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Die
Erfindung betrifft ein medizinisches Instrument.
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Für medizinische
Instrumente sind die Typen, Leistungsfähigkeiten, Wirkungsweisen,
Qualitäten
und Standards der Instrumente oder Maschinen in "Drugs, Cosmetics and Medical Instruments
Laws" angegeben. Im
Zeitalter des raschen Fortschritts der Medizintechnik sind Instrumente
oder Maschinen angegeben worden, die eine bessere Leistungsfähigkeit
als solche Standardwerte oder Standardartikel besitzen.
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Als
weiches elastisches Material für
ein medizinisches Instrument wird hauptsächlich Naturkautschuk (NR)
verwendet, aber zur Zeit werden Isoprenkautschuk (IR), Butylkautschuk
(IIR), halogenierte Butylkautschuke (BIIR, CIIR), Nitrilkautschuk
(NBR), Styrolbutadienkautschuk (BR) weitverbreitet verwendet, weil
diese Kautschuke hygienischer sind und bessere Eigenschaften besitzen.
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Was
die synthetischen Harze betrifft, sind gemäß der Japanischen Pharmakopöe (8. Revision)
Polyethylen (PEW), Polyvinylchlorid (PVC) und Polypropylen (PEW)
zugelassen, und sie werden für
eine Vielzahl medizinischer Instrumente oder Maschinenteile verwendet.
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PVC
scheint ein klares und weiches hygienisches Material zu sein, aber
eine nähere
Untersuchung zeigt das Problem auf, daß Weichmacher, wie z. B. Dioctylphthalat,
Dioctyladipat. (DOA) und Tricresylphosphat (TCP) oder Stabilisatoren,
wie z. B. Zinkstearat, Calciumstearat und Zinnverbindungen, in ein
medizinisches Fluid herausgelöst
werden.
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Die
weitere Verwendung von PVC wird auch aufgrund des Umweltschutzes
in Frage gestellt, weil Ausgangsmaterial-Monomere von PVC zurückbleiben
und giftige Gase gebildet werden, wenn gebrauchte Instrumente als
Abfall verbrannt werden. Andererseits wurde eine Anzahl von Untersuchungen
bei medizinischen Instrumenten zur Konservierung von Blut durchgeführt (Japanische
Patentpublikation Nr. 42507/1990, Japanische Offenlegungsschrift
Nr. 212536/1990).
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Neuerdings
wird PE weitverbreitet verwendet, da ein Gassterilisationsverfahren
von Ethylenoxid oder Formaldehyd zugelassen und hygienisch hervorragend
ist. Insbesondere Polyethylen mit ultrahohem Molekulargewicht zeigt
einen relativ guten Erweichungspunkt (130°C), und es sind Laminate davon
mit einem vulkanisierten Kautschuk, PP, Nylon oder PVC zugelassen
worden. PE hat jedoch den großen
Nachteil, daß sein Erweichungspunkt
niedrig ist.
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PP
besitzt die wertvolle Eigenschaft eines hohen Erweichungspunkts,
aber aufgrund der Schwierigkeit, einen transparenten Gegenstand
zu erhalten, ist vorgeschlagen worden, PP zu modifizieren, um einen transparenten
Gegenstand zu erhalten, der für
medizinische Instrumente oder pharmazeutische Mittel verwendet werden
kann (Japanische Offenlegungsschrift Nr. 163144/1991 und 28246/1991).
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Aufgrund
der Schwierigkeit des Formens eines Gegenstandes aus Polyvinylidenchlorid
wird Polyvinylidenchlorid im allgemeinen mit PVC gemischt.
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Fluorharze
besitzen hervorragende hygienische Eigenschaften, Hitzebeständigkeit,
Säurebeständigkeit
und Alkalibeständigkeit,
sind aber im Hinblick auf die Klebefähigkeit und Bearbeitbarkeit
so schlecht, daß diese
Harze nicht für
Teile von weitverbreitet verwendeten medizinischen Instrumenten
verwendet werden können.
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Nylons,
Polycarbonate, Polyurethane, Polyethylenterephthalate, Ethylenvinylacetat-Copolymere,
Polystyrole, Acrylharze und thermoplastische Elastomere sind Harze,
die verschiedene Eigenschaften aufweisen, aber im Hinblick auf die
Verwendung als Ausgangsmaterial für ein medizinisches Instrument
viele Probleme aufweisen, und sie sind nicht geeignet, PE oder PP
zu ersetzen.
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Die
vorliegende Erfindung wurde durchgeführt, um unter Verwendung eines
neuen Materials einen Artikel für
ein medizinisches Instrument zu entwickeln, welches eine künstliche
Niere vom Dialyse-Typ ist, mit dem einem Patienten ein medizinisches
Fluid auf sehr hygienische Weise verabreicht werden kann.
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Erfindungsgemäß wird ein
medizinisches Instrument angegeben, welches eine künstliche
Niere vom Dialyse-Typ ist, das aus einem Material besteht, das in
der Lage ist, einem Patienten auf hygienische Weise ein medizinisches
Fluid zu verabreichen, und mit dem die zahlreichen vorstehend genannten
Probleme gelöst werden
können.
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Dies
kann mit einem medizinischen Instrument erzielt werden, welches
eine künstliche
Niere vom Dialyse-Typ ist, das aus einem Material besteht, das ein
Harz enthält,
das aus einer verbrückten,
polycyclischen Kohlenwasserstoffverbindung als polymerer Komponente
gebildet ist.
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Die
beiliegenden Zeichnungen sind nicht erfindungsgemäß.
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1 ist ein Querschnitt einer
Spritze, die aus einem cyclischen Harz besteht.
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2 ist ein Querschnitt einer
Spritze mit Behälter
für ein
medizinisches Fluid, die aus einem cyclischen Harz besteht.
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10 ist ein Querschnitt durch
eine Spritze mit Behälter,
die mit 2 Arten von Arzneimitteln gefüllt ist und die aus einem cyclischen
Harz besteht.
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Von
den Erfindern wurden verschiedene Untersuchungen zur Entwicklung
eines medizinischen Instruments, welches eine künstliche Niere vom Dialyse-Typ
ist durchgeführt,
und es wurde gefunden, daß ein
Harz aus einer verbrückten
polycyclischen Kohlenwasserstoffverbindung als polymere Komponente
für diesen Zweck
geeignet ist.
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Erfindungsgemäß wird deshalb
ein medizinisches Instrument angegeben, welches eine künstliche Niere
vom Dialyse-Typ ist wie in Anspruch 1 definiert.
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Als
vorstehend genannte erfindungsgemäße verbrückte polycyclische Kohlenwasserstoffverbindung werden
solche verwendet, die mindestens eine ungesättigte Verbindung im Ring oder
Substituenten enthalten.
