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DE69100510T3 - Zusammensetzung zum schutz von lithographischen druckplatten. - Google Patents

Zusammensetzung zum schutz von lithographischen druckplatten.

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Publication number
DE69100510T3
DE69100510T3 DE69100510T DE69100510T DE69100510T3 DE 69100510 T3 DE69100510 T3 DE 69100510T3 DE 69100510 T DE69100510 T DE 69100510T DE 69100510 T DE69100510 T DE 69100510T DE 69100510 T3 DE69100510 T3 DE 69100510T3
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DE
Germany
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composition according
plate
agent
film forming
weight
Prior art date
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Expired - Fee Related
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DE69100510T
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English (en)
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DE69100510T2 (de
DE69100510D1 (de
Inventor
John Walls
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kodak Graphics Holding Inc
Original Assignee
Kodak Graphics Holding Inc
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Publication date
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First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=23905970&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE69100510(T3) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Kodak Graphics Holding Inc filed Critical Kodak Graphics Holding Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE69100510D1 publication Critical patent/DE69100510D1/de
Publication of DE69100510T2 publication Critical patent/DE69100510T2/de
Publication of DE69100510T3 publication Critical patent/DE69100510T3/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N3/00Preparing for use and conserving printing surfaces
    • B41N3/08Damping; Neutralising or similar differentiation treatments for lithographic printing formes; Gumming or finishing solutions, fountain solutions, correction or deletion fluids, or on-press development

Landscapes

  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
  • Thin Film Transistor (AREA)

Description

    Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Finish-Zusammensetzung für den Schutz der Oberflächen von lithographischen Druckplatten. Insbesondere betrifft die Erfindung wäßrige Finish-Zusammensetzungen, die geeignet sind, die Nichtbild- Hydrophilie und die Bild-Oleophilie aufrecht zu erhalten. Noch spezieller stellt die Erfindung eine Finish-Zusammensetzung bereit, die Kratzverletzungen widersteht, schnelles Aufrollen ohne Verschmutzung gewährleistet, selbst wenn bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeiten gelagert wird, und die eine wirksame Korrektur an der Platte, wie beispielsweise Hinzufügungen oder Entfernungen erlaubt.
  • Beschreibung des betroffenen Standes der Technik Der Stand der Technik des Lithographiedrucks beruht auf der nicht-Mischbarkeit von Öl und Wasser, wobei das ölige Material oder die Tinte (Farbstoff) vorzugsweise zurückgehalten wird durch die Bildbereiche und die Wasser- oder Tauch-Lösung (Feuchtwasser), vorzugsweise durch die nicht-Bild-Bereiche zurückgehalten wird. Wenn eine in geeigneter Weise vorbereitete Oberfläche mit Wasser befeuchtet wird und dann eine Tinte aufgebracht wird, halten die Untergrund- oder nicht-Bild-Bereiche das Wasser zurück und stoßen die Tinte ab, wo hingegen die Bild-Bereiche Wasser abstoßen und die Tinte annehmen. Die Tinte auf dem Bild-Bereich wird dann auf die Oberfläche eines Materials auf der das Bild reproduziert werden soll übertragen, beispielsweise Papier, Pappe und dgl. Für gewöhnlich wird die Tinte auf ein Intermediärmaterial übertragen, das im allgemeinen blanket (Drucktuch) genannt wird, welches dann die Tinte auf die Oberfläche des Materials, auf dem das Bild reproduziert werden soll, überträgt.
  • Der gebräuchlichste Typ einer Lithographieplatte, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, hat eine lichtempfindliche Beschichtung, die auf eine Aluminiumbasis aufgetragen wird. Die Beschichtung reagiert auf Licht indem der Teil, der belichtet wurde, löslich wird, so daß dieser in dem Entwicklungsprozeß entfernt wird. Eine solche Platte wird als positiv arbeitend bezeichnet. Demgegenüber wird die Platte, wenn der Teil der Beschichtung, der belichtet wird, gehärtet wird, als negativ arbeitend bezeichnet. In beiden Fällen ist der Bild-Bereich, der zurückbleibt, Tinten-empfänglich oder oleophil und der nicht-Bild-Bereich ist wasseraufnehmend (empfänglich) oder hydrophil. Die Differenzierung zwischen Bild- und nicht-Bild- Bereichen wird in dem Belichtungsprozeß erreicht, bei dem der Film auf die Platte mittels Vakuum aufgebracht wird, um einen guten Kontakt zu gewährleisten. Die Platte wird dann einer Lichtquelle ausgesetzt, von der ein Teil aus UV-Strahlung besteht. In dem Fall, bei dem eine positive Platte eingesetzt wird, ist der Bereich auf dem Film der dem Bild auf der Platte entspricht opak (lichtundurchlässig), so daß kein Licht auf die Platte auftrifft, wo hingegen der Bereich des Films der dem nicht-Bild-Bereich entspricht klar ist und die Transmission von Licht auf die Beschichtung zuläßt, die dann löslicher wird und durch die Entwicklung entfernt wird. Bei der negativ arbeitenden Platte ist das Gegenteil der Fall. Der Bereich des Filmes, der dem Bild-Bereich entspricht ist klar, wohingegen der nicht- Bild-Bereich opak (lichtundurchlässig) ist. Die Beschichtung unterhalb des klären Bereichs wird durch die Wirkung des Lichts gehärtet, wo hingegen der Bereich, der nicht vom Licht erfaßt wird, durch die Entwicklung entfernt wird. Die lichtgehärtete Oberfläche einer negativen Platte ist deshalb oleophil und akzeptiert Tinte (Druckfarbe) wohingegen im nicht-Bild-Bereich die Beschichtung durch die Wirkung des Entwicklers entfernt und desensitisiert und deshalb hydrophil ist.
