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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Behandlung des Bodens oder der Vegetation mit einem
Trägerfahrzeug, das mit einem in bezug auf das Fahrzeug festen
Rahmen versehen ist, und einer Rampe, die Einrichtungen zur
Behandlung des Bodens oder der Vegetation aufweist und
parallel zum Boden sowie senkrecht zur Fahrtrichtung des
Fahrzeuges angeordnet ist.
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Zur Behandlung des Bodens oder der Vegetation wendet man
eine Vielzahl von Agrartechniken an, die beispielsweise das
Säen umfassen.
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Die Entwicklung dieser Agrartechnik hat zu einer
wesentlichen Vergrößerung der Abmessungen der Rampen von
Spritzvorrichtungen u. a. geführt. Die Länge einer solchen Rampe
kann bis zu 40 m betragen. Aus dieser großen Abmessung
resultieren diverse Probleme. Zum einen verlagert sich das
Fahrzeug auf einem nicht ganz horizontalen Boden, und zum
anderen bewirken die örtlichen Unregelmäßigkeiten auf der
Oberfläche des Bodens, daß das Fahrzeug während seiner
Verlagerung abrupte Bewegungen erfährt, die als
Schwenkbewegungen um eine Achse parallel zur Fahrtrichtung, die
nachfolgend als Längsrichtung bezeichnet wird, um eine Achse in
einer Richtungs senkrecht zur Bodenoberfläche, die
nachfolgend als Vertikalrichtung bezeichnet wird, und um eine
Achse in einer Richtung parallel zur Bodenoberfläche und
senkrecht zur Fahrtrichtung, die hiernach als Querrichtung
bezeichnet wird, angesehen werden können.
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Die lästigsten Bewegungen hierbei sind die
Schwenkbewegungen um die Längsachse. Es sind seit langem Aufhängungen
bekannt, beispielsweise Pendelaufhängungen oder
Schwingarmaufhängungen, die es ermöglichen, die Rampe parallel zur
Bodenoberfläche zu halten, während abrupte
Fahrzeugbewegungen um die Längsachse auftreten. Solchen Aufhängungen sind
oft Regeleinrichtungen zugeordnet, die manuell oder
automatisch gesteuert werden und dazu dienen, die Höhe der Rampe
bis zu ihren Enden hin über der Bodenoberfläche derart
optimal einzustellen, daß das Risiko verringert wird, daß
eines der Enden der Rampe mit dem Boden in Kontakt tritt,
so daß es beschädigt werden kann.
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Die Anstrengungen, die unternommen wurden, um die Folgen
der Schwenkbewegungen um eine Vertikalachse bzw. einer
Gierbewegung und um eine Querachse oder einer Nickbewegung
zu beschränken, waren sehr begrenzt. Eine Gierbewegung
verursacht nur geringe Gefahren der Beschädigung der Rampe
durch Kontakt mit dem Boden. Sie kann hingegen zur Folge
haben, daß sich beispielsweise an den Enden der Rampe
Überkonzentrationen und Unterkonzentrationen des auf dem Boden
verbreiteten Behandlungsproduktes ergeben. Darüber hinaus
ist ein beträchtlicher Aufwand an Gelenken, die die
aufeinanderfolgenden Teilstücke der Rampe miteinander verbinden,
und an Einrichtungen, um die Teilstücke in Ausrichtung
zueinander zu halten, erforderlich.
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Eine Nickbewegung kann analoge Folgen haben. Hierbei kann
sich die Rampe, wenn sie nicht mehr in einer Vertikalebene
gehalten wird, unter der Auswirkung ihres Gewichtes und
ihrer Flexibilität nach vorne oder nach hinten neigen. Dies
kann ebenfalls Überkonzentrationen und Unterkonzentrationen
des zu behandelnden Produktes und übermäßig hohe Biege- und
Torsionsbeanspruchungen in bezug auf die Verbindungen
zwischen den aufeinanderfolgenden Teilstücken der Rampe zur
Folge haben. Wenn der Boden in Fahrtrichtung des Fahrzeuges
ansteigt oder abfällt oder wenn abrupte Beschleunigungen
oder Verzögerungen des Trägerfahrzeuges auftreten, kann die
Rampenkonstruktion auf anormale Weise arbeiten, was durch
eine Verbiegung unter der Auswirkung des Eigengewichtes und
ihrer Flexibilität verursacht wird, wie vorstehend
beschrieben. Um die Gefahren eines Bruches zu vermeiden,
hat man den Widerstand der Rampe in bezug auf Biege- und
Torsionsbeanspruchungen erhöht, was eine unerwünschte
Gewichts- und Kostenerhöhung mit sich bringt.
