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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Speisen
einer hinter der Vorrichtung angeordneten Pumpanordnung mit
mehrphasigem Fluid.
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Insbesondere ist die Erfindung ausgelegt für die Verteilung
mehrphasiger oder polyphasischer Fluide, die eine flüssige Phase
und eine gasförmige Phase gegebenen GLR-Wertes umfassen. Das
Verhältnis GLR wird im folgenden Text definiert als das
Verhältnis der gasförmigen Phase eines polyphasischen Fluids bezogen
auf die flüssige Phase.
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Die Heranführung von Fluiden oder Abströmen vom polyphasischen
Typ ohne Trennung ihrer Bestandteile läßt eine große
industrielle Wichtigkeit erkennen, da sie die Trennung der Phasen
vom Abstrom und die Rekompression oder das Pumpen jede der
Phasen in getrennter Weise vermeidet. Dieses Verfahren zur Führung
der Abströme ohne Trennung erfordert jedoch die Verwendung von
Pumpen, die in der Lage sind, den Abströmen einen ausreichenden
Wert des Drucks zu verleihen, um ihre Förderung über eine
gewisse Distanz sicherzustellen.
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Die größte Zahl der Pumpen, wenn nicht alle, sind so ausgelegt,
daß sie Abströme fördern, die einen GLR-Wert haben, der zu einem
definierten Intervall gehört. Um diese Begrenzung zu beheben,
greift man auf eine Vorrichtung zur Steuerung der Schwankungen
der Abströme zurück, die vor der Pumpe angeordnet ist und die es
ermöglicht, letzterer einen Abstrom zu liefern, dessen GLR-Wert
kompatibel mit den Arbeitscharakteristiken der Pumpe ist.
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So beschreibt die FR-A-2.642.539 (oder WO 90/08585) eine
Vorrichtung, die es ermöglicht, die plötzlichen Veränderungen der
Flüssigkeit und des Gases, die in der Vorrichtung ankommen zu
dämpfen und zu steuern, insbesondere während des Auftretens von
Gas- oder Flüssigkeitsstopfen, d.h. einer erheblichen Menge von
Fluid, das ausschließlich aus gasförmiger Phase oder flüssiger
Phase zusammengesetzt ist, und der nachgeschalteten Pumpe einen
Abstrom mit einem gegebenen GLR-Wert zu liefern.
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Bekannt ist auch aus der franzosischen Patentanmeldung FR-A-
2.685.791 ein Verfahren, das es ermöglicht, eine Vorrichtung des
in der franzosischen Patentschrift 2.642.539 vorbeschriebenen
Typs vorzudimensionieren, derart, daß in jedem Augenblick man
über eine ausreichende Flüssigkeitsmenge verfügt, um eine
erhebliche Menge Gas abzuziehen und einen optimalen GLR-Wert als
Funktion der Charakteristiken der nachgeschalteten
polyphasischen Pumpe aufrecht zu erhalten.
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Es wird aber immer wichtiger, über eine Vorrichtung zu verfügen,
die es ermöglicht, einer Pumpanordnung, die aus wenigstens zwei
Pumpen zusammengesetzt ist, ein polyphasisches Fluid zu
übertragen, dessen GLR-Wert kompatibel mit der Funktion jeder der
Pumpen ist. Der Transport eines polyphasischen Fluids
erheblichen Volumens kann nämlich die Verwendung mehrerer Pumpen
erfordem, wobei jede Pumpe ihre eigenen Eigenschaften hat.
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Darüber hinaus versucht man, immer kompaktere und leichtere
Installationen zu verwenden, um einer wirtschaftlichen Sorge
nachzukommen und um die Produktion in schwierigen Zonen zu
ermöglichen.
