II. ERFINDUNGSFELD
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fernsehempfänger mit einer Kathodenstrahlröhre
und einer Lautsprechervorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Ein derartiger
Fernsehempfänger ist aus EP-A-0 451 991 bekannt.
III. HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Eine akustische Vorrichtung, bei der ein Horn oder eine Akustikrohr vor einem Lautsprecher
angeordnet ist, um die durch den Lautsprecher emittierten Schalwellen zu einer Öffnung zu
führen, wird wegen der Vorteile wie etwa einer hohen Schalldruckausgabe und der Ausgabe
von Schallwellen in einer bestimmten Richtung, die im Vergleich zu einem Aufbau ohne Horn
oder Akustikrohr erreicht werden können, häufig verwendet.
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Bei dem bekannten Fernsehempfänger mit derartigen Lautsprechern, ist ein am
Lautsprecher angebrachtes Akustikrohr entlang der linken und rechten Seite der für die Bildanzeige
vorgesehenen Kathodenstrahlröhre angeordnet, wobei der Fernsehgerätkasten entlang des
Akustikrohrs angeordnet ist, so dass der Fernsehempfänger klein und schmal ist.
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Innerhalb jedes Akustikrohrs sind Absorptionsglieder und Reflexionsplatten in Abhängigkeit
von der Länge und Form des Akustikrohrs angebracht, so dass die akustischen
Eigenschaften verbessert sind.
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Wenn der Aufbau des Empfängers zu klein und schmal vorgesehen wird, kann bei einer
derartigen Vorrichtung der Schnittbereich und die Öffnung des Vorderteils zum Führen der
Schallwellen aus dem Akustikrohr zu schmal sein, wodurch die akustische Qualität
beeinflusst und der Ausgabeschalldruck herabgesetzt werden.
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Bei einer Vorrichtung, bei der ein Bassreflexausgang zum Verbessern der Bassfrequenzen
nahe dem Akustikrohr angeordnet ist, tritt eine Interferenz der aus dem Akustikrohr
ausgegebenen Schallwelle auf, wodurch die Schalldruck-Frequenz-Eigenschaften einen extremen
Spitzenabfall erfahren.
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Weiterhin ist für den Zweck einer Verkleinerung die Magnetschaltung des Lautsprechers zu
nahe an der Kathodenstrahlröhre vorgesehen, wodurch das Bild durch den leckenden
Magnetfluss von der Magnetschaltung gestört wird.
IV. ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lautsprechervorrichtung, die
dazu geeignet ist, einen Fernsehempfänger kleiner und schmal zu machen, sowie einen
diese Lautsprechervorrichtung verwendenden Fernsehempfänger anzugeben.
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Es ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Fernsehempfänger mit einer
Lautsprechervorrichtung anzugeben, die für die Ausgabe einer hohen Klangqualität und
eines hohen Schalldrucks geeignet ist.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform wird das Gewicht reduziert,
ohne dass dadurch die Bildqualität beeinträchtigt wird, wenn die Magnetschaltung eines
Lautsprechers in dem kleineren und schlankeren Gehäuse des Fernsehempfängers in die
Nähe der Kathodenstrahlröhre gebracht wird.
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Fig. 1 ist eine perspektivische Teilansicht eines Fernsehempfängers, der eine
Ausführungsform der Lautsprechervorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung
umfasst.
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Fig. 2 ist eine vergrößerte Ansicht der Umgebung eines Bassreflexausgangs zum
Verbessern der Bassfrequenzen von Fig. 1.
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Fig. 3 ist ein Vergleichsdiagramm des Schalldrucks und der Frequenzeigenschaften der
vorliegenden Erfindung und des Standes der Technik.
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Fig. 4 ist eine Schnittansicht eines Fernsehempfängers, der eine bevorzugte
Ausführungsform der Lautsprechervorrichtung in Übereinstimmung der vorliegenden Erfindung umfasst.
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Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die den Aufbau des Lautsprechers von Fig. 4 zeigt.
