DE706884C - Achslagerdichtung mit Schlauchringen - Google Patents
Achslagerdichtung mit SchlauchringenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F15/00—Axle-boxes
- B61F15/20—Details
- B61F15/22—Sealing means preventing entrance of dust or leakage of oil
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Description
Es ist eine Achslagerdichtung bekannt, bei der ein endloser Schlauchring in den Notlaufkasten
des Achslagers einer Wagenachse eingesetzt ist, der, mit Druckluft aufgepumpt, einerseits am Notlauf umfang, anderseits an
den Seitenwänden des Notlaufkastens dichtend gegen ölaustritt und Schmutzeintritt anliegt.
Hierbei ist jedoch die Dichtwirkung aufgehoben, wenn der Dichtring undicht wird und seinen Innendruck und damit seine Anlagen
an den zu dichtenden Flächen verliert. Weiterhin folgt aber auch der gleichzeitig
radial und axial dichten sollende Schlauchring selbst im unbeschädigten Zustand nicht
«5 den bekannten Achsstößen in genügender
Weise, um auch im Verlauf dieser Stöße ein sicheres Dichten zu gewährleisten.
Diese Mängel der bekannten Anordnung werden erfindungsgemäß dadurch behoben,
»<· daß für die Dichtung am Notlaufumfang und
an den Notlaufkastenwänden getrennte Schlauchringe aus vulkanisiertem, ölbeständigem
Gummi verwendet werden, die in an sich bekannter'Weise in einem Gehäuse auf festem
Werkstoff gefaßt sind. Diese Ringe wirken hierbei durch die natürliche Elastizität ihres
Werkstoffes ohne Einfüllung eines Druckmittels, auch kommen sie unmittelbar ohne
Zwischenschaltung von Federn, Metallringen o. dgl. zur Wirkung. Der Wanddichtungsring
wird dabei unter Spannung derart um den Umfang des Gehäuses gelegt, daß er beiderseits
an den axialen Seitenwänden des Notlaufkastens dichtend, und zwar die Unebenheiten
der unbearbeiteten Wände ausfüllend, anliegt und nicht in die Durchlaßöffnungen
der Wände für die Achse hineinrutschen kann. Der am Notlaufumfang dichtende Schlauchring
oder zwei zweckdienlich durch eine feste Scheidewand getrennte Schlauchringe sind in 4«
einem inneren Ringkasten des Gehäuses mit Federung nach außen eingesetzt und darin auf
irgendeine bekannte Weise am Mitlauf mit der Achse verhindert und liegen mit leichter
Spannung am Notlaufumfang dichtend an, sind aber durch Gehäuseringwände von den Seitenwänden des Notlaufkastens geschieden.
Verwendet man einen Innenschlauchring, so kann man ihn, um ihm zwei Dichtungskanten
mit dazwischenliegendem Schmierung aufnehmendem Ringraum zu geben, mit gewünschtem
Querschnitt formpressen und einen den hohlen Ringraum erhaltenden festen
Ring aus verschleißfestem Werkstoff einlegen. Wählt man zwei innere Dichtungsschlauchringe,
so ergibt sich der Schmierungsring- «5 raum auf der Achse von selbst. Das Dichtungsgehäuse
ist entweder aus Leichtmetall gegossen oder gespritzt, aus Hartpreßstoff, und zwar stets unter symmetrischer Formgebung,
gepreßt oder aus zwei in gleicher *o Form gedrückten und dann in Spiegelbildanordnung
zusammengefügten Blechteilen hergestellt. Die neue Achslagerdichtung ist zwar in allen Wagenachslagern vorteilhaft zu verwenden,
von besonderer Bedeutung aber für die normalen Achslager der Reichsbahn gemäß der Zeichnung. Die bei diesen Lagern in
der Höhe längliche Ausbildung des Notlaufkastens bringt es bei günstigem Außendurchmesser
des Wanddichtungsschlauchringes mit sich, daß dieser in waagerechter Achsenmitte
an den schmalen Seitenwänden des Notlaufkastens federnd zur Anlage kommt. Hierdurch
wird auf natürliche Weise das Mitlaufen der Gesamtdichtung mit der Wagenwelle verhindert, während das bei starken
Achsstößen erforderliche Mitgehen der Gesamtdichtung um einige Millimeter mit der
Achse nicht gehindert wird. Bei richtiger Wahl des Gummiwerkstoffes für die Dichtungsschläuche
(eines etwas weicheren für den Außenring und eines zähen für die Innenringe) sowie der Schlauchwandstärken stellt
die neue Achslagerdichtung eine Dichtung von guter Wirksamkeit und langer Lebensdauer
dar.
