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DE69129993T2 - Verbessertes beta-abschreckverfahren für kernbrennelemente-hüllenrohre - Google Patents

Verbessertes beta-abschreckverfahren für kernbrennelemente-hüllenrohre

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DE69129993T2
DE69129993T2 DE69129993T DE69129993T DE69129993T2 DE 69129993 T2 DE69129993 T2 DE 69129993T2 DE 69129993 T DE69129993 T DE 69129993T DE 69129993 T DE69129993 T DE 69129993T DE 69129993 T2 DE69129993 T2 DE 69129993T2
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beta
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cooling
water
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Raymond A. Benton City Wa 99320 Busch
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Framatome ANP Richland Inc
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Siemens Nuclear Power Corp
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    • G21C3/02Fuel elements
    • G21C3/04Constructional details
    • G21C3/06Casings; Jackets
    • G21C3/07Casings; Jackets characterised by their material, e.g. alloys
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/08Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for tubular bodies or pipes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
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Description

    TECHNISCHES GEBIET
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Kernbrennelementkomponenten und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Hüllrohren, die eine hohe Beständigkeit gegenüber Knötchenkorrosion und Bestrahlungswachstum in der Nähe der Außenfläche der Hülle unter Vermeidung von Oxidation und Kornwachstum der Innenfläche der Hülle aufweisen. Des weiteren betrifft die Erfindung durch diese Verfahren hergestellte Brennstoffhüllen.
  • ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
  • Die Betriebsumgebung in einem Kernreaktor ist besonders aggressiv. In der Kernreaktorindustrie sind beträchtliche Bemühungen unternommen worden, Materialien bereitzustellen; die der in dieser Umgebung angetroffenen Kombination aus mechanischen, thermischen, chemischen (Korrosions-) und Strahlungswirkungen widerstehen können.
  • Derzeit wird nur eine begrenzte Anzahl von Legierungen auf Zirkoniumbasis als akzeptabel für die Herstellung von Hüllen (Hüllrohren), die zur Umschließung spaltfähigen Kernbrennstoffs verwendet werden, erachtet. Bei derartigen Legierungen handelt es sich in der Regel um Zircaloy-Materialien (z. B. Zircaloy-2 und Zircaloy-4). Die Innenfläche einer derartigen Hülle kann mit einer Sperrschicht, wie zum Beispiel Zirkoniummetall mit bestimmten Verunreinigungsgraden, versehen werden, um eine "Hülle mit Sperrschicht" herzustellen. Das Sperrmaterial wird so ausgewählt, daß es einer Wechselwirkung mit den umschlossenen Brennstoffmaterialien sowie Gasen und Flüssigkeiten, die in den Brennstäben angetroffen werden, widersteht.
  • Es ist heute weithin üblich, Hüllen (unabhängig davon, ob sie der eine Sperrschicht aufweisenden Art oder der standardmäßigen Art ohne Sperrschicht sind) durch ein "Betaabschreckverfahren" zu behandeln, um eine korrosionsbeständige Kornstruktur in der Nähe der Außenfläche der Hülle zu bilden. Gemäß einem bekannten Verfahren erfolgt Betaabschreckung dadurch, daß einem begrenzten Bereich auf der Außenfläche der Hülle eine ausreichende Wärmemenge zugeführt wird (zum Beispiel durch eine Induktionsspule), um die Temperatur dieser Oberfläche auf eine Höhe zu bringen (zum Beispiel auf 950ºC oder höher), bei der die kristalline Struktur in die Betaphase (kubisch raumzentrierte Phase) umgewandelt wird. Der Temperaturbereich, in dem die Betaphase stabil ist, wird als der Betabereich bezeichnet. Nachdem die Außenfläche der Hülle für mehrere Sekunden auf erhöhter Temperatur gehalten worden ist, wird sie schnell auf eine Temperatur abgeschreckt (700ºC oder darunter), die unter dem Betabereich liegt. Nach dem Abschreckschritt verbleibt eine gewünschte Änderung des metallurgischen Zustands, einschließlich der Bildung kleiner Teilchengrößen in dem Teil der Hülle, der der Betabereich-Temperatur ausgesetzt ist. Es sind verschiedene Vorschläge zur Ausführung der Betaabschreckschritte in verschiedenen Stadien des aus mehreren Schritten bestehenden Verfahrens zur Herstellung von Hüllen gemacht worden, unter anderem nach der anfänglichen Barrenbildung oder zwischen aufeinanderfolgenden Pilgerschritten oder nach einem Endpilgerdurchgang (siehe zum Beispiel US-Patent Nr. 4,718,949).
