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DE715986C - Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement

Info

Publication number
DE715986C
DE715986C DED81562D DED0081562D DE715986C DE 715986 C DE715986 C DE 715986C DE D81562 D DED81562 D DE D81562D DE D0081562 D DED0081562 D DE D0081562D DE 715986 C DE715986 C DE 715986C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
lime
calcium aluminate
alumina
clay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED81562D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Dyckerhoff
Dr Jean Charles Seailles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dyckerhoff GmbH
Original Assignee
Dyckerhoff Portland Zementwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dyckerhoff Portland Zementwerke AG filed Critical Dyckerhoff Portland Zementwerke AG
Application granted granted Critical
Publication of DE715986C publication Critical patent/DE715986C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/32Aluminous cements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tönerdezement Zur Herstellung eines weißen Tonerde-Zements ist es erforderlich; -sich besonders reiner Rohmaterialien zu bedienen.Zu diesem Zweck hat man bislang reine Tonerde mit reinem kohlensauren Kalk gemischt und die Mischung sodann einem Brennprozeß unterworfen. Eine solche Arbeitsweise erfordert jedoch die Anwendung seiner sehr hohen Temperatur, die zwecks Gewinnung sehr hochwertiger Zemente bis zur Überführung der Rohmischung in den schmelzflüssigen Zustaaid getrieben werden muß.
  • Ein solches Verfahren ist jedoch durch die mit deal höhen Temperaturen verbundenen großen Betriebskosten sowie -durch die Anwendung der reinen Ausgangsmaterialien äußerst kostspielig. Ferner stoßen alle mit einem Schmelzprozeß. arbeitenden Verfahren auf die Schwierigkeit, daß in das gebrannte-Mäterial schädliche Verunreinigungen einge führt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Herstellung von weißem Tonerdezement technisch wesentlich einfächer und wirtschaftlicher durchführbar ist, wenn man den Gewinnungsprozeß, der Tonerde so leitet, daß die Tonerde bei ihrer Herstellung in innigem Gemisch oder als Verbindung mit dem Kalk anfällt. Zu diesein Zveck werden die tonerdehaltigen Stoffe zunächst mit Kalk einem Brennprozeß unter worfen, wobei die Tonerde in das wasserlösliche Calciumaluminät übergeführt wird. Durch Auslaugen des Brenngutes erhält man .sodapig#eine,Calciumalltminatlösung, die nach Abtrennung von dem unlöslichen Rückstand auf reine Tonerde verarbeitet werden kann. Um ein für die Herstellung von Tonerdezement besonders geeignetes Material zu erhalten, erfolgt jedoch die Ausscheidung der Tonerde zusammen mit Kalk, z. B. durch Be handeln der Calciumaluminatlösung mit Koh lensäure. In letzterem Fäll wird gleichzeitig der Kalk in Form von kohlensaurem Kalk gefällt. Das erhaltene Gemisch wird sodann nach Abtrennung von der Flüssigkeit zwecks Gewinnung von Tonerdezement gebrannt. Infolge der weitgehenden Homogenität des Gemisches reagieren die beiden Bestandteile äußerst leicht, so daß das Brennen bei sehr viel niedrigeren Temperaturen durchfährbar ist, als man sie bisher anwenden mußte.
  • Aber nicht nur durch diesen Umstand erfährt die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens eine erhebliche Verbesserung, sondern auch durch die in sich vereinfachte Arbeitsweise, nach der eine gesonderte Herstellung von Tonerde und ein Vermischen der Tonerde mit kohlensaurem Kalk entbehrlich wird.
  • Die Einstellung auf den erforderlichen Kalk- und Tonerdegehalt kann durch Vermischen von verschieden zusammengesetzten Ausgangsstoffen erfolgen. Beispielsweise kann man den Niederschlag mit einem Teil eines anderen Niederschlages mischen, dessen Kalkgehalt durch Behandeln mit überschüssiger Kohlensäure zwecks Auflösung des Kalkes verringert worden ist. ln gleicher Weise kann man verschiedene Niederschläge mischen, beispielsweise einen kalkreichen Calciumaluminatniederschlag und einen aus Tonerde und Calciumcarbonat bestehenden Niederschlag von geringem Carbonatgehalt Selbstverständlich kann man vor dem Brennen den Gemischen auch korrigierende Stoffe hinzusetzen, die entweder dazu bestimmt sein können, das Brennen zu vereinfachen oder das Verfahren, wirtschaftlicher zu gestalten; denn sofern nicht ein weißer, sondern lediglich, ein handelsüblicher Tönerdezement hergestellt werden soll, können die durch Fällung bzw. Ausscleidung aus einer Calciumalumhiatlösung erhaltenen Niederschläge mit verunreinigten tonerdehaltigen bzw. kalkhaltigen Rohstoffen versetzt werden. Auch in diesem Fa3l wirkt sich der Gehalt des Gemisches an besonders leicht reaktionsfälliger Tonerde insofern noch günstig auf die Durchführung des Brennprozesses aus, als weit unter den bisher üblichen Brenntemperaturen gearbeitet werden kann. Im übrigen gestattet dieses Verfahren, auf die sonst für die Tonerdezementherstellung notwendigen hochwertigen Rohstoffe, wie Bauxit, zu verzichten, da es ermöglicht, die weitverbreiteten minderwertigeren tonerdehaltigen Rohstoffe als Ausgangsmaterial zu benutzen, wie z. B. Tone, Schiefer, Aschen von Brennstoffen, Metallschlacken usw., Stoffe, welche eine verhältnismäßig geringe Menge an Tonerde, gemischt mit einem hohen Prozentsatz von Verunreinigungen, enthalten.
  • Sofern die Tonerde und der Kalk im Molverhältnis vorliegen, wird es genügen, die Mischung ungefähr -z Stunde bei 1400' zu brennen, anstatt wie bisher schmelzen zu müssen, und zwar ,gegebenenfalls bei höheren Temperaturen.
  • Die gebrannten Produkte stellen, falls keine Verunreinigungen zugesetzt sind, außerordentlich reine Calcumahuninate dar und besitzen deshalb für bestimmte Verwendungsgebiete, beispielsweise als hydraulische Bindemittel oder als feuerfeste Zemente, äußerst wertvolle Eigenschaften-

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE z. Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement, dadurch gekennzeichnet, daß . als Ausgangsmaterial bei der Gewinnung der Tonerde unmittelbar mit Kalk angefallene Tonerde dient.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Zementbereitung dienende Ausgangsmaterial durch Fällung einer Caldlunaluminatl:ösung mit Kohlensäure erhalten wird.
DED81562D 1939-04-29 1939-11-24 Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement Expired DE715986C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR715986X 1939-04-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE715986C true DE715986C (de) 1942-01-10

Family

ID=9089258

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED81562D Expired DE715986C (de) 1939-04-29 1939-11-24 Verfahren zur Herstellung von Tonerdezement

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE715986C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144170B (de) * 1960-09-14 1963-02-21 Heidelberg Portland Zement Rohmischung fuer die Herstellung von weissem Portlandzement sowie Verfahren zu dessen Herstellung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144170B (de) * 1960-09-14 1963-02-21 Heidelberg Portland Zement Rohmischung fuer die Herstellung von weissem Portlandzement sowie Verfahren zu dessen Herstellung

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