DE69118800T2 - Realzeit Belastungs-Überwachungssystem mit Fernabtastung - Google Patents
Realzeit Belastungs-Überwachungssystem mit FernabtastungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft Lastüberwachungsvorrichtungen und insbesondere Lastüberwachungssysteme mit Fernerfassung, die durch Echtzeitbetrieb gekennzeichnet sind.
- Systeme zur Überwachung von Kraftbelastungen sind wohlbekannt und werden bei einer Vielzahl von Produkten zur Bestimmung struktureller Zustände in mechanischen Komponenten verwendet. Diese Systeme sind durch eine Mehrzahl von Parametersensoren, beispielsweise Dehnungsmesser, gekennzeichnet, welche lokal an den mechanischen Elementen angeordnet sind und Signale an einen fernen Prozessor liefern. Die gemessenen Daten werden vom Prozessor nach Maßgabe einer im voraus aufgestellten Beziehung korreliert. Die Prozessorausgangssignale sind ein Maß für die Spannungs- oder Belastungszustände des Elements.
- Bei vielen Anwendungen ist die direkte Instrumentierung mechanischer Elemente möglich. Beispielsweise können Dehnungsmesser und -sensoren ohne weiteres lokal an den Flügeln und Querrudern eines Flugzeugs angeordnet werden, wobei Signale von den Sensoren herkömmlicherweise zu einem fernen Cockpitprozessor geleitet werden. Bei einigen Elementen, beispielsweise rotierenden Turbinenblättern in einem Strahltriebwerk, ist dagegen eine direkte Instrumentierung unmöglich oder unpraktisch. Ein weiteres derartiges Beispiel ist ein rotierendes Hubschrauberblatt. Eine direkte Instrumentierung des Blatts mit lokal angeordneten Sensoren kann nur erreicht werden, indem eine ausgeklügelte Schleifringeinrichtung benutzt wird, die verschleißanfällig ist und daher häufig gewartet werden muß. Folglich wird ein Hubschrauber nur für Zwecke des anfänglichen Testens und Kalibrierens mit einem direkt am Blatt angebrachten Instrumentarium ausgestattet.
- Das U.S.-Patent Nr. 4,485,678 auf Fanuele offenbart ein Rotordiagnose- und -ausgleichssystem mit Schwingungs- und Rotationssensoren, welche mit einem Prozessor gekoppelt sind, der Ausgangssignale für das System bereitstellt. Der Prozessor ist in der Lage, ein Diagnoseausgangssignal zu erzeugen, welches den Ursprung der Schwingungen auf Grundlage vorher festgelegter Standards angibt, und bewirkt - wenn möglich - eine Trimm-Regulierung des Rotors. Ein Fachmann wird erkennen, daß bei dem '678-System eine Maximalamplitude des gesamten Sensorsignals und eine einfache Frequenzbereichsanalyse der Sensorsystemsignale genutzt wird.
- Das U.S.-Patent Nr. 4,764,882 auf Braschel et al. offenbart ein Verfahren zur Überwachung der Ermüdung von Konstruktionsbestandteilen beispielsweise eines Kernkraftwerks. Das Verfahren ist durch eine Mehrzahl von lokal an dem Teil (z.B. einer Speisewasserdüse) angeordneten Sensoren gekennzeichnet. Anhand der lokalen Temperaturverteilung und/oder der Temperatur-Zeit-Kurve berechnet das Verfahren entsprechende Temperaturkurven im Innenabschnitt der Düse. Bevor eine berechnete Spannungs-Temperatur-Kurve erzeugt werden kann, ist eine Anzahl von Vereinfachungen notwendig. Das '882-Verfahren setzt die direkte Erfassung zur Bestimmung von Parametergrößen ein.
- Das U.S.-Patent Nr. 4, 345,472 auf Hara et al. offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum digitalen Analysieren der dynamischen Asymmetrie eines rotierenden Körpers. Eine mechanische Schwingung eines rotierenden Testkörpers wird mit einer Mehrzahl lokal angeordneter Sensoren angepaßt. Die mechanische Schwingung wird in ein periodisches Signal übersetzt, welches einen kombinierten Vektor des nicht ausbalancierten rotierenden Körpers und des Mechanismus darstellt, der ihn dreht. Das '472-Verfahren teilt das Signal in zwei orthogonale Vektorkomponenten. Unbekannte Werte von vier Konstanten werden mittels eines Vorversuchs bestimmt, der drei aufeinanderfolgende Stufen aufweist, welche das Drehen des Testkörpers um einen gewählten Betrag aus einer der ersten Stufe zugeordneten Position, die Abtastung von digitalen Datensignalen und die Verlagerung des Testkörpers um einen vorbestimmten Betrag bezüglich dieser Position beinhalten. Ein Versuchstotgewicht bekannter Masse wird am Testkörper angebracht und dieser gedreht. In der dritten Stufe bearbeitet ein Computer die Daten und bestimmt die vier Konstanten nach Maßgabe eines Satzes von Gleichungen. Wiederum erfaßt die '472-Vorrichtung direkt ein Datensignal und verwendet das gesamte Datensignal.
- Das U.S.-Patent 4,758,964 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überwachung von Maschinenteilen, welche durch Sensoren gekennzeichnet sind, die direkt am Teil dessen natürliches charakteristisches Schwingungsverhalten im Betrieb messen und das gemessene Schwingungssignal mit Signalen vergleichen, welche für dieses Teil im Normalbetrieb bezeichnend sind. Sollte das Signal erheblich von dem für Normalbetrieb bezeichnenden Signal abweichen, ertönt ein Alarm. Zu beachten ist, daß die '964-Vorrichtung die direkte Erfassung einsetzt und das gesamte Signal verwendet.
- Es sind auch Techniken zur indirekten Messung von strukturellen Parametern belasteter mechanischer Teile untersucht worden. Bei diesen Techniken werden Sensoren fern von den belasteten Komponenten, die von Interesse sind, angeordnet. Bei einem Flugzeug beispielsweise kann eine Mehrzahl von Sensoren am Flugzeugrumpf angeordnet werden. Das an diesen Sensoren erhaltene Signal umfaßt eine auf die Belastung des Flugzeugrumpfs zurückzuführende Komponente ebenso wie eine die Belastung der Flugzeugflügel angebende Komponente. Unter Verwendung vorbestimmter Beziehungen könnte ein Prozessor die Dehnungs- bzw. Verformungsinformationen vom interessierenden Element ideal isolieren und diese Daten mit der Belastung des Elements korrelieren.
