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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hydrauliksystem im
Zusammenhang mit dem Einlagern von Kargo wie Rettungsboote
oder Flöße über eine Winde mit einem Steuerventil und einem
zugeordneten Hydraulikantriebsmotor mittels Schwerkraft und
anschließendem Hochziehen von Kargo oder leeren Haken mit
Hilfe hydraulischer Triebkraft. Die eine Betriebsseite des
Hydraulikantriebsmotors ist über eine ein erstes
Rückschlagventil, das den Zulauf von Drucköl aus dem Steuerventil zu
dem Antriebsmotor unterbindet, jedoch den Zulauf von Drucköl
aus dem Antriebsmotor zu dem Steuerventil erlaubt,
aufweisende Leitungsverbindung mit dem Steuerventil verbunden,
wobei der Antriebsmotor während des Betriebs der Winde in der
Einlagerungsrichtung bei einer in dem Haken eines Hubseils
hängenden Fracht (das Floß) und dem Steuerventil in der
Einlagerungsposition mit einem Öl-Gasspeicher zur Speicherung
von Drucköl verbunden ist.
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Das Dokument SE 446 173 betrifft ein Hydrauliksystem mit
einem Hydraulikzylinder oder einem Hydraulikmotor (Pumpe) zum
Abwerfen eines Rettungsboots. Das Hydrauliksystem wird
mittels der Schwerkraft des Rettungsboots geladen. Das
Rettungsboot ist so angeordnet, daß es mit Hilfe eines in einer
Kurzschlußverbindung angeordneten Drosselventils hydraulisch
gesteuert durch einen Abwurfarm bewegt wird. Dabei ist es
beabsichtigt, den Abwurfarm unmittelbar nach dem Wassern des
Boots von dem Boot zurückzuziehen, um zu vermeiden, daß der
Arm bei rauher See mit dem Boot in Berührung kommt. Um den
Rückzug von der externen Triebkraft unabhängig zu machen,
wird das Herablassen des Boots zur Speicherung von Energie in
einem Speicher in Form hydraulischer Druckflüssigkeit
verwendet, die dann von dem Antriebszylinder oder Antriebsmotor
verwendet wird. Das Drosselventil dient zur Steuerung der
Antriebsgeschwindigkeit des Antriebszylinders oder
Antriebsmotors, wodurch bewirkt wird, daß nur ein Teil der
Hydraulikflüssigkeit den Speicher lädt. Aufgrund des Drosseleffekts in
der Kurzschlußverbindung kann das Laden des Speichers
ziemlich begrenzt und zufällig sein. Eine Sicherung der Bewegung
des Abwurfarms zurück zur Startposition wird nicht
vorgeschlagen.
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Im Zusammenhang mit Lebensrettungsaktionen auf See, bei denen
eine Anzahl von Rettungsflößen oder Rettungsbooten
nacheinander von ein- und derselben Rampe auszusetzen ist, benötigt
man ein Hydrauliksystem, das unter einer Vielfalt von
Einsatzbedingungen und insbesondere unter gelegentlich
auftretenden schwierigen Einsatzbedingungen wie akute
Krisensituationen an Bord eines Schiffes, auf Ölplattformen etc.
zuverlässig ist.
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Das Ziel vorliegender Erfindung ist eine Lösung, die ohne
Verwendung von Hydraulikpumpen angewendet werden kann.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich deshalb auf ein
Hydrauliksystem, das speziell für den Einsatz in solchen
Krisensituationen konzipiert ist, in denen eine elektrische oder
andere Energiequelle ausschaltet oder während der Aktion
ausschalten kann, ohne daß dies auf den Betrieb des
Hydrauliksystems Einfluß hat.
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Das Hydrauliksystem ist jedoch nicht auf eine derartige
Anwendung beschränkt, sondern aus technisch vorteilhaften
Gründen auch für übliche Zwecke in normalen
Betriebssituationen anwendbar, zum Beispiel bei normalen,
aufeinanderfolgenden Abladevorgängen an Arbeitsplätzen auf See oder an Land.