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Fig. 6 ist eine Schnittansicht einer Magnetschaltung des Lautsprechers von Fig. 5.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im folgenden wird auf Fig. 1 Bezug genommen, die eine perspektivische Ansicht einer
Ausführungsform eines Fernsehempfängers und einer Lautsprechervorrichtung in
Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Wie in Fig. 1 gezeigt, ist an der Vorderseite eines Lautsprechers 31 zum Ausgeben von
Schallwellen ein Akustikrohr 33 zum Führen von Schallwellen angeordnet, das eine schlanke
und beinahe rechteckige Öffnung 32 aufweist. Ein Bassreflexausgang 35 zum Verbessern
der Bassfrequenzen mit einer Öffnung 34 ist in nahe einer Seite einer rechteckigen
Seitenwand 36 angeordnet, die das Akustikrohr 33 begrenzt. Das Akustikrohr 33 und der
Bassreflexausgang 35 zum Verbessern des Bassfrequenzen sind über die gemeinsam
verwendete Wand 36 verbunden, und ein Schallabsorptionsmaterial 37 bildet den restlichen
Teil der Wand des Bassreflexausgangs 35 zum Verbessern der Bassfrequenzen. Das heißt,
wenigstens ein Teil der Wand, die den Bassreflexausgang bildet, wird durch ein
Schallabsorptionsmaterial gebildet. Innerhalb des Akustikrohrs 33 ist ein Schallabsorptionsmaterial
38 angeordnet, und weiterhin ist eine Reflexionsplatte 39 vorgesehen. Ein
Hochtonlautsprecher 40 zum Wiedergeben der hohen Frequenzen ist im Schallwellenweg des
Lautsprechers 31 vorgesehen.
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Fig. 2 ist eine vergrößerte Ansicht der Umgebung des Bassreflexausgangs 35 zum
Verbessern der Bassfrequenzen von Fig. 1.
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Fig. 3 ist ein Vergleichsdiagramm der Schalldruck- und Frequenzeigenschaften der
Lautsprechervorrichtung der vorliegenden Erfindung und der Lautsprechervorrichtung mit
einem herkömmlichen Akustikrohr, wobei die Kennlinienkurve a die herkömmliche
Lautsprechervorrichtung wiedergibt und die Kennlinienkurve b die Lautsprechervorrichtung der
vorliegenden Erfindung wiedergibt. Bei beiden Lautsprechervorrichtungen weist die Öffnung
des Akustikrohrs eine schlanke und rechteckige Form auf, wobei die Öffnung des
Bassreflexausgangs zum Verbessern der Bassfrequenzen nahe an der Öffnung des Akustikrohrs
angeordnet ist.
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Die aus dem Bassreflexausgang zum Verbessern der Bassfrequenzen ausgegebenen
Schallwellen enthalten nicht nur tiefe Frequenzkomponenten, sondern auch mittlere und
hohe Frequenzkomponenten. Weil die Phasenbeziehung mit den aus der Öffnung des
Akustikrohrs ausgegebenen mittleren und hohen Frequenzkomponenten nicht konstant ist,
treten eine Verstärkung und Aufhebung des synthetisierten Schalldrucks derselben auf,
wobei ein Extrem der Schalldruck- und Frequenzkennlinie in der Differenz zwischen der
Spitze und dem Tal wie durch die Kennlinienkurve a in Fig. 3 angegeben auftritt.
Bei dem Fernsehempfänger und der Lautsprechervorrichtung der vorliegenden Erfindung,
dient das Schallabsorptionsmaterial 37 in der Nähe der vorderen Öffnung des
Bassreflexausgangs 35 zum Verbessern der Bassfrequenzen dazu, die stationären Wellen zu
beseitigen, die innerhalb des Akustikrohrs 33 auftreten und die aus dem Bassreflexausgang
zum Verbessern der Bassfrequenzen ausgegebenen mittleren und hohen
Frequenzkomponenten zu absorbieren, so dass keine Interferenz mit den aus der Öffnung 32 des
Akustikrohrs 33 ausgegebenen mittleren und hohen Frequenzkomponenten auftritt, damit eine
flache Druck-Frequenz-Kennlinie wie durch die Kennlinienkurve b von Fig. 3 angegeben
erhalten wird.
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Weiterhin dient das Schallabsorptionsmaterial 37 auch dazu, stationäre Wellen innerhalb des
Akustikrohrs 33 zu entfernen, wodurch eine natürlichere Akustikwiedergabe erreicht wird,
ohne die aus dem Bassreflexausgang 35 zum Verbessern der Bassfrequenzen
ausgegebenen tiefen Frequenzkomponenten zu dämpfen, was mit der herkömmlichen Vorrichtung
extrem schwierig zu erreichen war.
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In der gezeigten Ausführungsform wird der Bassreflexausgang 35 zum Verbessern der
Bassfrequenzen übrigens durch dieselbe Wandoberfläche gebildet, die auch das Akustikrohr 33
bildet, wobei jedoch dieselben Effekte auch erhalten werden, wenn der Bassreflexausgang
35 zum Verbessern der Bassfrequenzen in der Nähe des Akustikrohrs 33 vorgesehen wird.
