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DE706455C - Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen - Google Patents

Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen

Info

Publication number
DE706455C
DE706455C DED77824D DED0077824D DE706455C DE 706455 C DE706455 C DE 706455C DE D77824 D DED77824 D DE D77824D DE D0077824 D DED0077824 D DE D0077824D DE 706455 C DE706455 C DE 706455C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver
palladium
alloy
temperatures
platinum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED77824D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Wilhelm Froehlich
Dr Hermann Holzmann
Johannes Schatz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED77824D priority Critical patent/DE706455C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE706455C publication Critical patent/DE706455C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • H01H85/06Fusible members characterised by the fusible material

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

  • Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden für elektrische Schmelzsicherungen r Es- ist vorgeschlagen worden, hochbeanspruchbare elektrische Schmelzfäden aus Feinsilber und aus Feingold für elektrische Sicherungen zu verwenden, die in Öfen für höhe Temperaturen, z. B. in mit Gas; Öl oder elektrisch beheizten Schmelzöfen, angeordnet werden sollen: Derartige Schmelzfäden haben den Zweck, bei. einer ganz bestimmten Temperatur im Arbeitsraum des Ofens, durchzuschmelzen und .dadurch de Wärmezufuhr zum Ofen unbedingt und zwangsläufig abzusperren.-Es wurde nun :immer- wieder festgestellt, daß die Schmel=zfäden aus Feingold und aus Feinsilber den an sie zu stellenden Hauptbednngungen, nämlich :der zuverlässigen Beibehaltung ihres Schmelzpunktes unter allen vorkommenden Arbeitsverhältnissen, nicht genügen. So wurde im besonderen z. B. festgestellt, daß Feinsilberdrähtebei Betriebstemperaturen des Ofens m Bereich von 88o bis 92ö' C bereits _nach q, bis 14 Tagen -durchschmelzen. Wahrscheinlich wird der Schmelzpunkt des Silbers unter =den zumeist herrschenden Bedingüngendurch unerwünschte Sauerstoffaufnahme und interkristallins Korrosion herabgesetzt. Es genügtdann bereits eine kleine ebenso , wie eine kurze Überschreitung der Höchsttemperatur (Solltemperatur) im Arbeitsraum;T daß der Silberdraht durchschmilzt oder bricht und damit unbrauchbar wird.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man in jeder Hinsicht -hochbeanspruchbare Schmelzfäden @ erhält, wenn man für die Fäden eine-Legierung verwendet, !die aus einem der Metalle Gold oder Silber in Mengen über -etwa 50% und als Rest aus einem oder beiden .der Platinmetalle Platin und Palladium bestehen.
  • Legierungen dieser -Zusammensetzungen sind an sich und -für die verschiedensten Zwecke bekannt. In allen Fallen jedoch sind die Legierungen nur für Gegenstände bekannt geworden, die nichtderartigen Erwärmungen ausgesetzt werden sollen, die bis unmittelbar an den Schmelzpunkt der Legierungen reichen, so ;daß die Legierungen gewissermaßen grenzbeansprucht werden. Außerdem sind die bekannten Legierungen niemals für solche Gegenstände vorgeschlagen worden, die Pendelungen in der Erwärmung, und zwar in der Nähe des Schmelzpunktes der Legierung aushalten müssen.
  • Es, war daher überraschend, daß Legierungen aus Gold oder Silber in Mengen über etwa 500b und aus Platin und/oder Palladium für hochbeanspruchibare Schmelzfäden in Hochtemperaturöfen geeignet sein würden, da derartige Schmelzfäden Pendelungen in :der Erwärmung bei gleichzeitiger Grenzbeanspruchung bis unmittelbar an den Schmelzpunkt aushalten müssen.