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Das Ziel vorliegender Erfindung ist ein Hydrauliksystem, das
es ermöglicht, eine Anzahl von Frachteinheiten in
Aufeinanderfolge mit zwischenzeitlichem Hochziehen von leeren Haken
ohne die Verwendung elektrischer oder ähnlicher
Energiequellen einzulagern. Alternativ dazu ist das Ziel der Erfindung
die Ermöglichung der Durchführung eines Einlagerungsvorgangs
in Kombination mit einem individuellen Abwurfvorgang, zum
Beispiel für das rasche und ungehinderte Abwerfen eines
sogenannten "MOB-Boots" (Mann-über-Bord-Boots).
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Das erfindungsgemäße Hydrauliksystem ist dadurch
gekennzeichnet, daß eine Betriebsseite des Antriebsmotors außer mit dem
Steuerventil über eine zweite Leitungsverbindung mit einem
zweiten Rückschlagventil verbunden ist, das den freien Zulauf
von Drucköl aus dem Steuerventil zu dem Antriebsmotor erlaubt
und den Zulauf von Drucköl aus dem Antriebsmotor zu dem
Steuerventil verhindert, wobei der Antriebsmotor mit dem
Steuerventil in der Hubposition mit dem Öl-Gasspeicher
verbunden ist, um für den Betrieb des Antriebsmotors in der
Hubposition Drucköl zuzuführen.
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Mit der vorgeschlagenen Lösung ist es allgemein möglich, die
Arbeit der Winde ausschließlich mittels der Energie zu
bewerkstelligen, die in dem Öl-Gasspeicher gespeichert ist und
die auf der Einlagerung von Fracht basiert. Die
Einlagerungsarbeit selbst verwendet den Antriebsmotor als eine Pumpe, um
Öl für die Speicherung in den Speicher zu pumpen. Das
Hochziehen leerer Haken erfolgt dagegen durch die Zuleitung
gespeicherten Drucköls aus dem Speicher zu dem Antriebsmotor.
Jedoch können, falls unbedingt gewünscht,
Extraarbeitsvorgänge zusätzlich zu dem Hochziehen leerer Haken normalerweise
mit dem gespeicherten Drucköl durchgeführt werden, zum
Beispiel das Hochziehen und Einlagern und danach auch das
Hochziehen leerer Haken. Mit der in dem Speicher gespeicherten
Energie, die beim Einlagern einer schweren Fracht erreicht
wird, ist es auch möglich, eine leichtere Fracht zusätzlich
zu dem leeren Haken hochzuziehen.
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Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit den
anliegenden Zeichnungen. Darin zeigt:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Hydrauliksystems;
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Fig. 2 eine Seitenansicht einer Winde zur Verwendung in
dem Hydrauliksystem von Fig. 1;
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Fig. 3-5 die Winde in Kombination mit einem Kran zum
Abwerfen eines sogenannten "MOB-Boots" (Mann-über-
Bord-Boots).
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In Fig. 1 ist ein Floß (10) gezeigt, das über einen
ausklinkbaren Hakenhaltermechanismus 12 in dem Floß 10 an einem
Windenseil 11 hängt. Das Seil 11 ist auf einer Trommel 13
einer Seil- und Einlagerungswinde 14 aufgewickelt. Die Winde
wird über eine Antriebswelle 16 mit einem zugehörigen
Getriebe 17 durch einen Hydraulikantriebsmotor 15 angetrieben.
Zwischen dem Antriebsmotor 15 und dem Getriebe 17 befindet
sich eine federbelastete Bremse 18, die durch ein Druckmedium
gesteuert wird.
