DE7143360U - Einrichtung zum Einziehen von Hilfsseilen in Kabelrohre - Google Patents
Einrichtung zum Einziehen von Hilfsseilen in KabelrohreInfo
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Description
BE 14 828 ^ l
ABNOX AG, Cham / Schweiz
Einrichtung zum Einziehen von Hilfsseilen in Kabelrohre
Die Neuerung betrifft eine Einrichtung zum Einziehen von Hilfsseilen in Kabelrohre mit einem an einem Rohrende
angeordneten Anschlussteil für die Zufuhr des Hilfsseiles und von Pressluft, einem mittels der Pressluft durch das
Rohr treibbaren Durchzugskolben und vorzugsweise einer am anderen Rohrende angeordneten Fangvorrichtung, wobei
der Durchzugskolben mit an einer Achse befestigten, sich nach aussen in Richtung der Rohrwand erstreckenden Dichtelementen
versehen ist.
Zum Einziehen einer Schnur zum nachfolgenden Einziehen eines Drahtseiles und mit diesem eines Kabels sind bereits
verschiedene Einrichtungen bekannt, bei denen durch Pressluft oder auch durch Vakuum ein kolbenförmiges Durchzugsorgan
durch das Kabelrohr bewegt wird, an dem die Schnur befestigt ist. Bei einer dieser bekannten Einrichtungen
wird ein Durchzugekolben verwendet mit drei Ledermanschetten
und zwischen diesen angeordneten Distanzrohren. Ein derartiger Durchzugskolben stellt jedoch durch die Distanzrohre ein
starres Gebilde dar, das bei Verengungen und Kurven des Rohres gehemmt wird und sich festfahren kann, so dass es
nicht mehr zurückziehbar ist. Ausserdem behalten die Manschetten beim Betrieb des Kolbens nicht ihre Anfangseigenschaften und insbesondere unter dem Einfluss von Wasser und
Verunreinigungen, die bei im Erdreich verlegten Kabelrohren üblich sind, verhärten die Ledermanschetten sehr schnell und
verursachen dadurch einen erhöhten Reibungswiderstand.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu finden, die die
Nachteile" bekannter Konstruktionen vermeidet, indem sie ein Durchziehen einer Schnur mit besonders geringem Widerstand auch
unter schwierigsten Verhältnissen zuverlässig ermöglicht.
t ist; dass der
Durchzugskolben mehrere in axialer Richtung mit Abstand hintereinander angeordnete Scheiben hat, deren Durchmesser kleiner
ist als der Innendurchmesser des Kabelrohres, so dass zwischen der Rohrwand und den Scheiben eine Labyrinthdichtung vorhanden
ist und der Kolben mit Spiel im Kabelrohr geführt ist.
Für die gegenseitige Abstützung und Halterung der Scheiben mit Abstand voneinander unter Vermeidung einer starren Konstruktion können zwischen den Scheiben Distanzstücke aus
Schaumgummi angeordnet sein. Weiterhin kann in vorteilhafter Ausfübrungsforra der Neuerung die Labyrinthdichtung noch durch
eine Manschettendichtung ergänzt werden, die zur Begrenzung von Reibungswiderständen vorteilhaft aus mindestens einer
besonders nachgiebigen Manschette besteht.
In weiterer Ausführungsform der Neuerung kann auf dem Durchzugskolben zwischen zwei Distanzstücken eine Kontrollscheibe
aus einem leicht deformierbaren Material angeordnet werden.
die sich beim Hindurchführen des Durchzugsorganes durch
eine Rohrverengung entsprechend d.er Querschnittsänderung
deformiert und somit anschliessend den Nachweis einer derartigen Rohrverengung bringt. Damit diese Kontrollscheibe
besonders leicht deformierbar ist, kann sie vorteilhaft mit zahlreichen, von ihrem Umfang ausgehenden Einschnitten versehen sein.
Im folgenden wird die Neuerung anhand der in der Zeichnung dargestellten beispielhaften AusfOhrungsform näher beschrieben. Es zeigt:
mit in einem geschnitten dargestellten Rohr angeordneten Anschlussteil und Durchzugskolben,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer in das Ende des Kabelrohres eingesetzten Fangvorrichtung für den Durchzugskolben,
Fig. 3 eine an dem Durchzugs?;«,lben vorsehbare Kontroiischeibe, und
Fig. 4 eine* vergrösserte Querschnittsdarstellunq des
Durchzugskolbens der Einrichtung.
