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DE69111701T2 - Kontakt für einen Vakuumschalter. - Google Patents

Kontakt für einen Vakuumschalter.

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Publication number
DE69111701T2
DE69111701T2 DE69111701T DE69111701T DE69111701T2 DE 69111701 T2 DE69111701 T2 DE 69111701T2 DE 69111701 T DE69111701 T DE 69111701T DE 69111701 T DE69111701 T DE 69111701T DE 69111701 T2 DE69111701 T2 DE 69111701T2
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DE
Germany
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contact
vacuum
heat treatment
alloy
properties
Prior art date
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DE69111701T
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English (en)
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DE69111701D1 (de
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Tsutomu Okutomi
Kiyofumi Otobe
Tsuneyo Seki
Tadaaki Sekiguchi
Atsushi Yamamoto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toshiba Corp
Original Assignee
Toshiba Corp
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Priority claimed from JP28203290A external-priority patent/JP2831834B2/ja
Application filed by Toshiba Corp filed Critical Toshiba Corp
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Publication of DE69111701T2 publication Critical patent/DE69111701T2/de
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • HELECTRICITY
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    • H01H11/04Apparatus or processes specially adapted for the manufacture of electric switches of switch contacts
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    • HELECTRICITY
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft einen Kontakt für einen Vakuumunterbrecher.
  • Kontakte für einen Vakuumunterbrecher zum Durchführen einer Unterbrechung eines großen Stroms oder zum Ein- und Ausschalten bei Nennstrom in einem Hochvakuum unter Verwendung der Lichtbogendiffusionseigenschaft in einem Vakuum bestehen aus zwei einander gegenüberstehenden Kontakten, d.h. ortsfesten und beweglichen Kontakten. Die für einen solchen Kontakt für einen Vakuumunterbrecher erforderlichen Haupteigenschaften sind die Antischweißeigenschaft, die Spannungsfestigkeit und die Stronunterbrechungseigenschaft. Weitere Anforderungen außer diesen fundamentalen Erfordernissen sind ein geringer und stabiler Temperaturanstieg und ein geringer und stabiler Kontaktwiderstand. Diese Erfordernisse stehen jedoch im Widerspruch zueinander und es ist daher unmöglich, allen Erfordernissen mit einem einzigen Metall gerecht zu werden. Dementsprechend wurden in vielen Kontakten, die in der Praxis verwendet wurden, zumindest zwei Elemente in Kombination verwendet, die ihre unzulänglichen Eigenschaften gegenseitig kompensieren, um einen Kontakt zu entwickeln, der für bestimmte Anwendungen bei einem hohen Strom, bei einer hohen Spannung oder unter anderen Bedingungen geeignet ist. Kontakte mit hervorragenden Eigenschaften wurden entwickelt. Die Nachfrage nach einem Kontakt für einen Vakuumunterbrecher, der eine höhere Spannung und einen größeren Strom aushält, ist jedoch gewachsen und ein Kontakt für einen Vakuumunterbrecher, welcher diesen Anforderungen vollständig entspricht wurde nicht gefunden. Zum Beispiel offenbart die japanische Patentveröffentlichung Nr. 12 131/1966 eine CuBi-Legierung, welche nicht mehr als 5% einer das Verschweißen verhindernden Komponente wie Bi aufweist. Diese Quelle gibt an, daß die CuBi-Legierung als Kontakt verwendet werden kann, der bei einem hohen Strom verwendet wird. Die Löslichkeit von Bi in der Cu-Matrix ist jedoch extrem gering, daher tritt eine Entmischung auf. Weiterhin ist die Oberflächenaufrauhung nach einer Stronunterbrechung groß und das Herstellen oder Verarbeiten ist schwer durchzuführen.
  • Die japanische Patentveröffentlichung Nr. 23 751/1969 offenbart die Verwendung einer CuTe-Legierung für einen Kontakt, der bei einem großen Strom eingesetzt wird. Während diese Legierung die mit der CuBi-Legierung zusammenhängenden Probleme abmildert, ist sie empfindlicher für eine Atmosphäre als die CuBi-Legierung. Dementsprechend fehlt der CuTe-Legierung die Stabilität des Kontaktwiderstands oder dergleichen.
  • Weiterhin stellte sich heraus, daß, obwohl die aus der CuTe- Legierung und die aus der CuBi-Legierung gebildeten Kontakte hervorragende Antischweißeigenschaften gemeinsam haben und bei mäßigen Spannungsfeldern nach dem Stand der Technik in zufriedenstellender Weise hinsichtlich der Spannungsfestigkeit verwendet werden können, sie bei der Anwendung für höhere Spannungsfelder nicht notwendigerweise zufriedenstellend sind.
  • Andererseits ist ein bekanntes kontaktbildendes Material für einen Vakuumunterbrecher eine CuCr-Legierung, welche Cr enthält. Der Kontakt aus einer Cu Cr-Legierung zeigt die bevorzugten thermischen Eigenschaften von Cr und Cu bei hohen Temperaturen und hat daher hervorragende Eigenschaften hinsichtlich der Hochspannungsfestigkeit und der Stabilität bei hohem Strom. Dies bedeutet, daß die CuCr-Legierung in weiten Bereichen als ein Kontakt verwendet wird, bei dem die Hochspannungsfestigkeitseigenschaften kompatibel mit einer Unterbrechung mit großer Kapazität sind.
  • Die CuCr-Legierung zeigt jedoch wesentlich schlechtere Antischweißeigenschaften als die CuBi-Legierung mit einem Bi- Gehalt von nicht mehr als ungefähr 5%, die allgemein in weiten Bereichen als Kontakt für einen Unterbrecher verwendet wurde.
  • Das Schweißphänomen tritt aus einem der folgenden zwei Gründe auf:
  • a) der Kontakt schmilzt aufgrund von Joulescher Wärme, die an den einander kontaktierenden Oberflächen der Kontakte erzeugt wird, und verfestigt sich danach und
  • b) der Kontakt verdampft bei einer Lichtbogenentladung, welche in dem Moment des Schaltens erzeugt wird und verfestigt sich danach.
