DE69116626T2 - Patronenartiges Gasdrucksteuerventil - Google Patents
Patronenartiges GasdrucksteuerventilInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf Gasdruck-Steuerventilhülsen.
- Die Hülse (Kartusche) sitzt bei Gebrauch in einem Gehäuse, und beide zusammen, bekannt als Gasdruck-Steuermodul, sitzen in einer Gasdruck-Versorgungsleitung oder in einem Rohr und sind vorzugsweise im Erdboden eingegraben.
- Ein Gasdruck-Steuerventil ist in GB-B-2091849 dargestellt, bei dem ein Körper einen Durchflußweg für ein Strömungsmittel bildet und eine Einlaßöffnung sowie eine Auslaßöffnung aufweist, die mit dem Durchflußweg verbunden sind; ein Ventilbauteil innerhalb des Körpers ist mit einer Ventilbetätigungseinrichtung verbunden, um durch diese bewegbar zu sein, um die Strömungsmittelströmung im Durchflußweg an einer definierten Stelle darin einzuschnüren, wobei der Ventilbauteil im wesentlichen quer zur Strömungsrichtung des Strömungsmittels an der definierten Stelle, wo das Strömungsmittel eingeschnürt wird, bewegbar ist; ein Abschirmbauteil, stromaufwärts von der besagten Stelle gelegen, schirmt den beweglichen Ventilbauteil gegen die Aufwärtsströmung ab, wobei der Ventilbauteil ein Ventilkopf von kolbenartiger Form ist und mit dem Abschirmbauteil zusammenwirkt, um einen Strömungsmittel- Strömungsweg stromabwärts von der definierten Stelle zu bilden; eine Dichtungseinrichtung befindet sich zwischen dem Ventilkopf und dem Abschirmbauteil, wodurch die Ausgleichskammer von der Stromaufwärts-Strömungsmittelströmung getrennt ist, wenn das Ventil geschlossen ist.
- Bei diesem Ventil erfolgte eine Gasströmung zu allererst um den Abschirmbauteil herum, dann durch die Einschnürung hindurch, wobei das Gas an dieser Stelle radial nach innen strömte, und dann kehrte die Gasströmung um, um nach außen zu strömen. Der Ventilbauteil bewegte sich, und zwar im Schließsinn allgemein im Gesamt-Richtungssinn der Gasströmung. Das heißt, die gesamte Gasströmung erfolgte aufwärts, und die Schließbewegung des Ventils erfolgte im gleichen Sinne.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ventil vorzusehen, bei dem eine solche Gasumkehr nach Passieren der Einschnürung vermieden wird und bei dem der Richtungssinn der Schließbewegung des Ventilbauteils entgegen dem Gesamtrichtungssinn der Gasströmung erfolgt.
- Eine Gasdruck-Steuerventilhülse nach GB-B-2091849 weist eine Querwand und einen Hohlkörper auf, der an einem ersten Ende durch die Querwand gehalten wird, wobei der Hohlkörper einen Ventilbauteil aufnimmt, der an einer Ventilbetätigungsstange befestigt ist, die sich durch die Querwand hindurch erstreckt, sowie mit einem Ventilsitz, wobei der Ventilbauteil ein Pilot-Steuersystem aufweist, das auf der dem Hohlkörper abgelegenen Seite der Querwand angebracht ist.
- Erfindungsgemäß ist eine solche Gasdruck-Steuerventilhülse dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper an einem zweiten Ende desselben einen am Ende offenen rohrförmigen Einlaßbauteil trägt, der den genannten Ventilsitz bildet, daß der Hohlkörper und der Einlaßbauteil zusammen eine Auslaßführung vom Inneren des Einlaßbauteils her bilden, wobei eine Bewegung des Ventilbauteils vom Hohlkörper und von der Querwand weg und in Richtung auf den Ventilsitz den Auslaß kreuzt und wobei diese Bewegung entgegen der Gasströmung durch den rohrförmigen Einlaßbauteil hindurch erfolgt, und daß das Pilot-Steuersystem ein Einlaßrohr aufweist, das durch die Querwand hindurch verläuft und mit dem Inneren des Einlaßbauteils in Verbindung steht, und ein Auslaßrohr aufweist, das durch die Querwand hindurch verläuft und außerhalb des Hohlkörpers und des Einlaßbauteils mündet.