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Man könnte eine einfache Beseitigung dieser Probleme ins
Auge fassen, indem man in den erwähnten klassischen
Pendelaufhängungen die Längsachsengelenke durch Kugelgelenke
ersetzt, die eine Bewegung in sämtliche Richtungen
ermöglichen. Diese Lösung erweist sich jedoch in der Praxis als
ungeeignet, da die Größe der Winkelverschiebungen, die man
tolerieren kann und kompensieren muß, um die Längsachse,
Querachse oder Vertikalachse nicht immer gleich ist.
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In bezug auf die Begrenzung der Folgen der Gierbewegung ist
die EP-A-0 343 547 zu nennen, die eine Vorrichtung
beschreibt, bei der die Rampe mit dem Fahrzeug über einen
vertikalen Torsionsstab verbunden ist, der Gierschwingungen
um eine Vertikalachse ermöglicht und eine Rückstellkraft in
bezug auf die Situation erzeugt, bei der sich die Rampe in
einer Querebene befindet. Der Torsionsstab ist mit einem
sich in Längsrichtung erstreckenden Gelenkzapfen verbunden,
der Schwingungen um die Längsachse ermöglicht. Es sind
ferner Dämpfungseinrichtungen vorgesehen.
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Gemäß der FR-A-2 559 686 ist der Torsionsstab der EP-A-
0 343 547 durch einen vertikalen Drehzapfen mit elastischen
Rückstelleinrichtungen ersetzt.
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In bezug auf die Begrenzung der Auswirkungen der
Nickbewegung beschreibt die EP-A-0 085 597 der Patentinhaberin eine
Vorrichtung mit dem Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1, bei der die Rampe über ein Kugelgelenk an
einem mit dem Chassis verbundenen Lager aufgehängt ist und
bei der Abrollflächen und Rollen Schwenkbewegungen um eine
Längsachse ermöglichen. Die Rollen können von ihren
Abrollflächen abkommen, wodurch ein Verschwenken der Rampe
um eine Querachse, die sich durch den Mittelpunkt des
Kugelgelenkes erstreckt nur in einer Richtung möglich ist.
Es sind elastische Einrichtungen vorgesehen, um die Rollen
wieder in Kontakt mit den Abrollflächen zurückzuführen.
Diese Anordnung sieht daher nur eine Teillösung für das
erwähnte Problem vor.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zu schaffen, mit der die vorstehend angegebenen Probleme
auf wirksame Weise mit einem robusten Material und geringen
Kosten beseitigt werden können, wobei gleichzeitig die
Vorteile der Pendelaufhängungen, Schwingarmaufhängungen u. a.
des Standes der Technik bewahrt werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe umfaßt eine erfindungsgemäß
ausgebildete Vorrichtung zur Behandlung des Bodens oder der
Vegetation gemäß dem Patentanspruch 1 ein Trägerfahrzeug,
das mit einem in bezug auf das Fahrzeug festen Rahmen
versehen ist, eine Rampe, die Einrichtungen zur Behandlung des
Bodens oder der Vegetation aufweist und parallel zum Boden
sowie senkrecht zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges angeordnet
ist, und eine Aufhängung, die die Rampe mit dem festen
Rahmen verbindet und Kompensationseinrichtungen aufweist,
die in der Lage sind, rasche Winkelverschiebungen des
Fahrzeuges um eine parallel zur Fahrtrichtung verlaufende
Längsachse zu kompensieren, um die Rampe in eine mittlere
Position zurückzubringen, wobei die Aufhängung einen
beweglichen Rahmen aufweist, der zwischen den
Kompensationseinrichtungen und dem festen Rahmen angeordnet ist und die
Kompensationseinrichtungen trägt, wobei der bewegliche
Rahmen mit dem festen Rahmen über ein Gelenk verbunden ist,
das eine Schwenkbewegung um eine Querachse ermöglicht, die
sich in einer Richtung parallel zur Bodenoberfläche und
senkrecht zur Fahrtrichtung erstreckt, so daß der
Schwerpunkt der durch den beweglichen Rahmen, die
Kompensationseinrichtungen und die Rampe gebildeten Einheit im
Ruhezustand unter dieser Achse liegt, wodurch die Gewichts- und
Trägheitskräfte der Einheit dazu neigen, den Schwerpunkt in
eine Ebene zurückzuführen, die vertikal oder parallel zu
der Resultierenden der Kräfte verläuft, die auf die Einheit
einwirken, und die die Querachse passiert, wobei eine
Schwenkbewegung des Schwerpunktes auf beiden Seiten dieser
Ebene möglich ist.