  • In jedem Fall bildet die CuCr-Legierung feine Körner aus Cr und Cu mit nicht mehr als 1 um, wenn sie verfestigt ist. Die CuCr-Legierung bildet also eine Schicht mit einer Dicke in einer Größenordnung von einigen Mikrometern bis zu mehreren hundert Mikrometern mit einem Zustand, in dem feine Cr-Körner und feine Cu-Körner miteinander vermischt sind. Im allgemeinen ist eine Superverfeinerung einer Struktur einer der Faktoren, welche zu einer Verbesserung der Festigkeit des Materials beitragen. Bei der CuCr-Legierung ist dies der Fall. Wenn die Festigkeit der CuCr-Feinstschicht größer als die Festigkeit der Matrix der CuCr-Legierung ist und die Matrixfestigkeit die vorgesehene Öffnungskraft überschreitet, findet ein Verschweißen statt.
  • Dementsprechend erfordert ein Arbeitsmechanismus, durch den ein Vakuumunterbrecher, der unter Verwendung eines Kontakts aus einer CuCr-Legierung gebildet worden ist, betrieben wird, eine größere Öffnungskraft gegenüber einem Vakuumunterbrecher, der unter Verwendung des Kontakts mit einer CuBi-Legierung gebildet worden ist, und daher ist der unter Verwendung eines Kontakts aus einer CuCr-Legierung gebildete Vakuumunterbrecher nachteilhaft hinsichtlich der Miniaturisierung und der Wirtschaftlichkeit.
  • Die japanische Patentveröffentlichung Nr. 41 091/1986 offenbart einen Kontakt aus einer CuCrBi-Legierung, bei der Bi einer CuCr-Legierung beigefügt ist, um die Antischweißeigenschaften der CuCr-Legierung zu verbessern. Während dieser Kontakt aus einer CuCrbi-Legierung im allgemeinen die Antischweißeigenschaften der CuCr-Legierung in einem gewissen Maße verbessert, versprödet der Zusatz von Bi das Material, verringert die Spannungsfestigkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung.
  • Wie vorangehend beschrieben wurde, hat der Kontakt aus der CuCrBi-Legierung im allgemeinen bessere Antischweißeigenschaften im Vergleich mit dem Kontakt aus der CuCr-Legierung. Es bleiben jedoch die Probleme hinsichtlich der Spannungsfestigkeit und der Erzeugung von Rückzündungen.
  • Aus der EP-A-1 787 96 ist ein Verfahren zum Herstellen eines kontaktbildenden Materials für einen Vakuumunterbrecher bekannt, welches die Schritte des Sinterns eines Cr-Pulvers, um ein Skelett zu bilden, das Infiltrieren eines aus einer gleichförmigen Mischung aus Cu- und Bi-Pulver bestehenden Materials, das vorher zu einem Grünling verdichtet wurde, in das Skelett bei einer bestimmten Temperatur und des Abkühlens der durch die Infiltration erzeugten Legierung umfaßt.
  • Das Problem der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Kontakt für einen Vakuumunterbrecher zu schaffen, der in der Lage ist, die Verringerung der Spannungsfestigkeit und das Ansteigen der Wahrscheinlichkeit von Rückzündungen zu minimieren, während die Antischweißeigenschaften des Kontakts aus der CuCrBi-Legierung gewahrt werden.
  • Dieses Problem wird durch einen Kontakt für einen Vakuumunterbrecher nach Anspruch 1 gelöst. Ein Kontakt der vorliegenden Erfindung besitzt sowohl bessere Schweißeigenschaften als auch eine bessere Spannungsfestigkeit.
  • Die Form der Bi-Komponente, die in einem Kontakt aus einer CuCrBi-Legierung vorliegt, klassifiziert sich nach den folgenden vier Formen:
  • (1) eine feste Cu-Bi-Lösung,
  • (2) Vorliegen der Bi-Komponente an der Grenzfläche der Cr- Körner mit einem auf Cu basierenden leitenden Material (einer Cu-Matrix),
  • (3) Vorliegen der Bi-Komponente an der Korngrenze einer Cu-Matrix und
  • (4) Vorliegen der Bi-Komponente in einem Cu-Matrixkorn.
  • Unter diesen Formen ist die Form, welche den größten Einfluß auf die Festigkeit des Kontakts zeigt, diejenige Form, bei der Bi an der Korngrenze der Cu-Matrix vorliegt. Je größer die Menge an Bi an dieser Korngrenze ist, desto geringer ist die Kontaktfestigkeit. Infolgedessen wird die Spannungsfestigkeit verringert und die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung erhöht.
  • Nach unseren Erkenntnissen wird das in dem Bereich der Oberflächenschicht des Kontakts vorliegende Bi effektiv entfernt (verflüchtigt), indem das kontaktbildende CuCrBi-Material zu der Form des Kontakts verarbeitet wird und einer Wärmebehandlung in einem Vakuum unterzogen wird. Zusätzlich wird ein Teil oder die Gesamtheit der Körner mit Cu-Basis und/oder Cr-Körner, die vor der Wärmebehandlung über Bi miteinander in Kontakt standen, durch die Beseitigung des Bi eng verbunden. Infolgedessen wird die Festigkeit der Oberflächenschicht verbessert, eine Versprödung der Oberfläche des Kontaktes wird verhindert, wodurch die Verringerung der Spannungsfestigkeit und die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung verhindert werden. Bi wird nur in dem Bereich der Oberflächenschicht des Kontakts entfernt und ein bestimmter Anteil des Bi ist weiterhin in den Abschnitten vorhanden, die gerade unterhalb des Bereichs der Oberflächenschicht liegen. Das Öffnen beim Schweißen wird von diesen Abschnitten aus bewirkt und daher wird die Antischweißeigenschaft kaum verringert.
  • Wenn der Bi-Gehalt geringer als 0,05 Gew.-% bezüglich der Gesamtmenge von Cu+Bi beträgt, wird die Antischweißeigenschaft nicht verbessert. Wenn der Bi-Gehalt 1 Gew.-% überschreitet wird der oben beschriebene, durch das Unterziehen unter die Vakuum-Wärmebehandlung erzielte Effekt nicht beobachtet und die Auswirkungen hinsichtlich des Verbesserns der Spannungsfestigkeit und des Verringerns der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung sind unzureichend. Wenn der Cr-Gehalt weniger als 20 Gew.-% beträgt, ist der Cu-Gehalt übermäßig groß und die Spannungsfestigkeit verringert sich. Wenn der Cr-Gehahlt mehr als 60 Gew.-% beträgt, ist der Anteil an Cr übermäßig groß und die Versprödung der Kontaktoberfläche wird durch die Vakuum- Wärmebehandlung nicht verhindert. Dementsprechend können die Verringerung der Spannungsfestigkeit und das Anwachsen der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung nicht verhindert werden.