- Vorzugsweise trägt der Hohikörper einen Deflektor, der mit einem benachbarten Teil des Hohlkörpers einen Spalt bildet, welcher mit seiner Mündung dem Ventilsitz zugewandt ist, wobei der Ventilbauteil becherförmig ausgebildet ist und in einem Schurz endet, der durch den Spalt hindurch zum Ventilsitz hin und von diesem weg bewegbar ist.
- Vorteilhaft werden die infolge Gasdruckes auf den Ventilbauteil einwirkenden Kräfte im wesentlichen ausgeglichen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nunmehr mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt
- Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch die Gasdruck- Steuerventilhülse innerhalb eines Gehäuses, wobei beide einen Modul bilden, und
- Fig. 2 eine schematische Ansicht des Moduls nach Fig. 1, eingebaut in eine Gasversorungsleitung, mit Steuerschaltung.
- Fig. 1 zeigt die Gasdruck-Steuerventilhülse 10, die in einem Gehäuse 12 sitzt, wobei die beiden zusammen einen sogenannten Gasdruck-Steuermodul bilden. Die Hülse 10 weist folgende Grundkomponenten auf: eine Querwand 14; einen Hohlkörper 16, der an einem ersten Ende 18 durch die Querwand 14 gehalten wird; einen am Ende offenen rohrförmigen Einlaßbauteil 20, der am zweiten Ende 22 des Hohlkörpers 16 gehalten wird; einen Ventilbauteil 24, der im Hohlkörper 16 aufgenommen wird und an einer Ventilbetätigungsstange 26 befestigt ist, die sich durch die Querwand 14 hindurch erstreckt; einen Ventilsitz 28, der durch den Einlaßbauteil 20 vorgesehen ist; einen Auslaß 30, der durch den Hohlkörper 16 und den Einlaßbauteil 20 zusammen begrenzt wird.
- Der Einlaßbauteil 20 wird vollständig blockiert, wenn ein Schnappverschluß-Ventilbauteil 32 schließt. Der Ventilbauteil 32 hat Flügel 34, die mit dem Inneren des Einlaßbauteils 20 in einer gleitenden Beziehung stehen. Der Ventilbauteil 32 hat eine Ringdichtung 36, die beim Schließen des Ventils gegen eine Ringschulter 38 am Einlaßbauteil 20 abdichtet. Der Ventilbauteil 32 wird in Schließrichtung durch eine Druckfeder 40 gedrückt. Der Ventilbauteil 32 wird durch ein Seil 42 offengehalten, welches sich nach unten erstreckt, dann um eine Seilscheibe 44 und anschließend aufwärts zu einem Betätigungsmechanismus 46 läuft. Ein Rückstell-Handgriff 48 ermöglicht dem Ventilbauteil 32, nach Auslösung des Mechanismus 46 wieder geöffnet zu werden.
- Der Haupt-Ventilbauteil 24 ist becherförmig ausgebildet und endet an einem Schurz 50, der sich durch einen Spalt 52 zwischen der Wand des Hohlkörpers 16 und einem ortsfesten Deflektor 54 hindurch bewegt. Der Deflektor 54 sitzt über drei Säulen 56 fest am Hohlkörper 16. Jede Säule 56 verläuft durch ein Loch 58 in der Bodenwand des Ventilbauteils 24 hindurch.
- Eine erste Ringmembran 60 ist an ihrem äußeren ringförmigen Rand mit dem Hohlkörper 16 verbunden, und ihr innerer ringförmiger Rand ist mit dem Ventilbauteil 24 verbunden. Eine zweite Ringmembran 62 ist an ihrem äußeren ringförmigen Rand mit dem Hohlkörper 16 und an ihrem inneren ringförmigen Rand mit der Ventilbetätigungsstange 26 verbunden.
