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DE700947C - Geraet zum Bestimmen der Belichtungszeit fuer fotografische Aufnahmen - Google Patents

Geraet zum Bestimmen der Belichtungszeit fuer fotografische Aufnahmen

Info

Publication number
DE700947C
DE700947C DE1937I0059954 DEI0059954D DE700947C DE 700947 C DE700947 C DE 700947C DE 1937I0059954 DE1937I0059954 DE 1937I0059954 DE I0059954 D DEI0059954 D DE I0059954D DE 700947 C DE700947 C DE 700947C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
exposure
dial
selector
selection
dialing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937I0059954
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Ahrens
Richard Moelter
Andreas Moser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1937I0059954 priority Critical patent/DE700947C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE700947C publication Critical patent/DE700947C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J1/00Photometry, e.g. photographic exposure meter
    • G01J1/42Photometry, e.g. photographic exposure meter using electric radiation detectors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

Es sind fotografische Belichtungstafeln mit einer Drehscheibe bekannt, bei denen die Drehscheibe in der Weise fortgeschaltet wird, daß der Finger in einen Randausschnitt der Scheibe gelegt und die Scheibe so weit gedreht wird, bis der Finger einen Anschlag erreicht. Die endgültig ermittelte Belichtungszeit ergibt sich bei diesen Belichtungstabellen nach Art der Additionstabellen in der Weise,
ίο daß für jeden der in Betracht kommenden Faktoren (z. B. Jahres- und Tageszeit, Wetter, Aufnahmegegenstand usw.) eine derartige Fortschaltung ausgeführt werden muß und nach der erforderlichen Anzahl von Einzelwählungen unter Fortschaltung der Drehscheibe die ermittelten Belichtungszeiten, neben einer Blendenskala abgelesen werden können. Bei der Benutzung dieser Drehscheibenbelichtungstabellen können viele Fehler gemacht werden. Beispielsweise kann der die Drehschieberbelichtungstabelle Benutzende für einen der Belichtungsfaktoren die Drehscheibe versehentlich zweimal fortschalten, oder er kann die Berücksichtigung eines Faktors ganz vergessen, oder die Stellung der Drehscheibe kann sich während der Benutzung oder vor dem Ablesen der Belichtungszeiten neben der Blendenskala unbemerkt verändern. Die Erfindung besteht darin, daß bei einem Gerät dieser bekannten Gattung eine nach jeder Betätigung unter Federwirkung selbsttätig zurücklaufende Wählscheibe nach Art eines Selbstanschlußfernsprechgeräts und selbsttätig bei der Bedienung sich einschal-
tende optische oder akustische Warnvorrichtungen, welche Bedienungsfehler verhindern, angeordnet sind. Fehlbedienungen werden insbesondere dadurch vermieden, daß in einem Wählungszählfenster jeweils abgelesen werden kann, welche Wählstufe als nächste ausgeführt werden muß; nach Ausführung dieser Wähl stufe erscheint dann in dem Fenster die Anweisung, die nächste Wählstufe to auszuführen. Während der Bedienung des Belichtungswählers sind die Ablesefenster neben der Blendenskala verschlossen, so daß vorzeitige Fehlablesungen ausgeschlossen sind. Erst nach x\usführung der letzten erforderliehen Wählstufe erscheint in dem Wählungszählfenster die Anweisung »Ablesen!« und öffnen sich die der Blendenskala zugeordneten Ablesefensterchen. Die durch die richtige Zahl von Wählungen sich ergebenden Belichtungszeiten können durch eine versehentliche überflüssige ilehnvählung nicht mehr gefälscht werden, da nach Ausübung der richtigen letzten Wählung das Wähhverk gesperrt ist und nicht weiter betätigt werden kann. Die Sperrung kann nach Abschluß der Wählungen dadurch aufgehoben werden, daß das ganze Gerät wieder in seine Anfangsstellung zurückgebracht wird. Dies kann auch nach jeder einzelnen Wählung getan werden, wenn der den Wähler Benutzende beispielsweise eine Wählung nicht bis zum Ende des Gesamtwählvorganges durchführen will. In einem besonderen Fensterchen ist durch Erscheinen eines Zeichens zu erkennen, daß die Zurückstellung des Werkes bis zur Anfangsstellung erfolgt ist. Das Entsperren und Zurückstellen des Werkes erfolgt in einfacher Weise durch Drücken auf einen Knopf o. dgl., wodurch erreicht wird, daß sämtliche Zahnräder und Scheiben des Werkes durch Federantrieb selbsttätig in die Anfangsstellung zurücklaufen. Bei jedem Zurückstellen des Werkes in die Anfangsstellung wird ein Benutzungszählwerk fortgeschaltet, so daß in einem Fensterchen abgelesen werden kann, wie oft das Gerät benutzt worden ist.
