DE7017860U - Einrichtung zur einfuehrung von feststoffen in atomabsorptionsspektrometern. - Google Patents
Einrichtung zur einfuehrung von feststoffen in atomabsorptionsspektrometern.Info
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Description
Bodenseewerk Perkin-Elmer & Co. GmbH, Überlingen/Bodensee
Einrichtung zur Einführung von Peststoffen in Atomabsorptionsspektrometern
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Einführung von
Peststoffen in Graphitrohrküvetten von flammenlosen Atomabsorptionsspektrometern.
Bei Atomabsorptionsspektrometern wird eine Materialprobe auf sehr hohe Temperaturen, gewöhnlich auf ca. 20000C, erhitzt.
Dabei dissoziiert die Probe in Atome, deren Absorption bei einer Resonanzwellenlänge gemessen wird. Eine flammenlose
Ausführungsform eines solchen Geräts besteht aus einem mit Schutzgas umspülten Graphitrohr, das mit elektrischem
Strom auf die genannte hohe Temperatur erhitzt wird. Dieses Graphitrohr befindet sich zusammen mit den Elektroden
in einem gekühlten Gehäuse. Üblicherweise wird bei einem
-2-
ipooltenkaese Hauptbahnhof
Gerät dieser Art die zu untersuchende Probe in flüssiger Form durch eine seitlich im Küvettenmantel befindliche Öffnung
mit einer Injektionsspritze oder ähnlichen Mitteln in
die Küvette eingebracht; dadurch sind auch quantitative Bestimmungen möglich. Mit festem Probenmaterial können Untersuchungen
dieser Art nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten durchgeführt werden, da die Pestkörper of nicht
genügend feinkörnig und nicht hinreichend gleichmäßig feinkörnig sind, um auf die übliche Weise in eine Graphitrohrküvette
eingeführt werden zu können.
Ein wesentlicher Kachteil besteht weiter darin, daß mit der üblichen Methode die Menge des eingebrachten Peststoffes
nicht mit der gewünschten Genauigkeit bestimmt werden kann.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zu schaffen, die es gestattet, Peststoffe, und
zwar in genau bekannter Menge, in Graphitrohrküvetten zur Durchführung von Atomabsorptionsmessungen einzubringen.
Erfindungsgemäß ist dies dadurch möglich, daß ein Probengefäß lösbar mit einem Träger verbunden ist, und daß der
Träger in einer geeigneten Halterung beweglich ist. Dabei besteht das Probengefäß vorzugsweise aus einem chemisch resistenten
Material, z.B. Platin, Titan. Es wird von einer üblichen, reversibel betätigbaren und leicht lösbaren
Klemmvorrichtung gehalten.
Bei der Einrichtung nach der Erfindung ist der Träger vorteilhafterweise
an einem Ende eines Stempels angeordnet,
-3-
der in einer zylindrischen Halterung koaxial geführt ist, und der an seinem anderen Ende einen Griff trägt, an dem
an sich bekannte Mittel für die reversible Betätigung der Klemmvorrichtung vorgesehen sind. Der Stempel wird zwischen
entsprechenden Anschlägen so geführt, daß die Drehung um seine Längsachse auf 180° begrenzt ist und daß eine Verschiebung
des Stempels in seiner Längsf.chse in ihrer Größe auf die halbe Länge einer Graphitrohrküvette begrenzt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist die zylindrische Halterung an der dem Stempelgriff gegenüberliegenden Seite
auf ihrer Außenseite konisch verjüngt ausgebildet, die Stempelführung weist an diesem Ende eine Erweiterung auf,
deren Volumen größer ist als das der Klemmvorrichtung mit dem Probengefäß.
Zweckmäßigerweise wird bei der Einrichtung nach der Erfindung die äußere konische Verjüngung der Halterung so ausgebildet,
daß sie zum äußeren Konus der Elektrode, die sich am Ende des Graphitrohres befindet, komplementär ausgebildet
ist. Dadurch kann die Halterung in den Konus der Elektrode eingepaßt werden. Durch die Bewegung des Stempels,
der das Probengefäü trägt und in der Halterung geführt ist, an den einen Anschlag wird die Probe in die Erweiterung am
Ende der Halterung eingebracht; wird der Stempel an den anderen Anschlag bewegt, so wird die Probe vom Ende her in
die Mitte des Graphitrohres eingeführt.