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Schließlich ist es notwendig, über einfache und verläßliche
Vorrichtungen bereits von der Konzeption her zu verfügen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Speisung
einer Pumpanordnung mit einem polyphasischen Fluid, das sich aus
wenigstens einer flüssigen Phase und einer gasförmigen Phase
zusammensetzt, wobei die Anordnung wenigstens zwei Pumpen
umfaßt, die Vorrichtung einen Trennspeicher für diese Phasen
umfaßt, der mit wenigstens einer Einlaßöffnung für dieses
polyphasische Fluid sowie mit Mitteln zur Entnahme seines Inhalts
versehen ist, die Vorrichtung wenigstens zwei Entnahmerohre umfaßt,
die sich in diesen Speicher derart erstrecken, daß die
Grenzfläche zwischen diesen Phasen im Normalbetrieb durchsetzt wird,
wobei jedes dieser Entnahmerohre wenigstens eine
Austrittsöffnung und Entnahmeöffnungen aufweist, die über wenigstens einen
Teil seiner Länge verteilt sind, um am Ausgang Unter-Abströme,
je mit einem GLR-Wert zu erhalten. Sie zeichnet sich dadurch
aus, daß sie Verteilermittel für diese Abströme umfaßt, die
jeden der Ausgänge dieser Entnahmerohre mit wenigstens einer der
Pumpen der Pumpanordnung in Verbindung setzt, wobei diese
Verteilermittel diese Unter-Abströme als Funktion ihres GLR-Werts
und/oder eines charakteristischen Parameters dieser
Unter-Abströme und/oder eines charakteristischen Parameters dieser
Pumpanordnung aufteilen.
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Die Vorrichtung kann Meßmittel für charakteristische Parameter
des Fluids sowie Signalverarbeitungs- und -erzeugungsmittel
umfassen, welche Steuersignale gegen die Verteilermittel als
Funktion ihrer gemessenen Werte der Parameter liefern.
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Die Vorrichtung kann Meßmittel umfassen, die wenigstens einen
Durchflußmesser aufweisen, der es ermöglicht, den Fluiddurchsatz
am Austritt der Entnahmerohre zu erhalten.
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Die Meßmittel können wenigstens eine Meßvorrichtung für den GLR-
Wert des Abstroms oder Unter-Abstroms am Austritt aus dem
Entnahmemittel umfassen.
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Die Verteilermittel sind beispielsweise ferngeregelt.
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Die Meßmittel umfassen beispielsweise eine Vorrichtung, die es
ermöglicht, Pannen wenigstens einer der Pumpen zu erfassen.
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Die beiden Entnahmemittel erzeugen beispielsweise zwei
Unterabströme, je mit unterschiedlichen GLR-Werten und die
Pumpanordnung kann wenigstens zwei Mehrphasenpumpen umfassen, wobei
jede der Pumpen eigene Pumpcharakteristiken hat und je so
ausgelegt sind, daß sie als Funktion einer dieser GLR-Werte eines
der Unter-Abströme funktioniert.
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Jedes Entnahmerohr kann wenigstens einen gemeinsamen Ausgang für
die flüssige Phase und die gasförmige Phase umfassen.
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Einer der Vorteile der Vorrichtung besteht darin, mit
mehrphasigem Fluid, das einen geregelten GLR-Wert hat, eine Pumpanordnung
zu speisen, die mehrere polyphasische Pumpen hat, welche je über
eine Funktionseigencharakteristik verfügt.
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Ein anderer durch die Vorrichtung gebotener Vorteil besteht
darin, die Anzahl der verwendeten Pumpen auf den reellen
Durchsatz des polyphasischen aus einer der Abstromquellen
stammenden Fluids anzupassen.
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Andere Vorteile und Merkmale der Vorrichtung nach der Erfindung
ergeben sich besser beim Lesen der nachstehenden Beschreibung,
in der auf die beiliegenden Figuren Bezug genommen wird. Diese
zeigen in:
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- Fig. 1 einen Speicher, der mit drei mit Löchern durchbohrten
Rohren ausgestattet ist, deren Beschreibung günstig für das
Verständnis der Erfindung ist;
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- Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der
Erfindung, die eine Sammelleitung und Berechnungsmittel für den
Fluiddurchsatz umfassen,
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- Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante der Vorrichtung nach
Fig. 2, für die die Rechnermittel durch Meßmittel ersetzt sind,
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- Fig. 4 zeigt die Verwendung der Vorrichtung nach der Erfindung
für eine Anordnung von Abstromquellen, und
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- Fig. 5 zeigt genauer ein System zur Verteilung der aus
Entnahmerohren entstammenden Anströme.
