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DE69200392T2 - Reinigung von Propylenoxid durch Extraktivdestillation. - Google Patents

Reinigung von Propylenoxid durch Extraktivdestillation.

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DE69200392T2
DE69200392T2 DE69200392T DE69200392T DE69200392T2 DE 69200392 T2 DE69200392 T2 DE 69200392T2 DE 69200392 T DE69200392 T DE 69200392T DE 69200392 T DE69200392 T DE 69200392T DE 69200392 T2 DE69200392 T2 DE 69200392T2
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propylene oxide
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methanol
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Iii William Kemp Culbreth
Edward Thomas Marquis
David George Pottratz
Yu-Hwa Edward Sheu
George Phillip Speranza
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Texaco Chemical Inc
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Texaco Chemical Co
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/34Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping with one or more auxiliary substances
    • B01D3/40Extractive distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D301/00Preparation of oxiranes
    • C07D301/32Separation; Purification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Epoxy Compounds (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft die Reinigung von Propylenoxid. Genauer gesagt betrifft diese Erfindung ein Destillationsverfahren zur Entfernung kontaminierender Mengen von Verunreinigungen, die sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie Aceton und Wasser, einschließen, aus einer unreinen Propylenoxid-Charge. Noch genauer gesagt betrifft diese Erfindung ein Verfahren, bei dem eine unreine Propylenoxid-Charge, die mit von etwa 50 bis etwa 4.000 ppm Methanol, von etwa 0,01 bis etwa 2 Gew.-% Wasser und von etwa 0,01 bis etwa 2 Gew.-% Aceton verunreinigt ist, in einer Extraktivdestillationskolonne unter Verwendung von Triethylenglykol als einem Extraktionsmittel gereinigt wird.
  • Es ist bekannt, eine Hydroperoxid-Charge, wie etwa tert.-Butylhydroperoxid, mit Propylen in der Gegenwart eines Epoxidationskatalysators zur Reaktion zu bringen, um ein Reaktionsprodukt zu liefern, das Propylenoxid, einen der Hydroperoxid- Charge entsprechenden Alkohol, ein Lösungsmittel und Verunreinigungen umfaßt (siehe zum Beispiel U.S.-Patent Nr. 3,350,422 (Kollar), U.S.-Patent Nr. 3,351,635 (Kollar) und U.S.-Patent Nr. 3,666,777 (Sorgenti)).
  • Es ist auch bekannt, das Reaktionsprodukt durch Destillation abzutrennen, um eine Vielzahl von Fraktionen zu erhalten, einschließlich zum Beispiel einer Propylen-Rückführfraktion, einer Propylenoxid-Produktfraktion und einer Alkohol-Fraktion.
  • Es ist auch bekannt, daß Methanol, Aceton und Wasser übliche Verunreinigungen für Propylenoxid sind, die nur unter Schwierigkeiten entfernt werden.
  • Zum Beispiel ist U.S.-Patent Nr. 2,550,847 (Mitchell et al.) auf ein Verfahren zur Abtrennung gereinigten Propylenoxids aus einem rohen Propylenoxidprodukt gerichtet, das mit Acetaldehyd, Methylformiat, Methanol, etc. verunreinigt ist, in dem die Roh-Mischung mit einer wäßrigen basischen Substanz behandelt wird, gefolgt von der Gewinnung des gereinigten Propylenoxids mit irgendwelchen geeigneten Mitteln, wie etwa durch Dekantieren. Mitchell et al. berichteten über eine Gewinnung eines Produktes, das 78 bis 82 Gew.-% Propylenoxid enthielt, das, wie sie angaben, durch fraktionierte Destillation in der Reinheit auf etwa 95 bis 99% erhöht werden konnte.