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Der Antriebsmotor 15 bildet einen Teil eines
Hydrauliksystems, das mittels eines Steuerventils 19 gesteuert wird. Das
Steuerventil 19 umfaßt ein Dreiwege-Hauptschiebeventil 20 zur
Steuerung des Antriebsmotors 15 und ein zusätzliches
Zweiwege-Schiebeventil 21 zur Steuerung der Bremse 18.
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Das Hauptschiebeventil 20 des Steuerventils 19 wird durch
einen Steuergriff 22 gesteuert, der durch axiale Verschiebung
den Schieber 20a des Hauptschiebeventils 20 in eine
Startposition (Neutralposition) einstellen kann, das heißt sozusagen
in eine zentrale Position I, wie in Fig. 1 gezeigt, und in
zwei entgegengesetzte äußere Positionen II (in Fig. 1 nach
links verschoben) und III (in Fig. 1 nach rechts
verschoben), gegen die Kraft zweier äquivalenter entgegengesetzter
Federn 20b und 20c. In der äußeren Position II ist das
Steuerventil 19 in eine Hubposition für den Betrieb des Motors 15
mit der zugehörigen Trommel 13 in einer Hubrichtung
eingestellt, während das Steuerventil 19 in der äußeren Position
III in eine Einlagerungsposition für den Betrieb des Motors
15 mit der zugehörigen Trommel 13 in einer
Einlagerungsrichtung eingestellt ist.
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Der Steuergriff 22 wird auch zum Steuern des Schiebeventils
21 für die Bremse 18 verwendet, wobei der Griff 22 in diesem
Fall in einer Richtung quer zur Bewegungsrichtung des
Schiebers 20a bewegt wird, das heißt sozusagen in der
Bewegungsrichtung des Schiebers 21a des Schiebeventils 21. In Fig. 1
ist der Schieber 21a in der Normalposition A gezeigt, in der
die Bremse 18 aktiv ist. Durch Bewegen des Schiebers 21a
vertikal nach unten in Fig. 1 von der Normalposition A in
die gegenüberliegende äußere Position B gegen die Kraft einer
Feder 21b wird die Bremse in eine gelöste, inaktive Position
zurückgestellt, die es erlaubt, daß sich die Welle 16 mit der
Trommel 13 in einer Hubrichtung oder Einlagerungsrichtung
dreht, die durch Einstellen des Schiebers 20a in dem
Hauptschiebeventil 20 bestimmt wird.
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Auf seiner einen Seite ist der Antriebsmotor 15 über eine
erste Leitungsverbindung 42 mit einem in diese eingesetzten
zugehörigen federbelasteten Rückschlagventil 25 mit einem
ersten Mundloch 23 in dem Hauptschiebeventil 20 verbunden.
Das Rückschlagventil 25 erlaubt die Zuleitung von Druckmedium
aus dem Mundloch 23 zu dem Motor 15, verhindert jedoch die
Zuleitung von Druckmedium aus dem Motor 15 zu dem Mundloch
23. In einer Zirkulationsleitung 26, die außerhalb des
Rückschlagventils 25 angeordnet ist und die sich zwischen den
Punkten 26a, 26b in der Leitung 24 erstreckt, sind ein
Rückschlagventil 27 und ein druckkompensiertes Mengenventil
(Drosselventil) 28 angeordnet. Das aus dem Motor 15 in
Richtung auf das Mundloch 23 fließende Druckmedium kann das
Rückschlagventil 27 passieren und wird dabei über das
nachfolgende Mengenventil 28 mengenreguliert.
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Auf der anderen Seite ist der Antriebsmotor 15 über eine
zweite Leitungsverbindung 30 mit einem in diese eingesetzten
Folgeventil 31 mit einem zweiten Mundloch 29 in dem
Haupt
schiebeventil 20 verbunden. In einer Zirkulationsleitung 32,
die außerhalb des Folgeventils 31 angeordnet ist und sich
zwischen den Punkten 30a, 30b in der Leitung 30 erstreckt,
ist ein Rückschlagventil 33 angeordnet. Das Rückschlagventil
33 verhindert, daß Druckmedium aus dem Mundloch 29 außerhalb
des Folgeventils 31 zu dem Motor 15 gelangt, es erlaubt
jedoch, daß Druckmedium aus dem Motor 15 zu dem Mundloch 29
außerhalb des Folgeventils 31 geleitet wird.
