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DE69033243T2 - Verfahren zur Herstellung eines aus neutralisierter oxydierter Zelluloseproduktes und seine Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines aus neutralisierter oxydierter Zelluloseproduktes und seine Verwendung

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Publication number
DE69033243T2
DE69033243T2 DE69033243T DE69033243T DE69033243T2 DE 69033243 T2 DE69033243 T2 DE 69033243T2 DE 69033243 T DE69033243 T DE 69033243T DE 69033243 T DE69033243 T DE 69033243T DE 69033243 T2 DE69033243 T2 DE 69033243T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cloth
neutralized
acid
solution
thrombin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69033243T
Other languages
English (en)
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DE69033243D1 (de
Inventor
Lola Kamp
Cary Linsky
Lowell Saferstein
David Wiseman
Stephen Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ethicon Inc
Original Assignee
Johnson and Johnson Medical Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US07/624,452 external-priority patent/US5134229A/en
Application filed by Johnson and Johnson Medical Inc filed Critical Johnson and Johnson Medical Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE69033243D1 publication Critical patent/DE69033243D1/de
Publication of DE69033243T2 publication Critical patent/DE69033243T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B15/00Preparation of other cellulose derivatives or modified cellulose, e.g. complexes
    • C08B15/02Oxycellulose; Hydrocellulose; Cellulosehydrate, e.g. microcrystalline cellulose
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/22Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons containing macromolecular materials
    • A61L15/28Polysaccharides or their derivatives
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L31/00Materials for other surgical articles, e.g. stents, stent-grafts, shunts, surgical drapes, guide wires, materials for adhesion prevention, occluding devices, surgical gloves, tissue fixation devices
    • A61L31/04Macromolecular materials
    • A61L31/042Polysaccharides

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen oxidierten Zelluloseproduktes und seine Verwendung. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen Produktes, das ein neutralisiertes oxidiertes Zellulosematerial aufweist, das auch säureempfindliche Medikamente, biologische Substanzen, Enzyme und die Adhäsion verhindernde Substanzen einschließen kann. Neutralisiertes oxidiertes Zellulosetuch kann auf eine blutende Stelle eines Säugetiers zur Blutungsstillung aufgebracht werden oder es kann zwischen einem Ort chirurgischer Handlung und benachbartem Gewebe positioniert werden, um postoperative Adhäsionen zu verhüten.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Doub et al. beschreiben in US-Patent Nr. 2,517,772 das Imprägnieren neutralisierter oxidierter Zelluloseprodukte mit Thrombin. Doub et al. offenbaren ein Verfahren zum Neutralisierten oxidierten Zellulosetuches mit einer wässrigen Natriumbicarbonatlösung (Beispiel 2) oder einer wässrigen Kalziumacetatlösung (Beispiel 1). Beispiel 2 des Patentes von Doub et al. offenbart das Neutralisieren oxidierter Zellulosegaze mit einer wässrigen Lösung stark basischen Natriumbicarbonates und dann Imprägnieren des neu tralisierten Produktes mit Thrombin. Die mit Thrombin imprägnierte Gaze wird dann gefroren und dann aus dem gefrorenen Zustand getrocknet, um angeblich einen stark hämostatischen Wundverband zur Verfügung zu stellen.
  • Die gegenwärtigen Erfinder haben herausgefunden, daß die Verwendung von wässrigen Natriumbicarbonatlösungen zum Neutralisieren oxidierten Zellulosetuches zu einem Tuch führt, das teilweise geliert ist, aus seiner ursprünglichen Größe verzogen und sehr schwach mit geringer Formbeständigkeit ist. Die Zugfestigkeit des Tuches ist für den praktischen Gebrauch, zum Beispiel als ein Hämostatikum, zu gering.
  • Die Untersuchung eines oxidierten Zellulosetuches, das gemäß der Lehre des Beispiels 1 des Patentes von Doub et al. mit Kalziumacetat neutralisiert wurde, stellte ein Tuch zur Verfügung, das von annehmbarer Formstabilität ist, jedoch für Säugetierhaut und andere Körperzellen am Berührungspunkt reizend ist. Weiterhin bildeten sich große weißliche Massen, vermutlich Granulomgewebe, an der Aufbringungsstelle des Tuches. Anscheinend versucht solches Gewebe, das Kalziumsalz des oxidierten Zellulosetuches einzukapseln. Das Patent von Doub et al. offenbart keine praktischen Werte, die sich auf Tierversuche beziehen.
