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DE69220345T2 - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Fernsehprüfmustern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Fernsehprüfmustern

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DE69220345T2
DE69220345T2 DE69220345T DE69220345T DE69220345T2 DE 69220345 T2 DE69220345 T2 DE 69220345T2 DE 69220345 T DE69220345 T DE 69220345T DE 69220345 T DE69220345 T DE 69220345T DE 69220345 T2 DE69220345 T2 DE 69220345T2
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DE
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spiral
color
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rotation
angle
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DE69220345T
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Jorg Bohmert
Detlef Teichner
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Koninklijke Philips NV
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Philips Electronics NV
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N17/00Diagnosis, testing or measuring for television systems or their details
    • H04N17/02Diagnosis, testing or measuring for television systems or their details for colour television signals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Testing, Inspecting, Measuring Of Stereoscopic Televisions And Televisions (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung von Fernsehprüfmustern.
  • Herkömmliche Verfahren zum Testen und Messen der Leistung eines Fernsehgeräts sind nicht dazu geeignet, alle Effekte vollständig zu prüfen, die bei einer komlexen digitalen Signalverarbeitung in fortgeschrittenen Fernsehsystemen (FFS) auftreten können. Gegenwärtig verwendete Prüfverfahren, die für das herkömmliche Fernsehen (z.B. NTSC) entwickelt wurden, sind zum Testen und Bewerten der jetzt vorgeschlagenen FFS, wie z.B hochauflösende (HDTV), verbessert auflösende (IDTV), verstärkt auflösende (EDTV) Fernsehempfänger und -bildschirme nicht geeignet. In solchen Systemen treten in fortgeschrittenen Verarbeitungskreisen mit adaptiven Filtern und Kompandierungsverfahren Schwellenprobleme auf, und sie hängen sie stark vom Bilddetail ab. Dazu kann die häufige Verwendung von Bild/Rahmen-Verzögerungen zu Bewegungsartefakten führen. Zum Prüfen müssen diese fortgeschrittenen Systeme daher sowohl auf dem Gebiet der Frequenz als auch auf dem der Zeit beobachtet werden.
  • Prüfverfahren für herkömmliche Fernsehsysteme verwenden stehende Testbilder wie z.B. Auflösungstafeln, geometrische Muster und Farbbalken. Diese Verfahren können Verzerrungen bewegter Details, die durch die in einigen FFS verwendeten Filterverfahren entstehen, nicht aufzeigen, noch können sie andere Artefakte aufzeigen, die als Folge einer zeitlichen Verarbeitung auftreten, und nur in Verbindung mit wechselnden Helligkeitskontrasten und Farbsättigungen, einer Vielzahl von Farbübergängen und wechselnder Lage der Testbilder auf dem Fernsehschirm festgestellt werden können.
  • In JP-A-58221,581 wird eine Chroma-Key-Vorrichtung beschrieben, bei der die Sättigungsregelung durch die Verwendung eines Prüfsignals erleichtert wird, das einem spiral- oder ringförmigen Muster entspricht und statt eines Farbbildsignals im Vordergrund in den Farbsättigungskoordinaten Winkel und Amplitude darstellt und so die Grenze zwischen Vordergrund und Hintergrund mit einem Schlüsselsignalkreis darstellt. Die Bildsignale vom Vordergrund- und Hintergrundeingang werden digitalisiert Die Vordergrundsignale werden in einen Helligkeit/Farb-Trennkreis eingespeist und in Farbdifferenzsignale umgewandelt. Diese Farbdifferenzsignale werden in einen Schlüsselsignalkreis eingegeben, der Schlüsselsignale eines weichen Chroma-Key-Systems erzeugt. Das Schlüsselsignal wird mit einem vorgeschriebenen Pegel in einen ersten Vervielfacher des Schlüsselsignalkreises eingespeist und mit dem Vordergrundsignal multipliziert, das über einen Verzögerungskreis geliefert wird. Zugleich wird das Schlüsselsignal in das Komplement zu 1 umgewandelt und dann mit dem Hintergrundsignal multipliziert, das über einen Verzögerungskreis durch einen zweiten Vervielfacher kommt. Die Ausgänge des ersten und zweiten Vervielfachers werden addiert. Dann wird die Grenze zwischen Vordergrund und Hintergrund an einen Ausgang geleitet.