- Die Ventilbetätigungsstange 26 verläuft durch einen Ventilbetätigungskolben 70 hindurch und ist an diesem befestigt. Der Kolben 70 wird im Hohikörper 16 aufgenommen und außerdem in einer Ausnehmung in der Querwand 14. Eine ringförmige Ventilbetätigungsmembran 72 ist an ihrem äußeren ringförmigen Rand mit dem Ventil-Hohikörper 16 und an ihrem inneren ringförmigen Rand mit dem Ventilbetätigungskolben 70 verbunden.
- Eine ringförmige Abdichtungsmembran 74 ist an ihrem äußeren ringförmigen Rand mit der Querwand 14 und an ihrem inneren ringförmigen Rand mit dem Ventilbetätigungskolben 70 verbunden.
- Das Volumen unterhalb der Ventilbetätigungsmembran 72 ist zur Atmosphäre hin belüftet (siehe Fig. 2). Das Volumen oberhalb der ersten Ringmembran 60 steht mit dem Volumen unterhalb der zweiten Ringmembran 62 über eine Öffnung (nicht dargestellt) durch den Hohlkörper 16 hindurch in Verbindung. Die Öffnung wird dicht an und parallel zu der zentralen Passage eingearbeitet, durch welche die Ventilbetätigungsstange 26 verläuft.
- Die Ventilbetätigungsstange 26 tritt aus dem oberen Ende des Ventilbetätigungskolbens 70 heraus und ist am unteren Ende einer Zugfeder 76 befestigt. Das obere Ende der Zugfeder 76 sitzt an einer Verankerung 78 in einer Hohlsäule 80, die an der Querwand 14 angebracht ist. Die Säule 80 trägt zwei Handgriffe nebeneinander, von denen einer bei 82 dargestellt ist, durch welche die ganze Hülse 10 aus dem Modulgehäuse 12 herausgehoben werden kann.
- Die Hülse 10 hat eine Ringdichtung 90 an der Unterseite der Querwand 14 und eine weitere Ringdichtung 92 an der Außenseite des rohrförmigen Einlasses 20. Bei Gebrauch tritt Gas in das Gehäuse 12 ein, und zwar von einem Einlaßteilstück einer Gasversorgungsleitung (Fig. 2), und passiert den Einlaß 100 zum Gehäuse 12 und einen zylindrischen Gasfilter 102. Das Gas gelangt abwärts und aus dem Filter 102 heraus und tritt in einen unteren Teil 104 des Gehäuses 12 ein. Das Gas strömt aufwärts in den Gaseinlaßbauteil 20 und am oberen Ende des Einlaßbauteils 20 heraus über den Auslaß 30. Schließlich verläßt das Gas das Gehäuse 12 über den Auslaß 106 und gelangt in das Auslaßteilstück der Gasversorgungsleitung (Fig. 2).
- Das Gehäuse 12 hat eine abnehmbare Kappe 108 für den die Hülse enthaltenden Raum und eine separate Kappe 110 für den den Filter enthaltenden Raum.
- Die Kräfte, die auf den Ventilbauteil 24 infolge des Gasdruckes einwirken, werden im wesentlichen ausgeglichen. Der Druck des Gases im Einlaßbauteil 20 wirkt nach oben über die ganze Innenseite des becherförmigen Ventilbauteils 24, weil ein kleiner Spalt zwischen dem Schurz 50 des Ventilbauteils 24 und dem ortsfesten Deflektor 54 vorhanden ist. Der Einlaßdruck erreicht außerdem die Rückseite des Ventilbauteils 24 über die Löcher 58. Er wirkt auch, und zwar nach unten, auf die erste Membran 60. Der Einlaßdruck erreicht auch die zweite Membran 62, auf die er nach oben einwirkt, und zwar über die oben erwähnte eingearbeitete Öffnung (nicht dargestellt).