Der neue Belichtungswähler eignet sich insbesondere als Werbemittel und kann beispielsweise bei Fotohändlern, in Gastwirtschaften 5« u. dgl. ausgehängt werden. Auch kann das erfindungsgemäße Gerät als Münzbelichtungswähler ausgebildet werden. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird dann für den Belichtungswähler eine Sperrvorrichtung vorgesehen, die nur durch Einwurf eines Geldstückes aufgehoben wird. Ferner kann das Gerät gemäß der Erfindung auch mit einem Selbstverkäufer für fotografische Filme o. dgl. verbunden werden. Dann wird gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Aufhebung der Sperrung durch die Entnahme der Waren betätigt. In kleinerer Ausführung kann das Gerät auch als Taschenbelichtungswähler ausgebildet werden.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist im folgenden beispielsweise beschrieben.
Abb. ι und 2 zeigen das Gerät von der Vorderseite in der Anfangsstellung und nach Ausführung der letzten Wählstufe (Ablesestellung).
Die Abb. 3 bis 5 zeigen das geöffnete Triebwerk des Gerätes, und zwar Abb. 3 in der Anfangsstellung, Abb. 4 in der der Abb. 2 entsprechenden Ablesestellung und Abb. 5 in der Stellung, in der die in Abb. 4 erreichte Sp'errung des Werkes aufgehoben ist, so daß die Scheiben sämtlich bereits wieder in die Anfangsstellung (Abb. 1 und Abb. 3) zurückgelaufen sind.
Auf der Drehachse 1 ist an ihrem vorderen Ende die Wählscheibe 2, auf ihrem hinten liegenden Ende der Winkelhebel 3, 4 starr befestigt. Die Wählscheibe 2 wird in der gleichen Weise betätigt, wie dies von selbsttätigen Fernsprechgeräten bekannt ist, indem man nämlich nach Anleitung der auf der Vorderseite des Gerätes angebrachten Tafeln I, II, III, IV in eins der Nummernlöcher der Wählscheibe 2 eingreift und die Wählscheibe im Uhrzeigersinne dreht, bis der Finger den Anschlag 5 berührt. Hierbei wird der Winkelhebel 3, 4 von der Achse mitgedreht, und zwar führt er in der Ansicht von hinten (Abb. 3 bis 5) eine Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne aus. Bei jeder derartigen Wählung nimmt die federnd gelagerte Nase 3' des Hebelarmes 3 einen Zahn des Zahnrades 6 mit. Hierdurch wird in dem Wählungszählfenster 7 jeweils angezeigt, welche Wählung als nächste auszuführen ist.