  • Inter alia ist es das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Testen einer Kombination der wichtigsten Parameter fortschrittlicher Fernsehsysteme zu beschreiben. Dazu liefert ein erster Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Erzeugung eines Prüfmusters wie in Anspruch 1 beschrieben. Ein zweiter Aspekt beschreibt eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Prüfmusters wie in Anspruch 3 beschieben. In den Teilansprüchen werden vorteilhafte Ausführungen beschrieben.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Prüfmusters, das aus farbigen oder schwarzweißen Segmenten besteht, die auf einer Spirale liegen, wobei verschiedenen Abschnitten der Spiralsegmente bestimmte Helligkeits- und Farbwerte zugewiesen werden. Das entsprechend dieser Erfindung erzeugte Spiralmuster kann stehende und bewegte Ränder mit allen möglichen Neigungen liefern. In einer Ausführung mit beweglichem Muster ziehen sich die Spiralsegmente scheinbar im Zentrum zusammen oder dehnen sich von dort aus. Die veränderliche Form der Spirale führt zur unterschiedlichen Geschwindigkeit der bewegten Ränder. Bei einer anderen Ausführung lassen sich diese Werte mit der Zeit ändern. Eine weitere Ausführung der Erfindung kann ein Muster liefern, bei dem nach einiger Zeit alle wesentlichen Kombinationen farbiger Ränder mit unterschiedlichen Helligkeitskontrasten und Farbsättigungen mit allen bedeutenden Neigungen und Bewegungsgeschwindigkeiten vorkommen.
  • Die hier beschriebenen Ausführungen verwenden abgeleitete Muster mit einem beschränkten Satz von Parametern für ausgewählte repräsentative Tests. Die Erfindung umfaßt auch andere Ausführungen, darunter eine einfarbige bewegte Spirale, die im wesentlichen alle räumlichen und zeitlichen Übergänge für im wesentlichen alle Helligkeitskontraste darstellt, und eine bewegte Farbspirale, die eine Vielzahl von Farbübergängen mit verschiedenen Winkeln zur räumlichen und zeitlichen Prüfung liefert. Andere Ausführungen ergeben sich aus der Auswahl und der Anzahl der Farben, die für die Abbildung gewählt werden.
  • Die sogenannten Farbbalken (die von der Europäischen Rundfunkunion und von der SMPTE in verschiedenen Versionen normiert wurden) sind in der Fernsehtechnik allgemein verbreitet. Die selben Hauptfarben, d.h. weiß, gelb, cyanblau, grün, purpur, rot, blau und schwarz, können in der Farbspirale dieser Erfindung verwendet werden. Dies wird im Zusammenhang mit der Beschreibung der folgenden Ausführungen deutlich. Bei diese Erfindung lassen sich jedoch viele verschiedene Farbsätzen für verschiedene Anwendungen verwenden.
  • Die Erfindung wird in den Ansprüchen im Anhang im Einzelnen beschrieben. Jedoch werden andere Zwecke und Vorzüge sowie die Arbeitsweise der Erfindung durch die folgende detaillierte Beschreibung im Zusammenhang mit den folgenden Abbildungen besser verständlich.
  • Die Abbildungen :
  • Abb. 1(a)-(d) zeigt vier Beispiele für die Spiralmuster nach dieser Erfindung;
  • Abb. 2(a) zeigt graphisch die Beziehung zwischen der Spiralgleichung und der Abbildung der Farbwerte auf Spiralsegmente, die auf einer archimedischen Spirale liegen;
  • Abb. 2(b) zeigt das von Abb. 2(a) beschriebene Prüfmuster;
  • Abb. 3 zeigt die Beziehung zwischen der Spiralgleichung und der Abbildung der Farbwerte auf Spiralsegmente, die auf der logarithmischen Spirale von bb. 1(d) liegen;
  • Abb. 4(a) zeigt eine Ausführung eines bewegten Prüfmusters;
  • Abb. 4(b) zeigt eine zweite Ausführung eines bewegten Prüfmusters; und
  • Abb. 5 zeigt das Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Erzeugung farbiger Spiralmuster.