- Die Ermittlung der Signalkomponentenausgangsbelastungen ist bei Hubschrauberelementen inhärent schwieriger als für ein Flugzeug, da die auf die verschiedenen rotierenden Elemente einwirkenden Belastungen periodisch sind. Systeme, die versucht haben, strukturelle Parameter in rotierenden Elementen eines Hubschraubers, beispielsweise Blattdehnungen oder -momente, zu bestimmen, waren erfolglos, weil die erforderlichen mathematischen Berechnungen für zu komplex und die notwendigen Daten für unzureichend meßbar gehalten wurden.
- Ein Beispiel eines bekannten Systems mit Fernerfassung ist in dem im Gemeineigentum befindlichen U.S.-Patent Nr. 4,894,787 offenbart und beansprucht. Das '787-System ist durch eine Vorrichtung gekennzeichnet, die an dem festen System angebracht ist und Signale von einem rotierenden System erhält. Diese Signale werden an eine Mehrzahl von Fourier-Koeffizientendetektoren geliefert, um die jeweiligen Fourier-Koeffizienten hierfür zu ermitteln. Signale, welche diesen Koeffizienten entsprechen, werden mit im voraus bestimmten Korrelationskoeffizientensignalen kombiniert. Sinus- und Kosinus-Generatoren liefern Signale an Komponentensynthetisierer, welche außerdem die kombinierten Koeffizientenausgangssignale erhalten. Die Ausgabe derselben wird zu einem zeitabhängigen Signal aufsummiert, welches dem interessierenden Parameter entspricht, beispielsweise einem Biegemoment eines Hubschrauberblatts.
- Das '787-System ist durch die Notwendigkeit belastet, sowohl das erfaßte Signal in seine Fourier-Komponenten zu zerlegen als auch ein zeitabhängiges Signal unter Verwendung einer Vielzahl von Funktionsgeneratoren zu regenerieren. Diese Erfordernisse verhindern den Einsatz des '787-Systems in Echtzeit bei hohen Frequenzen und bringen eine unerwünschte Komplexität und unerwünschte Kosten mit sich. Es wäre vorteilhaft, ein System zur Fernüberwachung von Parametern zu haben, das vollständig in Echtzeit mit einem Minimum an Komponenten arbeiten würde. Die vorliegende Erfindung ist auf ein derartiges System gerichtet.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System bereitzustellen, das die Größe eines Parameters eines Elements vollständig in Echtzeit anhand von Signalen bestimmt, welche fern dieses Elements erfaßt werden.
- Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Verwendung bei der Erzeugung von Kalibrierungssignalen vorgesehen, bei dem aus einer ersten Gruppe von periodischen Signalen, welche an einem ersten Teil gemessen werden und einen Parameter des ersten Teils angeben, eine Verknüpfungsgruppe von Signalen erzeugt wird, welche der ersten Gruppe von periodischen Signalen eine zweite Gruppe von periodischen Signalen gleichsetzt, die - wie in einem zusammenwirkenden zweiten Teil gemessen - den Parameter des ersten Teils angeben, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch die Schritte:
- - Messen einer den Parameter des ersten Teils angebenden ersten Signalgruppe mittels Sensoren, welche unmittelbar an dem ersten Teil angeordnet sind, bei vorgewählten Phasen in jeder einer Mehrzahl von Signalperioden,
- - Messen einer zweiten Signalgruppe mittels Sensoren, welche unmittelbar an dem zweiten Teil angeordnet sind, bei den vorgewählten Phasen in jeder der Mehrzahl von Signalperioden, wobei die an dem zweiten Teil gemessene Signalgruppe Signale umfaßt, welche den Parameter des ersten Teils angeben,
- - Bilden einer Mehrzahl dem ersten Teil zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem ersten Teil zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem ersten Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- - Bilden einer Mehrzahl dem zweiten Teil zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem zweiten Teil zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- - wobei die dem ersten Teil und dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen ersten bzw. zweiten mathematischen Vektoren entsprechen, welche in einem Vektorraum liegen, wobei aus den dem ersten Teil und dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen mathematisch jeweils erste bzw. zweite Matrizen gebildet werden,
- - Berechnen aus den dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen im wesentlichen unabhängige Signaluntergruppen derselben, welche eine Mehrzahl von Signalelementen aufweisen, die den mathematischen Vektorraum im wesentlichen aufspannen, und
- - Erzeugen einer aufspannenden Verknüpfungssignalgruppe, welche einer mathematischen Pseudoinversen der dem ersten Teil zugeordneten Signalgruppe entspricht, mittels der im wesentlichen unabhängigen Signaluntergruppe.
- Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein System zur Bestimmung eines zeitabhängigen Signals, das einem Parameter in einem ersten Teil entspricht, vorgesehen, wobei das System umfaßt:
- - Mittel zum Messen einer zeitabhängigen periodischen Signalgruppe bei vorgewähiten Phasen derselben in jeder einer Mehrzahl von Signalperioden in einem mit dem ersten Teil zusammenwirkenden zweiten Teil, wobei die an dem zweiten Teil gemessene Signalgruppe Signale umfaßt, welche den Parameter des ersten Teils angeben, und
- - eine Steuereinheit,
- wobei die Steuereinheit umfaßt:
- - Mittel zum Bilden einer Mehrzahl dem zweiten Teil zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem zweiten Teil zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die gemessenen Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- - Korrelationsmittel zum Erzeugen einer den Parameter des ersten Teils angebenden Stgnalgruppe, welche die dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen mit vorbestimmten Kalibrierungskorrelationskoeffizienten kombiniert, wobei die Kalibrierungskorrelationskoeffizienten erzeugt werden, indem eine mathematische Pseudoinverse einer Signalgruppe, welche Koeffizienten von unmittelbar an dem ersten Teil gemessenen, dem Parameter des ersten Teils zugeordneten Signalen entspricht, mittels einer Signalgruppe berechnet wird, welche einer im wesentlichen unabhängigen Untergruppe von Signalen entspricht, die den Parameter des ersten Teils angeben und unmittelbar an dem zweiten Teil gemessen werden, wobei die dem ersten und dem zweiten Teil zugeordneten Koeffizientensignalgruppen ersten bzw. zweiten mathematischen Vektoren entsprechen, welche in einem Vektorraum liegen, wobei aus den Signalgruppen mathematisch jeweils erste bzw. zweite Matrizen gebildet werden, welche aus Elementen zusammengesetzt sind, die in Reihen und Spalten angeordneten Signalen derselben entsprechen, und
- - Mittel zum Erzeugen eines zeitabhängigen Signals, welches den Parameter des ersten Teils angibt, aus dem gemessenen periodischen Signal und der berechneten, dem Parameter des ersten Teils zugeordneten Signalgruppe.
- Figur 1 ist eine vereinfachte Schemaansicht, welche einen Teil eines erfindungsgemäß vorgesehenen Lastüberwachungs- und -aufzeichnungssystems darstellt, welches zur Anwendung bei einem Hubschrauber ausgeführt ist.
