-
Diese Erfindung betrifft die Reinigung von Propylenoxid.
Genauer gesagt betrifft diese Erfindung ein
Destillationsverfahren zur Entfernung kontaminierender Mengen von
Verunreinigungen, die sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie Aceton und
Wasser, einschließen, aus einer unreinen Propylenoxid-Charge.
Noch genauer gesagt betrifft diese Erfindung ein Verfahren,
bei dem eine unreine Propylenoxid-Charge, die mit von etwa 50
bis etwa 4.000 ppm Methanol, von etwa 0,01 bis etwa 2 Gew.-%
Wasser und von etwa 0,01 bis etwa 2 Gew.-% Aceton verunreinigt
ist, in einer Extraktivdestillationskolonne unter Verwendung
von Triethylenglykol als einem Extraktionsmittel gereinigt
wird.
-
Es ist bekannt, eine Hydroperoxid-Charge, wie etwa
tert.-Butylhydroperoxid, mit Propylen in der Gegenwart eines
Epoxidationskatalysators zur Reaktion zu bringen, um ein
Reaktionsprodukt zu liefern, das Propylenoxid, einen der Hydroperoxid-
Charge entsprechenden Alkohol, ein Lösungsmittel und
Verunreinigungen umfaßt (siehe zum Beispiel U.S.-Patent Nr. 3,350,422
(Kollar), U.S.-Patent Nr. 3,351,635 (Kollar) und U.S.-Patent
Nr. 3,666,777 (Sorgenti)).
-
Es ist auch bekannt, das Reaktionsprodukt durch Destillation
abzutrennen, um eine Vielzahl von Fraktionen zu erhalten,
einschließlich zum Beispiel einer Propylen-Rückführfraktion,
einer Propylenoxid-Produktfraktion und einer Alkohol-Fraktion.
-
Es ist auch bekannt, daß Methanol, Aceton und Wasser übliche
Verunreinigungen für Propylenoxid sind, die nur unter
Schwierigkeiten entfernt werden.
-
Zum Beispiel ist U.S.-Patent Nr. 2,550,847 (Mitchell et al.)
auf ein Verfahren zur Abtrennung gereinigten Propylenoxids aus
einem rohen Propylenoxidprodukt gerichtet, das mit
Acetaldehyd, Methylformiat, Methanol, etc. verunreinigt ist, in dem
die Roh-Mischung mit einer wäßrigen basischen Substanz
behandelt wird, gefolgt von der Gewinnung des gereinigten
Propylenoxids mit irgendwelchen geeigneten Mitteln, wie etwa durch
Dekantieren. Mitchell et al. berichteten über eine Gewinnung
eines Produktes, das 78 bis 82 Gew.-% Propylenoxid enthielt,
das, wie sie angaben, durch fraktionierte Destillation in der
Reinheit auf etwa 95 bis 99% erhöht werden konnte.
-
U.S.-Patent Nr. 2,622,060 (Robeson et al.) offenbart ein
Verfahren zur Reinigung von Propylenoxid, das mit
Verunreinigungen, einschließlich Methanol, verunreinigt ist, in dem das
unreine Propylenoxid einer Destillation in der Gegenwart eines
Extraktionsmittels unterzogen wird, das eine wäßrige Lösung
eines Alkalis umfaßt. Die Erfinder berichten in Beispiel 1
ihres Patentes über ein Verfahren, bei den 500 Gewichtsteile
einer rohen Propylenoxid-Fraktion gemäß ihren Verfahren
extraktiv destilliert wurden, um 325 Gewichtsteile eines
Produktes zu liefern, das etwa 99,6 Gew.-% Propylenoxid enthielt.
Somit trat ein beträchtlicher Verlust an Propylenoxid während
des Verfahrens auf.
-
Für ein nicht mit der Reinigung von Propylenoxid verwandtes
Verfahren offenbaren Goddin et al. in U.S.-Patent Nr.
2,751,337 ein Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus einem
Gemisch von Aceton mit Methanol und Methylacetat unter Einsatz
von Wasser als einem Extraktionsmittel.