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Erfindungsgemäß kann ein
Harz, das die vorstehend genannte verbrückte polycyclische Kohlenwasserstoffverbindung
als Polymerkomponente umfaßt
(nachfolgend als „cyclisches
Harz" bezeichnet),
mindestens ein Niederolefin, eine aromatische Verbindung oder ein
Niederolefin- oder aromatisches Vinylmonomer als Copolymerkomponente
enthalten, und es kann eine Mischung mit Olefinharzen und/oder synthetischen Kautschuken
sein.
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Das
erfindungsgemäße cyclische
Harz hat außerdem
eine Bromzahl von höchstens
1 und einen Erweichungspunkt von mindestens 90°C.
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Im
erfindungsgemäßen medizinischen
Instrument weist eine besonders bevorzugte Ausführungsform laminierte Gegenstände des
cyclischen Harzes und anderer Harze auf.
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Neuerdings
hat man durch neue Verfahren der Trennung oder Reinigung von Monomeren
von C5-C9-Fraktionen,
die durch Kracken von Steinkohlenteer oder Napththa erhalten worden
sind, und durch Polymerisationskatalysatoren für die Monomeren charakteristische
Harze entwickelt, und es sind insbesondere bei der Herstellung von
Polymeren von cyclischen Olefinmonomeren, und vor allem von verbrückten polycyclischen
Kohlenwasserstoffmonomeren, deutliche Fortschritte erzielt. worden.
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Erfindungsgemäß hat man
gefunden, daß ein
Harz, das eine verbrückte
polycyclische Kohlenwasserstoffverbindung als Polymerkomponente
umfaßt,
ein nicht kristallines Material mit hervorragenden Eigenschaften
ist, einschließlich
Alkalibeständigkeit,
Säurebeständigkeit,
Wasserfestigkeit und chemischer Beständigkeit, und einen hohen Schmelzpunkt,
eine hohe Hitzebeständigkeit,
Oxidationsbeständigkeit
und Transparenz besitzt, und ein sehr gutes Harz für ein medizinisches
Instrument ist, das den Test der Japanischen Pharmakopöe bestehen
kann, und leicht verformt werden kann. Die vorliegende Erfindung
beruht auf diesem Ergebnis.
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Beispiele
für Verbindungen,
die die Polymerkomponente des erfindungsgemäßen cyclischen Harzes darstellen
können,
das für
ein medizinisches Instrument verwendet wird, werden nachstehend
detailliert angegeben. Als verbrückte
polycyclische Kohlenwasserstoffverbindung ist es besonders bevorzugt,
verbrückte
cyclische Kohlenwasserstoffverbindungen zu verwenden, die zwei oder
mehrere Ringe enthalten, und insbesondere ver brückte polycyclische Olefinverbindungen
und Derivate davon, oder verbrückte
polycyclische gesättige
Kohlenwasserstoffverbindungen mit ungesättigten Doppelbindungen in
ihren Substituenten, von denen folgende repräsentative Beispiele sind: verbrückte polycyclische
Cycloalkenverbindungen und Niederalkylderivate, Arylderivate oder
Aralkylderivate davon, und Vinylderivate, Allyloxycarboxyderivate
und (Meth)acryloxyderivate von verbrückten polycyclischen Cycloalkanverbindungen.
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Bicyclo[2,2,1]-2,5-heptadien
(2,5-Norbornadien)
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Ethyl-bicyclo[2,2,1]-2-heptaen
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Ethyliden-bicyclo[2,2,1,]-2-heptaen
(Ethyliden-2-norbornan)
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Phenyl-bicyclo[2,2,1]-hepta-2-en
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Bicyclo[4,3,0]-3,8-nonadien
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Tricyclo[4,3,0,1
2.5]-3-decen
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Tricyclo[4,3,0,1
2.5]-3,8-decen (3,8-Dihydro-dicyclopentadien)
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Tricyclo[4,4,0,1
2.5]-3-undecen
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Tetracyclo[4,4,0,1
2.5,1
7.10]-3-dodecen
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Dimethyl-tetracyclo[4,4,0,1
2.5,1
7.10]-3-dodecen
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Ethyliden-tetracyclo[4,4,0,1
2.5,1
7.10]-3-dodecen
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Methyloxycarbonyltetracyclo[4,4,0,1
2.5,1
7.10]-3-dodecen
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Ethyliden-9-ethyltetracyclo
[4,4,0,1
2.5,1
7.10]-3-dodecen
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Pentacyclo[4,7,0,1
2.5,0,0
8.13,1
9.12]-3-pentadecen
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Pentacyclo[6,5,1,1
3.6,0
2.7,0
9.13]-4-pentadecen
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Hexacyclo[6,6,1,1
3.6,1
10.13,0
2.7,0
9.14]-4-heptadecen
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Dimethyl-hexacyclo[6,6,1,1
3.6,1
10.13,0
2.7,0
9,14]-4-heptadecen
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Bis(allyloxycarboxy]tricyclo[4,3,0,1
2.5]-decan
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Bis(methacryloxy)tricyclo[4,3,0,1
2.5]-decan
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Bis(acryloxy)tricyclo[4,3,0,1
2.5]-decan
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Im
erfindungsgemäßen cyclischen
Harz wird mindestens eine der vorstehend genannten verbrückten polycyclischen
Kohlenwasserstoffverbindungen als Polymerkomponente verwendet, und
außerdem
sind Niederolefine, aromatische Verbindungen oder Vinylmonomere
von Niederolefinen oder aromatischen Verbindungen als Copolymerkomponente,
die zur Copolymerisation mit diesen Polymerkomponenten fähig sind,
enthalten Beispiele dieser anderen Polymerkomponenten sind Ethylen,
Propylen, Isopren, Butadien, Methylpenten, Norbornen, Buten und
Vinyltoluol.
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Die
Synthese des erfindungsgemäßen cyclischen
Harzes kann auf bekannte Weise durchgeführt werden, z. B. wie beschrieben
in den Japanischen Offenlegungsschriften Nr. 11818/1972, 43412/1983,
1442/1986 und 19761/1987, und den Japanischen Offenlegunsschrift
Nr. 75700/1975, 129434/1980, 127728/1983, 168708/1985, 115916/1986,
271308/1986, 221118/1988, 243103/1988 und 180976/1990.
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Insbesondere
können
die drei folgenden Verfahrenstypen verwendet werden:
- (1) Verfahren zur Herstellung eines verbrückten cyclischen Kohlenwasserstoffharzes,
das folgendes umfaßt:
Unterwerfen eines Cyclopentadiens und des entsprechenden Olefins
oder cyclischen Olefins einer Additionscyclisierungsreaktion (Diels-Alder-Reaktion)
zur Bildung eines verbrückten
cyclischen Kohlenwasserstoffmonomers, Polymerisieren des Monomers
in einem Lösungsmittel
zur Verwendung einer Aluminiumverbindung, Vanadiumverbindung, Wolframverbindung
oder Borverbindung als Katalysator zur Bildung eines harzförmigen Materials
und Reinigen des Harzes.