-4-
Die Erfindung besteht weiter dari:., daß die die Elektrode,
das Graphitrohr und die VersorgungsZuführungen (für Heizstrom,
Kühlwasser, Schutzgas) enthaltende Graphitrohrküvette eines flammenlosen Absoroptionsspektrometers zwischen
zwei Stellungen beweglich angeordnet ist, wobei in der einen Stellung das Graphitrohr vom Ende her zugänglich
ist. Dabei ist in der ersten Stellung der Graphitrohrküvette das Graphitrohr im optischen Strahlengang des Spektrometers
justiert, während sie sich in der zweiten Stellung außerhalb des Gerätes befindet, so daß das Graphitrohr
durch die Elektrode hindurch von seinen Enden her zugänglich ist. Dazu wird die Graphitrohrküvette auf einer Platte
fest montiert, wobei diese Platte gegenüber einer in dem Spektrometer angebrachten Grundplatte zwei Positionen einnehmen
kann, nämlich eine Lage, in der die Graphitrohrküvette optisch justiert ist, und eine zweite Lage, in der diese Hatte
so gegenüber der Grundplatte des Gerätes verlagert ist, daß die Graphitrohrküvette sich außerhalb des Gerätes befindet.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert:
Figur 1 zeigt einen Schnitt durch die
Halterung der erfindungsgemäßen Einrichtung nach dem Einsetzen in die Elektrode.
Figur 2 zeigt einen Schnitt durch die
erfindungsgemäße Anordnung einer Graphitrohrküvette.
-5-
In -P'igur 1 ist die Halterung 3 mit ihrem konischen Ende in
den Au-ienkonus 9 der Elektrode 10 eingepaßt. Der Stempel 4
mit der. Griff 4' trägt an seinem 2nde das Probengefäß 1,
das von einem Träger 2 gehalten wird. In der gezeigten Stellung ist der axial in der Halterung 3 geführte Stempel
ί bis zum Anschlag 6, 6' eingeschoben, so daß das Probengefäö
1, das von dem Träger 2 gehalten wird, bis in die Mitte des Graphitrohres 7 eingeführt ist. Man erkennt, daß
durch eine gegensinnige Verschiebung des Stempels bis zur Berührung des Anschlages 6' das Probengefäß in die Halterung
3 eingebracht wird. Figur 2 zeigt die Anordnung der Graphitrohrküvette
11 in einem flammenlosen Atomabsorptionsspektrometer,
in dem sich das - nicht gezeigte - Graphitrohr befindet. Die Graphitrohrküvette 11 ist über die Justiervorrichtung
12 mit einer Platte 13 fest verbunden. Die Platte 13 tragt zwei Bohrungen 14 und 14', von denen nur eine bei
dieser Darstellungsart sichtbar ist. In der gezeigten Stellung greift die Bohrung I4 - und entsprechend auch die
nicht gezeigte Bohrung 14' - in eine der Höhe nach versteilbare Justiereinrichtung 17, die an einer festen Grundplatte
16 des Gerätes angebracht ist. In dieser Lage ist die Graphitrohrküvette im optischen Strahlengang des Gerätes
justiert. Platte 13 trägt an einer anderen Stelle einen Anschlaghaken 15» beim Herausklappen der Platte 13
um dfiS Scharnier 18 wird die Platte 13 mit der justierten
Grapnitrohrküvette 11 verschwenkt bis der Anschlaghaken 15
gegen die feste Grundplatte 16 stößt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach der Erfindung wird im folgenden beschrieben:
-6-
Das P" :'· gefäß 1 wird mit einer hinreichenden Menge, z.B.