Gleichzeitig mit der Betätigung des Zahnrades 6 durch den Hebelarm 3 wird vermittels des Hebelarmes 4 das Zeitskalenrad 8 fortgeschaltet. Zu diesem Zwecke ist auf dem Ende des Hebelarmes 4 ein in geringem MaF beweglicher Greiferarm 9 gelagert, der in der Nähe seines Greiferzahnes 9' eine seitlich hervorstehende Führungsnase 9" hat. Die Führungsnase 9" ist an ihrem in der Fortschaltrichtung vorn liegenden Rande gerade abgeschnitten, während sie auf ihrer Rückseite (in Abb. 3 links) abgeschrägt ist. Wenn der Winkelhebel 3, 4 vermittels der Wählscheibe 2 entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung (Abb. 3) gedreht wird, wird der Greiferzahn 9' durch die Führungsnase 9", welche an der Abschrägung eines Führungsstückes 10 entlang gleitet, in Eingriff mit dem diesem Führungsstück 10 gegenüberstehenden Fortschaltzahn eines Schaltrades n geführt. Bei no weiterer Verdrehung des Hebelarmes 4 wird das lose auf der Achse gelagerte Zahnrad 11
nun durch den Greiferzahn 9' mitgenommen, bis die Drehbewegung des Hebelarmes 4 durch Anschlagen des die Drehung an der Wählscheibe bewirkenden Fingers am Anschlage 5 begrenzt wird. Das Schaltrad 11 ist fest verbunden mit einem Trommelzahnrad 12, dessen Zähne mit den Zähnen des Skalenrades 8 in Eingriff stehen und dies in dem dem Eingriff an der Wählscheibe 2 entsprejo chenden Maße verdreht.
Beim Loslassen der Wählscheibe 2 läuft diese und damit auch der Winkelhebel 3, 4 vermittels einer im Trommelgehäuse 12' des Trommelzahnrades 12 gelagerten Wirbelfeder in bekannter Weise in die durch einen Anschlag gesicherte Anfangs stellung zurück, wobei die Nase 3' federnd über den vorher von ihr mitgenommenen Zahn des Zahnrades 6 fortgleitet und das Führungsstück 10 der ao Führungsnase 9" federnd ausweicht, weil es von der Schrägfläche der Nase 9" zur Seite gedrückt wird. Die durch eine Wähluüg erreichte Stellung des Skalenrades wird durch das Zurücklaufen der Achse 1 und des Winkelhebels 3, 4 in die Anfangsstellung nicht verändert, weil das Trommelzahnrad 12, 12' mit einem der aus dem Umfang des Trommelgehäuses 12' hervorstehenden Stifte 12" hinter einen in dem Bremshebel 13 bei 13' vorgesehenen Zahn greift.
Der Bremshebel 13 ist teilweise mit einem eine Bremsbacke 13"' bildenden Belag aus weichem Stoff, beispielsweise Leder, versehen, mit dem er durch die Feder 14 leicht bremsend an den Umfang der Trommel 12' angedrückt wird. Beim Fortschalten des Trommelzahnrades 12, 12' in der Pfeilrichtung weicht der Bremshebel 13 infolge der Schrägfläche 13" den Sperrstiften 12" federnd aus, um den zuletzt beim Wählen vorbeigegangenen Stift 12" mit dem bei 13' angeordneten Zahn zu fangen und so die eingestellte Wählung festzustellen. Das drehbare Lager des Paömshebels 13 besteht aus einer durch die Mutter 15 auf dem Stift 16 gelagerten Muffe, welche die beiden Flanschen 17, 17' verbindet. Der Hebel 13 besteht beispielsweise mit dem Flansch 17 aus einem Stück oder ist in ■ geeigneter Weise starr mit ihm verbunden.
Auf dem Stift 18 ist noch ein zweiter Bremshebel i8' drehbar gelagert, dessen Bremsbacke 18" während der Fortschaltung der Zahnräder 8, 11, 12 vermittels der Feder 19 ständig leicht an den äußeren Umfang der Zähne des Skalenrades 8 gedrückt wird. Wenn der Winkelhebel 3, 4 nach der Wählung wieder in seine Ruhestellung zurückkehrt, hebt der auf ihm angebrachte Bolzen 20 den Arm i8' des Bremshebels leicht an und damit die Bremsbacke 18" von dem Umfange des Skalenrades 8 ab, so daß die Zahnräder 8, 11, 12 um einen geringen Spielraum zurücklaufen können, bis der gerade an dem bei 13' angeordneten Zahn des Bremshebels 13 vorbeigegangene Sperrstift 12" an den Sperrzahn anschlägt.