  • Wenn die Temperatur der Vakuum-Wärmebehandlung unterhalb von 300ºC liegt, ist die Entfernung von Bi in dem Bereich der Oberflächenschicht des Kontakts unzureichend und die Verbesserung der Spannungsfestigkeit und die Verbesserung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung sind unzureichend. Wenn die Temperatur der Vakuum-Wärmebehandlung den Schmelzpunkt von Cu übersteigt, ist die Oberflächenaufrauhung des Kontakts beachtlich. Dementsprechend liegt die Temperatur der Vakuum-Wärmebehandlung vorzugsweise in dem Bereich von 300ºC bis 1083ºC. Der stärker bevorzugte Bereich ist 650ºC bis 900ºC. Diese Wärmebehandlung kann einmal, zweimal oder öfter nach dem Verarbeiten zu der Kontaktform durchgeführt werden.
  • Die oben beschriebene Wärmebehandlung wird in einem Vakuum durchgeführt. Der Begriff "Vakuum-Wärmebehandlung", wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf eine in einem Vakuum ausgeführte Wärmebehandlung. Unter "Vakuum" wird ein Grad des Vakuums verstanden, der ausreicht, um Bi in dem Bereich der Oberflächenschicht des Kontakts in größeren Umfang zu verflüchtigen. Normalerweise kann ein geringerer Grad eines Vakuums verwendet werden, wenn die Temperatur der Wärmebehandlung groß ist. Wenn der Grad des Vakuums zu klein ist, besteht die Gefahr, daß das cr in der Legierung oxidiert wird. Die Wärmebehandlung wird vorzugsweise in einen Vakuum von nicht mehr als 1 10&supmin;³ Torr, stärker bevorzugt von nicht mehr als 1 10&supmin;&sup4; Torr und ganz besonders bevorzugt von nicht mehr als 1 10&supmin;&sup5; durchgeführt.
  • Die oben beschriebene Vakuum-Wärmebehandlung kann einen Kontakt liefern, in dem im wesentlichen kein Bi in dem Bereich der Oberflächenschicht des Kontakts vorhanden ist. Eine Struktur, in der eine Cu-Korngrenze lokal aufgeschmolzen ist, wird an der Oberflächenschicht eines solchen Kontakts ausgebildet.
  • Der vorliegende Kontakt für einen Vakuum-Schaltungsunterbrecher, den man durch das Verarbeiten des kontaktbildenden CuCrBi-Materials zu der Form des Kontaktes und das Unterziehen unter eine Vakuum-Wärmebehandlung erhält, kann im wesentlichen dieselbe Spannungsfestigkeit und Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung aufweisen wie diejenigen aus dem kontaktbildenden CuCr-Material, während die Antischweißeigenschaften gewahrt bleiben.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun mit Bezug auf Ausführungsformen beschrieben.
  • Zunächst werden Verfahren zum Erzeugen eines Kontakts gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Die Prozesse zum Erzeugen eines Kontakts mit einer CuCrBi-Legierung klassifizieren sich grob in ein Infiltrierungsverfahren und ein Verfahren mit fester Phase.
  • Eine Ausführungsform des Infiltrierungsverfahrens wird beschrieben.
  • Ein Cr-Pulver mit einer spezifischen Korngröße wird preßgeformt, um einen Pulver-Formkörper zu erzeugen. Der Pulver- Formkörper wird dann in einer Wasserstoffatmosphäre mit einem Taupunkt von nicht mehr als -50ºC oder in einem Vakuum von nicht mehr 1 10&supmin;³ Torr bei einer spezifischen Temperatur, z.B. 950ºC (für eine Stunde), vorgesintert, um einen vorgesinterten Körper zu erzeugen.
  • Die verbleibenden Fehlstellen des vorgesinterten Körpers werden dann mit einem Material aus einer CuBi-Legierung, die einen spezifischen Prozentsatz an Bi enthält, z.B. über 30 Minuten bei einer Temperatur von 1100ºC infiltriert und das Ganze wird gekühlt und mit einem besonderen Kühlverfahren verfestigt, um ein CuCrBi-Legierungsmaterial zu erzeugen. Während die Infiltierung grundsätzlich in einem Vakuum ausgeführt wird, kann sie auch in Wasserstoff ausgeführt werden.
  • Wenn hohe Temperaturen für die Sinter-Wärmebehandlung und/oder die Infiltrierungs-Wärmebehandlung gewählt werden, ist die Verdampfung von Cu und Bi heftig und daher ist eine Kontrolle der Anteile der Komponenten wichtig. Die Temperatur der Wärmebehandlung variiert in Abhängigkeit von der Leistung eines Ofens, der Menge, der Größe und der Wärmekapazität einer Charge, die auf einmal der Wärmebehandlung unterzogen wird, und dergleichen und es ist daher unmöglich, eine Wärmebehandlungs- Temperatur universell anzugeben. Während ein Verfahren verwendet werden kann, bei dem die Menge des verbleibenden Kupfers direkt durch ein Röntgenstrahlverfahren oder dergleichen bestimmt und manipuliert wird, verringert die Wahl einer Temperatur von mindestens 1300ºC im allgemeinen das Vorliegen von Cu und daher ist ersichtlich, daß ein solches Verfahren unverwünscht ist.
  • Die untere Temperaturgrenze, die bei der Sinter-Wärmebehandlung verwendet wird, muß mindestens 600ºC, vorzugsweise mindestens 900ºC unter dem Gesichtspunkt des Entgasens des Rohmaterials oder des Formkörpers betragen. Die untere Grenze für die bei der Infiltrierungs-Wärmebehandlung verwendete Temperatur muß mindestens 1100ºC betragen, weil es nötig ist, das Skelett zu entgasen und Cu zu schmelzen.
  • Auf diese Weise erhält man ein kontaktbildendes CuCrBi-Material nach dem Infiltierungsverfahren.
  • Eine Ausführungsform eines Sinterverfahrens mit fester Phase wird nun beschrieben.
