DE700899C - Versteifungsweise fuer Schiffswandungen, insbesondere Tankschiffe - Google Patents
Versteifungsweise fuer Schiffswandungen, insbesondere TankschiffeInfo
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Description
B 180458
D'as Hauptpatent betrifft eine Versteifungsweise für Schiffswandungen, insbesondere
Tankschiffe, die von vier Begrenzungswänden umschlossen und durch sich kreuzende Versteifungen
versteift sind, von denen die als Rahmenträger ausgebildeten Versteifungen an zwei einander gegenüberliegenden Begrenzungswänden
abgestützt sind, während die die Rahmenträger kreuzenden und durch sie
hindurchgeführten Versteifungen ohne Verbindung mit den sie kreuzenden Begrenzungswänden sind, wobei der gegenseitige Abstand
der Rahmenträger größer ist als ihr Abstand von den Begrenzungswänden.
>5 Dabei sollen die durch die Rahmenträger hindurchgeführten Versteifungen vorzugsweise
unter Verbindung der Enden durch je eine Versteifung so kurz sein, daß zwischen ihren
Enden und den zu den Rahmenträgern parallelen Begrenzungswänden Plattenfelder größerer
Breite verbleiben, die unabhängig von dem System der sich kreuzenden Versteifungen
in an sich bekannter Weise nach den zuletzt genannten Begrenzungswänden hin gegebenenfalls
mittels besonderer Abstützglieder abgestützt sind.
Zwecks weiterer Vereinfachung dieser Ver; steifungsweise sollen nach der Erfindung die
die Rahmenträger kreuzenden Versteifungen und bei Verbindung der Enden der die Rahmenspanten
kreuzenden Versteifungen durch den Rahmenspanten parallel liegende Versteifungen
diese ebenfalls in an sich bekannter Weise durch trogartige Auspressungen oder
Vertiefungen der Lastaufnahmevvand, die auch aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut
sein können, gebildet werden.
Ferner sollen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bei Verwendung von zur
Abstützung der Randplattenfelder gegen ihre Begrenzungswände dienenden Abs.iLzgliedern,
deren an der zu versteifenden Wandung liegende Enden durch eine gemeinsame Verto
steifung verbunden sind, auch diese Versteifungen durch trogartige Auspressungen oder
Vertiefungen der Lastaufnahmewand, die auch aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut
sein können, gebildet werden. Wie bereits kurz erwähnt, sind trogartige Auspressungen oder Vertiefungen der Lastaufnahmewand,
die auch aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut sein können, an Stelle aufgenieteter oder aufgeschweißter Versteifungen
zu Versteifungszwecken im Schiffbau an sich bereits bekannt. Durch Anwendung dieser bekannten Maßnahme auf die nicht
bis zu den " Begrenzungswänden reichenden Versteifungen nach dem Hauptpatent ergibt
sich ohne Schwierigkeiten eine vereinfachende Weiterbildung des Gegenstandes dieses Patents,
da nicht bis zu den Begrenzungswänden reichende Vertiefungen Voraussetzung für die
Anwendung von Auspressungen der vorliegenden Art sind.
Auf der Zeichnung sind zum Zwecke der Erläiuerung mehrere Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine schematische Vorderansicht eines seitlichen und eines mittleren Querschottes
nach der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i.
Fig. 4 ist ein der Fig. 2 ähnlicher Schnitt durch eine Ausführungsform, bei der handelsübliche
Walzproille anwendbar sind.
Fig. 5 ist eine schematische Vorderansicht eines Längsschottes nach der Erfindung.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist die Erfindung in ihrer Anwendung auf die Querschnitte
eines Tankschiffes gezeigt. Das Schiff ist schematisch als aus einem Deck 30, Seitenwänden
31, einem Boden 32, einem Längsschott 33, einem seitlichen Querschott 34 und
einem mittleren Querschott 55 bestehend dargestellt.