- Der Auslaßdruck, d.h. der Druck stromabwärts vom Schurz 50, innerhalb des Auslasses 30 wirkt nach oben auf die erste Membran 60 ein. Der Auslaßdruck erreicht die Membran 60 über einen kleinen Spalt zwischen dem Schurz 50 und der angrenzenden Wand des Hohlkörpers 16.
- Durch diese Anordnung werden die Kräfte am Ventilbauteil infolge des Druckes im wesentlichen ausgeglichen. Der Deflektor 54 verhindert, daß der Ventilbauteil 24 durch Gasaufschlag auf den Ventilbauteil 24 beeinträchtigt wird.
- Fig. 2 zeigt schematisch die Gasdruck-Steuerventilhülse 10 in einem Gehäuse 12, wobei beide einen Modul bilden. In Fig. 2 sind die Membran 60 und der Deflektor 54 weggelassen, und der Ventilbauteil 24 ist so dargestellt, als hätte er eine deflektorartige Struktur. Die Einlaßöffnung 100 des Gehäuses 12 ist mit dem Einlaßteilstück 120 eines Gasrohres oder einer Gasversorgungsleitung verbunden, und die Auslaßöffnung 106 des Gehäuses 12 steht mit dem Auslaßteilstück 122 der Gasversorgungsleitung in Verbindung, und der Filter 102 sowie das Schnappschließventil 32 sind der Einfachheit halber in Fig. 2 weggelassen.
- Fig. 2 zeigt die Art und Weise, in der ein Pilot- Steuersystem,das auf der Oberseite der Querwand 14 sitzt, mit dem Ventil verbunden ist, das aus dem Ventilbauteil 24 und dem Ventilsitz 28 besteht. Es ist ersichtlich, daß die Verbindungsrohre zu den verschiedenen Teilen des Pilot- Steuersystems gänzlich in der Gasdruck-Steuerventilhülse 10 enthalten sind, außer der Verbindung eines Rohres 146, das in das Auslaßteilstück 122 in einigem Abstand vom Modul mündet. Außer dem Gehäuse 12, den Einlaß- und Auslaßteilstücken der Versorgungsleitung 120 und 122, dem Endteilstück des Rohres 146 und dem Zeitschaltventil 150 ist alles, was in Fig. 2 dargestellt ist, Teil der Gasdruck-Steuerventilhülse 10.
- Eine Steuerrohrschleife 124 ist mit dem Gasweg durch den Ventilsitz 28 hindurch parallelgeschaltet. Die Steuerrohrschleife 124 startet im Innern des Einlaßbauteils 20 stromaufwärts vom Ventilsitz 28, und die Schleife 124 verläuft durch die Querwand 14 hindurch. Die Schleife 124 endet (im Innern des Gehäuses 12) außerhalb des Hohlkörpers 16 und außerhalb des Einlaßbauteils 20. Die Steuerrohrschleife 124 enthält ein Vorreglerventil 126, eine Drosselstelle 128, ein Steuerhauptventil 130 und wahlweise ein Zeitsteuerventil 132. Eine Entlüftung 134 zur Atmosphäre ist stromabwärts vom Vorreglerventil 126 vorgesehen. Die Entlüftung wird durch ein Uberströmventil 136 gesteuert. In der in Fig. 1 dargestellten aktuellen Hülse ist das Ventil 136 innerhalb des Ventils 126 kombiniert.
- Die Schleife 124 hat eine Abzweigung 138, die stromabwärts von der Drosselstelle 128 beginnt und nach Durchgang durch die Querwand 14 in das Volumen oberhalb des Ventilsteuerkolbens 70 mündet. Das Volumen oberhalb des Kolbens 70 ist über eine Entlüftung 140 mit der Atmosphäre verbunden.
- Beim Vorreglerventil 126 ist die Unterseite seiner Membran (d.h. seine Steuermembran) mit der Schleife 124 an der Stromabwärtsseite des Ventils 126 durch ein Rohr 142 verbunden.