  • Die folgenden Ausführungen können für alle Fernsehnormen, einschließlich für HDTV-Signale mit fortlaufender Abtastung oder mit Zeilensprungabtastung verwendet werden.
  • Die mathematischen Grundlagen der Spiralentheorie werden in den folgenden Büchern beschrieben : Mathematical Handbook von M. Vygodsky (MIR Publishers, 1987); Handbook of Mathematics von I.N. Bronsthein und K.A. Semendyayev (Verlag Harry Deutsch, 1979). Laut der Definition der Van Nostrand's Scientific Encyclopedia ist eine Spirale der Ort eines Punktes, der sich um einen festen Pol bewegt, während sein Radius und sein Drehwinkel nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit stetig zu- oder abnehmen.
  • Die Abbildungen 1(a)-(d) zeigen mehrere Beispiele für spiralförmige Prüfmuster, die mit dieser Erfindung erzeugt wurden. Abb. 1(a) zeigt eine archimedische Spirale, deren Zentrum mit der Bildschirmmitte zusammenfällt. Ein Prüfmuster in Form einer archimedischen Spirale ist dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralsegmente 1 alle die selbe Breite WA auf dem Radius der Spirale haben. Abbildung 1(b) zeigt eine logarithmische Spirale, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Segmente 3 auf dem Radius der Spirale eine zunehmende Breite WL haben. Beide Abbildungen zeigen Spiralen mit positiver Phase (Drehung gegen den Uhrzeigersinn), obwohl solche Spiralen auch eine negative Phase (Drehung im Uhrzeigersinn) haben können. Abbildung 1(c) zeigt eine Ausführung der Erfindung mit einer archimedischen Spirale auf einem Fernsehbildschirm mit einem Bildseitenverhältnis von 16 :9. Alle Spiralsegmente sind in Farbsegmente 4 unterteilt, die durch scharfe Farbübergänge getrennt werden. Die dargestellte Farbenfolge ist die oben beschriebene Farbenfolge der SMPTE. In den Abbildungen ist
  • w = weiß
  • g = gelb
  • c = cyanblau
  • g = grün
  • p = purpur
  • r = rot
  • b = blau und
  • s = schwarz.
  • Abbildung 1(d) zeigt eine Ausführung der Erfindung mit logarithmischer Spirale, die auf einem Fernsehbildschirm mit einem Bildseitenverhäitnis von 16 :9 dargestellt wird. Jedes Spiralsegment ist in Farbsegmente 5 unterteilt, jedoch ist bei diesem Beispiel der Übergang zwischen den Farben schrittweise und nicht scharf. Die Farbenfolge ist eine Näherung der SMPTE-Farbbalkenfolge. In den beiden Abbildungen 1(c) und 1(d) haben die gezeigten Spiralen ihren Mittelpunkt auf der Bildschirmmitte. Die Spiralenmitte kann jedoch auch außerhalb der Bildschirmmitte liegen, was von dieser Erfindung abgedeckt wird. Auch kann die archimedische Spirale Farbsegmente mit schrittweisen Farbübergängen haben und die logarithmische Spirale kann Farbsegmente mit scharfen Farbübergängen haben. Die dargestellten Farben und ihre Reihenfolge sind willkürlich und dienen lediglich als Beispiel. Bei einer einfarbigen Ausführung würden schwarz und weiß als Farben gewählt.
  • Abb. 2(a) zeigt graphisch ein Verfahren zur Erzeugung des in Abb. 1(c) dargestellten Prüfmusters in Form einer archimedischen Spirale. Abb. 2(b) zeigt das Muster von Abb. 1(c), jedoch werden die Farbsegmentgrenzen nicht dargestellt, um die bei der Anwendung der Erfindung gebrauchten Parameter deutlicher zu illustrieren.