  • Die entwickelte Platte, gleich ob sie negativ oder positiv ist, wird gespült und mit einem Finisher behandelt, um die Differenzierung in Bild- und nicht-Bild-Teile der Platte aufrecht zu erhalten bis die Platte in eine Druckpresse gesetzt wird, um Abzüge herzustellen. Es ist notwendig, daß das Bild oleophil bleibt und für den nicht-Bild-Bereich gilt, daß dieser hydrophil bleibt. Der Intervall zwischen dem Zeitpunkt, zu dem die Platte hergestellt wurde und dann zum Druck eingesetzt wird, kann zwischen einigen Stunden und einigen Wochen schwanken. Wenn die Platte gelagert wird, können die Lagerbedingungen zwischen heiß und kalt, trocken und feucht schwanken. Es ist nicht ungewöhnlich, daß eine Platte unter solchen Bedingungen gelagert wird, die eine Vielzahl von Nachteilen nach sich zieht, wodurch der Einsatz der Platte schwierig oder unmöglich wird. Nachteile sind gekennzeichnet durch langsames Aufrollen oder Verschmutzung im Bild-Bereich und Einfärbungen oder Verschmierungen im Untergrund. Das tritt ganz besonders auf bei Platten, die bei hohen Temperaturen und/oder hoher Feuchtigkeit gelagert werden. Zusätzlich kann es sein, daß die Platten unter belichtenden Bedingungen gelagert werden, was eine Lichthärtung der Finish-Zusammensetzungen verursacht, wodurch sich ein langsames Aufrollen oder in ernsthaften Fällen eine Blendung des Bildes ergibt. Mit dem Erscheinen von wäßrigen Plattensystemen wurden Probleme im Zusammenhang mit der Finish-Zusammensetzung akuter. Dies trifft ganz besonders zu auf das langsame Aufrollen und Blendung. Um Platten bereitzustellen, die mit weniger aggressiven Entwicklern zu entwickeln sind, wurden die Beschichtungen modifiziert. Diese Modifizierungen erhöhen im allgemeinen die Empfänglichkeit für langsames Aufrollen und Blendungen. In einem geringeren Ausmaß, aber immer noch bedeutsam, tritt das Untergrundproblem des Scumming (Mitdruck anderer Stellen, Fehler) auf. Untergrundempfindlichkeit gegenüber Druckfarbe trat im wesentlichen auf durch die Verdünnung der Finish-Zusammensetzungen, um das langsame Aufrollen zu minimieren.
  • Ein zusätzliches Hindernis für den erfolgreichen Einsatz einer Finish-Zusammensetzung ist das Verkratzungsproblem, das bei gefinishten Platten auftritt. Auch wenn große Sorgfalt gewährleistet ist, kann der Umgang der verarbeiteten Platten Verletzungen und/oder Verkratzen der Oberfläche verursachen. Soweit dies in dem Bild-Bereich auftritt, führt das üblicherweise nicht zu einem Problem, solange der Kratzer nicht ernsthaft ist. Wenn jedoch der Untergrund verletzt wird, werden die betroffenen Flächen für Druckfarbe aufnahmefähig. In diesem Fall ist es erforderlich, die Platte durch chemische Behandlung oder Abziehen zu korrigieren. Sehr häufig muß die Platte dann verworfen werden.
  • Um sowohl Blendung als auch Verschmutzung zu minimieren, wird üblicherweise eine frischentwickelte Platte nach dem Wasserspülen mit einem Plattenfinisher behandelt, der normalerweise ein hydrophiles Colloid, eine oberflächenaktive Substanz, Salze und Wasser enthält.
  • Gummiarabikum und synthetische Gummen sind bereits eingesetzt worden für das Finishen von lithographischen Druckplatten. Bei diesen Mitteln tritt jedoch häufig Gummi-Blendung auf.
  • Es wurden verbesserte Finish-Zusammensetzung hergestellt und eingesetzt, die Wasser, Tapiocadextrin, ein anionisches oberflächenaktives Mittel und als Befeuchtungsmittel Glycerin, enthielten. Trotz der Verbesserungen traten sporadisch Blendungen (Verschmutzungen) auf; die Leistungswerte waren nicht beständig. Bei Tapiocadextrin ist ein verlängertes Erhitzen erforderlich, um es aufzulösen. Ein weiterer verbesserter Finisher wird in dem US Patent Nr. 4 162 920 beschrieben, wobei der Finisher zusätzlich ein Konservierungsmittel ist. Diese Finish-Zusammensetzung setzt Tapiocadextrin als hydrophiles Colloid ein. Weitere Bestandteile sind eine Mischung anionischer und nichtionischer oberflächenaktiver Substanzen, Glycerin und ein Petroleumdestillat, um das nichtwäßrige oberflächenaktive Mittel aufzulösen. Es wird eine Emulsion gebildet. Trotz einer Befreiung von Verblendungen (Verschmutzung) setzt sich diese Finish-Zusammensetzung, da es eine Emulsion ist, beim Stehen ab und ist somit bei Maschinenverarbeitung nicht einsetzbar.
