DE69114313T2 - Elektronenstrahlröhre mit gekrümmtem Bildfenster und Farbbildwiedergabeanordnung. - Google Patents
Elektronenstrahlröhre mit gekrümmtem Bildfenster und Farbbildwiedergabeanordnung.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektronenstrahlröhre mit einem Elektronenstrahlerzeugungssystem, einem auf der Innenoberfläche eines wenigstens im wesentlichen rechteckigen gekrümmten Wiedergabefenster mit einer langen (x) und einer kurzen Achse (y) vorgesehenen Wiedergabeschirm und mit einer vor dem Wiedergabeschirm vorgesehenen Farbselektionselektrode, wobei die Form der Farbselektionselektrode der Form der Innenoberfläche nahezu entspricht.
- Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Farbwiedergabeanordnung mit einer Elektronenstrahlröhre.
- Derartige Elektronenröhren sind bekannt. Im Betrieb treffen die Elektronen eines von einem Elektronenstrahlerzeugungssystem ausgestrahlten Elektronenstrahls die Farbselektionselektrode und erhitzen diese. Es sei bemerkt, daß etwa 80% aller Elektronen von der Farbselektionselektrode eingefangen werden. Die Erhitzung der Farbselektionselektrode führt dazu, daß diese sich dehnt. Dadurch verlagern sich die Öffnungen in der Farbselektionselektrode gegenüber dem Bildschirm. Dieses Phänomen wird als "Doming" bezeichnet. Eine bestimmte Art von Doming ist das sog. "Local Doming". "Local Doming" tritt auf infolge unterschiedlicher Intensität des wiedergegebenen Bildes. Teile der Farbselektionselektrode werden dadurch wärmer als andere Teile, wodurch die Farbselektionselektrode örtlich sich wölbt und Farbfehler auftreten.
- Die Erfindung hat nun u.a. zur Aufgabe, eine Farbbildwiedergabeanordnung zu schaffen, in der eine Maßnahme zur Verringerung des "Doming"-Effektes, namentlich des "Local Doming"-Effektes der Farbselektionselektrode angewandt worden ist.
- Die erfindungsgemäße Elektronenstrahlröhre weist das Kennzeichen auf, daß die z-Koordinate von Punkten auf der langen Achse der Innenoberfläche des Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm durch die Mitte des Wiedergabeschirms und einer Ebene parallel dazu durch Punkte der langen Achse ist, nahezu durch die untenstehende Formel dargestellt wird:
- z = A&sub1; - (A&sub1;² - X²)1/2 + f(x)
- wobei x die x-Koordinate der Punkte auf der langen Achse ist, wobei x der Abstand zwischen der Mitte des Wiedergabefensters und den Punkte auf der langen Achse ist, wobei f(x) Null ist für x =0 und für das Ende der langen Achse, wobei f(x) negativ ist nahezu wenigstens überall zwischen diesen Punkten, von Null für x =0 zu einem Minimum abnehmend in dem Bereich zwischen 0,5L und 0,9L, wobei L die x-Koordinate für das Ende der langen Achse ist und danach zu Null zunimmt für x = L, und wobei für den Wert f(x) für das Minimum gilt, daß:
- 0,0005L< f(x) ist.
- Die Innenoberfläche des Bildfensters weist längs der langen Achse eine Abweichung von einer Bogenform auf, die den "Doming-Effekt", insbesondere den "Local Doming-Effekt" der Farbselektionselektrode. Es sei bemerkt, daß die Form der Farbselektionselektrode der Form der Innenoberfläche nahezu entspricht. Durch Überlagerung einer auswärts gerichteten Abweichung f(x), was nachstehend als "bulge" (=Buckel) bezeichnet wird, zu der Bogenform der langen Achse, dargestellt durch die Funktion A&sub1; - (A&sub1;² - X²)1/2, nimmt der Radius der Krümmung in der x-Richtung der Innenoberfläche und der Radius der Krümmung in der x-Richtung der Farbselektionselektrode, deren Form an die Innenoberfläche angepaßt ist, längs der langen Achse je nachdem der Wert von x zunimmt, ab. Dadurch wird der "Local Doming-Effekt" verringert. Vorzugsweise hat f(x) einen Extremwert für 0,65 L < x < 0,80 L
- Bei einer weiteren Ausführungsform wird die z-Koordinate von Punkten auf Linien parallel zu der langen Achse der Innenoberfläche des Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm durch die Mitte des Wiedergabeschirms und einer Ebene parallel dazu durch Punkte von Linien parallel zu der langen Achse ist, nahezu durch die nachfolgende Formel dargestellt:
- z = z&sub0; + A&sub1;' - (A&sub1;'² - X²)1/2 + f'(x)
- wobei z&sub0; eine Konstante ist für die gegebene Linie, wobei x die x-Koordinate der Punkte auf der genannten Linie ist, wobei f'(x) Null ist für x =0 und x = L, wobei f'(x) negativ ist, wenigstens im wesentlichen überall zwischen diesen Punkten, von Null für x=0 zu einem Minimum im Bereich zwischen 0,5L und 0,9L abnehmend und danach zu Null für x=L zunehmend, und mit dem Wert des Minimums (im Absolutwert) abnehmend, je nachdem der Wert von y zunimmt und wobei der Wert des Minimums von f'(x) an den Rändern auf beiden Seiten der kurzen Achse des nahezu rechteckigen Wiedergabeschirms kleiner ist als 1/5 des Wertes des Minimums von f'(x) auf der langen (x)-Achse.