  • Spezifische Cr-, Cu- und Bi-Pulver werden gemischt. Die daraus resultierende Mischung wird zu einem Grünling mit Hilfe einer Preßmaschine geformt. Der Grünling wird dann in einer Wasserstoffatmosphäre mit einem Taupunkt von nicht mehr als -50ºC oder in einem Vakuum von nicht mehr als 1 10&supmin;³ Torr gesintert. Der Preßschritt und der Sinterschritt werden viele Male wiederholt, um ein gewunschtes kontaktbildendes CuCrBi-Material zu erzeugen.
  • Das auf diese Weise durch das Infiltrierungsverfahren oder das Verfahren des Sinterns in der festen Phase erzeugte kontaktbildende CuCrBi-Material wird zu der spezifischen Form eines Kontaktes verarbeitet und danach wird eine Wärmebehandlung (z.B. über 30 Minuten bei 800ºC) durchgeführt, z.B. in einen Vakuum von 10&supmin;&sup5; Torr, um einen Kontakt gemäß der vorliegenden Erfindung zu erzeugen.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des Infiltrierungsverfahrens wird beschrieben.
  • Während das kontaktbildende CuCr-Material, welches hervorragende Spannungsfestigkeitseigenschaften aufweist, allgemein als kontaktbildendes Material für den Vakuumunterbrecher, wie oben beschrieben, verwendet wird, sind seine Antischweißeigenschaften schlechter als die des kontaktbildenden CuBi-Materials. Um die Antischweißeigenschaften des kontaktbildenden CuCr-Materials zu verbessern und um ein kontaktbildendes Material für einen Vakuumunterbrecher mit hervorragenden Spannungsfestigkeitseigenschaften zu erhalten (abgesehen von dem Verringern der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung) verfuhr man zum Herstellen eines kontaktbildenden Materials für einen Vakuumschalter nach dem Stand der Technik wie folgt.
  • Zum Beispiel offenbart die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 88 728/1990 einen Prozeß, bei dem ein Cr-Skelett, das man durch Sintern von Cr erhält, mit einer CuBi-Legierung infiltriert wird, um ein kontaktbildendes CuCrBi-Material zu erhalten. Weiterhin offenbart die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 96 621/1986 ein Verfahren, bei dem Cu-, Bi- und Cr-Pulver gemischt werden und die daraus resultierende Mischung in ein kontaktbildendes Material durch ein Pulvermetallurgieverfahren umgewandelt wird.
  • Wir haben festgestellt, daß die Verfahren nach dem Stand der Technik eine Streuung in den Spannungsfestigkeitseigenschaften und/oder den Antischweißeigenschaften auch dann aufweisen können, wenn die kontaktbildenden CuCrBi-Materialien dieselbe Zusammensetzung haben.
  • Die oben beschriebenen Probleme kann man durch die Verwendung des folgenden Verfahrens überwinden. Genauer ist ein bevorzugtes Verfahren zur Infiltrierung, das zum Herstellen eines kontaktbildenden Material verwendet wird, ein Verfahren zum Herstellen eines kontaktbildenden Materials für einen Vakuum- Schaltungsunterbrecher, welches das Sintern eines Cr-Pulvers so, daß ein Skelett gebildet wird, und das Infiltrieren eines aus Cu und Bi bestehenden Infiltrierungsmaterials in das Skelett umfaßt, wobei das Verfahren die Schritte des Verdichtens einer Mischung aus einem Cu-Pulver und einem Bi-Pulver, die darin gleichförmig verteilt sind, unter einem spezifischen Druck, des Infiltrierens des auf diese Weise erzeugten CuBi- Grünlings in das Cr-Skelett in einer nicht oxidierenden Atmosphäre bei einer spezifischen Temperatur und des Abkühlens der durch die Infiltrierung erzeugten Legierung, um das kontaktbildende Material für den Vakuumunterbrecher zu erhalten, umfaßt.
  • Bei einem derartigen Verfahren ist die CuBi-Mischung, die man durch gleichförmiges Verteilen des Bi-Pulvers in dem Cu-Pulver erhält, unter einem spezifischen Druck kompakt, der resultierende CuBi-Grünling wird in das Cr-Skelett bei einer spezifischen Temperatur infiltriert und die daraus resultierende Legierung wird gekühlt. Dementsprechend ist die Verteilung des Bi-Pulvers, verglichen mit dem Schnelzverfahren und dem Infiltrierungsverfahren nach den Stand der Technik, gleichförmig und fein, wodurch eine Streuung der Spannungsfestigkeitseigenschaften und der Antischweißeigenschaften effizient verhindert wird.
  • Das oben beschriebene Verfahren wird nun genauer beschrieben.
  • Ein Cr-Pulver mit einer spezifischen Korngröße wird preßgeformt, um einen Pulver-Formkörper zu erzeugen. Dieses geformte Pulverprodukt wird dann in einer Wasserstoffatmosphäre mit einem Taupunkt von nicht mehr als -50ºC oder in einem Vakuum von nicht mehr als 1 10&supmin;³ Torr bei einer spezifischen Temperatur, z.B. 950ºC (über eine Stunde), vorgesintert, um einen vorgesinterten Körper zu erzeugen.
  • Cu- und Bi-Pulver mit einer spezifischen Korngröße werden als Infiltrierungsmaterial in einen bestimmten Verhältnis unter Berücksichtigung der Ausbeute gemischt, das Bi-Pulver wird ausreichend gleichförmig in dem Cu-Pulver verteilt und danach wird die Mischung zu einem CuBi-Grünling unter einem Formdruck von 3 t/cm² geformt. Wahlweise wird der Preßling in einer Wasserstoffatmosphäre, zum Beispiel bei 400ºC für ungefähr 30 Minuten, wärmebehandelt, um einen Preßling zu erzeugen, welcher ein Infiltrierungsmaterial ist. Der Preßling kann in einem Vakuum wärmebehandelt werden.
  • Stabile Spannungsfestigkeitseigenschaften und Antischweißeigenschaften werden durch das gleichförmige Verteilen von Bi erzielt. Der Dispersionszustand von Bi in dem CuCrBi-Kontakt hängt von dem Dispersionszustand von Bi in dem aus Cu und Bi bestehenden Infiltrierungsmaterial ab. Genauer wird, wenn das Cr-Skelett mit dem CuBi-Infiltrierungsmaterial in einem inerten Gas oder in einen Vakuum infiltriert wird, eine lange Infiltrierungszeit unter Berücksichtigung des Umstands nicht vorgesehen, daß Bi ein Element mit hohem Dampfdruck ist. Dementsprechend ist der Dispersionszustand von Bi in dem Infiltrierungsmaterial vor der Infiltrierung einer der Faktoren, welche den Dispersionszustand von Bi nach der Infiltrierung bestimmen.