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Die nachstehend beschriebene Vorrichtung ermöglicht es, ein
polyphasisches Fluid, beispielsweise ein Erdölfluid, das aus
einer gasförmigen und einer flüssigen Phase sich zusammensetzt,
in mehrere polyphasische Ströme zu unterteilen, deren GLR-Wert
geregelt wird, im folgenden als Sekundärströme bezeichnet, und
diese Sekundärströme zu wenigstens einer der polyphasischen
Pumpen einer Pumpenanordnung zu leiten.
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Dieses Ergebnis wird erhalten dank der Verwendung eines
Speichers oder Steuerballons, der mit mehreren mit Öffnungen
durchbohrten Rohren ausgestattet ist, wobei die Verteilung
dieser Öffnungen als Funktion der Pumpcharakteristiken der Pumpe,
die diesem Rohr zugeordnet ist, gewählt wird.
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Das polyphasische Fluid wird von einer Abstromquelle 5 in eine
Vorrichtung geführt, die einen Speicher 2 umfaßt, der mit
mehreren Entnahmerohren ausgestattet ist, und zwar über eine
Kanalleitung 1 oder eine Zuführungsleitung. Die Vorrichtung ist
beispielsweise in Fig. 1 ausgestattet mit drei Entnahmerohren
TC1, TC2, TC3. Diese Entnahmerohre TC1, TC2, TC3 sind jeweils
mit Entnahmeöffnungen O1, O2, O3 versehen, die zonenweise über
wenigstens einen Teil der Länge jedes der Rohre verteilt sind.
Die Verteilung dieser Öffnungen, d.h. deren Verteilung und deren
geometrische Charakteristiken werden derart gewählt, daß am
Austritt des Rohrs ein vorher definierter GLR-Wert erhalten
wird.
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Jedes Entnahmerohr TC1, TC2, TC3 ist mit einem Abzugsrohr,
jeweils C1, C2, C3 für den Abstrom gegen wenigstens eine Pumpe P1,
P2, P3 einer Pumpanordnung verbunden.
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Das Bezugszeichen 1 schematisiert die Grenzfläche Flüssigkeit-
Gas.
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Vorteilhaft ist es, am Eintritt des Speichers ein System,
beispielsweise Schikanen 13, 14 anzuordnen, die eine zu große
Störung des Niveaus der Grenzfläche Flüssig-Gas bei einem zu
plötzlichen Ankommen von Fluid im Speicher 2 zu vermeiden. Die
Verwendung dieser Schikanen- oder Umlenkwände bietet darüber
hinaus den Vorteil, ein im wesentlichen konstantes
Grenzflächenniveau I in der Anordnung des Speichers zu erhalten.
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Die Entnahmeöffnungen können in unterschiedlicher Weise verteilt
sein. Sie können so verteilt sein, wie in der französischen
Patentschrift FR 2.642.539 angegeben.
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Wünscht man eine Anpassung zwischen dem Wert des GLR eines
Abstroms am Austritt des Entnahmerohrs und dem zu erhalten, der
den besseren Arbeitscharakteristiken einer Pumpe, die hinter
diesem Rohr angeordnet ist, entspricht, so kann man
beispielsweise zur Bestimmung der Verteilung der Öffnungen die in der
französischen Patentanmeldung 91/16.231 beschriebene Methode
verwenden. Die Verteilung der Öffnungen längs eines Rohres,
beispielsweise TC1, ist derart, daß der am Austritt dieses
Rohres erhaltene GLR-Wert den Arbeitscharakteristiken der mit ihr
verbundenen Pumpe, in der Fig. P1 entspricht. Eine der
wesentlichen einzuhaltenden Charakteristiken der Pumpe ist der Wert GLR,
den die Pumpe am Eintritt oder am Einlaß zuläßt und der es ihr
ermöglicht, dem Abstrom einen ausreichenden Druckwert zu
erteilen, um dessen Transport sicherzustellen. In unserem Fall
besteht die Anpassung darin, ein GLR-Wert des ankommenden Abstroms
in Höhe einer Pumpe an den GLR-Wert, den sie am Einlaß zuläßt,
anzupassen.