  • Die gegenwärtigen Erfinder haben herausgefunden, daß die Verwendung stark basischer Natriumhydroxid-, Ammoniumhydroxid- und Natriumcarbonatlösungen zum Neutralisieren oxidierten Zellulosetuches alle zum beträchtlichen Schrumpfen und Verlust der Zugfestigkeit des Tuches führen. Die Verwendung trockenen Ammoniakgases führt zu einem ausgeprägten Bräunen des Tuches und schneller Gelierung des Tuches, wenn es befeuchtet wird, und macht es daher zur Verwendung als ein therapeutisches Erzeugnis, wie einen Wundverband, unbrauchbar.
  • Barinka et al. offenbaren im britischen Patent 1,593,513 ein Verfahren zum Oxidieren von Zellulose mit einer Mischung aus Salpetersäure und stabilisiertem ("träge gemachtem") Natriumnitrit. Das Material wird dann mit einer wässrig-alkoholischen Lösung von Harnstoff oder seinen N,N-disubstituierten Alkyl- oder Acylderivaten stabilisiert. Schließlich wird die oxidierte Zellulose in ihr Kalzium-, Natrium- oder Ammoniumsalz durch wiederholtes Abwechseln der Absorption und des Abzentrifügierens einer Lö sung einer äquimolaren Mischung aus Chlorid und Acetat des Kalziums, Natriums oder Ammoniums umgesetzt.
  • Oxidierte Zellulosestoffe sind bioresorbierbare und absorbierende Matrices, die zur zweckmäßigen Aufbringung auf Gewebeoberflächen fähig sind. Zwei Beispiele eines solchen Stoffes sind in INTERCEED* (TC7) Absorbable Adhesion Barrier und SURGICEL* Absorbable Hemostat. Diese Materialien sind jedoch sauer. Der pH der wässrigen Phase von 1 g INTERCEED Barrier, in 100 ml gereinigtem Wasser suspendiert, ist annähernd 4,1. Der oberflächliche pH eines vollständig wassergesättigten Stückes Stoff ist etwa 1,7. Materialien wie Thrombin, Gewebeplasminogenaktivatoranalogon (t-PAA) und andere sehr säureempfindiche Materialien werden sofort auf einer solchen Matrix inaktiviert, was ihre Verwendung zur Abgabe an der Implantationsstelle zum Zeitpunkt der Operation ausschließt. Bei diesem pH verliert ein aktiver Wirkstoff wie Heparin nicht sofort seine Aktivität und erlaubt daher die Abgabe zur Zeit der oder kurz vor der Operation, wird jedoch mit der Zeit inaktiviert. Dieses schließt die Verwendung der INTERCEED Barner, die mit Heparin imprägniert ist, als zur Verwendung am Patienten fertiges, lagerbeständiges Produkt aus.
  • Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein lagerbeständiges, neutralisiertes oxidiertes Zellulosetuch mit einem pH von 5 bis 8 zur Verfügung zu stellen, das seine Formbeständigkeit und Zugfestigkeit zur praktischen Verwendung und therapeutischen Anwendung beibehält und vorteilhafterweise mit säureempfindlichen Medikamenten, biologischen Substanzen, Enzymen und die Adhäsion verhindernde Substanzen imprägniert sein kann.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Das vorstehende Ziel, ein starkes, praktisches, einfach zu verwendendes und lagerbeständiges oxidiertes Zellulosetuch zur Verfügung zu stellen, wurde nun gemäß den Verfahren und Vorgehensweisen der vorliegenden Erfindung erreicht.
  • In Übereinstimmung mit den Zwecken der Erfindung, wie hier ausgeführt und vollständig beschrieben, umfaßt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines lager beständigen, nicht reizenden und therapeutischen neutralisierten oxidierten Zelluloseproduktes, das die Schritte umfaßt: Kontaktieren eines sauren oxidierten Zellulosematerials mit einer. Lösung eines leicht basischen Salzes einer schwachen Säure in Wasser und Alkohol, um den pH des Zellulosemateriales auf 5 bis 8 zu erhöhen; Waschen dieses Materiales mit Alkohol, um überschüssiges Salz und Wasser zu entfernen; und Trocknen des zellulosischen Materiales, um Alkohol zu entfernen. (In dieser Beschreibung und den angehängten Ansprüchen wird der pH in der wässrigen Phase von 1 g des Materiales in 100 ml frisch gekochtem, gereinigtem Wasser gemessen, außer eine andere Vorgehensweise ist beschrieben.)