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Es wird daher eine Art Pendelaufhängung verwirklicht, bei
der die Rampe nicht nur um eine Längsachse, wie beim Stand
der Technik, sondern auch um eine Querachse schwingt. Die
Vorteile einer klassischen Pendelaufhängung in bezug auf
eine Längsachse oder einer Aufhängung mit um Längsachsen
schwingenden Schwingarmen des Standes der Technik werden
daher beibehalten.
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Vorzugsweise sind des weiteren elastische Einrichtungen
vorgesehen, die den Schwerpunkt der Einheit in die vertikal
oder parallel zu der Resultierenden der Kräfte verlaufende
Ebene zurückführen können, wenn dieser hiervon durch eine
rasche Verschiebung abweicht. Diese Anordnung entspricht
einem Fall, in bezug auf den zwei Arten von möglichen
Gründen für ein Verschwenken der Einheit um die Querachse
existieren: eine Beschleunigung oder ein abruptes Abbremsen
des Trägerfahrzeuges oder ferner eine abrupte Änderung der
Situation dieses Fahrzeuges unter der Einwirkung einer
Bodenunregelmäßigkeit, die zu einer raschen Verschiebung
führt. Eine zunehmende Veränderung der Neigung in
Fahrtrichtung führt hingegen zu einer langsamen
Verlagerung. Die erste Art der Verlagerung kann, wenn sie nicht
durch elastische Einrichtungen kompensiert wird,
Schwingungen mit zu hoher Amplitude mit sich bringen, was nicht
erwünscht ist.
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Vorzugsweise sind ferner Dämpfungseinrichtungen in bezug
auf die Schwenkbewegungen der Einheit um die Querachse
vorgesehen.
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Bei einer interessanten Ausführungsform sind die
elastischen Einrichtungen und die vorstehend erwähnten
Dämpfungseinrichtungen zwischen einem mit dem Trägerfahrzeug,
beispielsweise dem festen Rahmen, verbundenen Element und dem
beweglichen Rahmen in mindestens einem doppelt wirkenden
Arbeitszylinder kombiniert, dessen beide Kammern jeweils
mit einem ein unter Druck stehendes Gas enthaltenden
Behältnis verbunden sind. Die beiden Kammern sind darüber
hinaus untereinander über eine kalibrierte Einschnürung
miteinander verbunden.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ermöglichen die
den beweglichen Rahmen mit dem festen Rahmen verbindenden
Einrichtungen des weiteren eine Schwenkbewegung um eine
Vertikalachse, und elastische Einrichtungen, die
vorzugsweise mit Stoßdämpfern verbunden sind, sind zwischen dem
beweglichen Rahmen und dem festen Rahmen oder dem
Trägerfahrzeug vorgesehen, wobei diese Einrichtungen dazu dienen,
eine der Rampe zugeordnete Bezugsebene wieder in eine
Querorientierung zurückzubringen, wenn sie hiervon
abgewichen ist.
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Man erreicht somit zusätzlich zur Kompensation der Nicht-
Vertikalität der Rampe eine Kompensation des
"Schlagphanömens", das insbesondere dann entsteht, wenn die
Bahn des Trägerfahrzeuges nicht genau geradlinig verläuft.
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Vorzugsweise umfassen die mit Stoßdämpfern versehenen
elastischen Einrichtungen mindestens einen Arbeitszylinder,
dessen beide Kammern jeweils mit einem ein unter Druck
stehendes Gas enthaltenden Behältnis verbunden sind.
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Bei einer interessanten Ausführungsform umfassen die
Verbindungseinrichtungen zwischen dem festen Rahmen und dem
beweglichen Rahmen ein Kugelgelenk, das Schwenkbewegungen
um zwei sich kreuzende Achsen ermöglicht.