- Beim Uberströmventil 136 ist die Unterseite von dessen Membran mit der Schleife 124 an der Stromaufwärtsseite des Ventils 136 durch ein Rohr 144 verbunden. Beim Steuerhauptventil 130 ist die Unterseite seiner Membran mit dem Auslaßteilstück 122 durch ein Rohr 146 verbunden. Falls vorhanden, ist die Unterseite der Membran des Zeitsteuerventils 132 mit dem Rohr 146 verbunden.
- Bei der in Fig. 2 dargestellten Anlage sind ein Sicherheits-Ablaßventil und das Schnappschließventil der Einfachheit halber weggelassen, doch beide sind in Fig. 1 gezeigt, wobei das Ablaßventil bei 152 dargestellt ist.
- Die in Fig. 2 gezeigte Anlage arbeitet wie folgt:
- Angenommen es besteht ein stetiger Gasstrom vom Einlaßteilstück 120 zum Auslaßteilstück 122 der Gasversorgungsleitung, dann wird ein kleiner Anteil der Strömung durch die Steuerschleife 124 hindurchströmen. Der Druck in der Steuerschleife 124 zwischen dem Vorregler 126 und der Drosselstelle 128 wird auf einem konstanten Wert gehalten, und zwar durch den Vorregler 126. Eine Druckreduzierung erfolgt an der Drosselstelle 128, und der Druck stromabwärts von der Drosselstelle wird durch das Abzweigrohr 138 in den Raum oberhalb des Steuerkolbens 70 übermittelt. Die resultierende Kraft am Kolben 70 wird durch die Zugspannung in der Feder 76 ausgeglichen.
- Bei einem Druckabfall im Auslaßteilstück der Versorgungsleitung 122, hervorgerufen entweder durch erhöhten Gasbedarf oder durch einen Einlaßdruckabfall, wird sich das Steuerhauptventil 130 im Öffnungssinn bewegen und somit die Strömung durch die Steuerschleife 124 hindurch erhöhen. Diese erhöhte Strömung führt zu einem verstärkten Druckabfall an der Drosselstelle 128 und damit zu einem niedrigeren Druck oberhalb des Kolbens 70, was eine Aufwärtsbewegung des Kolbens 70 unter der Zugkraft der Feder 76 verursacht. Dies öffnet den Ventileinlaß 30, wobei sich der Schurz 50 des Ventilbauteus 24 vom Ventilsitz 28 wegbewegt. Folglich gibt es eine erhöhte Strömung vom Einlaßteilstück 120 zum Auslaßteilstück 122, und der Druck wird wieder auf seinen vorherigen Wert gebracht.
- Der Druck unter der Membran des Steuerhauptventils 130 wird wieder auf seinen vorherigen Wert gebracht, was zur Folge hat, daß sich das Steuerhauptventil 130 in Schließrichtung bewegt, um die Drücke in der Steuerschleife 124 und im Abzweig 138 wieder im wesentlichen auf ihre vorherigen Werte zu bringen, und zwar entsprechend der neuen Stellung des Ventilbauteils 24.
- Bei einem Druckanstieg im Auslaßteilstück der Versorgungsleitung 122, hervorgerufen entweder durch eine Gasbedarfsreduzierung oder durch einen Anstieg des Einlaßdruckes, wird sich das Steuerhauptventil 130 in Schließrichtung bewegen und somit die Strömung durch die Steuerschleife 124 hindurch reduzieren. Diese reduzierte Strömung führt zu einem reduzierten Druckabfall an der Drosselstelle 128 und damit zu einem höheren Druck oberhalb des Steuerkolbens 70, was eine Abwärtsbewegung des Kolbens 70 unter der Zugkraft der Feder 76 verursacht. Dies schließt den Ventileinlaß 30, wobei sich der Schurz 50 des Ventilbauteils 24 in Richtung auf den Ventilsitz 28 bewegt. Folglich besteht eine reduzierte Strömung vom Einlaßteilstück 120 zum Auslaßteilstück 122, und der Druck wird wieder auf seinen vorherigen Wert gebracht.
