DE69120325T2 - Retraktor für Organe der Bauchhöhle - Google Patents
Retraktor für Organe der BauchhöhleInfo
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- DE69120325T2 DE69120325T2 DE1991620325 DE69120325T DE69120325T2 DE 69120325 T2 DE69120325 T2 DE 69120325T2 DE 1991620325 DE1991620325 DE 1991620325 DE 69120325 T DE69120325 T DE 69120325T DE 69120325 T2 DE69120325 T2 DE 69120325T2
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Description
- Diese Erfindung betrifft das Gebiet der Chirurgie und insbesondere Instrumente, die in dem Fachgebiet als Retraktoren bekannt sind.
- Bei der Durchführung einer Operation an einem Patienten wird ein Chirurg häufig bei seinen Anstrengungen, erkrankte oder verletzte Gewebe oder Organe zu entfernen, durch umgebende Gewebe, Fettpolster, Arterien oder andere Organe behindert. Bei der Durchführung von gastromtestinalen Operationen, d.h. Operationen innerhalb der Bauchhöhle, ist es allgemein der Fall gewesen, einen großen Schnitt in die Bauchwand zu machen, um eine geeignete Öffnung zu schaffen, die einen Zugang zu den inneren Organen gestattet. Dieser Schnitt war im allgemeinen groß genug, um die Verwendung von menschlichen Händen, entweder derjenigen des Chirurgen oder derjenigen eines Mitglieds des Operationsteams, als Retraktor zu gestatten. Das Operationspersonal würde so seine Hände durch den Einschnitt in die Bauchhöhle einführen, um Organe und andere hindernde Teile vom Operationsziel weg zu drücken und zu halten.
- Als eine Folge der Entwicklung in der elektronischen Videotechnologie ist neuerdings ein als laparoskopische Operation bekanntes Operationsverfahren deutlich beliebter geworden. Das Laparoskop besteht aus einem langen, dünnen, starren Rohr. An einem Ende des Rohrs befindet sich eine Betrachtungslinse; am anderen befindet sich ein Kameraanschluß und ein Okular. Es wird ein kleiner Einschnitt im Bereich des Operationsziels hergestellt, und das Laparoskop wird mit der Betrachtungslinse voran teilweise in diesen Einschnitt eingeführt. Hochauflösende Videokameras und Bildschirme werden dann am Kameraanschluß auf demjenigen Teil des Laparoskops angeschlossen, welcher außen bleibt. Auf diese Weise kann ein Operationsteam ein deutliches Bild des betroffenen inneren Bereichs erhalten, ohne auf radikale, entstellende chirurgische Einschnitte zurückzugreifen, um den Körper des Patienten zu öffnen. Zahlreiche andere kleine Einstichwunden werden dann ebenfalls in der Nachbarschaft des Operationsziels durch die Oberfläche der Haut hergestellt. Durch diese Einschnitte lassen sich miniaturisierte chirurgische Instrumente, wie beispielsweise Scheren, Pinzetten, Klemmen und Skalpelle einführen, um das Operationsverfahren durchzuführen. Der gesamte innere Eingriff wird von außen mittels des hochauflösenden Fernsehbildschirms überwacht. Auf diese Weise werden radikale Einschnitte und eine Narbenbildung vermieden, während eine operative Wiederherstellung oder Entfernung von verletzten oder erkrankten Organen vorgenommen wird. Ein anderer Nutzen der laparoskopischen Operation ist die deutlich kürzere Genesungszeit im Vergleich zu Standard- Operationsverfahren, aufgrund der kleinen Größe der Skalpellwunden und der Vermeidung der massiven inneren Traumatisierung, die bei Standard-Operationsverfahren bekannt ist. Die kürzere Genesungszeit ist selbstverständlich von stark reduzierten Kosten begleitet.
- Bis vor kurzem waren laparoskopische Operationen auf gynäkologische und arthroskopische Eingriffe beschränkt. Neuerdings haben jedoch innovative Chirurgen das Verfahren benutzt, um eine Cholezystektomie durchzuführen, die allgemein als Gallenblasenentfernung bekannt ist. Eine Schwierigkeit, der Chirurgen begegnen, wenn sie eine laparoskopische Cholezystektomie durchführen, ist das Eindringen von anderen inneren Unterleibsorganen in den Bereich des Operationsziels, d.h. in den Gallenblasenbereich. Es ist bekannt, daß Unterleibsorgane, wie beispielsweise der Magen, die Eingeweide und die Leber schlaff sind und einander überlappen. Eine Standard-Gallenblasenoperation der Vergangenheit, bei der ein riesiger Einschnitt in der Bauchwand des Patienten hergestellt wurde, gestattete das Einführen von Händen in die Bauchhöhle des Patienten, um diese schlaffen Organe von der Gallenblase weg zu drücken und zu halten, während der Chirurg die erforderliche Entfernung durchführte. Die laparoskopische Cholezystektomie mit ihren kleinen chirurgischen Einschnitten gestattet kein Einführen einer menschlichen Hand in die Bauchhöhle, um die schlaffen Organe zurückzuziehen.