  • Wenn das CuBi-Infiltrierungsmaterial durch das Schmelzverfahren hergestellt wird, führt das Hinzufügen von Bi zu der Ausbildung einer kleineren Korngröße der Cu-Matrix, verglichen mit reinem Cu. Gemäß einer strukturellen Untersuchung ist jedoch die Cu-Matrix derart grob, daß das Korn visuell erkennbar ist, und dementsprechend ist auch die Verteilung Bi ebenfalls grob. Andererseits ist der Dispersionszustand von Bi in dem CuBi-Preßling, der durch Mischen und Formen von Cu- und Bi- Pulvern von der Größenordnung von mehreren Mikrometern bis zu einigen 100 Mikrometern hergestellt wurde, besser als derjenige der CuBi-Legierung, welche durch das Schmelzverfahren hergestellt wurde. Der Dispersionszustand von Bi in dem oben beschriebenen Infiltrierungsmaterial dominiert den Dispersionszustand von Bi nach der Infiltrierung. Der Dispersionszustand von Bi in dem CuCrBi-Kontakt, den man beim Verwenden des CuBi- Preßlings erhält, ist besser als derjenige des Infiltrierungsmateriales, den man durch das Schmelzverfahren erhält. Infolgedessen kann die Streuung der Spannungsfestigkeitseigenschaften und der Schweißeigenschaften des kontaktbildenden CuCrBi-Materials verringert werden.
  • Die Cu- und Bi-Pulver, aus denen das Infiltrierungsmaterial hergestellt wird, neigen dazu, oxidiert zu werden. Wenn diese Pulver verwendet werden, nachdem man sie über eine lange Zeitdauer in Luft hat stehen lassen, wird vorzugsweise das folgende Verfahren verwendet. Die Pulver werden verdichtet und der daraus entstehende Preßling wird vor der Infiltrierung in Wasserstoff wärmebehandelt. Ein solches Verfahren führt zu guten Eigenschaften bei einem CuCrBi-Kontakt nach der Infiltrierung.
  • Die verbleibenden Leerstellen des vorgesinterten Körpers werden dann mit dem oben beschriebenen CuBi-Preßling infiltiert, zum Beispiel über 30 Minuten bei einer Temperatur von 1100ºC, und das Ganze wird nach einem besonderen Kühlverfahren gekühlt und verfestigt, um ein CuCrBi-Legierungsmaterial zu erzeugen.
  • Während die Infiltrierung hauptsächlich in einem Vakuum ausgeführt wird, kann sie auch in Wasserstoff ausgeführt werden.
  • Wenn eine hohe Temperatur für die Sinter-Wärmebehandlung und/oder die Infiltrierungs-Wärmebehandlung gewählt wird, ist die Verdampfung von Cu und Bi heftig und daher ist die Kontrolle über den Mengenanteil der Komponenten wichtig. Die Temperatur der Wärmebehandlung variiert in Abhängigkeit von der Leistung des Ofens, der Menge, der Größe und der Wärmekapazität einer Charge, die auf einmal wärmebehandelt werden soll, und dergleichen, und daher ist es unmöglich, die Temperatur der Wärmebehandlung universell auszudrücken. Während ein Verfahren verwendet werden kann, bei dem die Menge des verbleibenden Cu direkt durch ein Röntgenstrahlverfahren oder dergleichen bestimmt und manipuliert wird, verringert die Wahl einer Temperatur von mindestens 1300ºC im allgemeinen den Druck von Cu und es ist daher offensichtlich, daß ein solches Verfahren unerwünscht ist.
  • Die untere Grenze für die Temperatur, die bei der Sinter-Wärmebehandlung verwendet wird, muß mindestens 600ºC, vorzugsweise mindestens 900ºC, unter dem Gesichtspunkt des Entgasens des Rohmaterioder des geformten Produkts betragen. Die untere Grenze der Temperatur, die bei der Infiltrierungs-Wärmebehandlung verwendet wird, muß mindestens 1100ºC betragen, weil es nötig ist, das Skelett zu entgasen und das Kupfer zu schmelzen.
  • Ein kontaktbildendes CuCrBi-Material erhält man auf diese Weise mit dem Infiltrierungsverfahren. Der Kontakt aus einer CuCrBi-Legierung, welche durch das Infiltrierungsverfahren erzeugt wird, zeigt eine Streuung der Spannungsfestigkeit und der Schweißeigenschaften, die geringer als diejenige des Kontakts aus einer CuCrBi-Legierung ist, die man durch Infiltrieren der durch das Schmelzverfahren erzeugten CuBi-Legierung erhält. Daher können stabile Eigenschaften durch das Infiltrierungsverfahren herbeigeführt werden und der Kontakt aus einer CuCrBi-Legierung, die man durch das Infiltrierungsverfahren erhält, ist optimal als Kontakt für einen Vakuum-Schaltungsunterbrecher.
  • Die Kontakteigenschaften können weiter verbessert werden, indem das kontaktbildende Material, das durch das Infiltrierungsverfahren wie oben beschrieben gewonnen wurde, der oben beschriebenen Vakumm-Wärmebehandlung unterzogen wird.
  • Die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele illustrieren die vorliegende Erfindung.
  • Die Bedingungen und Verfahren, die zum Feststellen der Eigenschaften der Kontakte verwendet wurden, sind wie folgt.
  • (1) Antischweißeigenschaft
  • Druckstangen mit einem Außendurchmesser von 25 mm und einem Ende, das einen Krümmungsradius von 100 R aufwies, wurden einem Paar von scheibenförmigen Proben gegenüber angeordnet, die einen Außendurchmesser von 25 mm aufwiesen. Eine Last von 100 kg wurde angelegt und ein Strom von 20 kA mit 50 Hz wurde durch die Proben über 20 ms in einem Vakuum von 10&supmin;&sup5; mmHg geleitet. die für das Öffnen zwischen den Proben und der Stange erforderliche Kraft wurde gemessen und die Antischweißeigenschaft wurde bestimmt. Die Zahlenwerte sind Relativwerte, die man erhält, wenn die Schweiß-Öffnungskraft des infiltrierten CuCr-Legierungsmaterials, das in dem Vergleichsbeispiel A1 gezeigt ist, durch 1,0 ausgedrückt wird. Tabelle 1 zeigt die Streuungsbreite der gemessenen Werte (Zahl der Kontakte: 3).