  • U.S.-Patent Nr. 2,622,060 (Robeson et al.) offenbart ein Verfahren zur Reinigung von Propylenoxid, das mit Verunreinigungen, einschließlich Methanol, verunreinigt ist, in dem das unreine Propylenoxid einer Destillation in der Gegenwart eines Extraktionsmittels unterzogen wird, das eine wäßrige Lösung eines Alkalis umfaßt. Die Erfinder berichten in Beispiel 1 ihres Patentes über ein Verfahren, bei den 500 Gewichtsteile einer rohen Propylenoxid-Fraktion gemäß ihren Verfahren extraktiv destilliert wurden, um 325 Gewichtsteile eines Produktes zu liefern, das etwa 99,6 Gew.-% Propylenoxid enthielt. Somit trat ein beträchtlicher Verlust an Propylenoxid während des Verfahrens auf.
  • Für ein nicht mit der Reinigung von Propylenoxid verwandtes Verfahren offenbaren Goddin et al. in U.S.-Patent Nr. 2,751,337 ein Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus einem Gemisch von Aceton mit Methanol und Methylacetat unter Einsatz von Wasser als einem Extraktionsmittel.
  • Hamlin et al. offenbaren in U.S.-Patent Nr. 3,409,513 die Hydroextraktivdestillation von Mischungen, die Aceton, niederaliphatische Alkohole und Ester von niederaliphatischen Alkoholen mit Carbonsäuren umfassen. Es wird von den Patentinhabern darauf hingewiesen, daß Aceton, Methylacetat und Methanol ein Azeotrop bilden, das bei 55,5-56,5ºC siedet. Williams et al. schlagen vor, teilweise gereinigtes Aceton aus solch einem ternären Azeotrop durch Flüssig-Flüssig-Extraktion mit Wasser zu gewinnen, gefolgt von einer Hydroextraktivdestillation der wäßrigen Phase, um eine teilweise gereinigte Aceton-Fraktion zu erhalten.
  • U.S.-Patent Nr. 3,632,482 (Hoory und Newman) ist auf ein Propylenoxid-Rückgewinnungsverfahren durch Extraktivdestillation unter Verwendung eines Alkohol-Keton-Kohlenwasserstoff-Lösungsmittels gerichtet. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von rohen Propylenoxid, das in einer Mischung enthalten ist, die durch die Epoxidation von Propylen mit einem organischen Hydroperoxid hergestellt ist, und erfordert Extraktivdestillation des rohen Propylenoxids in mehreren aufeinanderfolgenden Extraktivdestillationszonen mit Hilfe eines Lösungsmittelgemisches, das im wesentlichen aus Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und/oder Ketonen besteht, die dem organischen Hydroperoxid entsprechen, das bei der Herstellung des Propylenoxids eingesetzt worden ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ihrer Erfindung ist das Extraktionsmittel eine Rückführfraktion aus einer Abfolge von drei Kolonnendestillationen, wobei der Bodenkörper aus der dritten Destillationskolonne geflasht wird, um ein aus Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und/oder Ketonen bestehendes Überkopfprodukt zu erhalten, das als ein Extraktionsmittel zu den drei Destillationskolonnen zurückgeführt wird, die in der Abfolge zur Propylenoxid-Reinigung eingeschlossen sind.
  • U.S.-Patent Nr. 3,715,284 (Burns et al.) offenbart ein Verfahren zur Reinigung von unreinen Propylenoxid unter Verwendung von Aceton oder einer Mischung von Aceton mit Methanol, das (die) in eine Destillationskolonne entweder unterhalb von oder zusammen mit dem unreinen Propylenoxid eingeführt wird.
  • U.S.-Patent Nr. 3.881,996 (Schmidt) ist gerichtet auf eine Destillationsabfolge, die wenigstens drei und fakultativ vier Kolonnen zur Reinigung von rohen Propylenoxid einsetzt, wobei eine der Kolonnen fakultativ eine Extraktivdestillationskolonne ist, in der ein Kohlenwasserstoff, wie etwa Octan, als das Extraktionsmittel verwendet wird.