  • Das US Patent Nr. 4 400 481 lehrt die Verwendung eines natürlichen Guris, wie Gummiarabikum und eines synthetischen Gummis, wie Polyacrylamid. Durch diese Zusammensetzung wird ein klarer Hintergrund beim Druck erreicht, aber die Zusammensetzung hat eine erhöhte Viskosität wegen der Verwendung von homopolymerem Polyacrylamid und zeigt ein langsames Aufrollen bei wäßrigen Platten. Zusätzlich wird der Untergrund leicht verletzt, was dazu führt, daß die Druckfarbe auf den betroffenen Bereichen haftet.
  • Das US Patent Nr. 4 213 887 lehrt die Verwendung von Dextrin oder Polyvinylpyrrolidon als das hydrophile Polymer in Kombination mit einem nichtionischen oberflächenaktiven Mittel, einem Befeuchtungsmittel und einem anorganischen Salz. Diese Zusammensetzung ermöglicht ein moderates Aufrollen, aber verbessert nicht die inhärente Hydrophilie des Untergrundes noch wird ein schnelles Aufrollen mit wäßrigen Platten ermöglicht.
  • Das US Patent Nr. 4 033 919 lehrt die Verwendung von Copolymeren von Acrylamid und Carboxylgruppen enthaltenden Monomeren als Ersatzstoffe für Gummiarabikum bei der Desensibilisierung von lithographischen Platten. Die beschriebenen Zusammensetzungen sind wirksam zur Erreichung eines hydrophilen Untergrunds, aber zeigen einen schwerwiegenden Einfluß auf die Druckfarbenrezeptivität des Bild-Bereichs.
  • Die US Patente mit den Nrn. 4 246 843 und 4 266 481 lehren die Verwendung von carboxylierten Polymeren des Polyacrylamids. Diese Zusammensetzungen sind wirksam bei der Bereitstellung einer hydrophilen Oberfläche, bieten aber keinen Schutz gegenüber Verkratzen oder bei der Lagerung bei hohen Temperaturen und/oder Feuchtigkeiten. Zusätzlich neigt das Bild zu einem langsamen Aufrollen oder sogar Verblendung.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Durch die vorliegende Erfindung wird eine einphasige, homogene, Finish-Zusammensetzung für den Schutz der Oberflächen von lithographischen Druckplatten bereitgestellt, die eine wäßrige Lösung aus sechs verschiedenen Verbindungen umfaßt, nämlich:
  • (a) eine in kaltem Wasser lösliche, einen hydrophilen Film bildende Verbindung,
  • (b) ein Hydrophylisierungsmittel,
  • (c) ein, einen feuchten Film bildendes, Mittel,
  • (d) eine nichtionogene oberflächenaktive Verbindung,
  • (e) ein Schmiermittel und
  • (f) eines oder mehrere desensibilisierende Salze.
  • Es ist deshalb ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Finish-Zusammensetzung zum Schutz der Oberflächen von lithographischen Druckplatten bereitzustellen, die eine homogene wäßrige Lösung ist.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Finish-Zusammensetzung zum Schutz der Oberflächen von lithographischen Druckplatten, wodurch die zuvor erwähnten Probleme erleichtert werden.
  • Diese und andere Ziele der vorliegenden Erfindung werden zum Teil diskutiert und sind zum Teil mit Blick auf die detaillierten Beschreibungen der bevorzugt Ausführungsformen ersichtlich.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
  • Bei der Herstellung eines fotographischen Elementes kann ein flächiges Substrat, vorzugsweise Aluminium oder Legierungen davon, insbesondere jene Aluminium-Zusammensetzungen, die geeignet sind zur Herstellung von lithographischen Druckplatten wie beispielsweise Alcoa 3003, 1100, 1050 und CZ-17, die durch Standardkörnung und/oder Ätzen und/oder Eloxalverfahren, die im Stand der Technik gut bekannt sind, die vorbehandelt wurden oder nicht, beschichtet durch Besprühen, Betropfen, Auswalzen oder andere Mittel mit einer Zusammensetzung, die geeignet ist zum Einsatz als eine hydrophilisierende Beschichtung für lithographische Platten (eingesetzt werden). Standardmetallträgervorbehandlungen schließen ein: Körnung (Grainieren) mit einer thermochemischen Ätzung, mechanischen Abschleifen und/oder elektrochemischem Ätzen, Eloxieren mit Schwefel- und/oder Phosphorsäure und anderen gutbekannten Verfahren, die für einen Fachmann insgesamt bekannt sind. Die in der Praxis eingesetzten hydrophilisierenden Schicht-Zusammensetzungen schließen wäßrige Lösungen von Alkalisilicat ein.