- Es besteht daher ein Bedarf an einer Bereitstellung eines Instruments, welches durch einen winzigen chirurgischen Einschnitt in der Bauchwand eingeführt werden kann, um es während einer laparoskopischen Operation innerhalb der Bauchhöhle zu benutzen, um benachbarte innere Organe weg von demjenigen Organ, welches entfernt oder wiederhergestellt wird, zu drücken oder zu halten. Zum Beispiel wird während des bekannten Verfahrens einer laparoskopischen Cholezystektomie ein Retraktorinstrument benötigt, um benachbarte Organe weg von der erkrankten Gallenblase zu drücken und zu halten.
- Es ist ein allgemeines Ziel dieser Erfindung, ein Retraktorinstrument für eine Verwendung während laparoskopischer Operationsverfahren bereitzustellen.
- Es ist ein Ziel dieser Erfindung, ein Retraktorinstrument für eine Verwendung während einer laparoskopischen Operation innerhalb der Bauchhöhle bereitzustellen.
- Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, ein langes, dünnes, röhrenartiges Instrument bereitzustellen, das zum Einführen in den Unterleib durch einen winzigen Einschnitt in der Bauchwand geeignet ist, um es bei der Durchführung einer laparoskopischen Unterleibsoperation zu benutzen.
- Es ist ein weiteres Ziel dieser Erfindung, schwenkbare fingerartige vorstehende Teile bereitzustellen, die sich von demjenigen Ende des Rohrs aus erstrecken, welches in den Unterleib eingeführt wird, um sie als Schiebe- und Halteeinrichtung zu verwenden, und Verbindungseinrichtungen zu diesen vorstehenden Teilen von Hebeln aus herzustellen, welche von demjenigen Ende des Rohrs herabhängen, welches außerhalb des Unterleibs zurückbleibt, wobei die besagten Hebel bei der Steuerung der Tätigkeit der Schiebe- und Halteeinrichtung innerhalb des Unterleibs verwendet werden sollen.
- Die SU-736949 offenbart ein Stielinstrument mit einem Schaufelblatt, das von drei koplanaren ebenen Blättern gebildet wird, welche in derselben Ebene wie der Stiel liegen. Der Oberbegriff des Patentanspruchs 1 unten ist unter Bezugnahme auf den Retraktor mit flexiblen Fingern abgefaßt, welcher in der DE-A-3709706 offenbart ist. Die vorliegende Erfindung ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs definiert.
- Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist ein langes, schmales, röhrenartiges Gebilde vorgesehen. Das Rohr ist allgemein hohl und an jedem Ende offen. An einem Ende ist eine Mehrzahl von fingerartigen vorstehenden Teilen innerhalb des Rohrs auf derselben axialen Ebene wie das Rohr positioniert und erstreckt sich bei einer Bewegung der Steuereinrichtung am anderen Ende, beispielsweise einem Paar Hebeleinrichtungen, welche von der Öffnung herabhängen, aus dem Rohr heraus nach außen. Innerhalb des schmalen langgestreckten Körpers, welcher ein Rohr umfaßt, befindet sich der innere Mechanismus und eine Einrichtung, um die Bewegung der Hebel in eine Bewegung der fingerartigen vorstehenden Teile umzusetzen. Bei einem Beispiel sind die Hebel weg voneinander vorgespannt, und eine Betätigung der Hebel, so daß sie nahe zusammengebracht werden, wird zu den fingerartigen vorstehenden Teilen übermittelt, um sie in einem fächerartigen Muster aufzuspreizen. Eine Kraftentlastung an den Hebeln gestattet es, daß die Hebel in ihre normale auseinanderliegende Position zurückkehren. Dies wiederum gestattet es, daß die fingerartigen vorstehenden Teile in ihre Ausgangsposition zurückkehren, d.h. eng beieinander auf derselben axialen Ebene wie die schmale langgestreckte Körperstruktur. Auf diese Weise kann der Retraktor durch einen Einschnitt in der Bauchwand oder durch eine Scheide, welche durch einen Einschnitt in der Bauchwand plaziert worden ist, in die Bauchhöhle eingeführt und durch Überwachung der Bewegung des Retraktors innerhalb der Bauchhöhle auf dem Laparoskop und seinem zugehörigen hochauflösenden Fernsehbildschirm zum Operationsziel geführt werden. Sobald der Retraktor in geeigneter Weise nahe dem interessierenden Organ positioniert worden ist, kann der Chirurg oder ein Mitglied des chirurgischen Teams durch Zusammendrücken der Hebel, die von demjenigen Ende des Retraktors herabhängen, welches nicht in die Höhle eingeführt worden ist, bewirken, daß sich die fingerartigen vorstehenden Teile in einem fächerartigen Muster auseinanderspreizen, um umgebende Organe von demjenigen Organ, welches das chirurgische Ziel ist, weg zu drücken und zu halten. Auf diese Weise wird eine laparoskopische Bauchoperation stark vereinfacht, da das Problem, welches durch schlaffe überlappende Organe, die auf das Organ eindringen, welches das chirurgische Ziel ist, beseitigt worden ist.
- Die oben aufgeführten bevorzugten Aspekte sollen nicht einschränkend sein. Zum Beispiel kann das Instrument so aufgebaut sein, daß die fingerartigen vorstehenden Teile normalerweise im geöffneten fächerartigen Muster vorliegen. Auf diese Weise bewirkt ein Zusammendrücken der Hebel, daß die vorstehenden Teile auf derselben axialen Ebene wie der langgestreckte Körper zusammenkommen. Die fingerartigen vorstehenden Teile können dann in die Bauchhöhle eingeführt werden, während eine Kraft auf die Hebel aufrechterhalten wird, um sie zusammenzuhalten. Sobald man sich in der Nähe des Operationsziels befindet, können die Hebel freigegeben werden, wodürch bewirkt wird, daß sich die fingerartigen vorstehenden Teile in ihr normalerweise offenes fächerartiges Muster öffnen, wobei sie eindringende Organe aus dem Weg des Chirurgen schieben und halten. Bei einer Verwendung in dieser Weise wird das Erfordernis, daß sich ein Mitglied des Operationsteams um die Retraktorhebel kümmern muß und sie zusammenhalten muß, somit beseitigt.
