DE7039869U - Karton - Google Patents
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- Cartons (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zuschnitt
und einen aus diesem Zuschnitt hergestellten Karton und betrifft insbesondere einen stirnseitig füllbaren, wieder verschliessbaren
Bierkarton.
Weil die Brauereien zu schnelleren Verpackungseinrichtungen übergehen, die nach dem Prinzip der Beschickung von
der Stirnseite her anstatt von obe~ arbeiten, musste die Kartonindustrie
ihre Kartons für die neuen Einrichtungen umkonstruieren. Es sind viele verschiedene Entwürfe gemacht worden, von denen
einige zu begrenzten Erfolg geführt haben. Probleme sind je-
doch bei der Herstellung einer Schachtel aufgetreten, die nach dem Öffnen fest genug ist, um eine Rückgabe des Leergutes oder
das Tragen eines teilweise gefüllten Behälters zu gestatten, und die dabei wirtschaftlich genug ist, um die stark konkurrenzabhängigen
Bedürfnisse der Industrie zu erfüllen. Insbesondere für Bierkartons ist es auch wichtig, dass der Kartoninhalt nicht
dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist, weil dies dazu führt, dass das Bier ziemlich schnell verdirbt.
Die vorliegende Erfindung vermittelt einen verhält nismässig
einfachen und billigen Karton, der wesentliche Nachteile der bekannten Kartons vermeide*.
Generell betrifft die Erfindung einen Kartonzuschnitt mit einer Vorderwand, einer Bodenwand, einer Rückwand,
einer Oberwand, einer Verschlussklappe und einer Schliesslasche, wobei diese Teile an im wesentlichen parallelen Faltlinien scharnierartig
miteinander verbunden sind, ferner mit einem in der Vorderwand vorgesehenen Griffloch, wobei die Schliesslasche in Beziehung
auf das Griffloch angeordnet ist und bei Herstellung eines aufrechten Kartons aus dem. Zuschnitt über dem Griffloch
liegt und wobei die Schliesslasche und das Griffloch so dimensioniert sind, dass die Lasche durch das Loch hindurchpasst.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausfühfungsbeispiels anhand der Zeichnungen; darin zeigen:
Fig. 1 eine Draufsieht auf einen erfindungsgemäss geformten
Zuschnitt;
Fig. 2 eine isometrische Darstellung eines erfindungsgemäss gebauten geschlossenen Kartons;
Fig. 3 eine isometrische Darstellung des erfindungsgemässen
Kartons in geöffneter Stellung;
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4 der Fig. 2;
Fig. 5 eins Vorderansicht, die zeigt, wie die Schlieeslasche
durch das Griffloch hindurchgefaltet wird;
Fig. 6 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 4, die die Schliesslasche in der Schließstellung zeigt; und
Fig. 7 eine der Fig. 6 ähnliche Ansicht zur Darstellung einer Variante der Erfindung, wobei die Schliesslasche in einer
unterschiedlichen Stellung gezeigt ist.
Gemäss Fia. 1 umfasst der Zuschnitt 10 eine Vorder·
j wand 12, eine Bodenwand 14, eine Rückwand 16, eine Oberwand 18
und eine Verschlussklappe 20, wobei diese Teile an im wesentlichen parallelen Falzlinien 22, 24, 26 bzw. 28 faltbar miteinander
verbunden sind. An der Mitte der Verschlussklappe 20 ist durch eine Falz- oder Scharnierlinie 30 eine Schliesslasche 32
angeschlossen. Mit den entgegengesetzten Stirnseiten der Wände
12, 14 und 16 sind stirnseitige Verschlusslaschen 34, 36 bzw.
38 an ialzlinien 40 und 42 verbunden. Mit den beiden Stirnseiten
der Oberwand 18 ist ein Paar von stirnseitigen Verschlusslaschen 44 an Schwächungslinien 46 und 48 verbunden.
Die Vorderwand 12 ist mit einem Griffloch 50 versehen, das bei der Ausführungsform nach Fig. 1 vollständig aus
der Wand 12 ausgeschnitten ist. Dieses Loch hat eine obere Kante 66, die in Abstand und im wesentlichen parallel zu der freien
Kante der Wand 12 verläuft.