-
Hamlin et al. offenbaren in U.S.-Patent Nr. 3,409,513 die
Hydroextraktivdestillation von Mischungen, die Aceton,
niederaliphatische Alkohole und Ester von niederaliphatischen
Alkoholen mit Carbonsäuren umfassen. Es wird von den
Patentinhabern darauf hingewiesen, daß Aceton, Methylacetat und Methanol
ein Azeotrop bilden, das bei 55,5-56,5ºC siedet. Williams et
al. schlagen vor, teilweise gereinigtes Aceton aus solch einem
ternären Azeotrop durch Flüssig-Flüssig-Extraktion mit Wasser
zu gewinnen, gefolgt von einer Hydroextraktivdestillation der
wäßrigen Phase, um eine teilweise gereinigte Aceton-Fraktion
zu erhalten.
-
U.S.-Patent Nr. 3,632,482 (Hoory und Newman) ist auf ein
Propylenoxid-Rückgewinnungsverfahren durch Extraktivdestillation
unter Verwendung eines
Alkohol-Keton-Kohlenwasserstoff-Lösungsmittels gerichtet. Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Reinigung von rohen Propylenoxid, das in einer Mischung
enthalten ist, die durch die Epoxidation von Propylen mit
einem organischen Hydroperoxid hergestellt ist, und erfordert
Extraktivdestillation des rohen Propylenoxids in mehreren
aufeinanderfolgenden Extraktivdestillationszonen mit Hilfe eines
Lösungsmittelgemisches, das im wesentlichen aus
Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und/oder Ketonen besteht, die dem
organischen Hydroperoxid entsprechen, das bei der Herstellung des
Propylenoxids eingesetzt worden ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform ihrer Erfindung ist das Extraktionsmittel eine
Rückführfraktion aus einer Abfolge von drei
Kolonnendestillationen, wobei der Bodenkörper aus der dritten
Destillationskolonne geflasht wird, um ein aus Kohlenwasserstoffen,
Alkoholen und/oder Ketonen bestehendes Überkopfprodukt zu
erhalten, das als ein Extraktionsmittel zu den drei
Destillationskolonnen zurückgeführt wird, die in der Abfolge zur
Propylenoxid-Reinigung eingeschlossen sind.
-
U.S.-Patent Nr. 3,715,284 (Burns et al.) offenbart ein
Verfahren zur Reinigung von unreinen Propylenoxid unter Verwendung
von Aceton oder einer Mischung von Aceton mit Methanol, das
(die) in eine Destillationskolonne entweder unterhalb von oder
zusammen mit dem unreinen Propylenoxid eingeführt wird.
-
U.S.-Patent Nr. 3.881,996 (Schmidt) ist gerichtet auf eine
Destillationsabfolge, die wenigstens drei und fakultativ vier
Kolonnen zur Reinigung von rohen Propylenoxid einsetzt, wobei
eine der Kolonnen fakultativ eine
Extraktivdestillationskolonne ist, in der ein Kohlenwasserstoff, wie etwa Octan, als das
Extraktionsmittel verwendet wird.
-
U.S.-Patent Nr. 4,140,588 (Schmidt) offenbart ein Verfahren
zur Reinigung von Propylenoxid, das mit Methanol und Aceton
verunreinigt ist, unter Verwendung von Wasser als einem
Extraktionsmittel, wobei das Wasser in die Destillationskolonne
oberhalb des Einführungspunktes der rohen Propylenoxid-Charge
eingeführt wird.
-
Schmidt gibt in Spalte 2, Zeilen 50-55, an: "Propylenoxid
besitzt jedoch eine beträchtliche Loslichkeit in Wasser und wird
leicht zu Propylenglykol (PG) in der Gegenwart großer Mengen
Wasser hydrolysiert" - d.h. im Blasenabschnitt des Turms.
-
U.S.-Patent Nr. 4,971,661 offenbart die Verwendung einer
Extraktion mit wäßrigem Aceton, um Methanol aus Propylenoxid zu
entfernen.
-
U.S.-Patent Nr. 3,578,568 offenbart die Verwendung von
Glykolen oder Glykolethern in einer Extraktivdestillation, um
sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton, Acetaldehyd
und Methanol, zu entfernen. Es wird beansprucht, daß die
Konzentration des Lösungsmittels im Dampfraum in der
Extraktivdestillationszone des Destillationsturms vorzugsweise zwischen
15 und 50 Molprozent des Gesamtdamptes liegt.
-
Verglichen mit U.S.-Patent Nr. 3,578,568 verwendet diese
Erfindung beträchtlich niedrigere Lösungsmittelkonzentrationen
in der Extraktivdestillationszone, um Wasser und
sauerstofthaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton, zu entfernen. Da
die Konzentration des Triethylenglykols niedriger ist, werden
die Größe und Wärmeanforderungen des verbundenen
Triethylenglykol-Regenerators verringert.