  • (2) Spannungsfestigkeitseigenschaften
  • Eine Ni-Nadel, welche durch Schwabbeln hochglanzpoliert worden war, wurde als Anode verwendet. Jede Probe, die durch Hochglanzpolieren und nachfolgendes Unterziehen unter eine Vakuum- Wärmebehandlung erzeugt wurde, wurde als Kathode verwendet. Die Lücke zwischen der Anode und der Kathode betrug 0,5 mm. Eine Spannung wurde in einem Vakuum von 10&supmin;&sup6; mmHg nach und nach erhöht und der Spannungswert wurde gemessen, wenn ein Funke erzeugt wurde. Es wurden also statische Durchschlagspannungswerte bestimmt. Die durch das Ausführen von drei sich wiederholenden Versuchen erhaltenen Daten sind in Tabelle 1 (inklusive ihrer Streuung) gezeigt. Die Zahlenwerte sind Relativwerte, die man erhält, wenn die statischen Durchschlagsspannungswerte der infiltrierten CuCr-Legierung durch 1,0 ausgedrückt werden (Vergleichsbeispiel A1).
  • (3) Rückzündungseigenschaften
  • Ein scheibenförmiges Kontaktstück mit einem Außendurchmesser von 30 mm und einer Dicke von 5 mm wurde auf einem demontierbaren Vakuumunterbrecher montiert. Ein Stromkreis mit 6 kV und 500 A wurde zweitausendmal unterbrochen und die Frequenz der Rückzündungen wurde gemessen. Die Streubreite (Maximum und Minimum) der zwei Schaltungsunterbrecher (sechs Röhren) ist gezeigt.
  • Beispiele A1 bis A3 und Vergleichsbeispiele A1 bis A4
  • Kontakte, welche ungefähr 50 Gew.-% Cr und Bi in einer Menge von ungefähr 0,5 Gew.-% der Gesamtmenge von Cu und Bi enthielten, wurden verwendet. Die folgenden Bedingungen für die Wärmebehandlung wurden verwendet: keine Wärmebehandlung, 200ºC über 1 h, 300ºC über 1 h, 800ºC über 1 h, 1050ºC über 1 h und 1200ºC über 1 h. Jede Eigenschaft wurde bestimmt (Vergleichsbeispiel A2 und A3, Beispiele A1 bis A3 und Vergleichsbeispiele A4). Wie in Tabelle 1 gezeigt ist, war die Antischweißeigenschaft wesentlich besser als diejenige des CuCr-Kontakts, der kein Bi enthält (Vergleichsbeispiel A1). Die Spannungsfestigkeitseigenschaften und die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung hingen stark von der Temperatur der Wärmebehandlung ab. Genauer war die Entfernung von Bi an der Oberfläche des Kontakts unzureichend in den Fällen der Probe, bei der keine Wärmebehandlung nach dem Verarbeiten des Kontakts durchgeführt wurde (Vergleichsbeispiel A2), und der Probe, bei der die Temperatur der Wärmebehandlung 200ºC betrug (Vergleichsbeispiel A3), und daher wurde eine Verbesserung der Spannungsfestigkeit und eine Verbesserung der Wahrscheinlichkeit von Rückzündungen nicht beobachtet. In dem Fall der Probe, bei der die Temperatur der Wärmebehandlung den Schmelzpunkt von Cu überstieg (Vergleichsbeispiel A4), war die Oberflächenaufrauhung des Kontakts erheblich und es war unmöglich, Eigenschaften zu messen. Andererseits wurde in den Fällen der Proben, bei denen die Temperatur der Wärmebehandlung 300ºC, 800ºC bwz. 1050ºC betrug (Beispiele A1, A2, A3), beobachtet, daß sich sowohl die Spannungsfestigkeitseigenschaften als auch die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung verbesserten.
  • Beispiele A2, A4 und A5 und Vergleichsbeispiele A5 und A6
  • Die Eigenschaften von CuCrBi-Kontakten, welche 50 Gew.-% Cr und Bi in einer Menge von 0,01, 0,05, 0,43, 0,97 und 5,6 Gew.-% der Gesamtmenge an Cu und Bi enthielten, wurden bestimmt (Vergleichsbeispiel AS, Beispiele A4, A2 und A5 und Vergleichsbeispiel A6). Wie in Tabelle 1 gezeigt ist, waren in dem Fall des Kontaktes mit einen kleineren Bi-Gehalt (Vergleichsbeispiel A5) die Spannungsfestigkeitseigenschaft und die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung gut. Eine Verbesserung der Antischweißeigenschaften wurde jedoch kaum beobachtet. Andererseits wurde in dem Fall des Kontaktes, der einen größeren Kontakt an Bi enthielt (Vergleichsbeispiel A6), ein auf die Wärmebehandlung zurückgehender Effekt nicht beobachtet und das Anwachsen der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung und die Verringerung der Spannungsfestigkeitseigenschaften waren beachtlich. Wie man aus dem Vorangehenden erkennt, beträgt die Menge an B1, bezogen auf die Gesamtmenge von Cu und Bi, geeigneterweise 0,05 bis 1,0 Gew.-%.