  • Bei einer standardmäßigen Hülle wird das Betaabschreckverfahren oftmals in einem frühen Stadium im Hüllenherstellungsverfahren eingesetzt; d. h. Betaabschreckung kann auf ein relativ kurzes Hohlrohr mit einem Außendurchmesser von ein bis drei Zoll angewendet werden. In diesem Fall wird die gesamte Struktur durch das Betaabschreckverfahren erhöhter Temperatur ausgesetzt. Jedoch ist das Anwenden des Schritts der Betaabschreckung in einem solch frühen Stadium im Falle von Hüllen mit Sperrschicht mit den Nachteilen behaftet, daß die innere, hochreine Zirkoniumschicht dann oxidiert werden würde und die Innenschicht des weiteren ein Kornwachstum erfahren würde. Die Oxidation ist nicht wünschenswert und würde eine Reinigung der Innendurchmesserfläche erfordern, was einen Materialverlust mit sich bringen würde. Das Auftreten von Kornwachstum in der Nähe der Innenfläche führt in der Regel zu Defekten (Rißbildung), die nach den anschließenden Pilgerschritten auftreten, wodurch die Ausbeute an akzeptablen Röhren aus dem Verfahren vermindert werden würde.
  • Es ist bereits erkannt worden, daß es vorteilhaft ist, die Innenfläche der Hülle während des Betaabschreckverfahrens auf einer wesentlich geringeren Temperatur als die Außenfläche zu halten, um diese Probleme, wie zum Beispiel Kornwachstum und unerwünschte Oxidation der Innenfläche, zu vermeiden. Wenn zum Beispiel Wasser mit Normaldruck zur Kühlung der Innenfläche der Hülle verwendet worden ist (siehe zum Beispiel US-Patent Nr. 4,576,654), besteht ein relativ steiler Temperaturgradient zwischen der Außen- und der Innenwand der Hülle, da die Innenwand in der Regel eine Temperatur von ungefähr 100ºC und die Außenwand eine Temperatur von ca. 1000ºC aufweist.
  • In dem US-Patent Nr. 4,450,016 wird ein Verfahren zur Herstellung einer Brennstabhülle aus einer Zirkoniumlegierung beschrieben, bei dem eine standardmäßige Hülle ohne Sperrschicht vor dem Endkaltwalzschritt einer Betaabschreckbehandlung ausgesetzt wird, wobei die Betaabschreckung durch Erwärmung der Röhre unter Verwendung einer Hochfrequenzspule um die Außenseite der Röhre herum und danach Abkühlen der Röhre auf Raumtemperatur durch Aufsprühen von Wasser auf die Röhre erfolgt. Dadurch wird die gesamte Struktur der Betaabschreckung unterworfen.
  • In dem US-Patent Nr. 4,810,461 werden mehrere Arten von Betabschreckung in einem frühen Stadium der Herstellung einer Hülle ohne Sperrschicht beschrieben, wobei das Verfahren das Erwärmen von Material (Block oder Rohrmantel) bis zum Betaphasenbereich und danach Abschrecken des erwärmten Materials durch Besprühen mit Wasser umfaßt. Darüber hinaus wird Betaabschrecken einer Hülle offensichtlich mit Sperrschicht beschrieben, wobei die Innenfläche durch Überströmen mit Wasser gekühlt wird, während die Außenfläche induktiver Erwärmung unterliegt und anschließend durch Wassersprühung abgeschreckt wird.
