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Ventil für Dampf- oder Warmwasserheizkörper Die bekannten Ventile
für Dampf- oder Warmwasserheizkörper, abgesehen von einigen Sonderkonstruktionen,
regeln lediglich den Zutritt des Heizmittels zu den Heizkörpern, wogegen - der Austritt
des Dampfwassers oder des abgekühlten Warmwassers entweder gar nicht oder durch
eigens angeordnete Stauer, Drosselventile u. dgl. geregelt wird. Bei der sog. Mild-Dampfheizung,
bei der das Heizmittel an einem unteren Stopfen durch ein Düsenrohr in den-Heizkö.rper
geführt wird, besteht die Anschlußapparatur aus drei Teilen, dem Dampfventil und
einem Spezialfitting mit Reguliernippel oder Stauen Bei der Warmwasserheizung werden
im allgemeinen bei Regelung von Vorlauf und,Rücklauf oder zur Abriegelung des letzteren
Heizkörperventile finit Voreinstellung für den Vorlauf und sog. Fußventile für den
Rücklauf angewendet. Soll der Heizkörper auch noch für sich entleert werden, erhält
er an dem zweiten unteren Stopfen ein Entleerungsventil.
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Es ist auch bereits ein Regelventil für Warmwasserheizungsanlagen
bekannt, das einen Einlaß- und einen Auslaßkanal enthält, wovon aber nur der Einlaß,
regelbar ist. Bei den übrigen belzannten Regelventilen mit gleichzeitiger zwangsläufiger
Regelung von Vor- und Rücklauf bzw. Dampfeintritt und Kondensataustritt besteht
keine Möglichkeit zu restloser Entleerung des Heizkörpers.
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Demgegenüber. betrifft die Erfindung ein Ventil zur Regelung der Wärmeabgabe
von Heizkörpern, das erstens für den Betrieb mit Dampf die obeneiivähnten drei Organe,
Ventil, Spezialfitting und Reguliernippel oder Stauer, in sich vereinigt, zweitens
für den Betrieb mit Warmwasser, Heizk örperventil, Fußventil, Entleerungsventil
und bei Anlagen mit Heizkörpern, die mit natürlichem Gefälle vom Heizmittel durchströmt
werden, eine Einstellung der Füllhöhe und damit der Wärmeabgabe lediglich durch
Veränderung des Einlaßquerschnittes ermöglicht. Gegenüber den drei Armaturen am
Heizkörper für Mild-Dampfheizung bietet der Erfindungsgegenstand durch seine wesentlich
vereinfachte bauliche Ausgestaltung die Möglichkeit zu serienweiser und damit billigerer
Herstellung für einen größeren Kreis von Abnehmern b.zw. Verwendungsstellen.
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Die genannten Vorteile werden dadurch erreicht, daß, in einem Ventil
mit Einlaß- und Auslaßkanal für Vor- und Rücklauf, die nebeneinander in den zugehörigen
Heizkörper münden, jeder 1ianäl gesondert für sich durch
je einer-
Ventilkörper regelbar ist und dat5 zwischen der Vorlaufkammer des Ventils und dem
Rücklaut eine Verbindungsleitung vorgesehen ist, die der den Einlaßkanal steuernde
Ventilkörper in seiner Olfenstellung absperrt und in seiner Schließstellung freigibt,
wodurch ein Einfrieren der Vorlaufleitung vermieden wird.
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Das erfindungsgemäß ausgebildete Ventil ermöglicht auch, bei seiner
Anwendung hei Warmwasserheizungsanlagen mit an ihrem oberen Ende offenen Heizkörpern,
die das Heizwasser mit natürlichem Gefälle durchströmt, die Veränderung der Füllhöhe
des Heizkörpers bei gegebener Auslaßöffnung, lediglich durch Regelung des EinlaOkanales
zu bewerkstelligen.
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Das erfindungsgrmähe Ventil ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt, und zwar zeit die Abb. z den Querschnitt durch ein
solches Regelventil, die Abb. 2 einen waagerechten Schnitt durch das Ventil und
die Abb. i das an eincri Heizkörper angebaute Ventil.
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Dabei bezeichnen r das Veritilgeliäuse, :: die Ventilspindel mit dem
Ventilkörper 3 für den Einlaßkanal, .l die im Ventilgehätisc zwecks einer Voreinstellung
des Einlallkanals längs bewegliche Führungsbüchse für die Ventilspindel z, 5 die
in den Auslaßkanal eingesetzte Blende, 6 die Düsennadel zur Feineinstellung der
Blende, ; eine Umlaufbohrung im Ventilgehäuse, die vorn Elnlaßkanal zum Auslaßkanal
führt, S eine Durchbohrung des a1 Kolben ausgebildeten Ventilkörpers 3, c) den Heizkörper,
1o die Bohrung am oberen-I:nde des Hrizkörpers, durch die. sein Inneres mit der
Außenluft in offener Verbindung steht, t t den Einlaßkanal, durch den hindurch das
Heizwasser dem Heiih-örper zuströmt und 12 den Ausla ß'kanal, durch den hindurch
<las Wasser den Heizkörper wieder verläßt. 13
bezeichnet die Vorlaufkammer
und 14 den Rücklauf.
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Bei Betrieb mit Dampf ist die Bohrung am oberen Ende des Heizkörpers
geschlossen. durch den Einlaßkanal i 1 strömt der Dampf, durch den Auslaßkanal 12
und den Rücklauf t-1 wird das Kondenswasser abgeführt.
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Durch die mittels der Düsennadel 6 fein einstellbare Blende 5 wird
die aus dem Heizkörper abströmende Wassermenge, sei es nun Warmwasser oder Kondenswasser,
begrenzt.
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Bei Warmwasserheizkörpern #.vird die Blende 5 mittels der Düsennadel
6 so eingestellt, daß für die. verlangte Wärmeabgabe die maximale Heizwassermenge
unter einem Lruck, der nur wenig höher ist, als der Heizkörperhöhe entspricht, abfließen
kann. Dieser maximalen Durchlaufinenge entsprechend ist auch mittels der Voreinstellung
der Einlaßkanal i i einzustellen. Bei Drosselung des Einlasses fließt in den Heizkörper
weniger IIVizw-a@s@r. Zu dessen Abführung genü:-auch eine geringere Druckhöhe entsprechend
der geringeren Füllhöhe. Bei geschlossenem E lnlaßkanal. entleert sich der Heizkörper
durch den Auslaßkanal 12, so daß der Heizkni-per selbst gegen Einfrieren geschützt
ist.
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Der Ventilkolben 3 gibt in geschlossener Stellung die Umlaufbohrung
` frei, die dann zusammen mit der Kolbendurchbohrung 8 di(-Vorlaufkammer 13 mit
dem Rücklauf ti. verbindet, so daß Wasser unmittelbar aus dem Vorlauf in den Rücklauf
fließen kann. uni gegebenenfalls ein Einfrieren der Verbindunasieitttxig zum Fallstrang
oder des Fallstranges selbst zu vermeiden. Die Anordnun4 solcher Umlaufkanäle ist
in anderer Form bei Heizkörp#-rn an sich bekannt. doch schütz sie dort nicht zuverlässig
gegen Rindtinte?: von 1-leizw#asser in den Heizkörper.