  • Nach Darstellung der Spiraltheorie wird die Beziehung zwischen dem Radius einer archimedischen Spirale an einem Punkt der Kurve und der Anzahl der vollständigen Umdrehungen innerhalb dieses Radius durch die Wahl einer geeigneten Konstante c* bestimmt, was durch die folgende Formel ausgedrückt wird :
  • ∅ (r) = c*r
  • wobei r der Radius der Spirale an diesem Punkt der Kurve ist und die Änderung des Drehwinkels ∅ eine lineare Funktion von r ist. Entsprechend dieser Erfindung können die Breite und die Anzahl der Spiralensegmente,die auf einem gegebenen Fersehbildschirm gezeigt werden, mit diesen Werten berechnet werden.
  • Bei der in Abb. 2(b) gezeigten Ausführung mit einer archimedischen Spirale läßt sich die Beziehung zwischen dem Radius r, dem Drehwinkel ∅ und der Konstanten c* durch die gerade Linie 7 in Abb. 2(a) aufzeigen und mit der folgenden Formel ausdrücken :
  • ∅R = c*r
  • Die Erfindung umfaßt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung eines oder mehrerer Farbsignale für jedes Pixel des Bildschirms, um so ein spiralförmiges Prüfmuster zu erhalten. Das Prüfmuster umfaßt eine Anzahl von Spiralensegmenten, die dem Spiralmuster folgen, das die Spiralenkurve vorgibt. Jede vollständige Umdrehung der Spirale entspricht einem Drehwinkel von 2π, und diese Umdrehungen der Kurve bilden die Grenze zwischen den Spiralensegmenten. Die auf dem Bildschirm gezeigten Pixel können sowohl durch rechtwinklige als auch durch polare Koordinaten dargestellt werden. Der Ursprung der in Abb. 2(c) dargestellten Spirale hat z.B. die rechtwinkligen Koordinaten 0,0, und jedes Pixel kann in rechtwinkligen Koordinaten als Pixel (x) auf Zeile (y) beschrieben werden. Die rechtwinkligen Koordinaten können in Polarkoordinaten umgewandelt und mit einem bestimmten Punkt auf der Spirale in Verbindung gebracht werden.
  • Als Teil der Erfindung wird ein darzustellendes Spektrum ausgewählt und als eine Anzahl von Farbsignalen in einem adressierbaren Speicher gespeichert. Der Drehwinkel ∅A der Pixel des Bildschirms wird berechnet und mit einem vom Anwender bestimmten korrespondierenden Abschnitt der Spirale in Verbindung gebracht und als Adresse für den Zugang zu denjenigen gespeicherten Farbsignalen verwendet, die die gewünschte Farbe erzeugen.
  • Abbildung 2(a) zeigt drei Farbsignale, in diesem Beispiel ein blaues Signal B(∅), ein grünes Signal G(∅) und ein rotes Signal R(∅). Diese Farbsignale könnten auch ein Helligkeits und zwei Farbdifferenzsignale sein. In diesem Beispiel wurden die Tabellen so erstellt, daß jedes Farbsignal auf verschiedenen Abschnitten jeder einzelnen Umdrehung der Spirale adressiert wird ("EIN") oder nicht ("AUS"), wie die vertikale Achse ∅ zeigt. Die Tabellen wurden so erstellt, daß sie die in der Spalte am linken Rand von Abb. 2(a) angegebene Farbenfolge liefern. Die Farben werden von einem Pixel gezeigt, das von einer Kombination von "EIN"-Signalen angeregt wird. Z.B. hat der Punkt A laut dem unten beschriebenen Verfahren einen Drehwinkel ∅A von 2,2π. Bei Diesem Wert des Drehwinkels ∅A besteht lediglich das Grün signal "AUS", und daher wird das Pixel purpur. Beim Vergleich von Fig 1(c) mit Fig 2(b) zeigt sich, daß dieses Segment tatsächlich purpur ist. So lassen sich für jeden der in Abb. 2(a) gezeigten Werte von ∅ bestimmte Farbsignale in den drei Tabellen finden, die am betreffenden Pixel des Bildschirms das erwünschte Farb- und/oder Helligkeitssignal erzeugen. Verfahren zum Erstellen der Tabellen mit den zugehörigen Adressieralgorithmen sind aus der Programmierung bekannt und werden hier nicht weiter ausgeführt.