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So ermöglicht es die Erfindung, einen in mehrere Unter-Abströme
angepaßter GLR-Werte unterteilten Abstrom auf mehrere parallel
arbeitende Pumpen aufzuteilen und die je ihre
Pumpeigencharakteristik haben, indem ein Entnahmerohr einer Pumpe als Funktion
der GLR-Werte des Abstroms am Austritt des Rohres und der GLR-
Wert des Betriebs der Pumpe zuzuordnen.
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Eine der möglichen Anwendungen der Vorrichtung nach der
Erfindung besteht darin, die Anzahl der für die Förderung des im
Speicher ankommenden Fluids als Funktion des reellen Durchsatzes
der Ausströmquelle zu wählen. Da ja der Produktionsabstrom
während der Lebensdauer eines Bohrlochs variiert, bevorzugt man,
die Anzahl der verwendeten Pumpen zur Förderung des Abstroms an
den reellen Durchsatz des Bohrlochs anzupassen, und diese in
jedem Moment. Hierzu muß man in jedem Augenblick den Wert des
Durchsatzes der Quelle für die Abströme kennen, wobei man dies
auf verschiedenartigste Art und Weise erhalten kann, von denen
einige im folgenden Text beschrieben werden.
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Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der
Erfindung, ausgestattet mit einer Rechnereinrichtung für den
Durchsatz der Abströmquelle 5. Der Speicher 2 umfaßt zwei
Entnahmerohre TC4, TC5, die jeweils mit Öffnungen O4, O5 versehen
sind, er ist mit Meßmitteln wie beispielsweise einem Druckgeber
3 und einem Niveaudetektor 4 ausgestattet. Diese Rohre
durchsetzen im Normalbetrieb die Grenzfläche Gas-Flüssigkeit, durch
I symbolisisert, und sie können vertikal sein und zu beiden
Seiten den Speicher 2 durchsetzen. Sie sind mit einer
Sammelleitung 5 über Leitungen C4, C5 verbunden, die selbst mit einer
Pumpanordnung verbunden ist, die in unserem Beispiel zwei Pumpen
P4, P5 umfaßt, und zwar über Förderleitungen L4, L5. Meßmittel
für den Druck des Abstroms wie Druckgeber 6, 7 sind am Eintritt
jeder Pumpe P4, P5 positioniert und liefern den Druckwert des
Abstroms, gemessen auf der Saugseite der Pumpe. Die
verschiedenen Meßmittel 3, 4, 6 und 7 sind über elektrische
Verbindungsmittel mit einer Verarbeitungs- und Steuereinrichtung 8,
beispielsweise einem programmierbaren Prozessor verbunden. Die aus
diesen verschiedenen Meßmitteln stammenden Informationen werden
an den Prozessor 8 gegeben, der den Wert des GLR in Zuordnung zu
einem Entnahmerohr berechnet sowie dauernd den Wert des
Durchsatzes des Abstroms, der durch jedes Entnahmerohr TC1, TC2 geht.
Als Funktion dieser berechneten Werte gibt der Prozessor 8 ein
Steuersignal, daß das Öffnen und/oder Schließen der
Sammelleitungsventile derart steuert, daß der Abstrom gegen eine oder
mehrere Pumpen verteilt wird. Der Prozessor ist so mit der
Sammelleitung 5 über eine elektrische Verbindung verbunden, die es
ermöglicht, beispielsweise die zum Steuern der Ventile
notwendigen Signale zu übertragen.