- In der obengenannten Ausführungsform ist längs Linien senkrecht zu der kurzen Achse und parallel zu der langen Achse die Abweichung (Buckel) eine Funktion des Abstandes von der langen Achse. Die Abweichung von einer Bogenform in der Innenoberfläche schwankt über die Innenoberfläche. Dadurch ist eine noch weitere Verringerung des "Doming-Effektes" möglich. Die Abweichung nimmt ab in einer Richtung quer zu der langen Achse. Bei wieder einer anderen Ausführungsform beträgt die Abweichung, d.h. der Extremwert von f(x), an den äußerten Rändern, von der langen Achse gesehen, weniger als 1/5 der Abweichung an der langen Achse. Vorzugsweise beträgt die Abweichung an den äußersten Rändern etwa Null.
- Bei Ausführungsformen ist die maximale Abweichung an der langen Achse weniger als 2% der Lange der langen Achse. Durch den genannten Buckel wird der "Local Doming-Effekt" in der x-Richtung verringert. Aber es können noch andere Bildfehler auftreten, u.a. die sog. Rasterfehler. Wenn die maximale Abweichung mehr als 2% der Lange der langen Achse beträgt, treten störende Rasterfehler auf. Die maximale Abweichung an der langen Achse beträgt mehr als 0,05% der Länge der langen Achse. Wenn die Abweichung kleiner ist als 0,05%, ist der positive Effekt auf "Local Doming" gering.
- Bei einer anderen Ausführungsform wird die z-Koordinate von Punkten auf Linien parallel zu der kurzen (y) Achse der Innenoberfläche des Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm durch die Mitte des Wiedergabeschirms und einer Ebene parallel dazu durch Punkte von Linien parallel zu der kurzen Achse ist, nahezu durch die nachfolgende Formel dargestellt:
- z = z&sub0;' + A&sub1;" - (A&sub1;"² - y²)1/2 + f"(y)
- wobei z&sub0;' eine Konstante für die gegebene Linie ist, y die y-Koordinate der Punkte auf der genannten Linie ist, wobei f"(y) Null ist für y=0 und für das Ende der kurzen Achse (y-L&sub1;), wobei f"(y) negativ ist wenigstens im wesentlichen überall zwischen diesen Punkten, von Null für y=0 auf ein Minimum zunehmend in dem Bereich zwischen 0,5L&sub1; und 0,9L&sub1;, wobei L&sub1; die y=Koordinate für das Ende der kurzen Achse ist und danach zu Null zunehmend für y =L&sub1;, und wobei der Wert des Minimums von der x-Koordinate der genannten Linie abhängig ist und (im Absolutwert) zunimmt, je nachdem der Wert von x zunimmt. Vorzugsweise ist der Maximalwert des Extremums von f"(y) kleiner als 2% der Länge der kurzen Achse. Ist der Maximalwert größer, so können störende Rasterfehler auftreten.
- Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung für Elektronenstrahlröhren, für welche die Krümmung des Bildfensters längs der kurzen Achse mehr ist, d.h. der Krümmungsradius kleiner ist, als längs der langen Achse. Bei einer Ausführungsform ist das Verhältnis zwischen dem Krümmungsradius längs der langen Achse Rx zu dem längs der kurzen Achse kleiner als 3 : 4.