  • Das Substrat wird dann durch im Stand der Technik gutbekannte Mittel beschichtet mit einer fotoempfindlichen Beschichtung, die eine negativ arbeitende fotoempfindliche Verbindung, im Fall einer negativen Platte also ein beispielsweise Diazokondensat, Bisazid, Diazid, Photomonomer oder Photopolymer, oder eine positiv arbeitende fotoempfindliche Verbindung umfaßt, in dem Fall einer positiven Platte beispielsweise ein Naphthalindiazoaxidsulfoester. Die Beschichtung kann Zusatzstoffe, wie Farbstoffe, Bindemittelharze, Stabilisatoren und andere im Stand der Technik bekannte Bestandteile enthalten. Das beschichtete Substrat wird mit ultravioletter Strahlung durch eine fotographische Maske in bekannter Weise belichtet. Das belichtete fotographische Element wird dann entwickelt, wodurch nicht-Bild-Bereiche mit einer geeigneten Entwicklungszusammensetzung entfernt werden. Positive Entwickler sind typischerweise wäßrige alkalische Zusammensetzungen, wohingegen negative Entwickler von einem von zwei Typen sein kann. Der bekanntere negative Entwickler basiert auf Lösungsmitteln und ist gekennzeichnet durch starke organische Lösungsmittel, die erforderlich sind, um nichtbelichtete Beschichtung zu entfernen. Diese Art des Entwicklers wird mehr und mehr unbeliebt wegen der Umwelt und toxikologischer Erwägungen. Die neuere Arte des Entwicklers wird wäßrig genannt und dieser ist dadurch gekennzeichnet, daß er wenig oder keine hochsiedenden organischen Lösungsmittel enthält, wobei der Entwickler nicht-toxisch ist und verschiedene Salze und/oder oberflächenaktive Substanzen enthält. Das entwickelte fotographische Element wird dann mit der Finish-Zusammensetzung, die durch diese Erfindung bereitgestellt wird, behandelt. Die eingesetzte Finish-Zusammensetzung ist eine wäßrig-basierte Lösung, die einen pH-Wert im Bereich von etwa 2 bis 8, bevorzugter von etwa 3 bis 6,5 und am meisten bevorzugt von etwa 4 bis 5,5 aufweist.
  • Die Finish-Zusammensetzung enthält ein hydrophiles filmbildendes Mittel, das im wesentlichen in kaltem Wasser löslich ist. Die bevorzugten Filmbildner sind Dextrine. Ein geeignetes Dextrin ist gekennzeichnet dadurch, daß es zu 98% in Wasser bei einer Temperatur von etwa 22ºC löslich ist, obgleich es zum Zwecke der Präparierung des Dextrins zu Herstellung des Finish- Produkts üblich ist, die Lösung zu erwärmen, um eine schnellere Auflösung zu ermöglichen. Zweck des Dextrins ist es, einen kontinuierlichen hydrophilen Film über die gesamte Plattenoberfläche bereitzustellen, der wirksam bei der Konservierung der inhärenten Hydrophilie des Untergrundes ist und leicht durch Aufbringen der Quell-Lösung freigesetzt wird. Das Erfordernis der Kaltwasserlöslichkeit ist insbesondere wichtig für die schnelle Freisetzung des Finisher-Films von dem Bild, so daß ein schnelles Aufrollen realisiert, wird ohne daß es zur Blendung (Verschmutzung) kommt. Bevorzugte hydrophile Filmbildner schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Mono-, Di- und Oligosaccharide, α-D-Anhydroglukose/Amylopectin, Kornsirup, Derivate und Dextrin, abgeleitet von der Säure- oder Alkalihydrolyse von Korn (Roggen, Weizen, Mais), Kartoffel, Reis, Tapioca oder Weizenstärke. Das bevorzugt Dextrin wird erhalten durch die saure Hydrolyse einer wachsartigen Maiskornstärke. Die bevorzugten Konzentrationsbereiche des hydrophilen filmbildenden Mittels liegen bei etwa 0,5% bis etwa 15%, bevorzugter bei etwa 2% bis etwa 10% und am meisten bevorzugt bei etwa 4% bis etwa 8%.
  • Die Lösung enthält auch ein Hydrophilisierungsmittel, um den Oberflächenuntergrund hydrophiler zu machen als andererseits durch die inhärente Untergrundhydrophilie erhalten werden könnte. Zugleich darf das Hydrophilisierungsmittel nicht wechselwirken oder in anderer Weise die inhärente Oleophilie des Bild-Bereiches verändern. Bevorzugte Hydrophyilisierungsmittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Polyacrylamid einschließlich carboxyliertes Polyacrylamid, Polyvinylalkohol, Polyvinylalkylether wie beispielsweise Polyvinylmethylether, Polyvinylethylether und dgl., Cellulosederivate, wie beispielsweise Methylcellulose, Hydroxypropylcellulose und dgl. Das bevorzugte Hydrophilisierungsmittel ist carbozcyliertes Polyacrylamid. Der Bereich des Molekulargewichtes für das carboxylierte Polyacrylamid liegt zwischen etwa 10 000 bis etwa 2 000 000, bevorzugter zwischen etwa 50 000 bis etwa 1 000 000 und am meisten bevorzugt zwischen etwa 100 000 und etwa 500 000. Die bevorzugten Konzentrationsbereiche des hydrophilisierenden Mittels liegen bei etwa 0,01% bis etwa 15%, bevorzugter bei etwa 0,1% bis etwa 8% und am meisten bevorzugt bei etwa 0,5% bis etwa 2%.