- Für diese Ausführungsform wird daran gedacht, die Hebelvorrichtung zum Aktivieren der fingerartigen vorstehenden Teile des Retraktors durch einen spritzenartigen Mechanismus zu ersetzen, bei welchem ein Paar Fingergriffe vorgesehen sind, welche am röhrenförmigen Körper befestigt sind und sich von diesem aus in radialer Richtung erstrecken. Ein mit dem Daumen aktivierter Schiebeknopfist an der inneren Stange angebracht, um das Ausfahren der fingerartigen vorstehenden Teile zu steuern. Die Fingergriffe können um den röhrenförmigen Körper drehbar sein, so daß eine Stellung der vorstehenden Teile entlang der gemeinsamen Durchmesserlinie in Bezug zu den Fingergriffen so ausgerichtet werden kann, wie es dem Bedürfnis des Operationsteams für diese spezielle Operation entsprechend passend ist. Vorzugsweise ist die Durchmesserlinie der vorstehenden Teile parallel zur Durchmesserpositionierungslinie der Fingergriffe, bis sie vom Operationsteam geändert wird.
- Es ist auch möglich, das Instrument so zu herzustellen, daß die Hebel auf derselben axialen Ebene gerade aus dem langgestreckten Körper herabhängen, oder daß sie unter einem gewissen Winkel, zum Beispiel unter einem 90º-Winkel zum Retraktorkörper vom Körper weg herabhängen. Es ist auch möglich, Fingerösen zum Einführen der Finger desjenigen Mitglieds des Operationsteams, welches den Retraktor während der laparoskopischen Operation bedient, in den Hebeln auszubilden. Die langgestreckte Körperstruktur des Retraktors kann auch so angefertigt werden, daß sie flexibel ist, um die Positionierung der vorstehenden Finger in enger Nähe zum Bereich des Operationsziels zu erleichtern.
- In den begleitenden Zeichnungen von Ausführungsformen der Erfindung:
- veranschaulicht Fig. 1 den Retraktor mit einer Schiebeknopfsteuerung, wobei sich die Eingriffselemente in einem geschlossenen Zustand befinden;
- veranschaulicht Fig. 2 den Retraktor mit einer Schiebeknopfsteuerung, wobei die Eingriffselemente in einem teilweise geöffneten Zustand dargestellt sind;
- veranschaulicht Fig. 3 den Retraktor mit Hebelsteuerung und den Eingriffselementen in einem geschlossenen Zustand;
- veranschaulicht Fig. 4 eine alternative Ausführungsform der Fig. 3, bei welcher sich die Eingriffselemente in einem normalerweise geöffneten Zustand befinden;
- veranschaulicht Fig. 5 noch eine andere Ausführungsform der Fig. 3 mit Griffsteuerungen;
- veranschaulicht Fig. 6 die alternative Scheiden- Ausführungsform des Retraktors, wobei die Eingriffselemente in die Scheide zurückgezogen dargestellt sind;
- veranschaulicht Fig. 7 den Retraktor aus Fig. 6, wobei sie den Kopfin niedergedrücktem Zustand und die Eingriffselemente außerhalb der Scheide und geöffnet zeigt;
- veranschaulicht Fig. 8 eine Ausführungsform des Retraktors mit Scheide, bei welcher Hebel verwendet werden, um eine Kraft auf den Kopf auszuüben;
- veranschaulicht Fig. 9 eine alternative Ausführungsform des in Fig. 8 dargestellten Instruments, bei welchem der Hilfshebel verschiebbar am Kopf angebracht ist;
- veranschaulicht Fig. 10 eine andere Ausführungsform des Retraktors mit Scheide, bei welcher sich die Eingriffselemente normalerweise in einer offenen Stellung außerhalb der Scheide befinden und Hebelsteuerungen verwendet werden, um die Eingriffselemente zu schließen und ins Innere der Scheide zurückzuziehen;
- veranschaulicht Fig. 11 eine Ausführungsform der Erfindung mit Scheide, bei welcher feststehende Griffe verwendet werden, um die Eingriffselemente aus dem Inneren der Scheide heraus zudrücken;
- stellt Fig. 12 eine ausführliche Ansicht dar, welche ein Verfahren zeigt, um die Eingriffselemente in einen offenen Zustand vorzuspannen;
- veranschaulicht Fig. 13 eine weggeschnittene Ansicht der Betätigung der Eingriffselemente der in den Figuren 1, 2, 3 und 5 dargestellten Ausführungsformen;
- veranschaulicht Fig. 14 eine weggeschnittene Ansicht der Bettigung der Eingriffselemente der in Fig. 4 dargestellten Aus führungsform; und
- veranschaulicht Fig. 15 den Retraktor mit einer elektromechanischen Steuerung.