- Figur 2 ist eine diagrammartige Darstellung eines vom System der Figur 1 während der Systemkalibrierung ausgeführten Algorithmus.
- Figur 3 ist eine vereinfachte diagrammartige Darstellung eines vom System der Figur 1 während des Betriebs ausgeführten Algorithmus.
- Figur 4 stellt gemessene Blattbiegemomente senkrecht zu einem Hubschrauberblatt im Vergleich zu Blattbiegemomenten dar, welche von dem System der Figur 1 berechnet wurden.
- Figur 5 stellt gemessene Nabenbiegemomente im Vergleich zu Nabenbiegemomenten dar, welche von dem System der Figur 1 berechnet wurden.
- Bezugnehmend nunmehr auf Figur 1 ist dort ein Teil eines erfindungsgemäß vorgesehenen automatischen Echtzeit-Lastüberwachungssystems 10 dargestellt, welches zur Verwendung an einem Hubschrauber 11 ausgeführt ist. Für die rotierenden mechanischen Systeme des Hubschraubers ist es meistens physikalisch nicht möglich oder erwünscht, Parameterdaten lokal zu erhalten, beispielsweise indem Spannungs-Dehnungs-Messer an einem rotierenden Hubschrauberblatt angebracht werden, um Blattbiegemomente parallel zum Blatt zu bestimmen. Das System der Figur 1 bestimmt einen gewünschten Parameter (d.h. die Belastung) mittels indirekter Messungen, welche fern von den rotierenden Komponenten vorgenommen werden. Der Vorgang der Bestimmung physikalischer Parameter eines dynamischen Elements aus nur wenigen punktuellen betriebsmäßigen Messungen wurde "holometrischer" Prozeß genannt, aus dem Griechischen "holos" (das Ganze) und "metricus" (messen).
- Als Beispiel weist der im Phantom gezeigte Hubschrauber 11 rotierende Blätter 12, 13, 14 und 16 auf, welche durch Rotorblattbiegedehnungen oder -belastungen charakterisiert sind, die aus entsprechenden Rotorblattbiegemomenten resultieren. Diese Momente werden anhand von Dehnungen bestimmt, die an einem Rumpf 18 gemessen werden. Eine Nabe 19 erfährt ähnliche Biegemomente. Eine Steuereinheit 20 empfängt eine Mehrzahl analoger Eingangsdatensignale auf Leitungen 22, welche von einer entsprechenden Mehrzahl von Überwachungsaufnehmern ausgehen, die schematisch bei 24 angedeutet sind und am Rumpf oder dem "festen" System des Hubschraubers angeordnet sind. Vorteilhaft ist es, wenn die Aufnehmer oder Sensoren in dem festen System Dehnungsmesser oder ähnliche Instrumente sind. Diese Aufnehmer sind vorzugsweise längs Belastungpfaden an der Zelle des Fluggeräts (dem Rumpf) angeordnet.
- Während des Flugs erfahren die Rotorblätter des Hubschraubers Dehnungs- oder Biegemomente an verschiedenen Stellen oder Positionen, welche sich mit dem Flugzustand ändern. Solche Flugzustände würden beispielsweise eine hohe g-Last beim Abfangen eines Sturzflugs, eine g-Last kleiner als Schwerkraft zu Beginn eines Sturzflugs, Schweben oder Hochgeschwindigkeitsfliegen umfassen. In jedem Flugzustand oder -manöver unterscheiden sich die Bewegungen der Rotorblätter von den Bewegungen in anderen Flugzuständen oder -manövern sowohl größen- als auch phasenmäßig in sehr deutlicher Weise. Daher kann für jeden Flugzustand oder jedes Manöver eine Beziehung zwischen den von den Überwachungsorganen (Sensoren) gemessenen Dehnungen und dem entsprechenden Dehnungsoder Biegemoment im Rotor, der Nabe oder einem anderen rotierenden Element von Interesse bestimmt werden.
- Die lineare Beziehung der Überwachungssignale des festen Systems oder Rumpfsystems zu den Signalen der Dehnung im rotierenden System kann unter Verwendung der weithin etablierten Verallgemeinerten Moore-Penrose-Inversen gefunden werden, wenn und nur wenn die Matrix der Überwachungssignale gegenüber den Flugzuständen, von der die Verallgemeinerte Moore-Penrose-Inverse zu nehmen ist, hinsichtlich der informationellen Verläßlichkeit der gemessenen Sensorsignale konditioniert ist. Der nachfolgend beschriebene Vorgang der Bestimmung dieser Informationsmatrixkonditionierung ist kritisch und wurde im obengenannten U.S.-Patent Nr. 4,894,787 im einzelnen ausgeführt.
- Zusammengefaßt kann eine Gleichung aufgestellt werden, um die Beziehung zwischen den in dem rotierenden System gemessenen Signalen und denen im festen System zu beschreiben:
- [R] = [K] [C] + [E] (1)
- wobei R eine Matrix von Koeffizienten ist, die aus den rotierenden Signalen erzeugt werden, K die Matrix von Koeffizienten ist, welche aus den Signalen des festen Systems abgeleitet werden, C die Verknüpfungsmatrix ist und E die Matrix von Fehlern oder Residuen ist. Gleichung 1 stellt fest, daß die Matrizen ein lineares System bilden, welches mathematisch als in einem linearen Vektorraum liegend angesehen werden kann.
- Die Matrizen K und C sind beide aus entsprechenden reduzierten Matrizen K&sub0; und C&sub0; aufgebaut, welche den Vektorraum mathematisch aufspannen und welche aus J informationsmäßig unabhängigen Spalten der Matrix K und J Reihen der Matrix C bestehen. Mit anderen Worten sind K&sub0; und C&sub0; Untergruppen von K und C, derart, daß lineare Kombinationen von K&sub0;, C&sub0; existieren, welche alle Elemente von R mit einer minimalen Euklid'schen Fehlernorm erzeugen können. Daher werden nur die reduzierten Matrizen benötigt, um eine Korrelation zwischen R und K herzustellen. Zu beachten ist außerdem, daß es lediglich die Identifizierung des Informationsgehalts der Matrix K&sub0; ist, die eine konsistente analytische Lösung erlaubt. Das Verfahren, um zu diesen reduzierten Matrizen zu gelangen, wird Jones-Euklid-Grenzlängen-Orthogonal isierungsprozeß (JELLO) genannt und ist in dem obengenannten '787-Patent im einzelnen ausgeführt.
