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DE69219808T2 - Verfahren zum Herstellen einer Walze und Walze - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Walze und Walze

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DE69219808T2
DE69219808T2 DE69219808T DE69219808T DE69219808T2 DE 69219808 T2 DE69219808 T2 DE 69219808T2 DE 69219808 T DE69219808 T DE 69219808T DE 69219808 T DE69219808 T DE 69219808T DE 69219808 T2 DE69219808 T2 DE 69219808T2
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DE
Germany
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roll
shell
roller
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cast iron
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DE69219808T
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Jari Vaehaepesola
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Valmet Technologies Oy
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Valmet Oy
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/38Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for roll bodies
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
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    • C21D5/00Heat treatments of cast-iron

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  • Reduction Rolling/Reduction Stand/Operation Of Reduction Machine (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Walze, insbesondere einer Kalanderwalze für eine Papiermaschine, in welchem Verfahren der Mantel der Walze gegossen wird oder gegossen und wärmebehandelt wird und in dem nächsten Schritt der Walzenmantel bearbeitet wird.
  • Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Walze, insbesondere eine Kalanderwalze für eine Papiermaschine, wobei die Walze mit einem Gußeisenmantel versehen ist.
  • Traditionsgemäß sind als die Walzenmäntel von Papiermaschinenwalzen, insbesondere von Kalanderwalzen, Walzenmäntel aus Hartguß verwendet worden, die durch Gießen von Graugußeisen oder dessen Legierungen in eine Kokillenform angefertigt wurden, wodurch durch die Wirkung der Kokillenform die Außenfläche des Gußstückes schnell gekühlt wird und graphitfreies Weißeisen wird. Die Struktur von Weißeisen besteht aus harten Eisenkarbiden und aus Perlit. Die Weißeisen sind hart, in hohem Maße verschleißfest und schwer zu bearbeiten.
  • Ein Nachteil der Walzenmäntel aus Hartguß ist die Schlagsprödigkeit, die aus dem Material resultiert, sowie die Empfindlichkeit gegenüber plötzlichen Temperaturänderungen, aus welchem Grunde es notwendig geworden ist, ihren Einsatz in Anwendungen zu begrenzen, in welchen sich die Temperaturen ändern. Überdies wird aufgrund des Fertigungsprozesses, d.h. dem Hartgießen, die harte weiße Schicht uneben, was in einem Formfehler in der Walze und in einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung resultiert, wenn die Betriebstemperatur steigt. Aufgrund der karbidhaltigen Mikrostruktur der Oberflächenschicht, ist der Verschleiß der Walzenfläche ungleichmäßig, was in dem Papier ersichtlich sein kann und was ebenso ein erneutes Schleifen der Walze in Zeitintervallen von etwa sechs Monaten verursacht.
  • Ebenso ist die Betriebsdauer der für das Gießen verwendeten Kokillenformen begrenzt und deren Fertigungskosten hoch. Da überdies mehrere verschiedene Arten von Kokillenformen benötigt werden, sind hohe Geldsummen an diese gebunden.
  • Überdies ist aufgrund der hohen Härte von Weißeisen das Bearbeiten von Walzenmänteln aus Hartguß sehr schwierig und werden daher die Fertigungskosten der Walzen hoch.
  • Bekanntermaßen sind Versuche angestrengt worden, um Mäntel von Walzen aus Hartguß durch Walzenmäntel aus Stahl zu ersetzen, in welchen es keine Temperaturbegrenzungen der Mäntel aus Hartguß gibt. Mäntel aus Hartguß können nicht bei hohen Temperaturen von etwa 250ºC verwendet werden, wobei, wenn derartige Mäntel verwendet werden, der Kühl-/Heizrate überdies strenge Begrenzungen auferlegt sind, beispielsweise 0,5 bis 2ºC pro Minute, wobei der Temperaturunterschied zwischen der inneren Fläche und der äußeren Fläche der Walze keinesfalls größer als 30 bis 50ºC sein darf. Solange den obigen Beschränkungen nicht nachgekommen wird, kann der Wärmeschock den Walzen aus Hartguß Schaden zufügen. Wenn Stahlmäntel verwendet werden, treten diese Temperaturbeschränkungen nicht auf; jedoch verursacht beispielsweise das Abschaben Probleme, da das Abschaben beträchtlich genauer ist, so daß der Schaber übermäßig verschlissen wird, wenn Stahlmäntel verwendet werden. Überdies wird der Mantel einer Stahlwalze während des Betriebs geschliffen, so daß die Adhäsion von Papier an der Walze gesteigert ist, woraus Probleme im Aufwickeln der Bahn resultieren. Auch ist die Fähigkeit von Stahl, Schwingungen zu schwächen, geringer als die von Gußeisen.
