DE715032C - Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphatduengemitteln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DicalciumphosphatduengemittelnInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphatdüngemitteln Es ist bekannt, durch Aufschluß von Rohphosphaten mit Salpetersäure Phosphatdüngemitüel zu erhalten. Die Aufschlußmasse hat aber infolge ihres Gehaltes an Wasser, an dem leichtlöslichen und hygroskopischen Calciumnitrat und an freier Salpetersäure eine Reihe u erwünschter -Eigenschaften, von denen die schlechte Lagerbeständigkeit und schlechte Streubarkeit bei der Verwendung als Düngemittel in der Landwirtschaft besonders unangenehm ins Gewicht fallen.
- Zur Beseitigung dieser unerwünschten Eigenschaften sind schon verschiedene Vorschläge gemacht worden. So hat man z. B. schon vorgeschlagen, die Aufschlußmasse von Rohphosphaten mit einer 6oo/oigen oder schwächeren Salpetersäure unterhalb Temperaturen von q.o° mit trockener Luft zu entwässern.: Diese geringe Temperatur wird angewandt, um ein Zusammensintern der Aufschlußmass:e, das die weitere Verarbeitung erschwert, zu vermeiden und um einen Rückgang der Wasserlöslichkeit und eine stärkere Stickoxydentwicklung zu verhindern. Das unterhalb q.0° :entwässerte Nitrophosphat kann dann durch Schmelzen in eine kompakte Form übergeführt werden. Es ist klar, daß die Entwässerung bei dieser tiefen Temperatur lange Zeit in Anspruch nimmt und sehr umfangreiche Trockenanlagen voraussetzt.
- Weiterhin hat man vorgeschlagen, zum Aufschluß von Rohphosphaten eine Salpetersäure so hoher Konzentration zu verwenden, daß nach erfolgtem Umsatz eine feste Massre ,entsteht. Hierbei verbleibt jedoch die überschüssige freie Salpetersäure in der Aufschlußmasse. Will man diese in tragbaren Grenzen halten, so erreicht man nur geringe Aufschlußhöhen von 8o bis 85%. Außerdem ist die für dieses Verfahren erforderliche höher konzentrierte Salpetersäure teuer.
- Ein weiterer Vorschlag geht dar n, eine Suspension von Dicalciumphosphat meiner Lösung von Kalksalpeter zur Trockene einzudampfen, wobei z. B. in einer Vakuuntappara.ur eine Temperatur von 70" angetv°ndet wird.
- Schließlich ist noch ein Verfahren bekanntgeworden, nach welchem die Aufs:chlubmassen von Rohphosphaten mit Salzsäure oder Salpetersäure unter gewöhnlichemDruck auf Temperaturen von ioo bis i5o` erhitzt werden, wobei unter Austreibung von gebundener Säure eine Umsetzung des im Aufschlußgut :enthal.enen Monocalciumpliosphats zu Dicalciumphosphat stattfindet. Hierbei tritt jedoch e:n nicht unbeträchtlicher Rückgang der Löslichkeit in Citronensäure und Ammoncitratlösung ein. Außerdem wird die Salpetersäure teilweise zersetzt.
- Es wurde nun gefunden, daß beim Erhitzen .eines Monocalciumphosphat, Calciumnitrat und" freie Salpetersäure enthaltenden Gemisches wnter vermindertem Druck bei Teniperaturen unter ioo', z. B. bei etwa 7o bis 9o°, in dünner Schicht die freie Säure und ein großer Teil des Wassers ausgetrieben w;rden. Außerdem findet eine Umsetzung nach folgender Formel statt: Ca (H..,POtCa (N03)1; =2 CaHPO.i ; z HNO" Die hierbei gebildete Salpetersäure wird bei der Arbeitsweise gemäß der Erfindung ebenfalls ausgetrieben. Eine Salpetersäurezerse,zung und ein Rückgang der Löslichkeit in Ci.ronensäure und Ammoncitratlösung tritt nicht ein. Je nach der Zusammensetzung- des Ausgangsgemisches und der Dauer des Erhitzens erhält man Erzeugnisse, die neben Dicalciumphosphat noch Calciumnitrat und Monocalciumphosphat enthalten können und hochwertige Phosphatdüngemittel von guter Streitfähigkeit und Lagerbeständigkeit darstellen.