  • Die Lösung enthält auch ein einen feuchten Film bildendes Mittel, das den protektiven Finish-Film in einem semi-trockenen plastifizierten (weichgemachten) Zustand hält. Es ist auch bevorzugt, daß das einen feuchten Film bildende Mittel hygroskopisch ist, so daß der schützende Film ein geringes Level Feuchtigkeit enthält. Obwohl eine gefinishte Platte trocken erscheint und sich beim Berühren trocken anfühlt, ist die Schutzsicht biegsam. Dieses Merkmal ermöglicht zusätzlich die schnelle und leichte Entfernung der Schutzschicht, wenn mit dem Wischwasser befeuchtet wird. Wichtiger ist, daß das einen feuchten Film bildende Mittel es ermöglicht, daß die Schutzschicht sich deformiert, wenn sie gekratzt wird, so daß eine Grenzschichtfunktion des Filmes aufrecht erhalten wird. Ein trockener, brüchiger Film würde brechen, wodurch der Untergrund Luft ausgesetzt würde, die die Oberfläche oxidieren würde, so daß sich ein Defekt ergibt, der Tinte/Druckfarbe aufnimmt. In einem solchen Fall ist es erforderlich, daß eine Korrektur auf der Platte durchgeführt wird, oder daß eine neue Platte hergestellt wird. Bevorzugte, einen feuchten Film bildende, Mittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Polyalkohole mit wenigstens zwei Hydroxylgruppen wie beispielsweise Ethylenglykol, Propylenglykol, Trimethylolpropan, Pentaerythritolpolyethylenglykol, Polypropylenglykol, Glycerol und Sorbitol. Bevorzugter ist Polyethylenglykol. Bevorzugte Konzentrationsbereiche für das einen feuchten Film bildende Mittel liegen im Bereich von etwa 0,01% bis etwa 6%, bevorzugter bei etwa 0,1 % bis 3% und am meisten bevorzugt bei etwa 0,5% bis etwa 1,5 %. Die bevorzugten Bereiche des Molekulargewichts für das einen feuchten Film bildende Mittel liegen im Bereich von etwa 110 bis etwa 2000, bevorzugter bei etwa 150 bis etwa 1000 und am meisten bevorzugt von etwa 200 bis etwa 400.
  • Die Lösung enthält auch nichtionogene oberflächenaktive Substanzen. Die nichtionogenen oberflächenaktiven Substanzen führen zu einer geringeren Oberflächenspannung bei der gleichförmigen Aufbringung der protektiven Schicht, so daß Streifenbildung, Muster und andere Unregelmäßigkeiten nicht auftreten. Das bevorzugte oberflächenaktive Mittel darf nicht davon ablenken, daß die Fähigkeit der anderen Komponenten der protektiven Schicht darin besteht entweder den Untergrund zu hydrophilisieren oder das Bild oleophil zu machen. Das oberflächenaktive Mittel ermöglicht auch die schnelle und effiziente Entfernung der Schutzschicht, wenn sie mit dem Wischwasser befeuchtet wird. Weiterhin unterstützt sie das einen feuchten Film bildende Mittel darin, einen plastizierten (weichgemachten) Film aufrecht zu erhalten, der den schädlichen Effekten des Kratzens widersteht. Eine besonders wichtige Überlegung bei der Auswahl eines geeigneten oberflächenaktiven Mittels besteht in der Fähigkeit wirksam das Schmiermittel zu solubilisieren, so daß keine Emulsion oder Phasentrennung auftritt, aber eher eine klare homogene Lösung erhalten wird. Bevorzugte nichtionogene oberflächenaktive Substanzen schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Alkylphenoxypolyoxyethylenethanol, wie beispielsweise Nonylphenoxypolyoxyethylenethanol, Octylphenoxypolyoxyethylenethanol, Decylphenoxypolyoxyethylenethanol oder Dodecylphenoxypolyoxyethylenethanol, C8 bis C18 aliphatische Alkoholethoxylate und Ethoxylate des Sorbitanmonolaurats, Ethoxylate des Sorbitanmonostearats, Ethoxylate des Sorbitanmonomonopalmitats oder Ethoxylate des Sorbitanmonooleats. Am meisten bevorzugt ist das Ethoxylat (12 Mole) des Tridecylalkohols. Der bevorzugte Konzentrationsbereich des nichtionogenen oberflächenaktiven Mittels liegt bei etwa 0,01% bis etwa 4%, bevorzugter bei etwa 0,05% bis etwa 3% und am meisten bevorzugt bei etwa 0,1% bis etwa 2%. Die bevorzugten HLB- Bereiche des nichtionogenen oberflächenaktiven Mittel (hydrophile.-lipophile Balance) liegt bei etwa 10 bis etwa 20 und am meisten bevorzugt bei etwa 12 bis etwa 18. Zusätzlich kann irgendeines der oberflächenaktiven Substanzen, die in dem US Patent 4 213 887, ausgegeben am 22. Juli 1980, durch Bezugnahme hier aufgenommen, erwähnt sind, eingesetzt werden.
  • Die Lösung enthält auch ein Schmiermittel. Das Schmiermittel ist eine Verbindung, die bevorzugt an den Bereichen haftet, wodurch die Haftung von hydrophileren Bestandteilen verhindert wird, die ein langsames Aufrollen verursachen oder ein Verschmutzen. Wenn das Schmiermittel noch oleophiler ist, erlaubt es auch ein schnelleres Aufrollen. Bevorzugte Schmiermittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf Cetyllactat, Myristallactat, Myristalmyristat, ethoxyliertes Sorbitantristearat, Ethoxylate der Sorbitol Tetra-, Penta- oder Hexaoleat und Glycerolmonostearat. Am meisten bevorzugt ist das Ethoxylat des Sorbitantrioleats. Die Konzentrationsbereiche des Schmiermittels liegen im Bereich von etwa 0,01% bis etwa 1% und am meisten bevorzugt bei etwa 0,05% bis etwa 0,5%. Der bevorzugt HLB-Bereich liegt bei etwa 8 bis etwa 10.