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In der Leitung 30 ist an einem Punkt 30c eine Speiseleitung
34 von einem Druckmediumbehälter 35 angeschlossen, und zwar
über ein Rückschlagventil 36, welches verhindert, daß
Druckmedium aus der Leitung 30 in den Behälter 35 zurückgeleitet
wird. Der Behälter 35 wird über ein Filter 37 mit Druckmedium
aus den Rückflußölbehältern 35a und 35c gespeist. Wie
erwähnt, ist das Hauptschiebeventil 20 an seiner einen Seite
mit zwei Mundlöchern 23 und 29 und an seiner anderen Seite
mit drei Mundlöchern 38, 39, 40 versehen.
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Das Mundloch 38 ist über ein Rückschlagventil 44 in einer
Zweigleitung 42 durch eine Leitung 41 und durch die Leitung
42 mit einer Ölkammer 43a in einem Speicher 43 verbunden. Das
Rückschlagventil 44 erlaubt, daß Drucköl aus dem Mundloch 38
zu dem Speicher 43 geleitet wird, es verhindert jedoch, daß
Drucköl aus dem Speicher 43 zurück in das Mundloch 38
verdrängt wird. Der Speicher 43 ist auf der gegenüberliegenden
Seite einer Membrane 43b mit einer Gaskammer 43c versehen,
die über eine Leitung 45 mit einem Gaskolben 46 verbunden
ist.
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Das Mundloch 39 ist über eine Leitung 47 und eine
Zweigleitung 48 an einer Stelle 42a zwischen dem Rückschlagventil 44
und dem Speicher 43 mit der Leitung 42 verbunden. In die
Leitung 48 sind ein Rückschlagventil 49 und ein Absperrventil
50 eingesetzt. Das Rückschlagventil 49 erlaubt, daß Drucköl
aus dem Speicher 43 zu dem Mundloch 39 geleitet wird, es
verhindert jedoch, daß Öl aus dem Mundloch 39 zu dem Speicher
43 geleitet wird.
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Das Mundloch 40 ist mittels einer Rückflußleitung 51 mit
einem Rückflußölbehälter 35a verbunden.
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Eine Zweigleitung 52 erstreckt sich von dem
Hauptschiebeventil 20 des Steuerventils 19 zu der Rückflußölleitung 35b.
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Von dem Schiebeventil 21 erstreckt sich von einem ersten
Mundloch 53a eine Rückführungsleitung 54 zu dem
Rückflußölbehälter 35b. In der dargestellten Startposition für den
Schieber 21a kommuniziert die Zweigleitung 54 mit einer Leitung
55, die mit der einen Seite eines Bremskolbens 56 in einem
Bremsgehäuse 57 verbunden ist, während eine Kompressionsfeder
58 auf die andere Seite des Bremskolbens wirkt.
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Von dem Schiebeventil 21 erstreckt sich von einem zweiten
Mundloch 53b eine Zweigleitung 59 zu einer Verbindung 48b
zwischen den Leitungen 47, 48. In der genannten äußeren
Position B (durch Bewegen des Schiebers 21a in
Abwärtsrichtung in Fig. 1) wird die Leitung 59 mit der Leitung 55 in
Verbindung gebracht, so daß Drucköl aus dem Speicher 43 der
Kammer auf der oberen Seite des Kolbens 56 in dem
Bremsgehäuse 57 zugeleitet und die Feder 58 zusammengedrückt wird,
so daß die Bremskraft der Bremse 18 endet und der Motor 15
(durch Bewegen des Schiebers 20a von der zentralen Position
(I)) in die Einlagerungsrichtung (Position III) oder in die
Hubrichtung (Position II) gedreht werden kann. Sowohl in
Position II des Schiebers 20a (während des Hochziehens des
Floßes 10) als auch in Position III (während der Einlagerung
des Floßes 10) erhält die Leitung 59 über die Leitungen 42,
48 und 47 Drucköl aus dem Speicher 43.
