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Die Erfindung betrifft eine Tür der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
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Hintergrund
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In verschiedenen Zusammenhängen besteht Bedarf
an einer Tür,
die große Öffnungen
verschließen
kann, von geringem Gewicht ist und eine einfache, kostengünstige Konstruktion
hat.
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NO-B-136 110 beschreibt eine Tür, die zum Anheben
der Tür
ein Aufzugseil aufweist, das durch die einzelnen Querstreben hindurchgeführt und
an der untersten Querstrebe befestigt ist. Wenn die Tür angehoben
wird, so wird die erste Querstrebe zuerst angehoben, während der
Rest der Tür
unbeweglich bleibt, bis die tiefer liegenden Querstreben zu den oberen
Querstreben angehoben worden sind. Das bedeutet, daß die Querstreben
zusammengedrückt werden
und das Gewebe zwischen sich quetschen, was zu einer Anzahl von
Problemen führen
kann. In geschlossener Stellung belasten die einzelnen Querstreben
das Gewebe und dehnen es dadurch. Es besteht ein allgemeines Bedürfnis, diese
bestehende Art von Türen
zu verbessern.
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Aufgaben
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Die Hauptaufgabe der Erfindung ist
es, eine Tür
dieser Art zu schaffen, die nicht so schädigend für das Gewebe in der Tür ist und
die insbesondere eine Quetschung des Gewebes vermeidet, wenn die
Tür angehoben
und geöffnet
wird. Eine spezielle Aufgabe der Erfindung besteht somit darin,
ein Aufzugsystem zu schaffen, das es vermeidet, daß das Gewebe
in der Tür
als ein tragendes Element benutzt wird, und das die Quetschung des
Gewebes zwischen den verschiedenen Querstreben beseitigt. Eine zweite
Aufgabe besteht darin, die Belastung der Aufzugeinheit zu reduzieren,
so daß die
Höhe der Öffnung so
groß wie
nötig sein
kann. Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine übermäßige Belastung des Gewebes
zu vermeiden, wenn die Querstreben sich in der geöffneten
Stellung befinden.
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Erfindung
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Die vorliegende Erfindung hat es
ermöglicht, die
Hauptaufgabe dadurch zu lösen,
daß die
Tür in Übereinstimmung
mit dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gestaltet wird.
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Weitere vorteilhafte Merkmale der
Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Beispiel
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Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben,
in denen zeigen:
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1 eine
schematische Frontansicht eines Teils der erfindungsgemäßen Tür mit vier
Gewebesegmenten;
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2 einen
Schnitt durch die Tür
nach 1 in geschlossener
Stellung;
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3 einen
Schnitt entsprechend 2,
jedoch bei teilweise angehobener Tür;
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4 einen
Schnitt, der den Aufzugmechanismus im einzelnen illustriert; und
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5 und 6 schematische Frontansichten zweier
alternativer Gestaltungsformen.
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1 ist
eine Frontansicht eines Teils eines Türblattes 11 und eines
benachbarten Führungsprofils 12,
das statisch am Rand des Türdurchlasses
angebracht ist. Das Türblatt 11 umfaßt in diesem
Beispiel vier waagerechte Latten oder Querstreben 13, 14, 15, 16,
gezählt
von unten nach oben. Die Querstreben 13–16 haben Laufrollen
(nicht gezeigt), die an jedem Ende eingesetzt sind und in entsprechende Nuten
in dem Führungsprofil 12 eingreifen.
An der Außenseite
jeder der Querstreben 13–16 ist in einer geeigneten
Weise ein Gewebe 17 angebracht, das entweder in einer durchgehenden
Bahn oder aus aneinander gesetz ten Stücken für jede Querstrebe bestehen
kann. Auf eine äquivalente
Weise ist das Türblatt 11 innen
mit einem zweiten Gewebe 18 bedeckt, so daß es zwischen
den beiden Gewebebahnen 17, 18 eine Luftschicht
gibt, die die thermische Isolierung der Tür verbessern kann.
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Die Querstreben 13–16 können in
geeigneter Weise gestaltet sein. Sie können als Gitterstäbe, Streben
oder andere Formen von Trägern
ausgebildet sein und aus Metallen mit geringem Gewicht, z. B. aus
Stahl oder Verbundmaterial hergestellt sein.
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Zum Anheben der einzelnen Querstreben 13–16 wird
für jede
Querstrebe 13–16 ein
separater Aufzug 19–22 benutzt.
Das Aufzugband 19 für
die unterste Querstrebe 13 ist an der Querstrebe mit Hilfe einer
Seilrolle 23 befestigt, die in diesem Beispiel auf dem
oberen Rand der Querstrebe angeordnet ist und mit geeigneten Beschlägen, etwa
einer Konsole 24, montiert ist. Von der Seilrolle 23 führt das
Aufzugband 19 nach oben, und es ist an einem Befestigungspunkt 25 am
unteren Rand der nächsten
Querstrebe 14 befestigt. Das oberste Aufzugband 22 ist bei 34 am
oberen Rand des Türdurchlasses
befestigt.
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Die anderen Querstreben haben ähnliche Seilrollen 26–28.
Die einzelnen Aufzugbänder 19–21 für die drei
unteren Querstreben 13–15 sind
mit ihren freien Enden am jeweils darüberliegenden Aufzugband 20–22 befestigt,
auf der Außenseite
der Seilrollen in Bezug auf ihre jeweiligen Befestigungspunkte. Dies
ist im einzelnen durch den Befestigungspunkt 29 in 4 illustriert.