  • U.S.-Patent Nr. 4,140,588 (Schmidt) offenbart ein Verfahren zur Reinigung von Propylenoxid, das mit Methanol und Aceton verunreinigt ist, unter Verwendung von Wasser als einem Extraktionsmittel, wobei das Wasser in die Destillationskolonne oberhalb des Einführungspunktes der rohen Propylenoxid-Charge eingeführt wird.
  • Schmidt gibt in Spalte 2, Zeilen 50-55, an: "Propylenoxid besitzt jedoch eine beträchtliche Loslichkeit in Wasser und wird leicht zu Propylenglykol (PG) in der Gegenwart großer Mengen Wasser hydrolysiert" - d.h. im Blasenabschnitt des Turms.
  • U.S.-Patent Nr. 4,971,661 offenbart die Verwendung einer Extraktion mit wäßrigem Aceton, um Methanol aus Propylenoxid zu entfernen.
  • U.S.-Patent Nr. 3,578,568 offenbart die Verwendung von Glykolen oder Glykolethern in einer Extraktivdestillation, um sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton, Acetaldehyd und Methanol, zu entfernen. Es wird beansprucht, daß die Konzentration des Lösungsmittels im Dampfraum in der Extraktivdestillationszone des Destillationsturms vorzugsweise zwischen 15 und 50 Molprozent des Gesamtdamptes liegt.
  • Verglichen mit U.S.-Patent Nr. 3,578,568 verwendet diese Erfindung beträchtlich niedrigere Lösungsmittelkonzentrationen in der Extraktivdestillationszone, um Wasser und sauerstofthaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton, zu entfernen. Da die Konzentration des Triethylenglykols niedriger ist, werden die Größe und Wärmeanforderungen des verbundenen Triethylenglykol-Regenerators verringert.
  • U.S.-Patent Nr. 3,607,669 offenbart die Verwendung eines C&sub8;- bis C&sub1;&sub2;-Kohlenwasserstoffs, um Propylenoxid von Wasser zu trennen.
  • U.S.-Patent Nr. 5,000,825 (Shih et al.) offenbart die Reinigung von Monoepoxiden, wie etwa Propylenoxid, die mit sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Wasser, niedermolekularen Alkoholen, niedermolekularen Ketonen, niedermolekularen Aldehyden und dergleichen verunreinigt sind, durch die Extraktivdestillation des verunreinigten Monoepoxids unter Verwendung eines niederen Glykols, das 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthält. Beispiele für niedere Glykole, die im Patent angegeben sind, schließen Ethylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol und 2,3-Butandiol ein. Es wird angegeben, daß höhere Diole oder höhere Glykolether keine ausreichende Selektivität für die Entfernung solcher Verunreinigungen bereitstellen und nicht als zur Verwendung in der Erfindung geeigneten Extraktionsmittel eingeschlossen sind.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Destillationsverfahren zur Entfernung kontaminierender Mengen von Verunreinigungen, einschließlich sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Methanol, Aceton und Wasser, aus einer unreinen Propylenoxid-Charge bereitzustellen.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein Extraktivdestillationsverfahren zur Entfernung sauerstoffhaltiger Verunreinigungen, einschließlich Wasser, Methanol und Aceton, aus einer unreinen Propylenoxid-Charge, die mit Wasser, Methanol und Aceton verunreinigtes Propylenoxid umfaßt, zur Verfügung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die besagte unreine Propylenoxid- Charge in die untere Hälfte einer Destillationskolonne eingeführt wird, ein Extraktionsmittel, das Triethylenglykol umfaßt, oberhalb des Zuführungspunktes des unreinen Propylenoxids eingeführt wird, in einem Verhältnis von Charge zu Extraktionsmittel von 1:1 bis 20:1, aus besagter Destillationskolonne eine Überkopf-Destillattraktion abgezogen wird, die im wesentlichen wasserfreies Propylenoxid umfaßt, das mit verringerten Mengen an Aceton und Methanol verunreinigt ist, und eine Bodenkörper-Destillationsfraktion, die in wesentlichen das gesamte Triethylenglykol, Wasser und Aceton und einen Teil des in besagte Destillationskolonne eingeführten Methanols enthält. Vorzugsweise wird das unreine Proplylenoxid der unteren Hälfte einer Destillationskolonne zugeführt, die wenigstens 25 theoretische Böden enthält, und das Extraktionsmittel wird an einem Punkt zugeführt, der wenigstens 4 theoretische Böden oberhalb des Zuführpunktes des unreinen Propylenoxids liegt. Es ist auch bevorzugt, daß die Destillationsbedingungen einen Druck von 69 bis 276 kPA (10 bis 40 psia), ein Rückflußverhältnis von 1:1 bis 5:1 und eine Blasentemperatur im Bereich von 100º bis 250ºC und eine Kopftemperatur von 20º bis 80ºC umfassen.