- (2) Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen cyclischen
Harzes, das folgendes umfaßt:
Polymerisieren eines die Polymerkomponente des erfindungsgemäßen cyclischen
Harzes darstellenden Monomers, z. B. einer Niederalkylcycloalkenverbindung,
Cycloalkandienverbindung, verbrückten
polycyclischen Alkandienverbindung, oder verbrückten polycyclischen Alkenverbindung
in einem Lösungsmittel
unter Verwendung von z. B. einer Vanadiumverbindung, Aluminiumverbindung,
Wolframverbindung oder Borverbindung als Katalysator zur Bildung
eines harzförmigen
Materials mit hohem Molekulargewicht, und nachfolgendes Hydrieren
des harzförmigen
Materials unter Verwendung eines Nickel- oder Platinkatalysators.
- (3) Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen cyclischen
Harzes, das folgendes umfaßt:
Polymerisieren eines Acryloylderivats einer verbrückten polycyclischen
Verbindung durch Licht und/oder ein organisches Peroxid zur Gewinnung
eines verbrückten
cyclischen Harzes, und nachfolgendes Reinigen des Harzes.
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In
den vorstehend beschriebenen drei Polymerisationsreaktionen kann
außerdem
ein Monomer einer aromatischen Verbindung zugegeben werden, um ein
entsprechendes Copolymer zu erhalten.
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Bei
jedem der vorstehend beschriebenen Polymerisationsverfahren ist
die Gegenwart von Monomeren, die als Polymerkomponente verwendet
werden, von Oligomeren mit niedrigem Molekulargewicht oder metallischen
Katalysatoren im erfindungsgemäßen cyclischen
Harz im Hinblick auf die Ausbildung von Geruch und die Verschlechterung
der Hygieneeigenschaften nicht erwünscht.
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Das
erfindungsgemäße cyclische
Harz ist ein Harz mit einem Erweichungspunkt von mindestens 90°C (JIS K
2207, 2531, Ring-Kugel-Methode).
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Das
erfindungsgemäße cyclische
Harz besitzt eine Bromzahl von höchstens
1 (JIS K 2543), da dann, wenn sie größer als 1 ist, im hygienischen
medizinischen Instrument eine Färbung
oder Verfärbung
stattfindet. Als Gegenmaßnahme
gegen diese Färbung
oder Verfärbung
wird ein Alterungsschutzmittel zugegeben.
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Beispiele
für das
dem erfindungsgemäßen cyclischen
Harz zugegebene Alterungsschutzmittel umfassen 2,6-Di-t-butyl-4-methylphenol
(BHT), Octadecyl-3-(4'-hydroxy-3',5'-di-t-butylphenyl)propionat
(Irganox 1076 – Handelsname – hergestellt
von Ciba Geigy Co.), Tetrakis[methylen-(3,5-di-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat]-methan
(Irganox 1010 – Handelsname – hergestellt
von Ciba Geigy Co.), Tocopehenol, 4,4'-Thio bis(6-t-butyl-3-methylphenol) (Antage
RC – Handelsname – hergestellt
von Kawaguchi Kagaku KK), Bis(2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)sebacat (Sanol
LS 770 – Handelsname – hergestellt
von Sankyo KK), 1,3,8-Triaza-7,7,9,9-tetramethyl-n-octylspiro[4,5]-decan-2,4-dion (Sanol
LS 772 – Handelsname – hergestellt von
Sankyo KK), Distearylthiodipropionat (Antigen TPS – Handelsname – hergestellt
von Sumitomo Kagaku KK), Pentaerythrit-tetrakis(β-lauryl-thiopzopionat) (Sumilizer
TPD – Handelsname – hergestellt
von Sumitomo Kagaku KK), 1,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris(3,5-di-t-butyl-4-hydroxybenzyl)benzol
(Ionox 330 – Handelsname – hergestellt
von ICI) und Tris(2,4-di-t-butylphenyl)phosphit (Irganox 168 – Handelsname – hergestellt
von Ciba Geigy Co.).
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Diese
Alterungsschutzmittel verhindern es, daß das erfindungsgemäße cyclische
Harz durch Hitze, Licht oder Sauerstoff einer Gelierung unterliegt.
Die Menge des zuzugebenden Alterungsschutzmittel beträgt im allgemeinen
0,1 bis 1 Gewichtsteil auf 100 Gewichtsteile des cyclischen Harzes,
wobei mehrere Alterungsschutzmittel gleichzeitig verwendet werden
können.
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Der
Gehalt an cyclischem Olefinmonomer im erfindungsgemäßen cyclischen
Harz beträgt
vorzugsweise mindestens 30 Gew.-%, und das Molekulargewicht des
cyclischen Harzes beträgt
vorzugsweise 5000 bis 100000000. Ein Harz mit niedrigem Molekulargewicht
ist hochviskos, während
ein Harz mit hohem Molekulargewicht pulverförmig ist.
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Bei
der Verarbeitung eines Harzes, d. h. der Formung eines Gegenstandes
aus dem Harz, wird vorzugsweise ein Verarbeitungshilfsmittel verwendet,
insbesondere wenn das Formgebungsverfahren schwierig ist. Als Verarbeitungshilfsmittel
wird vorzugsweise mindestens eine höhere Fettsäure oder ein höherer Fettsäureester,
ein Siliconöl
oder ein fluoriertes Öl
in einem Anteil von 0 bis 10 Gew.-% auf 100 Gewichtsteile des cyclischen
Harzes verwendet.
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Das
erfindungsgemäße cyclische
Harz hat die folgenden Eigenschaften:
| Dichte: | 0,98–1,3 (ASTM
D792) |
| Zugfestigkeit: | 200–1000 kg/cm2 (ASTM D638) |
| Reißdehnung: | 3–300% (ASTM
D638) |
| Biegemodul: | 1–50 × 104 kg/cm2 (ASTM D790) |
| Erweichungspunkt: | 90°C oder höher (ASTM
D1525) |
| Transparenz: | 90–100% (ASTM
D1003) |
| Wasseraufnahmevermögen: | 0,01–0,1% (ASTM
D570) |
| Bromzahl: | 0–1 (JIS
K2543) |
| JP
12 | 48
Testverfahren für
Gummistopfen zur Transfusion: zufriedenstellend
49 Testverfahren
für Kunststoffbehälter zur
Transfusion: zufriedenstellend |
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Wie
vorstehend angegeben, ist das erfindungsgemäße cyclische Harz ein Harz
mit ultrahohem Molekulargewicht, das einen hohen Erweichungspunkt
besitzt, sowie hervorragende physikalische Eigenschaften, wie z.