Die Schliesslasche 32 hat im wesentlichen die gleiche
Gestalt wie das Loch 50 und ist so angeordnet, dass sie beim fertigen Karton über dem Loch 50 liegt. Die Schliesslasche 32
weist eine Falzlinie 52 auf, die im wesentlichen parallel zu der Falzlinie 30 verläuft und von dieser um einen genügenden Abstand
entfernt ist, so dass die Lasche 32 durch das Loch 50 hindurch und nach oben in eine Stellung gefaltet werden kann, in der sie
der Innenfläche der Wand 12 gegenübersteht, wie dies im folgenden beschrieben ist. Eine zweite Falzlinie 53 unterteilt die Lasche
32 in eine Hauptlasche 55 und einen Steg 57 und erleichtert das Einklappen der Lasche 32 in den Karton. Von den Verbindungspunkten
der freien Seitenkanten des Steges 57 mit der Falzlinie 53 verlaufen zwei diaaonale Falzlinien 54 und 55 etwa zur i'itte der von der
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Falzlinie 53 entfernten freien Kante des Stege" 57. Die Falzlinien
53, 54 und 56 definieren in dem Steg 57 einen ic, wesentlichen dreieckigen
Abschnitt 58 und ein Paar von dreieckigen Seitenlaschen 60 und 62.
Auf die Verschlussklappe 20 (oder auf die Vorderwand 12) ist ein durch die Punkte 64 angedeuteter mehrmals gebrauchsfähiger
Klebstoff aufgetragen. Der Zuschnitt wird zunächst an der Falzlinie 22 gefaltet, um die Wand 12 auf die Wand 14 zu
legen, und dann längs der Linie 26, um die Wand 18 auf die Wand 16
und die Verschlussklappe 20 auf die Vorderwand 12 zu legen und mittels des Klebstoffs 64 die Fabrikverbindung vorzunehmen. Gemäss
der Zeichnung ist der Klebstoff in Punkten aufgetragen; er könnte ebensogut in sonstigen geeigneten Konfigurationen angewandt werden.
Wie ersichtlich, liegt die Schliesslasche 32 in dieser Stellung über dem Loch 50, wobei die Falzlinie 30 im wesentlichen mit der
Oberkante 66 des Lochs 50 fluchtet und die Lasche 32 durch das Loch 50 hindurchgeklappt werden kann.
Zur Verwendung wird der Karton zu einem Raumkörper aufgerichtet, und die Bierflaschen oder dergleichen werden durch
das offene Ende des aufgerichteten Kartons eingeführt. Als nächstes werden die Verschlusslaschen 34, 36, 38 und 44 im wesentlichen
rechtwinkelig zu den Wänden 12, 14, 16 und 18 gefaltet, um die Stirnwände des Kartons zn bilden und einen Karton zu erzeugen,
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wie f.i η Fig. 2'mit ICX) bezeichnet ist, Der Karton 100 lässt sich
tragen, indem die Schliesslasche 32 durch Umbiegen längs der Falzlinien 30 und 52 durch das Griffloch 50 geklappt wird. Indem die
Lasche 32 durch das Griffloch 30 in den Karton bewegt wird, stossen
die Seitenlaschen 60 und 62 gegen die Schultern der Flaschen 90 und werden an den F.alzlinien 54 und 56 geklappt, so dass sich
die Lasche 32 leicht in den Karton in die in Fig. 6 gezeigte Stellung bewegen lässt. Um die Lasche 32 in die Schachtel zu drücken,
sollten die Finger gemäss der strichpunktierten Darstellung in Fig. 5 so gehalten werden, dass sie über der mittleren Hauptklappe
55 in der Nähe der Falzlinie 53 liegen. Die Bewegung der Lasche 3 2
in den Karton hinein bewirkt, dass der Steg 57 die Flaschen in dem Karton berührt und sich dabei an den Falzlinien 53, 54 und 56 faltet,
so dass die Lasche 32 in den Karton gelangen kann. Befindet sich die Lasche 32 in ihrer Stellung in dem Karton 100, so greifen
die Finger zum Tragen des Kartons in diesen hinein, wobei der Daumen an der Oberwand 18 liegt und dadurch beim Heben und Tragen auf
den Karton einwirkende Spannungen besser über die Vorderwand 12, die Verschlussklappe 20 und die Oberwand 18 verteilt werden.