In der Zeichnung ist in Abb. 1 ein Schnitt in Achsenrichtung durch den Notlaufkasten
eines Achslagers und durch die Dichtung dargestellt, in Abb. 2 ein Querschnitt durch
Kasten nebst Dichtung. Abb. 3 zeigt einen axialen Teilschnitt nach Linie A-B. Abb. 4
endlich enthält einen Achsenschnitt wie Abb. 1 mit etwas geänderter Dichtung.
In den Abbildungen bedeutet 1 einen Teil einer Wagenaclise mit dem Notlauf 2. Der
Notlaufkasten 3 hat die Seitenwände 4 in Achsenrichtung mit den Durchlässen 5 für
den Notlauf 2 (in Abb. 2 strichpunktiert), ferner die Seitenwände 6 senkrecht dazu, den
fio Boden 7 und den abnehmbaren Deckel 8; bei
ist der Anschluß an das Achslager. Das aus festem Werkstoff hergestellte Dichtungsgehäuse 10, das beispielsweise aus zwei in
gleicher Form gepreßten Blechhälften 11 und 12 zusammengesetzt ist, aber auch aus Hartpreßstoff
oder aus gegossenem oder gespritztem Leichtmetall hergestellt sein kann, besitzt
einen ovalen Außenring 13 und bildet mit seiner Ringwand 14 und zwei Seitenwänden
15 einen zum Notlauf 2 hin offenen Käfig 16, wobei die Seitenwände 16 bei 17 rings
um den Notlauf ein Spiel von etwa 2 mm haben. Um den ovalen Außenring 13
ist ein endloser hohler Schlauchring 18 aus vulkanisiertem Gummi mit Spannung gelegt,
der beiderseits federnd an den Kastenwänden 4 anliegt und, sich deren Unebenheiten
anschmiegend, den Schmierstoffaustritt vom Achslager her und den Schmutz- und Feuchtigkeitseintritt
von außen her verhütet. In den Innenkäfig 16 ist ebenfalls ein hohler
Schlauchring aus vulkanisiertem, ölbeständigem Gummi 19 (Abb. 1 bis 3) oder sind zwei
derartige Schlauchringe 20 mit Spannung nach außen eingelegt, die an den Ringkanten
21 auf dem Notlaufumfang schleifen und hier axial den Austritt von Schmierstoff und den
Eintritt von Schmutz und Staub in das Achslager verhindern. Wird ein Innenschlauchring
19 verwendet, so erhält dieser durch Heißpressung vorteilhaft den gezeichneten
oder einen .ähnlichen Querschnitt mit den Abweisekanten
21, die zwischeneinander einen hohlen Ringraum 2 bilden, in den man noch
einen festen Ring 23 aus verschleißfestem Werkstoff (Bronze oder Leichtmetall) zur Erhaltung
der Form einlegen kann; der Ringraum 22 dient auch zur Aufnahme eines festen Schmiermittels, um geringe Reibung der
Dichtung zu erhalten. Werden zwei Innen- >oo ringe 20 (Abb. 4) genommen, so sind diese
vorteilhaft durch eine mit den Gehäuseteilen 11, 12 fest verbundene Wand 24 zu trennen.
Endlich sind, etwa am inneren Umfang der Wand 14, kleine Zacken oder Zapfen 25 eingepreßt
oder angegossen, die sich in die Wandung der Schlauchringe 19 bzw. 20 eindrükken
und diese am Mitlaufen mit der Achse 1, 2 hindern.