  • Aus dem Stand der Technik sind auch derartige Lösungen für Walzenmäntel bekannt, in welchen die Oberfläche eines Gußeisenwalzenmantels erneut geschmolzen worden ist, während dabei Weißeisen in der Oberflächenschicht erzeugt worden ist; d.h., es ist Zielsetzung gewesen, einen Prozeß zu schaffen, der das Hartgießen ersetzt, wodurch eine Mikrostruktur erzeugt wird, die der von Walzenmäntel aus Hartguß ähnlich ist.
  • Ein derartiger Prozeß ist in dem US-Patent Nr. 4452647 beschrieben, in welchem ein Prozeß und eine Vorrichtung für das Herstellen von hartflächigen Gußeisenstücken beschrieben wird, und zwar insbesondere von Walzen, wie etwa Walzen für die Stahlindustrie oder Papierkalanderwalzen, sowie eine Walze, ein Zylinder oder dergleichen, die durch den Prozeß angefertigt worden sind. In dieser aus dem Stand der Technik bekannten Lösung ist es als neu betrachtet worden, daß die Gußstücke, wie etwa Walzen und Zylinder, in Sand oder auf gleichartige Weise gegossen werden, so daß in ihnen in Verbindung mit der Verfestigung im wesentlichen eine Kristallstruktur von grauem Gußeisen erzeugt wird und daß nach dieser Stufe eine erneute Schmelzbehandlung dadurch durchgeführt wird, daß Anwendung von einem Elektronenstrahl oder -strahlen gemacht wird, um einen Guß zu erzeugen, der an der Oberfläche hart ist. Somit ist in dieser aus dem Stand der Technik bekannten Lösung eine erneute Schmelzbehandlung der Oberfläche durchgeführt worden, die ausgetragen worden ist, nachdem das Werkstück bis nahe an die endgültigen Abmessungen behandelt worden ist, wobei der Prozeß der Oberflächenbehandlung mit einem Elektronenstrahl oder - strahlen durchgeführt wird, um eine Wärmewirkung zu erzeugen, die genau gesteuert und bearbeitet werden kann.
  • Eine zweite aus dem Stand der Technik bekannte Lösung, in welcher die Oberfläche mit Hilfe des Elektronenstrahlschmelzprozesses behandelt wird, um eine gehärtete Zementitkarbidoberflächenschicht zu erzeugen, ist in dem US-Patent Nr. 4000011 beschrieben.
  • Ferner ist eine aus dem Stand der Technik bekannte Lösung, die auf dem erneuten Schmelzen der Oberfläche basiert, in dem DE- Patent Nr. 3640131 beschrieben, das einen Mantel offenbart, der eine harte Mantelfläche hat, und einen Prozeß zum Herstellen einer Walze mit einer harten Mantelfläche offenbart, und zwar insbesondere für Papiermaschinen, welche Walze aus Gußeisen angefertigt ist, das in einer Sandform gegossen worden ist, wobei nach einem sehr schnellen Abkühlen an der Walze eine karbidhaltige Außenschicht zusammen mit einer Graukemzone erzeugt wird. In dieser aus dem Stand der Technik bekannten Lösung wird die Gußwalze auf Temperaturen von 400ºC bis 600ºC vorgewärmt, wobei die vorgewärmte Oberflächenschicht schnell über die Liquidus-Temperatur erwärmt wird, und zwar nachdem die erwünschte örtliche Schmelzschicht erreicht worden ist, wobei diese Schmelzschicht sehr schnell abgekühlt wird, um eine karbidhaltige Zone zu erzeugen, wobei schließlich die gesamte Walze auf die Umgebungstemperatur abgekühlt wird.
  • Aus der DE-A-1179721 ist die Anwendung von Sphärogußeisen für eine Kalanderwalze bekannt, die 3% Cr, Mg oder Mo als ein Karbidbildner aufweisen kann, und zwar für das Erhalten einer Härte von 480 bis 620 HB bei der Oberflächenhärtung.