Wie bereits erwähnt, wird bei jeder Wählung, wobei also der- Winkelhebel 3, 4 in der Pfeilrichtung gedreht wird, das Zahnrad 6 durch die federnde Nase 3' um einen Zahn im Uhrzeigersinne (Abb. 3) fortgeschaltet. Durch ein zwischen der Werkplatte 21 und der Gehäusevorderwand 22 angeordnetes Zahnradgetriebe wird die Drehung des Zahnrades 6 in geeigneter Weise auf die drehbar gelagerte Scheibe 23 übertragen, welche auf ihrer Vorderseite die Aufschriften »1. Wählung«, »2.Wählung«, .,..»Ablesen!« trägt. Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Zahnrad 6 und der Scheibe 23 bzw. der radiale Abstand der Aufschriften auf der Scheibe 23 ist derartig gewählt, daß bei jeder Fortschaltung des Zahnrades 6 um einen Zahn die nächste Aufschrift im Fenster 7 sichtbar wird, so daß der den Belichtungswähler Benutzende niemals darüber in Zweifel sein kann, welche Wählung er als nächste Stufe auszuführen hat. Die mit jeder Wählung erreichte Stellung des Zahnrades 6 und der Scheibe 23 wird durch den Winkelhebel 24, 24' festgestellt, dessen Sperrzahn 24" hinter jeden Zahn des Zahnrades 6 greift, weil der Winkelhebel 24, 24' durch die Feder
25 ständig an das Zahnrad 6'- herangezogen wird.
Am Schluß der dritten Wählung, wenn also der dritte Zahn des Zahnrades 6 durch die federnde Nase 3' fortgeschaltet worden ist, legt sich der auf dem Zahnrad 6 befestigte Stift
26 in einen von der Werkplatte 27 verdeckten flach gewölbten Randausschnitt des in den Abb. 3 bis S vorderen Flansches 28 eines zweimal um 900 gewinkelten Schiebers, dessen in den Abb. 3 bis 5 hinterer Flansch 28' durch den Arm 29 mit der Verschlußscheibe 30 (Abb. 1) verbunden ist. Die Verschlußscheibe 30 befindet sich zwischen der Skalenscheibe 8 und der Gehäusevorderwand 22 und verschließt im allgemeinen die Fensterchen zum Ablesen der durch vier Wählungsstufen festzustellenden Belichtungszeiten.
An den Werkplatten 21, 27 ist noch ein Läutwerk gelagert, das aus einer Glocke 31 und einem Klöppel 32 besteht. Der Klöppel ist bei 33 drehbar zwischen den Werkplatten 21 und 27 gelagert und wird durch eine Feder 34 an die Glocke herangezogen. An seinem unteren Ende hat der zweiarmige Klöppel eine durch die Werkplatte 27 verdeckte Schrägfläche und eine kurze Nase 32'. Bei der vierten Wählung schiebt der Stift 26 den
Schieber 28, 28' gegen den Zug der Feder 35 um eine Zahnbreite des Zahnrades 6 schräg nach rechts oben (Abb. 4). Hierdurch werden gleichzeitig folgende Vorgänge ausgelöst: ι. Der an dem Flansch 28' befestigte Verbindungsarm 29 verdreht die mit der Skalenscheibe 8 um einen gemeinsamen Drehpunkt, aber unabhängig von ihr drehbare Verschlußscheibe 30 um einen geringen Winkel, so daß an der Verschlußscheibe angebrachte Öffnungen mit den in der Gehäusevorderwand 22 kreisförmig um den Drehpunkt der Skalenscheibe 8 angeordneten Ablesefensterchen zur Deckung kommen und die durch die vier •5 Wählungen eingestellten Belichtungszeiten über der Blendenskala 36 sichtbar werden.