  • In weiteren Ausführungsformen wird das zellulosische Material luftgetrocknet und mit einer wirksamen Menge eines säureempfindlichen Medikamentes, einer biologischen Substanz oder eines Enzymes imprägniert. Zur Hämostase ist das Medikament vorzugsweise Thrombin. Zur Verhinderung nachoperativer Adhäsionen ist das Medikament eine die Adhäsion verhindernde Substanz, wie Gewebeplasminogenaktivator (t-PA), Gewebeplasminogenaktivatoranalogon (t-PAA), Streptokinase, Heparin, Heparin niedrigen Molekulargewichtes oder Pentasaccharid.
  • In bevorzugten Ausführungsformen ist das leicht basische Salz einer schwachen Säure ein chloridfreies Salz einer organischen Säure, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumcitrat, Natriumformiat, Kaliumcitrat, Kaliumformiat und Mischungen dieser besteht. In anderen bevorzugten Ausführungsformen ist das leicht basische Salz einer schwachen Säure ein chloridfreies Salz einer anorganischen Säure wie Dinatriumhydrogenphosphat, Dikaliumhydrogenphosphat oder Mischungen dieser.
  • In bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens der Erfindung beträgt das Verhältnis von Alkohol zu Wasser in der Lösung aus Wasser und Alkohol etwa 3 : 2 bis etwa 1 : 1. Der vorzugsweise verwendete Alkohol ist Methanol. Die Erfindung ist auf lagerbeständige, neutralisierte oxidierte Zelluloseprodukte gerichtet, die mit dem Verfahren der Erfindung hergestellt sind, die mit einer wirksamen Menge eines säureempfindlichen Medikamentes imprägniert oder auch nicht imprägniert sein können.
  • Wie hier ausgeführt und beschrieben, umfaßt die Erfindung auch die vom Verfahren der Erfindung hergestellten Produkte.
  • Wie hier ausgeführt und beschrieben, umfaßt die Erfindung weiterhin ein hämostatisches Verfahren für Säugetiere, das den Schritt des Aufbringens des neutralisierten oxidierten Zellulosetuchproduktes, das von dem Verfahren der Erfindung hergestellt wurde, das einen pH im Bereich von etwa 5 bis 8 hat und wahlweise mit Thrombin imprägniert ist, auf eine blutende Stelle eines Säugetieres.
  • Die Erfindung umfaßt weiterhin ein Verfahren zum Verhindern operativer Adhäsionen, das das Positionieren eines neutralisierten oxidierten Zellulosemateriales, das von dem Verfahren der Erfindung hergestellt wurde, einen pH im Bereich von etwa 5 bis 8 hat - und wahlweise mit einer chirurgischen, die Adhäsion verhindernden Substanz imprägniert ist, als eine physische Sperrschicht zwischen die Stelle chirurgischer Aktivität und benachbartes Gewebe.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
  • Nun wird im einzelnen auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung Bezug genommen, von denen Beispiele in dem folgenden Beispielabschnitt erläutert werden.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren gemäß wird das oxidierte Zellulosematerial auf einen pH zwischen 5 und 8 neutralisiert. Das Zellulosematerial kann eine Unterlage wie ein Tuch, Schwamm, Papier oder Film sein. Der Einfachheit halber wird in folgenden Bezugnahmen darauf als Tuch Bezug genommen, jedoch ist mit diesem Ausdruck verständlich, daß jedes geeignete Material verwendet werden könnte. In diesem pH-Bereich können säureempfindliche therapeutische Materialien einschließlich Medikamenten, biologischen Substanzen und Enzymen auf das Tuch aufgebracht werden und lebensfähig und therapeutisch wirksam bleiben. Überdies erzeugt das Neutralisationsverfahren der Erfindung unerwarteterweise ein Zellulosematerial, das seine Formbeständigkeit und Zugfestigkeit beibehält, während es die Schrumpfung minimiert, so daß es praktisch ver wendet werden kann, zum Beispiel von Chirurgen als ein Wundverband oder hämostatisches Mittel.