- Die Erfindung ist von besonderer Bedeutung für Elektronenstrahlröhren, für die das Verhältnis der Länge der kurzen Achse zu der Länge der langen Achse kleiner ist als 3 : 4. In einem beispiel beträgt das genannte Verhältnis etwa 9 :16.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 einen Schnitt durch eine Farbwiedergabeanordnung nach der Erfindung,
- Fig. 2 eine teilweise schaubildliche Draufsicht eines Teils der Innenoberfläche eines Bildfensters für eine erfindungsgemäße Elektronenstrahlröhre,
- Fig. 3 eine Graphik des Abstandes Z für die lange Achse und für eine Anzahl Linien in einem Abstand von der langen Achse,
- Fig. 4a die Abweichungen von einer Bogenform für die in Fig. 3 dargestellten Linien,
- Fig. 4b und 4c eine schaubildliche Darstellung zweier Beispiele von Buckeln in der Innenoberfläche des Bildfensters,
- Fig. 4d eine Graphik des Krümmungsradius in der x-Richtung längs der langen Achse,
- Fig. 5 einen detaillierten Schnitt durch eine Elektronenstrahlröhre, mit dessen Hilfe einige Aspekte von "Local Doming" erläutert werden,
- Fig. 6a und 6b einige Werte für Bündelverlagerungen durch "Local Doming",
- Fig. 6c und 6d einige Werte für Bündelverlagerungen durch "Overall Doming",
- Fig. 7 den Abstand in der z-Richtung zwischen der Mitte der Innenoberfläche des Bildfensters und Punkten auf der Innenoberfläche des Bildfensters längs Linien parallel zu der kurzen oder y-Achse,
- Fig. 8 die Abweichungen von einer Bogenform für die in Fig. 7 dargestellten Linien,
- Fig. 9a und 9b den Effekt der in Fig. 7 und 8 dargestellten Abweichungen von einer reinen Kugelform.
- Die Figuren sind schematisch und nicht maßgerecht dargestellt, wobei in den jeweiligen Ausführungsformen entsprechende Teile meistens durch dieselben Bezugszeichen angegeben sind.
- Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Farbbildwiedergabeanordnung nach der Erfindung. Die Farbbildwiedergabeanordnung weist eine Elektronenstrahlröhre 1 mit einer Hülle und einem nahezu rechteckigen gekrümmten Bildfenster 2. Die Hülle umfaßt weiterhin einen Konus 3 und einen Hals 4. Auf dem Bildfenster 2 ist ein Muster in den Farben Blau, Rot und Grün aufleuchtender Phosphore 5 vorgesehen. In kurzem Abstand von dem Bildfenster 2 ist eine rechteckige mit einer Vielzahl von Öffnungen versehene Farbselektionselektrode 6 mit Hilfe von Aufhängemitteln 7 in der Nähe der Ecken der Farbselektionselektrode aufgehängt. In dem Hals 4 der Elektronenstrahlröhre list ein Elektronenstrahlerzeugungssystem 8 vorgesehen zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen 9,10 und 11. Diese Strahlen werden mit Hilfe eines Ablenksystems 12 abgelenkt und schneiden einander nahezu an der Stelle der Farbselektionselektrode 6, wonach jeder der Strahlen einen der drei auf dem Schirm vorgesehenen Phosphore trifft.
- Fig. 2 zeigt eine teilweise schaubildliche Draufsicht eines Teils, in dieser Figur eines Viertels der Innenoberfläche eines Bildfensters zum Gebrauch in einer erfindungsgemäßen Elektronenstrahlröhre. Der Punkt A bezeichnet die Mitte der Innenoberfläche des Bildfensters. Die lange Achse ist als x-Achse bezeichnet, die kurze Achse ist als y-Achse bezeichnet, wobei die Enden der x- und y-Achse einfachheitshalber als x- bzw. y-Wert einen Wert 1 erhalten haben. In Wirklichkeit ist in einem Beispiel die Länge der langen Achse beispielsweise 332 mm und die Länge der kurzen Achse 188 mm, was einem Seitenverhältnis von etwa 16 : 9 entspricht. Der Punkt B ist die Ecke der Innenoberfläche des Bildfensters. Die Richtung senkrecht zu der x- und y- Achse ist die z-Richtung.
