DE69312813T2 - Kochvorrichtung - Google Patents
KochvorrichtungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Kochvorrichtung.
- Eine herkömmliche Kochvorrichtung, beispielsweise ein Mikrowellenherd, weist viele Kochmodi zum Kochen von Nahrungsmitteln auf. Auf der Frontplatte der Kochvorrichtung befinden sich viele Tasten. Jede Taste entspricht einem Kochmodus. Wählt ein Benutzer einen der Kochmodi durch Drücken der Taste, so kocht die Kochvorrichtung gemäß dem gewählten Kochmodus automatisch das Essen.
- Mit zunehmender Anzahl der Kochmodi steigt auch die Anzahl der Tasten. Die Tasten auf der Frontplatte der herkömmlichen Kochvorrichtung verbrauchen daher viel Platz.
- Es gibt eine Kochvorrichtung, die mit weniger Tasten auf der Frontplatte auskommt. Dabei zeigt eine Anzeige den Kochmodus an, der mit der Taste gewählt wurde. Drückt der Benutzer wiederholt die gleiche Taste, so ändert sich der mit der Taste gewählte Kochmodus in der Anzeige. In dieser Kochvorrichtung muß der Benutzer die Taste wiederholt drücken. Die Wahl des Kochmodus ist daher für den Benutzer lästig und unbequem.
- Aus DE 4 008 827 ist eine Kochvorrichtung mit einem ersten und einem zweiten Betätigungsmodus bekannt. Es ist ein drehbarer Knopf bereitgestellt, der in Drehrichtung einstellbar ist, um eine Temperatur oder eine Kochzeit zu wählen, und in axialer Richtung als nichteinrastender Druckschalter dient. Ein mit dem Knopf gewählter Kochmodus beginnt nicht, wenn nicht in einer vorbestimmten Zeitspanne nach Abschluß des Wählens ein Startschalter betätigt wird.
- Die Erfindung zielt darauf ab, eine Kochvorrichtung bereitzustellen, die in praktikablem Umfang den Platz und die Tastenanzahl verringern kann, die zum Wählen des Kochmodus erforderlich sind.
- Die Erfindung zielt darauf ab, eine Kochvorrichtung bereitzustellen, bei der der Kochmodus einfach wählbar ist.
- Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird eine Kochvorrichtung bereitgestellt, umfassend:
- eine Heizvorrichtung zum Erwärmen von Nahrungsmitteln; ein Betätigungsglied, das zumindest einen ersten und einen zweiten Betätigungsmodus aufweist; und
- eine Regeleinrichtung zum Betreiben der Heizvorrichtung zum Erwärmen von Nahrungsmitteln in einem Kochmodus, der aus einer Anzahl möglicher Kochmodi abhängig von der Betätigung des Betätigungsglieds im ersten und zweiten Modus ausgewählt wird,
- dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung den Kochmodus abhängig vom Grad der Betätigung im ersten Modus wählt,
- und anschließend die Regeleinrichtung die Heizvorrichtung nicht betreibt, um die Nahrungsmittel im gewählten Modus zu erwärmen, bis das Betätigungsglied im zweiten Betätigungsmodus betätigt wird, und zwar mit einem besonderen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Betätigung des Betätigungsglieds im ersten Modus und im zweiten Modus.
- Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben einer Kochvorrichtung bereitgestellt, die eine Heizvorrichtung zum Erwärmen von Nahrungsmitteln und ein Betätigungsglied enthält, das zumindest einen ersten und einen zweiten Betätigungsmodus aufweist, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:
- Erfassen der Betätigung des Betätigungsglieds im ersten und im zweiten Betätigungsmodus, um einen Kochmodus aus einer Anzahl möglicher Kochmodi zu wählen;
- Betreiben der Heizvorrichtung zum Erwärmen der Nahrungsmittel im gewählten Kochmodus,
- dadurch gekennzeichnet, daß der Kochmodus abhängig vom Betätigungsgrad des Betätigungsglieds im ersten Modus gewählt wird, und
- die Heizvorrichtung nicht betrieben wird, um die Nahrungsmittel im gewählten Kochmodus zu erwärmen, wenn die Betätigung im zweiten Betätigungsmodus nicht in besonderem zeitlichen Bezug zwischen dem Betätigen des Betätigungs glieds im ersten und im zweiten Modus erfolgt.