-
U.S.-Patent Nr. 3,607,669 offenbart die Verwendung eines
C&sub8;- bis C&sub1;&sub2;-Kohlenwasserstoffs, um Propylenoxid von Wasser zu
trennen.
-
U.S.-Patent Nr. 5,000,825 (Shih et al.) offenbart die
Reinigung von Monoepoxiden, wie etwa Propylenoxid, die mit
sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Wasser,
niedermolekularen Alkoholen, niedermolekularen Ketonen, niedermolekularen
Aldehyden und dergleichen verunreinigt sind, durch die
Extraktivdestillation des verunreinigten Monoepoxids unter
Verwendung eines niederen Glykols, das 2 bis 4 Kohlenstoffatome
enthält. Beispiele für niedere Glykole, die im Patent angegeben
sind, schließen Ethylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol,
1,4-Butandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol und 2,3-Butandiol
ein. Es wird angegeben, daß höhere Diole oder höhere
Glykolether keine ausreichende Selektivität für die Entfernung solcher
Verunreinigungen bereitstellen und nicht als zur Verwendung in
der Erfindung geeigneten Extraktionsmittel eingeschlossen
sind.
-
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein
Destillationsverfahren zur Entfernung kontaminierender Mengen von
Verunreinigungen, einschließlich sauerstoffhaltigen
Verunreinigungen, wie etwa Methanol, Aceton und Wasser, aus einer
unreinen Propylenoxid-Charge bereitzustellen.
-
Die vorliegende Erfindung stellt ein
Extraktivdestillationsverfahren zur Entfernung sauerstoffhaltiger Verunreinigungen,
einschließlich Wasser, Methanol und Aceton, aus einer unreinen
Propylenoxid-Charge, die mit Wasser, Methanol und Aceton
verunreinigtes Propylenoxid umfaßt, zur Verfügung, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß die besagte unreine Propylenoxid-
Charge in die untere Hälfte einer Destillationskolonne
eingeführt wird, ein Extraktionsmittel, das Triethylenglykol
umfaßt, oberhalb des Zuführungspunktes des unreinen
Propylenoxids eingeführt wird, in einem Verhältnis von Charge zu
Extraktionsmittel von 1:1 bis 20:1, aus besagter
Destillationskolonne eine Überkopf-Destillattraktion abgezogen wird, die im
wesentlichen wasserfreies Propylenoxid umfaßt, das mit
verringerten Mengen an Aceton und Methanol verunreinigt ist, und
eine Bodenkörper-Destillationsfraktion, die in wesentlichen
das gesamte Triethylenglykol, Wasser und Aceton und einen Teil
des in besagte Destillationskolonne eingeführten Methanols
enthält. Vorzugsweise wird das unreine Proplylenoxid der
unteren Hälfte einer Destillationskolonne zugeführt, die
wenigstens 25 theoretische Böden enthält, und das Extraktionsmittel
wird an einem Punkt zugeführt, der wenigstens 4 theoretische
Böden oberhalb des Zuführpunktes des unreinen Propylenoxids
liegt. Es ist auch bevorzugt, daß die Destillationsbedingungen
einen Druck von 69 bis 276 kPA (10 bis 40 psia), ein
Rückflußverhältnis von 1:1 bis 5:1 und eine Blasentemperatur im
Bereich von 100º bis 250ºC und eine Kopftemperatur von 20º bis
80ºC umfassen.
-
Wenn Propylen in flüssiger Phase mit einem organischen
Hydroperoxid, wie etwa tert.-Butylhydroperoxid, in Lösung in einem
Lösungsmittel, wie etwa tert.-Butylalkohol, in der Gegenwart
eines löslichen Epoxidationskatalysators, wie etwa eines
Molybdän-Epoxidationskatalysators, zur Reaktion gebracht wird,
wird eine Reaktionsmischung gebildet, die Propylenoxid, einen
der organischen Hydroperoxid-Charge entsprechenden Alkohol und
Verunreinigungen, einschließlich Wasser und anderen
sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, wie etwa Methylformiat,
Acetaldehyd, Aceton und Methanol, umfaßt.