  • Mit der Wahl des Wertes von c entsprechend mit der Spiralentheorie kann der Musterdesigner die Anzahl der vollen Umdrehungen einer (archimedischen) Spirale bei einem gegebenen Radius festlegen, und damit die Anzahl der Spiralensegmente. Der Radius hängt von der Anzahl der Pixel und vom Bildseitenverhältnis des Bildschirms ab.
  • Die Linie 7 in Abb. 2(a) stellt für jedes Pixel die Beziehung zwischen der Anzahl der gewünschten Spiralen segmente und dem entsprechenden ∅ in diesen Segmenten dar, die durch den vom Designer gewählten Wert von c bestimmt ist. Beim Ausführen der folgenden Arbeitsgänge für jedes anzuzeigende Pixel werden die gespeicherten Signale mit dem Farbenspektrum durch den jeweiligen, jür jedes Pixel feststehenden Drehwinkel ∅ adressiert, und es bildet sich das gewünschte spiralförmige Farbmuster.
  • Da die Spiralen segmente die Fläche zwischen den jeweiligen Drehabschnitten der Kurve darstellen legt die Wahl der Konstanten c auch die Breite WA der Spiralsegmente fest. Z.B. kann in den hier beschriebenen Ausführungen der Vektor (Radius) r einer Polarkoordinate mit Hilfe der mittleren Bildbreite (MBB) ausgedrückt werden, wie das Diagramm in Fig 2(a) zeigt. Der maximale Radius rt kann vom Musterdesigner so gwählt werden, daß er 1/2 der MBB ausmacht, und der Durchmesser des Spiralenmusters den Bildschirm im wesentlichen ausfüllt. Beim herkömmlichen Fernsehbild beträgt die MBB 728 Pixel, daher rt = 1/2 der MBB oder 364 Pixel. Die Konstante c wird so gewählt, daß sich die gewünschte Anzahl von Spiralsegmenten über die gesamte MBB ergibt.
  • In dem in Abb. 1(c) und Abb. 2(b) gezeigten Beispiel ist rt = 364, was Fig 2(a) graphisch darstellt. Wenn der Designer sechs Segmente auf jeder Seite des Ursprungs der Spirale wünscht (d.h. sechs vollständige Umdrehungen der Spirale), dann muß er die Anzahl der Segmente n mit 2π multiplizieren (was dem 0 einer vollständigen Umdrehung der Spirale entspricht), daher c=(n * 2π)rt, in diesem Beispiel c=12π364, was aus Gründen der Verständlichkeit in Abb. 2(a) als Linie 7 bezeichnet wurde. Hat der Designer einmal c gewählt, so kann er Farbsignale in Tabellen speichern, die als B(∅), G(∅) und R(∅) dargestellt werden und in Abb. 2(a) mit Adressen gezeigt werden, die dem Wert des ∅ von Null bis n*2π in der gewünschten Reihenfolge entsprechen.
  • Bei der in Abb. 1(c), 2(a) und 2(b) dargestellten Ausführung hat der Musterdesigner eine Farbenfolge gewählt, die den SPTME-Farbbalken entspricht. Die Farbspeicher werden mit den Symbolen B(∅), G(∅) und R(∅) bezeichnet, und der Designer hat für das Vorhandensein oder das Fehlen jedes einzelnen Farbsignals Stellen im Speicher vorgesehen, die einer bestimmten ∅-Adresse entsprechen, um die ganz links angegebene Farbe zu erzeugen. Verfahren zum Erstellen solcher adressierbarer Speicher entsprechen dem Stand der Technik und werden daher hier nicht weiter diskutiert. Anzahl und Periodizität der Signale können in Bezug auf die entsprechende ∅-Adresse durch eine Änderung des Tabelleninhalts abgeändert werden.