  • Wenn Propylen in flüssiger Phase mit einem organischen Hydroperoxid, wie etwa tert.-Butylhydroperoxid, in Lösung in einem Lösungsmittel, wie etwa tert.-Butylalkohol, in der Gegenwart eines löslichen Epoxidationskatalysators, wie etwa eines Molybdän-Epoxidationskatalysators, zur Reaktion gebracht wird, wird eine Reaktionsmischung gebildet, die Propylenoxid, einen der organischen Hydroperoxid-Charge entsprechenden Alkohol und Verunreinigungen, einschließlich Wasser und anderen sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Methylformiat, Acetaldehyd, Aceton und Methanol, umfaßt.
  • Propylenoxid ist eine hygroskopische Substanz, so daß Wasser nur unter Schwierigkeiten entfernt wird. Es ist jedoch wichtig, so viel Wasser wie möglich zu entfernen, weil das im Propylenoxid vorhandene Wasser dazu neigen wird, mit dem Propylenoxid zu reagieren, um Propylenglykol zu bilden.
  • Es ist auch wichtig, den Gehalt an anderen sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Methanol und Aceton, auf den niedrigsten, vernünftigerweise erreichbaren Gehalt zu verringern.
  • Gemäß herkömmlicher Praxis wird ein Epoxidationsreaktionsprodukt, das durch die Molybdän-katalysierte Reaktion von Propylenoxid mit tert.-Butylhydroperoxid in Lösung in tert.-Butylalkohol gebildet wird, durch Destillation in die Hauptbestandteile getrennt, um Destillationsfraktionen zu bilden, die eine Propylen-Destillationsfraktion, eine Propylenoxid-Destillationsfraktion, eine tert.-Butylalkohol-Destillationsfraktion und eine hochsiedende Destillationsfraktion, die den Molybdänkatalysator und andere Produkte und Nebenprodukte der Epoxidationsreaktion enthält, einschließen. Destillationsfraktionen, die so erhalten werden, sind jedoch gekennzeichnet durch den Einschluß von Verunreinigungen und müssen normalerweise weiter behandelt werden, wenn kommerziell annehmbare Produkte erhalten werden sollen. Dies trifft insbesondere zu auf eine Propylenoxid-Destillationstraktion, die mit Wasser und sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, einschließlich Methanol und Aceton, verunreinigt ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist überraschenderweise entdeckt worden, daß im wesentlichen das gesamte anfänglich vorhandene Wasser in einer verunreinigten Propylenoxid-Charge daraus entfernt werden kann, wenn die Propylenoxid-Charge in der Gegenwart eines Extraktionsmittels, das im wesentlichen aus Triethylenglykol besteht, extraktiv destilliert wird. Sogar noch überraschender ist unsere Entdeckung, daß im wesentlichen das gesamte Aceton und der Großteil des Methanols, die in der verunreinigten Charge vorhanden sind, ebenfalls aus dem Propylenoxid entfernt werden können, wenn Triethylenglykol als das Extraktionsmittel verwendet wird.
  • Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung weiter beschrieben werden. Die Zeichnung ist ein schematisches Fließdiagramm, bei dem herkömmliche Teile weggelassen sind, das die allgemeine Gewinnungsabfolge zeigt, die gemäß der vorliegenden Erfindung bei der Reinigung von Propylenoxid verwendet wird.
  • In der Zeichnung ist die vorliegende Erfindung aus Bequemlichkeit in Verbindung mit einem Verfahren veranschaulicht, bei dem das Propylenoxid durch die Epoxidation von Propylen mit tert.-Butylhydroperoxid in Lösung in tert.-Butylalkohol hergestellt ist, um ein Reaktionsprodukt zu liefern, das Propylenoxid und zusätzlichen tert.-Butylalkohol umfaßt.
  • Wenn man sich nun der Zeichnung zuwendet, ist dort ein schematisches Fließdiagramm dargestellt, das ein bevorzugtes Verfahren zur praktischen Umsetzung des Verfahrens der vorliegendenden Erfindung veranschaulicht. In der Zeichnung sind herkömmliche Teile, wie etwa Ventile, Pumpen, Temperatursensoren, Drucksensoren, Heizeinrichtungen, Kühleinrichtungen und Durchflußkontrollsteuerungseinrichtungen weggelassen worden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird Propylenoxid in einer vorbereitenden Destillationszone (nicht dargestellt) von anderen Bestandteilen einer Epoxidationsreaktionsmischung getrennt, um eine unreine Propylenoxid-Fraktion bereitzustellen, die mit sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Aceton, Methanol und Wasser, verunreinigt ist.
  • Die unreine Propylenoxid-Charge, die so in der vorbereitenden Destillationszone erhalten wird, wird dann in einer Propylenoxid-Reinigungsdestillationszone gereinigt, die gemäß der bevorzugten Ausführungstorm der vorliegenden Erfindung zwei Destillationskolonnen umfaßt, von denen jede mit einer geeigneten Rückflußkühlereinrichtung und einer geeigneten Blasenheizeinrichtung versehen ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine unreine Propylenoxid-Fraktion, die mit von etwa 50 bis 4.000 ppm Methanol, von 0.01 bis 2 Gew.-% Aceton und etwa 0,01 bis 2 Gew.-% Wasser und anderen sauerstoffhaltigen Verunreinigungen verunreinigt ist, über eine Leitung 120 zugeführt, die zu einer Destillationskolonnen 100 führt, die gemäß der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine Kolonne sein wird, die wenigstens etwa 10 theoretische Böden und bevorzugter von etwa 30 bis etwa 100 theoretische Böden enthält. Die Kolonne 100 wird geeigneterweise unter Destillationsbedingungen betrieben, die einen Druck von 69 bis 276 kPA (10 bis 40 psia), ein Rückflußverhältnis von 2:1 bis 10:1, eine Blasentemperatur im Bereich von etwa 100º bis 250ºC (z.B. 210ºC) und eine Kopftemperatur von etwa 20º bis 80ºC (z.B. 20ºC) einschließen.
  • Das unreine Propylenoxid wird der Destillationskolonne 100 vorzugsweise in deren unterer Hälfte zugeführt. Ein Extraktionsmittel, das im wesentlichen aus Triethylenglykol besteht, wird zur oberen Hälfte de Destillationskolonne 100 durch eine Extraktionsmittelleitung 106 zugeführt.
  • Im wesentlichen wasserfreies gereinigtes Propylenoxid, das etwa 100 ppm oder weniger Wasser enthält, wird aus der Kolonne 100 als eine niedrigsiedende Destillationsfraktion 112 abgezogen, wobei das gereinigte Propylenoxid in der Leitung 112 beträchtlich verringerte Mengen an Methanol und Aceton enthält, wie etwa 15 bis 900 ppm Methanol und etwa 0,1 bis 100 ppm Aceton. Eine höhersiedende Fraktion 110 wird aus der Destillationskolonne 100 abgezogen, die im wesentlichen das gesamte Extraktionsmittel enthält, das durch Leitung 106 zugeführt worden ist, und im wesentlichen auch das gesamte Wasser, Aceton und andere sauerstoffhaltige Verunreinigungen, die in die Kolonne 100 mit dem unreinen Propylenoxid 120 eingeführt worden sind.