-
Propylenoxid ist eine hygroskopische Substanz, so daß Wasser
nur unter Schwierigkeiten entfernt wird. Es ist jedoch
wichtig,
so viel Wasser wie möglich zu entfernen, weil das im
Propylenoxid vorhandene Wasser dazu neigen wird, mit dem
Propylenoxid zu reagieren, um Propylenglykol zu bilden.
-
Es ist auch wichtig, den Gehalt an anderen sauerstoffhaltigen
Verunreinigungen, wie etwa Methanol und Aceton, auf den
niedrigsten, vernünftigerweise erreichbaren Gehalt zu verringern.
-
Gemäß herkömmlicher Praxis wird ein
Epoxidationsreaktionsprodukt, das durch die Molybdän-katalysierte Reaktion von
Propylenoxid mit tert.-Butylhydroperoxid in Lösung in
tert.-Butylalkohol gebildet wird, durch Destillation in die
Hauptbestandteile getrennt, um Destillationsfraktionen zu bilden, die
eine Propylen-Destillationsfraktion, eine
Propylenoxid-Destillationsfraktion, eine tert.-Butylalkohol-Destillationsfraktion
und eine hochsiedende Destillationsfraktion, die den
Molybdänkatalysator und andere Produkte und Nebenprodukte der
Epoxidationsreaktion enthält, einschließen. Destillationsfraktionen,
die so erhalten werden, sind jedoch gekennzeichnet durch den
Einschluß von Verunreinigungen und müssen normalerweise weiter
behandelt werden, wenn kommerziell annehmbare Produkte
erhalten werden sollen. Dies trifft insbesondere zu auf eine
Propylenoxid-Destillationstraktion, die mit Wasser und
sauerstoffhaltigen Verunreinigungen, einschließlich Methanol und Aceton,
verunreinigt ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist überraschenderweise
entdeckt worden, daß im wesentlichen das gesamte anfänglich
vorhandene Wasser in einer verunreinigten Propylenoxid-Charge
daraus entfernt werden kann, wenn die Propylenoxid-Charge in
der Gegenwart eines Extraktionsmittels, das im wesentlichen
aus Triethylenglykol besteht, extraktiv destilliert wird.
Sogar noch überraschender ist unsere Entdeckung, daß im
wesentlichen das gesamte Aceton und der Großteil des Methanols, die
in der verunreinigten Charge vorhanden sind, ebenfalls aus dem
Propylenoxid entfernt werden können, wenn Triethylenglykol als
das Extraktionsmittel verwendet wird.
-
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung weiter beschrieben werden. Die Zeichnung ist ein
schematisches Fließdiagramm, bei dem herkömmliche Teile weggelassen
sind, das die allgemeine Gewinnungsabfolge zeigt, die gemäß
der vorliegenden Erfindung bei der Reinigung von Propylenoxid
verwendet wird.
-
In der Zeichnung ist die vorliegende Erfindung aus
Bequemlichkeit in Verbindung mit einem Verfahren veranschaulicht, bei
dem das Propylenoxid durch die Epoxidation von Propylen mit
tert.-Butylhydroperoxid in Lösung in tert.-Butylalkohol
hergestellt ist, um ein Reaktionsprodukt zu liefern, das
Propylenoxid und zusätzlichen tert.-Butylalkohol umfaßt.
-
Wenn man sich nun der Zeichnung zuwendet, ist dort ein
schematisches Fließdiagramm dargestellt, das ein bevorzugtes
Verfahren zur praktischen Umsetzung des Verfahrens der
vorliegendenden Erfindung veranschaulicht. In der Zeichnung sind
herkömmliche Teile, wie etwa Ventile, Pumpen, Temperatursensoren,
Drucksensoren, Heizeinrichtungen, Kühleinrichtungen und
Durchflußkontrollsteuerungseinrichtungen weggelassen worden.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird Propylenoxid in einer vorbereitenden
Destillationszone (nicht dargestellt) von anderen Bestandteilen einer
Epoxidationsreaktionsmischung getrennt, um eine unreine
Propylenoxid-Fraktion bereitzustellen, die mit sauerstoffhaltigen
Verunreinigungen, wie etwa Aceton, Methanol und Wasser,
verunreinigt ist.