  • Die Schmelzfäden nach der Erfindung ändern ihren Schmelzpunkt auch bei den ungünstigsten Betriebsbedingungen reicht und erweisen sich selbst den heftigsten Angriffen der sehr agressiven Ofenatmosphäre gegen'-über völlig beständig. Auch die elektrischen und thermischen sowie die Festi.gkeitsefgenschaften bleiben in unveränderter Güte erhalten. Insbesondere aber zeichnen sich die Legierungen durch eine überraschende strukturelle Nichtveränderbarkeit beim Erhitzen und durch die Gewährleistung eines kurzen reproduzierbaren Schnielzintervalles aus. Im Augenblick :der Erreichung .und Überschreitung des Schmelzpunktes schmelzen die Fäden sofort durch und unterbrechen dementsprechend den elektrischen Stromkreis unbedingt zuverlässig. Alle diese Vorteile -bleiben auch bei längstem Dauerbetrieb erhalten.
  • Im besonderen wurde gefunden, daß für Goldlegierungen solche sehr geeignet sind, die aus Gold mit einem Zusatz von 0,05 bis 50 °/0 Palladium ibestehen. So sind für Absicherungstemperaturen bis etwa i ioo° C solche Legierungen sehr brauchbar, .die 980[o Gold und :20/0 Palladium enthalten, für Absicherungstemperaturen bis etwa 1350 bis 1355° C bewähren sich solche Legierungen vorzüglich, die,8o "/o Gold und 2o llo Palladium enthalten.
  • Silberlegierungen bestehen gemäß ,der Erfindung vorzugsweise aus Silber mit einem Zusatz von o,o5 bis 50% Palladium und/oder von 0,05 bis 3004 Platin.
  • Im besonderen wurde ferner gefunden, :daß die Schmelzfäden nach der -Erfindung bei einer Ofentemperatur von- 9oo bis 95o° C besonders beständig sind, wenn sie aus 92,1[(, Silber + 8% Palladium bestehen. Legierungen aus 8o°lo Silber 'und 2o00 Palladium sind vorzüglich geeignet bei Temperaturen bis etwa iioo° C; solche Legierungen aus z. B. ;704 Silber und 230l0 Palladium sind brauchbar (bis io6o° C, solche aus 5o'[, Silber und 50°1o Palladium sind gut verwendbar bis 125o° C. Legierungen aus 8o0/, Silber und 20% Platin sind b rauchbar bis 96o° C, solche aus 8o 04 Silber, 9 04 Palladium und i 10/0 Platin z. B. brauchbar bis iooo° C. Alle diese Legierungen sind besonders geeignete Austauschmaterialien z. B. für Feinsilberdrähte. -Die Zusammensetzung der Legierungen für die Schmelzfäden wird vorzugsweise unter Berücksichtigung der vorbestimmten Durch-Schmelztemperatur des Fadens gewählt.
  • Vorzugsweise werden die Schmelzfäden in Form von Bändern oder Drähten, gegebenenfalls auch zu mehreren verwendet. Zweckmäßig beträgt die Länge ,des den hohen Temperaturen auszusetzenden Teiles des Fadens ein Vielfaches, z. B. etwa das 45ofache der Länge der Seite der quadratisch gedachten Querschnittsflächen. Die tatsächliche Qüerschnittsform des Fadens kann beliebig z. B. rund oder rechteckig sein: Weiterhin werden' zweckmäßig die Oberflache und die Querschnittsfläche des Fadens so bemessen, daß die Oberfläche des -den hohen Temperaturen auszusetzenden Teiles ein Vielfaches; z. B. etwa das 16oofache der Querßchn.ittsfläche beträgt.
  • Es wurde ferner noch gefunden, :daß die Größen des spezifischen Widerstandes, insbesondere .Querschnitt und Länge des Fadens, so zu wählen sind, daß hindurchfließende Ströme, die zur Betätigung üblicher, z. B. , elektrischen Heizstrom unterbrechender Relais ausreichen, praktisch keine oder nur eine im Vergleich zur Aufheizung von außen vernachlässigbare Temperaturerhöhung bewirken. Der durch den Faden flließende Steuerstrom braucht, wie festgestellt wurde, in keinem bestimmten Verhältnis zu dem Heizstrom zu stehen. Allerdings wird zweckmäßig darauf geachtet, daß die vom Steuerstrom entwickelte Wärme in jedem Falle möglichst gering ist im Vergleich zu derjenigen, welche durch den Hauptstrom erzeugt wird.