- Der Druck unter der Membran des Steuerhauptventils 130 wird wieder auf seinen vorherigen Wert gebracht, was dazu führt, daß sich das Steuerhauptventil 130 in Öffnungsrichtung bewegt, um die Drücke in der Steuerschleife 124 und im Abzweig 138 im wesentlichen wieder auf ihre vorherigen Werte zu bringen, und zwar entsprechend der neuen Stellung des Ventilbauteils 24.
- Wenn kein Gas angefordert wird, dann wird das Steuerhauptventil 130 ganz schließen, und die Strömung durch die Steuerschleife 124 hindurch hört auf. Der Druck an der Drosselstelle 128 gleicht sich aus und steigt auf die Auslaßdruckeinstellung des Vorreglers 126 an. Der sich daraus ergebende erhöhte Druck oberhalb des Steuerkolbens 70 drückt den Steuerventilschurz 50 gegen den Ventilsitz 28 und unterstützt somit das leckdichte Verschließen des Ventilbauteils 24.
- Für den Fall, daß das Zeitsteuerventil 132 eingebaut ist, so ist dessen Betriebsweise folgende: Das Zeitsteuerventil 132 wird so eingestellt, daß es bei einem geringeren Druck arbeitet als das Steuerhauptventil 130. Angenommen das Zeitschaltventil bei 150 öffnet, um eine Nachtzeitsteuerung zu bewirken und dem Druck im Auslaßteilstück 122 der Versorgungsleitung die Möglichkeit zu geben, die Membran des Ventils 132 zu erreichen, so schließt das Ventil 132 allmählich. Dadurch wird der Ventilbauteil 24 in Richtung auf den Ventilsitz 28 bewegt. Zur selben Zeit öffnet das Steuerhauptventil 130 allmählich. Der Druck in der Schleife 130 steigt zur Rechten der Drosselstelle 128 an und bewirkt die Schließbewegung des Ventilbauteils 24. Schließlich erfolgt alle Steuerung durch das Ventil 132 bei Tätigkeit der Anlage wie vorbeschrieben. Das Steuerhauptventil 130 bleibt während der Nachtzeitsteuerung voll geöffnet.
- Die Hülse 10 kann in einer Grundform hergestellt werden, und zwar ohne das Schnappschließventil 32, das Ablaßventil (nicht dargesteltl) und das Zeitsteuerventil 132, zusammen mit dem Zeitschaltventil bei 150,wobei alle davon als wahlweise Extras betrachtet werden können.
Claims (8)
1. Gasdruck-Steuerventilhülse mit einer Querwand (14),
einem Hohlkörper (16), der an einem ersten Ende durch die
Querwand (14) gehalten ist, wobei der Hohlkörper (16) einen
Ventilbauteil (24) aufnimmt, der an einer
Ventilbetätigungsstange (26) befestigt ist, die sich durch die Querwand (14)
hindurch erstreckt, sowie mit einem Ventilsitz (28), wobei
der Ventilbauteil (24) ein Pilot-Steuersystem (124) aufweist,
das auf der dem Hohlkörper (16) abgelegenen Seite der Querwand
(14) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper
(16) an einem zweiten Ende desselben einen am Ende offenen
rohrförmigen Einlaßbauteil (20) trägt, der den genannten
Ventilsitz (28) bildet, daß der Hohlkörper (16) und der
Einlaßbauteil (20) zusammen eine Auslaßführung vom Inneren
des Einlaßbauteils (20) her bilden, wobei eine Bewegung des
Ventilbauteils (24) vom Hohlkörper (16) und von der Querwand
(14) weg und in Richtung auf den Ventilsitz (28) den Auslaß
kreuzt und wobei diese Bewegung entgegen der Gasströmung
durch den rohrförmigen Einlaßbauteil hindurch erfolgt, und
daß das Pilot-Steuersystem (124) ein Einlaßrohr aufweist,
das durch die Querwand (14) hindurch verläuft und mit dem
Inneren des Einlaßbauteils (20) in Verbindung steht, und ein
Auslaßrohr aufweist, das durch die Querwand (14) hindurch
verläuft und außerhalb des Hohlkörpers (16) und des
Einlaßbauteils (20) mündet.