-
Die unreine Propylenoxid-Charge, die so in der vorbereitenden
Destillationszone erhalten wird, wird dann in einer
Propylenoxid-Reinigungsdestillationszone
gereinigt, die gemäß der
bevorzugten Ausführungstorm der vorliegenden Erfindung zwei
Destillationskolonnen umfaßt, von denen jede mit einer
geeigneten Rückflußkühlereinrichtung und einer geeigneten
Blasenheizeinrichtung versehen ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine unreine
Propylenoxid-Fraktion, die mit von etwa 50 bis 4.000 ppm Methanol, von
0.01 bis 2 Gew.-% Aceton und etwa 0,01 bis 2 Gew.-% Wasser und
anderen sauerstoffhaltigen Verunreinigungen verunreinigt ist,
über eine Leitung 120 zugeführt, die zu einer
Destillationskolonnen 100 führt, die gemäß der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise eine Kolonne sein wird, die wenigstens etwa 10
theoretische Böden und bevorzugter von etwa 30 bis etwa 100
theoretische Böden enthält. Die Kolonne 100 wird geeigneterweise
unter Destillationsbedingungen betrieben, die einen Druck von
69 bis 276 kPA (10 bis 40 psia), ein Rückflußverhältnis von
2:1 bis 10:1, eine Blasentemperatur im Bereich von etwa 100º
bis 250ºC (z.B. 210ºC) und eine Kopftemperatur von etwa 20º
bis 80ºC (z.B. 20ºC) einschließen.
-
Das unreine Propylenoxid wird der Destillationskolonne 100
vorzugsweise in deren unterer Hälfte zugeführt. Ein
Extraktionsmittel, das im wesentlichen aus Triethylenglykol
besteht, wird zur oberen Hälfte de Destillationskolonne 100
durch eine Extraktionsmittelleitung 106 zugeführt.
-
Im wesentlichen wasserfreies gereinigtes Propylenoxid, das
etwa 100 ppm oder weniger Wasser enthält, wird aus der Kolonne
100 als eine niedrigsiedende Destillationsfraktion 112
abgezogen, wobei das gereinigte Propylenoxid in der Leitung 112
beträchtlich verringerte Mengen an Methanol und Aceton enthält,
wie etwa 15 bis 900 ppm Methanol und etwa 0,1 bis 100 ppm
Aceton. Eine höhersiedende Fraktion 110 wird aus der
Destillationskolonne 100 abgezogen, die im wesentlichen das gesamte
Extraktionsmittel enthält, das durch Leitung 106 zugeführt
worden ist, und im wesentlichen auch das gesamte Wasser,
Aceton und andere sauerstoffhaltige Verunreinigungen, die in die
Kolonne 100 mit dem unreinen Propylenoxid 120 eingeführt
worden sind.
-
Die höhersiedende Destillationsfraktion 110 aus der Kolonne
100, die Wasser, Methanol, Aceton, tert.-Butylalkohol und
andere Verunreinigungen und Extraktionsmittel umfaßt, wird einer
zweiten Destillationskolonne 200 zugeführt, in der
niedrigsiedende Verunreinigungen, wie etwa Methanol, Aceton, Wasser
etc., über Kopf als eine Destillationsfraktion 204 abgetrennt
werden, die für irgendeine geeignete Verwendung aus dem System
abgezogen wird, wie etwa zur Verwendung als eine
Dampfkesselcharge oder zur Rückgewinnung.
-
Eine höhersiedende Destillationsfraktion 106 wird aus der
Destillationskolonne 200 abgezogen, die Triethylenglykol umfaßt,
das durch Leitung 106 zur Destillationskolonne 100
zurückgeführt wird.
-
Triethylenglykol ist eine Verbindung mit der Formel:
-
HO-CH&sub2;CH&sub2;-O-CHCH&sub2;-O-CH&sub2;CH&sub2;-OH
-
Triethylenglykol ist eine farblose, hygroskopische, praktisch
geruchsfreie Flüssigkeit mit einem Siedepunkt von 287,4ºC,
einem Dampfdruck von weniger als 0,01 mm (20ºC) und einer
spezifischen Dichte von 1,1254 (20/20ºC). Technische Qualitäten
von Triethylenglykol werden eine merkbare Menge Wasser
enthalten (z.B. etwa 0,01 bis etwa 0,1 Gew.-%). Daher würde, wenn
frisches Triethylenglykol technischer Qualität direkt in die
Kolonne 100 eingeführt würde, eine beträchtliche Menge an
unerwünschtem kontaminierenden Wasser ebenfalls eingeführt
werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird frisches
Triethylenglykol,
entweder als die ursprüngliche Charge oder als
Zusatzlösungsmittel, in das System durch eine Zweigleitung 230
eingeführt, die zur Zuführleitung 110 für die zweite
Destillationskolonne 200 führt, so daß jegliches mit dem frischen
Triethylenglykol in das System eingeführte Wasser in der Kolonne
200 daraus abgetrennt und aus der Säule 200 durch die Leitung
204 abgezogen werden wird.
