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DE705028C - Herstellung von filmbildenden waessrigen Suspensionen hochmolekularer, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte - Google Patents

Herstellung von filmbildenden waessrigen Suspensionen hochmolekularer, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte

Info

Publication number
DE705028C
DE705028C DES135255D DES0135255D DE705028C DE 705028 C DE705028 C DE 705028C DE S135255 D DES135255 D DE S135255D DE S0135255 D DES0135255 D DE S0135255D DE 705028 C DE705028 C DE 705028C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
condensation products
film
sulfur
production
aqueous suspensions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES135255D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Jage
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE
Original Assignee
SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE filed Critical SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE
Priority to DES135255D priority Critical patent/DE705028C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE705028C publication Critical patent/DE705028C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/03Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in aqueous media
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L81/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D181/00Coating compositions based on macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur, with or without nitrogen, oxygen, or carbon only; Coating compositions based on polysulfones; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D181/04Polysulfides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2381/00Characterised by the use of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen, or carbon only; Polysulfones; Derivatives of such polymers
    • C08J2381/04Polysulfides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Herstellung von filmbildenden wäßrigen Suspensionen hochmolekularer, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte Es ist bekannt, daß man durch Umsetzung von mehrfach negativ substituierten organischenVerbindungen, z. B. Dihalogenparaffinen, mit anorganischen, wasserlöslichen Polysulfiden-hochmolekulare, schwefelhaltige Kondensationsprodukte erhält, welche in ihren Eigenschaften dem Kautschuk ähneln. Nimmt man die Kondensation im wäßrigen Medium unter Zugabe von anorganischen Dispersionsmitteln, wie z. B. frisch gefälltem Magnesiumhydroxyd, und gegebenenfalls unter Mutverwendung organischer Schutzkolloide vor, so erhält man die Kondensationsprodukte in einer fein verteilten Suspension in Wasser, die im folgenden kurz Latex genannt wird. Dieser Latex wird ausgewaschen, durch Behandeln mit -Säure koaguliert und durch anschließendes Walzen in kautschukähnliche Felle übergeführt, die zur Herstellung weichkautschukartiger Artikel verwandt werden.
  • Es ist ferner bekannt, daß die auf die geschilderte Weise erhaltenen Kondensationsprodukte außenordentlich lösungsmittelfest sind; sie werden durch die meisten organischen Flüssigkeiten weder gelöst noch gequollen und haben infolge dieser Lösungsmittelbeständigkeit in der Technik bereits weitgehend Anwendung gefunden. Einer allgemeinen Verwendung dieser Produkte sind aber gerade wegen dieser Lösungsmittelbeständigkeit Grenzen gesetzt insofern, als man sich bisher darauf beschränken' mußte, diese Produkte in der durch Koagulation erhaltenen festen Form zur Verarbeitung und Anwendung zu bringen und keine Möglichkeit bestand, sie durch Herstellung von Lösungen als Streichpasten undZemente für Anstrichzwecke oder für Überzüge oder Imprägnierungen zu vertu enden.
  • Es lag nahe, für diese Anwendungsgebiete den ursprünglich erhaltenen Latex zu verwenden. Der Verwendung des auf die oben beschriebene `'eise hergestellten Latex als solchem aber steht die Tatsache entgegen, daß es nicht gelingt, aus diesem Latex durch einfaches Eintrocknenlassen in der Kälte oder in der Wärme zusammenhängende Schichten oder Filme zu erhalten. Vielmehr entstehen beim Eintrocknen dieses Latex mehr oder ,Veniger rissige, unzusammenhängende und schlecht klebende >Massen, die zudem noch infolge ihres Gehaltes an anorganischen Dispersionsmitteln, z. B. Magnesiumhydroxyd, nicht unbedingt wasserfest, säurebeständig und porenfrei sind.