  • Für die Lage eines Pixeis, z.B. Punkt A mit den rechtwinkligen Koordinaten x&sub1;,y&sub1;, wie in Abb. 2(b), laßt sich ein entsprechendes Paar polarer Koordinaten finden, indem die bekannten Verfahren zur Berechnung des Vektors (Radius) r (d.h. des Abstands des Punktes x&sub1;,y&sub1; vom Ursprung 0,0) und des Winkels α, der nur Werte zwischen 0 und 2π annehmen kann, verwendet werden. Sind die Polarkoordinaten r und α für Punkt A berechnet, dann wird der entsprechende Drehwinkel ∅A bestimmt, um die Adresse zu erhalten, die für den Zugang zu den Tabellen benötigt wird, sowie die erwünschten Farbsignale, die dann am Punkt A verwendet werden.
  • Der Algorithmus zur Berechnung von ∅A des Pixels am Punkt A im Prüfmuster in der Form einer archimedischen Spirale ist folgender :
  • 1. Berechnung von r; (r= (x&sub1;² + y&sub1;²));
  • 2. Berechnung von α; (α=arctan(y&sub1;/x&sub1;);
  • 3. Berechnung des Drehwinkels des (als Punkt B in Abb. 2(b) dargestellten) Punktes auf der eigentlichen Spiralkurve mit Radius R mit Hilfe der Formel ∅R r=*c;
  • 4. Berechnung der Anzahl der vollständigen Umdrehungen n am Punkt B durch Dividieren von ∅R durch 2π und Runden auf die kleinste ganze Zahl;
  • 5. Bestimmen des korrekten Spiralsegments des Punktes A durch Vergleichen von ∅R mit α+n*2π. Ist α+n*2π kleiner oder gleich ∅R, dann nc=n+1. Andernfalls nc=n;
  • 6. Berechnung von des Werts von ∅A, das als Adresse für die Tabelle verwendet wird, mit der Formel ∅A =α+nc*2π. Der Wert von ∅A läßt sich zun Adressieren der entsprechenden Werte von B, G und R in den Tabellen verwenden.
  • Abb. 1(d) zeigt ein weiteres Beispiel für ein nützliches Prüfmuster. Sie zeigt eine logarithmische Spirale mit den Spiralensegmenten 5, die der mathematischen Charakeristik der Spirale folgen, und ihre Breite nimmt mit dem Abstand von Ursprung zu. Wie in Abb. 3 gezeigt hat der Designer Tabellen erstellt, die drei Farbsignale mit jeweils bezüglich der ∅ wechselnder Amplitude liefern sollen. Die Farbsegmente des gezeigten Prüfmusters wechseln schrittweise von einer Farbe zur anderen und haben keine scharfen Farbränder wie im vorangegangenen, weiter oben beschriebenen Prüfmuster. Abb. 3 zeigt graphisch die Beziehung zwischen den Werten der B-, G- und R-Farbsignale, die in den Tabellen B(∅), G(∅) bzw. R(∅) gespeichert sind. Der Wert der ∅ wird für jedes Pixel berechnet und zum Adressieren dieser Tabellen verwendet, um so die erwünschten B-, G- und R-Farbsignale des jeweiligen Pixels zu erhalten. Die Werte von G, B und R können so gewählt werden, daß sie in einer Sinusfunktion oder einer anderen geeigneten Funktion schwanken. Die Beziehung zwischen den G-, B- und R-Signalperioden legt dann die Farbenfolge fest.
  • Die Beziehung zwischen dem Drehwinkel ∅R und dem Radius r einer logarithmischen Spirale ist :
  • ∅R = cl * ln (1 + c2*r).
  • Die Konstanten c1 und c2 sind so gewählt, daß die Spirale sich krümmen und steiler werden kann. Für einen gegebenen Wert von c1 kann c2 nach der folgenden Formel berechnet werden :
  • Bei gegebenem Wert von c2 läßt sich c1 mit der folgenden Formel berechnen : wobei n die Anzahl der erwünschten Windungen des gezeigten Spiralmusters und rt der maximale Radius des Musters ist, wie dies weiter oben im Zusammenhang mit der archimedische Spirale beschrieben wurde.