  • US-Patent Nr. 4,718,949 bezieht sich auf "Temperaturgradientenglühen" nach der Betaabschreckung durch Erwärmen der Innenfläche der Hülle auf eine über der Temperatur der Außenfläche liegende Temperatur. Es werden mehrere verschiedene Kühlanordnungen beschrieben, darunter Sprühen von Wasser auf die Außenfläche der Röhre während des oben erwähnten Glühens, Zirkulieren von Wasser durch das Innere der Röhre während der Betaphasenerwärmung, Blasen von Argon auf die Außenseite des Rohrs während des Erwärmens des Inneren und Überleiten von Argon über die Innenfläche des Rohrs zur Verhinderung von Oxidation während des Temperaturgradientenglühens.
  • Eine unerwünschte Auswirkung des Aufrechterhaltens einer niedrigen Innenwandtemperatur während der Betaphasenerwärmung der Außenwand besteht darin, daß eine hohe Leistungsaufnahme erforderlich ist, um die gewünschte Außenwandtemperatur zu erzeugen. Des weiteren besteht die Gefahr, daß möglicherweise ein thermischer Runaway auftritt, wenn eine kritische Wärmestromdichte überschritten wird. Darüber hinaus führt der steile Temperaturgradient (im Vergleich zu Erwärmung mit einem gleichmäßigen oder geringeren Gradienten) zu einer Verminderung des Anteils der Hüllwanddicke, der den Betaphasenbedingungen ausgesetzt ist. Es ist möglicherweise zu erwarten, daß diese Verminderung zu einem Verlust des Widerstandes gegenüber Bestrahlungswachstum führt (der ein beabsichtigter Vorteil des Betaabschreckverfahrens war).
  • Höhere Temperaturen (und ein geringerer Gradient) können durch Verwendung druckbeaufschlagten Kühlwassers erreicht werden. Möglicherweise sind jedoch praktische Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Hochdruckverbindungen mit einer derartigen Vorrichtung zu erwarten. Im Hinblick auf die Kosten kann man allgemein eine praktische Obergrenze von 300-350ºC für Druckkühlwasser-Anordnungen erwarten.
  • Es sind auch nicht oxidierende Gasströmungsanordnungen eingesetzt worden (siehe zum Beispiel US-Patent Nr. 4,238,251), die jedoch typischerweise zu einer Innenflächentemperatur von ca. 900ºC führen, wobei diese Höhe für die meisten Materialien der Sperrschichtart im Hinblick auf die gewünschte Kornstruktur zu hoch und nicht akzeptabel ist.
  • Somit ist es bei einem Verfahren zur Wärmebehandlung von Hüllen durch ein Betaabschreckverfahren wünschenswert, so viel korrosionsbeständige Kornstruktur wie möglich in der Nähe der Außenfläche und durch die Hüllwanddicke bereitzustellen und gleichzeitig eine bedeutende, unerwünschte Oxidation (zum Beispiel eine Dicke von 0,2 Mikrometer oder darüber, was die ungefähre Dicke darstellt, bei der eine Reinigung der Innenfläche der Hülle erforderlich wäre) und ein bedeutendes, unerwünschtes Kornwachstum (zum Beispiel 20 Mikrometer, was der ungefähren Korngröße entspricht, bei der eine Rißbildung in der Röhre aufgrund nachfolgender Bearbeitung oder Formung auftreten könnte) zu verhindern. Des weiteren ist es wünschenswert, ein derartiges Verfahren so wirtschaftlich wie möglich durchzuführen.
