DE705237C - Dynamobuerste - Google Patents
DynamobuersteInfo
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- DE705237C DE705237C DES132947D DES0132947D DE705237C DE 705237 C DE705237 C DE 705237C DE S132947 D DES132947 D DE S132947D DE S0132947 D DES0132947 D DE S0132947D DE 705237 C DE705237 C DE 705237C
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Links
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
- H01R39/00—Rotary current collectors, distributors or interrupters
- H01R39/02—Details for dynamo electric machines
- H01R39/18—Contacts for co-operation with commutator or slip-ring, e.g. contact brush
- H01R39/20—Contacts for co-operation with commutator or slip-ring, e.g. contact brush characterised by the material thereof
Landscapes
- Motor Or Generator Current Collectors (AREA)
Description
- Dynamobürste Dynamobürsten werden durch einen Druckfinger auf die Kollektorfläche bzw. Schleif-.
- ringfläche gedrückt. Der Druckfinger gräbt mit der Zeit in die Oberfläche der Kohle eine Vertiefung, durch die er in seiner freien Bewegung gehemmt ist. Zur Beseitigung dieses Nachteils sind besonders verschleißfeste Isolationsstücke in den Bürstenkopf an der Stelle eingesetzt worden, an der der Druckfinger angreift. Zu diesem Zweck mußte die Bürste besonders bearbeitet werden, indem beispielsweise Isolationsmassen in Ausspaarungen eingestrichen wurden, die nachträglich erhärteten. Die besondere Bearbeitung des Bürstenkopfes und die Einpaßarbeit des Hartisolationsstückes sind kostspielig. Außerdem ist die Fläche, an der der Druckfinger angreifen kann, begrenzt.
- Auch ist schon vorgeschlagen worden, auf die Bürste eine Isolationsschicht aus Kunstharzpreßstoff nach dem Druckhitzeverfahren aufzubringen. Das Druckhitzeverfahren hat aber erhebliche Nachteile, die im wesentlichen darin bestehen, daß die Stellen, ,an denen die Isolationsschicht aufgebracht werden soll, von einer Form zur Aufnahme eines Pulvers umgeben werden müssen. Nachdem die Form mit Pulver gefüllt ist, muß das Pulver unter hohem Druck und Anwendung von Hitze einige Zeit zusammengepreßt werden, wodurch das Kunstharz die gewünschte Form erhält. Nach dem Erhärten des Kunstharzes muß die Bürste noch von dem Grat befreit werden. Dynamobürsten mit nach dem Druckhitzeverfahren hergestellten Isolationsschichten sind also teuer und daher unwirtschaftlich. Man braucht nur an die große Zahl von verschiedenen Bürstentypen zu denken, für die jeweils eine eigene Form nötig wäre, um dann auf umständliche Art die Isalotion aufzubringen. Außerdem gibt es Dynamobürsten, die absichtlich eine besonders weiche Struktur mit geringer Materialfestigkeit bei der Herstellang erhalten. Für solche Bürsten kommt das Aufbringen von Isolationsmasse nach dem Druckhitzeverfahren nicht in Frage. weil die Bürsten bei den dabei üblichen Drücken zer= stört werden würden.
- Alle obenerwähnten Nachteile sind bei einer Dynamobürste mit einem durch Kunstharz isolierten Kopf dadurch vermieden, daß die Isolation aus einer Glasur besteht. Die Glasur wird beispielsweise als zähflüssige Kunstharzlösung aufgebracht, die durch Wirkung eines der Lösung zugesetzten Katalysators erhärtet. Man verfährt z. B. so, daß die mit Katalysator versehene Kunstharzlösung bei normaler Temperatur lediglich auf die mit der Isolationsschicht auszurüstende Bürstenfläche aufgetragen wird, wobei durch die anfangs vorhandene Dünnflüssigkeit ein gutes Eindringen und Verankern in den Poren der Bürste stattfindet. Die Kunstharzlösung erhärtet bei Zimmertemperatur, wobei durch Wirkung der Oberflächenspannung der noch nicht erstarrten Flüssigkeit eine besonders dichte, hochglänzende Grenzfläche (Haut) entsteht, deren Härte durch die zusätzlich auftretenden Schrumpfkräfte während der Erhärtungszeit gesteigert wird.