- In den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1 ein Blockdiagramm einer elektrischen Anordnung der Kochvorrichtung, die eine erste Ausführungsform der Erfindung enthält;
- Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Kochvorrichtung, die die erste Ausführungsform enthält;
- Fig. 3 eine Vorderansicht einer Frontplatte der Kochvorrichtung, die die erste Ausführungsform enthält;
- Fig. 4 ein Flußdiagramm des Betriebsablaufs der Kochvorrichtung, die die erste Ausführungsform enthält;
- Fig. 5 den zeitlichen Verlauf eines Signals entsprechend einer zweiten Betätigung eines Betätigungsglieds der Kochvorrichtung, die die erste Ausführungsform enthält;
- Fig. 6 einen zeitlichen Verlauf entsprechend Fig. 5, wenn eine erste Betätigung des Betätigungsglieds ausgeführt wird, während die zweite Betätigung der Kochvorrichtung ausgeführt wird, die die erste Ausführungsform enthält;
- Fig. 7 ein Flußdiagramm des Betriebsablaufs der Kochvorrichtung, die die zweite Ausführungsform der Erfindung enthält;
- Fig. 8 den zeitlichen Verlauf eines Signals entsprechend einer ersten Betätigung der Kochvorrichtung, die die zweite Ausführungsform enthält; und
- Fig. 9 einen zeitlichen Verlauf nach Fig. 8 in der Kochvorrichtung, die die zweite Ausführungsform enthält, und im Zustand, in dem der Kochbeginn angenommen wird.
- Eine erste Ausführungsform, in der die Erfindung auf einen Mikrowellenherd mit automatischer Kochfunktion angewendet wird, wird nun zuerst mit Bezug auf Fig. 1 bis 3 beschrieben.
- Ein Mikrowellenherd 10 weist einen Kochraum 12 zum Aufnehmen der zu kochenden Nahrungsmittel auf. Neben dem Kochraum 12 ist ein Raum 14 zur Aufnahme der technischen Einrichtungen bereitgestellt. Im Raum 14 zur Aufnahme der technischen Einrichtungen befindet sich ein Magnetron 16 als Mikrowellenheizvorrichtung zum Erwärmen der Nahrungsmittel im Kochraum 12. Eine Herdheizeinrichtung 18, die zum normalen Kochen im Herd verwendet wird, ist außerhalb einer Rückwand 20 des Kochraums 12 angeordnet. Eine Grillheizeinrichtung 22, die zum Grillen verwendet wird, ist an der Decke 24 des Kochraums 12 angeordnet. Eine vordere Tür 26, die den Kochraum 12 öffnet und verschließt, ist schwenkbar an einer Vorderfläche 28 des Mikrowellenherds 10 montiert. Auf der Vorderfläche 28 ist vor dem Raum 14 zur Aufnahme der technischen Einrichtungen eine Bedientafel 30 bereitgestellt.
- Auf der Bedientafel 30 ist eine Anzeige 32 angeordnet, die eine Zeit und einen Zustand eines eingestellten Kochmodus anzeigt. Eine Menüanzeige 34, die ebenfalls auf der Bedientafel 30 angeordnet ist, zeigt ein Menü einschließlich einer Anzahl Kochmodi.
- Die Menüanzeige 34 umfaßt drei Menüabschnitte 34a, 34b und 34c, die jeweils mehrere Kochmodi im Menü anzeigen. Wird ein Kochmodus im Menü gewählt, so werden jeweils der eingestellte Kochmodus und einer der Menüabschnitte 34a, 34b und 34c gemäß dem eingestellten Kochmodus hell angezeigt. Eine Bedienscheibe 36 als Betätigungsglied, die in beiden Richtungen drehbar ist und auch gedrückt werden kann, ist im un teren Teil der Bedientafel 30 angeordnet. Die drehende Betätigung der Bedienscheibe 36 ist eine erste Betätigung, und die drückende Betätigung ist eine zweite Betätigung.