B. Zugfestigkeit, eine hohe Festigkeit, hohe Inertheit gegenüber Säuren oder
Laugen, eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme, eine geringe Permeabilität gegenüber Feuchtigkeit,
Sauerstoff oder Luft, hervorragende Kältebeständigkeit oder Hitzebeständigkeit,
nicht kristalline Eigenschaften und Transparenz.
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Das
cyclische Harz oder die cyclische Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung
enthält
außerdem mindestens
ein Harz vom Olefintyp, von dem folgende repräsentative Beispiele sind: verschiedene
Polyethylene (PEW), Polypropylene (PEW), Nylons, einschließlich von
amorphem Nylon, PET, PBT, Ethylen/Propylen-Copolymere, Ethylen/Acrylsäure-Copolymere,
Propylen/Buten-Copolymere, Polybutene, Methylbuten-Copolymere, Ethylen/Buten-Copolymere,
Methylpenten-Copolymere und Pfropf- oder Blockcopolymere olefinischer
Verbindungen.
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Alternativ
ist das vorstehend beschriebene cyclische Harz oder die Harzzusammensetzung
eine Mischung oder ein Polymerblend mit einem synthetischen Kautschuk.
Beispiele für
den synthetischen Kautschuk sind Isoprenkautschuke, Butadienkautschuke,
Ethylen-Propylen-Kautschuke, Ethylen/Propylen/Dien-Terpolymere,
Butadien/Isopren Copolymere und Isopren-Isobutylen-Kautschuke.
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Wenn
das erfindungsgemäße cyclische
Harz mit Harzen oder Kautschuken wie vorstehend beschrieben gemischt
wird, ist das cyclische Harz in einem Anteil von mindestens 30 Gew.-%,
bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, vorhanden, weil dann, wenn
der Gehalt an cyclischen Harzen geringer als 30 Gew.-% ausmacht,
die erfindungsgemäßen hygienischen
Eigenschaftsmerkmale, z. B. Alkalibeständigkeit, nicht mehr aussreichend
erhalten werden, so daß dann
nur ein geringer Unterschied zu medizinischen Instrumenten aus konventionell
verwendeten Harzen besteht.
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Das
erfindungsgemäße medizinische
Instrument kann hergestellt werden, indem man die erfindungsgemäße cyclische
Harzzusammensetzung als solche einer Formgebung unterwirft oder
diese mit einem anderen Harz laminiert. Beispiele für das andere
Harz sind Ethylen/Vinylalkohol-Copolymerharze (EVOH), Polyvinylalkohol
(PVA), Ethylen/Vinylacetat-Copolymere,
oder Verseifungsprodukte davon (EVA), Nylons, einschließlich von
amorphem Nylon, Ethylen/Vinyl-Copolymerharze, PE, PP, PET, Polymethylpentene,
PVDC, Acrylharze, modifizierte Acrylharze, Ethylen/Propylen-Copolymerharze,
Ethylen/Buten-Copolymerharze und Pfropf- oder Blockcopolymere olefinischer
Verbindungen.
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Im
vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen medizinischen Instrument
ergibt die Gegenwart des cyclischen Harzes und polare Gruppen enthaltenden
Harzes, die miteinander laminiert oder verbunden sind, eine bessere
Qualitätsgarantie
des Inhalts im Behälter.
Gleichzeitig kann durch Verwendung eines Laminats, das aus einer
Mischung beider Harze oder mit einem Kleber besteht, eine gute Verbindung
erhalten werden, und die hygienischen Eigenschaften des cyclischen
Harzes können
weiter verbessert werden.
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Um
eine Verschlechterung durch Licht (ultraviolette Strahlen, UV) oder
Oxidation zu verhindern, kann ein UV-Absorber oder ein UV-Schutzmittel
zu einem zu laminierenden Harz zugegeben werden. Beispiele für den UV-Absorber
oder das UV-Schutzmittel sind p-t-Butylphenylsalicylat, 2,4-Dihydroxybenzophenon,
2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)benzotriazol, 2(2'-Hydroxy-3'-t-butyl-5'-methylphenyl)benzotriazol,
2(2'-Hydroxy-3'-t-buyl-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol,
2(2'-Hydroxy-3',5'-di-t-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazol,
Bis(2,2,6,6-dimethyl-4,4-piperidin)sebacat (Sanol LS 770 – Handelsname – hergestellt
von Ciba Geigy Co.), sterisch gehinderte Amine vom Polymertyp (Sanol
LS 944 – Handelsname – hergestellt
von Ciba Geigy Co.), feinkörniges
Titanoxid oder Zinkoxid. Diese UV-Absorber oder Schutzmittel können einzeln
oder in Kombination in einem Anteil von 0,01 bis 2 Gew.-% verwendet
werden.
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Die
cyclische Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung kann auch für ein medizinisches
Instrument verwendet werden, welches eine künstliche Niere vom Dialyse-Typ
ist, das eine hohe Qualitätsgarantie erfordert.
Ein Beispiel für
den Qualitätsstandard
ist nachstehend angegeben.
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Künstliche Niere vom Dialyse-Typ
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Der
Qualitätsstandard
entspricht den offiziellen Mitteilungen Nr. 494 des Japanischen
Ministeriums für Gesundheit
und Soziales, Direktor des Arzneimittelbüros.
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Ein
hygienisches und hochqualitatives medizinisches Instrument, welches
eine künstliche
Niere vom Dialyse-Typ ist das dem erforderlichen Qualitätsstandard
entspricht, kann erhalten werden, indem man das medizinische Instrument
oder mechanische Teile aus der cyclischen Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung
ausbildet, oder diese mit der cyclischen Harzzusammensetzung gemäß der Erfindung
laminiert.
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Das
Verfahren zum Formen oder Laminieren eines erfindungsgemäßen medizinischen
Instrumentes kann mit bekannten Olefinharzformverfahren durchgeführt werden.
Ein solches Verfahren besteht z. B. darin, daß man die cyclische Harzzusammensetzung
gemäß der Erfindung
mittels einer Schnecke erhitzt, in eine metallische Form extrudiert,
abkühlt,
und dann das Produkt aus der metallischen Form entnimmt. Das erfindungsgemäße cyclische
Harz kann auch erhitzt werden und mittels eines Spritzblassystems
geblasen werden, so daß ein
Behälter,
ein Rohr oder eine Form für
ein medizinisches Instrument ausgebildet wird.
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Beispiele
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Es
werden nun Syntheseverfahren für
das cyclische Harz zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
und Herstellungsverfahren für
ein medizinisches Instrument unter Verwendung der Harzzusammensetzung
gemäß der Erfindung
näher veranschaulicht,
ohne die Erfindung zu beschränken.