2. Steuerventilhülse nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (16) einen Deflektor (54) trägt,
der mit einem benachbarten Teil des Hohlkörpers einen Spalt (52)
bildet, welcher mit seiner Mündung dem Ventilsitz (28)
zugewandt ist, wobei der Ventilbauteil (24) becherförmig
ausgebildet ist und in einem Schurz (50) endet, der durch
den Spalt (52) hindurch zum Ventilsitz (28) hin und von
diesem weg bewegbar ist.
3. Steuerventilhülse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die infolge Gasdruckes auf den
Ventilbauteil (24) einwirkenden Kräfte im wesentlichen ausgeglichen
sind.
4. Steuerventilhülse nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine erste Ringmembran (60) mit ihrem äußeren
Rand am Hohlkörper (16) und mit ihrem inneren Rand am
Ventilbauteil (24) befestigt ist, daß eine zweite Ringmembran
(62) mit ihrem äußeren Rand am Hohlkörper (16) und mit ihrem
inneren Rand an der Ventilbetätigungsstange (26) festsitzt,
die am Ventilbauteil (24) befestigt ist, daß der
Ventilbauteil (24) Durchgangslöcher (58) aufweist, durch
die sich Säulen (56) erstrecken, an denen der Deflektor (54)
angebracht ist, daß Einlaßdruckgas die dem Einlaß zugewandte
Frontseite des Ventilbauteils (24) erreicht, ferner die
Rückseite des Ventilbauteils (24) und die Rückseite der
ersten Membran (60) über die Löcher (58) und außerdem die
zweite Membran (62) erreicht, daß Auslaßdruckgas die Frontseite
der ersten Membran (60) erreicht, daß das Einlaßdruckgas und
das Auslaßdruckgas durch den Ventilbauteil (24) dort getrennt
werden, wo dieser sich dem Ventilsitz (28) nähert, und daß
die Anordnung so getroffen ist, daß am Ventilbauteil (24)
infolge der Gasdrücke anliegende Kräfte im wesentlichen
ausgeglichen sind.
5. Steuerventilhülse nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ventilbetätigungsstange (26) mit einem einzigen Ventilbetätigungskolben (70)
verbunden ist, der im Hohlkörper (16) aufgenommen ist, wobei
eine ringförmige Ventilbetätigungsmembran (72) mit ihrem
äußeren Rand am Hohlkörper (16) und mit ihrem inneren Rand
am Ventilbetätigungskolben (70) befestigt ist.
6. Steuerventilhülse nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ventilbetätigungsstange (26) an einer Zugfeder (76) befestigt ist.
7. Steuerventilhülse nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schnappschließ-
Ventilbauteil (32) beim Schließen so angeordnet ist, daß
er den Einlaßbauteil (20) vollständig blockiert, wobei
der Schnappschließ-Ventilbauteil (32) Flügel (34) aufweist,
die in gleitender Beziehung zum Inneren des Einlaßbauteils
(20) stehen, und außerdem eine Ringdichtung (36) aufweist,
die beim Schließen des Schnappschließventils gegen eine
Ringschulter (38) am Einlaßbauteil (20) abdichtet.
8. Steuerventilhülse nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese in einem
Gehäuse (12) sitzt, das eine Gaseinlaßöffnung (100) und
eine Gasauslaßöffnung (106) aufweist, wobei die Querwand
(14) an der Gehäusewand an einer oberen Stelle (90) um das
Gehäuse herum dicht anliegt und der Einlaßbauteil an der
Gehäusewand an einer unteren Stelle (92) dicht anliegt,
und daß das Gehäuse eine Stelle für einen Einlaßfilter (102)
bietet, wobei der Weg des Gases durch das Gehäuse hindurch von
der Einlaßöffnung durch den Filter hindurch, durch den
Einlaßbauteil hindurch, durch den Auslaß hindurch am
Ventilbauteil vorbei und aus der Auslaßöffnung hinaus
verläuft.
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