- Die Bedienscheibe 36 gibt ein Signal, das sowohl der Drehrichtung als auch dem Drehwinkel entspricht, an einen Controller 38 aus. Ein gewünschter Kochmodus im Menü auf der Menüanzeige 34 wird mit dem ausgegebenen Signal ausgewählt und eingestellt. Wird die Bedienscheibe 36 gedrückt, so wird ein Signal für den Kochbeginn an den Controller 38 gesendet.
- Drei Schalter 37 erlauben die Auswahl der Kochweise zwischen Kochen mit Mikrowelle, Kochen im Herd und Grillen. Die Schalter 37 befinden sich unter der Bedienscheibe 36. Durch das Drehen der Bedienscheibe 36 um einen bestimmten Betrag kann der Benutzer eine Kochzeit einstellen.
- Ein Mikrocomputer 40 umfaßt den Controller 38, einen Zeitgeber 39 und einen Speicher 42, in dem im voraus ein Kochprogramm gespeichert ist, das beispielsweise eine Kochzeit und eine Kochweise enthält. Verwendet der Benutzer die Menüanzeige 34, so kocht der Mikrowellenherd 10 die Nahrungsmittel automatisch anhand des Programms im Speicher 42 und gemäß dem Kochmodus, den der Benutzer in der Menüanzeige 34 eingestellt hat.
- Das Magnetron 16, die Herdheizeinrichtung 18 und die Grillheizeinrichtung 22 sind jeweils über einen Treiber 44 mit dem Mikrocomputer 40 verbunden. Ein Sensor 46, z. B. ein Gassensor, und ein Thermistor, der den Kochzustand erfassen kann, ist ebenfalls mit dem Mikrocomputer 40 verbunden.
- Die Arbeitsweise der ersten Ausführungsform wird nun mit Bezug auf Fig. 4 bis Fig. 6 beschrieben.
- Wird automatisches Kochen gewählt, so dreht der Benutzer zuerst die Bedienscheibe 36, um einen Kochmodus aus den Kochmodi in der Menuanzeige 34 zu wählen. Dreht der Benutzer die Bedienscheibe 36 im Uhrzeigersinn, so wird aufgrund der Drehung der Bedienscheibe 36 ein Impuls an den Controller 38 gesendet. Der Controller 38 erkennt die Richtung und den Betrag der Drehung der Bedienscheibe 36. Da die Drehung im Uhrzeigersinn erfolgt, wird einer der Menüabschnitte 34a, 34b und 34c aufgrund des Betrags der Drehung hell darge stellt. Ist die Drehung der Bedienscheibe 36 zu Ende, so ist einer der Menüabschnitte, beispielsweise der Abschnitt 34a, gewählt und hell dargestellt.
- Der Benutzer dreht nun die Bedienscheibe 36 im Gegenuhrzeigersinn. Aufgrund der Drehung der Bedienscheibe 36 wird wiederum ein Impuls an den Controller 38 gesendet. Der Controller 38 erkennt die Richtung und den Betrag der Drehung der Bedienscheibe 36. Da die Drehung im Gegenuhrzeigersinn erfolgt, wird ein Kochmodus, beispielsweise REIS, im Menüabschnitt 34a in einer anderen Farbe als der restliche Menüabschnitt 34a dargestellt.
- Damit ist der Kochmodus "REIS" gewählt und eingestellt. Der Controller 38 liest das Programm im Speicher 42, das dem Kochmodus "REIS" entspricht, und stellt das Programm ein. Anschließend zählt der Controller 38 eine Zeitspanne, während die Scheibe fortlaufend gedrückt wird. Übersteigt die Zeitspanne eine vorbestimmte Zeitdauer T1, so startet der Controller 38 das eingestellte Programm, d. h., der Mikrowellenherd 10 betätigt das Magnetron 16, um den Reis zu erwärmen.
- Da eine Anzahl Benutzerfunktionen durch die Verwendung der Bedienscheibe 36 programmiert wird, kann am Mikrowellenherd 10 der für die Tasten erforderliche Platz und die Tastenanzahl so gering wie möglich gemacht werden.
- Darüber hinaus ist der Kochmodus für den Benutzer leicht zu wählen.