- Bezug nehmend auf die Figuren 1 und 13, ist der Retraktor 19 dort mit in eine geschlossene Ruheposition vorgespannten Eingriffselementen 21 und einem in eine Einstellposition innerhalb eines Verschiebewegs 23 vorgespannten Steuerknopf 22 dargestellt. Auf diese Weise sind die Eingriffselemente 21 und ein Teil eines röhrenartigen Körpers 20 durch einen kleinen Einschnitt in einer Bauchwand einführbar Der Steuerknopf 22 kann dann innerhalb des Verschiebewegs 23 zwangsverschoben werden, um ein Öffnen der Eingriffselemente 21 in ein aufgefächertes Muster zu bewirken, wie in Fig. 2 dargestellt. Auf diese Weise können innere Organe weg von demjenigen Organ, welches das Operationsziel ist, gedrückt und gehalten werden.
- Fig. 13 zeigt die Funktionsweise der Eingriffselemente 21 deutlicher. Der Knopf 22 ist starr mit einem beweglichen Schaft 38 verbunden. Die Eingriffselemente 21 sind durch Schwenkgelenke 40 schwenkbar mit dem röhrenartigen Körper 20 verbunden, so daß die Auswärtsbewegung der Eingriffselemente 21 eher aufgrund eines Verschwenkens der Elemente 21 als durch ein Auswärtsbiegen von biegsamen Elementen, wie beim Stand der Technik, erfolgt. Der bewegliche Schaft 38 endet mit einem Knopf 41. Eine Scheibe 42 ist an einer Stelle gerade unterhalb des Knopfes 41 starr am beweglichen Schaft 38 angebracht. Die Eingriffselemente 21 weisen Lippen 43 auf, welche zwischen dem Knopf 41 und der Scheibe 41 eingeschlossen sind. Eine Feder 45 umgibt den beweglichen Schaft 38 in Umfangsrichtung und ist an einem Ende starr an der Scheibe 42 befestigt. Das andere Ende der Feder 45 ist starr an einer inneren Führungswand 60 befestigt. Die innere Führungswand 60 kann sich über eine beliebige Länge durch den röhrenartigen Körper 20 erstrecken, muß jedoch in einem ausreichenden Abstand unter der Scheibe 42 enden, um das Anbringen der Feder 45 zwischen der Oberseite der inneren Führungswand 60 und der Scheibe 42 zu ermöglichen.
- Die Betätigung der Eingriffselemente 21 wird durch den Schiebeknopf 22 bewirkt, welcher eine Bewegung des beweglichen Schafts 38 in Richtung der Eingriffselemente 21 erzeugt. Die Scheibe 42 wird entgegen der Zugkraft der Feder 45 vorwärtsgedrückt. Die Scheibe 42 drückt gegen die Lippen 43, wodurch bewirkt wird, daß sich die Eingriffselemente 21 um die Schwenkzapfen 40 drehen und eine offene Stellung einnehmen. Man kann sehen, daß die Drehung der Eingriffselemente 21 um die Schwenkzapfen 40 um so größer ist, je weiter der bewegliche Schaft 38 auf die Eingriffselemente 21 zu bewegt wird, und um so größer ist somit der Durchmesser des offenen aufgefächerten Musters. Ein Ende der Kraftausübung auf den Steuerknopf 22 gestattet es dem Steuerknopf 22 in seine ursprüngliche Einstellposition zurückzukehren und den Eingriffselementen 21 in ihre normalerweise geschlossene Ruheposition zurückkehren, wie in Fig. 2 dargestellt. Diese Wirkung wird infolge der Zugkraft der Feder 45 auf die Scheibe 42 erreicht, welche bei Fehlen jeglicher entgegenwirkender Kräfte den beweglichen Schaft 38, die Scheibe 42 und den Knopf 41 in einer zu den Eingriffselementen 21 entgegengesetzten Richtung zieht. Der Knopf 41 wird dann gegen die Lippen 43 gedrückt, was eine umgekehrte Drehung der Eingriffselemente 21 um die Schwenkzapfen 40 bewirkt, um die Eingriffselemente 21 in eine geschlossene Position zu bringen, in welcher sie dieselbe axiale Ebene wie der langgestreckte röhrenartige Körper 20 einnehmen. Anschlagstücke 48 können in der in Fig. 13 dargestellten Position angebracht sein&sub1; um eine übermäßige Einwärtsdrehung der Eingriffselemente 21 zu verhindern. Die Anschlagstücke 48 können alternativ unter den Lippen 43 angebracht sein.
- Es ist auch möglich, jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt, mindestens ein Eingriffselement starr am Knopf 41 zu befestigen. Ein Aufbau dieser Art wäre hinsichtlich der Betätigung des Instruments von Nutzen, da diese starr angebrachten Eingriffselemente beim Verlagern von Organen mithelfen und ein verlagertes Organ daran hindern würden, über eines der beweglichen Eingriffselemente 21 zu hüpfen und seine Position vor einer Verlagerung einzunehmen.
- Die Eingriffselemente 21 können von einer beliebigen Form sein, solange ihre Rückhaltefunktion erreicht werden kann. Vorzugsweise sind die Eingriffselemente 21 von zylindrischer Form mit gerundeten freiliegenden Enden, so daß eine Verletzung von Weichteilgewebe minimiert wird.