Zum Einziehen eines Hilfsseiles 1 in ein Kabelrohr 2 und damit zum späteren Einführen eines Kabels wird in das
Kabelrohr 2 ein Durchzugskolben 3 eingeschoben und anschliessend ein Anschlussteil 4 für die Zufuhr des Hilfeseiles und die Pressluft alt dem Ende 5 des Kabelrohxes
dicht verbunden. Die Zufuhr der Pressluft von einer nicht dargestellten Pressluftquelle erfolgt über eine Schlauchleitung 6» die mit Hilfe' einer Bajonettkupplung 7 an einer
Seite des Anschlussteiles angeschlossen ist. An die Bajonettkupplung schliesst sich ein Hahn 8 an, mit des der Luftstrom
zur SOrtbewe<jung des Durchzugskolbens 3 erglt werden kann.
Die Zufuhr des Hilfsseiles 1 erfolgt über einen an de» Anschlussteil 4 schräg angesetzten Stutzen 9, dessen Verschl
10 mit einem Durchführungsschlitz fur das Hilfsseil versehen ist. Die Entnahme des Seiles bzw. der Schnur 1 erfolgt
zur Vermeidung einer Haspel vorteilhaft an einer von innen nach aussen abzuwickelnden, nicht dargestellten Spule.
Die dichte Verbindung des Anschlussteiles 4 mit dem Ende
des Kabelrohres 2 kann z.B. ein Dichtkonus verwendet werden/
der in die Rohröffnung eingedrückt wird, oder, wie in vor·*
liegenden Beispiel, ein*» Manschette 11, die nach Einschieben in das Kabelrohr 2 durch Verdrehen einer Gewindebüchse 12
Ober einen Konus 13 gezogen wird, so dass sie sich radial nach aussen erweitert und dicht an die Innenwand des Kabelrohres 2 anlegt.
Der Durchzugskolben 3 hat eine Anzahl von Scheiben 14, die mit Abstand voneinander auf einer Achse 15 angeordnet sind.
Am Ende dieser Achse befindet sich eine Ringschraube 16, an der das Hilfsseil befestigt werden kann. Für die Halterung
und Sicherung der Lage der Scheibe 14 sind zwischen diesen ringförmige Distanzstücke 17 aus Schaumgummi angeordnet, die
«it. inns« ssf die Achse IS sco sind. Sex Baarsgg
der Scheiben 14 ist so bemessen, dass zwischen ihrem Umfang und der Innenwand des Kabelrohres 2 ein ausreichendes Spiel
vorhanden ist, dass der Durchzugskolben zwar eine ausreichende Führung hat, jedoch leicht im Kabelrohr gleitet. Der Durchmesser der Distanzstücke 17 ist wesentlich kleiner als der
Durchmesser der Scheiben 14, so dass, wie bei einer Labyrinthdichtung, zwischen den Scheiben 14 Kammern 18 vorhanden sind!·
Durch die Anordnung von mehreren Scheiben 14
entsteht trotz des verbleibenden Spaltes zwischen dem Scheibenumfang und der Rohrinnenwand in axialer Richtung ein
reichender Druckverlust, um den Kolben fortsubewegen. Eine
zusätzliche Dichtung kann jedoch durch den Einbau von beispielsweise zwei sehr flexiblen Manschetten 19 erreicht
werden.
71U360-13.7J
Weiterhin kann auf der Kolbenachse 15 eine Kontrollscheibe
20 aus einem leicht deformierbaren Material, wie z.B. Weichaluminium,
aufgeschoben sein, die sich bleibend verformt, wenn der Kolben 3 während des Durchziehens eine Rohrverengung
passiert ι so dass sie das Vorhandensein von Rohrverengungen anzeigt. Die Kontrollscheibe 20 kann vorteilhaft mit zahlreichen,
von ihrem Umfang aus nach innen gerichteten Einschnitten 21 versehen sein, die eine Deformation derScheibe
erleichtern. Weiterhin wird die leichte Verformbarkeit des Randbereiches der Kontrollscheioe durch ihre Halterung und
Einspannung zwischen zwei Scheiben 27 erleichtert.
An beiden Enden des Durchzugskolbens 3 sind Abschlussscheiben 22 und 23 vorgesehen, zwischen denen die Distanzstücke 17, die
Scheiben 14, die Manschetten 19 und die Kontrollscheibe 20 gehalten werden. Am vorderen Ende des Kolbens 3 ist ausserdem
ein konisch geformtes Abschlussteil 24 vorgesehen, das zur Aufnahme einer Mutter 25 in seiner Mitte eine Vertiefung
26 hat. Diese Mutter 25 ist gegen Verdrehung gesichert und hält, ebenso wie die Ringschraube 16 am anderen Ende des
Kolbens 3, die Teile des Kolbens zusammen.