- Dies wird nun ausführlicher mit Bezug auf Fig. 4 beschrieben. Der Mikrocomputer 40 stellt fest, ob die Bedienscheibe 36 gedrückt wird (Schritt S1). Trifft für Schritt S1 "JA" zu, so beginnt der Zeitgeber 39 zu zählen (falls der Zeitgeber angehalten ist), oder er fährt fort zu zählen (falls der Zeitgeber bereits zählt) (Schritt S2). Trifft für Schritt S1 "NEIN" zu, so hört der Zeitgeber 39 auf zu zählen, und der Zählerstand des Zeitgebers 39 wird gelöscht (Schritt 4). Der Mikrocomputer 40 stellt fest, ob sich die Bedienscheibe 36 dreht, d. h., durch die Drehung der Bedien scheibe 36 wird ein Impuls in den Mikrocomputer 40 eingegeben. Trifft im Schritt S3 "JA" zu, so stellt der Mikrocomputer 40 ausgehend vom Impuls, den die Drehung der Bedienscheibe 36 bewirkt, einen Kochmodus ein (Schritt S5). Der Zählerstand des Zeitgebers 39 wird gelöscht (Schritt S6). Der Mikrocomputer 40 stellt fest, ob die Zeitspanne des Zeitgebers 39 einen vorbestimmten Wert T1 übersteigt, beispielsweise 0,3 Sekunden (Schritt S7). Trifft im Schritt S3 "NEIN" zu, so schreitet der Ablauf zum Schritt S7 fort. Gilt im Schritt S7 "NEIN", so kehrt der Ablauf zum Schritt S1 zurück. Der Ablauf zwischen dem Schritt S1 und dem Schritt S7 wiederholt sich. Trifft für den Schritt S7 "JA" zu, so beginnt die Mikrowelle 10 mit dem Kochen gemäß dem eingestellten Kochmodus.
- Wird die Bedienscheibe 36 gedreht, siehe Fig. 5, so erhöht der Zeitgeber 39 den Zählerstand, d. h. die Zeit t. Endet das Drücken der Bedienscheibe 36 bevor die Zeit t den vorbestimmten Wert T1 überschreitet, so beendet der Mikrocomputer 40 das Zählen des Zeitgebers 39 und löscht die Zeit t. Dadurch beginnt der Mikrowellenherd 10 nicht mit dem Kochen, siehe den Kurvenverlauf a in Fig. 5.
- Wird dagegen die Bedienscheibe 36 länger als der vorbestimmte Wert T1 gedrückt, so beginnt der Mikrowellenherd 10 mit dem Kochen, siehe den Kurvenverlauf b in Fig. 5.
- Drückt der Benutzer die Bedienscheibe 36 versehentlich für einen Augenblick, so beginnt der Mikrowellenherd 10 daher nicht mit dem Kochen.
- Während der Benutzer die Bedienscheibe 36 fortlaufend drückt, wenn er die Bedienscheibe 36 dreht, wird die Zeit t gelöscht. Endet die Drehung der Bedienscheibe 36, so beginnt der Zeitgeber 39 wieder mit dem Zählen, wenn die Bedienscheibe 36 gedrückt wird. Überschreitet die Zeit t des Zeitgebers 39 den vorbestimmten Wert T1, beispielsweise 0,3 Sekunden, so beginnt der Mikrowellenherd 10 mit dem Kochen.
- Hat der Benutzer den ersten Kochmodus eingestellt, gleichgültig ob willentlich oder versehentlich, so kann der Benutzer den zweiten Kochmodus nochmals einstellen, ohne die Hand von der Bedienscheibe 36 zu nehmen, falls sich der Zählerstand innerhalb der vorbestimmten Zeitdauer T1 befindet. Der Mikrowellenherd 10 ist damit für einen Benutzer bequem zu verwenden.
- In der ersten Ausführungsform hat die Menüanzeige 34 drei Menüabschnitte 34a, 34b und 34c. Der Bereich der Erfindung ist jedoch nicht auf die erste Ausführungsform beschränkt. Ein anderer Weg, durch den der Kochmodus nicht aufgrund der Drehung der Bedienscheibe angezeigt wird, ist beispielsweise die Verwendung eines in gerader Richtung verschiebbaren Betätigungsglieds anstelle der drehbaren Bedienscheibe.
- Fig. 7 bis Fig. 9 zeigen die zweite Ausführungsform dieser Erfindung. Der Aufbau der zweiten Ausführungsform gleicht der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 bis Fig. 3.