ca. (j r mg. einer Ρτο^θηβν^Β+.β.τιζ gewogen- M"i t Hilfe der
Klemiu·. crrichtung wird das Schiffchen ohne Benutzung weiterer
Hilfsmittel von der Y/aagschale entfernt und durch die
Bewegung des Stempels 4 an den Anschlag 6' in die Erweiterung 8 der Halterung 3 eingebracht. !lach Justierung des
Atonabsorptionsspektromc*e: s z.B. über die Justiervorrichtungen
12 und 17 wird die Platte 13, die die Graphitroi .?-■
küvette 11 trägt, um das Scharnier 18 verschwenkt. Dadurch
befindet sich die Graphitrohrküvette 11 außerhalb des Gerätes, so daß das Graphitrohr 7 mit den Elektroden 10 vom
Ende her zugänglich wird. Die Halterung 3 wird in den Konnus 9 der Elektrode 10 eingepaßt, der Stempel 4 bis zv.u
Anschlag 6, 6' bewegt, wodurch das Probengefäß 1 in die Mitte des Graphitrohres 7 gebracht wird, und der Stempel 4
um seine Längsachse zum anderen Anschlag 5' gedreht. Dabei entleert sich das Probengefäß 1 zum größten Teil in das
Graphitrohr. Anschließend wird der Stempel 4 bis zum Anschlag 6' zurückgezogen; dadurch wird das Probengefäß 1 wieder
in die Erweiterung 8 am Ende der Halterung 3 eingebracht, so daß die Halterung 3 wieder aus der Elektrode 10 herausgezogen
werden kann. In der ,reschilderten Weise kann das
Probengefäß aus der Halterung 3 auf die Waage zurückgebracht werden, so daß durch Zurückwägen des Probengefäßes die
Menge der in die Graphitrohrküvette eingebrachten Substanz sehr genau bekannt ist.
Im Anschluß daran wird die die Graphitrohrküvette 11 tragende
Platte 13 um das Scharnier 18 auf die Grundplatte 16
zurückgeklappt und befindet sich sogiich in einer für die
-7-
/1%
Durchführung der Atomabsorptionsüessur.g geeigneten Lage,
die in der üblichen V/eise durc : Aufheizen des C-raphitr^hres
geschieht.
Die spezielle Ausbildung des Atomabsorptionsspektrometers
mit einer herausklappbaren Graphitrohrküvette 11 bietet
auch noch andere Vorteile. Dazu gehört, daß es auf diese Weise sehr einfach wird, die Justierung der Lampe, die die
für die Messung notwendige Kesonanzwellenlänge ausstrahlt, vorzunehmen.
Außerdem ist es bei Einrichtung der vorgenannten Art sehr einfach, die Graphitrohre auszutauschen, falls dies erforderlich
wird.
-8-
Claims (13)
1. Einrichtung zur einführung von Peststoffen in Graphitrohrküvetten
von flammenlusen Atomabsorptionsspektrometern, dadurch geken .7<
lehnet, daß ein Probengefäß (1) lösbar mit einem Träger (2) verbunden ist, und daß cicv
Träger in einer geeigneten Halterung (3) beweglich ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Probengefäß (1) aus chemisch resistentem Material
besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (2) eine an sich bekannte, reversibel betätigbare und leicht lösbare Klemmvorrichtung ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stempel (4) in einer zylindrischen Halterung (3)
koaxial geführt ist, daß der Stempel in der Halterung um ihre Längsachse und in ihrer Längsachse zwischen
Anschlägen (5, 5' bzw. 6, 61) beweglich ist, daß der
Stempel an einem Ende den Probengefäßträger (2) und am anderen Ende einen Griff (4f; aufweist, und daß an dem
Griff an sich bekannte Mittel zur Betätigung der Klemmvorrichtung für das Probengefäß (l) vorg3sehen sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung des Stempels (4) um seine Längsachse
durch die Anschläge 5 und 5' auf 180° begrenzt ist.
