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DE692827C - Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern - Google Patents

Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern

Info

Publication number
DE692827C
DE692827C DE1936C0051735 DEC0051735D DE692827C DE 692827 C DE692827 C DE 692827C DE 1936C0051735 DE1936C0051735 DE 1936C0051735 DE C0051735 D DEC0051735 D DE C0051735D DE 692827 C DE692827 C DE 692827C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
waste water
cleaning
dairy waste
dairy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1936C0051735
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Karl Uhl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DE1936C0051735 priority Critical patent/DE692827C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE692827C publication Critical patent/DE692827C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • C05F1/007Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof from derived products of animal origin or their wastes, e.g. leather, dairy products
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5236Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using inorganic agents
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

'.CJI735
Die Abwässer der Molkereien bestehen aus Fußbodenspülwasser, Spülwasser, herrührend von der Reinigung der Kannen und Flaschen sowie anderer Milchaufbewahrungs- und -transportbehälter, Spülwasser von den Kühl- und Pasteurisierungsanlagen und schließlich aus Butterwaschwasser, bei dem in der Regel wieder zu unterscheiden ist zwischen erstem und zweitem Butterwaschwasser.
ίο Diese Abwässer, die bis jetzt fast in allen Fällen unbehandelt in die Vorfluter abgelassen wurden, machen sich sehr unangenehm bemerkbar, da sie besonders in der warmen Jahreszeit wegen ihres Eiweißgehaltes schwefelwasserstoff- und ammoniakhaltige Gase entwickeln. Weiter setzen sich in mit solchem Abwasser besc'hickten Vorflutern alsbald schleimige Schlammschichten ab, die schon deshalb von Übel sind, .weil sie willkommene Nährböden für allerlei unerwünschte Keime sind, und schließlich trüben sich die Gewässer erheblich durch die in den Molkereiabgängen enthaltenen Fettstoffe.
Man hat es deshalb nicht an praktischen Versuchen fehlen lassen, um mit Hilfe von biologischen und chemischen Verfahren in Kläranlagen eine Reinigung vorzunehmen. So sind z. B. auch Eisen- und Aluminiumsalze, die auch in der sonstigen Abwässerreinigungstechnik, z.B. als Ferrisulfat ev. im Gemisch mit Aluminiumsulfat als Fällungsmittel, bekannt sind, angewandt worden. Es hat sich dabei jedoch ergeben, daß die Anwendung dieser Verbindungen und Verfahren • nicht zu dem gewünschten Erfolge führte, da Molkereiabwässer eine besondere Stellung einnehmen und demzufolge auch eine besondere Technik verlangen.
. Es hat sich gezeigt, daß als störender Faktor insbesondere das Butterwaschwasser zu betrachten ist, das infolge seines Gehaltes an Fett- und sonstigen Stoffen einer Flockung starke Hindernisse bereitet. Diese hindernde Wirkung der Butterwaschwässer tritt um so stärker in Erscheinung, als der saure Charakter der Molkereiabwässer die Flockung an sich schon erschwert.
Man kann also erfindungsgemäß zu einer ausreichenden und vollständigen Unschädlichmachung von Molkereiabwässern dann gelangen, wenn man ihnen die ersten Butterwaschwässer fernhält. Diese können dann nach anderen Verfahren für sich gereinigt werden. Wenn man so vorgeht, ergibt sich beispielsweise bei Verwendung von Eisen- und Aluminiumsalzen eine rasche und ausreichende Flockung.
Die Molkereiabwässer werden also, gesondert vom ersten Butterwaschwasser, in einem * geeigneten Fällungsgefäß gesammelt, worauf
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Karl UhI in Wiesbaden-Biebrich.
die Ausfällung vorgenommen werden kann, wofür Aluminiumsulfat oder Ferrisulfat als besonders gut geeignet gefunden wurden.
Die Anwendung von Ferrisulfat hat den Vorteil, daß nach erfolgter Flockung keine Oxydation der nichtverbrauchten Eisenionen mehr stattfinden kann, wie dies bei Anwendung von Ferrosulfat der Fall ist. Bei Anwendung von Ferrisulfat kann daher im Ge- gensatz zu der bereits bekannten Anwendung von Ferrosulfat keine nachträgliche Ausflockung von Eisensulfat im Vorfluter stattlinden.
Es hat sich allerdings gezeigt, daß bei Verwendung von Aluminiumsulfat die Flockung im allgemeinen rascher als mit Ferrisulfat eintritt und daß sich andererseits die Flocken bei der Aluniiniumsulfatbehandlung manchmal zum Teil an der Oberfläche sammeln. In solchen Fällen ist es von Vorteil, das Ausflocken durch Anwendung eines Gemisches von Ferrisulfat und Aluminiumsulfat zu bewirken.
Die1 Ausflockung der in den Spülwässern enthaltenen Stoffe kann in größeren Absitzbehältern, wie sie in der Abwasserreinigungstechnik verwendet werden, vorgenommen werden. Der auf dein Boden sich ansammelnde
Schlamm wird von Zeit_zu Zeit entfernt und kann z. B. als Düngemittel Verwendung finden.
Beispiel
-Zu 5000 Litern eines Molkereiabwassers, bestehend aus 1000 Litern zweitem Butterwaschwasser, 400 Litern Kühlerspülwasser, 2100 Litern Fußbodenspülwasser, 500 Litern Kannenspülwasser und 1000 Litern Spülwasser von Käsewannen, Magermilchtanks usw. wurden 5 kg einer Mischung von 60 Teilen Aluminiumsulfat Al2(SO4)3 und 40 Teilen Ferrisulfat Fe2 (SO4)3, gelöst in 50 Litern Wasser, zugesetzt. Nach 5 Minuten haben sich bereits etwa 3 cm der obersten Flüssigkeitsschicht geklärt. 3/4 Stunden später ist das Absitzen der Flocken praktisch beendet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Unschädlichmachung von Molkereiabwässern, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigung der Molkereiabwässer erst nach Abscheidung der ersten Butterwaschwässer durch Fällung mit einem wasserlöslichen Ferrisalz gegebenenfalls in Mischung mit Aluminiumsulfat vorgenommen wird.
DE1936C0051735 1936-04-24 1936-04-24 Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern Expired DE692827C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936C0051735 DE692827C (de) 1936-04-24 1936-04-24 Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936C0051735 DE692827C (de) 1936-04-24 1936-04-24 Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE692827C true DE692827C (de) 1940-06-27

Family

ID=7027459

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1936C0051735 Expired DE692827C (de) 1936-04-24 1936-04-24 Verfahren zur Unschaedlichmachung von Molkereiabwaessern

Country Status (1)

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DE (1) DE692827C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0616978A1 (de) * 1993-03-25 1994-09-28 Steag Ag Verfahren und Fällungsmittel zur Abtrennung von organischen Verunreinigungen aus einem Abwasser

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0616978A1 (de) * 1993-03-25 1994-09-28 Steag Ag Verfahren und Fällungsmittel zur Abtrennung von organischen Verunreinigungen aus einem Abwasser

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