- Die Eingriffselemente 21 sind auch bevorzugt aus einem im wesentlichen starren Material hergestellt, was bedeutet, daß jegliches Verbiegen oder Umbiegen der Eingriffselemente 21 in der offenen oder aufgefächerten Position begrenzt ist. Während eine gewisse eingeschränkte Ablenkung dazu beitragen kann, Verletzungen an den Organen zu vermeiden, muß das Material, aus dem die Eingriffselemente 21 bestehen, trotzdem im wesentlichen starr sein, das heißt starr genug, um die Organe richtig in der verlagerten Stellung zu halten. Wie oben beschrieben, wird die fächerartige Anordnung der Eingriffselemente 21 in der ausgefahrenen Position durch eine Schwenkbewegung der Elemente 21 um Schwenkpunkte 40 bewirkt, wie es infolge der starren Natur der Elemente erforderlich ist, im Gegensatz zum Aufspreizen der Elemente wie beim Stand der Technik infolge der federartigen Biegsamkeit der Eingriffselemente des Standes der Technik.
- Bezug nehmend auf die Figuren 1 und 2, sind Einrichtungen zum Halten oder Verriegeln des Betätigungsknopfs 22 an Stellen innerhalb des Schiebewegs 23 bevorzugte Ausführungsformen und gestatten eine Steuerung des Durchmessers des aufgespreizten Musters der Eingriffselemente 21 und auch eine Verwendung des Retraktors 19 ohne Festhalten. Die Halteeinrichtungen könnten zum Beispiel Kerben 49 entlang des Verschiebewegs 23 sein, um den Steuerknopf 22 an Stellen entlang seines Bewegungspfades durch den Verschiebeweg 23 körperlich festzuhalten.
- Eine Abwandlung dieser Ausführungsform des Instruments ist in Fig. 3 dargestellt. An Stelle eines Knopfs werden Hebel 24 verwendet, um eine Bewegung des beweglichen Schafts 38 zu erzwingen. Die Hebel 24 sind an einem Bolzen 50 schwenkbar miteinander verbunden, wobei einer der Hebel mit dem Ende des beweglichen Schafts 38 entgegengesetzt zu den Eingriffselementen 21 in Berührung tritt. Wie man in Fig. 3 sieht, ist der bewegliche Schaft 38 bei dieser Ausführungsform so dargestellt, daß er sich aus dem röhrenartigen Körper 20 4 heraus erstreckt. Eine Betätigung der Eingriffselemente 21 bei einer Zwangsbewegung des beweglichen Schafts in Richtung der Eingriffselemente 21 durch Zusammendrücken der Hebel 24 ist identisch mit derjenigen, die zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 13 beschrieben wurde, und eine solche Beschreibung wird durch Bezugnahme hier aufgenommen.
- Bezug nehmend auf die Figuren 4 und 14 ist dort eine andere Ausführungsform dargestellt, welche Hebel 24 verwendet. Bei dieser Ausführungsform sind die Eingriffselemente 21 normalerweise offen. Der normalerweise offene Zustand ist die Folge einer Feder 45, welche am oberen Ende der festen inneren Führungswand 60 und an der Scheibe 42 befestigt ist, wobei sie bei Nichtvorhandensein von jeglichen anderen Kräften eine Druckkraft gegen die Scheibe 42 ausübt. Die Scheibe 42, die starr am beweglichen Schaft 38 angebracht ist, drückt auf die Lippen 43, um eine Auswärtsdrehung der Eingriffselemente 21 um die Schwenkbolzen 40 zu bewirken. Um die Eingriffselemente 21 zu schließen, ist es erforderlich, die Hebel 24 zusammenzudrücken Aufgrund der Verbindung von einem der Hebel 24 mit dem beweglichen Schaft 38 an der Verbindungsstelle 51 zieht dies den beweglichen Schaft in Richtung desjenigen Endes des Instruments zurück, welches entgegengesetzt zu den Eingriffselementen 21 ist. Ein Zurückziehen des beweglichen Schafts 38 in Richtung der Hebel 24 bewirkt, daß der Knopf 41 auf die Lippen 43 auftrifft, während die Feder 45 zusammengedrückt wird, um eine Drehung der Eingriffselemente 21 um die Schwenkzapfen 40 in einer Richtung zu erzwingen, welche bewirkt, daß sich die Eingriffselemente 21 entlang derselben axialen Ebene wie der röhrenartige Körper 20 zusammenschließen. Eine Kraftentlastung an den Hebeln 24 bewirkt, daß sich die Feder 45 dehnt, was wiederum die Scheibe 42 auf die Unterseite der Lippen 43 drückt, wodurch bewirkt wird, daß sich die Eingriffselemente 21 nach außen in ihren normalerweise geöffneten aufgefächerten Zustand drehen.
- Eine andere Ausführungsform des Instruments ist in Fig. 5 dargestellt, bei welcher Griffe 54 zur Steuerung verwendet werden, von denen einer an dem von den Eingriffselementen 21 abgewandten Ende am langgestreckten röhrenartigen Körper 20 angebracht ist, und der andere an dem zu den Eingriffselementen 21 entgegengesetzten Ende am Ende des beweglichen Schafts 38 angebracht ist. Durch Ergreifen und Zusammendrücken der Griffe 54 wird der bewegliche Schaft 38 in Richtung auf die Eingriffselemente 21 zu bewegt, wodurch ein Öffnen der Eingriffselemente 21 in der zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 13 beschriebenen Weise bewirkt wird.