  • Der Schmelzfaden nach der Erfindung ist für die verschiedensten Zwecke anwendbar, z. B. auch für Heizgeräte, die mit Gas oder mit Öl beheizt werden. Der Schmelzfaden kann hier ebenso wie :bei elektrischen Ofen in einen Steuerkreis eingefügt werden, in dem sich auch ein Relais befindet, das die Heizmittelzufuhr zum Ofen o. dgl. beim Durchschmelzen des Drahtes undbeim Unterbrechen des Steuerstromkreises sperrt.
  • Anwendungsbeispiel: Ein aus einer Legierung aus 920,(o Silber mit einem Zusatz von 8% Palladium bestehender Schmelzfaden nach er Erfindung wurde ebenso wie ein Draht aus reinem Silber in einem elektrischen Ofen angeordnet. Während der Draht aus reinem Silber bereits nach io Tagen grobkristallin wurde und zu Bruch ging, war der Silb,er-Palladium-Draht noch nach, 4 Monaten intensiven Betriebes :des Ofens unverändert gebrauchsfähig, so -daß er sich z. B. ebenso biegen ließ wie vor seiner Inbetriebnahme.
  • Ausführungsformen des Schmelzfadens nach der Erfindung sind als Beispiele in der anliegenden Zeichnung schematisch wiedergegeben.
  • A4b. i zeigt eineSeitenansicht eines Schmelzfadens mit -die Enden Übergreifenden Muffen; Abb.2 gibt einen Querschnitt nach -der Linie A-B der Abb. i wieder; Abib,. 3 stellt einen Schirielzfaden -in Form eines gewellten Bandes mit verbreiterten Ansatzstücken an den Enden dar; Abb. 4 veranschaulicht die zu' A.bb. 3 he= hörige -Ansicht von oben; Abb. 5 zeigt schließlich eine Seitenansicht einer .bevorzugten Ausführungsform, bei welcher der Schmelzfaden Schleifenform hat und von einer .Kapillare abgestützt wird.
  • Im einzelnen bezeichnet i den ietwä zylindrischen Schmelzfaden, :der z: B. aus- einer Legierung aus 92 °/o Silber mit 8 0% Ralla:diüm besteht. 2bezechnet eine das eine Ende des Fadens überfangende Muffe, an welcher ein Anschlußleiter angebrgcht Werden kann.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 und 4 bedeutet 3 den bandifärmig gewundenen Schmelzfaden, 4 einen:- Zwischenraum zwisehen zwei Windungsteilen des Fadens: Mit 5 und 6 sind -die verbreiterten Ansatzstücke an den Enden bezeichnet, während 7 eine Durchtritlsöffnung -in einen der verbreiterten Ansätze bedeutet; :die Öffnung ist z. B. zur Aufnahme eines Schraubenbolzens geeignet.
  • Bei' der Ausführungsform und Anordnung nach Abb. 5 sind :die beiden Zuleitungen zum Schmelzfaden mit 9 und io, -die- Anschlußkontakt@ zwischen Zuleitungen und Schmelzfaden mit i i bew. 1:ä bezeichnet. Die Kontakte- sind -auf einem Isolierkörper ,13 :angeordnet, der ebenso wie die Kontakte:in einem Gehäuse 14 untergebracht ist, das einen Einführungsstutzen 15 für de Zuleitungsdrähte und einen weiteren Stutzen 16 aufweist; mit dem es in eine Bohrung der Ofenwandung 17 eingesetzt ist. In den Stutzen 16 ist ein vorzugsweise aus einem ziemlich grobporigen keramischen Material bestehendes Schutzrohr 18 eingesetzt, das am anderen Ende abgeschlossen ist. Das Schutzrohr ist z. B. 40 cm lang. Innerhalb. des Rohres ist eine Zweilochkapillare ih angeordnet, die in axialer Richtung aus .Abschnitten von z:. B. io cm Länge zusammengesetzt ist., Innerhalb der Kapillarbohrungen ist .die Schmelzfadenschleife 8 gemäß,der Erfindung vorgesehen, deren freie Enden zu :den Kontakten i z und 12 geführt sind. 2o bezeichnet schematisch eine Heizwicklung.