Das seitliche Querschott 34 besteht aus einer Schottwand 36, die an ihrer Umfläche durch
gebräuchliche Mittel, wie z. B. die Schottrandprofile 37, mit dem Schiiisdeck 30, der
6a Seitenwand 31, dem Boden 32 und dem Längsschott
33 verbunden ist. An der Schottwand 36 und der Schiffsseite 31 sowie an dem
Längsschott 33 sind durch die Schiffsseite 31 und das Längsschott 33 getragene waagerechte
Rahmenträger 38 und Versteifungen 39 befestigt. Gegenüber den Rahmenträgern 38 sind an der Schottwand 36 ferner Winkelstützen 40 und 41 befestigt, die zu einer Erhöhung
der Tragfähigkeit und der Steifheit des Längsschottes 33 dienen. Die Winkelstützen
42 bilden mit den Rahmenträgern 38 ein einheitliches Ganzes und sind durch eine entsprechende Befestigung auf der Seitenwand
31 abgestützt. Die Schottwand 36 weist senkrechte Kanäle 43 auf. Die Kanäle 43 sind in
die Schottwand 36 eingewalzt, eingepreßt oder auf irgendeine andere Weise in sie eingearbeitet;
sie stellen auf den Rahmenträgern 38, welchen sie zugeordnet sind, abgestützte Versteifungen
dar, welche die mit ihnen aus *·> einem Stück bestehende Schottwand 36 zumindest
ebensogut tragen und versteifen, wie die bisher gebräuchlichen, in ähnlicher Weise
auf einer ununterbrochenen flachen Platte 36 angewendeten handelsüblichen gewalzten
Stahlprofile. Die Enden der Kanäle 43 wirken auslegerartig, indem sie über ihren zunächstliegenden
Rahmenträger 38 hinausragen oder vorstehen und im wesentlichen erst kurz vor dem Deck 30 und dem Boden 32 aufhören.
Das mittlere Querschott 35 besteht aus einer durch gebräuchliche Mittel, wie z. B. die
Schottrandprofile 45, an dem Schiffsdeck 30, dem Längsschott 33 und dem Boden 32 befestigten
Schottwand 44. An der Schottwand 44 sowie dem Schiffsdeck 30 und dem Boden 32 sind durch das Deck 30 und den Boden
32 getragene senkrechte Rahmenträger 46 befestigt. Ferner ist an der Schottwarid 44 und |o°
den Rahmenträgern 46 eine durch dieselben getragene Hilfsvers.eifung 47 befestigt. Außerdem
ist an der Schottwand 44 sowie den Längsschotten 33 und den Rahmenträgern 46 eine durch die Längsschotte 33 und die Rah- >°5
menträger 46 getragene HiJfsversteifung 48 befestigt. Die Schottwand 44 weist, wie gezeigt,
waagerechte Kanäle 49 und senkrechte Kanäle 50 auf. Die Kanäle 49 und 50 sind den Kanälen 43 ähnlich und können ähnlich
> '<> wie diese in die Schottwand 44 eingewalzt,
eingepreßt oder auf irgendeine andere Weise in sie eingearbeitet sein. Die Kanäle 49 dienen
als durch die Rahmenträger 46, welchen sie zugeordnet sind, abgestützte Versteifungen, n5
die den mittleren Hauptteil der Schottwand 44 abstützen und versteifen. Die Kanäle 50 wirken
als durch Winkelstützen 51 getragene Versteifungen zum Tragen und Abstützen der
den Längsschotten benachbarten Wandfiächen. lao
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ragen alle Versteifungen 49 und 50 über ihre zu-
nächstliegenden Abstützpunkte hinaus und bis nahe an die Begrenzungswände der ihnen in
der Längsrichtung gegenüberliegenden Versteifungen heran. Die durch die Längs-S
schotte 33 getragenen Winkelstützen 51 sind an der Schottwand 44 und den Längsschotten
33 befestigt. Dadurch, daß die Winkelstützen 51 zu den inneren Enden der seitlichen Rahmenträger
38 ausgerichtet sind und ihnen gegenüberliegen, läßt sich die gewünschte
Lagerung oder Begrenzung der Winkelstützen erreichen. Die oberhalb und unterhalb der
Kanäle 49 und 50 liegenden waagerechten Platten der Beplattung 44 und die unterhalb
der Enden der Kanäle 43 liegenden waagerechten Platten der Beplattung 36 dienen zur
Bildung eines Feldes von größerer Breite. Die Platten können, wie bei 39, 47 und 48
angedeutet, durch Versteifungen oder in irgendeiner anderen zweckmäßigen Weise örtlich versteift werden.