  • Die Lösung enthält auch eines oder mehrere desensibilisierende Salze. Das Salz/die Salze tragen dazu bei, daß die Hydrophilie des Untergrunds aufrecht erhalten wird und sie ermöglichen die Freisetzung der Schutzschicht, wenn diese mit der Waschlösung in der Druckpresse befeuchtet wird. Bevorzugte desensibilisierende Salze schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf mono- oder dibasische Natrium-, Kalium-, Lithium- oder Ammoniumsalze der Phosphorsäure und Ammonium-, Natrium-, Kalium-, Lithium- oder Magnesiumsalze der Essig-, Zitronen-, Salpeter-, Wein- und Schwefelsäuren. Die am meisten bevorzugten Salze sind Magnesiumnitrat und Ammoniumdihydrogenphosphat. Die bevorzugten Konzentrationsbereiche für das desensibilisierende Salz liegen im Bereich von etwa 0,05% bis etwa 8%, bevorzugter bei etwa 0,1% bis etwa 6% und am meisten bevorzugt bei etwa 1% bis etwa 4%.
  • Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen weiter erläutert, wobei Teile in Gewichtsteilen angegeben sind, sofern nicht anders angegeben.
  • In den Beispielen werden verschiedene Tests durchgeführt, um die Fähigkeit der schützenden Zusammensetzung die Untergrundhydrophilie und die Bildoleophilie unter harten Lagerbedingungen aufrecht zu erhalten zu messen.
  • Test I:
  • Dieser Test schließt ein, daß eine richtig belichtete, entwickelte und gefinishte Platte auf einer Druckpresse eingesetzt wird, nachdem diese hergestellt wurde durch Abrollen der Platte gesättigt mit Druckfarbe ohne daß man sich der Befeuchtung der Platte mit dem Wischwasser bediente. Wenn die Platte vollständig mit Tinte beaufschlagt wurde, ließ man sie für 30 min liegen und brachte dann die Wischwasserlösung auf. Es wurde die Anzahl der Umdrehungen aufgezeichnet, die erforderlich waren, bis ein klarer Untergrund, ein vollständig gefärbtes Bild erhalten wurde.
  • Test II:
  • Dieser Test schließt ein, daß die richtig belichtete, entwickelte und gefinishte Platte bei 90ºF und 90% relativer Luftfeuchtigkeit über 48 h gelagert wird. Nachdem die Platte bei diesen Bedingungen gelagert wurde, wurde sie einer Druckpresse zugeführt, in der die Platte mit dem Wischwasser befeuchtet wurde, gefolgt durch Auftragen der Druckfarbe. Dies ist charakteristisch für ein ordentliches Druckverfahren. Es wurde die Anzahl der Umdrehungen aufgezeichnet, hinsichtlich der Anzahl der Blätter die erforderlich war, um einen klaren Untergrund und ein vollständig gefärbtes Bild zu erhalten.
  • Test III:
  • Dieser Test schließt ein, die Lagerung einer richtig belichteten, entwickelten und gefinishten Platte bei 120ºF und 20% relativer Luftfeuchtigkeit über 48 h. Nachdem die Platte bei diesen Bedingungen gelagert wurde, wird sie einer Druckpresse zugeführt, in der die Platte mit der Wischwasserlösung befeuchtet wird gefolgt durch Auftrag der Druckfarbe. Es wurde die Anzahl der Umdrehungen aufgezeichnet hinsichtlich wievieler Blätter, die erforderlich sind, um einen klaren Untergrund und ein vollständig gefärbtes Bild zu erhalten.
  • Beispiel 1
  • Es wurde eine Finish-Zusammensetzung mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
  • Bestandteil Prozent
  • wachsartiges Mais-Dextrin* 4,5
  • Hydroxypropylcellulose 0, 6
  • Polyethylenglykol** 1,2
  • Kaliumdihydrogenphosphat 2,0
  • Octylphenoxypolyoxyethylenethanol*** 1,3
  • Myristalmyristat 0,1
  • Wasser
  • 100,0
  • * Das wachsartige Mais-Destrin ist Stadex 201, hergestellt und verkauft durch A. E. Staley Mfg. Co., Decatur I11.
  • ** Das Polyethylenglykol ist Carbowax 400, hergestellt und verkauft durch Union Carbide, Industrial Chemicals Div., Danbury, Ct.
  • *** Das Octylphenoxypolyoxyethylenethanol ist Triton X-405, hergestellt durch Rohm und Haas, Philadelphia, Pa.