  • Durch Bereitstellung eines Betaabschreckverfahrens, bei dem die Innenfläche der Hülle auf einer Temperatur zwischen der obersten Grenze, die bei Verwendung von Wasserkühlung mit Normaldruck erreichbar ist, und der untersten Grenze, die bei Gaskühlung erreichbar ist, gehalten wird, können mehrere weitere deutliche Vorteile erreicht werden, wie weiter unten ersichtlich wird.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung, und wie in Anspruch 1 definiert, umfaßt ein Betaabschreckverfahren für Kernbrennstoffhüllen folgende Schritte: mindestens einem vorbestimmten Teil der Außenfläche der Hülle Wärme zuzuführen, um die Temperatur eines solchen vorbestimmten Teils über die Höhe der Betaphasenumwandlung zu erhöhen und dabei mindestens einem Teil der Innenfläche der Hülle ein Kühlmedium zuzuführen, das eine kontrollierte Menge Wassertröpfchen in einem strömenden Gas umfaßt, um einen solchen Teil der Innenfläche auf einer Temperatur in einem Bereich zu halten, der unter einer Temperatur liegt, bei der eine unerwünschte Oxidation oder ein unerwünschtes Kornwachstum an der Innenfläche auftritt. Eine durch dieses Verfahren, wie es in Anspruch 1 definiert wird, hergestellte Brennstoffhülle wird in Anspruch 5 angegeben.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird danach der vorbestimmte Teil der Außenfläche abgeschreckt, indem ein Kühlmedium zur schnellen Verringerung der Temperatur der Außenfläche auf eine Höhe zugeführt wird, die dazu geeignet ist, die gewünschte metallurgische Struktur aufrechtzuerhalten, die sich dadurch gebildet hat, daß sie der Betaphasenumwandlung ausgesetzt wurde.
  • Bevorzugte Ausführungsformen des in Anspruch 1 definierten Verfahrens werden in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • Fig. 1 eine teilweise als Schnitt ausgeführte Seitenansicht eines typischen Brennelements für einen Kernreaktor, wobei das Brennelement in der Höhe perspektivisch verkürzt und der Übersicht halber teilweise weggebrochen ist;
  • Fig. 2 eine in einem größeren Maßstab als Fig. 1 ausgeführte Schnittansicht eines in dem Brennelement nach Fig. 1 eingesetzten Brennstabs;
  • Fig. 3 ein schematisches Schaubild eines Teils einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung einer Brennstabhülle gemäß der vorliegenden Erfindung; und
  • Fig. 4 ein Diagramm, in dem Unterschiede bei Temperaturgradientenbedingungen für zwei Verfahren nach dem Stand der Technik im Vergleich zu einem Kühlverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung für die Innenfläche einer Hülle während eines Erwärmungsteils eines Betaabschreckverfahrens dargestellt werden.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
  • Auf Fig. 1 Bezug nehmend, wird ein 8 · 8 Brennelementbündel allgemein durch die Bezugszahl 10 bezeichnet. Das Brennelement 10 enthält eine obere und eine untere Stabhalteplatte (nicht gezeigt), die an gegenüberliegenden Enden mehrere röhrenförmige Brennstäbe 13 festhalten. Mehrere Abstandsgitter 15 sind über die Länge der Brennstäbe 13 angeordnet. Die Abstandsgitter 15 bilden Zellen, durch die sich die Brennstäbe 13 erstrecken. Ein Strömungskanal (nicht gezeigt) ist um den Außenumfang des Bündels von Brennstäben 13 angeordnet. Für eine ausführlichere Beschreibung einer derartigen Struktur wird auf das gene US-Patent Nr. 4,803,044 verwiesen.
  • Jeder der Brennstäbe 13 umschließt einen Stapel von Brennstofftabletten 11. Die Tabletten 11 in jedem Stapel werden mittels einer Feder 17, die zwischen einem oberen Ende des Stabs 13 und der obersten der Tabletten 11 angeordnet ist, in unmittelbarer Nähe zueinander gehalten.