- Wie in der Beschreibung des '787-Patents angemerkt, existiert eine Gruppe von Konstanten, die verwendet werden können, um Signale, die Parameter angeben, beispielsweise ein Biegemoment im ersten Teil senkrecht zu diesem, in Beziehung zu Signalen zu setzen, welche in dem zweiten Teil gemessen werden, d.h. Schwingungssignale. Diese Signale sind ungeachtet der speziellen Umstände, d.h. des Flugzustands des Hubschraubers oder des Leistungsgrads eines arbeitenden Strahltriebwerks, konstant. Der Stand der Technik nahm an, daß dies nicht der Fall ist, daß jede derartige verknüpfende Signalgruppe - wenn überhaupt existent - zeitveränderlich ist und eine Simulation eine Vielzahl von Mikroprozessorprogrammen erfordern würde.
- Es ist unumgänglich, daß für jede zu findende verknüpfende Signalgruppe zunächst eine im wesentlichen unabhängige Signaluntergruppe aufgestellt werden muß. Der Stand der Technik geht davon aus, daß keine ausreichenden Informationen vorlagen, um die Beziehung zwischen den in einem ersten Teil gemessenen Signalen und den in einem zweiten Teil gemessenen Signalen adäquat festzulegen. Eine derartige Beziehung kann selbst dann aufgestellt werden, wenn keine perfekte oder vollständige mathematische Unabhängigkeit gefunden werden kann.
- Bestimmte Aspekte des JELLO-Prozesses können anhand des folgenden Beispiels verstanden werden. In Tabelle 1 ist eine Folge von Zahlen dargestellt, die beispielsweise den Werten der Fourier-Koeffizienten für eine Mehrzahl von Sensoren entsprechen können, welche an dem "festen" System oder einem Teil dieses Systems angeordnet sind. Die Sensoren sind an Röhren angeordnet, welche die Hubschraubernabe mit dem Hauptteil des Hubschrauberrumpfs positionieren.
- In Tabelle 1 entsprechen die Elemente in jeder Spalte den Koeffizienten von einem gegebenen Sensor des festen Systems, während jede Reihe einem anderen Flugzustand entspricht (z.B. Geradeausfliegen auf gleichbleibender Höhe mit 40 Knoten). Im allgemeinen können diese Koeffizienten als eine M x N Matrix K bildend angesehen werden, wobei die Matrix R, wie unten angegeben, den Fourier-Koeffizienten für das Blattbiegemoment für ein bestimmtes rotierendes Hubschrauberblatt bei diesen gegebenen Flugzuständen entspricht. Tabelle 1 Sensor des festen Systems Flugfall
- Der Wert, den die Matrix R tatsächlich enthält, kann zunächst aus einer direkten Messung erhalten werden:
- R = 29 8 6 10 27 20 (2)
- Zur Berechnung von R aus indirekten Messungen wird eine Matrix C gesucht, derart daß:
- [K] {C} = {R} + {Fehler} (3)
- mit einem minimalen Wert für:
- {Fehler} T {Fehler}
- Im allgemeinen existiert kein C derart, daß die {Fehler}- Matrix Null ist. Die Matrix C wird für eine nichtquadratische Matrix unter Anwendung der bekannten Methode zur Pseudoinversenberechnung berechnet:
- {C} = [ [K]T [K] ]&supmin;¹ [K]T [ {R} + {Fehler} ] (4)
- was die folgende Matrix ergibt:
- {C} = -3,7 0,22 -1,7 820 -812 (5)
- dann:
- [K] {C} = {R} + {Fehler} = 17 17 -2,9 14 26 20 (6)
- Zu beachten ist, daß ein Vergleich der Werte in Gleichung 2 und 6 eine gute, wenn auch nicht exakte Annäherung darstellt; mit anderen Worten wird der berechnete Wert mit einem minimalen mittleren quadratischen Fehler gebildet.
- Es ist obligatorisch, daß die Stabilität oder "Robustheit" der Beziehung geprüft wird, indem bei jeder in dem festen System vorgenommenen Messung ein zufälliger Fehler (10 %) angenommen wird. Fehler dieser Art und mindestens dieser Größe müssen berücksichtigt werden, da dies für die wirklichen Meßfehler und Flugzustände repräsentativ ist. Die Matrix [KE] setzt sich aus den Elementen von [K] mit einem zufälligen Fehler von 10 % zusammen und ist:
- Die neue Matrix KE wird mit der Verknüpfungsmatrix C multipliziert, was ergibt:
- [KE] {C} = {RE} = -33 192 -350 850 710 490 (7)
- Tabelle 2 zeigt einen Vergleich der Elementgrößen dieser verschiedenen [R]-Matrizen. Tabelle 2 Tatsächlich {R} {R} Beste Annäherung {RE} Annahme eines zufälligen Eingangsfehlers von 10 %
- Tabelle 2 vergleicht die Koeffizienten des Randbiegemoments senkrecht zum Blatt, wie sie nach den drei Methoden gefunden wurden Der Vergleich zwischen den Koeffizenten der besten Annäherung und den Koeffizienten von zeigt einen erheblichen Unterschied in den Werten der Elemente in der Matrix, die nur mit einem kleinen Fehler behaftet sind. Die Größe dieses Fehlers zeigt deutlich an, daß die einfache Lösung durch Anwendung der Methode der Pseudoinversen ein sehr instabile Lösung vorsieht. Man sagt, der Beziehung fehlt die "Robustheit".
- Dieses Fehlen der "Robustheit" hat alle Versuche gekennzeichnet, einen Parameter, beispielsweise Blattbiegemomente in einem Hubschrauberblatt, indirekt zu messen und hat jegliche Anwendung der Indirekt- oder Fernerfassung verhindert. Es kann jedoch mit dem JELLO-Verfahren des '787-Patents eine reduzierte Matrix gefunden werden, die aus Elementen zusammengesetzt ist, welche im wesentlichen unabhängig sind. Bei dem vorliegenden Beispiel ist die Schwelle des "Unabhängigkeitswinkels" zu 2,85 Grad gewählt.