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Synthesebeispiel 1 für ein cyclisches
Harz: DCP-Polymer (nicht erfindungsgemäß)
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3,6
l gereinigtes und dehydratisiertes Toluol und 1,2 kg Tricyclo[4,3,0,12.5]-3,8-decen (DCP) wurden in einen 10 l-Reaktor, der mit
einem Rührer
versehen war, gegeben, und dazu 72 g Triethylaluminium, 236 g Triethylamin
und 62 g Titantetrachlorid in einer Stickstoffatmosphäre bei 5°C zugegeben,
und die Mischung auf 25°C
erhitzt und 24 Stunden gerührt,
um die Polymerisation durchzuführen.
Die Reaktion wurde dann durch Zugabe von Methanol beendet und das
resultierende Harz mit Methanol ausgefällt, und danach mit Aceton/Isopropylalkohol
(1/1) gewaschen und im Vakuum bei niedriger Temperatur getrocknet,
und es wurden 800 g eines Polymers erhalten.
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Das
so erhaltene Polymer wurde in einen 5 l-Autoklaven, der mit einem
Rührer
ausgestattet war, in Form einer 10 Gew.-% Lösung in Cyclohexan gegeben,
zu der 25 g Palladium/Kohle in einer Wasserstoffatmosphäre zugegeben
wurden, woraufhin der Wasserstoff ausgetauscht wurde, die Temperatur
auf 120°C
erhöht
wurde und Wasserstoff bis zu einem Wasserstoffdruck von 70 atm ergänzt wurde,
um während
12 Stunden eine Hydrierung durchzuführen. Nach der Hydrierung wurde
die Reaktionsmischung einer Zentrifugation unterworfen, um den Katalysator
abzutrennen, und dann einer Ausfällung
mit einer großen
Menge eines Lösungsmittelgemisches
aus Aceton/Isopropylalkohol (1/1). Zu 100 Gewichtsteilen des resultierenden
Harzes wurden 0,4 Gewichtsteile BHT und 0,1 Gewichtsteile Antigen
TPS (Handelsname) als Alterungsschutzmittel zugegeben, und es wurden
560 g eines Harzes (als Harz (a) bezeichnet) mit einem Erweichungspunkt
von 152°C
und einer Bromzahl von 0,2 erhalten.
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Synthesebeispiel 2 für ein cyclisches
Harz: DCP/Ethylen-Copolymer
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In
ein 10 l-Reaktionsgefäß, das mit
einem Rührer
und einem Tropftrichter versehen war, wurden 5 l gereinigtes und
dehydratisiertes Talon und dann wurden 350 g gereinigtes und dehydratisiertes
DCP zugegeben, und dann wurden unter Beibehaltung einer Temperatur
von weniger als 3°C
und eine Menge von 105 g Ethylaluminiumsesquichlorid und 110 g Dichlorethoxyoxovanadium
als Katalysator tropfenweise zugegeben, während ein Gasgemisch aus trockenem
Ethylen und Stickstoff (1 : 2) hindurchgeleitet wurde und bei einer Temperatur
von 20°C
2 Stunden lang gerührt
wurde, so daß die
Polymerisation bewirkt wurde. Die Copolymerisation wurde dann unter
Verwendung von 30 ml Methanol beendet. In Methanol wurde ein Copolymer
ausgefällt,
mit Aceton gewaschen und einem Trocknen im Vakuum bei niedriger
Temperatur unterworfen, und es wurden 312 g eines Copolymers erhalten.
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Das
so erhaltene Copolymer wurde in einen 5 l-Autoklaven, der mit einem
Rührer
versehen war, in Form einer 10 Gew.-%-igen Lösung in Cyclohexan gegeben,
zu der dann 25 g Palladium/Kohle in einer Wasserstoffatmosphäre zugegeben
wurden, woraufhin der Wasserstoff ersetzt wurde und die Temperatur unter Rühren auf
120°C erhöht wurde.
Dann wurde der Wasserstoffdruck bei der gleichen Temperatur auf
70 atm erhöht
und der Wasserstoff bei gleichem Druck ergänzt, um die Hydrierung während 10
Stunden durchzuführen.
Nach der Hydrierung wurde die Reaktionsmischung zur Abtrennung des
Katalysators zentrifugiert und dann einer Ausfällung in einer großen Menge
eines Lösungsmittelgemisches
aus Aceton/Isopropylalkohol (1/1) unterworfen und dann filtriert.
Zu 100 Gewichtsteilen des resultierenden Copolymers wurden 0,6 Gewichtsteile
BHT zugegeben, dann im Vakuum getrocknet, und so wurden 300 g eines
Harzes (als Harz (b) bezeichnet) mit einem Erweichungspunkt von
146°C und
einer Bromzahl von 0,1 erhalten.
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Synthesebeispiel 3 für ein cyclisches
Harz: Copolymer aus verbrücktem
polycyclischem Kohlenwasserstoff und monocyclischem Olefin
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In
ein 10 l-Reaktionsgefäß, das mit
einem Rührer
versehen war, wurden 4,5 lgereinigtes und dehydratisiertes Toluol
und 300 g eines Monomergemisches aus gereinigtem dehydratisiertem
Hexacyclo[6,6,1,13.6,110.13,02.7,09.14]-4-heptadecen
und Cyclopenten (1 : 1) zugegeben, wozu dann 90 g Ethylaluminiumsesquichlorid
und 15 g Dichlorethoxyoxovanadium tropfenweise in einer Stickstoffatmosphäre bei einer
Temperatur von höchstens
5°C zugegeben
wurden. Nach Erhöhen
der Temperatur auf 10°C
wurde die Reaktionsmischung 24 Stunden lang zur Durchführung der
Polymerisation gerührt.
Die Polymerisation wurde dann unter Verwendung von 150 ml Methanol
beendet und das Copolymer in Methanol ausgefällt, und dann gewaschen und
filtriert. Das Copolymerharz wurde dann auf analoge Weise wie im
Synthesebeispiel 2 hydriert. 0,3 Gewichtsteile Irganox 1076 (Handelsname)
wurden zu 100 Gewichtsteilen des resultierenden Copolymers zugegeben,
gleichmäßig gemischt
und im Vakuum getrocknet, und es wurden 160 g eines Harzes (als
Harz (c) bezeichnet) mit einem Erweichungspunkt von 136–156°C und einer
Bromzahl von 0,2 erhalten.