Wie die Fig. 4 z-eigt, können die kanalartig
vertieften Versteifungen 50 vollkommen gleichwertig durch die aus handelsüblichen WaIzprofilen
bestehenden gebräuchlichen Versteifungen 53 ersetzt werden. Das mittlere Querschott
52 entspricht mit Ausnahme der senkrechten Kanäle bzw. der kanalartigen Versteifungen
50 dem Schott35'nach der Fig. 1.
Als Ersatz für die kanalförmigen Versteifungen 50 sind hier je zwei U-eisenförmige Versteifungen
53 vorgesehen, die entsprechend den physikalischen Eigenschaften und der baulichen Wirksamkeit des Kanals 50 der
Schottwand 44 zu bemessen sind.
In den Fig. 5 und 6 ist die Erfindung in ihrer Anwendung auf die Längsschotte des in
den Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichten Schiffes dargestellt. Wie in der Fig. 1 sind auch hier
4<) das Deck 30, der Boden 32, die seitlichen
Querschotte 34 und die gegenüberliegenden Querschotte 3 S dargestellt, die eine Längsschottplatte
54 umspannen und begrenzen, mit der sie durch irgendwelche bekannte Mittel,
wie z.B. die Schottrandprofile 37 und 55, verbunden sind. Die Längsschottplatte 54 besteht
aus einer Schottwand 56. Art der Schottplatte 56 sowie dem Schiffsdeck 30 und dem
Boden 32 sind durch das Deck 30 und den Boden 32 abgestützte senkrechte Rahmeiiträger
57 befestigt. An der Schottwand 56 sind
ferner Hilfsversteifungen 58 und 59 befestigt. Wie gezeigt, weist die Schottwand 56 waagerechte
Kanäle 60 auf, die in ihrer Bauweise im wesentlichen mit den Kanälen 43, 49 und übereinstimmen. Die Kanäle 60 stellen
Versteifungen dar, die von den Rahmenträgern 57, welchen sie zugeordnet sind, getragen
werden und zum Abstützen und Versteifen des mittleren Hauptteils der Schottplatte 56
dienen.
Claims (2)
1. Versteifungsweise für Schiffs wandungen,
insbesondere Tankschiffe, mit sich kreuzenden Versteifungen, von denen die als Rahmenträger ausgebildeten Versteifungen
an zwei gegenüberliegenden Begrenzungswänden der zu versteifenden Wandung abgestützt sind, während die
die Rahmenträger kreuzenden Versteifun-
• gen vor den Begrenzungswänden aufhören, nach Patent 651778, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannten, die Rahmenträger kreuzenden Versteifungen und bei Verbindung der Enden der die Rahmenspanten
kreuzenden Versteifungen durch den Rahmenspanten parallel liegende Versteifungen
diese ebenfalls in an sich bekannter Weise durch trogartige Aus-Pressungen oder Vertiefungen der Lastaufnahmewand,
die auch aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut sein können, gebildet sind.
2. Bauart nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von zur
Abstützung der Randplattenfelder gegen ihre Begrenzungswände dienenden Abstützgliedern,
deren an der zu versteifenden Wandung liegende Enden durch eine go gemeinsame Versteifung verbunden sind,
auch diese Versteifungen durch trogartige Auspressungen oder Vertiefungen der Lastaufnahmewand,
die auch aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut sein können, gebildet sind.
Hierzu r Blatt Zeichnuniren
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