  • In allen der vorbeschriebenen aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist versucht worden, eine karbidhaltige Mikrostruktur in der Oberflächenschicht des Walzenmantels zu schaffen, in welcher Struktur Partikel von Eisenkarbiden, d.h. Zementit, vorhanden sind. Diese Eisenkarbide sind sehr hart, wobei, wenn die Walze verwendet wird, die Walzenfläche um die Karbide herum verschlissen wird und die Karbide auf der Oberfläche als nach außen vorstehende Spitzen verbleiben. Der durch diese Spitzen erzeugte Fehler kann auch in den erzeugten Papieren bemerkt werden.
  • In den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen sind in Verbindung mit den Walzen, die erwärmt werden, auch Probleme durch die Variationen in der Form des Walzenmantels verursacht worden, wenn sich die Temperatur ändert. Insbesondere wenn die Struktur des Walzenmantels aus zwei unterschiedlichen Materialien besteht, beispielsweise wenn der Innenteil aus Gußeisen mit flockigem Graphit angefertigt worden ist und wenn die Manteloberfläche nach dem Hartgießen aus Weißeisen angefertigt worden ist, resultieren die Temperaturänderungen in Problemen, da die Eigenschaftender Wärmeexpansion und der Wärmeleitfähigkeit dieser unterschiedlichen Schichten unterschiedlich sind und überdies die Dicke der Schicht variiert. Insbesondere die Variationen in der Form und den Abmessungen des Walzenmantels sind problematisch, da die Papierqualität beeinträchtigt wird.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Prozeß für die Herstellung einer Walze zu schaffen, in dem die Probleme und Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Herstellungsprozesse nicht auftreten und mit dessen Hilfe eine Walze geschaffen wird, deren Eigenschaften besser sind als jene der aus dem Stand der Technik bekannten Walzen, insbesondere eine Walze, die für die Anwendung bei höheren Temperaturen geeignet ist, und zwar ohne besondere Anwendungsbeschränkungen.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Walze zu schaffen, deren Fertigung leichter und einfacher ist und daher für Papiermaschinenanwendungen, insbesondere für das Kalandrieren, ökonomischer ist.
  • Im Hinblick auf das Erreichen der oben genannten Zielsetzungen und jener die im folgenden ersichtlich werden, ist der erfindungsgemäße Prozeß in dem Patentanspruch 1 definiert und hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß in dem Prozeß die Oberflächenschicht des Walzenmantels aus Gußeisen gehärtet und angelassen wird, so daß in der Oberflächenschicht des Walzenmantels eine Anlaßmartensitstruktur erzeugt wird und der Walzenmantel in an sich bekannter Weise einer Nachbehandlung unterworfen wird. Bevorzugte Ausführungsbeispiele des Verfahrens sind in den Patentansprüchen 2 bis 4 definiert.
  • Ferner ist die erfindungsgemäße Walze in Patentanspruch 5 definiert und hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenschicht des Walzenmantels gehärtet und angelassen ist, so daß die Oberflächenschicht des Walzenmantels anlaßmartensitisch ist. Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Walze sind in den Patentansprüchen 6 bis 7 definiert.
  • Wenn gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Kugelgraphitgußeisen von hoher Festigkeit und Zähigkeit verwendet wird und wenn die Fläche des Walzenmantels oberflächengehärtet ist, beispielsweise durch Flammhärten und Induktionshärten, wird eine Anlaßmartensitstruktur erreicht, die härter ist als der aus dem Stand der Technik bekannte Walzenmantel aus Hartguß, dessen Verschleißwiderstand besser ist und dessen Verschleiß aufgrund der vorteilhaften Mikrostruktur gleichmäßiger ist, so daß das Zeitintervall für das Schleifen der Walze beträchtlich vergrößert ist. Aufgrund des Grundmaterials von hoher Zähigkeit und Festigkeit ist die erfindungsgemäße Walze selbst gegenüber hohen Temperaturänderungen nicht empfindlich, wobei Verformungen in der Walze selbst bei hohen Betriebstemperaturen nicht erzeugt werden, da durch das Oberflächenhärten eine in hohem Maße gleichmäßige gehärtete Schicht auf dem Walzenmantel erhalten wird. Überdies kann das Werkstück vor dem Härten bis zu seinen endgültigen Abmessungen bearbeitet werden, so daß die Bearbeitungskosten der Walze signifikant verringert sind.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Möglichkeit eines erneuten Härtens des Walzenmantels, nachdem die harte Schicht abgerieben worden ist.