  • Bei der logarithmischen Spirale ist der Algorithmus zum Berechnen von ∅ in rechtwinkligen Koordinaten für jedes einzelne Pixel folgender :
  • 1. Berechnung von r; (r= (x&sub1;² + y&sub1;²);
  • 2. Berechnung von α; (α=arctan(y&sub1;/x&sub1;);
  • 3. Berechnung des Drehwinkels des Punktes auf der eigentlichen Spirale mit Radius r mit der Formel :
  • ∅R = c&sub1; *ln(1+c&sub2;*r);
  • 4. Berechnung der Anzahl der vollständigen Umdrehungen an diesem Punkt durch Dividieren von ∅R durch 2π und Runden auf die kleinste ganze Zahl;
  • 5. Bestimmen des korrekten Spiralsegments des Punktes durch Vergleichen von ∅R mit α +n*2π. Ist α+n*2π kleiner oder gleich ∅R dann ist nc=n+1. Andernfalls ist nc=n;
  • 6. Berechnung von des Werts von ∅A, der als Adresse für die Tabelle verwendet wird, mit der Formel ∅A=α+nc*2π. Der Wert von ∅A läßt sich zum Adressieren der entsprechenden Werte von B, G und R in den Tabellen verwenden.
  • Wie weiter oben dargelegt wurde umfaßt die Erfindung auch bewegte spiralförmige Prüfmuster. Die Bewegung des Spiralmusters läßt sich dadurch erzeugen, daß zu dem im dritten Schritt 3 der weiter oben aufgelisteten Schrittfolge berechneten Drehwinkel ∅R eine schrittweise Änderung addiert wird.
  • Es wird angenommen, daß der Designer eine vollständige Umdrehung des logarithmischen Spiralmusters in zwei Sekunden wünscht, und daß das Fernsehsystem eine Bildfrequenz von 30 Hz hat, dann müssen für eine glatte Drehbewegung 60 Bilder des Testmusters erzeugt werden. Für jedes der 60 Bilder f wird ein Zuwachs von 2π/60 zum für jedes Bild berechneten Wert von ∅R addiert. Die Abfolge der Schritte 1 bis 6 wird für f=1 bis 60 wiederholt und die Formel für Schritt 3 ist :
  • ∅R = c&sub1;*ln(1+c&sub2;*r) + f*(2π/60)
  • und erzeugt so eine volle Umdrehung des Spiralmusters alle zwei Sekunden.
  • Zusätzliche Bewegung der Farben läßt sich dadurch erreichen, daß die Abbildung der Farben zeitabhängig gemacht wird. Dies läßt sich z.B. durch das Erzeugen einer Anzahl von Bildern erreichen, z.B. von 60 wie weiter oben beschrieben wurde. Die Schrittfolge 1 bis 6 wird für f=1 bis 60 wiederholt, aber bei jedem Bild f werden die Adressen der Farbsignale um einen Wert Γ verschoben, der fest oder variabel sein kann, z.B 2π. Dies läßt sich z.B. durch eine Änderung der Formel in Schritt 6 erreichen :
  • ∅A = α + nc*2π+f*Γ.
  • Der Wert von ∅A kann zum Indizieren der entsprechenden Werte von B, G und R in den Tabellen verwendet werden. Dies bewirkt eine Änderung der Farbenfolge der Bilder in bezug auf entsprechende Teile des Prüfmusters.
  • Abb. 5 zeigt das Blockdiagramm eines Generators zum Erzeugen farbiger Spiralmuster. Mit der Benutzerschnittstelle 40, die eine Tastatur, eine Maus etc. sein kann, werden die Parameter der Fernsehnorm (Anzahl der Bilder/Rahmen je Sekunde, Zeilenzahl, Pixel je Zeile) und des gewünschten (archimedisch, logarithmisch) spiralförmigen Prüfmusters, d.h. Anzahl der Umdrehungen, Farbparameter und Segmentbreite, in das System eingegeben. Auf der Grundlage der Parameter der Fernsehnorm bestimmt eine Synchronisiervorrichtung 45 die Zeilen- und Spaltenkoordinaten (x,y) von jedem Teilbild (Zeilensprung) oder Rahmen (Fernsehnorm mit fortlaufender Abtastung), die dann in der Umwandlungsvorrichtung 50 in Polarkoordinaten umgewandelt werden. Es kann externe oder interne Synchronisierung angewandt werden, ebenso wie ein Betrieb mit externem oder internem Taktgeber.