- Eine Berechnung der reduzierten Matrix [K&sub0;] wird auf die in der vorliegenden Spezifikation im einzelnen ausgeführte Weise, genannt "JELLO"-Prozeß, vorgenommen und ergibt: [K&sub0;] = Jello [K]
- Zu beachten ist, daß die letzte Spalte von [K] nicht beibehalten worden ist; sie ist aus Elementen zusammengesetzt, welche sehr ähnlich der vierten Spalte sind, und ist nicht "unabhängig" genug, um die Schwelle von 2,85 Grad zu passieren. Die Matrix [K0E] setzt sich aus Elementen mit einem zufälligen Fehler von 10 % zusammen und ist:
- Eine Berechnung der reduzierten Verknüpfungsmatrix [C&sub0;] erfolgt nach der Methode der Pseudoinversen und ist wie folgt:
- {C&sub0;}= [ [K&sub0;] T [K&sub0;]&supmin;¹ [K&sub0;] T [{R&sub0; + Fehler}] = = -3,8 -0,27 0,82 5,2 (10)
- und
- [K&sub0;] {C&sub0;} [{R&sub0; + Fehler}] = 13 10 -,55 11 32 18 (11)
- Zur Bestimmung, ob die vorliegende Erfindung ein stärkeres Vermögen oder eine verbesserte "Robustheit" aufweist, können wir die reduzierte Matrix verwenden, um die Koeffizienten wie folgt zu berechnen:
- [K0E] {C&sub0;} = {R0E} = 13 12 -7,7 18 31 20 (12)
- Ein Vergleich zwischen Koeffizienten, die unter Verwendung der reduzierten Matrix und mit einer einfachen Pseudoinversen-Methode berechnet wurden, ergibt: Tabelle 3 {R} Beste Annäherung {RE} 10 % Zufall
- Mit dem JELLO-Prozeß dagegen: Tabelle 4 Beste Annäherung
- Die obige Berechnung zeigt klar, daß die wilden Schwankungen des Ausgangssignals, die als Folge kleiner (ungefähr 10 %iger) Änderungen des Eingangssignals hervorgerufen werden, beseitigt werden können; letztlich ermöglicht sie überhaupt die Verwendung fernerfaßter Daten. Aus dem obigen Beispiel wird klar, daß die im Stand der Technik offenbarten Systeme, beispielsweise das '678-System, bei der Fernerfassung von keinem Nutzen sind, da sie (1) eine maximale Amplitude des gesamten Sensorsignals verwenden oder (2) eine einfache Frequenzbereichsanalyse der Sensorsignale mit sich bringen. Ein Fachmann wird erkennen, daß die Eliminierung redundanter, mathematischer abhängiger Signale notwendig ist, da diese Signale inhärent destabilisierend sind. Außerdem kann eine strenge mathematische Definition von "Unabhängigkeit" gelockert werden und sich dennoch eine funktionsfähige Einrichtung ergeben
- Das obige Beispiel zeit die Nützlichkeit des JELLO-Prozesses zur Verwendung bei Fernerfassungssystemen, beispielsweise dem '787-System, die die konstanten Koeffizienten für die reduzierten Matrizen C&sub0;, K&sub0; mittels Fourier-Zerlegung oder einer anderen analytischen Zerlegung der zeitabhängigen Signale erzeugen. Als Folge muß das den gewünschten fernen Parameter bezeichnende zeitabhängige Signal unter Verwendung von Wellenformsynthetisierern und dgl. erzeugt werden, was die Erzeugung des gewünschten Femparametersignals in einem von "Prozessor"-Beschränkungen bereinigten Frequenzbereich vollständig in Echtzeit verhindert.
- Der vorliegende Erfinder hat jedoch als Erster bemerkt, daß der JELLO-Prozeß bei einem Fernerfassungssystem ohne den im '787-Patent offenbarten Vorgang der Signalzerlegung/wiedergewinnung verwendet werden kann. Dies bezeichnet einen wichtigen ersten Abweichungspunkt der vorliegenden Erfindung gegenüber dem Stand der Technik.
- Allgemein kann ein zeitveränderliches periodisches Signal q(t) über jede Periode abgetastet und als Matrix von Termen ausgedrückt werden:
- wobei die Zahl der Spalten (J) der Zahl der Abtastungen in einer Periode tj entspricht und die Zahl der Reihen (M) der Zahl abgetasteter Perioden entspricht. Für das System 10 der Figur 1 würde die Periode der Dauer einer Hubschrauberblattumdrehung entsprechen. Da die Signale periodisch sind, entspricht jede Abtastung einer bestimmten Phase in einer einzigen Periode. Beispielsweise würde die erste Datenabtastung in einem 10 mal pro Periode abgetasteten Signal bei einer Phase liegen, die gleich 36 Grad ist, die zweite Abtastung bei einer Phase, die gleich 72 Grad ist, usw.
- Bei gegebenem System 10 befinden sich 8 Sensoren (allgemein I Sensoren) am Rumpf (festes System); daher gibt es 8 gemessene Signale q,(t) bis q&sub8;(t), von denen jedes "j" mal in "m" Blattumdrehungen abgetastet wird. Diese Signale können wieder ausgedrückt werden als:
- genannt Signalphasenmatrizen. Es gibt eine Matrix T für jede der Abtastphasen T&sub1; bis Tj Die Matrix T für die bevorzugte Ausführungsform mit 8 Sensoren ist:
- Die Signalphasenmatrizen stellen jeweils die Signalwerte der Sensoren für die "J" konstanten Phasenorte, gemessen in fundamentalen Signalperioden, dar. Für jede Phase j wird die folgende Gleichung für die "I" Phasensignalkoeffizienten cj gelöst.
- [Tj] Cj = q&sub1;(8j) = B (16)
- Die Matrix T wird auf ihre maximal unabhängige Form
- [T&sub0;]j (17)
- mittels des oben im einzelnen ausgeführten JELLO-Prozesses reduziert; gelöst bei jedem j für
- Cj &sub0; = (TT&sub0;T&sub0;)&supmin;¹ (TT&sub0;) B (18)
- ergibt sich C&sub0;, die zeitinvariante Koeffizientenmatrix über M Fundamentalperioden. Diese Beziehung kann in anderer Form ausgedrückt werden:
- q1(tj,tj + tj,tj + 2tj,...) = [T&sub0;] (tj,tj + tj,tj + 2tj,...) Cj (19)
- oder äquivalent:
- Die komplette Matrix C wird dann berechnet und kann vom System 10 im Betrieb verwendet werden. Zu beachten ist wiederum, daß die obigen Gleichungen eine Beziehung für eine bestimmte Gruppe von Flugzuständen herstellen. Äquivalente Gleichungen können für das System der Figur 1 für andere, größere Gruppen von Flugzuständen bis hin zur gesamten sicherheitsbedingten Fliegbarkeitsgrenze oder für das mathematische Äquivalent von Flugzuständen aufgestellt werden, wenn die vorliegende Erfindung zum Einsatz bei anderen Applikationen ausgeführt ist.
- Bezugnehmend wiederum auf Figur 1 werden die Sensorsignale auf der Leitung 22 nach Durchlaufen der Signalkonditionierungsschaltung 26 an die Steuereinheit 20 geliefert. Die Sensorsignale werden voneiner Signalabtastvorrichtung 28 eine gewählte Zahl mal pro Umdrehung abgetastet, typischerweise einige hundert oder tausend mal. Zum Zwecke einer klaren Darstellung ist jedoch nur eine Phase für 8 Belastungspfade gezeigt. Eine Phasenverriegelungsschaltung 30 erzeugt ein Signal einmal pro Blattumdrehung und liefert dieses Signal an die Vorrichtung 28, um sicherzustellen, daß die abgetasteten Signale jeweils exakte Phasen in jeder Umdrehung haben.