-9-
JL
6. Einrichtlink- nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,
daü die Verschiebung des Stempels (4) in seiner Läi.^sachse
in ihrer Größe durch die Anschläge (6) und (6?) auf die halbe Länge einer Graphitrohrküvette (7) begrenzt
ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Halterung (3) an der dem Stempelgriff
(41) gegenüberliegenden Seite auf ihrer Außenseite konisch verjüngt ausgebildet ist, daß am gleichen Ende
der Halterung die Stempelführung eine Erweiterung (8)
aufweist, und daß diese Erweiterung ein größeres Volumen als das Probengefäß (1) mit der Klemmvorrichtung (2)
besitzt.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere konische Verjüngung der Halterung (3)
komplementär zum äußeren Konus (9) der Elektrode (10)
am Ende des Graphitrohres (7) ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Einpassung der Halterung (3) in den Konus ν ,
der Elektrode (10) am Ende des Graphitrohres (7) ja1-Probengefäß
(1) durch die Bewegung des Ste.ape _ V4) an
den Anschlag (61) in der Erweiterung (8) de; Halterung
angeordnet ist und daß das Probengefäß durch die Bewegung des Stempels an den Anschlag (6) vom Ende her in die
Mitte des Graphitrohres eingeführt ist.
-10-
-ίο- 5"
10. Einrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet,
Versorgungszuführungen (für Heizstrom, Kühlwasser,
Schutzgas) enthaltende Graphitrohrküvette (11) eines flammenlosen Atomabsorptionsspektrometers zwischen
zwei Stellungen beweglich angeordnet ist, und daß in der einen Stellung das Graphitrohr vom Ende her zugänglich
ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer ersten Stellung der Graphitrohrküvette (11)
das Graphitrohr (7) irn optischen Strahlengang des genannten
Gerätes ,justiert ist, daß in einer zweiten Stellung rlio (l-r»ci t\Vi-i ti"nhr Vi: vo+.+.o a 15 ßo T1Vl Q 1 V>
ή ο R trpnar ntpn ilPTJit.PS
befindlich ist, und daß in dieser zweiten Stellung das
Graphitrohr durch die Elektrode (10) hindurch von ihren Enden her zugänglich ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Graphitrohrküvette (11) über eine in der Höhe
verstellbare Justierung (12) jait einer Platte (13) fest
verbunden ist, daß die Platte zwei Bohrungen (H, H1) aufweist, und daß an der Pxatte ein Anschlaghaken (15)
befestigt ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß in der ersten Stellung der Graphitrohrküvette (11)
die Bohrungen (H, H') in der Platte (13) in den Konus von in ihrer Hohe justierbaren, an einer Grundplatte (16)
des genannten Gerätes angeordneten Stiften (17) eingreifen, und daß in der zweiten Stellung des Gehäuses
die damit fest verbundene Platte (13) mittels eines zwischen der Platte (13) und der Grundplatte (17) angebrachten
Scharniers (18) bis zum Anschlag des Hakens (15) an die Grundplatte (17) verschwenkt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7017860U DE7017860U (de) | 1970-05-13 | 1970-05-13 | Einrichtung zur einfuehrung von feststoffen in atomabsorptionsspektrometern. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE7017860U DE7017860U (de) | 1970-05-13 | 1970-05-13 | Einrichtung zur einfuehrung von feststoffen in atomabsorptionsspektrometern. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7017860U true DE7017860U (de) | 1971-10-07 |
Family
ID=34173747
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7017860U Expired DE7017860U (de) | 1970-05-13 | 1970-05-13 | Einrichtung zur einfuehrung von feststoffen in atomabsorptionsspektrometern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7017860U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0168113A3 (en) * | 1984-07-09 | 1987-08-05 | Philips Electronic And Associated Industries Limited | Electrothermal atomiser |
| DE9210876U1 (de) * | 1992-08-19 | 1992-10-15 | Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, 6301 Heuchelheim | Rohrofen mit Probeträgern |
| DE19728836C1 (de) * | 1997-07-05 | 1999-02-11 | Friese Klaus Peter | Vorrichtung zur elektrothermischen Verdampfung zu bestimmender Probenbestandteile |
-
1970
- 1970-05-13 DE DE7017860U patent/DE7017860U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0168113A3 (en) * | 1984-07-09 | 1987-08-05 | Philips Electronic And Associated Industries Limited | Electrothermal atomiser |
| DE9210876U1 (de) * | 1992-08-19 | 1992-10-15 | Schunk Kohlenstofftechnik GmbH, 6301 Heuchelheim | Rohrofen mit Probeträgern |
| DE19728836C1 (de) * | 1997-07-05 | 1999-02-11 | Friese Klaus Peter | Vorrichtung zur elektrothermischen Verdampfung zu bestimmender Probenbestandteile |
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