- Es wird nur der Betrieb der zweiten Ausführungsform beschrieben, der von der ersten Ausführungsform abweicht. Der Benutzer dreht die Bedienscheibe 36 in der gleichen Weise wie in der ersten Ausführungsform, um einen Kochmodus aus den Kochmodi in der Menüanzeige 34 auszuwählen. Ist der Kochmodus eingestellt, so liest der Mikrocomputer 40 ein Programm, das dem Drehwert und der Drehrichtung der Bedien scheibe 36 entspricht, aus dem Speicher 42. Wird die Bedienscheibe 36 während einer vorbestimmten Zeitspanne T2, beispielsweise 0,3 Sekunden, nicht gedreht, so kann der Mikrocomputer 40 die Information annehmen, daß die Bedienscheibe 36 gedrückt wird, um mit dem Kochen zu beginnen (START FREI).
- Wird die Bedienscheibe 36 gedrückt, so beginnt der Mikrowellenherd 10 nach der vorbestimmten Zeitspanne T2 mit dem Kochvorgang.
- Dreht der Benutzer während der vorbestimmten Zeitspanne T2 die Bedienscheibe 36, so stellt der Mikrocomputer 40 den Kochmodus abhängig von dem Impuls beim Drehen der Bedienscheibe 36 neu ein.
- Der Mikrocomputer 40 bestimmt, ob er die Information zum Beginnen des Kochens (Schritt P1) annehmen kann, d. h., ob die Bedienscheibe 36 in der vorbestimmten Zeitspanne T nicht gedreht wird. Dreht der Benutzer die Bedienscheibe 36, um den Kochmodus zu wählen, so bestimmt der Mikrocomputer 40 im Schritt P1 "NEIN", weil der Computer 40 die Information nicht annehmen kann, d. h. der Start nicht freigegeben ist. Der Mikrocomputer 40 bestimmt, ob die Bedienscheibe 36 gedreht wird, d. h., ob ein Impuls, der durch das Drehen der Bedienscheibe 36 erzeugt wird, in den Mikrocomputer 40 eingegeben wird (Schritt P2). Trifft im Schritt P2 "JA" zu, so wird der Kochmodus mit jedem Impuls der Bedienscheibe 36 ge ändert (Schritt P3). Ein Zeitgeber 39 beginnt mit dem Zählen der Zeit t, bis die Bedienscheibe 36 wieder gedreht wird (Schritt P4), und der Ablauf kehrt zum Schritt P1 zurück. Nach dem Anlaufen des Zeitgebers 39 und bevor die Zeit t des Zeitgebers die vorbestimmte Zeitspanne T2 erreicht, stellt der Mikrocomputer 40 im Schritt P1 "NEIN" fest. Wird die Bedienscheibe 36 nicht gedreht, so stellt der Mikrocomputer 40 im Schritt P2 "NEIN" fest, und der Ablauf schreitet zum nächsten Schritt P5 fort, Bevor die Zeit t des Zeitgebers 39 ebenfalls die vorbestimmte Zeitdauer T2 erreicht, kehrt der Ablauf zurück zum Schritt P1. Erreicht die Zeit t des Zeitgebers 39 die vorbestimmte Zeitspanne T2, während die Schritte wiederholt durchlaufen werden, so schreitet der Ablauf zu einem folgenden Schritt P6 fort. Im Schritt P6 gelangt der Mikrocomputer 40 in einen Zustand, in dem er die Information des Kochbeginns annehmen kann. Der Start ist freigegeben, und der Ablauf kehrt zum Schritt P1 zurück. D. h., der Mikrowellenherd 10 beginnt zu dem Zeitpunkt mit dem Kochen, zu dem die Bedienscheibe 36 gedrückt wird.
- Trifft im Schritt P1 "JA" zu, so schreitet der Ablauf zu einem nächsten Schritt P7 fort. Im Schritt P7 bestimmt der Mikrocomputer 40, ob die Bedienscheibe 36 gedrückt wird. Trifft im Schritt P7 "JA" zu, so schreitet der Ablauf zu einem nächsten Schritt P8 fort. Im Schritt P8 steuert der Mikrocomputer 40 das Magnetron 16, die Herdheizeinrichtung 18 oder die Grillheizeinrichtung 22 an und regelt sie gemäß dem Kochmodus, den der Benutzer gewählt hat.