  • Auf Fig. 2 Bezug nehmend, sind die Kernbrennstofftabletten 11 durch eine röhrenförmige Hülle 30 umgeben. Die Hülle 30 umschließt die Brennstofftabletten 11, wobei eine Lücke 32 zwischen den Tabletten 11 und der Innenfläche 34 der Hülle 30 verbleibt. Die Außenfläche 36 (und ein danebenliegender Bereich) wird, wie im folgenden erläutert, vor der Endformung durch ein Betaabschreckverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wärmebehandelt.
  • Die Hülle 30 kann durch ein beliebiges mehrerer herkömmlicher Verfahren zur Umwandlung von Blöcken oder Hohlrohren zu dünnwandigen länglichen Rohren geformt werden (siehe zum Beispiel die in dem US-Patent Nr. 4,450,016 oder Nr. 4,718,949 beschriebenen Formverfahren).
  • Im allgemeinen wird ein Block oder Stab aus einem geeigneten Material (Zircaloy) zu einem Hohlrohr geformt, und im Falle von Hüllen mit Sperrschicht wird eine Innenauskleidung, wie zum Beispiel relativ hochreines Zirkonium, in den Hohlkörper eingeführt und gemäß bekannten Verfahren mit der Innenfläche verbunden. Danach wird der Verbundhüllenbarren stranggepreßt und einer Folge von Walz- oder Pilgerschritten (in der Regel drei) ausgesetzt, um zu der gewünschten Endform der Hülle zu gelangen. Ein oder mehrere Zwischenglühschritte und ein Endglühschritt werden in der Regel zwischen und nach den Pilgerschritten bei einer Temperatur von zum Beispiel 500-675ºC ausgeführt. Betaabschreckung wird auch in einem der Stadien vor, zwischen oder nach den Pilgerschritten ausgeführt.
  • Auf Fig. 3 Bezug nehmend, wird ein Betaabschreckverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung für den Fall, in dem die Hülle 30 bereits einigen Formschritten unterzogen wurde und eine allgemein röhrenförmige Gestalt mit einer relativ wohldefinierten Mittelöffnung 38 aufweist, beschrieben.
  • In Fig. 3 wird eine Vorrichtung zum besseren Verständnis schematisch gezeigt. Es wird jedoch ohne weiteres ersichtlich, daß die dargestellte Vorrichtung auf verschiedene Weise modifiziert werden kann, und zwar abhängig davon, ob die Hülle 30 bewegt werden soll, während die Wärmebehandlungsvorrichtung stationär ist, oder ob die Hülle 30 stationär ist, während die Wärmebehandlungsvorrichtung bewegt wird. Die genauen Einrichtungskonfigurationen würden von dem Stadium im Gesamtverfahren, in dem Betaabschreckung auftritt, und der sich ergebenden Länge einzelner Abschnitte der Hülle 30, die durch Betaabschreckung behandelt werden sollen, abhängen. Des weiteren wird zwar ein einzelnes Hüllrohr gezeigt, das gerade behandelt wird, jedoch sollte offensichtlich sein, daß Modifikationen durchgeführt werden können, damit auch mehrere Rohre behandelt werden können.
  • Wie in der teilweise als Schnitt ausgeführten Ansicht nach Fig. 3 schematisch gezeigt wird, wird die Hülle 30 zum Beispiel dadurch gestützt, daß sie zwischen Flanschen 40, 41 festgehalten wird. Ein vorbestimmter Bereich der Außenfläche 36 der Hülle 30 (der allgemein durch die Bezugszahl 50 bezeichnet wird) wird mittels einer Induktionsspule 42, die von einer elektrischen Stromquelle 43 erregt wird, auf eine gewünschte erhöhte Temperatur von 1000ºC oder darüber (zum Beispiel 1000-1200ºC) erwärmt. Wie oben erwähnt, ist eine Relativbewegung zwischen der Spule 42 und der Hülle 30 zur Wärmebehandlung der gesamten Länge der Hülle 30 erforderlich, und zum Beispiel kann die Spule 42 entlang der Hülle 30 bewegt werden.