  • Es wurde gefunden, daß man einen als :anstrich-, Imprägnier- und Klebemittel verwendbaren, d. h. also einen zusammenhängenden Film bildenden Latex auf folgende Weise herstellen kann: Der auf die normale bekannte Art hergestellte und ausgewaschene Latex wird vorsichtig unter Vermeidung der Koagulation mit verdünnter wäßriger, nicht oxydierend wirkender Säure. bis zur Erreichung eines pH-Wertes von .l bis 6,5 versetzt. Nach Beendigung dieser Behandlung mit Säure wird ein Neutralisationsmittel, z. B. verdünntes, w:ißriges Ammoniak, zugegeben, bis der pH-Wert wieder auf ; bis S gestiegen ist. Nunmehr wird dieser so gewonnene Latex mit Wasser durch mehrmaliges Dekantieren ausgewaschen. Es hat sich herausgestellt, daß eine Koagulation des Latex im allgemeinen beim Ansäuern bis PH = 4. nicht eintritt. Zweckmäßigerweise wird aber nicht über pH= 6 hinausgegangen, um einen unnötigen Säure- und Neutralisationsmittelverbrauch zu vermeiden. Ein Fortlassen der Zugabe des Neutralisationsmittels hat zur Folge, daß der angesäuerte Latex beim Auswaschen leicht koaguliert. , Beispiel i Zoo g einer aus Äthylenchlorid und Natriumtetrasulfid in Anwesenheit von Magnesiumhydroxyd als Dispersionsmittel hergestellten wäßrigen Suspension eines hochmolekularen Kondensationsproduktes mit einem Trockengehalt von etwa i 2 oo und einem Aschegehalt von etwa 20'o, berechnet auf Trockensubstanz, werden unter gutem Rühren bei Zimmertemperatur langsam mit :1o ccm 2 n-Salzsäurelösung versetzt. Dabei stellt sich ein PH-Wert von 6 ein. Nun werden ioccm o,2n-Ammoniaklösung eingetropft, wobei der PH-Wert auf 7,5 .steigt. Man läßt die Suspension ab-' sitzen, zieht die über dem Kondensationsprodukt stehende Flüssigkeit ab und wäscht zweimal mit je ioooccm Wasser durch Dekantieren aus. Der nach dieser Behandlung vorliegende Latex besitzt nunmehr die erwähnten filmbildenden Eigenschaften. Er enthält nur noch etwa o.5 0;'o Asche, berechnet auf Trockensubstanz.
  • An Stelle von Salzsäure können auch andere Säuren verwandt werden mit Ausnahme von oxydierend wirkenden Säuren, wie z. B. Salpetersäure oder Chromsäure. Das Ammoniak kann durch andere neutralisierend wirkende Stoffe, wie Alkalien oder basische Salze, ersetzt werden.
  • Der aus dem erfindungsgemäß hergestellten Latex entstehende zusammenhängende, rißfreie Film zeichnet sich durch gute chemische und physikalische Eigenschaften aus. Dadurch, daß das Produkt nach der oben geschilderten Behandlung nahezu keine anorganischen Verunreinigungen (Dispersionsmittel) mehr enthält, ist es in hohem Maße undurchlässig gegen Wasser, selbst gegen wäßrige Säuren, z. B. hochkonzentrierte wäßrige Salzsäure, da gerade diese Dispersionsmittel gegen Feuchtigkeit, wäßrige Säure usw. empfindlich sind und sich auf den inneren Zusammenhalt des Films nachteilig auswirken können. Ebenso ist es außerordentlich widerstandsfähig gegen Einwirkung von organischen Stoffen; es ist z. B. quellfest und lösungsmittelfest gegen aliphat.ische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Treibstoffe, Lösungsmittel, Öle usw. Es ist auch in hohem Maße alterungsfest, witterungsbeständig und unempfindlich gegen Ozon. Das Produkt zeigt also die gleichen hochwertigen Eigenschaften wie die aus einem normalen Latex durch Koagulation mit Säure gewonnene plastische Masse.
  • Es ist auf die geschilderte Weise möglich geworden, durch Verwendung der gemäß dem vorliegenden Verfahren zu erhaltenden wäßrigen Suspension Anstriche, Überzüge, Imprägnierungen usw. mit den bereits genannten Eigenschaften herzustellen. Man kann die Suspension entweder für sich allein oder iu Verbindung oder in Mischung mit anderen Materialien, wie Farbstoffen, Füllstoffen usw. verwenden und kann sie in ähnlicher Weise; wie es von den hochpolymeren, kautschukähnlichen, schwefelhaltigen Kondensatibnsprodukten bereits bekannt ist, durch eine Hitzebehandlung, die mit oder ohne Zusätze Vor-: genommen werden kann, weiter verfestig. : .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von film V bildenden wäßrigen Suspensionen hoch-., molekularer, schwefelhaltiger Kondensa-_, tionsprodukte aus mehrfach negativ __sub-_ stituierten organischen Verbindungen und anorganischen Polysulfiden, dadurch gekennzeichnet, daß man die in. an sich bekannter Weise mit Hilfe von anorganischen Dispersionsmitteln hergestellte wäßrige Suspension dieser Kondensationsprodukte unter Vermeidung vori Koagulation macheinander mit verdünnter, -nicht oxydierend wirkender Säure bis zu einem pH-Wert von q. bis 6, 5, danach mit einem Neutralisationsmittel bis zu einem pH-Wert von 7 bis 8 behandelt und die Dispersion mit Wasser durch mehrmaliges Dekantieren auswäscht.
DES135255D 1939-01-01 1939-01-01 Herstellung von filmbildenden waessrigen Suspensionen hochmolekularer, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte Expired DE705028C (de)

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Publications (1)

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DES135255D Expired DE705028C (de) 1939-01-01 1939-01-01 Herstellung von filmbildenden waessrigen Suspensionen hochmolekularer, schwefelhaltiger Kondensationsprodukte

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