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Synthesebeispiel 4 für ein cyclisches
Harz (nicht erfindungsgemäß)
-
In
ein 10 l-Reaktionsgefäß, das mit
einem Rührer
versehen war, wurden 5 l gereinigtes und dehydratisiertes Cyclohexan
und 300 g gereinigtes und dehydratisiertes Dimethyltetracyclo[4,4,0,12.5,17.10]-3-dodecen gegeben,
und dann 20 g Dichlorethoxyoxovanadium und 110 g Ethylaluminiumsesquichlorid
tropfenweise in einer Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von
höchstens
5°C zugegeben.
Ein Gasgemisch aus Stickstoff/Wasserstoff (150 : 1) wurde bei einer
Temperatur von 10°C
15 Stunden lang hindurchgeleitet, um die Polymerisation zu bewirken.
Die Polymerisation wurde dann unter Verwendung von 1000 ml Isopropylalkohol
beendet und das Polymer in Isopropylalkohol ausgefällt, und
danach gewaschen. 0,1 Gewichtsteile Irganox 168 (Handelsname), 0,2
Gewichtsteile Ionox 330 (Handelsname) wurden zu 100 Gewichtsteilen
des resultierenden Polymers zugegeben und im Vakuum getrocknet,
und es wurden 182 g eines Harzes (als Harz (d) bezeichnet) mit einem
Erweichungspunkt von 141–150°C erhalten.
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Synthesebeispiel 5 für ein cyclisches
Harz (nicht erfindungsgemäß)
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500
g Bis(methacryloxy)tricyclo[4,3,9,12.5]decan
und 500 g Cyclohexan wurden in einen 5 l-Reaktor, der mit einem
Rührer
versehen war, gegeben, wozu dann 30 g Benzoylperoxid unter Hindurchleiten
von Stickstoffgas zugegeben wurden, und danach wurde gleichmäßig gemischt
und allmählich
auf 120°C
erhitzt und die Polymerisationreaktion während 7 Stunden durchgeführt. Nach
Entfernen des Lösungsmittels
wurden gleichmäßig 30 g
t-Butylperoxybenzoat und 3 g 4,4'-Thiobis(6-t-butyl-3-methylphenol) zugegeben,
bei einer Formtemperatur von 170°C
10 Minuten lang erhitzt, und ein Harzpulver erhalten, das ausreichend
mit warmem Wasser gewaschen wurde, und es wurde ein Harz (als Harz
(e) bezeichnet) mit einem Erweichungspunkt von mindestens 120°C und einer
Bromzahl von 4,3 erhalten.
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Synthesebeispiel 6 für ein cyclisches
Harz: verbrückte
polycyclische Verbindung (nicht erfindungsgemäß)
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In
einen mit einem Rührer
ausgestatteten 2 l-Reaktor wurden 250 g Methyloxycarbonyltetracyclo[4,4,0,12.5,17.10]-3-dodecen,
1000 ml 2-Dichlorethan, 1,9 g 1-Hexen, 46 ml einer Chlorbenzollösung von
0,05 mol/l Wolframhexachlorid als Katalysator, 35 ml einer 1,2-Dichlorethanlösung von
0,1 mol/l Paraldehyd und 19 ml einer Toluollösung von 0,5 mol/l Triisobutylaluminium
in einer Stickstoffatmosphäre
zugegeben, und die Polymerisation bei 60°C 10 Stunden lang durchgeführt. Um
die Polymerisation zu beenden, wurden zum Polymerisationssystem
50 ml Methanol zugegeben, das Lösungsmittel
abgedampft und das Produkt mit einem Lösungsmittelgemisch aus Aceton/Methanol
(1 : 1) gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Polymerisationsprodukt
wurde in 4500 ml Tetrahydrofuran gelöst, wozu dann 23 g eines Palladium/Aluminiumoxid-Katalysators,
der 5 Gew.-% Palladium enthielt, zugegeben wurde, und die Mischung
wurde dann einer Hydrierung bei einer Temperatur von 170°C und einem
Wasserstoffdruck von 100 kg/cm2 5 Stunden
lang unterworfen. Nach der Hydrierung wurde das Produkt dann auf
analoge Weise wie im Synthesebeispiel 1 für ein cyclisches Harz behandelt
und ein Polymerharz erhalten. 0,5 Gewichtsteile BHT wurden zu 100
Gewichtsteilen des Harzes zugegeben, und es wurde ein Harz (als
Harz (f) bezeichnet) mit einem Erweichungspunkt von mindestens 132°C und einer
Bromzahl von 0,05 erhalten.
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Synthesebeispiel 7 für ein cyclisches
Harz
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In
ein mit einem Rührer
versehenes 10 l-Reaktionsgefäß wurden
5 lgereinigtes und dehydratisiertes Toluol gegeben, wozu dann 152
g gereinigtes und dehydratisiertes Tetracyclo[4,4,0,12.5,17.10]-3-dodecen, 19 g Methylcyclohexen, 18
g Ethylaluminiumsesquichlorid und 11 g Vanadiumoxytrichlorid zugegeben
und in einer Stickstoffatmosphäre
bei einer Temperatur von höchstens
5°C gemischt
wurden. Aus einem Gaszuleitungsrohr wurde eine Gasgemisch als getrocknetem Ethylengas/Stickstoff
(1/2) durchgeleitet, die Temperatur auf 10°C erhöht und die Polymerisation unter
Verwendung von 15 l des Gasgemisches während 1 Stunde durchgeführt. Die
Polymerisation wurde dann unter Verwendung von 15 ml Methanol beendet
und das Polymer in einer großen
Menge Methanol ausgefällt,
dann mit einem Lösungsmittelgemisch
aus Aceton/Isopropylalkohol (1/1) gewaschen. 0,3 Gewichtsteile Irganox
1070 (Handelsname) wurden zu 100 Gewichtsteilen des resultierenden Polymers
zugegeben, und es wurde ein Harz (als Harz (g) bezeichnet) mit einem
Erweichungspunkt von mindestens 124°C und einer Bromzahl von 0,5
erhalten.
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Synthesesbeispiel 8 für ein cyclisches
Harz (nicht erfindungsgemäß)
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In
ein mit einem Rührer
versehenes 10 l-Reaktionsgefäß wurden
7 l gereinigtes und dehydratisiertes Toluol gegeben, und dazu 930
g Tetracyclo[4,4,0,12.5,17.10]-3-dodecen,
70 g Bicyclo[2,2,1]-2-heptaen, 5 g 1-Hexen, 6 g Wolframhexachlorid
und 7 g Tetraphenylzinn zugegeben, und dann wurde die Polymerisation
bei einer Temperatur von 50°C
während
3 Stunden durchgeführt.
Nach der Polymerisation wurde Methanol zugegeben, um das Harz auszufällen, und
das Harz wurde mit einem Lösungsmittelgemisch
aus Aceton/Methanol (1/1) gewaschen und im Vakuum getrocknet, und
980 g Harz erhalten. Das resultierende Harz wurde auf analoge Weise
wie im Synthesebeispiel 1 hydriert, und es wurden 930 g eines Harzes
mit einem Erweichungspunkt von 155 bis 160°C erhalten. Zu 930 g des Harzes
wurden 0,5 Gew.-% BHT zugegeben (nachfolgend als Harz (h) bezeichnet).
