DE7033132U - Rohrbiegemaschine. - Google Patents
Rohrbiegemaschine.Info
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Description
Köln, den 5.9.197°
Wr 218
Gebrauchsmuster a nmeldung des Herrn
Dipl.-Ing. Rigobert Schwarze, 5 Köln-Merheim, nipener Str.46o
"Rohrbiegeraaschine"
Die Erfindung betrifft eine Rohrbiegemaschine zum Biegen von geraden, kalten Rohrstücken zu räumlich gekrümmten
Rohren mit einer schwenkbaren Biegeschablone und einem Hübe ausführenden Vorschubwagen, der die zu biegenden
Rohrstücke zur Biegeschablone transportiert.
Gesteuerte Rohrbiegemaschinen haben einen Vorschubwagen, welcher auf Schienen geführt ist und Hubbewegungen von
■■and zur Biegeschablone ausführen kann. Wird ein Rohrstück mit mehreren aufeinander folgenden Krümmungen versehen, so
hat der Vorschubwagen die Aufgabe, das zu biegende Rohrstück einzuspannen, zur Biegeschablone zum Biegen der nächstfolgenden
Krümmung zu transportieren und nach Abgabe des Rohres an der Schablone wieder zurückzufahren. Vor jeder
Biegung wird das Rohrstück von zwei an der Biegeschablone
angeordneten Klemmbacken eingespannt, wonach zur Durchführung der Biegung die Klemmbacken mit dem eingespannten
Rohr so weit zusammen mit der Schablone herumgeschwenkt werden, bis die gewünschte Krümmung erreicht ist. Dabei ist
die Biegeschablone zur Erzielung verschieden großer Krümmungsradien auswechselbar.
Roll auf einer solchen Rohrbiegemaschine ein räumlich gekrümmtes Rohrstück hergestellt werden, d.h. ein Rohr, dessen
Krümmungen in verschiedenen, zueinander winklig angeordneten Ebenen liegen, so ist es bekannt, vor dem Biegevorgang das
vor der Biegeschablone liegende gerade Rohrstück um einen solchen Winkel um die Längsaohse zu verdrehen, daß die zu
biegende Krümmung in die gewünschte Kbene fällt. Es ist auch bekannt, die Drehung des geraden Rohrstückes vor jeder räumlichen
Krümmung nicht von Hand vorzunehmen, sondern durch den Vorschubwagen. Dazu weist der Vorschubwagen einen Hohlzylinder
auf, durch welchen das gerade Ende jedes zu biegenden Rohrstückes hindurchläuft und der mit einer Einrichtung
versehen ist, die das Rohrstück in einem gewissen Abstand vor der Biegeschablone einspannt und dann um den gewünschten
Winkel verdreht.
Bisher wurde die Verdrehung des den geraden Teil eines Rohrstückeo
einspannenden Hohlzylinders des Vorschubwagens durch
- 3-
eine einzige Antriebseinheit bewerkstelligt. Beispielsweise war "uf dem zu drehenden Zylinder ein Zahnrad angebracht,
das mit einem Ritzel in Eingriff stand, welches von einem Eiek'uro- uder- Hydromotor angetrieben wurde. Bei diesem
System ist es nicht möglich, vergleichsweise lange, dickwandige Rohrstücke vergleichsweise großen Durchmessers zu
verdrehen, weil sonst bei der einen Antriebseinheit zu große Kräfte auftreten würden, so daß die Anlage nicht mehr betriebssicher
arbeiten würde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine betriebssichere Rohrbiegemaschine zu schaffen, welche die Herstellung von räumlich
gekrümmten, langen Rohrstücken vergleichsweise großen
Durchmessers ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Rohrbiegemaschine zum Biegen von geraden, kalten Rohrstücken zu räumlich gekrümmton
Rohren mit einer mit schwenkbaren Klemmbacken versehenen Biegeschablone und einem Hübe ausführenden Vorschubwagen, der die zu
biegenden Rohrstücken zur Biegeschablone transportiert, erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß im Vorschubwagen eine hohle Spindel mit klauenartigen Spannsegmenten zum Einspannen des
zu biegenaen Rohrstückes gelagert ist, zu dessen Verdrehung um die Längsachse die Spindel mit zwei oder mehr Antrieben in
Eingriff steht.