- Fig. 3 zeigt für vier Linien den z-Wert. Horizontal ist der x-Wert aufgetragen, vertikal der z-Wert in mm. Die Linie A&sub1; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche des Bildfensters mit der Ebene y =0. Die Linie A&sub2; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene y=0,3. Die Linie A&sub3; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene y =0,7. Die Linie A&sub4; zum Schluß ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene y =1,0. Der z-Wert ist hier als positiv definiert. Wenn z als Funktion von x aufgetragen ist, dürfte es einleuchten, daß es eine Abweichung von dem Bogenformzusammenhang zwischen z und x gibt. Ein Bogenformzusammenhang bedeutet, daß z wie folgt ausgedrückt werden kann:
- z = z&sub0; + A&sub1;' - (A&sub1;'² - x²)1/2.
- Fig. 4a zeigt die Abweichung f'(x) von einer Bogenform durch Anfangsund Endpunkte der Linien für die Linien A&sub1; b/e A&sub4;. Die Linie f'(x) = 0 in dieser Figur entspricht reinen bogenförmigen Linien (Kugelschnitte) durch Anfangs- und Endpunkte der Linien A&sub1; b/e A&sub4;. Auf der vertikalen Achse ist die Abweichung f'(x) der Linien A&sub1; ble A&sub4; (in mm) von der Bogenform angegeben. Diese Abweichung ist negativ, d.h., daß die Abweichung aus der Elektronenstrahlröhre gesehen, nach außen gerichtet ist. Die Abweichung ist Null für x =0 und x =1. Dies ist eine Folge der Tatsache, daß die Kugelschnitte derart gewählt worden sind, daß sie durch den Anfangs- und den Endpunkt der Linien Ai gehen. Die Abweichungen weisen ein Extremum für x etwa gleich 0,7 auf. Der Wert des Extremums nimmt ab, je nachdem die Linien weiter von der x-Achse entfernt liegen. Längs der x-Achse (der langen Achse) ist z aufgetragen durch z = A&sub1; &submin; (A&sub1;² &submin; x²)1/2 + f(x), wobei A&sub1; und f(x) von entgegengesetztem Vorzeichen sind; für das ganze System von Linien A&sub1; b/e A&sub4; kann z als Funktion von x wie folgt ausgedrückt werden:
- z = z&sub0; + A&sub1;' - (A&sub1;'² - x²)1/2 + f'(x),
- wobei z&sub0;, A&sub1;' und f'(x) von y abhängig sein können, und in diesem Beispiel von y abhängig sind.
- Fig. 4b und 4c zeigen als Beispiel zwei Buckel in der Innenoberfläche des Bildfensters. Die analytischen Formen der überlagerten Buckel, d.h. f'(x), sind in den Figuren 4b und 4c dargestellt.
- Fig. 4d zeigt in graphischer Form als Funktion des x-Wertes den Krümmungsradius in der x-Richtung (Rx) längs der langen Achse. Die Linie 41 zeigt eine reine Bogenform, d.h. eine KonstanteRx; die Linie 42 zeigt Rx für eine erfindungs gemäße Farbbildwiedergabeanordnung.
- Durch Erhitzung der Farbselektionselektrode durch Anstrahlung dieser Elektrode durch die Elektronenstrahlen dehnt sich die Farbselektionselektrode. Die führt zu einer Auftreffverlagerung Δ, wie in Fig. 5 dargestellt.
- Fig. 5 zeigt einen detaillierten Schnitt durch eine Farbbildröhre. Diese Figur zeigt den Effekt einer örtlichen Erhitzung der Farbselektionselektrode 6, was als "Local Doming" bezeichnet wird. In "kaltem" Zustand trifft der Elektronenstrahl 10 den Bildschirm 5 auf der Innenseite des Bildfensters 2 an der Stelle 13. Eine örtliche Erhitzung der Farbselektionselektrode 6, die beispielsweise auftreten kann, wenn das wiedergegebene Bild große Intensitätsunterschiede aufweist, d.h. dunkle und helle Gebiete, führt dazu, daß die Farbselektionselektrode örtlich sich wölbt, in Fig. 5 durch den Buckel 6a angegeben. Die Öffnungen, durch die der Elektronenstrahl 10 hindurchtritt, verlagern sich dadurch gegenüber dem Bildschirm 5. Der Elektronenstrahl 10 trifft den Bildschirm 5 dann an der Stelle 14. Der Abstand zwischen den Stellen 13 und 14 ist die Strahlverlagerung Δ.