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Synthesebeispiel 9 für ein cyclisches
Harz
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In
einem mit einem Rührer
versehenen Reaktionsgefäß wurden
600 g Tetracyclo[4,4,0,12.5,17.10]-3-dodecen,
140 g Dicyclopentadien und 180 g Pentacyclopentadecadien, 760 g
1-Hexen und 2700 g Toluol gemischt, gereinigt und getrocknet, wozu
dann 18 g Triethylaluminium, 36 g Triethylamin und 5,5 g Titantetrachlorid
in Form einer Lösung
in gereinigtem und getrocknetem Toluol unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre bei einer
Temperatur von 25°C
zugegeben wurden. Die Polymerisation wurde bei der gleichen Temperatur
5 Stunden lang durchgeführt.
Zur Beendigung der Polymerisation wurden zum Reaktionsgefäß Aceton/Isopropylalkohol
(1/1) zugegeben und das Harz ausgefällt, filtriert und im Vakuum
getrocknet. Dann wurde das Harz in 6000 ml Cyclohexan gelöst und durch
Zugabe von 60 g Palladium/Kohle in einer Wasserstoffatmosphäre bei einem
Wasserstoffdruck von 60 kg/cm2 und einer
Temperatur von 155°C
5 Stunden lang hydriert. Das Harz wurde abfiltriert, in Aceton/Isopropylalkohol
(1/1) ausgefällt,
gewaschen, und dann 0,2 Gew.-% BHT zugegeben und im Vakuum getrocknet,
und es wurden 360 g eines Harzes (als Harz (i) bezeichnet) mit einem
Erweichungspunkt von 186°C
erhalten.
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Beispiele 1 bis 7 und
Vergleichsbeispiel 1 (nicht erfindungsgemäß) (nicht erfindungsgemäß)
-
Unter
Verwendung der in den vorstehend beschriebenen Synthesebeispielen
für cyclische
Harze erhaltenen Harze (a) bis (g) wurden Spritzen der in 2 dargestellten Form bei
den in Tabelle 1 (Beispiele 1 bis 7) (nicht erfindungsgemäß) angegebenen
Zusammensetzungen und Formbedingungen ausgebildet.
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Zum
Vergleich wurde gemäß den in
Tabelle 1 angegebenen Bedingungen auf ähnliche Weise eine Spritze
unter Verwendung von PP (Polypro 6200 E – Handelsname – hergestellt
von Mitsubishi Kasei KK) ausgebildet (Vergleichsbeispiel 1). (nicht
erfindungsgemäß)
-
In 2 bedeuten die Bezugszeichen
folgendes: 1: Zylinder; 2: Kolben; 3:
Dichtung; 4: Zylinderdüse; 5:
Injektionsnadel; 6: Flansch; 7: erfindungsgemäße Beschichtung
aus cyclischem Harz; 8: Arzneimittelflüssigkeit; 9: Gewindeeingriffsteil; 10:
Injektionsnadelkappe
-
-
Die
Spritze mit Behälter,
die in ihrem Injektionszylinder ein flüssiges Arzneimittel oder destilliertes Wasser
zur Injektion enthält,
wurde außerdem
einem Hygienetest gemäß „49 Test
Method of Plastic Container for Liquid Transfusion" der JP 12 unterworfen,
wobei die in Tabelle 2 angegebenen Ergebnisse erhalten wurden. (nicht
erfindungsgemäß)
-
-
Wie
in der Tabelle 2 angegeben, erfüllen
die Artikel die Standards und zeigen normale Eigenschaften, während der
Artikel des Vergleichsbeispiels 1 opak ist und als Behälter zur
Injektion nicht geeignet ist. Unter Verwendung der im Handel erhältlichen
Harze, PVC oder PE, deformiert sich der Formkörper bei der Hochdruckdampf-Sterilisationsbehandlung
bei einer Temperatur von 120°C
während
60 Minuten, entsprechend den Testbedingungen von JP 12, oder wird
klebrig. Das bedeutet, daß ein
solcher Vergleichsartikel ein ungeeigneter Artikel ist. Die Formkörper aus
den erfindungsgemäßen cyclischen
Harze sind transparent und verformen sich selbst bei der Hochdruckdampf-Sterilisationsbehandlung
nicht.
-
Nachstehend
sind die Einzelheiten der in der Tabelle 2 angegebenen Tests angegeben:
-
JP 12-Test
-
- Eluattest: Eigenschaft, Schäumen, pH, Zn, KMnO4-Reduktionsvermögen,
- Verdampfungsrückstand,
UV (ultraviolette Strahlen)-Absorptionsspektrum
Eine Probe
wird mit der 10-fachen Menge an Wasser gemischt und dann erhitzt
und mit Hochdruckdampf bei 120°C
während
1 Stunde extrahiert. In Bezug auf DIN oder BS, wo das Erhitzen bei
121°C während 30
Minuten erfolgt, ist es ersichtlich, daß die Extraktionsbedingungen
der JP 12 die härtesten
sind.
- Akute Toxizität,
subkutane Reaktionen, Fieber-erzeugende Materialien, hämolytische
Materialien und Transplantationstests:
Diese Tests wurden gemäß JP 12
durchgeführt,
die etwas verschieden sind von denen nach DIN, BS oder USP.
-
Da
der erfindungsgemäß Artikel
ein transparenter Gegenstand aus Harz ist, ist der Artikel dazu
geeignet, Fremdkörper
oder kristalline Materialien in einem flüssigen Arzneimittel, das durch
das Tropfrohr oder Verbindungsrohr hindurchfließt, anzuzeigen. Das Verbinden
der Instrumente oder von Teilen davon miteinander kann ohne weiteres
und auf feste Weise durchgeführt
werden.
-
Als
Testverfahren für
die chemische Widerstandsfähigkeit
des synthetischen Harzes wird jedes Instrumententeil in eine 0,5
Gew.-%-ige Lösung
aus Natriumcarbonat getaucht, deren Menge das 10-fache des Gewichtes
jedes Teils beträgt,
einer Dampferhitzung bei einer Temperatur von 121°C während 30
Minuten unterworfen, und die Lösung
dann einer Messung der Durchlässigkeit
von sichtbarem Licht bei einer Wellenlänge von 430 nm und 650 nm unterworfen,
so daß ein
Durchlässigkeitsgrad
(%) von mindestens 90% erhalten wird. Das bedeutet, daß das Harz
eine hervorragende chemische Widerstandsfähigkeit besitzt.
