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DE701665C - Schalteinrichtung, insbesondere fuer periodisches Schalten - Google Patents

Schalteinrichtung, insbesondere fuer periodisches Schalten

Info

Publication number
DE701665C
DE701665C DE1938S0133198 DES0133198D DE701665C DE 701665 C DE701665 C DE 701665C DE 1938S0133198 DE1938S0133198 DE 1938S0133198 DE S0133198 D DES0133198 D DE S0133198D DE 701665 C DE701665 C DE 701665C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching
switching device
auxiliary
contacts
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938S0133198
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erwin Janetschke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DE1938S0133198 priority Critical patent/DE701665C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE701665C publication Critical patent/DE701665C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/44Devices for ensuring operation of the switch at a predetermined point in the AC cycle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Rectifiers (AREA)

Description

  • Schalteinrichtung, insbesondere für periodisches Schalten Bei Schalteinrichtungen, die häufig betätigt werden müssen, ist es erwünscht, jede- Funkenbildung bei der Kontaktunterbrechung zu unterdrücken, da andernfalls eine rasche Zerstörung der Kontakte eintritt. Von besonderer Bedeutung ist diese Bedingung bei Schalteinrichtungen für periodisches Schalten, wie sie z. B. für die Umformung von Strömen und Spannungen, also für die Zwecke der Gleichrichtung, der Wechselrichtung und für die Frequenzumformung, benutzt werden. Im letzteren Falle ist eine funkenlose Schalteröffnung zwar grundsätzlich durch die Verwendung von besonderen Kommutierungshilfseinrichtungen, wie z. B. Schaltdrosseln oder Ventilen, möglich. Hierbei ist es jedoch erforderlich, den Übergang des Stromes von einem Schaltkontakt auf einen der gleichen Einrichtung angehörigen anderen Kontakt durch eine Wendespannung zu bewirken, die während der gleichzeitigen Einschaltung der beiden Schaltwerke, d. h. während der sog. Überlappungszeit, wirksam - ist. Entnimmt man, wie es bisher üblich war, diese Wendespannungen dem speisenden Netz als Differenz _ zweier Phasenspannungen, so zeigt es sich, daß in dem speisenden Netz ein nacheilender Leistungsfaktor in Kauf genommen werden muß. Dies hat seinen Grund darin, daß man in der Wahl des Öffnungszeitpunktes innerhalb der Periode der Wechselspannung nicht völlig frei ist, sondern auf das richtige Vorzeichen der". Wendespannung Rücksicht nehmen muß. Auch bei Einrichtungen für Einzelschaltungen ist eine freie Wahl des bffnungszeitpunktes der Schalteinrichtung nicht möglich, vielmehr ist die Wirksamkeit der Hilfseinrichtungen, die zur funkenlosen Unterbrechung dienen können, an ganz bestimmte Zeitpunkte der Wechselspannungsperiode gebunden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalteinrichtung insbesondere für periodisches-Schalten, zu schaffen, bei der die obengenannten Beschränkungen hinsichtlich der Wahl der Schaltzeitpunkte nicht mehr vorhanden sind, und die bei der Umformung von Strömen und Spannungen ermöglicht, in dem Wechselstromnetz auch mit voreilendem Leistungsfaktor zu arbeiten. Zur Lösung dieser Aufgabe werden Schaltkontakte benutzt, mit Haltevorrichtungen versehen sind, @i e den Schaltkontakt so lange in der Einschärit#: stellung festhalten, bis der Strom einen bestim@uten Kleinstwert unterschritten hat. Sölch4 selbsthaltenden Schaltkontakte sind an sich bereits bekannt. Sie wurden bisher jedoch nur dazu benutzt, um beim Schalten von Wechselströmen eine Trennung der Schaltkontakte genau im Nulldurchgang des Stromes zu erzielen.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt nun eine die selbsttätige öffnung des Schaltkontaktes veranlassende Herabsetzung des Stromes unter den erwähnten Kleinstwert in einem beliebigen Zeitpunkt mittels einer Hilfsschalteinrichtung, die in Reihe mit einer zur Abgabe vorübergehender. der Arbeitsstromrichtung in den Schaltkontakten entgegengesetzt gerichteter Stromimpulse fähigen Spannungsquelle zu den Schaltkontakten parallel geschaltet ist. Die Hilfsspannungsquelle. die die vorübergehenden, von selbst wieder verschwindenden Stromimpulse zu liefern hat, wird im einfachsten Falle durch einen Kondensator gebildet, der entweder aus dem Netz, in welchem die Schaltvorrichtung liegt, selbst oder aus einer fremden Spannungsquelle aufgeladen wird. Einrichtungen, bei denen einem Schaltkontakt ein Stromzweig, bestehend aus einer Hilfsschalteinrichtung. und ein damit in Reihe geschalteter Kondensator parallel geschaltet ist, sind ebenfalls als solche bekannt. Die bekannten Einrichtungen dieser Art dienen jedoch nicht dazu, den Strom in dem noch geschlossenen Kontakt auf einen bestimmten Kleinstwert herabzusetzen; vielmehr treten die Kondensatoren erst dann in Wirkung, wenn der Schaltkontakt bereits geöffnet ist, und sollen den dabei an dem Schaltkontakt entstehenden Lichtbogen zum Verschwinden bringen.