- Bei einer beliebigen der zuvor genannten Ausführungsformen, welche Hebel 24 oder Griffe 54 verwenden, sind bevorzugt Einrichtungen enthalten, um die Hebel 24 oder Griffe 54 an verschiedenen Stellen in ihrer Bewegung aufeinander zu zu halten. Dies könnte zum Beispiel durch einen verstellbaren Clip 55 zum Zusammenhalten der Hebel 24 oder Griffe 54 bewirkt werden, oder indem man jeden Hebel 24 oder Griff 54 mit einem horizontalen Ansatz 56 mit rückwärts weisenden Zähnen zum gegenseitigen Verriegeln der Hebel 24 oder Griffe 54 ausstattet.
- Bezug nehmend auf Fig. 6 ist dort eine Scheide 25 dargestellt. Innerhalb der Scheide 25 befindet sich eine Stange 26. Die Stange 26 ist verschiebbar innerhalb der Scheide 25 angebracht, so daß eine Kraft auf einen Stangenkopf 27 entgegen einer Vorspannkraft den Stangenkopf 27 in Richtung der Scheide 25 treibt, um es den Eingriffselementen 21 zu ermöglichen, aus dem Inneren der Scheide 25 auszutreten. Das Fehlen der von der Scheide 25 auf die Eingriffselemente 21 ausgeübten Einschlußwirkung, wenn die Eingriffselemente 21 ohne Scheide 25 sind, gestattet es, daß sich die Eingriffselemente 21 in ein offenes aufgefächertes Muster aufweiten. Dieser Vorgang wird durch Fig. 7 vorgeführt. In diesem Fall ist die Vorspanneinrichtung als Feder 28 dargestellt, welche gerade unterhalb des in diesem Fall als Ring dargestellten Stangenkopfes 27 in Umfangsrichtung und außerhalb der Scheide 25 um die Stange 26 herumgewunden ist. Dies ist nicht einschränkend, da es denkbar ist, daß die Feder innerhalb der Scheide angeordnet sein könnte oder eine andere Art von Vorspanneinrichtung verwendet werden könnte. In den Figüren 6 und 7 sind auch Flanschelemente 29 und 29' in Form von teilweise oder ganz geschlossenen Ringen dargestellt, welche auf der Außenseite der Scheide 25 angebracht sind. Die Flanschelemente 29 und 29' erleichtern eine Betätigung des Instruments 33, indem sie für den Benutzer eine Einrichtung bereitstellen, um das Instrument 33 beispielsweise mit dem Mittelfinger und dem Ringfinger zu ergreifen, während beispielsweise mit dem Daumen eine Kraft auf den Stangenkopf 27 oder 27' ausgeübt wird, um einen Austritt und eine Aufweitung der Eingriffselemente 21 zu erzwingen.
- Die Figuren 8 und 9 sind alternative Ausführungsformen des in den Figuren 6 und 7 offenbarten scheidenartigen Mechanismus, welche weiter Hebel 30 vorsehen, um die notwendige Kraft auf den Stangenkopf 27 auszuüben, um eine Bewegung der Eingriffselemente 21 zu bewirken. Bei der Ausführungsform, wie in Fig. 8 dargestellt, ist ein Hebel starr an der Scheide 25 angebracht, während der andere Hebel eine Kraft auf den Stangenkopf 27 aufbringt, jedoch nicht mechanisch am Stangenkopf 27 befestigt ist. Fig. 9 zeigt denselben Retraktor 33, jedoch mit einem Hebel 30, welcher verschiebbar am Stangenkopf 27 angebracht ist. Bei jeder dargestellten Ausführungsform des Retraktors 33 mit den Hebeln 30 sind die Hebel 30 an einem Bolzen 31 miteinander verbunden. Eine Vorspanneinrichtung ist in beiden Figuren dargestellt, die durch Verwendung der Feder 28 bewirkt wird, welche angrenzend an den Stangenkopf 27 und außerhalb der Scheide 25 auf dem Umfang der Stange 25 angeordnet ist. Eine Einrichtung zum Halten der Hebel 30 in zahlreichen geschlossenen oder teilweise geschlossenen Stellungen, um die Stange 26 innerhalb der Scheide 25 an zahlreichen Stellen stationär zu sichern, um den Auffächerungsdurchmesser des Eingriffselements 21 zu bewirken, ist als gezahnter Clip 32 dargestellt.
- Figur 10 ist eine alternative Ausführungsform des scheidenartigen Retraktors 33, bei welcher die Normalstellung der Bestandteile des Retraktors 33, d.h. ohne daß Kräfte darauf ausgeübt werden, so ist, wie dargestellt. Der Stangenkopf 27 ist zum Beispiel mittels der Feder 28 in eine gegen die Scheide 25 anliegende Lage vorgespannt, so daß sich die Eingriffselemente 21 normalerweise außerhalb der Scheide 25 befinden und ein geöffnetes, aufgefächertes Muster zeigen. Eine auf die Hebel 30 ausgeübte Kraft in Form eines Zusammendrückens der Unterseite der Hebel 30 dient dazu, den Stangenkopf 27 von der Scheide 25 wegzuziehen, wodurch die Eingriffselemente 21 in eine geschlossene Position gezwungen werden, während sie ins Innere der Scheide 25 zurückgezogen werden. Wie bei einer beliebigen der anderen Ausführungsformen des Retraktors können an Stelle der Feder 28 verschiedene andere Vorspanneinrichtungen verwendet werden, sowie Veränderungseinrichtungen, um die Stange 26 innerhalb der Scheide 25 in unterschiedlichen Lateralstellungen zu halten, um den Durchmesser der Aufspreizung der Eingriffselemente 21 zu steuern.