  • Zur Erzielung eines gewünschten Ergebnisses der Vermeidung unerwünschten Kornwachstums oder unerwünschter Oxidation der Innenfläche 34 der Hülle 30 wirf die Innenfläche 34 durch eine Kombination einer gleichmäßigen Strömung von Kühlgas (wie zum Beispiel Stickstoff), das von einer Kühlgasquelle 44 zugeführt wird, und einer kontrollierten Menge Wassertröpfchen 45, die von einer Kühlwasserquelle 46 zugeführt werden, auf die gewünschte Temperatur zwischen 350ºC und 650ºC, und vorzugsweise unter 600ºC, abgekühlt. Das Gas und die Wasserströpfchen 45 werden zum Beispiel mittels einer Sprühdüse (oder eines Zerstäubers) 47 gegen die Innenfläche 34 in dem durch die Induktionsspule 42 erwärmten Bereich 50 geschleudert. Die Menge an Wassertröpchen wird so eingestellt, daß die Temperatur der Innenfläche 34 (bei der es sich um eine Sperrschicht handeln kann) nur auf einen Wert steigen kann, der Kornwachstum oder Oxidation an der Innenfläche 34 nicht beeinträchtigt. Beispielsweise wird eine Temperatur von 600ºC als akzeptabel für die Innenfläche 34 angesehen, wobei eine Zeit im Bereich von unter zehn Sekunden (vorzugsweise 4-5 Sekunden) für die induktive Erwärmung eingesetzt wird.
  • Wenn sich die Wassertröpfchen der Innenwand 34 nähern oder diese berühren, werden sie zu Dampf umgewandelt, der in dem begleitenden Gas weggeführt wird. Das der Innenfläche 34 zugeführte Kühlmedium (Gas plus Wassertröpfchen) dient somit zur Steuerung der Temperatur der Innenfläche 34, während die Temperatur der Außenfläche 36 über die Betaphasenübergangstemperatur erhöht wird. Die Erhöhung der Temperatur an der Innenfläche 34 im Vergleich zu der Verfahrensweise der alleinigen Wasserkühlung nach dem Stand der Technik führt zu einer ungefähren - Verdopplung der Dicke der Wand, die durch die Heizspule 42 in die Betaphase umgewandelt wird. Das zusätzliche Betaphasenmaterial wirkt sich auch vorteilhaft auf eine Vermeidung von Bestrahlungswachstum des Rohrs aus.
  • Um die gewünschten metallurgischen Eigenschaften, die infolge des Betaphasenübergangs in der Nähe der Außenfläche 36 erzeugt worden sind, aufrechtzuerhalten, wird von einer außerhalb der Außenfläche 36 "stromabwärts" der Heizspule 42 angeordneten Sprühdüse 49 weiteres Kühlwasser zugeführt. Das Wasser aus der Sprühdüse 49 bewirkt eine relativ schnelle Verringerung der Temperatur der Außenfläche 36, beispielsweise von 1100ºC bis auf eine Temperatur von zum Beispiel 700ºC oder darunter, nach dem Austritt aus der Heizspule 42. Somit dienen die von der äußeren Sprühdüse 49 zugeführten Wassertröpfchen zur Abschreckung der Außenfläche 36, um den gewünschten metallurgischen Zustand kleiner Teilchengröße, der infolge des Betaphasenübergangs in der Nähe der Außenfläche 36 erzeugt wird, aufrechtzuerhalten. Eine gewünschte hohe Korrosionsbeständigkeit wird an der Außenfläche 36 erzeugt, indem die Hülle 30 diesem Betaabschreckverfahren ausgesetzt wird.