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Vorzugsweise ist ein am Kugelgelenk oder am Drehpunkt am
beweglichen Rahmen montiertes Element gezwungen, sich in
einer Längsrichtung zu bewegen, und die elastischen
Einrichtungen neigen dazu, den beweglichen Rahmen durch
Verschwenken um die Vertikalachse wieder in eine konstante
Position in bezug auf das Element zurückzubringen.
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Durch den Einsatz eines Kugelgelenks werden Kosten gespart.
Es ist jedoch auch möglich, eine andere Konstruktion
vorzusehen, bei der ein Zwischenelement mit dem festen Rahmen
über ein Drehgelenk mit einer Vertikalachse oder einer
Querachse und mit dem beweglichen Rahmen über ein
Drehgelenk mit einer Querachse oder einer Vertikalachse
verbunden ist. Die Achsen der beiden Drehgelenke treffen sich
hierbei im gleichen Punkt oder treffen sich nicht.
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Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit den
Figuren im einzelnen erläutert. Es zeigen:
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Figur 1A eine schematische Gesamtansicht eines mit der
erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung
versehenen Fahrzeuges von hinten;
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Figur 1 in schematischer perspektivischer Ansicht einen
Teil der erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung;
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Figur 2 eine schematische Seitenansicht der gleichen
Vorrichtung;
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Figur 3 eine schematische Draufsicht auf die
Vorrichtung;
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die Figuren 4 und 5 Seitenansichten der Vorrichtung, die die
Situation darstellen, in der der Fahrzeugweg
ansteigt und abfällt;
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Figur 6 eine schematische Ansicht der Vorrichtung
während einer Gierbewegung des Fahrzeuges;
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Figur 7 eine schematische Ansicht entsprechend Figur 6,
die eine Herstellungsvariante zeigt;
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Figur 8 einen seitlichen Schnitt im Detail einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung;
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Figur 9 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der
Figur 8; und
die Figuren 10 und 11 schematische Ansichten von Arbeitszylindern,
die bei der Ausführungsform der Figuren 8 und 9
Verwendung finden.
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Die Figuren zeigen einen beweglichen Rahmen 1, der als
vertikales Dreieck dargestellt ist und mit Hilfe einer
Pendelaufhängung oder von Schwingarmen bekannter Art, die
nicht gezeigt sind, eine Spritzrampe R trägt. Der
bewegliche Rahmen 1 befindet sich in der Ruhelage in einer
Vertikalebene. Er ist mit einem schematisch durch eine Stange 2
dargestellten festen Rahmen über ein Kugelgelenk 3
verbunden, das Bewegungen um eine Querachse YY und eine
Vertikalachse ZZ ermöglicht. Das Kugelgelenk 3 befindet sich in der
Ruhelage an der Senkrechten durch den Schwerpunkt der durch
den beweglichen Rahmen 1, die Rampe R und die diese
miteinander verbindende Aufhängung gebildeten Einheit. Bewegungen
des beweglichen Rahmens 1 in bezug auf eine Längsachse
könnten im Prinzip durch das Kugelgelenk 3 ermöglicht
werden, werden jedoch durch eine Antidrehvorrichtung
verhindert, die durch einen Gleitstein 4 gebildet ist, der am
Kugelgelenk auf dem beweglichen Rahmen 1 montiert ist und
zwischen zwei festen Gleitschienen 5 des Trägerfahrzeuges V
und somit des festen Chassis 2 verschoben und in
Längsrichtung gesteuert wird.
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Das Kugelgelenk 3 kann durch zwei Gelenke um eine
Vertikalachse und eine Querachse ersetzt werden, die beide an der
Vertikalen durch den Schwerpunkt der Einheit aus dem
beweglichen Rahmen, der Rampe und der Aufhängung und über diesem
Schwerpunkt angeordnet sind.
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Eine andere Antidrehvorrichtung, die beispielsweise durch
ein geeignetes Gestänge gebildet ist, kann ebenfalls
Verwendung finden, insbesondere dann, wenn der bewegliche
Rahmen 1 keine Schwingungen um eine Längsachse aufweist.
Man erinnert sich daran, daß die Längsschwingungen durch
das Pendelsystem oder die herkömmlichen Schwingarme
aufgenommen werden, die zwischen der Rampe und dem beweglichen
Rahmen 1 angeordnet sind. Eines der beiden Enden des
Gleitsteins 4 ist fest mit dem beweglichen Rahmen 1 ausgebildet.