  • Soll bei der erfindungsgemäßen Einrichtung der Schaltkontakt in irgendeinem Zeitpunkt geöffnet werden, so wird der Stromkreis des Kondensators durch die Hilfsschalteinrichtung über den betreffenden Schaltkontakt geschlossen. Der Kondensator entlädt sich und setzt dabei den Strom in dem zu öffnenden Schaltkontakt vorübergehend bis auf Null herab. Der Nulldurchgang des abzuschaltenden Stromes verläuft dabei außerordentlich steil. Das scheint zunächst im Widerspruch zu stehen finit der Wirkungsweise der bisher bekannten Kommutierungshilfseinrichtungen> die alle darauf abzielen, den Strom in der Umgebung des Nulldurchganges sich nur möglichst langsam ändern zu lassen, da bekanntlich die Hauptschwierigkeit bei s:-)lchen Schalteinrichtungen in der genalten Einstellung der Schaltzeitpunkte hjiegt und es nicht ohne weiteres möglich ist, %inen Kontakt zwangsläufig so zu steuern, daß Y e r in einem bestimmten Zeitpunkt öffnet.
  • Diese Schwierigkeit ist jedoch beim Erfin-Y:;vdlingsgegenstand dadurch überwunden, daß die zwangsläufige Steuerung des Kontaktes bei der öffnung aufgehoben ist und daß der öffnungszeitpunkt nunmehr von dem Strom selbst festgelegt wird. Hierzu dient die Haltevorrichtung, die stromabhängig den Kontakt so lange in der Einschaltstellung festhält, bis der Strom einen bestimmten Kleinstwert erreicht hat bzw. durch Null hindurchgeht.
  • Immerhin wird unter Umständen auch zur selbsttätigen Öffnung des Kontaktes, insbesondere bei nicht allzu hoher Trenngeschwindigkeit, noch eine gewisse Zeit für die Bildung einer hinreichenden Isolationsstrecke zwischen den Kontaktstücken benötigt, so daß es unter Umständen zweckmäßig erscheint, eine geringfügige Verflachung des Stromverlaufs im Nulldurchgang zu bewirken. Dies kann in an sich bekannter Weise zweckmäßig durch eine gesättigte Drossel erzielt werden, die sich in der Nähe des Nulldurchganges entsättigt und eine starke Steigerung ihrer Induktivität erleidet. Diese Drossel muß naturgemäß auch in dem Stromkreis der Hilfsstromquelle liegen. Sie wirkt infolgedessen auf den von dieser gelieferten Stromimpuls dämpfend. Aus diesem Grunde ist es zweckmäßig, die Drossel so gering zu bemessen, wie es eben zur Erzielung einer ausreichenden Verflachung der Stromkurve beim Nulldurchgang erforderlich erscheint.
  • Bei einer mehrphasigen Schalteinrichtung für Umformungszwecke muß dem Strom bei der öffnung des einen Kontaktes die Möglichkeit geboten werden, unverzüglich auf eine andere Phase überzugehen. Infolgedessen wird gleichzeitig mit der Schließung des Hilfsstromkreises auch der Kontakt der Folgephase geschlossen, der dann in einem gewünschten Zeitpunkt seinerseits wieder in der angegebenen Weise zur funkenlosen Unterbrechung gebracht wird. Es ist unter diesen Umständen vorteilhaft, die Hilfsschalteinrichtung mit demselben Antrieb zu kuppeln, der auch die Hauptkontakte betätigt. Es lassen sich dann leicht die gewünschten Beziehungen zwischen den Schaltzeitpunkten der Hauptkontakte und der Hilfskontakte innehalten.
  • Wenn die Hilfsstromquelle als Kondensator ausgebildet ist, so erfolgt dessen Ladung zweckmäßig über ein Ventil, da in diesem Falle die Abschaltung des Ladestromkreises durch die Ventilwirkung selbsttätig erfolgt, was eine erhebliche Vereinfachung der Steuerung ergibt. Wird als Ventil eine steuerbare Entladungsstrecke, also beispielsweise ein Gas- oder Dampfentladungsrohr, benutzt, so kann dieses auch gleichzeitig die Einschaltung des Entladestromkreises mit übernehmen, wodurch dann eine besondere Hilfsschalteinrichtung in Fortfall kommen kann. Besonders zweckmäßig ist die Verwendung von Ventilen zur Entladung des Kondensators, wenn diese nicht aus einem Gleichstromnetz, sondern aus dem Wechselstromnetz erfolgen soll.