- Als Ausgangsmaterial für das Verfahren der Erfindung kann vorzugstveise das Aufschlußpr odukt von Rohphosphaten mit Salpe:ersätire beliebiger ILOnzentration Vertt#endüng finden.
- Es wurde ferner gefunden, daß sich das Verfahren in technisch vorteilhafter und tiirtschaf,licher Weise in Vakuutnwalzentro,cknerii oder ähnlichen Vorrichtungen, bei denen das
zu trocknende Gut in dünner. Schicht aufge- tragen wird, durchführen läßt. Die Behand- lung in dünner Schicht ermöglicht eine sehe rasche Verdampfung des Wassers und der Salpetersäure, wodurch Zersetzungsreaktionen und die Rückbildung unlöslicher Phosphate verhindert werden. Außerdem kann in diesen Vorrichtungen billiger Abdampf als Wärme- quelle verwendet werden. Beispiel Ein durch Aufschluß von Itohpliospliat mit Salpetersäure erhaltenes Gemisch foigen- der Zusammensetzung Gesamt-P.. O" . . . . . . . . . . . 14,3 5 @'0. wasserl. P.00........... 13,620,10, N .................... 7,630;'o, freie Säure .... . . ...... 0,20 Mol ;u durchläuft bei ;einem Druck von etwa 5o tnm Quecksilbersäure einen mit Dampf beheizten technischen @'akuu.m-Zwei-Z@'alzen-Trockner. D.asmit e.-ner Temperatur von 75' austretende Gut hat folgende Zusammensetzung: Gesamt-P-#O., . . ..... . . . . 22, @2@u. Y ci.tronensäurelösl. P.> O, . . . 21,37 citratlösl. P.05 . . . . . . . . . 2o,850,ü, wass,erlösl. P.P,; . . . . . . . . . r,7 80-0, freie Säure . . . . . . . . . . . . o,oo Mol 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,2 0 Das pulverförmige Trockengut wird in be- kann,er Weise unter Zusatz von Wasser gra- nuliert und stellt ein gut streufähiges. lag-cr- beständiges Düngemittel dar.
Claims (1)
- PA T E t TA . N -; P R U e , i Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosph.atdüngeni:t.eln durch Erhi.zen von Monocalciumphosphat und Calciumnitratenthaltenden Gemischen, ii?sbesonderc .Xufschlußprodulzten von Rohphosphaten mit Salpetersäure auf höhere Temperaturen. dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen der Gemische unter vermindertem Druck und bei Temperaturen von etwa 70 bis ioo- in dünner Schicht auf @,#'alzen,rocknern oder ähnlichen Apparaturen erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW105779D DE715032C (de) | 1939-06-04 | 1939-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphatduengemitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW105779D DE715032C (de) | 1939-06-04 | 1939-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphatduengemitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE715032C true DE715032C (de) | 1941-12-12 |
Family
ID=7616477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW105779D Expired DE715032C (de) | 1939-06-04 | 1939-06-04 | Verfahren zur Herstellung von Dicalciumphosphatduengemitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE715032C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE927876C (de) * | 1953-01-06 | 1955-05-20 | Gewerk Victor Chem Werke | Verfahren zur Herstellung von Mehrstoffduengemitteln |
| DE941431C (de) * | 1950-11-18 | 1956-04-12 | Chemie Linz Ag | Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln |
| DE967522C (de) * | 1951-09-10 | 1957-11-21 | Chemie Linz Ag | Verfahren zur Herstellung eines lagerbestaendigen, stickstofffreien Phosphatduengemittels oder Beifuttermittels |
-
1939
- 1939-06-04 DE DEW105779D patent/DE715032C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941431C (de) * | 1950-11-18 | 1956-04-12 | Chemie Linz Ag | Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln |
| DE967522C (de) * | 1951-09-10 | 1957-11-21 | Chemie Linz Ag | Verfahren zur Herstellung eines lagerbestaendigen, stickstofffreien Phosphatduengemittels oder Beifuttermittels |
| DE927876C (de) * | 1953-01-06 | 1955-05-20 | Gewerk Victor Chem Werke | Verfahren zur Herstellung von Mehrstoffduengemitteln |
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