- Die Fig. 6a und 6b zeigen für einige Stellen am Bildschirm einer 86 FS Farbbildröhre mit einem Seitenverhältnis von 16 : 9 "Doming"-Werte, gemessen für eine bekannte Farbbildwiedergabeanordnung (Fig. 6b) und für eine Farbbildwiedergabeanordnung nach der Erfindung (Fig. 6a). Die Farbselektionselektrode bestand aus einer Eisen-Nickel-Legierung mit einem niedrigen thermischen Dehnungskoeffizienten. Bei diesen Tests wurden Gebiete mit Oberflächen von 10 cm zu 10 cm mit einem Elektronenstrahl angestrahlt mit einer Leistung von 33 Watt. Es dürfte einleuchten, daß die Strahlverlagerungen durch "Local Doming" abnehmen, und zwar um 10 bis 20%.
- Die Fig. 6c und 6d zeigen für die gleichen röhren den "Overall Doming"- Effekt. "Overall Doming" ist der Effekt, der auftritt, wenn infolge der Tatsache, daß die Farbselektionselektrode als Ganze sich erhitzt. Fig. 6d zeigt die Auftreffverlagerung durch "Overall Doming" für eine bekannte Bildwiedergabeanordnung und Fig. 6c für eine erfindungsgemaße Bildwiedergabeanordnung. Auch der "Overall Doming"-Effekt hat sich um einige Prozente verringert.
- Auch für Farbbildwiedergabeanordnungen mit einer Eisen-Farbselektionselektrode ergibt sich, daß, wenn Strahlverlagerungen infolge von "Local Doming" gemessen werden, der Effekt von "Local Doming" für die erfindungsgemäße Farbbildwiedergabeanordnung abgenommen hat. Bei einer Messung wurde für eine bekannte Farbbildwiedergabeanordnung eine Strahlverlagerung von 150 µm gemessen, für die erfindungsgemäße Farbbildwiedergabeanordnung 120 µm.
- Fig. 7 zeigt den Abstand in der z-Richtung zwischen der Mitte der Innenoberfläche des Bildfensters und Punkten auf der Innenoberfläche des Bildfensters längs der Linien parallel zu der kurzen oder y-Achse. Fig. 7 zeigt für fünf Linien den z-Wert. Horizontal ist der y-Wert aufgetragen, vertikal der z-Wert in mm. Die Linie B&sub1; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene x=0. Die Linie B&sub2; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene x=0,3. Die Linie B&sub3; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene x =0,6. Die Linie B&sub4; ist die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene x =0,8. Die Linie B&sub5; ist zum Schluß die Schnittlinie der Innenoberfläche mit der Ebene x= 1.0. Der z-Wert ist hier als positiv definiert. Wenn z als Funktion von y aufgetragen ist, dürfte es einleuchten, daß es eine Abweichung von einem bogenförmigen Zusammenhang zwischen z und y gibt. Ein bogenförmiger Zusammenhang bedeutet, daß z wie folgt ausgedrückt werden kann:
- z =z&sub0;' + A&sub1;" - (A&sub1;"²-y²)1/2.
- Fig. 8 zeigt die Abweichung f"(y) mit einer Bogenform durch Anfangs- und Endpunkte der Linien durch die Linien B&sub1; b/e B&sub5;. Die Linie z = 0 in dieser Figur entspricht rein bogenförmigen Linien (Kugelschnitten) durch Anfangs- und Endpunkte der Linien B&sub1; b/e B&sub5;. Auf der vertikalen Achse ist die Abweichung f"(y) der Linien B&sub1; b/e B&sub5; (in mm) von den Bogenformen dargestellt. Diese Abweichung ist negativ, d.h., daß die Abweichung aus der Elektronenstrahlröhre gesehen nach außen gerichtet ist. Die Abweichung ist Null für y=0 und y=1. Dies ist eine Folge der Tatsache, daß die Bogenformen derart gewählt worden sind, daß sie durch Anfangs- und Endpunkt der Linien Bi gehen. Die Abweichungen weisen ein Extremum für y etwa gleich 0,7 auf. Der Wert des Extremums nimmt zu, je nachdem die Linien weiter von der y-Achse entfernt liegen. Längs der y-Achse (kurzen Achse) ist z aufgetragen durch:
- z = A&sub1;" - (A&sub1;"² - y²)1/2;
- für das ganze System von Linien B&sub1; b/e B&sub5; kann z als Funktion von y wie folgt ausgedrückt werden:
- z = z&sub0;' + A&sub1;" - (A&sub1;"² - y²)1/2 + f"(y),
- wobei z&sub0;', A&sub1;" und f"(y) von x abhängig sein können, und in diesem Beispiel davon abhängig sind und wobei f"(y) im Absolutwert für einen zunehmenden x-Wert zunimmt.