- Fig. 11 ist noch eine andere Ausführungsform der scheidenartigen Ausführungsform des Retraktors 33, bei welcher Griffe 34 die Eingriffselemente 21 steuern. Zur korrekten Benutzung des Instruments, wie in Fig. 11 dargestellt, kann der Benutzer die Griffe 34 ergreifen und sie gegen die Kraft einer Vorspanneinrichtung zusammendrücken, welche in diesem Fall als Feder 28 dargestellt ist, um die Stange 26 in Richtung des offenen Endes der Scheide 25 zu drücken, so daß die Eingriffselemente 21 aus dem Inneren der Scheide 25 austreten und ein offenes aufgefächertes Muster einnehmen können.
- Fig. 12 ist eine Großansicht von einem der Mechanismen, welche verwendet werden können, um ein Öffnen der Eingriffselemente 21 zu bewirken, wenn sie aus der Scheide 25 herausgedrückt werden. Die Eingriffselemente 21 sind in einer Form dargestellt, in der sie mittels Schwenkgelenken 36 am Ende der Stange 26 befestigt sind. Wenn sie aus den einschränkenden Begrenzungen der Scheide 25 herausgedrückt werden, ziehen Federauffächerungseinrichtungen 35 die Eingriffselemente 21 nach hinten, um sie in ein geöffnetes, aufgefächertes Muster zu schwenken. Wie man sehen kann, beeinflußt das Maß, um welches die Eingriffselemente 21 aus der Scheide 25 herausgedrückt werden, unmittelbar den Durchmesser des aufgefächerten Musters, welches durch die in Verbindung mit den Schwenkgelenken 36 einwirkenden Federauffächerungseinrichtungen 35 bewirkt wird.
- Wenn man erkannt hat, daß eine Lateralverschiebung eines beweglichen Schafts oder einer beweglichen Stange für die Betätigung einer beliebigen Ausführungsform des Instruments wesentlich ist, ist es möglich, eine elektromechanische Vorrichtung, wie beispielsweise einen Motor, zu verwenden, um eine derartige Lateralverschiebung zu erzielen. Fig. 15 ist ein Beispiel, wie ein Motor verwendet werden knnte, um eine Lateralverschiebung eines Schafts oder einer Stange zu erzeugen.
- Innerhalb des Retraktors 19 und eines Gehäuses 64 findet sich ein Reversiermotor 61. Reversiermotoren mit dieser Ausgestaltung sind in dem Fachgebiet bekannt und machen keine weitere Erläuterung erforderlich. Der Reversiermotor 61 ist in einer Form dargestellt, in der er durch einen Schiebeschalter 62 gesteuert wird. Der Schiebeschalter 62 kann von der bekannten Art sein, welche eine mittige Ausschaltstellung aufweist. Der Schalter 62 kann in jeder der beiden Richtungen über oder unter die mittige Ausschaltstellung verschoben werden.
- Eine Verschiebung des Schalters 62 in einer Richtung bewirkt eine Drehung einer Gewindewelle 63 in einer Drehrichtung; eine Verschiebung des Schalters 62 in der anderen Richtung bewirkt eine entgegengesetzte Drehung der Gewindewelle 63.
- Die Gewindewelle 63 weist ein Gewinde 65 auf, welches mit einem Gewinde 70 eines Hohlzylinders 66 im Eingriff steht. Eine Drehung der Gewindewelle 63 verschiebt aufgrund des Eingriffs der Gewinde 65 und 70 den Hohlzylinder 66 in lateraler Richtung. Man kann sehen, daß eine Lateralverschiebung des Hohlzylinders 66 in jeder der beiden Richtungen stattfinden kann, was eine Folge der Fähigkeit der Umkehr der Drehrichtung der Gewindewelle 63 ist.
- Um eine Drehung des Hohlzylinders 66 zu verhindern, ist eine Nut 71 durch die Wand des Hohlzylinders 66 eingeschnitten.
- Stifte 67 sind starr an der Innenwand eines Gehäuses 64 angebracht und ragen durch die Nut 71 nach innen. Auf diese Weise verhindern die Stifte 67 eine Drehung des Hohlzylinders 66, während sie eine Lateralverschiebung des Hohlzylinders 66 ermöglichen.
- Der in Fig. 15 dargestellte und beschriebene Retraktor 19 ist vorzugsweise eine tragbare unabhängige Einheit. Zur Unterstützung dieses Ziels erhält der Reversiermotor 61 elektrischen Strom von mitgeführten Batterien 68.
- Die in Fig. 15 offenbarte Steuereinrichtung wäre geeignet, jeglichen der in den Figuren 1 bis 11 dargestellten Steuermechanismen zu ersetzen. Die Steuereinrichtung der Fig. 15 würde die Eingriffselemente 21 dank der Lateralverschiebung des Hohlzylinders 66 steuern, und zwar mittels der Verfahren, wie sie in den Figuren 12 bis 15 dargestellt und beschrieben sind. In Bezug auf Fig. 13 und 14 wäre die Feder 45 nicht notwendig und könnte weggelassen werden, wenn der in Fig. 15 dargestellte und oben beschriebene Steuermechanismus verwendet wird.