Tie im Vorschubwagen der ?-■ „in^ungsgemäßen Rohrbiegemaschine
gelagerte hohle Spindel weiat -n. der vorderen Mündung det-.
Wagens kiauenartige Spannsegmente auf, die zum Einspannen
des zu biegenden Rohres dienen. Soll das zu biegende Rohrstück Krümmungen aufweisen, die jeweils in verschiedenen
Ebenen liegen, so wird der ungebogene, gerade Rest des Rohrstückes vor der Biegung der jeweiligen Krümmung um den gewünschten
Winkel gedreht. Nachdem die erfindungsgemäße Spindel mittels der Spannelemente das gerade Rohrstück fest eingespannt
hat, wird sie um ihre Längsachse verdreht. Dazu steht die Spindel nicht mit einem Antrieb in Eingriff, sondern erfindungsgemäß
mit mindestens zwei Antrieben. Nachdem das zur Verdrehung des Rohrstückes erforderliche Drehmoment von zwei oder
mehr Antrieben aufgebracht wird, treten pro Antriebseinheit geringere Kräfte auf, so daß die einzelnen Antriebe klein und
kompakt dimensioniert werden können. Andererseits können mit mehreren Antriebseinheiten größere Drehmomente übertragen werden,
so daß mit der erfindungsgemäßen Rohrbiegemaschine räumlich gekrümmte Rohrstücke hergestellt werden können, die vergleichsweise
lang sein können und deren Durchmesser vergleichsweise groß ist.
Vorteilhafterweise bestehen die Antriebe zur Verdrehung der Spindel aus Schneckentrieben, deren senkrecht zur Spindelachse
liegenden Schnecken von ölhydraulisehen Motoren angetrieben
sind und mit einem am Spindelumfang befestigten Schneckenrand
kämmen. Durch Schneckentriebe können große Drehmomente übertragen
werden. Die maxirsal übertragbare Leistung ist hauptsächlich abhängig von der zulässigen Wälzprö^3ung zwis .neu
den Zahnflanken und von der Zahnfußfestigkeit. Durch ^m erfindungsgemäßen
Vorschlag, die Spindel des Vorschubwagens mit zwei oder mehr Antrieben in Eingriff zu bringen, werden die
Wälzpressung zwischen den Zahnflanken sowie die Zahnfußbeanspruchung auf mehrere Antriebe verteilt, so daß diese betriebssicher
arbeiten.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Schnecken des Schneckentriebes Zylinderschnecken und die Schneckenräder
Globoidräder. In dem Falle, in welchem das am Spindelumfang befestigte
Schneckenrad mit zwei Schnecken kämmt, liegen sich diese Schnecken am Schneckenrad gegenüber. Hierbei ist nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß sich die hydraulischen Motoren zum Antrieb der Schnecken an der gleichen
Seite des Schneckenrades befinden und in einer Vertikalebene senkrecht untereinander liegen. Durch diese Maßnahme wird erreicht,
daß der Vorschubwagen samt Einrichtung zur Verdrehung der Spindel möglichst klein und kompakt ist. Da der Vorschubwagen
ständig von und zur Biegeschablone führende Hubbewegungen ausführen muß, soll er möglichst so ausgebildet sein, daß nur
geringe Wuchtmassen zu beschleunigen und abzubremsen sind.