  • Die erfindungsgemäße Walze, die einen hartflächigen Walzenmantel hat, der aus einem Gußeisen gegossen ist, das im Hinblick auf das Härten geeignet legiert worden ist und dessen Fläche nach dem Bearbeiten gehärtet worden ist, wodurch eine Anlaßmartensitmikrostruktur in der Oberfläche ausgebildet worden ist, ist beim Kalandrieren von Papier aufgrund seiner feinen Partikelstruktur vorteilhaft.
  • Die Zeitintervalle für das Schleifen der erfindungsgemäßen Walzen werden länger als mit den aus dem Stand der Technik bekannten Walzen, und zwar wegen der größeren Härte und dem besseren Verschleißwiderstand der Fläche im Vergleich mit beispielsweise Walzen aus Hartguß.
  • In einer erfindungsgemäßen Walze verursachen hohe Betriebstemperaturen keine Verformungen, da der Walzenmantel prinzipiell aus ein und demselben Material angefertigt ist. Die Oberflächenstruktur der erfindungsgemäßen Walze, d.h. die Anlaßmartensitmikrostruktur, wird gleichmäßig verschlissen, so daß keine sich von der Oberfläche unterscheidbaren Spitzen- Stellen als Verschleißergebnis in derselben verbleiben, wodurch die erreichte Papierqualität besser wird.
  • Im Bezug auf ihren Festigkeitswert, ihre Steifigkeit und Zähigkeit ist das Kugelgraphitgußeisen, das in einer Walze gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendet wird, ein Material, das bessere Eigenschaften hat als die Eigenschaften von Gußeisen aus flockigem Graphit, das in der Regel im Hartgießen verwendet wird.
  • Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Walze im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen, die auf einem Stahlmantel basieren, ist die Schmierwirkung des Graphits, der vermischt in dem Anlaßmartensit in dem Walzenmantel vorhanden ist, so daß der Verschleiß eines Schabers nicht übermäßig ist, wie es bei Stahlmänteln der Fall ist.
  • Die wichtigsten Vorteile der erfindungsgemäßen Walze, die einen Gußeisenmantel hat, im Vergleich zu einem Mantel aus Hartguß sind:
  • - eine feine und gleichmäßige Mikrostruktur
  • - eine gleichmäßige harte Oberflächenschicht
  • - ein homogenes Material und demzufolge geringere Verformungen und eine gleichmäßigere Oberflächentemperatur bei hohen Temperaturen über 100ºC
  • - nicht empfindlich gegenüber Temperaturänderungen
  • - besserer Verschleißwiderstand
  • - hohe Zugspannung
  • - hohe Stoßfestigkeit
  • - hohe Steifigkeit
  • Nachstehend ist die Erfindung ausführlicher anhand der Figuren in der beigefügten Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine schematische Veranschaulichung einer Walze,
  • Fig. 2 eine schematische Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 1,
  • Fig. 3 die Mikrostruktur der Oberfläche des Waizenmantels einer aus dem Stand der Technik bekannten Walze aus Hartguß in einer 200-fachen Vergrößerung,
  • Fig. 4 eine Martensitmikrostruktur in einer 500-fachen Vergrößerung, und
  • Fig. 5 eine Mikrostruktur mit Graphitkörnern an einer Martensitbasis in einer 200-fachen Vergrößerung.
  • Die in Fig. 1 schematisch gezeigte Walze ist mit 10 beziffert.
  • Die Walze 10 hat einen Walzenmantel 11 und Welienzapfen 13. Die Fläche des Walzenmantels 11 ist mit 12 beziffert. Die in Fig. 1 gezeigte Walze 10 ist lediglich ein einfaches beispielhaftes Ausführungsbeispiel. Der erfindungsgemäße Waizenmantel 11 ist natürlich auch für die Anwendung in viel komplizierteren Walzen geeignet.
  • Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 1. Die Außenfläche 12 des Walzenmantels 11 ist aufgrund der oberflächengehärteten Schicht 15 hart. Das Innenteil des Walzenmantels 11 ist mit 16 beziffert.
