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DE7149C - Neuerungen in der Konstruktion von Sicherheitsventilen - Google Patents

Neuerungen in der Konstruktion von Sicherheitsventilen

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DE7149C
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DE
Germany
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valve
piston
housing
pressure
steam
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DENDAT7149D
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English (en)
Original Assignee
J. B. HELWIG in Frankfurt a. M
Publication of DE7149C publication Critical patent/DE7149C/de
Active legal-status Critical Current

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Description

1879.
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••-.-Klasse 48·.-
J. B. HELWIG in FRANKFURT a. M.
Neuerungen in der Construction von Sicherheitsventilen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. März 1879 ab.
Der vorliegende Apparat ist bestimmt, das gewöhnliche Sicherheitsventil bei Dampfkesseln zu ersetzen, oder neben demselben zur Vermehrung der Sicherheit zu wirken. Ein wesentlicher Vortheil des Apparates vor dem gewöhnlichen, durch Gewicht oder Feder belasteten Sicherheitsventil, besteht nach Ansicht des Erfinders in der Zuverlässigkeit, mit welcher er functionirt, indem beim Wachsen der Spannung über die gewünschte. Höhe unter allen Umständen der volle Querschnitt des Abblasventils geöffnet wird. Der Apparat ist so eingerichtet, dafs es dem Heizer nicht möglich wird, die Wirkungsweise desselben zu stören oder zu verändern.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt einen Verticaldurchschnitt des Apparates. Die Röhre r fuhrt vom Dampf- oder auch Wasserraum des Dampfkessels in den Cylinder A und enthält hier das Ventil V. Dies Ventil ist durch ein Gewicht G derart belastet, dafs es sich hebt, sobald der Druck im Kessel über die gewünschte Höhe steigt. Die Röhre r ist entweder lang genug, oder mit einem zwischengeschalteten Behälter oder einem weiten Rohrstück versehen, damit nur kaltes . Wasser, nie aber Dampf oder heifses Wasser in den Cylinder A trete. Das hier eintretende Wasser mufs, da die Oeffhung i im Deckel des Cylinders A beim Heben des Ventils V durch ein Ventil öder einen Schieber geschlossen wird, seinen Weg durch die Röhre r' unter den Kolben K des Cylinders B nehmen. Mit dem Kolben K ist ein Ventil V1 verbunden. Dieses wird durch den Dampf, der von r2 herkommt, auf seinen Sitz gedrückt. Sobald aber das Ventil V gehoben, die Oeffhung i geschlossen wird und infolge dessen der Kesseldruck auf die untere Fläche des Kolbens K wirken kann, hebt sich das Ventil F\ denn der Querschnitt des Kolbens ist um etwas gröfser als der des Ventils. Der Rohrstutzen r3 führt ins Freie. Das Gehobensein des Kolbens K dauert so lange fort, bis der normale Druck im Kessel wieder hergestellt ist. Dann wird das Gewicht G das Ventil V auf seinen Sitz herabdrücken und es schliefsen. Hierdurch wird die Mündung i der Röhre rA wieder geöffnet, so dafs das unter dem Kolben K befindliche Wasser in dem Mafse, als der Kolben K durch eine Feder oder den auf das Ventil V ' wirkenden Dampdruck niedergedrückt wird, durch die Röhre r4 entweichen kann. Die Feder kann nach Ansicht des Erfinders auch fortfallen. Der Stiel ί des Ventils V1 geht ziemlich dicht durch die Oeffhung 0, so dafs nur äufserst geringe Mengen Dampf hier entweichen, welche durch die Löcher / ins Freie gelangen.
Eine andere Ausführung des Apparates zeigt Fig. 3. Der über dem Cylinder B befindliche Ventilkörper ist hier weggebrochen gedacht. Durch eine, die gewünschte Maximalhöhe überschreitende Spannung im Kessel wird, wie bei Fig. i, das Ventil V gehoben. Das einströmende Wasser tritt aber hier durch eine Röhre r1 im Deckel des Cylinders A unter den Kolben K. Der hier dann eintretende Druck schliefst zunächst das Ventil c und zwar sehr rasch, indem die Gummimembrane m, mit welcher der das Ventil (das hier aus einer Gummikugel besteht) tragende Hebel e verbunden ist, niedergedrückt wird. Hierauf beginnt der Kolben K sich zu heben, und es tritt ganz dasselbe Spiel wie in der. Ausführung, Fig. 1, ein. Wenn das Ventil V wieder geschlossen ist, hört der Druck unter dem Kolben wieder auf und das Ventil c wird durch die Feder d wieder geöffnet. Das unter dem Kolben befindliche Wasser fliefst dann durch das Rohr r'1 aus. Die Gummimembrane könnte auch durch einen geschliffenen Kolben oder durch eine elastische, gewellte Metallplatte ersetzt werden. Eine Membrane oder einen Kolben zu benutzen, statt den Druck direct auf das Ventilchen selbst wirken zu lassen, hat seinen Grund darin, dais der Schlufs des Ventils bei der anfangs sehr geringen Menge einfliefsenden Wassers und der geringen Gröfse der Ventilfläche nicht zuverlässig genug zu erreichen ist.
Fig. 4 zeigt eine weitere Modification des Apparates, die sich von der in Fig. 1 dadurch unterscheidet, dafs hier statt des Schiebers s zum Abschlufs des Rohres r'* ein Ventil F2 angewendet ist. Dieses functionirt in gleicher Weise wie der Schieber s in Fig. 1. Durch eine Feder fl wird zu erreichen gesucht, dafs die Stange des Ventils V in ihrem Hub noch nicht begrenzt ist, wenn das Ventil V2 geschlossen ist.
Fig. 5 und 6 zeigen verschiedene Ausfuhrungen des Ablafsventils V1. Diesen liegt die Absicht zu Grunde, den Querschnitt der Ausströmungsöffnung sich allmälig vergröfsern zu lassen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Der oben beschriebene und in Fig. ι bis 6 dargestellte Apparat zur Entlastung der Dampfkessel von unzulässigem Druck, bei welchen Apparaten der folgende Gedanke zu Grunde liegt: Der Dampfdruck bezw. das unter diesem Druck stehende Wasser wirkt auf ein kleines Ventil, welches in einem Gehäuse eingeschlossen und durch ein Gewicht direct belastet ist. Durch das Heben des Ventils wird gleichzeitig eine aus dem Gehäuse führende Oeffnung durch ein Ventil oder einen Schieber geschlossen, so dafs das ins Gehäuse strömende Condensationswasser oder Kesselwasser durch eine Seitenröhre hinter einen Kolben treten kann, diesen hebt und dadurch ein Entlastungsventil auf seinen vollen Querschnitt öffnet.
    Bei diesen Apparaten die in Fig. 5 und 6 dargestellte Construction der Ventile.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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