Das andere Ende des Gleitsteins ist mit Hilfe eines
Quergestänges 6 und zwei Federn 7 an zwei Punkten 8 mit dem
beweglichen Rahmen verbunden, wobei diese Punkte nahezu in
der Horizontalebene des Gleitsteines 4 liegen, jedoch
gegenüber der Vertikalebene desselben versetzt sind. Das
Gestänge 6 und die Federn 7 bilden eine
Rückstellvorrichtung, die die Ebene des beweglichen Rahmens 1 in einer
Querrichtung zurückstellt, wenn sie durch ein Verschwenken
um die Vertikalachse ZZ verschoben worden ist, wie dies
besonders klar aus Figur 6 hervorgeht.
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Bei der in Figur 7 gezeigten Variante sind das Gestänge 6
und die beiden Federn 7 durch Federn 9 ersetzt, die schief
zwischen dem Ende des Gleitsteines 4 und den Punkten 8 des
beweglichen Rahmens angeordnet sind. Diese Federn 7, 9 sind
vorzugsweise Gasfedern.
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Die Lage der Punkte 8 am beweglichen Rahmen kann variieren,
und zwar unter der Bedingung, daß sie beiderseits der Achse
ZZ liegen.
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Dämpfungseinrichtungen 10, die als Zylinder mit zwei
Kolbenstangen ausgebildet sind, d. h. in denen der Innendruck
nicht dazu neigt, den Kolben in der einen oder der anderen
Richtung zu verschieben, und die einen gedrosselten
Durchlaß 11 aufweisen, der die beiden Kammern miteinander
verbindet, sind zwischen dem nicht dargestellten
Trägerfahrzeug oder dem festen Rahmen 2 und Punkten 12 des
beweglichen Rahmens, die in Horizontalrichtung im Abstand
voneinander
angeordnet sind, vorgesehen. Diese Arbeitszylinder
dienen dazu, die Schwingbewegungen des beweglichen Rahmens
um die Querachse YY zu dämpfen. In diesem Fall wirken die
beiden Dämpfungseinrichtungen im gleichen Sinne, wie in den
Figuren 4 und 5 gezeigt ist. Sie dämpfen ferner
Drehbewegungen um die Vertikalachse ZZ, d. h. Gierbewegungen, wie
aus den Figuren 6 und 7 hervorgeht. In diesem Fall wirken
die beiden Dämpfungseinrichtungen im entgegengesetzten
Sinne.
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Die Lage der Punkte 12 kann variieren, und zwar unter der
Bedingung, daß sie beiderseits der Vertikalachse ZZ und im
Abstand von der Querachse YY liegen.
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Die vorstehend beschriebene Vorrichtung hat die folgenden
Wirkungen: während einer Gierbewegung, d. h. einer
Drehbewegung um die Vertikalachse, werden der bewegliche Rahmen 1
und somit die Rampe automatisch durch Schwingungsdämpfung
in einer Querrichtung relativ zur allgemeinen
Bewegungsrichtung des Fahrzeuges rückgestellt. Unter der Auswirkung
des Gewichtes des die Rampe tragenden beweglichen Rahmens
neigt der Schwerpunkt der von der Rampe und dem beweglichen
Rahmen gebildeten Einheit dazu, beständig auf die Vertikale
des Kugelgelenkes 3 zu gelangen, das sich über diesem
Schwerpunkt befindet. Die Rampe neigt beständig dazu, sich
in einer Vertikalebene zu verschieben, sei es nach einer
mehr oder weniger raschen Nickbewegung, sei es, wenn das
Fahrzeug eine ansteigende oder abfallende Bahn verfolgt.
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Wie man erkennen kann, orientiert sich der bewegliche
Rahmen in bezug auf das Fahrzeug im Sinne einer
Drehbewegung um eine Vertikalachse und in bezug auf die Vertikale
desselben während einer Drehbewegung um eine Querachse.
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Man erhält somit eine optimale Wirkung in bezug auf die
Spritzrampe.
Es wurde vorstehend eine Vorrichtung beschrieben, bei der
der bewegliche Rahmen automatisch unter der Wirkung der
Federn 7 oder 9 im Fall von Drehebwegungen um die
Vertikalachse oder unter der Wirkung seines Gewichtes im Fall von
Schwenkbewegungen um die Querachse wieder in seine mittlere
Position zurückkehrt. Man kann hierbei auf die Dämpfung
einwirken, indem man die Eigenschaften des gedrosselten
Durchlasses 11 der Arbeitszylinder verändert.