Das Schneckenrad der Spindel kann nach einem weiteren Merkmal
ν Erfindung auch mit vier Schnecken gleichen Abstand is vor.-
:der in Eingriff stehen, wodurch sich das zu übertragende
Drehmoment auf vier Antriebseinheiten verteilt. Auch bei dieser Lösung befinden sich die hydraulischen Motoren der Schnecken
an der gleichen Seite des Schneckenrades der Spindel.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß die hydraulisch ange-triebenen
Schnecken durch von Elektromotoren angetriebene Ritzel ersetzt sind, welche mit dem Schneckenrad der Spindel kämmen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind im Falle eines Schneckentriebes die Schneckengehäuse nicht an das Gehäuse der
Spindel angeschraubt, sondern an den hinteren Stirnkanten des Vorschubwagens angeschweißt. Diese Konstruktion ist billig und
einfach. Da beim Schneckentrieb der Kreuzungswinkel der Achsen 90° beträgt, sind die Schneckengehäuse senkrecht zur Vorschubwagenlängserstreckung
angeordnet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Schneckenrad der Spindel an einen Ring geschraubt, der über Zwischenglieder
mit einer an der Vorschubwagenmündung befindlichen Buchse formschlüssig
in Verbindung steht, die einen sich nach außen erweiternden Innenkofcnus aufweist, in welchen die klauenartigen
Spannsegmente, vorzugsweise drei Stück, mit entsprechendem Außenkofnus, eingesetzt sind. Die durch die Schnecken auf die
Spindel eingeleiteten Drehmomente werden also auf die den Innen-
koXnus aufweisende Buchse an der Vorschubv/agenmündung übertragen.
Nach einem weiteren Merkmal ist auf das rückwärtige Ende der
Spindel ein Zahnrad aufgekeilt, das mit einem 1 tzel eines
Elektro- odar Hydromotors kämmt und das vordere Ende ein^r inneren,
formschlüssig mit dem Zahnrad verbundenen Hohlwelle ist über ein Gewinde mit dem Verschieoering der Spannsegmente verbunden, wobei
der Verschiebering einen Längsschlitz aufweist, tn welchen eine von der Innenkolmusbüchse ausgehende Schraube eingreift.
Der Verschiebering und damit die mit ihm verbundenen Spannsegmente
sind infolge des Schlitzes und der in diesen eingreifenden Schraube vor einem Verdrehen relativ ζια I'nnenkoKnusbuchse der
Spindel gesichert, so daß bei einer Verdrehung des zweiten Zahnrades die Spannsegmente mittels des Muttergewindes des Verschieberinges
axial verschiebbar sind. Je nachdem, ob die Spannsegmente in die Innenkornusbuchse hineingefahren oder aus dieser
herausgefahren werden, gehen die Spannsegmente weiter zusammen oder wandern weiter auseinander. Durch Verdrehung des zweiten
Zahnrades der Spindel lassen sich also die Spannsegmente an den Außendurchmesser des zu biegenden bzw. zu verdrehenden Rohrstückes
anpassen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist die Spindel zwei radiale Bohrungen zur Zufuhr von Hydrauliköl auf, die bis zur
inneren Hohlwelle reichen, welche zusammen mit den Spannsegmenten je nach Druckölbeaufschlagung in axialer Richtung hin und herverschiebbar
ist. Dadurch wird das zu drehende Rohrstück mit großer
Kraft festgeklemmt, während es gleichzeitig verdreht wird
Das ist wichtig, v'sil <i?.s Dr*?ii?noin^nt- von r^r Inn-nkor^n-buchse
der Spindel auf die das Rohrstück einspannenden Spannsegmente reibungsschiUssig übertragen wird.
Die Erfindung sei an Hand des in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Rchrbiegerriaschine mit- runder Biegeschablone und Vorschubwagen,
in den ein Rohrstück eingespannt ist, das bereits mehrere fertig gebogene, räumliche Krümmungen
aufweist;
Fig. 2a und 2b
einen Längsschnitt durch die im Vorschubwagen der Fig.1
befindlichen Spindel .-nit zwei Antriebseinheiten zu
deren Verdrehung
Fig. Z> einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 2a,
teilweise jedoch in Ansicht dargestellt.