  • In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung kann das neutralisierte Tuch als ein Wundverband verwendet werden, um eine Wunde abzudecken, um sie sauber und feucht zu halten. In anderen Ausführungsformen ist das Tuch mit Medikamenten imprägniert, wie zum Beispiel Wachstumsfaktoren, bakteriziden Wirkstoffen oder Antihistaminika. Solche Wirkstoffe laugen langsam aus dem Tuch und in das Wundbett aus und unterstützen die Wunde beim schnelleren Heilen. Wenn diese Tuch neutralisiert und mit Medikamenten imprägniert ist, stellt es eine bioresorbierbare Wundabdeckung mit gutem theraueutischen Wert zur Verfügung.
  • Die Neutralisation des oxidierten Zellulosetuches wird mit milden Neutralisiermitteln, wie den Natrium- oder Kaliumsalzen schwacher Säuren, zum Beispiel Natriumacetat, in Wasser oder einer Mischung aus Wasser und Alkohol, erreicht. Das mit diesem Verfahren neutralisierte oxidierte Zelluloseprodukt stellt eine feste (d. h. gute Zugfestigkeit und Formbeständigkeit), einfach zu verwendende, lagerbeständige und hämostatisch wirksame Tuchzusammensetzung zur Verfügung. Dies steht im Gegensatz zur versuchten Verwendung stärkerer Basen, wie Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat, die unerwünscht verursachen, daß das neutralisierte Tuch unannehmbar geschwächt wird und teilweise geliert. Weiterhin wird die oxidierte Zellulose ohne Chlorid neutralisiert, um die Bildung von Salzsäure zu vermeiden, die ein Nebenprodukt der Reaktion des Chlorids mit der oxidierten Zellulose ist. Starke Säuren, wie Salzsäure, können verursachen, daß sich die oxidierte Zellulose in Polymere niederen Molekulargewichtes mit einem Verlust an Zugfestigkeit und verkürzter Lagerbeständigkeit zersetzt. Schwache Säure verursacht im wesentlichen keinen Schaden an dem oxidierten Zellulosetuch.
  • Die Neutralisierungsreaktion wird in Mischungen aus Wasser und Alkohol durchgeführt. Die Verwendung einer Mischung aus Wasser und Alkohol liefert eine gute Löslichkeit für die Salze schwacher Säuren durch das Wasser, und der Alkohol verhindert das übermäßige Quellen, Verzerren und die Schwächung der oxidierten Zellulose während der Neutralisation. Daher werden die physischen Eigenschaften des Materiales beibehal ten. Methanol ist der bevorzugte Alkohol, da viele der oben genannten Salze eine gute Löslichkeit in diesem Alkohol in Kombination mit Wasser haben. Vorzugsweise hat das Alkohol-zu-Wasser-Verhältnis einen Bereich von etwa 4 : 1 bis 1 : 4. Wenn die Lösung zu alkoholreich wird, könnten einige Salze nicht länger löslich sein, insbesondere wenn der Alkohol ein anderer ist als Methanol. Wenn die Lösung zu wasserreich wird, wird etwas Quellen des Tuches auftreten, während die Neutralisierung stattfindet und es wird einigen Verlust physikalischer Eigenschaften, wie der Zugfestigkeit des Tuches geben. Andere zweckmäßige Alkohole schließen zum Beispiel Ethylalkohol, Propylalkohol und Isopropylalkohol ein.
  • Die Verwendung eines milden Neutralisiermittels wie Natriumacetat ermöglicht die Kontrolle des Neutralisierungsgrades. Verwenden stöchiometrischer und chemisch äquivalenter Mengen an Neutralisiermittel und Carboxylsäure des oxidierten Zellulosetuches erzeugt nicht ein zu 100% neutralisiertes Tuch, wie es mit kräftigen irreversiblen Reaktionen mit Basen wie Natriumhydroxid, Natriumcarbonat, Natriumbicarbonat und Ammoniumhydroxid erzeugt würde.
  • Oxidierte Zellulose verhält sich als Ionenaustauscher und wird aus der Lösung das Metallkation eines jeden Salzes ziehen, das an ihm vorbeitritt. Das Nebenprodukt dieses Austausches ist eine Säure aus dem Salz und durch Verwenden eines Salzes einer schwachen organischen Säure, wird eine schwache Säure wie Essigsäure hergestellt, die dem Tuch keinen Schaden zufügt. Verwenden von Salzen starker Säuren, wie Natriumchlorid oder Natriumsulfat, erzeugt Salzsäure- bzw. Schwefelsäure-Nebenprodukte, und diese starken Säuren können Schäden wie die Depolymerisation des Tuches hervorrufen.