Die Wirkungsweise der neuen Achslagerdichtung ist in Anlehnung an die Bewegung
der Wagenachse folgende: Im stoßfreien Lauf der Wagenachse 1, 2 ist die vor Einbau der
Wagenachse von oben her in den Notlaufkasten 3 eingesetzte, einbaufertig zusammengesetzte
Gesamtdichtung durch die elastische Anlage des äußeren Schlauchringes 18 an den
Kastenwänden 4 in der in der Zeichnung dargestellten Lage um den Notlaufumfang 2
schwebend gehalten, wobei die inneren Schlauchringe 19 bzw. 20 die Abdichtung auf
dem Notlauf 2 unverformt bewirken, wie auch
die Kastenwand.abdichtung durch den Schlauchring i8 erfolgt. Bei kleinen Achsstößen
bis zu etwa 2 mm Ausmaß nach oben oder unten behält das Gehäuse 10 mit dem
S Schlauchring 18 seine Lage im Notlaufkasten 3 bei; die Innenschlauchringe 19, 20
folgen an ihrem Innenumfang dem Notlauf, wobei, sie sich zwar leicht verformen, aber
ihre dichtende Anlage nicht verlieren. Bei stärkeren Achsstößen über 2 mm Ausmaß
stößt der Notlauf 2 bei 17 an den Gehäusewänden 15 an und verschiebt dabei das Gehäuse
10 im Notlaufkasten 3, ohne daß die Schlauchringe 19, 20 ihre Dichtwirkung am
Notlauf umfang verlieren oder im Querschnitt weiter verzerrt werden. Der Schlauchring 18
folgt entweder im ganzen der Bewegung des Gehäuses 10 oder dehnt sich, da er durch
elastisches Einzwängen zwischen Gehäuse 10 und den radialen Seitenwänden 6 des Notlaufkastens
etwa in Achsenmitte festgehalten wird, von hier aus dem Gehäuse folgend; die Dichtung an den Seitenwänden 4 durch den
Außenschlauchring 18 erleidet hierbei ebenfalls keine Unterbrechung. Beim Rückstoß
der Achse r, 2 bewegt sich zunächst das Gehäuse 10 wieder in die Mittellage und gegebenenfalls
darüber hinaus, und danach nehmen die Innendichtringe 19, 20 elastisch
am Rückstoß teil. Die Wirkungsweise der neuen Achslagerdichtung kann man also als
ein elastisches Spiel der beiden Schlauchringarten um den Notlauf umfang unter Ausnutzung
der natürlichen inneren Federkraft des vulkanisierten natürlichen oder künstlichen
Gummis in Verbindung mit der Form des endlosen Schlauchringes bezeichnen. Die in der Zeichnung dargestellte Ausbildung des
Gehäuses 10, die Querschnittsformen der Schlauchringe 18, 19, 20 und die Verbindung
von Gehäuse und Schlauchringen ist als beispielsweise Ausführung der neuen Achslagerdichtung
zu betrachten; besonders durch Änderung der Schlauchquerschnitte können sich noch Vereinfachungen ergeben.
Claims (4)
1. Im Notlauf kasten angeordnete Achslagerdichtung,
die durch Verwendung endloser, in einem Gehäuse auf festem Werkstoff gefaßter Schlauchringe aus vulkanisiertem
Buna o. dgl. auch bei Achsstößen dichtend wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung am Notlaufumfang (2)
einerseits und an den Notlaufkastenwänden (4) anderseits getrennte Schlauchringe
(18, 19 bzw. 18, 20) dienen, die ■ohne Füllung mit einem Druckmittel
lediglich durch die natürliche Elastizität des Werkstoffes wirksam sind.
2. Achslagerdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der in einem
den Notlauf umfassenden Ringteil (1) des Gehäuses (10) eingelegte Schlauchring
(19) mit länglichem Querschnitt und zwei dichtenden Ringkanten (21) versehen
ist.
3. Achslagerdichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem zwischen den Dichtkanten (21) des Schlauchringes (19) gebildeten Hohlring
(22), der zur Ölhaltung dient, ein die Form dieses Hohlringes beibehaltender
Ring (23) aus verschleißfestem Werkstoff eingefedert ist»
4. Achslagerdichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei innere,
auf dem Notlauf (2) dichtende Schlauchringe (20), die durch eine feste Mittelwand
(24) des Gehäuses (10) getrennt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
IiERLTN'. GEDItUCKT IN I)EU
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL98468D DE706884C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Achslagerdichtung mit Schlauchringen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL98468D DE706884C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Achslagerdichtung mit Schlauchringen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE706884C true DE706884C (de) | 1941-06-07 |
Family
ID=7288866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL98468D Expired DE706884C (de) | 1939-07-11 | 1939-07-11 | Achslagerdichtung mit Schlauchringen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE706884C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006882B (de) * | 1952-10-22 | 1957-04-25 | Nat Motor Bearing Co Inc | Dichtungseinsatz fuer die Achsschenkel von Eisenbahnwagen od. dgl. |
-
1939
- 1939-07-11 DE DEL98468D patent/DE706884C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006882B (de) * | 1952-10-22 | 1957-04-25 | Nat Motor Bearing Co Inc | Dichtungseinsatz fuer die Achsschenkel von Eisenbahnwagen od. dgl. |
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