  • Beispiele A6 bis A8 und Vergleichsbeispiele A7 und A8
  • Der effektive Bereich des Cr-Gehalts wurde untersucht. CuCrBi- Legierungskontakte, welche 12,3, 22,5, 47,9, 59,1 oder 87,6 Gew.-% Cr enthielten, wurden untersucht (Vergleichsbeispiel A7, Beispiele A6 bis A8 und Vergleichsbeispiel A8). Die Eigenschaften jedes Kontaktes wurden bestimmt. Alle Kontakte zeigten eine gute Antischweißeigenschaft. In dem Fall des Kontakts, der 12,3 Gew.-% Cr enthielt (Vergleichsbeispiel A7) war die Menge an Cu übermäßig groß und daher wurde eine deutliche Verringerung der Spannungsfestigkeit beobachtet, obwohl ein solcher Kontakt kein Problem hinsichtlich der Erzeugung von Rückzündungen bildet. Bei dem Fall des Kontakts, der 87,6 Gew.-% an Cr enthält (Vergleichsbeispiel A8), war die Menge an Cr übermäßig groß und daher war es unmöglich, das Verspröden der Kontaktoberfläche durch Wärmebehandlung zu verhindern, und sowohl die Spannungsfestigkeitseigenschaft als auch die Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung, die erzielt wurden, waren nicht gut. Andererseits zeigten die Kontakte, welche 22,5, 47,9, 59,1 Gew.-% Cr enthielten (Beispiele A6 bis A8), sämtlich gute Resultate. Wie man aus dem Vorangehenden sieht, ist es wünschenswert, daß der Prozentsatz an Cr 20 bis 60 Gew.-% beträgt. Tabelle 1 Analyt. Wert Eigenschaften Bedingungen der Wärmebehandlung nach der Kontakt -verarbeitung (Vakuumumgebung) Antischweißeigenschaft Spannungsfestigkeit Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung Vergl. Beisp. Beisp. keine Messung wegen Schmelzen von Cu nicht möglich
  • Die oben beschriebenen Beispiele beziehen sich auf solche Fälle, in denen der Kontakt allein wärmebehandelt wurde. Auch wenn eine Wärmebehandlung, welche ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, in jedem Schritt durchgeführt wird, der vollzogen wird, bis der Kontakt in den Vakuumunterbrecher eingebaut worden ist, ist ersichtlich, daß die Verbesserung von Eigenschaften ähnlich wie den oben beschriebenen erreicht werden kann.
  • Wie oben beschrieben wurde, kann gemäß der vorliegenden Erfindung die Verringerung der Spannungsfestigkeitseigenschaften und das Ansteigen der Wahrscheinlichkeit einer Rückzündung minimiert werden, während die Antischweißeigenschaften des CuCrBi-Legierungskontakts für den Vakuumunterbrecher gewahrt werden können.
  • Beispiele, in denen Kontakte durch das Infiltrierungsverfahren hergestellt werden, werden beschrieben.
  • Die Bedingungen und Verfahren, die beim Bestimmen der Eigenschaften der Kontakte verwendet werden, sind wie folgt.
  • (1) Antischweißeigenschaft
  • Druckstangen mit einem Außendurchmesser von 25 mm und einen Ende, das einen Krümmungsradius von 100 R aufwies, wurden einem Paar von scheibenförmigen Proben mit einem Außendurchmesser von 25 mm gegenüber angeordnet. Eine Last von 100 kg wurde angelegt und ein Strom von 20 kA mit 50 Hz wurde durch die Proben über Millisekunden in einem Vakuum von 10&supmin;&sup5; mmHg geleitet. Die zum Öffnen erforderliche Kraft zwischen den Proben und der Stange wurde gemessen und die Antischweißeigenschaft wurde bestimmt. Die Zahlenwerte sind Relativwerte, die man erhält, wenn die Schweißöffnungskraft des infiltrierten CuCr- Legierungsmaterials, das in dem Vergleichsbeispiel B1 gezeigt ist, durch 1,0 ausgedrückt wird. Tabelle 2 zeigt die Streuungsbreite der gemessenen Werte (Zahl der Kontakte: 10).
  • (2) Spannungsfestigkeitseigenschaften
  • Eine Ni-Nadel, welche durch Schwabbeln hochglanzpoliert worden war, wurde als Anode verwendet. Jede durch Hochglanzpolieren und nachfolgendes Unterziehen unter eine Vakuum-Wärmebehandlung erzeugte Probe wurde als Kathode verwendet. Die Lücke zwischen der Anode und der Kathode betrug 0,5 mm. Die Spannung wurde nach und nach in einem Vakuum von 10&supmin;&sup6; mmHg erhöht und der Spannungswert wurde gemessen, wenn ein Funke erzeugt wurde. Dementsprechend wurden statische Durchschlagsspannungswerte bestimmt. Die Daten, die man beim Durchführen von zehn Versuchen erhielt, sind in Tabelle 2 (einschließlich ihrer Streuung) gezeigt. Die Zahlenwerte sind Relativwerte, die man erhält, wenn die Werte der statischen Durchschlagsspannung der infiltrierten CuCr-Legierung mit 1,0 ausgedrückt werden (Vergleichsbeispiel B1).
  • Die obigen Proben für das Messen der Antischweißeigenschaft und der Spannungsfestigkeitseigenschaft sind diejenigen, die man durch Verarbeiten zu der Form der oben beschriebenen Probe und Unterziehen unter eine Vakuum-Wärmebehandlung erhält.
  • Beispiel B1 und Vergleichsbeispiele B1 und B2
  • Kontakte, welche ungefähr 50 Gew.-% Cr und Bi in einer Menge von ungefähr 0,4 Gew.-% der Gesamtmenge an Cu und Bi enthielten, wurden erzeugt. Geschmolzenes CuBi wurde als Infiltrierungsmaterial verwendet (Vergleichsbeispiel B2) und ein Grünling, der aüs Cu und Bi-Pulvern bestand, wurde als Infiltrierungsmaterial verwendet (Beispiel B1) - Ihre Eigenschaften wurden verglichen. Wie in Tabelle 2 gezeigt ist, war die Antischweißeigenschaft wesentlich besser als diejenige des CuCr- Kontakts, den man nach dem Infiltrierungsverfahren nach dem Stand der Technik (Bi = 0, Vergleichsbeispiel B1) erhielt. Wenn ihre Streubreite verglichen wird, zeigt Beispiel B1, bei dem der Preßling verwendet wurde, eine geringe Streubreite, während das Vergleichsbeispiel B2, bei dem durch das Schmelzverfahren gewonnenes CuBi verwendet wurde, eine große Streubreite zeigt. Während die Meßergebnisse zeigen, daß die Streubreite des Vergleichsbeispiels B2 groß ist, ist die obere Grenze der Streubreite das 0,6-fache derjenigen des Vergleichsbeispiels B1, das kein Bi enthält, und sie liegt in dem praktisch effizienten Bereich. Eine ähnliche Tendenz wird bei den Spannungsfestigkeitseigenschaften beobachtet. Beispiel B1, bei dem der Preßling verwendet wurde, zeigt eine Verringerung der Spannungsfestigkeit, die geringer als diejenige des Vergleichsbeispiels B1 ist, und eine geringere Streubreite als das Vergleichsbeispiel B1, während das Vergleichsbeispiel B2, bei dem durch das Schmelzverfahren gewonnenes CuBi verwendet wurde, eine große Streuung aufweist und in einigen Fällen die untere Grenze 0,6 ist. Dementsprechend ist der Kontakt des Vergleichsbeispiels B2 nicht notwendigerweise als Kontakt für einen Vakuum-Schaltungsunterbrecher geeignet.