  • Die Kühlwirkung des inneren Besprühens mit Wassertröpfchen 45 kombiniert mit dem Gas aus der Gasquelle 44 führt zu einer Verringerung des zwischen der Innenfläche 34 und der Außenfläche 36 bestehenden Temperaturgradienten im Vergleich zu dem Fall, in dem allein eine gleichmäßige Strömung Kühlwasser durch die Mittelöffnung 38 zugeführt wird. Das vorhergehende Verfahren weist des weiteren den zusätzlichen Vorteil auf, daß im Vergleich zu dem Ansatz nach dem Stand der Technik der alleinigen Kühlung mit Wasser weniger Leistungsaufnahme erforderlich ist (eine Verminderung von zum Beispiel 50%), um die gewünschten Temperaturbedingungen zu erzielen. Die Verringerung des Temperaturgradienten quer durch die Wanddicke reduziert Wärmespannung in der Hülle. 30 und verringert dadurch Probleme hinsichtlich Rißbildung und Verziehen, die ansonsten bei der nachfolgenden Formung und Verwendung der Hülle angetroffen werden.
  • Auf Fig. 4 Bezug nehmend, werden der mit dem Ansatz der einfachen Wasserkühlung der Innenfläche während des Betaabschreckvorgangs nach dem Stand der Technik verbundene Temperaturgradient, der mit dem Ansatz des einfachen Durchströmens eines Gases durch die Hülle verbundene Temperaturgradient und der mit der erfindungsgemäßen kombinierten Kühlung, die durch Gasströmung plus Wassertröpfchen bereitgestellt wird, verbundene Temperaturgradient dargestellt. Anhand der aufgetragenen Gradienten ist zu sehen, daß die Eindringtiefe der Betaphasenumwandlung von der Außenfläche (AD) im Vergleich zu dem Fall alleiniger Wasserkühlung erhöht wird, wenn die Kühlanordnungskombination aus Gas plus Wassertröpchen nach der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Die alleinige Verwendung von Gas wird als nicht akzeptabel erachtet, da die sich ergebende Temperatur an der Innenfläche zu hoch ist, um die gewünschten metallurgischen Ergebnisse an der Innenfläche 34 zu erzeugen. Die gewünschten Ergebnisse einer erhöhten Korrosionsbeständigkeit und eins verminderten Bestrahlungswachstums werden mittels der Erfindung ohne die unerwünschten Auswirkungen einer Innenflächenoxidation oder inneren Rißbildung erzielt.

Claims (5)

1. Betaabschreckverfahren für Kernbrennstoffhüllen mit einer Innen- und einer Außenfläche, das die folgenden Schritte umfaßt:
- mindestens einen vorbestimmten Teil der Außenfläche der Hülle zu erwärmen, um die Temperatur des vorbestimmten Teils über die Höhe der Betaumwandlung auf eine Temperatur von 1000ºC oder darüber zu erhöhen und während der Erhöhung der Temperatur der Außenfläche
- die Innenfläche der Hülle auf eine Temperatur in einem Bereich zwischen 350 und 650ºC abzukühlen, indem durch eine Sprühdüse eine Kombination aus einer gleichmäßigen Strömung von Kühlgas, das aus einer Kühlgasquelle zugeführt wird, und einer kontrollierten Menge an Wassertröpfchen, die aus einer Kühlwasserquelle zugeführt werden, gegen die Innenfläche geschleudert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem nach der Erwärmung ein Kühlmedium zugeführt wird, um die Temperatur der Außenfläche schnell auf eine Höhe unter der Betaphasenumwandlungshöhe zu verringern.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Verringerung der Temperatur das Sprühen von Wasser auf die Außenfläche zur Verringerung von deren Temperatur auf unter ca. 700ºC umfaßt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Wassertröpfchen mindestens in einen Bereich, der dem vorbestimmten Bereich der Außenfläche gegenüberliegt, geschleudert werden.
5. Brennstoffhülle, die durch das Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellt worden ist.
DE69129993T 1990-11-07 1991-11-05 Verbessertes beta-abschreckverfahren für kernbrennelemente-hüllenrohre Expired - Fee Related DE69129993T2 (de)

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