  • In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst der Walzenmantel 11 gegossen, so daß eine vollständig perlitische oder ferritisch-perlitische Mikrostruktur erzeugt wird, die zumindest zu 60% perlitisch ist. Das Material ist legiert worden, und zwar beispielsweise derart, daß 3,0 bis 3,8% C, 1,5 bis 3,0% Si, 0,5 bis 0,9% Mn, weniger als 0,05% P und weniger als 0,02% S vorhanden sind. Als weitere Legierungsmittel werden Cr, Ni, Cu, Mg, Mo, Sn und/oder Al verwendet. Daraufhin wird das Gußwalzenmantelrohstück 11 einer Bearbeitung unterworfen. Der bearbeitete Walzenmantel 11 wird oberflächengehärtet, wobei vor dem Oberflächenhärten, falls notwendig, eine Vorwärmung durchgeführt wird. Das Oberflächenhärten wird vorzugsweise als Induktionshärten oder Flammhärten durchgeführt. Daraufhin wird der Walzenmantel 11 angelassen, damit der Oberfläche eine Anlaßmartensitstruktur verliehen wird. Das Innenteil 16 des Walzenmantels hat eine perlitische oder ferritisch-perlitische Struktur. Die Anlaßtemperatur wird gemäß der zukünftigen Betriebstemperatur der Walze 10 gewählt. Daraufhin wird das notwendige Nachbehandlungsschleifen durchgeführt.
  • Der Walzenmantel 11 kann derart angefertigt werden, daß nach dem Gießen möglicherweise eine Wärmebehandlung durchgeführt wird, um eine perlitische Struktur zu erzeugen. Daraufhin wird ein Spannungslösungsglühen durchgeführt. Nach dem Bearbeiten und Oberflächenhärten, vorzugsweise Induktions- oder Flammhärten, ist der Walzenmantel 11 mit Ausnahme des Nachbehandlungsschleifens fertiggestellt.
  • In dem Verfahren der Erfindung wird das Oberflächenhärten vorzugsweise als Induktionshärten oder Flammhärten durchgeführt. Beides davon sind Wärmeoberflächenhärtungsverfahren, d.h. Verfahren, die auf einer Wärmewirkung basieren, wobei die Oberfläche für eine kurze Zeitdauer und oftmals örtlich auf eine Härtetemperatur sehr schnell erwärmt wird, die sich für den austenitischen Bereich eignet, wobei diese danach abgeschreckt wird, bevor das Innere Zeit hat, sich in Austenit umzuwandeln. Im Flammhärten wird die Fläche mit Hilfe einer Gasflamme erwärmt, wobei das Abschrecken gewöhnlich mit Hilfe eines Wasserstrahls stattfindet, der nach der Flamme folgt. Beim Induktionshärten werden in einer Wirktiefe des elektrischen Induktionsfeldes, das mit Hilfe einer Induktionsspule erzeugt wird, Wirbelströme in dem Stahl oder Gußeisen ausgebildet, welche Ströme das Stück von innen erwärmen. Nach dem Erwärmen wird ein Abschrecken, beispielsweise mit Hilfe eines Wasserstrahls, durchgeführt.
  • Fig. 3 zeigt die Mikrostruktur der Oberfläche eines aus dem Stand der Technik bekannten Walzenmantels aus Hartguß in einer 200-fachen Vergrößerung. In der Figur ist Zementit auf einer Perlitbasis ersichtlich. Zementit ist mit S bezeichnet und Perlit mit P. Zementit S, d.h. Eisenkarbide Fe&sub3;C, ist hart, wobei, wenn die Walzenfläche im Betrieb in den Bereichen von Perlit P verschlissen ist, die Zementite als Vorsprünge in der Fläche verbleiben. Die Härte der Oberflächenschicht von Weißeisen auf einem derartigen Walzenmantel aus Hartguß beträgt etwa 550 bis 630 HV. Die Variation in der Dicke der Oberflächenschicht beträgt 5 bis 25 mm.
  • Fig. 4 zeigt eine Anlaßmartensitstruktur in einer 500-fachen Vergrößerung, wobei die Struktur aus linsenförmigen oder nadelförmigen Kristallen besteht. Fig. 4 zeigt auch ein Graphitkorn.
  • Fig. 5 zeigt eine gehärtete Fläche mit Graphitkörnern an einer Martensitbasis, wobei eine derartige Basis an der erfindungsgemäßen Walze vorgesehen ist. Martensit ist mit N bezeichnet. In Martensit M sind keine Partikelzwischenflächen oder dergleichen ersichtlich. Die Graphitkörner sind mit G bezeichnet. Der Vergrößerungsmaßstab in Fig. 3 beträgt das 200- fache. Insbesondere ist die Gleichmäßigkeit der Martensitstruktur anzumerken. Die Härte einer derartigen Anlaßmartensitstruktur beträgt 680 bis 720 HV, wobei die Dickevariation der oberflächengehärteten Schicht weniger als 0,5 mm beträgt.