Zum ersten Öffnen des Kartons wird die Verschlussklappe 20 erfasst, indem die Finger unter die von der Falzlinie
28 entfernten freien Kanten der Klappe 20 greifen, und die Klappe wird angehoben, um die Klebeverbindung 64 zu lösen und die Lasche
32 aus dem Griffloch 50 zu entfernen. Ist die Lasche 32 vollständig
aus dem Loch 50 herausgezogen und die Klebverbindung 64 getrennt, so wird die Oberwand 18 angehoben und längs der Schwächungslinien
46 und 48 aufgerissen, um sie von den Seitenlaschen 44 zu.lösen
und den Karton zur Entnahme des Inhalts zu öffnen.
Der Karton 100 lässt sich ohne weiteres wieder verschliessen, indem die Oberwand 18 auf die Oberkante der Vorderwand
12 geklappt und die Schliesslasche 32 durch das Loch 50 in die Schließstellung zurückbewegt wird, in der die Klappe 20
an der Aussenseite der Vorderwand 12 gehaltsr und die Lasche 32
durch Angreifen der Laschen 60 und 62 an den Schultern der Flaschen 90 (vergl. Fig. 7) festgehalten wird. Je nach dem verwendeten
Klebstoff 64 kann die Klebverbindung zwischen der Vorderwand 12 und der Klappe 20 bei dem beschriebener erneuten Verschliessen
der Schachtel wieder Zustandekommen.
Ohne vom Grundkonzept der vorliegenden Erfindung abzuweichen, sind Modifikationen möglich. Beispielsweise kann
anstelle eines vollständigen Einschneidens eines Lochs die Oberkante 66 gemäss Fig. 7 von einer Falzlinie 102 gebildet werden,
wobei die restliche Lochkante geschnitten ist; dadurch wird in dem Loch eine Lasche 104 gebildet. Diese Lasche 104 ist mit (nicht
., gezeigten) Falzlinien versehen, die mit den Falzlinien 54 und in der Schliesslasche 32 im wesentlichen äquivalent sind, so dass
^ s?.ch die Lasche 104 ebenso wie die Lasche 32 in das Loch 50 hi-ί
neinklappen lässt.
Gemäss der Darstellung fallen die Reisslinien
46 und 48 mit den Verbindungslinien zwischen den Laschen 44 und der Wand 18 zusammen; dies kann jedoch auch anders ausgeführt
sein, denn die Reisslinie ist nicht wesentlich; die Schwächungslinien 46 und 48 können auch in Richtung auf die
Mitte des Kartons versetzt sein, so lange genügend Platz zur Entnahme des Inhalts gelassen wird. In diesem Fall kann es
auch zweckmässig sein, die Länge der Klappe 20 zu vermindern,
so dass die Seitenkanten der Klappe 20 mit den Schwächungslinien 46 und 48 fluchten, wobei dann die Klappe 20 nicht über
die ganze Länge der .Wand 12 verläuft.
Claims (9)
1. kartonzuschnitt mit einer Vorderwand, einer Bodenwand,
einer Rückwand, einer Oberwand, einer Verschlussklappe und einer Schliesslasche, wobei diese Teile der Reihe nach angeordnet und
an im wesentlichen parallelen Falzlinien faltbar miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , dass in der
Vorderwand (12) ein Griffloch (50) vorgesehen ist, dass die Schliesslasche (32) und das Griffloch so dimensioniert sind, dass
die Lasche durch das Loch hindurchpasst, und dass die Lasche und das Loch an dem Zuschnitt derart relativ zueinander angeordnet
sind, dass die Lasche bei Formung des Zuschnitts zu einem Karton über dem Loch liegt.
2. Zuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliesslasche (32) eine Klapplinie
(53), die in Abstand und im wesentlichen parallel zu der die Lasche mit der Klappe (20) verbindenden Falzlinie (30) verläuft,
sowie eine von der Klapplinie entfernte freie Kante, ein Paar von freien Seitenkanten sowie zwei diagonale Falzlinien (54,56)
aufweist, die jeweils von einer freien Seitenkante zu der von der Klapplinie entfernten freien Kante verlaufen.