  • Die negativ arbeitende 12" · 24" Platte, identifiziert als SP2992, hergestellt durch Eastman Kodak Company, Windsor, Colorado, ist mit einer negativen Maske richtig belichtet worden. Diese Platte ist gekennzeichnet als eine wäßrig verarbeitbare Platte, die mechanisch gekörnt, in Phosphorsäure anodisiert und mit einer lichtempfindlichen Beschichtung beschichtet wurde, entsprechend der Lehre der US-A-3 929 489. Die Platte wird in geeigneter Weise mit einem wäßrigen Entwickler entwickelt, der als MX-1469/1 bezeichnet wird, ebenso hergestellt und verkauft durch Eastman Kodak Company. Die Platte wird dann gefinished mit der-Zusammensetzung nach diesem Beispiel, indem 20 ml über die Oberfläche verteilt werden und die Oberfläche so lange gewedelt wird, bis sie trocken ist. Im Test I mit der Platte wurde gefunden, daß diese nach 7 Druckvor gängen einen klaren Hintergrund und nach 14 Druckvorgängen ein vollständig gefärbtes Bild aufwies. Im Test II wurde für die Platte gefunden, daß diese nach 10 Druckvorgängen einen klaren Untergrund und nach 18 Druckvorgängen ein vollständig gefärbtes Bild aufwies. Beim Test III wurde für die Platte gefunden, daß diese nach 8 Druckvorgängen einen klaren Untergrund, nach 15 Druckvorgängen ein vollständig gefärbtes Bild aufzeigte. Der akzeptierbare Bereich von Druckvorgängen bis ein akzeptables Blatt erhalten wurde, mit Blick auf sowohl das Bild und den Untergrund ist 20. Unter Verwendung dieser Kriterien wird festgehalten, daß die untersuchten Finish-Zusammensetzungen nach allen drei Testverfahren akzeptabel waren.
  • Beispiele 2 bis 7
  • Diese Beispiele demonstrieren die verschiedenen Nachteile, die durch Abwandlungen des erfindungsgemäßen Produktes erhalten werden, wenn jeweils ein Bestandteil der in Beispiel 1 genannten Formulierung ausgelassen wird. Die Tabelle I zeigt die Zusammensetzung bei jedem dieser Beispiele und im einzelnen die Anzahl der Blätter an, die erforderlich ist, um bezüglich des Untergrunds und des Bildes akzeptable Kopien zu erhalten unter Verwendung der zuvor beschriebenen Tests I, II und III. Tabelle I
  • Beispiel 2
  • Es wurde das wachsartige Mais-Dextrin in der Formulierung weggelassen. Es wurde in gleicher Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben, eine Platte hergestellt, entwickelt gefinshed mit der Zusammensetzung nach diesem Beispiel und untersucht. Es wurde festgestellt, daß das Bild akzeptables Aufrollen zeigte, aber daß der Untergrund verschmutzt ist bei allen drei Testbedingungen. Die gemäß Test I hergestellte Platte wurde nach 70 Druckvorgängen annehmbar, aber die gemäß den Testen II und III hergestellten Platten waren auch noch nach 300 Druckvorgängen verschmutzt/verschmiert.
  • Beispiel 3
  • Es wurde die Hydroxypropylcellulose in der Formulierung weggelassen. In gleicher Weise wie zuvor bei Beispiel 1 beschrieben wurde eine Platte hergestellt, entwickelt gefinshed mit der Zusammensetzung nach diesem Beispiel und untersucht. Es wurde festgestellt, daß das Bild akzeptables Aufrollen zeigte, aber daß der Untergrund bei allen drei Bedingungen verschmiert war. Die gemäß Testen I und II hergestellten Platten wurden akzeptabel klar nach 80 und 95 Druckvorgängen jeweils. Die gemäß Test II hergestellte Platte erforderte 160 Druckvorgänge bevor akzeptable klare Abzüge gedruckt wurden.
  • Beispiel 4
  • Es wurde das Polyethylenglykol in der Formulierung weggelassen. In gleicher Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben wurde eine Platte hergestellt, entwickelt gefinshed mit der Zusammensetzung dieses Beispiels und untersucht. Es wurde festgestellt, daß der Untergrund akzeptables Aufrollen ergab, daß aber das Bild in allen drei Fällen geblendet war. Die gemäß Test I hergestellte Platte wurde vollständig nach 45 Druckvorgängen eingefärbt, die gemäß Test III hergestellte Platte wurde nach 120 Druckvorgängen vollständig eingefärbt, wohingegen die gemäß Test II untersuchte noch nach 300 Druckvorgängen geblendet ist. Es wurde ebenso festgestellt, daß alle drei Platten Untergrunddefekte aufwiesen, die wegen Verkratzen während der Handhabung gedruckt wurden.
  • Beispiel 5
  • Es wurde Kaliumdihydrogenphosphat bei der Formulierung weggelassen. Es wurde in gleicher Weise eine Platte wie bei Beispiel 1 hergestellt, entwickelt, mit der Zusammensetzung dieses Beispiels gefinished und untersucht. Es wurde festgestellt, daß die gemäß den Test I und III hergestellten Platten eine akzeptable Qualität im Untergrund und im Bild in dem angegebenen Bereich ergaben. Die gemäß Test II hergestellte Platte wird akzeptabel mit Druckfarbe belegt, erfordert aber 55 Druckvorgänge, bevor ein sauberer Untergrund realisiert werden kann. Obwohl die gedruckten Blätter eine akzeptable Sauberkeit aufwiesen, zeigte das Blanket in der Druckpresse ein starkes Ansammeln von Tinte, was als Blanket-Tonen bekannt ist. Ein solcher Effekt ist unerwünscht, da der Plattenuntergrund die Tinte nicht vollständig abstößt und dies erfordert zusätzliches Reinigen während des Druckvorgangs, wobei die Druckpresse abgestellt wird und die Platte und das Drucktuch gereinigt werden. Es wird bevorzugt, daß man diese Operation vermeidet.