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Weiterhin ist in der gezeigten Ausführungsform der Bassreflexausgang 35 zum Verbessern
der Bassfrequenzen auf einer Seite des Akustikrohrs 33 vorgesehen, wobei jedoch auch
ähnliche Effekte erhalten werden können, wenn der Bassreflexausgang 35 zum Verbessern
der Bassfrequenzen auf beiden Seiten des Akustikrohrs 33 vorgesehen ist.
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Wie hier beschrieben und wie in den Zeichnungen gezeigt, sind in dem Fernsehempfänger
das Akustikrohr mit einem beinahe rechteckigen Querschnitt zum Führen der Schallwellen
und ein Teil der Wand des Bassreflexausgangs zum Verbessern der Bassfrequenzen nahe
auf einer Seite oder auf beiden Seiten der Wand des Akustikrohrs unter Verwendung eines
Absorptionsmaterials angeordnet, so dass der Fernsehempfänger weiter in seiner Größe und
Dicke reduziert werden kann, während eine Akustikwiedergabe mit hoher Klangqualität und
hohem Schalldruck realisiert wird.
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Im folgenden wird auf Fig. 4 Bezug genommen, die eine Schnittansicht ist, die den Umriss
eines Fernsehempfängers mit einer bevorzugten Ausführungsform der
Lautsprechervorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Wie in Fig. 4 gezeigt, ist an der Vorderseite eines Lautsprechers 61 zum Ausgeben von
Schallwellen ein Akustikrohr 62 mit einer schlanken und beinahe rechteckigen Öffnung zum
Führen von Schallwellen angeordnet. Der Lautsprecher 61 weist eine Magnetschaltung 63
auf, die ein wichtiges Element ist. Der Fernsehempfänger wird der Einfachheit halber durch
einen Kasten 64 und eine Kathodestrahlröhre 65 wiedergebeben.
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Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die den Aufbau des Lautsprechers 61 zeigt. In dem Diagramm
wird die Magnetschaltung 63 durch einen säulenförmigen Zentralstab 71, eine Platte 72, die
den Zentralstab 71 in der Mitte des Jochs des Boden befestigt, einen ringförmigen Magneten
73, der an der Innenseite des oberen Teils der Platte 72 befestigt ist, und eine Luftspalt 74
gebildet.
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Ein Rahmen 75 ist an der Magnetschaltung 63 befestigt, und in dem offenen peripheren Teil
des Rahmens 75 ist der Außenumfang einer Membran 77 befestigt, die eine Schwingspule
76 aufweist, welche sich ohne Kontakt in dem mit dem zentralen Teil verbundenen
Magnetband 74 nach oben und unten bewegt. Die Schwingspule 76 wird durch einen Dämpfer 78
gehalten, und eine Staubkappe 79 ist über der Schwingspule 76 an der Membran 77
befestigt.
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Fig. 6 ist eine Schnittansicht der Magnetschaltung 63, welche die magnetischen Kraftlinien
des in der Radialrichtung magnetisierten Magneten 73 sowie einen leckenden Magnetfluss
82 zeigt. Aus Fig. 6 wird deutlich, dass bei einer derartig aufgebauten Magnetschaltung 63
die magnetischen Kraftlinien des Magnets 73 durch den Luftspalt 74 verlaufen und kaum
nach außen weichen.
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In der bevorzugten Ausführungsform ist der Lautsprecher 61 wie in Fig. 4 bis 6 gezeigt
ausgebildet, wobei die Magnetschaltung 63 den leckenden Magnetfluss 82 unter
Verwendung des in der Radialrichtung magnetisierten ringförmigen Magneten 73 wesentlich
reduziert, das Akustikrohr 62 mit einer schlanken Öffnung und einer rechteckigen Form zum
Führen der Schallwellen mit dem Lautsprecher 61 verbunden ist und näher an der
Kathodenstrahlröhre 65 des Fernsehempfängers angeordnet ist, wobei dies durch die
Tatsache ermöglicht wird, dass der leckende Magnetfluss 82 aus der Magnetschaltung 63 zu
der Kathodenstrahlröhre 65 praktisch ignoriert werden kann. Deshalb ist der Empfänger bei
Verwendung der Lautsprechervorrichtung in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung schmaler, wobei es auch möglich ist, einen Hi-Vision-Empfänger mit größerem
Bildschirm und einem großen Bildseitenverhältnis zu verwenden, wobei ein Hi-Vision-Empfänger
mit hoher Klangqualität und hohem Grad realisiert werden kann.
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Außerdem ist der Aufbau der Magnetschaltung 63 einfach und ist keine Abschirmung zum
Verhindern eines Leckens des Magnetflusses erforderlich, wodurch das Gewicht reduziert
werden kann.