  • Wenn Natrium- oder Kaliumsalze schwacher Säuren verwendet werden, wird das Natrium- oder Kaliumion gegen ein Proton der oxidierten Zellulose ausgetauscht und ein Teil des Salzes wird zu schwacher Säure umgesetzt. Die Mischung aus Säure und Salz in der Lösung führt zu einer gepufferten Lösung, die einen einigermaßen konstanten pH beibehält und den Neutralisationsgrad kontrolliert. Es wird eine Gleichgewichtsreaktion aufgebaut, wodurch die Natrium- oder Kaliumionen an die sauren Bereiche des oxidierten Zellulosetuches und auch an die Salzmoleküle gebunden werden. Diese Verteilung der Natrium- oder Kaliumionen verhindert, daß die Neutralisation des Tuches bis zur Voll ständigkeit abläuft, was zu einem sehr schwachen und gequollenen Tuch führen würde, wenn es mit Wasser befeuchtet würde.
  • Zum Beispiel ist Dinatriumhydrogenphosphat (Na&sub2;HPO&sub4;) eine schwache Base und wenn eine Lösung dieses Salzes durch oxidierte Zellulose hindurchtritt, zieht das Tuch ein Natriumion heraus und bildet das Natriumsalz oxidierter Zellulose und ein schwach saures Dihydrogennatriumphosphat (H&sub2;NaPO&sub4;). Die Bildung von Dihydrogennatriumphosphat in Gegenwart von Dinatriumhydrogenphosphat bildet einen wünschenswerten Puffer, der den pH der Lösung während der Neutralisierungsreaktion ausreichend konstant hält.
  • Verwenden einer stöchiometrischen Menge von zum Beispiel Natriumacetat ergibt einen Neutralisierungsgrad der Carboxylsäuregruppen des oxidierten Zellulosepolymers von 65-75%. Diese pH-Kontrolle durch Erzeugen einer sich selbst regenerierenden gepufferten Lösung und die Verwendung von Methanol, um das Quellen des Tuches zu kontrollieren, führt zu einem ausreichend neutralisierten Tuch, so daß säureempfindliche Medikamente, wie Thrombin, säureempfindliche biologische Substanzen oder Enzyme und säureempfindliche, die Adhäsion verhindernde Substanzen zugegeben werden können, während gleichzeitig die physischen Eigenschaften, d. h. Zugfestigkeit und Form des Tuches beibehalten werden.
  • Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung lagerbeständiger oxidierter Zelluloseprodukte in Übereinstimmung mit der Erfindung umfaßt die Schritte von zunächst Kontaktieren eines sauren oxidierten Zellulosematerials (pH von etwa 4,1) mit einer Natriumacetatlösung in Wasser und Alkohol, um den pH des Zellulosematerials auf 5 bis 8 zu erhöhen. Das Verhältnis von Alkohol zu Wasser beträgt von 4 : 1 bis 1 : 4, bevorzugter ist die Alkohollösung eine Mischung von Methanol und Wasser von etwa 3 : 2 bis 1 : 1.
  • Die verwendete Menge Natriumacetat hängt vom erwünschten Neutralisationsgrad des Tuches ab und kann geringer als, gleich mit oder bis zu zweimal das molare Äquivalent des Carboxylsäuregehaltes des oxidierten Zellulosetuches betragen. Am bevorzugtesten ist eine mit dem Carboxylsäuregehalt des Tuches stöchiometrische Salzmenge. Das folgende Verfahren wird verwendet, um die erforderliche Menge Natriumacetat zu bestimmen, um 100 Gramm oxidierten Tuches mit einem Carboxylsäuregehalt von 18 Gew.-% zu neutralisieren. Das Gewicht des Tuches (100 Gramm) wird mit dem Prozentgehalt an Carboxylsäure multipliziert, um das Gewicht des Carboxylsäureanteils zu erhalten; daher 100 · 0,18 = 18 Gramm Carboxylsäure. Dies wird durch das Molekulargewicht der Carboxylsäuregruppe (COOH), 45, dividiert, um die Mol der Carboxylsäure zu ergeben. Also, 18/45 = 0,40 Mol. Die zum Neutralisieren des oxidierten Tuches erforderlichen Mol Natriumacetat sind mit den Molen der Säure stöchiometrisch, oder 0,40 Mol Natriumacetat. Das Molekulargewicht von Natriumacetat, 82, wird mit 0,40 multipliziert, um festzustellen, daß 82,8 Gramm Natriumacetat zum Neutralisieren der 100 Gramm oxidierten Zellulosetuches erforderlich sind.