Einlagerung von Flößen mit Fracht
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1) Während des Einlagerns des Floßes (mit dem Schieber 20a
in der äußeren Position III) wird Drucköl aus dem Motor 15
über die Leitung 24 und das Mundloch 23 zu dem Mundloch 38
und über die Leitungen 41, 24 zu dem Speicher 43 befördert.
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2) Nachdem der Großteil der Einlagerungshöhe des Floßes 10
bewältigt ist, ist der Speicher normalerweise voll geladen.
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3) Während der fortgesetzten Einlagerung des Floßes wird
der Speicher normalerweise nicht weiter geladen. In der
Praxis kann zum Beispiel die Hälfte des Drucköls, das beim
Einlagerungsvorgang produziert wird, in dem Speicher
gespeichert werden, bevor die Speicherung zusätzlicher Energie
unterbrochen wird.
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Die Leitung 41 von dem Mundloch 38 ist über die Verbindung
48a an eine Leitung 60 über eine Verbindung 60a und eine
Zweigleitung 61 angeschlossen, die ein Mundloch 62 in einem
Folgeventil 63 aufweist. Auf der anderen Seite ist das
Folgeventil 63 über ein Mundloch 64 und eine Leitung 65 an einen
Rückflußölbehälter 35c angeschlossen. In der Startposition
des Folgeventils 63, die in Fig. 1 gezeigt und mittels einer
Kompressionsfeder 66 gesichert ist, werden die Leitungen 41,
60 in den Rückflußölbehälter 35c entleert. Das Folgeventil 63
wird über den Pilotdruck in einer Zweigleitung 67 von einer
Verbindung 26b in der Leitung 26 über eine Steuerkammer 68
gesteuert. Bei Verschieben des Schiebers 63a des Folgeventils
63 nach rechts in Fig. 1 gegen die Kraft der Feder 66 wird
die Entleerung über das Folgeventil in den Rückflußölbehälter
35 blockiert. Ein Entleerungsventil 69, das in eine
Zweigleitung 70 von der Verbindung 60a zu dem Rückflußölbehälter 35c
eingesetzt ist, wird durch einen Pilotdruck in einer
Zweigleitung gesteuert, die von der Leitung 42 zu einer Seite des
Entleerungsventils 69 abzweigt. Das Entleerungsventil 69 wird
mittels einer regulierbaren Druckkraft von einer
Kompressionsfeder 72 in einem entkoppelten Zustand gehalten, aber bei
hohen Pilotdrücken, die von der Leitung 42 in der Leitung 71
auftreten, wird das Ventil 69 geöffnet, so daß Drucköl aus
dem Mundloch 38 direkt in den Rückflußölbehälter 35 geleitet
werden kann. Das Rückschlagventil 44 schließt für den Fluß
aus dem Speicher über die Leitung 42 zur Leitung 41.
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Danach wird die Einlagerung fortgesetzt, bis das Floß seine
untere Position erreicht, ohne daß der Speicher 43 zusätzlich
geladen wird.
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Ein hydraulisch betätigtes Richtungsventil 73 ist außerhalb
des federbelasteten Rückschlagventils 25 in der Leitung 24
angeordnet. Das Richtungsventil 73 hat eine erste
Steuerkammer 74, die über eine Zweigleitung 75 mit der Verbindung 26a
in der Leitung 24 verbunden ist, und eine zweite,
gegenüberliegende Kammer 76, die über eine Zweigleitung 77 an die
Verbindung 26b in der Leitung 24 angeschlossen ist. Das
Richtungsventil 73 wird mittels einer Kompressionsfeder 78 in
der Startposition A gehalten. Ein erstes Mundloch 79 in dem
Ventil 73 ist über eine Leitungsverbindung 80 durch ein
Druckminderungsventil 81 an die Leitung 24 angeschlossen,
während ein zweites Mundloch 82 in dem Ventil 73 durch eine
Leitung 83 über ein Drainagerohr 37d mit dem
Rückflußölbehälter 35 verbunden ist.