- Das System 10 umfaßt ferner ein Koeffizientenprogrammiermodul 32, welches alle durch den oben erwähnten Kalibrierungsprozeß erzeugten Signalkoeffizienten enthält. Das Modul 32 empfängt die Sensorsignale der Phase nach und multipliziert diese Signale mit Signalen, welche den Korrelationskoeffizienten entsprechen. Das Produkt hiervon wird an einen Summationsmechanismus 34 geliefert, welcher auf einer Leitung 36 das gewünschte zeit- und phasenabhängige Parametersignal B(θ) ausgibt, beispielsweise Blattbiegemomente senkrecht zum Blatt oder Nabenbiegemomente.
- Ein Kalibrierungsalgorithmus 39, der von der vorliegenden Erfindung bei der Erzeugung der Koeffizientensignale ausgeführt wird, ist in Figur 2 gezeigt. Zunächst werden Daten von Sensoren sowohl am rotierenden Hubschrauberblatt als auch am festen Rumpf registriert (Blöcke 42, 44). Die dem festen System zugeordnete reduzierte Signalmatrix wird unter Verwendung des JELLO-Prozesses berechnet (Block 46). Die dem festen System zugeordnete reduzierte Signalmatrix K&sub0; wird zur Berechnung der reduzierten Verknüpfungsmatrix C&sub0; in Block 48 verwendet.
- Figur 3 zeigt diagrammartig den Betrieb des Systems 10 der Figur 1. In Block 52 liefern die Sensoren im festen System Signale an die Steuereinheit. Jede Blattumdrehung (Block 56) werden diese Signale eine gewählte Zahl mal bei vorgewählten Phasen abgetastet (Block 54). In Block 58 erfolgt ein Reset der Phasenkorrelationskoeffizienten seitens des Systems. Signale bei jeder Phase werden mit dem entsprechenden Phasenkorrelationskoeffizienten multipliziert (Block 60). Die korrelierten Signale werden kombiniert (Block 62) und ein zeitabhängiges Ausgangsparametersignal in Block 64 bereitgestellt.
- Figur 4 stellt die von dem System der Figur 1 erhaltenen Resultate bei Anwendung auf Flugdaten dar, welche während eines Hubschraubermanövers bei annähernd 29 genommen wurden. Die Kurve 37 entspricht einem Blattbiegemoment senkrecht zum Blatt, wie es unmittelbar von Sensoren am Hubschrauberblatt gemessen wurde, während die Kurve 38 dem gleichen Parameter, gemessen vom System 10, entspricht. Beide Kurven sind aus Daten aufgebaut, welche über 6 Blattumdrehungen hinweg mit 600 Datenpunkten gesammelt wurden (eine Abtastung pro 3,6º). Figur 5 stellt die Ergebnisse für ein vom System der Figur 1 aus den gleichen Flugdaten erhaltenes Nabenbiegemoment dar. Die Kurve 40 entspricht dem Nabenbiegemoment, wie es direkt von Sensoren an der Hubschraubernabe gemessen wurde, während die Kurve 41 dem gleichen Parameter, gemessen vom System 10, entspricht.
- Obwohl die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform gezeigt und beschrieben wurde, sollte es für einen Fachmann gleichermaßen verständlich sein, daß verschiedene weitere Änderungen, Weglassungen und Hinzufügungen an der Erfindung vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Claims (21)
1. Verfahren zur Verwendung bei der Erzeugung von
Kalibrierungssignalen, bei dem aus einer ersten Gruppe von
periodischen Signalen, welche an einem ersten Teil (12)
gemessen werden und einen Parameter des ersten Teils
angeben, eine Verknüpfungsgruppe von Signalen erzeugt
wird, welche der ersten Gruppe von periodischen
Signalen eine zweite Gruppe von periodischen Signalen
gleichsetzt, die - wie in einem zusammenwirkenden
zweiten Teil (18) gemessen - den Parameter des ersten Teils
angeben, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch
die Schritte:
- Messen einer den Parameter des ersten Teils
angebenden ersten Signalgruppe mittels Sensoren, welche
unmittelbar an dem ersten Teil (12) angeordnet sind,
bei vorgewählten Phasen in jeder einer Mehrzahl von
Signalperioden,
- Messen einer zweiten Signalgruppe mittels Sensoren
(24), welche unmittelbar an dem zweiten Teil angeordnet
sind, bei den vorgewählten Phasen in jeder der Mehrzahl
von Signalperioden, wobei die an dem zweiten Teil
gemessene Signalgruppe Signale umfaßt, welche den
Parameter des ersten Teils angeben,
- Bilden einer Mehrzahl dem ersten Teil zugeordneter
Signaluntergruppen aus der dem ersten Teil zugeordneten
Signalgruppe derart, daß die dem ersten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die Signale bei
jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- Bilden einer Mehrzahl dem zweiten Teil
zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem zweiten Teil
zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die Signale bei
jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- wobei die dem ersten Teil und dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen ersten bzw. zweiten
mathematischen Vektoren entsprechen, welche in einem
Vektorraum liegen, wobei aus den dem ersten Teil und
dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen
mathematisch jeweils erste bzw. zweite Matrizen gebildet
werden,
- Berechnen aus den dem zweiten Teil zugeordneten
Signaluntergruppen im wesentlichen unabhängige
Signaluntergruppen derselben, welche eine Mehrzahl von
Signalelementen aufweisen, die den mathematischen
Vektorraum im wesentlichen aufspannen, und
- Erzeugen einer aufspannenden
Verknüpfungssignalgruppe, welche einer mathematischen Pseudoinversen der
dem ersten Teil zugeordneten Signalgruppe entspricht,
mittels der im wesentlichen unabhängigen
Signaluntergruppe.
2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch
die Schritte: Erzeugen einer vollständigen
Verknüpfungssignalgruppe aus der Verknüpfungssignalgruppe und
den dem ersten Teil und dem zweiten Teil zugeordneten
Signalgruppen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß sich das erste Teil (12) relativ zu dem
zweiten Teil (18) dreht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß die dem ersten Teil zugeordnete Signalgruppe
ferner eine Mehrzahl von Signaluntergruppen umfaßt,
welche den Parameter des ersten Teils für eine
entsprechende Mehrzahl von Plugzuständen angeben, und daß die
Verknüpfungssignalgruppe und die dem zweiten Teil
zugeordnete Signalgruppe ferner Signaluntergruppen von
entsprechenden Flugzuständen umfassen.