  • Die verwendete Menge Natriumacetat ist im allgemeinen gleich mit oder bis zu zweimal der stöchiometrischen Menge des Carboxylsäuregehaltes des Tuches. Auf eine andere Weise kann eine zweite Beschickung einer stöchiometrischen Menge Natriumacetat verwendet werden, wenn die Reaktion mit frischem Lösungsmittel und Salz wieder beschickt wird, nachdem die erste Beschickung einen konstanten pH erreicht. Das zellulosische Material mit erhöhtem pH wird dann mit Alkohol gewaschen, um überschüssiges Wasser, Natriumacetatsalz und die Ionen daraus zu entfernen.
  • Das Neutralisierungsverfahren für das oxidierte Tuch wird auch durch Verwenden einer Pumpe verbessert, um das Neutralisiermittel durch das Tuch zirkulieren zu lassen und durch Kontrollieren der Neutralisierungsmenge durch Messen des pH's der zirkulierenden Lösung. Ein Beispiel einer Pumpe, die zum Umwälzen der Lösung aus Neutralisiermittel um und durch das oxidierte Zellulosetuch verwendet wird, ist ein Bad konstante Temperatur mit eingebauter Pumpe zum externen Umwälzen von Lösungen (z. B. Badpumpe der Marke Brookfield EX-100). Die Pumpe wälzt die Lösung aus Wasser/Alkohol und Neutralisiermittel um das Tuch, das um einen Kern in einem Behälter mit einem Einlaß, der zur Mitte des Kerns führt, und einem Auslaß, um die Neutralisierungslösung zu dem umwälzenden Bad zurückzuführen, gewickelt ist. Die Art der verwendeten Pumpe ist für diese Erfindung nicht kritisch, da andere Arten von Pumpen genau so gut funktionieren können.
  • Um die Neutralisation durchzuführen, wird ein umwälzendes Bad mit Pumpe mit dem Alkohol und Wasser gefüllt, das Neutralisiermittel wie Natriumacetat wird zugege ben und die Pumpe angestellt. Das Fortschreiten der Neutralisation wird mit einer pH- Sonde überwacht, die einen konstanten Wert erreichen sollte, wenn die Neutralisation vollständig ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die Reaktion vorüber und das Tuch wird aus dem Behälter entfernt und mit Methylalkohol gewaschen, indem es in einen Becher, der ausreichend Alkohol enthält, um das Tuch zu bedecken, eingetaucht wird. Das Tuch wird dann luftgetrocknet, um überschüssiges Wasser und Alkohol zu entfernen. Zu diesem Zeitpunkt ist der pH des Tuches über 5.
  • Der bevorzugte Alkohol, der zum Waschen verwendet wird, ist wiederum Methanol, obwohl andere Alkohole, wie Ethylalkohol, Propylalkohol und Isopropylalkohol das Methanol ersetzen können, solange das Neutralisiermittel, z. B. Natriumacetat, in einer Lösung davon löslich ist.
  • Das luftgetrocknete Material kann in bestimmten bevorzugten Ausführungsformen mit therapeutisch wirksamen Mengen säureempfindlicher Medikamente, biologischer Substanzen oder Enzymen imprägniert sein, zum Beispiel einer hämostatisch wirksamen Menge Thrombin, oder, auf eine andere Weise, einer wirksamen Menge einer die Adhäsion verhindernden Substanz. Thrombin ist ein proteolytisches Enzym, das die Umsetzung von Fibrinogen zu Fibrin katalysiert, was zur Bildung von Blutklumpen führt.
