DE7016392U - Wellendichtung. - Google Patents
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Description
30. April 1970
Unw ZaIdMa
Z/Ri/Va/Lo
GEORGE ANGUS & COMPANY, Newcastle upon Tyne 1 /Großbritannien
Wellendichtung
Die Neuerung bezieht sich auf WellindiChtuogen, die auch
als Öldichtungen bekannt sind und die aus? Abdichten gegen das
Lecken von Flüssigkeit entlang von Wellen, beispielsweise Kurbelwellen oder Kraftfahrzeugantriebsübertragungswellen bekannt
sind, die aufgrund von Faktoren wie Wellendurchbiegung, Torsions schwingung und exzentrischer Bewegung schwer abzudichten sind.
Es ist seit langem bekannt, daß das Abdj^htrn s,<
' .r Wellen dadurch verbessert werden kann, daß man am aoe «V* Arteten
Umfang eine Art Rückförderschraube oder Rückför^ . »Lnecke vorsieht,
die durch eine schraubenlinige Rippe oaer Rille an der Oberfläche der Welle oder der Dichtung ausgebildet ist. Durch
geeignete Wahl der Richtung der Schraubenlinie in bezug auf die normale Drehrichtung der Welle bewirkt die relative Drehung, daß
das Öl oder eine andere Flüssigkeit, die dazu neigt, durch die Dichtung zu lecken, zurückbefördert wird.
Die am besten geeignete Art zur Schaffung einer Rückförderwirkung besteht darin, die erforderliche Rippe oder Rille
am Abdichtungsumfang der Dichtung auszubilden, so daß eine Veränderung
der Welle nicht erforderlich ist und die Dichtung auf der zylindrischen Oberfläche jeder Welle geeigneter Größe in
Tätigkeit tritt.
Die Neuerung betrifft eine Verbesserung bzw. Abwandlung des älteren Vorschlags, durch die eine Wellendichtung geschaffen
wird, die in jeder Drehrichtung der Welle eine Rückförderwirkung ausübt.
Der ältere Vorschlag bezieht sich auf eine Wellendichtung, die einen geformten Dichtungsring aus elastischem Material
umfaßt, der eine Umfangsdichtungslippe mit einem sich über den Umfang erstreckenden Dichtungsband zwischen einer inneren
und einer äußeren kegelstumpfförmigen Fläche aufweist, die bei
Verwendung der Dichtung jeweils der abgedichteten Flüssigkeit zu- bzw. abgekehrt sind, wobei die äußere kegelstumpfförmige
Fläche mit Leitflächenteilen versehen ist, die jeweils die Oberfläche einer Rippe oder einer Rille bilden, die schräg auf
das Dichtungsband auftreffen. Gemäß dem älteren Vorschlag treffen
eine gleiche Anzahl solcher leitflächenteile jeweils in
entgegengesetzten Umfangsrichtungen in einem Winkel von nicht mehr als 20 zur Ebene des Dichtungsbandes auf dieses auf. Die
besten Ergebnisse werden erzielt, wenn der Auftreffwinkel weniger als 20°, vorzugsweise nicht mehr als 10° oder, wenn möglich,
nicht mehr als 5 beträgt.
Gemäß der Neuerung weisen die Leitflächenteile zwei sich schneidende, entgegengesetzt gerichtete Gruppen schrauben-
linigerRippen auf, die an der äußeren kegelstumpfförmigen Fläche
der Dichtung ausgebildet sind, wobei die Rippen jeder Gruppe miteinander parallel verlaufen und der Schraubenwinkel, d.h.
der Winkel, mit dem die Rippen auf das Dichtungsband auftreffen, bei beiden Rippengruppen gleich groß und entgegengesetzt
gerichtet ist.
Die beiden Gruppen von Rippen bilden ein Muster mit im wesentlichen rhomboidischen Zwischenräumen und in Umfangsrichtung
verlaufenden Hauptachsen, und das Dichtungsband schneidet eine am Umfang liegende Reihe von Zwischenräumen entitle: eines
Umfangs, der parallel zu ihren Hauptachsen verlaufe und
vorzugsweise mit diesen übereinstimmt.