- Derartige Glasuren ergeben nach dem Erhärten eine hervorragend glatte und äußerst widerstandsfähige Oberfläche trotz eines Mindestaufwandes an Glasurmasse. Es lassen sich Bürsten jeder beliebigen Form in einfacher Weise mit einem derartigen Überzug versehen, ohne daß zusätzliche Einrichtungen dafür gebraucht werden.
- Ein Ausführungsbeispiel einer Bürste nach der Erfindung ist in der Abbildung schematisch dargestellt. Die Kohlebürste ist mit i bezeichnet; sie hat an ihrem Kopf eine Glasur 2, auf die der Druckfinger drückt. Mit 3 ist die Stromzuleitung zu der Bürste bezeichnet.
- Die Kunstharzglasur schützt nicht nur den Bürstenkopf gegen Einarbeiten des Druckfingers, sondern sie hat noch den weiteren Vorteil, daß die Bürsten bei umlaufenden Maschinen einen außerordentlich ruhigen Lauf haben. Die Erklärung ist in erster Linie darin zu sehen, daß die harte, glänzende G1asuroberfläche außerordentlich glatt ist, so daß sich der Druckfinger beim Auftreten von Schwingungen an der glatten Oberfläche mit geringster Reibung in ganz geringem Umfang gleitend bewegen kann, wodurch die Schwingungen unschädlich werden. Während also der Druckfinger bisher eine Art stauchend; Bewegung unter Zerstörung des Werkstoffes ausführte, wobei die sich dadurch loslösenden Teilchen den Werkstoff noch schneller zerstören helfen, gleitet er jetzt über die Glasur, ohne in das Material einzudringen. Diese. vorteilhafte Wirkung der Kunstharzglasur tritt in besonderem Maße ein, wenn der Druckfinger nicht auf einem horizontalen, sondern auf einem schrägen Bürstenkopf aufsitzt.
- Der besonders ruhige Lauf der Bürste bei Dynamomaschinen und Motoren ist hinsichtlich einer gleichmäßigen Stromverteilung von größter Wichtigkeit, wenn mehrere an einem Bürstenbolzen parallel geschaltete Bürsten zur Stromübertragung verwendet werden. Beim Auftreten von Vibrationen einzelner Bürsten ändert sich sofort deren Übergangsspannung und damit der Stromdurchgang, wodurch Überlastungen anderer Bürsten und Störungen allgemeiner Art, wie Feuern der Bürsten, Angriff des Kollektors usw., unausbleiblich sind. Diese Nachteile sind bei Verwendung von Bürsten nach der Erfindung vermieden, weil diese einen besonders ruhigen Lauf haben.
Claims (2)
- PATENTA_XsPni;c1-tE: t. Dynamobürste mit gegen den Druckfinger durch Kunstharz isoliertem Kopf, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolation (2) aus einer Glasur besteht.
- 2. Verfahren zum Herstellen von Dynamobürsten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Kopf eine aus einer zähflüssigen Kunstharzlösung entstehende Glasur aufgebracht wird, die durch Wirkung eines der Lösung zugesetzten Katalysators erhärtet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES132947D DE705237C (de) | 1938-07-12 | 1938-07-12 | Dynamobuerste |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES132947D DE705237C (de) | 1938-07-12 | 1938-07-12 | Dynamobuerste |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE705237C true DE705237C (de) | 1941-04-21 |
Family
ID=7539244
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES132947D Expired DE705237C (de) | 1938-07-12 | 1938-07-12 | Dynamobuerste |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE705237C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE922460C (de) * | 1948-10-02 | 1955-01-17 | Steinkohlenbergwerk Hannover H | Formkoerper aus Kohle und keramischen Stoffen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
-
1938
- 1938-07-12 DE DES132947D patent/DE705237C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE922460C (de) * | 1948-10-02 | 1955-01-17 | Steinkohlenbergwerk Hannover H | Formkoerper aus Kohle und keramischen Stoffen und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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