  • Zur Hämostase kann das Tuch auch mit Fibrinogen imprägniert sein, was die Bildung eines starken Koagulates unterstützen wird, wenn Fibrin durch Thrombin umgesetzt wird. Fibrinogen ist ein lösliches Plasmaprotein, das durch die Wirkung des Enzymes Thrombin in das unlösliche Fibrinkoagulat umgesetzt wird. Fibrinogen liegt im normalen Plasma bei einer Konzentration zwischen 2-6 mg pro ml vor und ist zur Blutkoagulation unverzichtbar. Eine äußere Quelle von Fibrinogen erzeugt ein stärkeres und schnelleres Verschließen der Wunde. Das neutralisierte Tuch wird in eine Lösung aus Fibrinogen getaucht und auf die blutende Wunde aufgebracht. Das Tuch wird dann mit einer Thrombinlösung besprüht, die sofort bewirkt, daß das Fibrinogen ein Fibrinkoagulat bildet und die Wunde abschließt. Das neutralisierte Tuch stellt ein Fasergerüst zur Verstärkung des Koagulates zur Verfügung und macht es stärker. Das neutralisierte Tuch wird sich in 7 - 14 Tagen auflösen, da es bioresorbierbar ist. Das Tuch kann auch antifibrinolytische Substanzen wie Aprotinin enthalten, die verhindern, daß sich das Blutkoagulat zu schnell auflöst. Dies ist insbesondere bei einigen chirurgischen Verfahren wichtig, bei denen vorzeitiges Auflösen des Koagulates zum neuerlichen Bluten führen wird.
  • Thrombin kann nicht auf ein Trägermaterial aufgebracht werden, das zu sauer ist, d. h. geringer als etwa pH 5, da es beim Kontakt schnell inaktiviert werden wird. Im Falle des neutralisierten Tuchhämostatikums der Erfindung kann eine wässrige Thombinlösung direkt darauf aufgebracht und gefriergetrocknet werden, um ein für den Patienten fertiges, lagerbeständiges Hämostatikum zur Verfügung zu stellen. Das neutralisierte Tuch kann zur Zeit der Operation mit Thrombin durch Befeuchten des Tuches mit einer frisch hergestellten wässrigen Thrombinlösung und Aufbringen dieses auf eine blutende Stelle imprägniert werden. Das neutralisierte Tuch erlaubt es, diese Vorgehensweise auszuführen, da kein Thrombin inaktiviert wird.
  • Es wurde auch gefunden, daß oxidiertes Zellulosetuch ein wirksameres Hämostatikum als das Ausgangsmaterial ist, d. h. nicht-neutralisierte (saure) oxidierte Zellulose, wobei der Grund darin liegt, daß das saure oxidierte Zellulosetuch (pH von etwa 4,1) das natürlicherweise auftretende Thrombin an der Stelle der Wunde inaktiviert, bis die Pufferwirkung des Blutes den pH des Koagulates auf etwa 5 bringt, der in dem für Thrombin stabilen Bereich liegt. Auf der anderen Seite ist das neutralisierte Tuch bereits in dem stabilen pH-Bereich für Thrombin und wirkt daher viel schneller als Hämostatikum. Mit Natrium neutralisiertes zellulosisches Material hat eine unerwartete erhöhte hämostatische Wirksamkeit (im Bereich von etwa einer 50%igen Verringerung der Blutungszeit) gegenüber nicht-neutralisierten zellulosischen Materialien.
  • Die bevorzugte Menge an Thrombin, die pro Milligram hämostatischen Materiales verwendet wird, beträgt von etwa 3,5 bis etwa 9 Einheiten Thrombin pro Milligram Stoff, was dazu führt, daß etwa 70%-85% des Thrombins nach mehr als zwei Jahren verbleibt, wenn in einem luftdichten Gefäß bei Kühltemperaturen gelagert wird. Eine Thrombineinheit ist ein Maß der Thrombinaktivität, wenn es mit Fibrinogen aus Blut reagiert. Eine Thrombineinheit ist die Menge Thrombin, die gebraucht wird, um das Fibrinogen in 1 ml Plasma in 15 Sekunden zu koagulieren.
  • Die mit Thrombin imprägnierten neutralisierten zellulosischen Materialien können wirksam als ein praktisches Hämostatikum bei chirurgischen Vorgehensweisen an Säuge tieren verwendet werden. Das lagerbeständige hämostatische Produkt sollte kühl gehalten werden, bis es zum Gebrauch fertig ist, wenn es direkt auf eine blutende Stelle aufgebracht wird, oder um ein Blutgefäß herumgewickelt wird, um Hämostase zu erzeugen. Das Thrombin behält nicht nur seine Aktivität und Wirksamkeit beim Kontakt mit dem neutralisierten oxidierten Zellulosematerial, sondern bleibt für lange Zeitdauern unter gekühlten Bedingungen lagerbeständig, d. h. etwa 4ºC. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aufgebrachtes Thrombin wird bis zu 70-85% seiner hämostatischen Aktivität für mehr als zwei Jahre beibehalten.