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Man kann ferner für die Steuerung des beweglichen Rahmens
selbsttätige Automatiken einsetzen.
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Um beispielsweise gegen das Schlagen vorzugehen, kann man
einen Beschleunigungsmesser an jedem Ende der Rampe
installieren. Eine Beschleunigungsdifferenz wirkt mit Hilfe einer
Elektronik auf zwei Servoventile ein, die die
Arbeitszylinder steuern.
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Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel, das mit dem ersten
kombiniert werden kann, wirkt auch ein Neigungsmesser
Gewicht (Pendel, Niveau) auf die Servoventile ein, um die
Rampe in einer Vertikalebene zu verstellen.
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Die Figuren 8 und 9 zeigen eine Ausführungsform, bei der
das Kugelgelenk 3 durch eine Einheit ersetzt ist, die ein
Zwischenstück 20 umfaßt, das mit dem festen Rahmen 2 über
ein Gelenk mit einer Vertikalachse ZZ verbunden ist, das
durch zwei koaxiale Drehzapfen 21, 22 gebildet ist. Das
Zwischenelement 20 ist mit dem beweglichen Rahmen 1 über
ein Gelenk mit einer Querachse YY verbunden, das durch zwei
koaxiale Drehzapfen 23f 24 gebildet ist. Die Gelenke 21, 22
und 23, 24 können auch vertauscht werden.
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Der Gleitstein 4 und die Gleitschienen 5 können auch
entfallen, so daß die Gelenke nur Dreh- bzw. Schwenkbewegungen
um die Achsen YY und ZZ ermöglichen.
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Zwei stabilisierende Arbeitszylinder 25 sind zwischen dem
festen Rahmen 2 und dem Zwischenelement 20 montiert. Ihre
Konstruktion ist schematisch in Figur 9 dargestellt. Ein
zylindrisches Gehäuse, das mit Flüssigkeit gefüllt ist,
wird durch den Kolben in zwei Kammern 26, 27 aufgeteilt,
die jeweils mit einem Behältnis 28, 29 verbunden sind, das
ein Gas enthält, welches von der Flüssigkeit über eine
Membran getrennt ist. Die Leitungen 30, 31, die die Kammern
26, 27 mit den Behältnissen 28, 29 verbinden, besitzen
einen gedrosselten Querschnitt. Es ist somit zu erkennen,
das die Einheit wie eine einem Stoßdämpfer zugeordnete
Feder wirkt, um das Zwischenelement 20 und somit die Rampe
in eine Querlage relativ zum Trägerfahrzeug
zurückzustellen, wenn sie demgegenüber verschoben wurde.
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Ein Arbeitszylinder 32 eines anderen Typs ist zwischen dem
Zwischenelement 20 und dem beweglichen Rahmen 1 angeordnet.
Dieser mit Flüssigkeit gefüllte Arbeitszylinder ist durch
einen Kolben mit zwei Kolbenstangen in zwei Kammern 33, 34
aufgeteilt. Die beiden Kammern 33, 34 sind jeweils an ein
Behältnis 35, 36 angeschlossen, das ein Gas enthält, das
über eine Membran von der Flüssigkeit getrennt ist. Des
weiteren verbindet eine Leitung 37, die eine Drossel
aufweist, die beiden Kammern miteinander. Die Leitung 37 ist
außerhalb des Gehäuses des Arbeitszylinders dargestellt.
Sie kann jedoch gut durch einen gedrosselten Kanal ersetzt
werden, der in der Kolbenwandung vorgesehen ist.
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Es ist somit zu erkennen, daß sich die Einheit bei abrupten
Bewegungen wie eine aus einer Feder und einem Stoßdämpfer
bestehende Einheit verhält, jedoch bei einer langsamen
Verschiebung
unter Schwerkraftwirkung den Kolben und somit die
Rampe in eine Gleichgewichtsposition verschiebt, und zwar
unabhängig von der Lage des Zwischenstücks 20 und somit des
Trägerfahrzeuges relativ zur Vertikalen. Der
Arbeitszylinder 32 ist vom gleichen Typ wie die vorstehend
beschriebenen Stoßdämpfer 10.