- Die Fig. 9a und 9b zeigen den Effekt der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Abweichungen von rein kugelförmigen Linien in der y-Richtung. Fig. 9a zeigt in Form von Linien gleicher Auftreffverlagerungen den Effekt von "Local Doming" als Funktion von x und y, und zwar für eine Farbbildwiedergabeanordnung, für welche die Innenoberfläche des Bildfensters einen Buckel auf der langen Achse aufweist, dessen Höhe abnimmt, je nachdem y zunimmt und wofür die Innenoberfläche längs der Linien in der y-Richtung gemäß. R rein kugelförmigen Linien sich erstreckt; Fig. 9b zeigt in Form von Linien gleicher Auftreffverlagerungen den Effekt von "Local Doming" bei einer Farbbildwiedergabeanordnung, wobei zugleich die Innenoberfläche des Bildfensters längs Linien in der y-Richtung eine Abweichung von einer reinen Kugelform, wie in den Fig. 7 und 8 dargestellt, zeigt. In beiden Figuren werden genormte Strahlverlagerungen in der x-Richtung dargestellt, wobei die Strahlverlagerung im Punkt x =2/3, y=0 nach Fig. 9b auf 100 gesetzt ist. Es dürfte einleuchten, daß der Effekt von "Local Doming" dadurch verringert wird, daß in der y-Richtung ein Buckel vorgesehen wird, dessen Höhe mit zunehmendem x-Wert zunimmt. Für x=0,7 und y=0,9 ist die Auftreffverlagerung durch "Local Doming" in Fig. 9a um etwa 30% weniger als in Fig. 9b.
- Weiterhin sei bemerkt, daß in Fig. 9b Linien gleicher Auftreffverlagerung sich etwa parallel zu der y-Achse erstrecken, während Linien gleicher Auftreffverlagerung in Fig. 9a sich deutlich gekrümmt erstrecken. Namentlich für eine "In-Line"- Farbbildwiedergabeanordnung, d.h. eine Farbbildwiedergabeanordnung mit einem "In- Line"-Elektronenstrahlerzeugungssystem ist es günstig, wenn Linien gleicher Auftreffverlagerung sich etwa parallel zu der y-Achse, d.h. zu der Achse quer zu der "In Line"-Ebene erstrecken. Bei einer "In-Line"-Farbbildwiedergabeanordnung ist für eine Linie parallel zu der y-Achse die Breite der Phosphorlinien nahezu konstant und die Punktbreite, d.h. die Breite des Elektronenauftreffpunktes, etwa konstant. Die Auftreffreserve, die durch die Differenz zwischen den obengenannten Breiten bestimmt wird, ist daher für eine Linie parallel zu der y-Achse nahezu konstant. Vorzugsweise erstrecken sich die Linien gleicher Auftreffverlagerung auf ähnliche Weise wie Linien gleicher Auftreffreserve, d.h. parallel zu der y-Achse, wie in Fig. 9b dargestellt.
- Es sei bemerkt, daß die Farbselektionselektrode, wie bereits bemerkt, eine an die Form des Schirms angepaßte Form hat.
- Es dürfte einleuchten, daß im Rahmen der Patentansprüche für den fachmann viele Abwandlungen möglich sind.