- Verschiedene Verfahren zum Positionieren der Stange innerhalb der Scheide oder im Zusammenhang damit zum Halten der Hebeleinrichtungen in verschiedenen Positionen in Bezug zueinander sind möglich und sind für den Fachmann ersichtlich.
Claims (9)
1. Laparoskopisches Retraktorinstrument (19) zum Verlagern
von Gewebe und Organen innerhalb einer Bauchhöhle, umfassend:
ein langgestrecktes röhrenförmiges Körperelement (20) mit
einer Öffnung an einem ersten Ende,
eine koaxial innerhalb des besagten Körperelements
angeordnete langgestreckte Stangeneinrichtung (38),
eine Mehrzahl von Fingerelementen (21), die zum
Aufspreizen in radialer Richtung nach außen um die lange Achse
des röhrenförmigen Körpers herum an einem ersten Ende der
besagten Stangeneinrichtung angrenzend an das besagte erste
Ende des besagten Körperelements (20) funktionell mit der
besagten Stangeneinrichtung (38) verbunden sind, wodurch das
besagte Gewebe oder Organ innerhalb eines von den Spitzen der
aufgespreizten Finger begrenzten Schiebekreises aufnehmbar
ist, damit eine durch den röhrenförmigen Körper auf die
besagte lange Achse aufgebrachte und vom zweiten Ende in
Richtung des ersten Endes gerichtete Kraft aufgebracht werden
kann, um das besagte Gewebe oder Organ vom Benutzer des
Instruments weg zu drücken,
einen Aktivierungsmechanismus, der an einem zweiten Ende
des besagten Körperelements und der besagten
Stangeneinrichtung angeordnet ist und unter Zusammenwirken mit
dem besagten Körperelement und der besagten Stangeneinrichtung
im Eingriff steht, um eine Bewegung der besagten
Fingerelemente zu bewirken,
wobei eine Bewegung des besagten Aktivierungsmechanismus
aus einer Ruheposition in einer ersten Richtung in eine
Einstellposition die besagten Fingerelemente aus einer
geschlossenen Anordnung in eine ausgebrachte Anordnung
außerhalb des besagten Körperelements ausbringt, in welcher
die besagten Fingerelemente in einem in radialer Richtung
aufgespreizten Muster angeordnet sind, und wobei weiter eine
umgekehrte Bewegung des besagten Aktivierungsmechanismus aus
der besagten Einstellposition in einer zweiten Richtung in die
besagte Ruheposition die besagten Fingerelemente zurückzieht,
so daß sie in der besagten geschlossenen Anordnung parallel
zur Stangeneinrichtung und zum röhrenförmigen Körper liegen;
dadurch gekennzeichnet, daß:
i) die Fingerelemente im wesentlichen starr und gerade und
in der geschlossenen Anordnung parallel zur langen Achse
des röhrenförmigen Körperelements (20) sind;
ii) die Fingerelemente mittels einer Schwenkverbindung von
der Stangeneinrichtung betätigt werden; und
iii) die Bewegung der Finger aus der geschlossenen in die
ausgebrachte Anordnung sich bis zu einer extremen
ausgebrachten Anordnung erstreckt, in welcher die gesamte
Länge von jedem der geraden Finger unter einem Winkel zu
der besagten langen Achse angeordnet ist.
2. Retraktorinstrument nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die besagten Fingerelemente starr und
zylindrisch geformt sind, wobei die besagten Fingerelemente in
einem gerundeten kugeligen Ende enden.
3. Retraktorinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die besagte Stangeneinrichtung ein
Stangenelement (38) umfaßt, und der besagte
Aktivierungsmechanismus so angepaßt ist, daß er eine Hin- und
Herbewegung des besagten Stangenelements innerhalb des
besagten Körperelements (20) bewirkt.
4. Retraktorinstrument nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Bewegung des besagten
Aktivierungsmechanismus in der besagten ersten Richtung das
besagte Stangenelement durch das besagte Körperelement in
Richtung des besagten ersten Endes bewegt, und eine Bewegung
des besagten Aktivierungsrnechanismus in der besagten zweiten
Richtung das besagte Stangenelement in das besagte
Körperelement bewegt.
5. Retraktorinstrument nach einem beliebigen der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
besagten Fingerelemente jeweils ein radial inneres Ende
aufweisen, welches zwischen einem Knopf am ersten Ende der
Stangeneinrichtung (38) und einer Scheibe (42) nahe dem ersten
Ende untergebracht ist.
6. Retraktorinstrument nach einem beliebigen der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
besagte Stangenelement durch eine Feder (45) in Richtung der
besagten Ruheposition vorgespannt ist.
7. Retraktorinstrument nach einem beliebigen der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
besagte Aktivierungsmechanismus ein Paar scherenartige
Griffelemente (24) umfaßt, wobei ein erstes Griffelement mit
dem besagten Körperelement verbunden ist, und ein zweites
Griffelement mit dem besagten Stangenelement verbunden ist.
8. Retraktorinstrument nach einem beliebigen der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der besagte
Aktivierungsmechanismus ein Paar an dem besagten Körperelement
angebrachte Fingergriffe (90) und einen an einem Ende des
besagten Stangenelements angebrachten Schiebeknopf (92)
umfaßt.
9. Retraktorinstrument nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die besagten Fingergriffe (90) um das
besagte Körperelement drehbar sind.
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