Claims (4)

  1. Pr1TENTANS-PRÜcHR: i. Verwendung -einer Legierung,- bestehend aus einem der Metalle Gold und Silber -in Mengen Tiber etwa 5o0/, und als Rest aus einem oder beiden .der Platinmetalle Platin und Palladium, für hochbeanspruchbare elektrische Schmelzfäden für Sicherungen in z: B: mit Gas, Öl oder elektrisch beheizten Schmelzöfen für hohe Temperaturen.
  2. 2. Verwendung einer Legierung nach Anspruch r, bestehend aus 98 0% Gold und 2"/p Palladium, für Absicherungstempera -euren bis etwa i ioo° C; und einer Legierung, bestehend aus 8o °/o Gold und 2o"/, ,: Palladium, für. Absicherungstemperaturen bis etwa 135o bis z-355° C:
  3. 3. Verwendung- einer Legierung nach: Anspruch i, bestehend aas 9a:ä/o Silber und 8°;/o Palladium, für Absicherungstemperaturen bis etwa goo bis 95o° C, einer Legierung aus -77°[, Silber und :23010 Palladium, füeAbsicherungstemperaturen bis etwa iö6o° C; einer--Legierung aus 8o0/0 Silber und 2o0/0 Palladium, für Ab-' sicherungstemperaturenbis etwa iioo°-C, einer Legierung aus 5o o%: Silber und 50'4 Palladium, für Absicherungstemperaturen bis etwa i25o° C, einer Legierung aus 8o 0/Q Silber und :2o % Platin, für Absicherungstemperaturen bis etwa 96o° C, und einer Legierung aus 8o04 Silber, g°% Pälladium-und i i-% Platin, für Absicherungs,-temperaturen bis etwa iooo° C.
  4. 4. Schmelzfaden zur Verwendung -nach Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Gestaf einer teilweise durch ein Kapillarrohr abgestützten Schleife, wobei die Länge des den hohen Temperaturen auszusetzenden Teiles der Schleife zweckmäßigerweise etwa -450fach so .groß wie die. Seite :der quadratisch gedachten. Ouerschnittsfläche und: die Oberfläche des den hohen Temperaturen auszusetzenden Teiles der Schleife zweckmäßi:gerweise etwa 16oofach so groß ist wie -die (Querschnitts- -fläche.
DED77824D 1938-04-22 1938-04-22 Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen Expired DE706455C (de)

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DED77824D DE706455C (de) 1938-04-22 1938-04-22 Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen

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DED77824D DE706455C (de) 1938-04-22 1938-04-22 Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE706455C true DE706455C (de) 1941-05-27

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DED77824D Expired DE706455C (de) 1938-04-22 1938-04-22 Hochbeanspruchbarer Schmelzfaden fuer elektrische Schmelzsicherungen

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DE (1) DE706455C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3479630A (en) * 1968-05-14 1969-11-18 Chase Shawmut Co High voltage fuse particularly for circuits including solid state devices

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3479630A (en) * 1968-05-14 1969-11-18 Chase Shawmut Co High voltage fuse particularly for circuits including solid state devices

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