  • Beispiel 6
  • Es wurde das Octylphenoxypolyethoxylat in der Formulierung weggelassen. In gleicher Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben, wird eine Platte hergestellt, entwickelt, mit der Zusammensetzung nach diesem Beispiel gefinished und untersucht. Es wurde festgestellt, daß die gemäß Test L hergestellte Platte eine akzeptable Druckqualität im Untergrund und im Bild in dem angegebenen Bereich ermöglicht. Die nach dem Test II erhaltene Platte zeigte aber weder einen klaren Untergrund nach 135 Druckvorgängen noch ein vollständig gefärbtes Bild nach 240 Druckvorgängen. Die gemäß Test III hergestellte Platte ist zwar akzeptabel sauber im Untergrund, erfordert aber 18ß Druckvorgänge bevor ein vollständig gefärbtes Bild realisiert werden kann.
  • Beispiel 7
  • Es wurde das Myristalmyristat aus der Formulierung weggelassen. In gleicher Weise wie bei Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Platte hergestellt, entwickelt, mit der Zusammensetzung nach diesem Beispiel gefinished und untersucht. In allen Fällen wurde festgestellt, daß der Untergrund akzeptabel sauber aufrollte. Jedoch wurde beobachtet, daß die Bildbereiche nur langsam die Druckfarbe annahmen, bei allen drei Fällen. Die gemäß Test I hergestellte Platte wurde bei 35 Druckvorgängen vollständig eingefärbt. Die gemäß Test II hergestellte Platte ist bei 210 Druckvorgängen vollständig eingefärbt, wo hingegen die gemäß Test III hergestellte Platte bei 115 Druckvorgängen vollständig eingefärbt ist.
  • Beispiele 8 bis 16
  • Die folgenden neun Beispiele zeigen die Ergebnisse, die erhalten wurden durch Abwandlungen des erfindungsgemäßen Produkts. Die Bestandteile wurden gegenseitig ausgetauscht im Rahmen der Lehre der vorliegenden Erfindung wie in Tabelle II näher angegeben. Obwohl es geringe Differenzen zwischen den drei eingesetzten Tests gab, waren die Ergebnisse insgesamt erfreulich und so anzusehen, wie es von einem bevorzugten Finisher zu erwarten wäre. Die Ergebnisse der Beispiel 8 bis 16 zeigen die Austauschbarkeit der Bestandteile und den Spielraum bei der Formulierung. Tabelle II Tabelle II (Fortsetzung)

Claims (9)

1. Einphasige, homogene Finish-Zusammensetzung für den Schutz der Oberflächen von lithographischen Druckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung eine wäßrige Lösung aus sechs verschiedenen Verbindungen umfaßt, nämlich:
(a) eine in kaltem Wasser lösliche, einen hydrophilen Film bildende Verbindung,
(b) ein Hydrophilisierungsmittel,
(c) ein einen feuchten Film bildendes Mittel,
(d) eine nichtionogene oberflächenaktive Verbindung,
(e) ein Schmiermittel und
(f) mindestens-ein desensibilisierendes Salz.
2. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der die in kaltem Wasser lösliche, hydrophile einen Film bildende Verbindung ein Dextrin ist.
3. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der das hydrophilisierende Mittel ein Polyacrylamid, ein Polyvinylalkohol, ein Polyvinylalkylether oder ein Cellulosederivat ist.
4. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der das einen feuchten Film bildende Mittel ein mehrwertiger Alkohol ist.
5. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der die nichtionogene oberflächenaktive Verbindung ein Alkylphenoxypolyoxyethylenethanol ist.
6. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der das Schmiermittel Cetyllactat, Myristallactat, Myristalmyristat, ethoxyliertes Sorbitantristearat, ethoxyliertes Sorbitantrioleat, ein Ethoxylat von Sorbitoltetra-, penta oder - hexaoleat oder Glyzerinmonostearat ist.
7. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der das desensibilisierende Mittel ein Natrium-, Kalium-, Lithium- oder Ammoniumsalz der Phosphorsäure oder ein Ammonium-, Natrium-, Kalium-, Lithium- oder Magnesiumsalz der Essig-, Zitronen-, Salpeter-, Wein- oder Schwefelsäure ist.
8. Finish-Zusammensetzung nach Anspruch 1, in der die in kaltem Wasser lösliche hydrophile filmbildende Verbindung ein wachsartiges Maisdextrin ist, das hydrophilisierende Mittel Hydroxypropylcellulose ist, das einen feuchten Film bildende Mittel ein Polyethylenglykol ist, das nichtionogene oberflächenaktive Mittel ein Octylphenoxypolyoxyethylenethanol ist, das Schmiermittel Myristalmyristat ist und das desensibilisierende Mittel Kaliumdihydrogenphosphat ist.
9. Finish-Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, in der die in kaltem Wasser lösliche, hydrophile, einen Film bildende Verbindung in einer Menge von 0,5 bis 15 Gew.-% vorliegt, in der ferner das hydrophilisierende Mittel in einer Menge von 0,01 bis 15 Gew.-% zugegen ist, das einen feuchten Film bildende Mittel in einer Menge von 0,01 bis 6 Gew.-% vorliegt, das nichtionogene oberflächenaktive Mittel in einer Menge von 0,01 bis 4 Gew.-% vorhanden ist, das Schmiermittel in einer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-% vorliegt und das desensibilisierende Mittel in einer Menge von 0,05 bis 8 Gew.-% zugegen ist.
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