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In der in Fig. 1 dargestellten Startposition A ist das
Mundloch 79 mit einem Mundloch 84 zu einer Blindleitung 85
verbunden, während das Mundloch 82 mit einem Mundloch 86 zu
einer Leitung 87 zu einem Positionszylinder 88 verbunden ist,
der die Bewegung des Motors 15 in der Startposition A
reguliert, in der der Motor 15 für eine maximale Bewegung
eingestellt ist, die für eine maximale Ölmenge während des
Einlagerns und Hochziehens des Floßes 10 über die Trommel 13, das
heißt während das Floß das Windenseil 11 mit einem bestimmten
Zug beaufschlagt, veranschlagt wird.
Hochziehen mit leeren Haken
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Beim Hochziehen mit leeren Haken, das heißt nachdem ein Floß
gewassert wurde und der Haken zum Ankoppeln eines weiteren
Floßes in die Startposition hochzuziehen ist, wird die
gleiche Drehgeschwindigkeit in dem Motor gewünscht, aber mit
einer minimalen Verlagerung, wobei die Verlagerung dann auf
etwa ein Drittel der maximalen Verlagerung (z. B. 29%, durch
Anwenden einer relativen maximalen/minimalen Verlagerung von
beispielsweise 3, 4/l) reduziert wird. Folglich wird beim
Hochziehen leerer Haken eine bedeutend geringere Ölmenge
verwendet als beim Hochziehen von Haken mit angehängten
Flößen (und möglicher Fracht).
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Die Rückstellung der Verlagerung von max. (3, 4) auf min. (I)
findet bei Auftreten eines Druckabfalls über dem
Drosselventil 28 statt, und das Schiebeventil 73 wird in Position B
zurückgestellt, wodurch die Blindleitung 85 auf den Anschluß
über die Leitung 83 an den Rückflußölbehälter 35 eingestellt
wird, während die Leitung 80 durch das Druckminderungsventil
81 auf den Anschluß über die Leitung 87 an den
Positionszylinder 88 eingestellt wird und den Positionszylinder 88 gegen
die Kraft einer Feder 88a zurückstellt.
Einlagern mit leeren Haken
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Beim Einlagern von leeren Haken wird eine gegenüber dem
Hochziehen mit leeren Haken verminderte Geschwindigkeit
verwendet. In der Startposition wird der Speicher 43 geladen,
und der Hauptschieber 20a des Steuerventils 19 wird nach
rechts in Fig. 1 bewegt, so daß das linke Symbol (Position
III) installiert wird. Der Motor 15 wird nun als normale
Winde angetrieben, da der Motor aus dem Speicher 43 mit
Drucköl gespeist wird. Da der Haken des Seils 11 keine Last
trägt, ist keine Fracht vorhanden, die den Motor als Pumpe
antreiben kann. Folglich wird in der Einlagerungsrichtung
kein bedeutender Antriebsdruck zwischen dem Motor 15 und dem
Mengenregelventil 28 benötigt, wenn man annimmt, daß die
Menge des aus dem Speicher ausfließenden Öls kleiner ist als
der eingestellte Wert für die Menge durch das
Mengenregelventil 28. Bei niedrigen Öldrücken in der Leitung 30 sind das
Folgeventil 31 in der Leitung 30 und das Folgeventil 63 in
der Leitungsverbindung 60-65 offen, und es kann Drucköl aus
dem Hauptventil 20 des Steuerventils 19 über die Mundlöcher
39 und 29 durch das Folgeventil 31 in der Leitung 30 zu dem
Motor 15 geleitet werden, während das zurückfließende Öl aus
dem Motor 15 über die Mundlöcher 23, 38 in dem Hauptventil 20
und über die Leitungen 41, 60, 61, 65 zu dem
Rückflußölbehälter 35 befördert wird.