Um beim Austreten des Durchzugskolben 3 aus dem Kabelrohr Unfälle zu verhüten, kann am Ende 28 des Kabelrohres 2
vorteilhaft eine Fangvorrichtung 29 befestigt sein. Im vor
liegenden Beispiel bestehe diese aus einem Rohr 30, das an einer Seite mit einem durchlaufenden Schlitz 31 versehen ist.
Auf der Seite des Schlitzes 31 ist am Umfang des Rohres 30 eine Spannvorrichtung 32 mit einer Flügelschraube 33 vorgesehen,
bei deren Festdrehen sich der Aussendurchmesser des Rohres 30 vergrössert, so dass das zuvor in das Kabelrohr
eingeschobene Rohr 30 der Fangvorrichtung 29 sich fest in dem Kabelrohr einklemmt. Der mit erheblicher Geschwindigkeit aus
dem Kabelrohr austretende Kolben 3 wird in dieser Fangvorrichtung 29 sofort abgebremst, indem die Druckluft durch den
Schlitz 31 entweichen kann. Der Durchtritt des Kolbens durch diese Fangvorrichtung wird durch einen an ihrem Ende quer
durch das Rohr 30 geführten Bolzen 34 verhindert.
Claims (1)
- Schutzansprüche1. Einrichtung zum Einziehen von Hilfsseilen in Kabelrohre mit einem an einem Rohrende angeordneten Anschlussteil für die Zufuhr des Hilfsseiles und von Pressluft, einem mittelr der Pressluft durch das Rohr treibbaren Durchzugskolben und vorzugsweise einer am anderen Rohrende angeordnete Fangvorrichtung, wobei der Durchzugskolben mit an einer Achse befestigten, sich nach aussen in Richtung der Rohrwand erstreckenden Dichtelementen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchzugskolben (3) mehrere in axialer Richtung mit Abstand hintereinander angeordnete Scheiben (14) hat. deren Durchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser des Kabelrohres (2), so dass zwischen der Rohrwand und den Scheiben eine Labyrinthdichtung vorhanden ist und der Kolben (3) mit Spiel im Kabelrohr geführt ist.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Halterung und gegenseitigen Abstützung zwischen den Scheiben X14) Distanzstücke (17) aus Schaumgummi angeordnet sind.3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Distanzstücke (17) kleiner ist als der Durchmesser der Scheiben (14).4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchzugskolben (3) mehr alt. drei Scheiben (14) und mindestens eine sich an die Rohrwand anlegende Manschette (19) aus einem elastisch sehr nachgiebigen Material hat.5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette (19) mit ihrer einen Seite an einer Scheibe (14) anliegt.6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, iass zur Anzeige von Rohrverengungen der Durchzugskolben mit einer Kontrollscheibe (20) aus einem leicht bleibend verformbaren Material versehen ist.7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, flass die Kontrollscheibe an ihrem Umfang mit zahlreichen Einschnitten (21) versehen ist.8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet« dass die Kontrollscheibe (20) zwxschen zwei im Durchmesser kleineren steifen Scheiben (27) angeordnet ist.9. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 4, 6 und h, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben (14), die Distanzstücke (17), die Manschette (19) und die Kontrollscheibe (20) aiit den Stützscheiben (27) gleichachsig auf e:lne Achse (15) aufgeschoben sind, und zwischen zwei kolbenendseitigen Scheiben (22, 23) gehalten sind.10. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dass die Scheiben (14) aus einem gummiartigen Material bestehen.11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangvorrichtung (29) für den Durchzugskolben (3) ein in das Ende (28) .-des Kabelrohres (2) einschiebbares Rohr (3OS hat, dessen Hand an einer Seite in Längsrichtung durch einen Spalt (31) unterbrochen ist, so dass der Rohr-UKfang mittels einer den Spalt (31) überbrückenden Spann» Vorrichtung (32) zur klemenden Halterung in dem Rohrende (28) aufweitbar ist und cUe Pressluft durch diesen Spalt (31) seitlich austreten kann.21.10.1971
Qu/ae
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Cited By (3)
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| DE3621617A1 (de) * | 1986-06-27 | 1988-01-14 | Kabelverlegetechnik Otto Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum einziehen von kabel, insbesondere von glasfaserkabel in ein rohr |
| DE8805963U1 (de) * | 1988-05-05 | 1988-06-23 | Otto GmbH & Co KG, 2722 Visselhövede | Zugkolben für in vorverlegte Rohrleitungen einzuziehende Kabel |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
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| ES185937U (es) | 1973-10-16 |
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