  • Die höhersiedende Destillationsfraktion 110 aus der Kolonne 100, die Wasser, Methanol, Aceton, tert.-Butylalkohol und andere Verunreinigungen und Extraktionsmittel umfaßt, wird einer zweiten Destillationskolonne 200 zugeführt, in der niedrigsiedende Verunreinigungen, wie etwa Methanol, Aceton, Wasser etc., über Kopf als eine Destillationsfraktion 204 abgetrennt werden, die für irgendeine geeignete Verwendung aus dem System abgezogen wird, wie etwa zur Verwendung als eine Dampfkesselcharge oder zur Rückgewinnung.
  • Eine höhersiedende Destillationsfraktion 106 wird aus der Destillationskolonne 200 abgezogen, die Triethylenglykol umfaßt, das durch Leitung 106 zur Destillationskolonne 100 zurückgeführt wird.
  • Triethylenglykol ist eine Verbindung mit der Formel:
  • HO-CH&sub2;CH&sub2;-O-CHCH&sub2;-O-CH&sub2;CH&sub2;-OH
  • Triethylenglykol ist eine farblose, hygroskopische, praktisch geruchsfreie Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 287,4ºC, einem Dampfdruck von weniger als 0,01 mm (20ºC) und einer spezifischen Dichte von 1,1254 (20/20ºC). Technische Qualitäten von Triethylenglykol werden eine merkbare Menge Wasser enthalten (z.B. etwa 0,01 bis etwa 0,1 Gew.-%). Daher würde, wenn frisches Triethylenglykol technischer Qualität direkt in die Kolonne 100 eingeführt würde, eine beträchtliche Menge an unerwünschtem kontaminierenden Wasser ebenfalls eingeführt werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird frisches Triethylenglykol, entweder als die ursprüngliche Charge oder als Zusatzlösungsmittel, in das System durch eine Zweigleitung 230 eingeführt, die zur Zuführleitung 110 für die zweite Destillationskolonne 200 führt, so daß jegliches mit dem frischen Triethylenglykol in das System eingeführte Wasser in der Kolonne 200 daraus abgetrennt und aus der Säule 200 durch die Leitung 204 abgezogen werden wird.
  • Wasser und sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton und Methanol, sind durch Standard-Destillation schwierig aus Propylenoxid zu entfernen. Die Verwendung von Extraktivdestillationskolonnen mit Triethylenglykol als dem Lösungsmittel verbessert die Abtrennung dieser Verunreinigungen aus Propylenoxid.
  • BEISPIELE
  • Die Erfindung wird weiter durch die folgenden nicht-beschränkenden Beispiele veranschaulicht werden.
  • Beispiel I
  • Vergleichsdestillationsläufe ohne die Verwendung eines Extraktionsmittels und mit Triethylenglykol als dem Lösungsmittel sind unten tabelliert. Die Läufe wurden in einer 2,54 cm(1")- Glasdestillationskolonne vom Oldershaw-Typ mit 25 Böden, die bei atmosphärischem Druck betrieben wurde, durchgeführt. Kein Lösungsmittel: Komponente Charge Gew.-% Lösungsmittel Gew.-% Überkopfprodukt Gew.-% Bodenkörper Gew.-% Wasser (WASSERFREIE BASIS) niedrigersiedend als MeoH/MF Aceton höhersiedend als TBA Bemerkung: ND bedeutet nicht nachgewiesen N/A bedeutet nicht anwendbar N/An bedeutet nicht analysiert Triethylenglykol-Extraktions Lösungsmittel: Komponente Charge Gew.-% Lösungsmittel Gew.-% Überkopfprodukt Gew.-% Bodenkörper Gew.-% Wasser (WASSERFREIE BASIS) niedrigersiedend als MeOH/MF Propanol/Propenal Aceton höhersiedend als TBA Triethylenglykol Bemerkung: ND bedeutet nicht nachgewiesen N/An bedeutet nicht analysiert Lösungsmittel: Chargen-Verhältnis 0,697 (kg/kg)
  • Diese Destillationen belegen, daß das Triethylenglykol-Lösungsmittel die Abtrennung von Methanol und Wasser aus Propylenoxid verbessert.