3. Zuschnitt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klapplinie (53) die Lasche (32) in
eine Hauptlasche (55) und einen Steg (57) unterteilt und die diagonalen Falzlinien (54,56) jeweils von den Schnittpunkten
der Klapplinie mit der. freien Seitenkanten ausreher..
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4. Zuschnitt nach Anspruch I1 2 oder 3, gekennzeichnet
durch Falzlinien (40,42), die Seitenlaschen
(34,36f38) mit den Vord'r-, Boden- und Rückwänden (12,14,16)
verbinder, sowie Schwächungslinien (46,48), die weitere Seitenlaschen (44) mi+ entgegengesetzten Seiten der Oberwand (18)
verbinden.
5. Karton mit einer Vorderwand, einer Bodenwand, einer
Rückwand, einer Oberwand, einer Verschlussklappe, die mit der
Oberwand klappbar verbunden und über der Vorderwand an der Aussenseite des Kartons liegend lösbar an dieser befestigt ist,
j
ferner mit einer mit der Verschlussklappe klappbar verbundenen Schliesslasche sowie mit Stirnwandeleiüenten, die mit den Wänden verbunden sind, dadurch gekennzei chnet , dass in der Vorderwand (12) ein Griffloch (50) mit einer Oberkante (66) geformt ist und dass die Verschlusslasche (32) und das Griffloch relativ zueinander derart dimensioniert und angeordnet rind, dass die Lasche durch das Loch bewegbar ist.
ferner mit einer mit der Verschlussklappe klappbar verbundenen Schliesslasche sowie mit Stirnwandeleiüenten, die mit den Wänden verbunden sind, dadurch gekennzei chnet , dass in der Vorderwand (12) ein Griffloch (50) mit einer Oberkante (66) geformt ist und dass die Verschlusslasche (32) und das Griffloch relativ zueinander derart dimensioniert und angeordnet rind, dass die Lasche durch das Loch bewegbar ist.
6. Karton nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch in seitlicher Richtung in Abstand voneinander angeordnete
Schwächungslinien (46,48) in der Nähe der entgegengesetzten Enden der Oberwand (18), die ein Aufreissen der Oberwand nahe ihrer
Stirnkanten und damit Zugriff zum Kartoninhalt gestatten.
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7. Karton nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliesslasche (32) eine Klapplinie
(53), die im wesentlichen parallel zu ihrer FaItverbindung (30)
mit der Verschlussklappe (20) verläuft, ferner eine von der Klapplinie entfernte freie Kante, ein Paar von freien Seitenkanten
sowie zwei diagonale Falzlinien (54,56) aufweist, die jeweils von einer freien Seitenkante zu der von der Klapplinie entfernten
freien Kante verlaufen.
8. Karton nach Anspruch 7, d&jurch gekennzeioh
net, dass die Klapplinie (53) die Schliesslasche (32) in eine
Hauptlasche (55) und einen Steg (57) unterteilt und dass die diagonalen Falzlinien (54,56) von den Schnittpunkten der Klapplinie
mit den freien Seitenkanten ausgehen.
9. Karton nach einen der Ansprüche 6 bis 8, dadurch g e ·
kennzeichnet, dass die Schwächungslinien (46,48) an den Verbindungsstellen der Oberwand (18) mit Seitenwände bildenden
Laschen (44) angeordnet sind und diese Laschen Teile der Sei ten wandelten te sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7039869U true DE7039869U (de) | 1971-01-28 |
Family
ID=1261046
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7039869U Expired DE7039869U (de) | Karton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7039869U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8803726U1 (de) * | 1988-03-18 | 1989-07-20 | Martin Brinkmann Ag, 2800 Bremen | Verpackungsbehälter für stabförmige Rauchtabakerzeugnisse |
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- DE DE7039869U patent/DE7039869U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8803726U1 (de) * | 1988-03-18 | 1989-07-20 | Martin Brinkmann Ag, 2800 Bremen | Verpackungsbehälter für stabförmige Rauchtabakerzeugnisse |
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