Nach Fig. 1 hat die erfindungsgemäSe Rohrbiegemaschine einen
Vorschubwagen., 10, der auf einer oder mehreren Führungsschienen
11 des Maschinenbettes hin- und hergleiten kann. Der Vorschubwagen 10 hat einen Hohlzylinder 12, in dessen Innerem er die
zu biegenden, geraden Rohrstücke einspannt und zur runden,
drehbaren Biegeschablone I5 transportiert. Vor der Biegung
wird das'gerade Konrstück 14 von an dei· Bie&coohabiune I^
befindlichen Klemmbacken I5 eingespannt, die Jeweils eine
dem Rohrhalbmesser entsprechende Ausnehmung haben und von denen eine an der Biegeschablone 13 befestigt ist, während
die andere Klemmbacke an einem Support befestigt und daher verfahrbat ist. Zum Biegen wird die Biegeschablone I3 zusammen
mit dem schwenkbaren Biegetisch 16 gedreht. Nach erfolgter Biegung werden die Schablone mit Biegetisch
sowie die Klemmbacken 15 in ihre Ausgangsstellung zurückgeschwenkt
und der Vorschubwagen in fährt zurück, um den restlichen
Teil 14 des Rohrstückes erneut um eine bestimmte Strecke
zur Biegeschablone 1) zu transportieren. Der fertig gebogene
Teil des Rohrstückes weist nach Fig. 1 bereits drei Krümmungen 17, 18, 19 auf, welche in Ebenen liegen, die zueinander in
einem bestimmten Winkel stehen.
Vor jeder räumlichen Biegung wird das Rohrstück 14 um die
Längsachse um den gewünschten Winkel gedreht. Dazu ist erfindungsgemäß im Vorschubwagen 1 π sowie im Hohlzylinder 12
nach Fig. 1 eine hohle Spindel 20 (Fig. 2b) mit klauenartigen Spannsegmenten 21 zum Einspannen des zu biegenden Rohrstückes
14 gelagert, zu dessen Verdrehung um die Längsachse die Spindel 20 nach Figo 2a mit zwei Schneckentrieben ausgerüstet
ist. Nach Fig. 2a kämmt ein am Spindelumfang befestigtes Schneckenrad 22 mit zwei Schnecken 23, 24, die sich gegenüber-
- Io -
liegen und die senkrecht zur Spindelachse 25 liegen. Die
Schnecken 23, 24, sind Zylinderschnecken und das Schneckenrad
22 ist ein Globoidrad. Die Schnecken 23, 24 werden von öl hydraulischen Motoren 26, 27 angetrieben, welche sich nach
Flg. 3 an der gleichen Seite des Schneckenrades 22 befinden
und in einer Vertikalebene senkrecht untereinander liegen. In Pig. 1 ist der am Vorschubwagen 10 befestigte obere Hydromotor
26 zusehen, an welchen zwei Druckölleitungen 28, 29 angeschlossen
sind. Durch die Maßnahme, daß sich die beiden hydraulischen Motoren 26, 27 an der gleichen Seite des Schneckenrades
22 befinden, beansprucht der Vorschubwagen 10 samt seiner Einrichtung zur Verdrehung des Rohrstückes 14 keinen großen
Platz. Aus Fig. 2a sowie aus Fig. 3 geht außerdem hervor, daß die Schnecken 23, 24 in Gehäusen 30, y\ gelagert sind, welche
nach Fig. 2a an das Gehäuse 32 des Vorschubwagens 10 angeschweißt sind. Nach Fig» 1 sind die Sehneckengehä^se 50, 31 an
den hinteren Stirnkanten des Vorschubwagens 10 angeschweißt.
Das Schneckenrad 22 der Spindel 20 ist nach Fig. 2a mittels der Schrauben 33 ar* einen Ring y\ angeschraubt, der über mehrere
Zwischenglieder wie Paßfeder 35 (vergl. Fig.3) sowie der Hohlwelle
36, die mittels der Wälzlager 37, 38 im Gehäuse 32 des
Vorschubwagens 10 gelagert ist, über weitere Zwischenglieder mit einer an der Vorschubwagenmündung befindlichen Buchse 39
formschlüssig in Verbindung steht, die einen sich nach außen erweiternden Innenkornus 40 aufweist, in welchen die klauenartigen
Spannsegmente 21, vorzugsweise drei Stück, mit ent-
- 11 -
sprechendem Außenkomus 41 eingesetzt sind.
Auf dciö rüoicwertige Ende der Spindel 20 ict ein Zahnrai >\2
aufgekeilt, das mit einem Ritzel 43 eines Antriebes 44 kämmt.