- Ergibt sich im Schritt P7 ein "NEIN", so schreitet der Ablauf zu einem weiteren Schritt P9 fort. Wird die Bedienscheibe 36 im Schritt P9 nicht gedreht, so stellt der Mikrocomputer 40 "NEIN" fest, und der Ablauf kehrt zum Schritt P1 zurück. Trifft im Schritt P9 "JA" zu, d. h., wird die Bedienscheibe 36 gedreht, so schreitet der Ablauf zu einem weiteren Schritt P10 fort.
- Im Schritt P10 stellt der Mikrocomputer 40 fest, ob die Drehung der Bedienscheibe 36 einen vorbestimmten Bereich überschreitet, z. B., ob die Impulsanzahl, die durch das Drehen der Bedienscheibe 36 erzeugt wird, größer ist als Drei. Trifft im Schritt P10 "JA" zu, so verbietet der Mikrocomputer 40, die Information zum Starten des Kochvorgangs anzunehmen, und der Ablauf kehrt zum Schritt S1 zurück. Trifft im Schritt S10 "NEIN" zu, so kehrt der Ablauf zum Schritt S1 zurück. Fig. 6 zeigt den Zustand eines Signals, das durch das Drehen der Bedienscheibe 36 erzeugt wird.
- Dreht der Benutzer die Bedienscheibe 36 versehentlich ein wenig, nachdem er einen Kochmodus ausgewählt und eingestellt hat, und nachdem er die Bedienscheibe 36 zum Starten des Kochvorgangs gedrückt hat, so erreicht das Ausmaß der Drehung nicht den vorbestimmten Wert. Dies ist der Fall, weil stets weniger als drei Impulse auftreten. Dadurch stellt der Mikrocomputer 40 im Schritt P10 "NEIN" fest, und der Ablauf kehrt zum Schritt P1 zurück.
- Drückt der Benutzer anschließend die Bedienscheibe 36, so stellt der Mikrocomputer 40 im Schritt P7 nach dem Schritt P1 "JA" fest, und der Mikrowellenherd 10 beginnt im Schritt P8 mit dem Kochvorgang.
- Wird die Bedienscheibe 36 versehentlich ein wenig gedreht, wenn der Benutzer die Bedienscheibe 36 drückt, so wird gemäß der zweiten Ausführungsform der gewählte Kochmodus nicht verändert, und er bleibt bereit zum Starten. Daher ist es für den Benutzer sehr bequem, den Mikrowellenherd zu verwenden.
Claims (14)
1. Kochvorrichtung, umfassend:
eine Heizvorrichtung zum Erwärmen von
Nahrungsmitteln;
ein Betätigungsglied, das zumindest einen ersten
und einen zweiten Betätigungsmodus aufweist; und
eine Regeleinrichtung zum Betreiben der
Heizvorrichtung zum Erwärmen von Nahrungsmitteln in einem
Kochmodus, der aus einer Anzahl möglicher Kochmodi
abhangig von der Betätigung des Betätigungsglieds im
ersten und zweiten Modus ausgewählt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung
den Kochmodus abhängig vom Grad der Betätigung im
ersten Modus wählt,
und anschließend die Regeleinrichtung die
Heizvorrichtung nicht betreibt, um die Nahrungsmittel im
gewählten Modus zu erwärmen, bis das Betätigungsglied im
zweiten Betätigungsmodus betätigt wird, und zwar mit
einem besonderen zeitlichen Zusammenhang zwischen der
Betätigung des Betätigungsglieds im ersten Modus und im
zweiten Modus.
2. Kochvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der besondere
zeitliche Zusammenhang erfordert, daß die Betätigung im
zweiten Modus für eine bestimmte Zeit nach der
Betätigung im ersten Modus erhalten bleibt.
3. Kochvorrichtung nach Anspruch 2, in der die
Regeleinrichtung den Kochmodus abhängig vom neuen
Betätigungsgrad im ersten Modus neu wählt, wenn eine weitere
Betätigung im ersten Modus vor Ablauf der vorbestimmten
Zeitspanne erfolgt, und die Regeleinrichtung
anschließend die Heizvorrichtung nicht betätigt, um die
Nahrungsmittel
im neu gewählten Kochmodus zu erwärmen, bis
der zweite Betätigungsmodus des Betätigungsglieds für
eine vorbestimmte Zeitspanne nach der weiteren
Betätigung im ersten Modus aufrecht erhalten wird.
4. Kochvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der besondere
zeitliche Zusammenhang erfordert, daß der zweite
Betätigungsmodus frühestens eine vorbestimmte Zeitspanne
nach der letzten Betätigung im ersten Modus ausgeführt
wird.
5. Kochvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die
Regeleinrichtung den Kochmodus abhängig vom neuen
Betätigungsgrad im ersten Modus neu wählt, wenn eine weitere
Betätigung im ersten Modus vor Ablauf der vorbestimmten
Zeitspanne erfolgt, und die Regeleinrichtung
anschließend die Heizvorrichtung nicht betätigt, um die
Nahrungsmittel im neu gewählten Kochmodus zu erwärmen,
wenn die Betätigung im zweiten Modus nicht frühestens
eine vorbestimmte Zeitspanne nach der letzten
Betätigung im ersten Modus ausgeführt wird.
6. Kochvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Regelein
richtung den gewählten Kochmodus abhängig von einer
weiteren Betätigung des Betätigungsglieds im ersten
Modus ändert, der nach Ablauf einer vorbestimmten
Zeitspanne auftritt, jedoch vor der Betätigung des
Betätigungsglieds im zweiten Modus.
7. Kochvorrichtung nach Anspruch 6, wobei die
Regeleinrichtung den gewählten Kochmodus nur dann ändert, wenn
die weitere Betätigung des Betätigungsglieds im ersten
Modus sich über einen vorbestimmten Bereich hinaus
erstreckt.
8. Kochvorrichtung nach irgendeinem vorhergehenden
Anspruch,
ferner umfassend eine Anzeige, auf der der
eingestellte Kochmodus angezeigt wird.
9. Kochvorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Anzeige
mehrere Menüabschnitte umfaßt, die jeweils eine Anzahl
Kochmodi enthalten.
10. Kochvorrichtung nach irgendeinem vorhergehenden
Anspruch, zudem umfassend einen Speicher, in dem ein
Programm für jeden Kochmodus gespeichert ist, und in der
die Regeleinrichtung die Heizvorrichtung abhängig vom
Programm im Speicher und dem gewählten Kochmodus
regelt.
11. Kochvorrichtung nach irgendeinem vorhergehenden
Anspruch, wobei der erste Betätigungsmodus des
Betätigungsglieds eine Drehbewegung umfaßt, und der zweite
Betätigungsmodus des Betätigungsglieds eine
Drückbewegung umfaßt.
12. Kochvorrichtung nach irgendeinem vorhergehenden
Anspruch, wobei die Regeleinrichtung den Beginn des
Kochmodus abhängig davon feststellt, daß die zweite
Betätigung für eine vorbestimmte Zeitspanne aufrecht erhalten
wird.
13. Kochvorrichtung nach irgendeinem vorhergehenden
Anspruch, wobei die Heizvorrichtung ein Magnetron
enthält.
14. Verfahren zum Betreiben einer Kochvorrichtung, die eine
Heizvorrichtung zum Erwärmen von Nahrungsmitteln und
ein Betätigungsglied enthält, das zumindest einen
ersten und einen zweiten Betätigungsmodus aufweist, wobei
das Verfahren die Schritte umfaßt:
Erfassen der Betätigung des Betätigungsglieds im
ersten und im zweiten Betätigungsmodus, um einen
Kochmodus aus einer Anzahl möglicher Kochmodi zu wählen;
Betreiben der Heizvorrichtung zum Erwärmen von
Nahrungsmitteln im gewählten Kochmodus,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kochmodus abhängig
vom Betätigungsgrad des Betätigungsglieds im ersten
Modus gewählt wird, und
die Heizvorrichtung nicht betrieben wird, um die
Nahrungsmittel im gewählten Kochmodus zu erwärmen, wenn
die Betätigung im zweiten Betätigungsmodus nicht in
besonderem zeitlichen Bezug zwischen dem Betätigen des
Betätigungsglieds im ersten und im zweiten Modus
erfolgt.
Applications Claiming Priority (2)
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