-
Es
wird nun ein Beispiel für
ein medizinisches Instrument angegeben. (nicht erfindungsgemäß)
-
Beispiel 8: Spritze mit
Behälter,
gefüllt
mit zwei Arzneimitteln in einem Behälter (nicht erfindungsgemäß)
-
Der
Mechanismus einer Spritze mit Behälter (als „Behälter" bezeichnet), die mit zwei Arten von
Arzneimitteln gefüllt
ist und aus einem cyclischen Harz ausgebildet ist, wird in 10 dargestellt; eine hohe
Konzentration von einem pulverförmigen
Arzneimittel 38 befindet sich in einer Zylinderdüse 37 eines
Injektionszylinders 1, und eine Bypass-Rinne 42 ist
am Ende des mittleren Teils des Injektionszylinders vorgesehen.
Wie der Querschnitt entlang A-A' der
Bypass-Rinne 42 der 11 zeigt,
ist die Dicke des Injektionszylinders gleichmäßig, und der äußere Umfang
des Zylinders ist konvex ausgebildet, d. h. die innere Wand ist
am mittleren Teil davon zur Ausbildung der Rinne 42 ausgewählt. Ein
erster Dichtungsstopfen 41 ist im wesentlichen im mittleren
Teil des Injektionszylinders 1 im Behälter positioniert, und er ist
so ausgestaltet, daß die
Dicke des ersten Dichtungsstopfens 39 geringer ist als
die Länge
der Bypass-Rinne 42, und der Stopfen wird, wie in Figur
durch die strichlierten Linien angezeigt, von der Rinne vollständig umfaßt.
-
Ein
zweiter Dichtungsstopfen 40 ist an der Öffnung des Injektionszylinders 1 positioniert,
wobei der zweite Dichtungsstopfen 40 eine Aushöhlung besitzt,
in die das Ende eines Kolbens 2 eingeführt werden kann, und destilliertes
Wasser oder ein verdünntes
flüssiges
Arzneimittel 41 befindet sich zwischen dem zweiten Dichtungsstopfen 40 und
dem ersten Dichtungsstopfen 39. Die Öffnung des Zylinders 1 ist
mit einem Flansch 6 versehen, der mit einer Kappe 10 bedeckt
ist, um die Öffnung
zu schließen.
Das Düsenende 37 des
Injektionszylinders 1 ist sich verengend verlängert, um
die Form 43 einer Injektionsnadel zu ergeben, und die Spitze ist
mit einer Gummikappe 10 verschlossen.
-
Wenn
ein Arzneimittelbehälter
gemäß diesem
Beispiel verwendet wird, wird das Ende des Stössels mit dem zweiten Dichtungsstopfen
im Injektionszylinder verbunden und der Kolben wird in den Injektionszylinder
gedrückt,
um auf das destillierte Wasser und den ersten Dichtungsstopfen einen
Druck auszuüben.
Wenn der erste Dichtungsstopfen auf diese Weise in Höhe der Bypass-Rinne
positioniert ist, fließt
das destillierte Wasser durch die Bypass-Rinne, wird mit dem pulverförmigen Arzneimittel 38 gemischt
und löst
das pulverförmige
Arzneimittel unter Bildung eines flüssigen Arzneimittels mit einer
zu dosierenden Konzentration. Das so verdünnte flüssige Medikament wird mit dem
in 3 dargestellten Oktopus-Rohr 17 in
vielen Fällen
dosiert.
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Die
Herstellung des Injektionszylinders wird im allgemeinen durchgeführt, indem
man erstens ein amorphes Nylon (Novamid X 21 – Handelsname – hergestellt
von Mitsubishi Kasei Kogyo KK) und zweitens das cyclische Harz (f)
bei einer Temperatur von 230 bis 300°C in einer metallischen Form
vom Injektionszylinder-Typ erhitzt und schmilzt, und dann einem
Spritzgießverfahren
unterwirft und dann abkühlt.
-
Der
erste Dichtungsstopfen und der zweite Dichtungsstopfen wurden hergestellt
durch Mischen von 100 Gewichtsteilen BR (BR 01 – Handelsname – hergestellt
von Japan Synthetic Rubber Co., Ltd.) und 20 Gewichtsteilen eines
Polyethylenpulvers mit ultrahohem Molekulargewicht (Hizex Million
240 – Handelsname – hergestellt
von Mitsui Sekiyu Kagaku KK) als Kautschukausgangsmaterial, Vernetzen
unter Verwendung eines Organoperoxids, um die Härte des Produktes auf 48 +
5 einzustellen, und auf der Oberfläche des Gummistopfens ringförmige Vorsprünge ausgebildet.
-
Wenn
die Spritze mit Behälter
einem Test gemäß „49 Test
Method of Plastic Container for Liquid Transfusion" der JP 12 unterworfen
wird, zeigt sie einen Wert innerhalb des Teststandardwertes und
besteht den Test.
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Nachstehend
sind die erfindungsgemäß zu erhaltenden
Vorteile und Effekte zusammengestellt:
- (1)
Da das erfindungsgemäße medizinische
Instrument aus dem spezifischen cyclischen Harz ausgebildet ist,
kann die hohe Qualität
von flüssigen
Arzneimitteln, wie z. B. Pharmazeutika und Nährstofflösungen, bewahrt werden, und
sie können
richtig und hygienisch dosiert werden.
- (2) Das cyclische Harz ist gegenüber sauren oder alkalischen
Lösungen
inert und führt
nur zu einem geringen Abrieb von feinen Teilchen usw. von der Oberfläche des
medizinischen Instruments, und es zeigt nur eine geringe Adsorption
von flüssigen
Arzneimitteln an seiner Oberfläche,
so daß es
gute hygienische Eigenschaften besitzt.
- (3) Der Einfluß individueller
oder externer Faktoren, d. h. aus der Umgebung, wie z. B. Hitze,
Sauerstoff, Luft, Nässe (Feuchtigkeit),
Licht (ultraviolette Strahlen) und dergleichen, und von äußeren Kräften kann
verringert werden.
- (4) Das erfindungsgemäße medizinische
Instrument besteht die Teststandards für medizinische Instrumente,
wie sie von JP 12 und der offiziellen Mitteilung des Ministerium
für Gesundheit
und Soziales (Official Notification of the Ministry of Health and
Welfare) (Japan) gefordert werden.
- (5) Die Formgebung des erfindungsgemäßen medizinischen Instrumentes
kann leicht durchgeführt
werden.
-
Mit
der vorliegenden Erfindung wird deshalb ein hygienisches medizinisches
Instrument angegeben, das die vorstehend genannten Merkmale aufweist
und deshalb von großem
Vorteil ist.