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In Fig. 2 ist eine der Winde 14 von Fig. 1 entsprechende
Winde gezeigt, bei der eine Trommel 13 auf der einen Seite
eines Windengehäuses 14a und des Getriebes 17 angeordnet ist,
während die Bremse 18 und der hydraulische
Antriebsmotor/Pumpe 15 auf der anderen Seite des Windengehäuses 14a
angeordnet sind. An der Trommel 13 sind einige Windungen des
Windenseils 11 gezeigt.
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In den Fig. 3-5 ist ein Kran 90 zum Abwerfen eines
sogenannten "MOB-Boots" (Mann-über-Bord-Boots) 10a von einer
inaktiven Position knapp außerhalb eines Deckabbruches 91 auf
einem Plattformdeck 92 gezeigt. Das Boot 10a ist mit einem
Paar sofort lösbarer Zurrgurte 89 in seiner dargestellten
inaktiven Position gesichert. Zusätzlich wird eine separate
Sicherheitsleine 93 verwendet, die zwischen dem äußeren Ende
des Krans 90 und dem Boot 10a befestigt ist, wobei die Leine
93 über einen Haken 94 zusammen mit einem Windenseilhaken 95
in einem gemeinsamen Befestigungshaken 96 befestigt ist, der
in einen manuell lösbaren Hakenhalter 12 eingehakt ist, der
an der Oberseite eines Haltebügels 97 in dem Boot 10a
befestigt ist. Nach dem Lösen der Zurrgurte 89 und der
Sicherheitsleine 93 ist das Boot bereit für den Abwurf durch die
Betätigung des Steuerventils 19 der Winde. Falls nötig, kann
das Steuerventil 19 durch Fernsteuerung von dem Boot aus
betätigt werden. Nach dem Wassern des Bootes 14a kann dieses
von dem Windenseil 11 freigelassen werden, indem der
Hakenhalter 12 manuell gelöst wird. In Fällen, in denen das Boot
nach dem Einsatz wieder zurück in die Startposition auf dem
Deck 92 gehoben werden muß, kann ein separater Kran (nicht
weiter dargestellt) verwendet werden.
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Der Kran 90 trägt die Winde 14 an seinem unteren Ende, und
der Speicher 43 ist entlang eines Seitenbereichs 90a des
Krans befestigt. Zwischen dem Speicher 43 und dem
Hydraulikmotor/Pumpe 15 der Winde ist das Steuerventil 19 mit dem
zugehörigen Griff 22 dargestellt. Außerdem sind ein
zusätzlicher Ölbehälter 98 und eine Handpumpe 98 mit zugehörigem
Pumpengriff 99a gezeigt. Die Pumpe 99 ist in einer nicht
weiter dargestellten Weise mit dem Motor/Pumpe 15 gekoppelt,
so daß das Seil 11 mit dem zugehörigen leeren Haken manuell
hochgezogen werden kann, wenn dies eine Notsituation
erfordert.
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Wenn zum Beispiel mehrere Flöße nacheinander von ein- und
derselben Rampe abzuwerfen sind, kann man anstelle des
dargestellten Krans 90 eine Ladebaumanordnung oder eine
Krananordnung verwenden, die speziell für diesen Zweck ausgelegt ist,
so daß die Rettungsboote mit der Ladebaumanordnung oder der
Krananordnung von einer inaktiven Position an Deck in eine
aktive Abwurfposition außer Deck geschwenkt werden können.
Falls nötig kann die Aufgabe des Schwenkens auch mittels der
Kraft von Drucköl bewerkstelligt werden, das nach einer
vorausgegangenen Abwurfaktion in dem Speicher 43 gespeichert
wurde.