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Die Betriebsweise einer solchen Vorrichtung kann beispielsweise
wie folgt vor sich gehen: in jedem Augenblick kennt man aus
denen dem Fachmann wohlbekannten Messungen den Wert des
Durchsatzes der Quelle für die Abströme. Ausgehend von diesem Wert,
dem Wert des GLR bezogen auf ein bestimmtes Entnahmerohr,
beispielsweise indem man das in der FR-A-2.685.791 beschriebene
Verfahren verwendet, Druckwerten, die am Eintritt einer Pumpe
gemessen werden, berechnet der Prozessor 8 die jeweiligen Mengen
von Gas und Flüssigkeit, die durch jedes Entnahmerohr gehen und
zieht hiervon den Wert des Durchsatzes Qi des Abstroms, der
durch ein Entnahmerohr geht, ab. Indem man die verschiedenen
vorher bestimmten Mengen summiert, erhält man den Wert des
Durchsatzes des Gesamtabstroms, der durch die verschiedenen
Entnahmerohre geht. Der Prozessor 8 vergleicht diesen neuen Wert
mit einem Schwellenwert.
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Wenn der neue Wert sich unterhalb des Schwellenwerts befindet,
agiert der Prozessor in unterschiedlichster Weise, von denen
zwei bevorzugte im folgenden beschrieben werden.
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1) Wenn die vorher bestimmten Werte des GLR benachbart sind,
gibt der Mikroprozessor:
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- ein Steuerungsöffnungs- oder -schließsignal der Ventile der
Sammelleitung, damit die aus den verschiedenen Entnahmerohren
stammenden Abströme, die über die Leitungen C4, C5 gehen, auf
eine der Leitungen L4, L5 verteilt werden, die zur Pumpgruppe
führt, und
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- ein Steuersignal, das allein die Pumpe in Gang setzt, bei der
die Gesamtheit der aus den verschiedenen Entnahmerohren
kommenden Abströme ankommt.
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Auf diese Weise paßt man die Anzahl der Pumpen im Betrieb an die
Menge der Abströme, die aus der Quelle kommen oder den reellen
Durchsatz der Abstromquelle an.
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2) Wenn die Werte des GLR unterschiedlich sind, berechnet der
Mikroprozessor dann den mittleren Wert des GLR, in Zuordnung zu
verschiedenen Entnahmerohren. Er vergleicht diesen Wert mit den
Werten der den Pumpen zugeordneten GLR, die in der Pumpgruppe
enthalten sind und orientiert die Gesamtheit der Abströme gegen
die Pumpe vom benachbarten GLR-Wert. Hierzu gibt der
Mikroprozessor ein Steuersignal auf das Sammelleitungsventil, das die
Pumpe in Gang setzt, die den Wert des GLR wiedergibt, der dem
mittleren bestimmten GLR-Wert am nächsten kommt.
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In der Ausführungsform der Fig. 3 ist jede Leitung für den
Abstrom C4, C5 mit Meßmitteln 10, 12 für den Durchsatz des
Abstroms und Mitteln 9, 11 ausgestattet, die es ermöglichen, den
Wert des Parameters GLR zu bestimmen, den der Abstrom beim
Eintritt in eine Pumpe besitzt.
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Die Funktionsweise einer solchen Vorrichtung unterscheidet sich
von der mit Bezug auf Fig. 2 beschriebenen durch die Art und
Weise, wie der Durchsatz des Abstroms für jedes Entnahmerohr und
für seinen GLR-Wert erhalten wird. Man nimmt bei dieser
Ausführungsform eine Messung des GLR-Werts und des Werts des
Durchsatzes für jeden dieser Abströme mit Hilfe geeigneter
Vorrichtungen 9, 11 und 10, 12 vor.
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Die Steuerung der Verteilung dieser Unterabströme und das
Ingangsetzen der für den Transport des Ganzen notwendigen Pumpen
ist dann identisch dem mit Bezug auf Fig. 2 beschriebenen.