-
Wasser und sauerstoffhaltige Verunreinigungen, wie etwa Aceton
und Methanol, sind durch Standard-Destillation schwierig aus
Propylenoxid zu entfernen. Die Verwendung von
Extraktivdestillationskolonnen mit Triethylenglykol als dem Lösungsmittel
verbessert die Abtrennung dieser Verunreinigungen aus
Propylenoxid.
BEISPIELE
-
Die Erfindung wird weiter durch die folgenden
nicht-beschränkenden Beispiele veranschaulicht werden.
Beispiel I
-
Vergleichsdestillationsläufe ohne die Verwendung eines
Extraktionsmittels und mit Triethylenglykol als dem Lösungsmittel
sind unten tabelliert. Die Läufe wurden in einer 2,54 cm(1")-
Glasdestillationskolonne vom Oldershaw-Typ mit 25 Böden, die
bei atmosphärischem Druck betrieben wurde, durchgeführt.
Kein Lösungsmittel:
Komponente
Charge Gew.-%
Lösungsmittel Gew.-%
Überkopfprodukt Gew.-%
Bodenkörper Gew.-%
Wasser
(WASSERFREIE BASIS) niedrigersiedend als MeoH/MF
Aceton
höhersiedend als TBA
Bemerkung: ND bedeutet nicht nachgewiesen
N/A bedeutet nicht anwendbar
N/An bedeutet nicht analysiert
Triethylenglykol-Extraktions Lösungsmittel:
Komponente
Charge Gew.-%
Lösungsmittel Gew.-%
Überkopfprodukt Gew.-%
Bodenkörper Gew.-%
Wasser
(WASSERFREIE BASIS) niedrigersiedend als MeOH/MF
Propanol/Propenal
Aceton
höhersiedend als TBA
Triethylenglykol
Bemerkung: ND bedeutet nicht nachgewiesen
N/An bedeutet nicht analysiert
Lösungsmittel: Chargen-Verhältnis 0,697 (kg/kg)
-
Diese Destillationen belegen, daß das
Triethylenglykol-Lösungsmittel die Abtrennung von Methanol und Wasser aus
Propylenoxid verbessert.
Beispiel II
-
Eine Aldushan-Extraktivdestillationskolonne aus Glas mit einem
Durchmesser von 5,08 cm(2"), Vakuummantel und 120 praktischen
Böden wurde für zusätzliche Läufe verwendet. Die rohe
Propylenoxid-charge von Beispiel I wurde auf Boden 80 (vom Kopf)
eingeführt und das Ethylenglykol-Extraktionsmittel wurde auf
Boden 30 eingeführt. Das Lösungsmittel:Chargen-Verhältnis
betrug (gewichtsbezogen) 5:1. Der Turm-Arbeitsdruck betrug 159
kPa (23 psia) am Kühler. Die Ergebnisse zeigen im wesentlichen
vollständige Entfernung von Wasser und Aceton aus dem
Eintrags-Propylenoxid. Zusätzlich wird das Methanol im Überkopf-
Propylenoxidprodukt beträchtlich verringert, wie durch die
folgenden Tabellen veranschaulicht:
TABELLE I
EXTRAKTIVDESTILLATION VON UNREINEM PROPYLENOXID MIT TRIETHYLENGLYKOL
Überkopfproduktzusammensetzungen, Gew.-%
Lauf Nummer
Propylenoxid (Gew.-%)
Methanol (ppm)
Aceton (ppm)
Wasser (ppm)
TABELLE II
EXTRAKTIVDESTILLATION VON UNREINEM PROPYLENOXID MIT TRIETHYLENGLYKOL
Bodenkörperzusammensetzungen, Gew.-%
Lauf Nummer
Propylenoxid (Gew.-%)
Methanol (ppm)
Aceton (ppm)
Wasser (ppm)
*
TEG stellt Triethylenglykol dar. In den Läufen 4, 12, 13 wurden keine Bodenkörpermessungen durchgeführt.