  • In der nachstehenden Tabelle werden die Eigenschaften eines aus dem Stand der Technik bekannten Walzenmantels aus Hartguß und des Mantels aus einer oberflächengehärteten Walze gemäß der Erfindung, in diesem besonderen Fall eine induktionsgehärtete Kugelgraphitgußeisenwalze, verglichen. Tabelle
  • Das Material des Mantels 11 der erfindungsgemäßen Walze ist hauptsächlich von ein und demselben Material, und zwar Gußeisen, beispielsweise Kugelgraphitgußeisen. Die Oberflächenschicht 15 der Walze ist anlaßmartensitisch nach dem Oberflächenhärten, wobei das Innenteil 16 zumindest zu 60% perlitisch ist. Die Dicke der Oberflächenschicht 15 beträgt 5 bis 30 mm, vorzugsweise etwa 8 bis 10 mm. Die Härte der Oberflächenschicht 15 des Walzenmantels 11 beträgt 680 bis 720 HV, wobei die Härte des Innenteils 200 bis 300 HB beträgt. Die erfindungsgemäße Walze 10 ist für die Anwendung bei Temperaturen von 250ºC geeignet, und zwar ohne besondere Einsatzbeschränkungen.
  • Vorstehend ist die Erfindung mit Bezug auflediglich einige bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben worden, wobei die Erfindung jedoch keinesfalls strikt auf die Einzelheiten der Ausführungsbeispiele beschränkt sein soll. Viele Variationen und Abwandlungen sind innerhalb des in den folgenden Patentansprüchen definierten Bereiches der Idee möglich.

Claims (7)

1. Verfahren zum Herstellen einer Walze, insbesondere einer Kalanderwalze für eine Papiermaschine, in welchem Verfahren der Mantel (11) der Walze (10) gegossen wird oder gegossen und wärmebehandelt wird und in dem nächsten Schritt der Walzenmantel (11) bearbeitet wird, wobei das Verfahren den Schritt Härten der Oberflächenschicht (15) des Gußeisenwalzenmantels (11) aufweist, wobei der Walzenmantel (11) gehärtet und angelassen wird, so daß in der Oberflächenschicht (15) des Walzenmantels (11) eine Anlaßmartensitstruktur erzeugt wird und so daß die Dicke der Oberflächenschicht (15) 5 bis 30 mm beträgt, wobei die Mikrostruktur des Walzenmantels (11) in der Guß-Stufe oder der Guß- und Wärmebehandlungs-Stufe in zumindest 60% Perlit- Kugelgraphit-Gußeisen umgewandelt wird und wobei der Walzenmantel (11) in an sich bekannter Weise einer Nachbehandlung unterworfen wird.
2. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß falls notwendig der Walzenmantel (11) vor dem Härten vorgewärmt wird.
3. Verfahren gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Härten als Oberflächenhärten durchgeführt wird.
4. Verfahren gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberflächenhärten als Induktions- oder Flammhärten durchgeführt wird.
5. Walze, insbesondere eine Kalanderwalze für eine Papiermaschine, wobei die Walze (10) einen Gußeisenmantel (11) hat, wobei die Oberflächenschicht (15) des Walzenmantels (11) gehärtet und angelassen ist, so daß die Oberflächenschicht (15) des Walzenmantels (11) anlaßmartensitisch ist und so daß die Dicke der Oberflächenschicht (15) 5 bis 30 mm beträgt, wobei der Mantel (11) aus Kugelgraphit-Gußeisen angefertigt ist und der Innenbereich (16) des Walzenmantels (11) zumindest bis zu einem Ausmaß von 60º perlitisch ist, wobei der Walzenmantel 3,0 bis 3,8% C, 1,5 bis 3,0% Si, 0,5 bis 0,9% Mn ≤ 0,05% P, und ≤ 0,02% S aufweist, und ein/mehrere Zusatzlegierungsmittel in dem aus Kugelgraphitgußeisen angefertigten Mantel (11) Cr, Ni, Cu, Mg, Mo, Sn und/oder Al ist/sind.
6. Walzenmantel gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Härte der Oberflächenschicht (15) des Mantels (11) 680 bis 720 HV beträgt.
7. Walze gemäß Patentanspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Härte des Innenteiles (16) des Mantels (11) 200 bis 300 HB beträgt.
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