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Beispielsweise verwendet man, zur Messung des Werts des GLR eine
Vorrichtung, wie in der genannten französischen Patentschrift FR
2.647.549 beschrieben.
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Die aus den unterschiedlichen Meßmitteln stammenden
Informationen
werden an den Prozessor 8 gegeben, der sie behandeln, so wie
vorher beschrieben.
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Die Vorrichtung nach Fig. 2 kann adaptiert werden, um für den
Fall, wo eine Pumpe ausfällt, zu erfassen und zu reagieren.
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Sie umfaßt in diesem Fall zusätzlich zu den mit Bezug auf Fig.
2 beschriebenen Elementen eine Vorrichtung D, die es ermöglicht,
das Ausfallen einer Pumpe zu erfassen. Diese Vorrichtung D ist
mit dem Prozessor über eine elektrische klassische Verbindung
verbunden. Sie zeigt dem Prozessor 8 den Betriebszustand der
Pumpe, mit der er verbunden ist, an und schickt letzterer ein
Alarmsignal, wenn die Pumpe im Betrieb ausfällt. Der Prozessor
8 identifiziert dann die ausgefallene Pumpe, ihre Zahl sowie den
Wert des ihr zugeordneten GLR. Sie vergleicht diesen GLR-Wert
mit den verschiedenen den Pumpen zugeordneten Werten, welche die
Pumpanordnung bilden. Nach Vergleich des GLR-Werts entsprechend
der ausgefallenen Pumpe mit den anderen Werten, gibt der
Prozessor 8 ein Steuersignal der Ventile der Sammelleitung, um die
Menge des an der ausgefallenen Pumpe ankommenden Abstrommenge zu
einer oder mehreren Pumpen der Pumpanordnung zu schicken, und
zwar entsprechend der Menge des Abstroms die
GLR-Charakteristiken haben, die so nahe wie möglich benachbart denen der einen
Ausfall aufweisenden Pumpe sind.
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Die Anzahl der betrachteten sogenannten die Abstrommenge von der
ausgefallenen Pumpe absorbierenden Pumpen hängt von dieser Menge
und der Abstrommenge ab, welche die durch den Prozessor
beaufschlagten Pumpen absorbieren können. Da man in jedem Augenblick
die durch ein mit Öffnungen durchbohrtes Rohr gehende
Abstrommenge sowie die Abstrommenge ausgehend vom Niveau der
unterschiedlichen Pumpen kennt, orientiert der Prozessor 8 über eine
Differenzrechnung die aus der ausgefallenen Pumpe stammende
Abstrommenge gegen die anderen Pumpen, indem er wie folgt
vorgeht: er schickt ein Öffnungssignal zum Ventil entsprechend der
Pumpe, deren GLR-Wert am weitesten benachbart dem des Werts der
ausgefallenen Pumpe ist. Sobald er die maximale Abstrommenge,
welche die beaufschlagte Pumpe maximal aufnehmen kann,
umgeleitet hat, beaufschlagt der Prozessor die Pumpe, die den folgenden
GLR-Wert hat, der der ausgefallenen Pumpe am nächsten kommt und
steuert das Ventil, wodurch es möglich wird, einen Teil des
Restes des Abstroms aus der ausgefallenen Pumpe gegen die zweite
beaufschlagte Pumpe umzuleiten. Der Prozessor arbeitet so
weiter, bis die Gesamtheit des aufzuteilenden Unter-Abstroms oder
wenigstens die größtmögliche Menge auf die verschiedenen Pumpen
aufgeteilt ist.
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Allgemein ermöglicht die Erfindung eine gute Adaptation zwischen
dem reellen Durchsatz des aus der Quelle stammenden Abstroms und
der Pumpmittel dank einer Verwendung von mehreren perforierten
Entnahmerohren, die in einem Steuerbehälter oder -ballon
angeordnet sind.