Üblicherweise ist bei einem Dichtungsring das Dichtungsband eine durch die Verbindung der kegelstumpfförmigen Flächen
gebildete Kante, jedoch wird die Kante durch den als "Einlaufen": bekannten anfänglichen Abrieb des in Betrieb stehenden Dich- i
tungsrings axial zu einem schmalen Band verbreitert, das auch als "Kontaktband" bekannt ist. Ein entsprechendes Band könnte
jedoch auch bei Herstellung eines Dichtungsrings ausgebildet werden. ;
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Neuerung ■
ergeben sich aus der folgenden Besehreibung. Auf der Zeichnung ist die Neuerung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen^
Fig. 1 einen Axialschnitt einer inneren Wellendichtung gemäß der Neuerung und
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab einen Teilschnitt in der Ebene II—II der Fig. 1.
Die Zeichnung zeigt einen gefonnten Dichtungsring aus synthetischem Gummi od.dgl. mit rinnenförmigem Querschnitt, der
eine zylindrische Außenwand 1 aufweist, die durch eine Einlage 2 mit L-förmigem Querschnitt versteift ist, um ein Halteteil
zu bilden, und ferner einen flexiblen Flansch 3, der von einer Radialfeder 4 umgeben ist und die Dichtungslippe bildet.
Eine kreisförmige Dichtungskante 5 wird durch die Verbindung zwischen einer äußeren und einer inneren kegelstumpfförmigen
Fläche 6 und 7 gebildet.
Auf der Fläche 6 sind zwei Gruppen schraubenliniger Rippen 8 bzw. 9 geformt, die sich an Kreuzungspunkten 10 schneiden
und zwischen sich ein symmetrisches Muster aus im wesentlichen rhomboidisehen Zwischenräumen 11 mit im wesentlichen axial
verlaufenden Nebenachsen X-X und in Umfangsrichtung verlaufenden Hauptachsen bilden.
Zur besseren Erläuterung sind in Fig. 1 die Rippen 8 mit dicken Linien und die Rippen 9 mit dünnen Linien dargestellt.
Die Dichtungskante 5 stimmt mit den Hauptachsen einer in
Umfangsrichtung verlaufenden Reihe von Zwischenräumen 11 überein, die dadurch halbiert und nach der Dichtuügskante zu offen
sind, derart, daß die übrigen Teile der sie begrenzenden Rippen Paare entgegengesetzt gerichteter Leitflächen 8a und 9a bilden,
die in die Dichtungskante 5 übergehen, wodurch die Rückforderung der leckenden Flüssigkeit bei jeder Drehrichtung der Welle
bewirkt wird.
Eine Dichtung, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, kann durch Formen der äußeren kegelstumpfförmigen Fläche 6 komplett
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mit den Rippen 8 und 9 bis zur vollen axialen Ausdehnung des Flansches 3, wie durch gestrichelte Linien bezeichnet, hergestellt
werden woraufhin die innere Fläche 7 durch Beschneiden ausgebildet wird, wie dies bsi der Herstellung von Wellendichtungen
bekannt ist. Die sich ergebende Form der Dichtungskante 5, auf die die Leitflächen 8a und 9a treffen, ist in vergrößertem
Maßstab in Fig. 2 dargestellt, die einen Teilschnitt in der Ebene II—II der Fig. 1 zeigt.
Eine genaue Schneidbearbeitung ist erforderlich, um die Dichtungskante 5 genau entlang den betreffenden Hauptachsen
Y-Y auszubilden, jedoch ist dies nicht wesentlich. Gute Ergebnisse können mit einer beschnittensn Dichtungskante erzielt
werden, die im wesentlichen parallel zu den Hauptachsen Y-Y verläuft, da, wie oben erwähnt, die Dichtungskante durch Anfangsabnutzung,
d.h. Einlaufen, axial verbreitert wird, wodurch sie ein Dichtungsband bildet. Wenn in einem besonderen Fall eine
sehr genaue Ausbildung erforderlich ist, können die Flächen 6 und 7 mit den sich mit der Dichtungskante 5 "treffenden Rippen
8 und 9 vollständig durch Formen hergestellt werden.