Das vordere Ende einer inneren, mittels der Schrauben 45
formschlüssig mit dem Zahnrad 42 verbundenen Hohlwelle 46 ist über ein Außengewinde 47 mit einem entsprechenden Muttergewinde
des Verschieberinges 48 der Spannsegmente 21 verbunden, wobei der Verschiebering 48 mit den drei über den Umfang verteilten
lappenartigen Spannsegmenten 21 direkt in Verbindung steht. Der Verschiebering 48 hat einen Längsschlitz 49, in
welchen eine von der Innenkornusbuchse 39 ausgehende Schrage
50 eingreift, Durch diese Konstruktion wird erreicht., daß bei einer Verdrehung des Zahnrades 42 mittels des Gewindes 47 eine
axiale Verschiebung der Spannsegmente 21 erfolgt, wobei der Verschiebering 48 und damit die Spannsegmente 21 mittels des
Schlitzes 49 sowie der Schraube 50 gegen ein Verdrehen relativ
zur Innenkornusbuchse 39 gesichert sind. Dank der Kornusflachen
40, 41 wandern je nach Drehrichtung des Zahnrades 42 die c'-rel
Spannsegmente 21 aufeinander zu oder auseinander. Auf diese Weise läßt sich die Nennweite der in die Spannsegmente 21
eingeschraubten Hülsensegmente 5I genau und fein an den jeweiligen
Außendurchmesser des zu biegenden bzw, zu "erdrehenden Rohrstückes anpassen.
Nachdem durch Verdrehung des Zahnrades 42 uie Spannklauen 21
bzw. die Hülsensegmente 51 -^n d: ~ Außenwand des einzuspannenden
Rohrstückes angelegt worden sind, wird die eigentliche
feste Einspannung hydraulisch vorgenommen. Dazu weist Qi-Spindel
20 nach Fig. 2b zwei radiale Bohrungen 52, 53 zur Zufuhr
von Hydrauli 1-cöi auf, die bis zur inneren Hohlwelle 46
reichen, welche zusammen mit den Spannsegmenten 21 je nach
Druckclbeaufschlagung in axialer Richtung hin- und herverschiebbar
ist. Bei Füllung der Bohrung 52 sowie der Druckkammer
54 verschiebt sich die Innenkoynusbuch.se 39 nach links
und die Spannsegmente 21 rücken weiter zusammen. Bei Füllung der Bohrung 53 sowie der Druckkammer 55 bewegt sich die Innenkoxmusbuchse
39 nach rechts und die Spannklauen 21 rücken weiter auseinander. Durch Druckölbeaufschlagung der Bohrung
52 kann also das zu verdrehende Rohrstück mit großer Kraft festgeklemmt werden, was sehr wichtig ist, weil das Drehmoment,
das von den beiden Schnecken 23, 24 auf die Spindel 20 eingeleitet wird, auf die das Rohrstüok einspannenden Spannsegmente
21 reibungsschlüssig übertragen wird. Das zu biegende Rohrstück wird also zuerst hydraulisch fest eingespannt und dann
hydraulisch verdreht.
Dadurch, daß bei der erfindungsgemäßen Rohrbiegemaschine das Schneckenrad 22 der Spindel 20 von zwei Schnecken 23, 24, angetrieben
wird, verteilen sich die auftretenden Kräfte wie Wälzpressung zwischen den Zahnflanken sowie die Zahnfußbeanspruchung
auf zwei Antriebseinheiten. Die erfindungsgemäße Maschine ist
daher in der Lage, vergleichsweise große Drehmomente zur Verdrehung räumlich zu krümmender Rohrstücke aufzubringen.
703313218.3.71 . 15.
Claims (11)
1) ■ 'Jiegemaschine zum Biegen von geraden, kalten Rohrstücken
zu räumlich gekrümmten Rohren mit einer schwenkbaren Biegeschablone
und einem Hübe ausführenden Vorschubwagen, der die zu biegenden Rohrstücke zur Biegeschablone transportiert,
dadurch gekennzeichnet, daß im Vorschubwagen
(10) eine hohle Spindel (20) mit klauenartigen Spannsegmenten (21) zum Einspannen des zu biegenden Rohrstückes (14)
gelagert ist, zu dessen Verdrehung um die Längsachse die Spindel (20) mit zwei oder mehr Antrieben in Eingriff steht.
2) Rohrbiegemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe zur Verdrehung
der Spindel aus Schneckentriebe bestehen, deren senkrecht zur Spindela-chse (25) liegenden Schnecken (23* 24) von ölhydraulischen
Motoren (26, 27) angetrieben sind und mit einem am Spindelurafang befestigten Schneckenrad (22) kämmen.
3) Rohrbiegemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Schnecken (23, 24)
Zylinderschnecken sind und das Schneckenrad (22) ein Globoidrad ist.
4) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneckenrad (22) der
Spindel (20) mit zwei sich gegenüberliegenden Schnecken (23, 24) in Eingriff steht.
- 14 -
-U-
5) Rohrblegemaschiiie nacn Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die hydr i" iischen
Motoren (26, 27) der Schnecken (23, 24) an der gleichen
Seite des Schnecke, rades (22) befinden und in einer Vertikalebene senkrecht untereinander liegen.
6) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3>
d a d u r ch gekennzei c-hnet . daß das Schneckenrad der Spindel mit vier Schnecken gleichen Abstandes voneinander in
Eingriff steht.
7) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, da?, die hydraulisch angetriebenen Schnecken durch von Elektromotoren angetriebenen Ritzel ersetzt
sind.
8) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuse (30, 31) eier
Schnecken (23, 24) an die hinteren Stirnkanten des Vorschubwagens
(10) angeschweißt sind.
9) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneckenrad (22) der
Spindel (20) an einen Ring (34) geschraubt ist, der über
Zwischenglieder mit einer an der Vorschubwagenmündung befindlichen Buchse (39) formschlüssig in Verbindung steht, die einen
- 15 -
sich nach außen erweiternden Innenkoi?nus (4o) aufweist, in
welchen die klauenartigen Spannsegmente, vorzugsweise drei Stück, mit entsprechendem Außenkoiüius (41) eingesetzt sind.
10) Rohrbiegemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf das rückwärtige Ende
der Spindel (20) ein Zahnrad (42) aufgekeilt ist, das mit einem Ritzel (43) eines Elektro- oder Hydromotors kämmt und das das
vordere Ende einer inneren, formschlüssig mit dem Zahnrad (42) verbundenen Hohlwelle (46) über ein Gewinde (47) mit dem Verschiebering
(48) der Spannsegmente (21) verbunden ist, wobei der Verschiebering einen Längsschlitz (49) aufweist, in welche eine
von der Innenkorausbuchse (39) ausgehende Schraube (50) eingreift.
11) Rohrbiegemaschine nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spindel (20) zwei radiale Bohrungen (52, 53) zur Zufuhr von Hydrauliköl aufweist, die
bis zur inneren Hohlwelle (46) reichen, welche zusammen mit den Spannsegmenten (21) je nach Druckölbeaufschlagung in axialer
Richtung relativ zur Innenkornusbuchse (39) hin- und herverschiebbar· ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7033132U DE7033132U (de) | 1970-09-05 | 1970-09-05 | Rohrbiegemaschine. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7033132U DE7033132U (de) | 1970-09-05 | 1970-09-05 | Rohrbiegemaschine. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7033132U true DE7033132U (de) | 1971-03-18 |
Family
ID=34176311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7033132U Expired DE7033132U (de) | 1970-09-05 | 1970-09-05 | Rohrbiegemaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7033132U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2853322A1 (de) * | 1978-12-09 | 1980-06-12 | Lang Kg Maschbau Ludwig | Einrichtung zur herstellung von gebogenen rohrteilen |
| DE3032554A1 (de) * | 1980-03-31 | 1981-10-08 | Officina Meccanica Montorfano S.n.c., Cantu, Como | Blockier- und dreheinheit fuer draehte, rohre und stangen und ihre verwendung in biegemaschinen |
-
1970
- 1970-09-05 DE DE7033132U patent/DE7033132U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2853322A1 (de) * | 1978-12-09 | 1980-06-12 | Lang Kg Maschbau Ludwig | Einrichtung zur herstellung von gebogenen rohrteilen |
| DE3032554A1 (de) * | 1980-03-31 | 1981-10-08 | Officina Meccanica Montorfano S.n.c., Cantu, Como | Blockier- und dreheinheit fuer draehte, rohre und stangen und ihre verwendung in biegemaschinen |
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