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Fig. 4 ist ein anderes Anwendungsbeispiel einer Vorrichtung nach
der Erfindung, die mehrere Fluidquellen umfaßt, beispielsweise
Erdölbohrlöcher S1, S2, ... Sn, die über Leitungen 16 mit dem
Speicher 2 vermittels der Leitung 1 verbunden sind. Der
effektive Durchgang des aus einer Quelle S1, S2, ... Sn stammenden
Abstroms gegen den Speicher oder Steuerballon 2 wird
beispielsweise durch ein Ventil V1, V2, ... Vn geregelt. Dieses Ventil
ist von einem klassischen Ventiltyp, wie es gewöhnlich auf dem
Erdölgebiet verwendet wird und kann vermittels Steuerleitungen
in den Fachleuten an sich bekannter Weise ferngesteuert werden.
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Der Steuerballon 2 (Fig.4) umfaßt mehrere Entnahmerohre TC1,
TC2, ... TCN, die mit einer Verteilergruppe 15 verbunden sind,
die die Speisung oder Verteilung des Abstroms auf die
hydraulischen Pumpen P1, P2, ... Pt regelt. Dieses System ermöglicht
es, die Pumpen P1 bis Pt entsprechend unterschiedlicher Modes zu
speisen, von denen einige Beispiele im folgenden gegeben werden.
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So schematisiert Fig. 5 ein Beispiel eines Verteilersystems des
Abstroms, bei dem jedes Rohr TC1, TC2, TC3, TC4 mit einer
Kanalleitung C1, C2, C3, C4 verbunden ist und der Eingang oder die
Saugseite einer Pumpe P1, P2, P3, P4, die in der Figur aus
Vereinfachungsgründen nicht dargestellt ist, wird mit einer Leitung
CA1, CA2, CA3 verbunden. Die Anzahl der Kanalleitungen C1 kann
unterschiedlich von der Anzahl der Leitungen CA1 sein.
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Jede Kanalleitung Ci, i=1,4, ist mit einer Kanalleitung CAj,
j=1,3 für ein Ventil Vij verbunden.
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Eine solche Vorrichtung kann wie folgt arbeiten: Wenn die
Ventile Vii offen sind und die anderen Ventile geschlossen sind,
geht der aus einer Quelle Si kommende Abstrom über die
Kanalleitung Ci, dann in das Rohr TCi, um dann auf die Pumpe Pi
vermittels der Leitung CAi verteilt zu werden. In diesem
Konfigurationsbeispiel ermöglicht ein Entnahmerohr Tci den Abstrom
lediglich gegen eine Pumpe Pi. Indem man die Ventile V41, V42 und
V43 öffnet, läßt man den aus dem Entnahmerohr TC4 stammenden
Abstrom zu den Pumpen P1, P2, P3 gelangen, die dann jeweils über
die Rohre TC1, TC4; TC2, TC4; und TC3, TC4 gespeist werden.
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Die Ventile Vij werden beispielsweise ferngesteuert und mit
Hilfe des Prozessors 8 hilfsgesteuert, derart, daß die
Arbeitsweise der aus den verschiedenen Abstromquellen und der
hinter dem Speicher positionierten Pumpen optimiert wird. Diese
Optimierung kann beispielsweise darin bestehen, die Anzahl der
Pumpen als Funktion des reellen Durchsatzes der Abstromquellen
zu wählen, wie vorher beschrieben wurde.
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Die Optimierung kann auch darin bestehen, eine fast vollständige
Anpassung zwischen dem Wert des aus einem Entnahmerohr
austretenden Abstroms und einer hinter dem Rohr befindlichen Pumpe zu
erhalten.
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Man verläßt den Rahmen der Erfindung nicht, wenn eine Pumpe über
zwei Entnahmerohre gespeist wird. Tatsächlich kann eine solche
Vorrichtung von Interesse sein, wenn die physikalischen
Eigenschaften des Bohrlochs wie Druck und Durchsatz über die Zeit
variieren.
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Wenn der Speicherballon drei vertikale Entnahmerohre umfaßt,
können diese leichter gemacht oder an den Spitzen eines Dreiecks
angeordnet werden.