  • Beispiel II
  • Eine Aldushan-Extraktivdestillationskolonne aus Glas mit einem Durchmesser von 5,08 cm(2"), Vakuummantel und 120 praktischen Böden wurde für zusätzliche Läufe verwendet. Die rohe Propylenoxid-charge von Beispiel I wurde auf Boden 80 (vom Kopf) eingeführt und das Ethylenglykol-Extraktionsmittel wurde auf Boden 30 eingeführt. Das Lösungsmittel:Chargen-Verhältnis betrug (gewichtsbezogen) 5:1. Der Turm-Arbeitsdruck betrug 159 kPa (23 psia) am Kühler. Die Ergebnisse zeigen im wesentlichen vollständige Entfernung von Wasser und Aceton aus dem Eintrags-Propylenoxid. Zusätzlich wird das Methanol im Überkopf- Propylenoxidprodukt beträchtlich verringert, wie durch die folgenden Tabellen veranschaulicht: TABELLE I EXTRAKTIVDESTILLATION VON UNREINEM PROPYLENOXID MIT TRIETHYLENGLYKOL Überkopfproduktzusammensetzungen, Gew.-% Lauf Nummer Propylenoxid (Gew.-%) Methanol (ppm) Aceton (ppm) Wasser (ppm) TABELLE II EXTRAKTIVDESTILLATION VON UNREINEM PROPYLENOXID MIT TRIETHYLENGLYKOL Bodenkörperzusammensetzungen, Gew.-% Lauf Nummer Propylenoxid (Gew.-%) Methanol (ppm) Aceton (ppm) Wasser (ppm) * TEG stellt Triethylenglykol dar. In den Läufen 4, 12, 13 wurden keine Bodenkörpermessungen durchgeführt.

Claims (3)

1. Ein Extraktivdestillationsverfahren zur Entfernung von sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, einschließlich Wasser, Methanol und Aceton, aus einer unreinen Propylenoxid-Charge, die Propylenoxid umfaßt, das mit Wasser, Methanol und Aceton verunreinigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die besagte unreine Propylenoxid-Charge in die untere Hälfte einer Destillationskolonne eingeführt wird, ein Extraktionsmittel, das Triethylenglykol umfaßt, oberhalb des Zuführpunktes des unreinen Propylenoxids eingeführt wird, in einem Verhältnis von Charge zu Extraktionsmittel von 1:1 bis 20:1, aus besagter Destillationskolonne eine Überkopf-Destillatfraktion abgezogen wird, die im wesentlichen wasserfreies Propylenoxid umfaßt, das mit verringerten Mengen an Aceton und Methanol verunreinigt ist, und eine Bodenkörper-Destillationsfraktion, die im wesentlichen das gesamte Triethylenglykol, Wasser und Aceton und einen Teil des in besagte Destillationskolonne eingeführten Methanols enthält.
2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei das unreine Propylenoxid der unteren Hälfte einer Destillationskolonne zugeführt wird, die wenigstens 25 theoretische Böden enthält, und das Extraktionsmittel an einem Punkt wenigstens 4 theoretische Böden oberhalb des Zuführpunktes des unreinen Propylenoxids zugegeben wird.
3. Ein Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Destillationsbedingungen einen Druck von 69 bis 276 kPa (10 bis 40 psia), ein Rückflußverhältnis von 1:1 bis 5:1 und eine Blasentemperatur im Bereich von 1000 bis 250ºC und eine Kopftemperatur von 200 bis 80ºC umfassen.
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