Die bevorzugte Querschnittsform der Rippen 8 und 9 ist, wie Fig. 2 zeigt, im wesentlichen eine L-förmige bzw. rechtwinklige
Dreiecksform, deren eine Seitenfläche zylindrisch um die Achse des Dichtungsrings verläuft.
Auf der Zeichnung sind zur besseren Erläuterung die Maße der Rippen vergrößert, in der Praxis sind die Rippen jedoch nur
feine Gewindestege, so daß sie nur wenig von der Fläche 6, auf der sie ausgebildet sind, vorragen und glatt in die Dichtungskante 5 übergehen, ohne Vorsprünge zu bilden, die den vollständigen
Linienkontakt der DichtungskcLite 5 mit der Oberfläche einer
Welle mit geeignetem Durchmesser stören wurden.
-G-
Die tatsächlichen Äbmessum- .; ier Rippen hängen von der
und der Art der Dichtung ab: OiL folgenden Beispiele
können jedoch als adequate Leitwerke dienen.
Winkel der äußeren kegelstumpfförmigen Fläche - 30 Wellendurchmesser 76,2 mm
Steigung jedes Schraubengangs 4,75 pro cm
Steigung jeder einzelnen Gruppe 19 pro cm
(4 Gänge in jeder Gruppe)
radiale Abmessung jedes Schraubengangs 0,127 mm axiale Abmessung jedes Schraubengangs 0,22 mm ;
Die Neuerung ist in bezug auf ihre Verwendung als innere Wellendichtung beschrieben worden, sie kann jedoch auch bei einer
äußeren Wellendichtung verwendet werden, die bekanntlich so auf einer Welle befestigt wird, daß sie sich mit ihr dreht und
gegen eine sie umgebende zylindrische Fläche eines Gehäuses abdichtet. Bei einer Außendichtung sind die Stellung der als ι
Halteteil ausgebildeten Wand 1 und die des Flansches 3 umgekehrt in bezug zueinander und die Radialfeder 4 wirkt radial nach
außen.
Das elastische Material des Dichtungsrings kann, wie oben erwähnt, synthetischer Gummi oder auch Naturgummi oder
ähnliches Material sein, z.B. als Elastomere bekannte Kunststoffe.
Claims (2)
- - 7 -Schutzsnsprüche :1; Wellendichtung aus einem geformten Dichtungsring aus elastischem Material, der eine Umfangsdichtungslippe mit einem sich über den Umfang erstreckenden Dichtungsband zwischen einer inneren und einer äußeren kegelstumpfförmigen Fläche, die im Eetrieb der Dichtung de"·" abgedichteten Flüssigkeit zu- bzw. abgekehrt sind, wobei die äußere kegelstumpfförmige Flär.:- e mit Leitflächenteilen versehen ist, die jeweils die Oberfläche einer Rippe ouer einer Rille bilden, die schräg auf das Dichtungs-4 band auftreffen, wobei wenigätens zwei dieser Leitflächenteile ; jeweils auf das Dichtungsband in entgegengesetzten Umfangsrich- i tungen in einem Winkel von nicht mehr als 20 zur Ebene des j Dichtungsbandes auftreffen, dadurch gekennzeichnet, daß die ; Leitflächenteile zwei sich schneidende, entgegengesetzt gerich- ! tete Gruppen schraubenliniger Rippen (8, 9) aufweisen, die an j der äußeren kegelstumpfförmigen Fläche (6) der Dichtung ausgebildet sind, wobei die Rippen jeder Gruppe miteinander parallel verlaufen und der Schraubenwinkel, d.h. der Winkel, mit dem die j Rippen auf das Dichtungsband (5) treffen, bei beiden Rippen- i gruppen gleich groß und entgegengesetzt gerichtet ist.
- 2. Wellendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (8, 9) einen im wesentlichen L-förmigen Querschnitt aufweisen, bei dem eine Seitenfläche zylindrisch um die Achse des Dichtungsrings verläuft.
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