  • Im Spiralengenerator 70 werden die Spiralenparameter (∅,r), die die Grenzen zwischen den Spiralensegmenten bestimmen, für die gewählte Kurve berechnet und in einem Speicher gespeichert. Die φr-Werte jedes Pixels werden in der Identifiziervorrichtung mit den gespeicherten Werten von Generator 70 verglichen, in der Identifizierungseinheit 55, um die 2πPeriode und den Winkel ∅ jedes Pixels zu identifizieren. Das Ausgangssignal dieses Vergleichs wird zum Adressieren der Tabelle 60 verwendet, in der die Werte der Farbsignalfunktion gespeichert sind (z.B. GBR oder GE, B- GE, R - GE für die Farbbalkenfolge). Diese Tabellenwerte müssen im Tabellengenerator 65 mit Hilfe der Spiralenparameter der Eingabe berechnet werden, bevor die Echtzeitausgabe des Prüfmusters beginnen kann. Die Farbwerte der Tabelle bleiben über die gesamte Betriebsdauer des Generators unverändert, während alle anderen Signalwerte bei jedem Pixelwet verändert sind. Alle Echtzeitvorgänge werden in Abbildung 5 durch Taktgebereingänge beschrieben.

Claims (4)

1. Ein Verfahren zur Erzeugung eines Fernsehprüfmusters mit Bezug auf eine Spirale, unter Verwendung einer adressierbaren Farbtabelle (60), die zu jedem Pixel aus einer Vielzahl von Pixeln eines Ofernsehbildschirms ein Farbsignal in der Abfolge des Abastens liefert, wobei das besagte Verfahren für jedes Pixel folgende Schritte umfaßt:
Zu jeder Pixelposition den Drehwinkel (4)) bestimmen (50), der zu einem Punkt X,Y) auf der Spirale gehört; und das besagte Farbsignal aus der Tabelle (60) auswählen (55; 60), wobei der Drehwinkel (Φ) als Adresse dient.
2. Das Verfahren laut Anspruch 1, wobei das Fernsehprüfmuster als zyklische Rahmenfolge erzeugt wird und das Farbsignal jedes Rahmens unter Verwendung des besagten Drehwinkels (Φ) plus einer Verschiebung, die eine Funktion der jeweiligen Rahmennummer in der Folge ist, ausgewählt wird.
3. Ein Verfahren zum Erzeugen eines Fernsehprüfmusters mit Bezug auf eine Spirale, die zu jedem Pixel einer Vielzahl von Pixeln eines Fernsehbildschirms ein Farbsignal in der Abfolge des Abastens liefert, wobei die besagte Vorrichtung folgendes umfaßt:
eine adressierbare Speichervorrichtung in der Tabelle (60) zum Speichern einer Vielzahl von Farbsignalen;
eine vorrichtung (50) zur Bestimmung eines Drehwinkels (Φ) zu jeder Pixelposition (X,Y), der zu einem Punkt auf der Spirale gehört; und
eine Vorrichtung (55, 60) zum Auswählen eines Farbsignals zu jedem Pixel (X,Y) aus der besagten Speichervorrichtung unter Verwendung des besagten Drehwinkels (Φ) als Adresse.
4. Die Vorrichtung laut Anspuch 3, in der das Fernsehprüfmuster als zyklische Rahmenfolge erzeugt wird und die besagte Auswahlvorrichtung das besagte Farbsignal unter Verwendung des Drehwinkels (Φ) plus einer Verschiebung wählt, die eine Funktion der jeweilige Rahmennummer in der Folge ist.
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