Claims (9)
1. Elektronenstrahlröhre (1) mit einem Elektronenstrahlerzeugungssystem
(8), einem auf der Innenoberfläche eines wenigstens im wesentlichen rechteckigen
gekrümmten Wiedergabefenster (2) mit einer langen (x) und einer kurzen Achse (y)
vorgesehenen Wiedergabeschirm (5) und mit einer vor dem Wiedergabeschirm
vorgesehenen Farbselektionselektrode (6), wobei die Form der Farbselektionselektrode der
Form der Innenoberfläche nahezu entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die z-
Koordinate von Punkten auf der langen Achse der Innenoberfläche des
Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm
durch die Mitte des Wiedergabeschirms und einer Ebene parallel dazu durch Punkte der
langen Achse ist, nahezu durch die untenstehende Formel dargestellt wird:
z = A&sub1; - (A&sub1;² - x²)1/2 + f(x)
wobei x die x-Koordinate der Punkte auf der langen Achse ist, wobei x der Abstand
zwischen der Mitte des Wiedergabefensters und den Punkte auf der langen Achse ist,
wobei f(x) Null ist für x=0 und für das Ende der langen Achse, wobei f(x) negativ ist
nahezu wenigstens überall zwischen diesen Punkten, von Null für x=0 zu einem
Minimum abnehmend in dem Bereich zwischen 0,5L und 0,9L, wobei L die
x-Koordinate für das Ende der langen Achse ist und danach zu Null zunimmt für x=L, und
wobei für den Wert f(x) für das Minimum gilt, daß:
0,0005L< f(x) ist.
2. Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Minimum in dem Bereich zwischen 0,65L und 0,8L liegt.
3. Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die z-Koordinate von Punkten auf Linien parallel zu der langen Achse der
Innenoberfläche des Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer
Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm durch die Mitte des Wiedergabeschirms und einer
Ebene parallel dazu durch Punkte von Linien parallel zu der langen Achse ist, nahezu
durch die nachfolgende Formel dargestellt wird:
z (A&sub1; - x²)¹¹² + f (x)
= z&sub0; + A&sub1; - 2
wobei zo eine Konstante ist für die gegebene Linie, wobei x die x-Koordinate der
Punkte auf der genannten Linie ist, wobei f'(x) Null ist für x=0 und x=L, wobei f'(x)
negativ ist, wenigstens im wesentlichen überall zwischen diesen Punkten, von Null für
x=0 zu einem Minimum im Bereich zwischen 0,5L und 0,9L abnehmend und danach
zu Null für x=L zunehmend, und mit dem Wert des Minimums (im Absolutwert)
abnehmend, je nachdem der Wert von y zunimmt und wobei der Wert des Minimums
von f'(x) an den Rändern auf beiden Seiten der kurzen Achse des nahezu rechteckigen
Wiedergabeschirms kleiner ist als 1/5 des Wertes des Minimums von f'(x) auf der
langen (x)-Achse.
4. Elektronenstrahlröhre nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß für den Wert f(x) für das Minimum auf der langen Achse gilt, daß:
f(x) < 0,02L ist.
5. Elektronenstrahlröhre nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die z-Koordinate von Punkten auf Linien parallel zu der kurzen (y)
Achse der Innenoberfläche des Wiedergabefensters, wobei z der Abstand zwischen einer
Tangentialebene zu dem Wiedergabeschirm durch die Mitte des Wiedergabeschirms und
einer Ebene parallel dazu durch Punkte von Linien parallel zu der kurzen Achse ist,
nahezu durch die nachfolgende Formel dargestellt wird:
z = z&sub0;' + A&sub1;" - (A&sub1;"² - y²)1/2 + f"(y)
wobei z&sub0;' eine Konstante für die gegebene Linie ist, y die y-Koordinate der Punkte auf
der genannten Linie ist, wobei f"(y) Null ist für y=0 und für das Ende der kurzen
Achse (y=L&sub1;), wobei f"(y) negativ ist wenigstens im wesentlichen überall zwischen
diesen Punkten, von Null für y=0 auf ein Minimum zunehmend in dem Bereich
zwischen 0,5L&sub1; und 0,9L&sub1;, wobei L&sub1; die y-Koordinate für das Ende der kurzen Achse
ist und danach zu Null zunehmend für y =L&sub1;, und wobei der Wert des Minimums von
der x-Koordinate der genannten Linie abhängig ist und (im Absolutwert) zunimmt, je
nachdem der Wert von x zunimmt.
6. Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für
den maximalen Wert von f"(y) (im Absolutwert) Folgendes gilt:
f"(y) < 0,02L&sub1;.
7. Elektronenstrahlröhre nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius der Innenoberfläche des Bildfensters längs
der kurzen (y)-Achse kleiner ist als längs der langen (x)-Achse.
8. Elektronenstrahlröhre nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen den Längender kurzen (y)-Achse und der
langen (x)-Achse kleiner als 3:4 ist.
9. Farbwiedergabeanordnung mit einer Elektronenstrahlröhre nach einem der
vorstehenden Ansprüche.
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