2. Ein an dem vorderen Flansch 28 des Schiebers 28, 28' drehbar gelagerter Schubarm 37 wird mit der in seiner Schubrichtung »o vorderen Kante 37' gegen die Schrägfläche am unteren Ende des Klöppels 32 geführt. Da der Schubarm 37 durch eine Feder ständig leicht nach oben gedrückt wird, gleitet er an der Schrägfläche entlang, faßt hinter die »5 Nase 32', spannt die Feder 34 und gleitet in einer gewissen Stellung über die Nase 32' weg. Hierdurch wird der Klöppel 32 plötzlich losgelassen und schlägt an die Glocke 31 an; es erklingt das Glockenzeichen, wodurch der den Belichtungswähler Benutzende darauf aufmerksam gemacht wird, daß er nunmehr die Belichtungszeiten über der Blendenskala 36 ablesen kann.
3. Gleichzeitig erscheint durch Fortschaltung des Zahnrades 6 um den vierten Zahn im Wählungszählfenster 7 die Aufforderung »Ablesen!«.
Nach der vierten Betätigung der Wählscheibe 2, durch die, wie beschrieben, das Ab-4o# lesen der ermittelten Belichtungszeit ermöglicht und veranlaßt wird, ist das Wählwerk gesperrt, weil der Schieber 28, 28' einerseits an dem Anschlage 38 anliegt, andererseits durch den Stift 26 festgehalten wird, der sich auf dem durch den Sperrzahn 24" am Zurückgehen verhinderten Zahnrade 6 befindet. Um den Belichtungswähler für eine weitere Belichtungszeitbestimmung zu entsperren, müssen alle Einstellungen in die Anfangsstellung zurückgebracht werden. Dies geschieht beispielsweise durch Drücken auf den federnd in der Gehäusevorderwand 22 gelagerten Knopf 39. Dieser trägt auf seiner Rückseite eine Platte 40, welche die Schubbewegung des Knopfes 39 beim Eindrücken auf eine Kurbel 41 überträgt. Hierbei dreht die Kurbel vermittels der Kurbelarme 41' die drehbar in den Lagern 42 gelagerte Welle 43, und diese überträgt die Drehung wiederum auf die Kurbelarme 44, 45, durch welche vermittels der an dem Flansch 17 und dem He-I beiarm 24' angelenkten Zugstangen 46, 47 unter Überwindung des Zuges der Federn 14 und 25 einerseits der Bremshebel 13 mit seinem bei 13' angeordneten Sperrzahn von dem festgehaltenen Sperrstift 12", andererseits ' der Sperrzahn 24" des Winkelhebels 24, 24' von dem Zahnrade 6 abgehoben wird. Die hierdurch freigegebenen Zahnräder 11, χ 2 und 6 laufen nun, angetrieben von den mit ihnen verbundenen, durch die Wählungen gespannten Wirbelfedern in bekannter Weise bis zur Anfangsstellung zurück. Diese ist für das Trommelzahnrad 12 bzw. das mit ihm in Eingriff stehende Skalenrad 8 durch einen an der Querstange 48 bei 49 angeordneten Anschlag gegeben, an den sich der auf der Scheibe 8 befestigte, aus weichem Stoff, beispielsweise Leder, gebildete Puffer 50 anlegt. Für das Zahnrad 6 ist die Anfangsstellung erreicht, wenn der Stift 26 an dem ebenfalls aus nachgiebigem Stoff gebildeten Anschlag 51 anliegt. Bei jeder Betätigung des Rückstellknopfes 39 und der Drehung der Achse 43 durch die Kurbel 41, 41' wird gleichzeitig vermittels der Kurbel 52 und einer Zugstange 53 das Zählwerk, 54 betätigt, so daß in dem Benutzungszählfenster 55 jeweils abgelesen werden kann, wie oft der Beiichtungswähler benutzt worden ist.