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Das obere Aufzugband 22 ist
zu einer Seilrolle 30 an einem Querträger 31 oberhalb des
Türdurchlasses
und von dort zu einer Winde 32 am oberen Ende des Führungsprofils 12 geführt.
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Das Aufzugsystem kann im Prinzip
als eine Einzelkonstruktion für
kleinere Türen
und in Paaren oder in Mehrfachkonfigurationen für breitere Türen benutzt
werden.
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Es ist bevorzugt aber nicht zwingend,
an jedem Aufzugband einen Anschlag anzubringen; dieser tritt mit
dem betreffenden Aufzugband in Berührung, wenn der Querträger seine
unterste Position erreicht. Dies ermöglicht es, die Querstrebe am
festen Ende jedes Aufzugbandes aufzuhängen, wodurch vermieden wird, daß die Gewichtsbelastung
auf das Gewebe übertragen
wird.
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2 und 3 zeigen, wie die Aufzüge 19–22 so
zwischen den beiden Gewebebahnen 17 und 18 angeordnet
sind, daß sie
dem Blick und jedem störenden
Einfluß von
außen
entzogen sind.
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4 zeigt,
wie die Aufzugbänder
an dem Befestigungspunkt 29 durch Nieten 33 verbunden sind.
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Die gezeigten Ausführungsformen
können auf
eine Anzahl unterschiedlicher Weisen modifiziert werden. Die Aufzugbänder können durch
Schnüre, Seile,
Ketten oder ähnliches
ersetzt werden.
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Die gezeigte Anordnung ermöglicht es,
eine beliebig hohe Tür
anzuheben, indem die Aufzugeinheit über einen Weg aufgewickelt
wird, der das Zweifache des Lükkenabstands
zwischen zwei Querstreben beträgt.
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Ein wichtiger Vorteil der Erfindung
besteht darin, daß die
Aufzugskomponenten aus nicht entflammbarem Material wie etwa Stahlstraht
hergestellt werden können,
die die einzelnen Querstreben im Fall eines Brandes in ihrer Position
halten.
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Das oben beschriebene System kann
die Hubhöhe
nicht vollständig
ausnutzen; dies liegt an den Getrieben zwischen den einzelnen Querstreben. Eine
Alternative besteht darin, daß die
Tür mit
von unten nach oben abnehmendem Abstand zwischen den Querstreben
konstruiert wird. Außerdem
muß die
Winde 32 so konstruiert sein, daß sie die Hälfte des Gewichtes der Tür anhebt.
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5 zeigt
eine alternative Konstruktion. Über
der unteren Querstrebe 13 befindet sich ein eingebautes
Reduziergetriebe zwischen den Querstreben 14–15 und 15–16 und
zwischen der oberen Querstrebe 16 und dem Querträger 31 oberhalb
des Türdurchlasses.
Das Getriebesystem umfaßt
eine zunehmende Anzahl von Umlenkrollen 28, 281, 282, 283 für die Aufzugseile 20–21.
Die Umlenkrollen sind abwechselnd an den jeweiligen oberen und unteren Querstreben
bzw. an dem Querträger
oberhalb des Türdurchlasses
angeordnet. Diese Konstruktion erfordert das Einfügen einer
größeren Länge des
Aufzugbandes, erfordert jedoch eine entsprechende Verringerung der
Hubkraft. Durch Einfügen
ei ner Bandlänge,
die gleich der Höhe
des Türdurchlasses plus
den Abstand zwischen zwei benachbarten Querstreben ist, können all
die Querstreben vollständig angehoben
werden. Wenn die Übersetzung
benutzt wird, ist die Hubkraft ebenfalls reduziert, so daß die Winde
entsprechend ausgelegt werden kann.
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6 zeigt
eine alternative Konstruktion, bei der alle Aufzugbänder 19–22 über eine
Umlenkrolle an der oberen Querstrebe bzw. dem Querträger oberhalb
des Türdurchlasses
und von dort nach unten zu einem gemeinsamen Befestigungspunkt 34 an
der unteren Querstrebe 13 laufen. Die macht die Längen aller
Aufzugbänder 19–22 gleich,
und sie können
mit der Winde gleichmäßig eingezogen
werden und ergeben ein vollständiges
Anheben sämtlicher
Querstreben. In diesem Beispiel ist die Winde 32 am unteren
Rand des Türdurchlasses
auf der vom Führungsprofil 12 abgewandten
Seite angeordnet.
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Als eine Alternative zu der Konfiguration nach 1 kann ein gesondertes Band
von der oberen Windentrommel zu jeder der Querstreben geführt sein.
Dies kann dadurch geschehen, daß ein
Aufzugband direkt zu der unteren Querstrebe geführt ist und daß das Aufzugband
für die
darüberliegende
Querstrebe für
jede der weiter oben liegenden Querstreben zu einer weiteren Umlenkrolle
geführt
ist, entsprechend dem in 5 gezeigten
und anhand dieser Figur beschriebenen Prinzip. Diese Konstruktion ergibt
eine gleichmäßige Belastung
an allen Aufzügen,
so daß sie
gleiche Abmessungen haben können.
Wenn die Belastung der Aufzüge
verringert werden soll, kann für
jedes Aufzugband eine Umlenkrolle hinzugefügt werden.