patent/DE7100026U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3001706A1 (de) * | 1980-01-18 | 1981-07-23 | Alno-Möbelwerke GmbH & Co KG, 7798 Pfullendorf | Eckverbindung fuer seiten- und querteile von schukastenzargen |
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