5. Verfahren nach Anspruch 1, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß der Berechnungsschritt Berechnungsschritte
nach Maßgabe eines
Jones-Euklid-Grenzlängen-Orthogonalisierungsalgorithmus umfaßt, der für jede dem zweiten
Teil zugeordnete Signaluntergruppe die Schritte umfaßt,
daß eine erste Spalte von Elementen der dem zweiten
Teil zugeordneten Signaluntergruppe als mathematisch
unabhängig und die unabhängige Signaluntergruppe
enthaltend angenommen wird, jedes Element in
aufeinanderfolgenden Spalten der dem zweiten Teil zugeordneten
Signalgruppe mit der mathematisch unabhängigen
Signalspalte verglichen wird und die dem zweiten Teil
zugeordnete unabhängige Signaluntergruppe mit Elementen der
aufeinanderfolgenden Spalten ergänzt wird, welche als
im wesentlichen mathematisch unabhängig von der
unabhängigen Signaluntergruppe bestimmt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der
Berechnungsschritt ferner gekennzeichnet ist durch die Schritte:
Vergleichen jedes der dem zweiten Teil zugeordneten
Signaluntergruppenelemente mit einem vorgewählten
Schwellenwert, welcher eine wesentliche mathematische
Unabhängigkeit angibt, und Einfügen des Elements in die
im wesentlichen unabhängige, dem zweiten Teil
zugeordnete Signaluntergruppe nur dann, wenn der Schwellenwert
wenigstens so groß wie das Element ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem der
Vergleichsschritt ferner durch die Schritte gekennzeichnet ist:
Berechnen eines mathematischen Skalarprodukts des dem
zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppenelements
und der im wesentlichen unabhängigen Signaluntergruppe.
8. Verfahren nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch
die Schritte: Erzeugen eines Steuersignals, welches den
Beginn einer nächsten der Perioden angibt, und
Phasensynchronisieren des Abtastens der ersten und zweiten
Mittel zum Messen.
9. Vorrichtung (10) zur Verwendung bei der Erzeugung von
Kalibrierungssignalen, bei der aus einer ersten Gruppe
von periodischen Signalen, welche an einem ersten Teil
(12) gemessen werden und einen Parameter des ersten
Teils angeben, eine verknüpfungsgruppe von Signalen
erzeugt wird, welche der ersten Gruppe von periodischen
Signalen eine zweite Gruppe von periodischen Signalen
gleichsetzt, die - wie in einem zusammenwirkenden
zweiten Teil (18) gemessen - den Parameter des ersten Teils
angeben, wobei die Vorrichtung (10) umfaßt:
- Mittel zum Messen einer den Parameter des ersten
Teils angebenden ersten Signalgruppe mittels Sensoren,
welche an dem ersten Teil (12) angeordnet sind, bei
vorgewählten Phasen in jeder einer Mehrzahl von
Signalperioden,
- Mittel (28) zum Messen einer zweiten Signalgruppe
mittels Sensoren (24), welche an dem zweiten Teil (18)
angeordnet sind, bei den vorgewählten Phasen in jeder
der Mehrzahl von Signalperioden, wobei die an dem
zweiten Teil gemessene Signalgruppe Signale umfaßt, welche
den Parameter des ersten Teils angeben,
wobei die Vorrichtung gekennzeichnet ist durch:
- Mittel zum Bilden einer Mehrzahl dem ersten Teil
zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem ersten Teil
zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem ersten
Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die
Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- Mittel zum Bilden einer Mehrzahl dem zweiten Teil
zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem zweiten
Teil zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem
zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils
die Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- wobei die dem ersten Teil und dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen ersten bzw. zweiten
mathematischen Vektoren entsprechen, welche in einem
Vektorraum liegen, wobei aus den dem ersten Teil und
dem zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen
mathematisch jeweils erste bzw. zweite Matrizen gebildet
werden,
- Mittel (32), um aus den dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen im wesentlichen unabhängige
Signaluntergruppen derselben mit einer Mehrzahl von
Signalelementen zu berechnen, welche den mathematischen
Vektorraum im wesentlichen aufspannen, und
- Mittel (34) zum Erzeugen einer aufspannenden
Verknüpfungssignalgruppe, welche einer mathematischen
Pseudoinversen der dem ersten Teil zugeordneten
Signalgruppe entspricht, mittels der im wesentlichen
unabhängigen Signaluntergruppe.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß sich das erste Teil (12) relativ zu dem
zweiten Teil (18) dreht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Teil (12) relativ zu dem
zweiten Teil (18) Schwingungen ausführt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß die dem ersten Teil zugeordnete
Signalgruppe ferner eine Mehrzahl von Signaluntergruppen
umfaßt, welche den Parameter des ersten Teils für eine
entsprechende Mehrzahl von Flugzuständen angeben, und
daß die Verknüpfungscjruppe und die dem zweiten Teil
zugeordnete Signalgnippe ferner Signaluntergruppen von
entsprechenden Flugzuständen umfassen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, ferner dadurch
gekennzeichnet, daß die Berechnungsmittel (32) die
unabhängige Signaluntergruppe nach Maßgabe eines Jones-Euklid-
Grenzlängen-Orthogonalisierungsalgorithmus bestimmen
und Mittel umfassen, um eine erste Spalte der dem
zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppe als
mathematisch unabhängig und die unabhängige Signaluntergruppe
enthaltend anzunehmen, ferner Mittel umfassen, um jedes
Element in aufeinanderfolgenden Spalten der dem zweiten
Teil zugeordneten Signaluntergruppe mit der
mathematisch unabhängigen Signalspalte zu vergleichen, sowie
Mittel umfassen, um die unabhängige Signaluntergruppe
mit Elementen der aufeinanderfolgenden Spalten zu
ergänzen, welche als im wesentlichen mathematisch
unabhängig von der unabhängigen Signaluntergruppe bestimmt
werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, ferner gekennzeichnet
durch einen Vergleicher, um jeden Wert von dem zweiten
Teil zugeordneten Signaluntergruppenelementen mit einem
vorgewählten Schwellenwert zu vergleichen, welcher eine
wesentliche mathematische Unabhängigkeit angibt, und um
das Element in die im wesentlichen unabhängige
Signaluntergruppe nur dann einzufügen, wenn der Schwellenwert
wenigstens so groß wie das Element ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 9, ferner gekennzeichnet
durch eine die periodischen Signale empfangende
Steuersignalschaltung (30) zum Erzeugen eines Steuersignals,
welches den Beginn einer nächsten der Perioden angibt,
und durch Mittel zum Phasensynchronisieren des
Abtastens der ersten und zweiten Meßmittel.