  • Die oben beschriebenen Resultate zeigen, daß Kontakte, die eine geringere Streuung in der Spannungsfestigkeit und der Antischweißeigenschaft zeigen, durch das Verwenden des CuBi- Preßlings als Infiltrierungsmaterial erreicht werden können.
  • Beispiele B2, B1 und B3 und Vergleichsbeispiele B3 und B4
  • Die Eigenschaften von CuCrBi-Kontakten, welche 50 Gew.-% Cr und Bi in einer Menge von 0,01, 0,05, 0,39, 0,95 und 5,3 Gew.-% der Gesamtmenge an Cu und Bi enthielten, wurden bestimmt (Vergleichsbeispiel B3, Beispiele B2, B1 und B3 und Vergleichsbeispiel B4). Wie in Tabelle 2 gezeigt ist, war in dem Fall des Kontakts, der einen kleineren Bi-Gehalt aufwies (Vergleichsbeispiel B3), die Spannungsfestigkeit gut. Eine Verbesserung der Antischweißeigenschaft wurde jedoch kaum beobachtet. Andererseits war in dem Fall des Kontakts, der einen größeren Bi-Gehalt aufwies (Vergleichsbeispiel B4) die Verringerung der Spannungsfestigkeit beachtlich. Wie man aus dem Vorangehenden sieht, liegt die Menge an Bi, bezogen auf die Gesamtmenge von Cu und Bi, geeigneterweise zwischen 0,05 und 1,0 Gew.-%.
  • Beispiele B4 und B5
  • Es wird der Fall untersucht, in dem erheblich oxidiertes Cu als Rohmaterial eines Grünlings für ein Infiltrierungsmaterial verwendet wird.
  • Wenn ein erheblich oxidiertes Cu-Pulver, wie in Beispiel B4 gezeigt, verwendet wird, ist seine Spannungsfestigkeit geringfügig kleiner als diejenige des Beispiels B1. Seine Antischweißeigenschaften sind jedoch im wesentlichen dieselben wie die bei Beispiel B1 und bei Beispiel B4 gibt es keine Probleme hinsichtlich der Verwendung als Kontakt für einen Vakuumunterbrecher. Es wurde bestätigt, daß dieselbe Spannungsfestigkeit wie die des Beispiels B1 erzielt wird, indem dasselbe Cu-Pulver verwendet und der Grünling vor der Infiltrierung wärmebehandelt wird (Beispiel B5), und die Effizienz der Wärmebehandlung des Preßlings wird bestätigt.
  • Der Gew.-%-Anteil von Cr ist in den oben beschriebenen Beispielen nicht-begrenzt. Es ist ersichtlich, daß alle CuCrBi- Kontakte, welche durch das Infiltrierungsverfahren erzeugt werden können, bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.
  • Wie vorangehend beschrieben wurde, verwendet das Infiltrierungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ein Verfahren, welches die Schritte des Verdichtens einer Mischung aus einem Cu-Pulver und einem Bi-Pulver, das darin gleichförmig verteilt sind, unter einem spezifischen Druck, des Infiltrierens des daraus entstehenden CuBi-Grünlings in ein Cr-Skelett in einer nicht oxidierenden Atmosphäre bei einer spezifischen Temperatur und des Kühlens der daraus resultierenden Legierung umfaßt. Dementsprechend können hervorragende kontaktbildende Materialien erzielt werden, die in der Lage sind, das Streuen der Spannungsfestigkeit und der Antischweißeigenschaft zu verhindern. Tabelle 2 Analyt. Wert Eigenschaften Gew.-% Verfahren zum Herstellen des Infiltrierungsmaterials Wärmebehandlung des Infiltrierungsmaterials Antischweißeigenschaft Spannungsfestigkeit Anmerkungen Vergl. Bsp. Geschmolzenes sauerstofffreies Cu geschmolzenes CuBi CuBi-Grünling nein Erheblich oxidiertes Cu-Pulver wurde verwendet

Claims (4)

1. Kontakt für einen Vakuumunterbrecher, welcher durch Formen eines kontaktbildenden Werkstoffes umfassend 20 bis 60 Gewichts-% Cr, Bi in einer Menge von 0,05 bis 1,0 Gewichts-% der Gesamtmenge an Cu und Bi, Rest im wesentlichen Cu, in die Gestalt eines Kontaktes und anschließendes Wärmebehandeln des so geformten Werkstoffes im Vakuum erhalten wird, wobei die Vakuum- Wärmebehandlung
- in einem Vakuum durchgeführt wird, das dazu ausreicht, in wesentlichen in der Oberflächenschicht des kontaktbildenden, in die Gestalt des Kontaktes zu bringenden Werkstoffes vorhandenes Bi zu verflüchtigen, und
- bei einer Temperatur im Bereich von 300 ºC bis 1083 ºC durchgeführt wird.
2. Kontakt nach Anspruch 1, bei dem die Vakuum- Wärmebehandlung in einem Vakuum von nicht mehr als 1 x 10&supmin;³ Torr durchgeführt wird.
3. Kontakt nach Anspruch 1 oder 2, bei dem eine Struktur mit einer lokal aufgeschmolzenen Cu-Korngrenze in der Oberflächenschicht des Kontaktes gebildet ist.
4. Kontakt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der kontaktbildende Werkstoff vor den Dringen in die Gestalt des Kontaktes durch folgende Schritte vorbehandelt ist:
a) Bereits tellen eines Skeletts aus einem Cr- Sinterkörper und
b) Infiltrieren des Skelettes mit einem Infiltrat aus einem grünen Kontaktstoff aus einem Gemisch eines Cu-Pulvers und eines Bi-Pulvers.
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