Claims (5)

  1. YATRNTANSPROCHR: i. Schalteinrichtung, insbesondere für periodisches Schalten, deren Schaltkontakte mit Haltevorrichtungen versehen sind, die sie so lange in der Einschaltstellung festhalten, bis der Strom einen bestimmten Kleinstwert unterschritten hat, dadurch gekennzeichnet, daß eine die selbsttätige öffnung des Schaltkontaktes veranlassende Herabsetzung des 'Stromes unter den Kleinstwert in einem beliebigen Zeitpunkt mittels einer Hilfsschalteinrichtung erfolgt, die in Reihe mit einer zur Abgabe vorübergehender, der Arbeitsstromrichtung in den Schaltkontakten entgegengesetzt gerichteter Stromimpulse fähigen Spannungsquelle zu den Schaltkontakten parallel geschaltet ist.
  2. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsspannungsquelle ein Kondensator dient, der aus dem Netz der Schalteinrichtung selbst oder aus einer fremden Spannungsquelle aufgeladen wird.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rufladung des Kondensators über Ventile er-, folgt, wobei die Ventile gegebenenfalls mit der Hilfsschalteinrichtung zu steuerbaren Entladungsstrecken vereinigt sind. q..
  4. Schalteinrichtung nach Anspruch i bis 3, bei welcher in Reihe finit den Schaltkontakten Schaltdrosseln geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltdrosseln zugleich auch in dem Stromkreis der Hilfsspannungsquelle liegen.
  5. 5. Mehrphasige Schalteinrichtung nach Anspruch i bis q. für periodisches Schalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsschalteinrichtung mit dem Antrieb der Schaltkontakte derart gekuppelt ist, daß gleichzeitig mit der Schließung des Hilfsschaltkontaktes der Schaltkontakt der nachfolgenden Phase geschlossen wird. mw.os. ceuuurrr 1v Ultt@ W :W tlrir@e;-W ;@8@:f
DE1938S0133198 1938-07-28 1938-07-28 Schalteinrichtung, insbesondere fuer periodisches Schalten Expired DE701665C (de)

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DE701665C true DE701665C (de) 1941-01-21

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