16 Vorrichtung nach Anspruch 15, bei der die Mittel zum
Phasensynchronisieren ferner durch Mittel zum
Bereitstellen eines Signals gekennzeichnet sind, welches die
Drehung des Rotors eines Hubschraubers angibt.
17. System (10) zur Bestimmung eines zeitabhängigen Signals
(41), das einem Parameter in einem ersten Teil (12)
entspricht, wobei das System umfaßt:
Mittel (24) zum Messen einer zeitabhängigen
periodischen Signalgruppe bei vorgewählten Phasen derselben
in jeder einer Mehrzahl von Signalperioden in einem mit
dem ersten Teil (12) zusammenwirkenden zweiten Teil
(18), wobei die an dem zweiten Teil gemessene
Signalgruppe Signale umfaßt, welche den Parameter des ersten
Teils angeben, und
- eine Steuereinheit (20)
wobei die Steuereinheit (20) umfaßt:
- Mittel (28) zum Bilden einer Mehrzahl dem zweiten
Teil zugeordneter Signa luntergruppen aus der dem
zweiten Teil zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem
zweiten Teil zugeordneten Signaluntergruppen jeweils
die gemessenen Signale bei jeweiligen der Signalphasen
enthalten,
- Korrelationsmittel (32) zum Erzeugen einer den
Parameter des ersten Teils angebenden Signalgruppe,
welche die dem zweiten Teil zugeordneten
Signaluntergruppen mit vorbestimmten
Kalibrierungskorrelationskoeffizienten kombiniert, wobei die
Kalibrierungskorrelationskoeffizienten erzeugt werden, indem eine
mathematische Pseudoinverse einer Signalgruppe, welche
Koeffizienten von unmittelbar an dem ersten Teil (12)
gemessenen, dem Parameter des ersten Teils zugeordneten
Signalen entspricht, mittels einer Signalgruppe berechnet
wird, welche einer in wesentlichen unabhängigen
Untergruppe von Signalen entspricht, die den Parameter des
ersten Teils angeben und unmittelbar an dem zweiten
Teil (18) gemessen werden, wobei die dem ersten und dem
zweiten Teil zugeordneten Koeffi zientensignalgruppen
ersten bzw. zweiten mathematischen Vektoren
entsprechen, welche in einem Vektorraum liegen, wobei aus den
Signalgruppen mathematisch jeweils erste bzw. zweite
Matrizen gebildet werden, welche aus Elementen
zusammengesetzt
sind, die in Reihen und Spalten angeordneten
Signalen derselben entsprechen, und
- Mittel (34) zum Erzeugen eines zeitabhängigen
Signals, welches den Parameter des ersten Teils angibt,
aus dem gemessenen periodischen Signal und der
berechneten, dem Parameter des ersten Teils zugeordneten
Signalgruppe.
18. System nach Anspruch 17, ferner gekennzeichnet durch
eine die periodischen Signale empfangende
Steuerschaltung (30) zum Erzeugen eines Steuersignals, welches den
Beginn einer nächsten der Perioden angibt, und durch
Mittel (28) züm Phasensynchronisieren des Abtastens der
ersten und zweiten Mittel zum unmittelbaren Messen.
19. System nach Anspruch 17, bei dem die Korrelationsmittel
(32) ferner durch eine Vorrichtung zum Bestimmen der
Korrelationskoeffizienten gekennzeichnet sind,
umfassend Mittel zum Messen einer Signalgruppe, die den
Parameter des ersten Teils angeben, Mittel zum Messen
einer Signalgruppe an dem zweiten Teil einschließlich
solcher Signale, die einen entsprechenden
Bestimmungsparameter angeben, Mittel, um aus der ersten gemessenen
Signalgruppe eine mathematisch unabhängige
Signaluntergruppe derselben zu berechnen, sowie Mittel, um aus der
unabhängigen Signaluntergruppe Signale zu erzeugen,
welche das dem Parameter des ersten Teils zugeordnete
Signal und die entsprechenden Parametersignalgruppen
korrelieren.
20. Verfahren zur Verwendung bei der Bestimmung von Werten
eines physikalischen Parameters in einem ersten Teil
(12), gekennzeichnet durch die Schritte:
- Messen einer zeitabhängigen periodischen
Signalgruppe an einem mit dem ersten Teil zusammenwirkenden
zweiten Teil (18) einschließlich Signalen, welche den
Parameter des ersten Teils angeben,
- Messen einer zeitabhängigen periodischen
Signalgruppe bei vorgewählten Phasen in jeder einer Mehrzahl
von Signalperioden an einem mit dem ersten Teil (12)
zusammenwirkenden zweiten Teil (18), wobei die an dem
zweiten Teil gemessene Signalgruppe Signale umfaßt,
welche den Parameter des ersten Teils angeben,
- Bilden einer Mehrzahl dem zweiten Teil
zugeordneter Signaluntergruppen aus der dem zweiten Teil
zugeordneten Signalgruppe derart, daß die dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen jeweils die gemessenen
Signale bei jeweiligen der Signalphasen enthalten,
- Erzeugen einer den Parameter des ersten Teils
angebenden Signalgruppe, welche die dem zweiten Teil
zugeordneten Signaluntergruppen mit vorbestimmten
Kalibrierungskorrelationskoeffizienten kombiniert, wobei
die Kal ibrierungskorrelationskoeffizienten erzeugt
werden, indem eine mathematische Pseudoinverse einer
Signalgruppe, welche Koeffizienten von unmittelbar an dem
ersten Teil gemessenen, dem Parameter des ersten Teils
zugeordneten Signalen entspricht, mittels einer
Signalgruppe berechnet wird, welche einer im wesentlichen
unabhängigen Untergruppe von Signalen entspricht, die
den Parameter des ersten Teils angeben und unmittelbar
an dem zweiten Teil gemessen werden, wobei die dem
ersten und dem zweiten Teil zugeordneten
Koeffizientensignalgruppen ersten bzw. zweiten mathematischen Vektoren
entsprechen, welche in einem Vektorraum liegen, wobei
aus den Signalgruppen mathematisch jeweils erste bzw.
zweite Matrizen gebildet werden, welche aus Elementen
zusammengesetzt sind die in Reihen und Spalten
angeordneten Signalen derselben entsprechen, und
- Erzeugen eines zeitabhängigen Signals, welches den
Parameter des ersten Teils angibt, aus dem gemessenen
periodischen Signal und der berechneten, dem Parameter
des ersten Teils zugeordneten Signalgruppe.
21. Verfahren nach Anspruch 20, ferner umfassend die
Schritte: Erzeugen eines Steuersignals, welches den
Beginn einer nächsten der Perioden angibt, und
Phasensynchronisieren des Abtastens der ersten und zweiten
Mittel zum unmittelbaren Messen.
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