Das ganze Triebwerk ist in einem muldenförmigen Gehäuse gelagert, dessen Seitenwände 56 mit der Gehäusevorderwand 22 aus einem Stück bestehen und mit Flanschen 57 versehen sind, auf die ein Abschlußdeckel aufgeschraubt werden kann. Dieses so geschlossene Gehäuse kann beispielsweise als Ganzes an eine mit einem Mauerteil o. dgl. verbundene Grundplatte 58 mittels eines Schlosses fest angeschlossen sein, so daß es zeitweise, z. B. während der Nacht, von der Grundplatte 58 entfernt werden kann. Sämtliche öffnungen der Gehäusevorderwand können durch eine aufgeschraubte Glasplatte abgeschlossen sein, und alle Verbindungsfugen des Gehäuses werden zweckmäßigerweise durch Gummidichtungen gegen Witterungseinflüsse gesichert.
Für die Anordnung der Teile können selbstverständlich noch andere Möglichkeiten ·<« gefunden «werden. Beispielsweise könnten die Wählscheibe 2, die Blendenskala 36 und die ihnen zugeordneten Ablesefensterchen für die Belichtungszeiten konzentrisch um den Druckknopf 39 angeordnet werden. Eine 11s derartige zusammengedrängte Form des Gerätes würde sich insbesondere für einen Taschenbelichtungswähler nach der Erfindung empfehlen, der dann die Anleitung und die Tafeln I, II, III, IV zweckmäßigerweise iao auf seiner Rückseite tragen würde.
Ferner könnte, wie schon oben erwähnt,
ein fest an einer Wand anzubringendes Gerät wie das oben beschriebene in der Weise ausgebildet sein, daß die bei der letzten Wählung eintretende Sperrung des Werkes nur nach Einwurf einer Münze aufgehoben werden kann. Ein derartiger Münzbelichtungswähler könnte auch in Verbindung mit einem Selbstverkäufer für fotografische Filme o. dgl. verbunden werden; die Benutzung des to Belichtungswählers könnte beispielsweise davon abhängig gemacht werden, daß zuvor durch Münzeinwurf ein Film gekauft wird.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    i. Gerät zum Bestimmen der Belichtungszeit für fotografische Aufnahmen, bei dem die verschiedenen Belichtungsfaktoren wie bei einer Drehschieber-Belichtungstabelle durch' mehrmaliges Be-
    ao tätigen einer Wählscheibe berücksichtigt werden, gekennzeichnet durch eine nach jeder Betätigung unter Federwirkung selbsttätig rücklaufende Wählscheibe (2) nach Art eines Selbstanschluß-Fern-Sprechgerätes und durch selbsttätig bei der Bedienung sich einschaltende optische oder akustische Warnvorrichtungen, welche Bedienungsfehler verhindern.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, welche den jeweiligen Stand des Wählvorganges erkennen lassen.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Verschlußscheibe (30), welche die Fenster zum Ablesen der Belichtungszeiten verschlossen hält, bis sämtliche Belichtungsfaktoren bei der Wählung berücksichtigt worden sind.
  4. 4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wählwerk nach Ausführung der vorgeschriebenen Anzahl · von Wählstufen gesperrt ist.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wählwerk gleichzeitig mit der Aufhebung der Sperrung selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückläuft.
  6. 6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die richtige Einstellung der Anfangsstellung für den Wählvorgang an einem optischen oder akustischen Zeichen erkennbar ist.
  7. 7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung für den Belichtungswähler, die nur durch Einwurf eines Geldstückes aufgehoben wird.
  8. 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhebung der Sperrung durch die Entnahme von Waren aus einem mit dem Belichtungswähler verbundenen Selbstverkäufer betätigt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1937I0059954 1937-12-17 1937-12-17 Geraet zum Bestimmen der Belichtungszeit fuer fotografische Aufnahmen Expired DE700947C (de)

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