  • Neutralisiertes oxidiertes Zellulosetuch, wahlweise mit einer säureempfindlichen, die Adhäsion verhindernden Substanz imprägniert, ist auch zum Verhindern der Bildung nachoperativer Adhäsionen sogar an einer blutenden Operationsstelle geeignet. Ein Beispiel einer solchen säureempfindlichen, die Adhäsion verhindernden Substanz ist Heparin, die verhindert, daß sich Fibrin an der Operationsstelle bildet, und daher zweckmäßig zur Vermeidung chirurgischer Adhäsionen ist. Ähnlich hilfreich bei dem Verhindern chirurgischer Adhäsion ist ein fibrinolytisches Enzym, wie tPAA, durch Auflösen des Fibrins, das an der Operationsstelle vorliegt.
  • Andere Beispiele von die Adhäsion verhindernden Mitteln, die gegenüber einen sauren Abgabesystem durch Lang- oder Kurzzeitkontakt empfindlich sind, schließen andere Aminozuckerglycane (wie Dermatansulfat, Heparansulfat), andere fibrinolytische Enzyme, wie t-PA, Streptokinase, Urokinase und pro-Urokinase, nicht-fibrinolytische Enzyme, Antibiotika, Heparine niedrigen Molekulargewichtes, Heparinoide, synthetische Heparine, synthetische Heparinfragmente, Pentasaccharid, Calciumkanalblocker, Steroide und Thrombininhibitoren (wie Hirudin) ein. Zur Verhinderung der Adhäsion besonders hilfreich kann Pentasaccharid auf einer neutralisierten Matrix sein, da es die einmalige Eigenschaft hat, eine antithrombotische Wirkung zu erzielen, ohne so viel Durcheinander in der Blutdynamik wie die Heparine und andere Antikoagulanzdrogen hervorzurufen. Bei Verwenden des Pentasaccharides wäre daher die Verhinderung der Bildung des die Adhäsion erzeugenden Fibrins ohne das unnötige Risiko der Blutung zu erwarten. (Science Focus, The New York Academy of Sciences, 1988, Vol. 2, Nr. 3; Walenga, J. M. et al., The inhibition of the generation of thrombin and the antithrombotic effect of a pentasaccharide with sole anti-factor Xa activity, Thrombosis Research 51; 21, 1988.)
  • Zubereitungen des neutralisierten Materiales werden hergestellt, die den pH- Bereich von etwa 5 bis 8 abdecken, um diese Wirkstoffe abzugeben, wobei neutralisierte oxidierte Zellulosen, die einen niedrigeren Carboxylgehalt haben, eine größere Formbeständigkeit während der Neutralisation zu höherem pH aufweisen. Die Erfindung verbreitert den Umfang der Arten chirurgischer, die Adhäsion verhindernden Substanzen, die zur Abgabe an eine Operationsstelle in der Lage sind, auf einer Matrix, die in der Lage ist, Kraft der absorbierenden, bioresorbierbaren und pH-verträglichen Eigenschaften der Matrix, sie dort aufrecht zu erhalten. Sie erlaubt auch die Erzeugung eines getrockneten, für den Patienten fertigen Produktes, das mit einem aktiven Mittel imprägniert ist, das bei niedrigem pH instabil ist.
  • Andere säurempfindliche Medikamente, Enzyme und biologische Substanzen, die vorteilhafterweise zur therapeutischen Verwendung auf das neutralisierte oxidierte Zellulosetuch aufgebracht werden, schließen antifibrinolytische Substanzen wie Aprotinin oder Trasylol* ein, die das zu schnelle Auflösen eines Koagulates verhindern; Wachstumsfaktorzusammensetzungen, wie Plättchenwachstumsfaktor oder epidermaler Wachstumsfaktor, um die Wundheilung zu beschleunigen; und Aminozuckerglycane, wie Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure, die biologische Substanzen sind, die für zweckmäßig zur Wundheilung gehalten werden.
  • Beispiele
  • Die Erfindung wird nun durch Beispiele erläutert. Die folgenden Beispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen der Zusammensetzungen, Verfahren und Vorgehensweisen der Erfindung dar. Es ist nicht beabsichtigt, daß die Beispiele den Umfang der vorliegenden Erfindung begrenzen, sondern stellen weiteres Verständnis der vorliegenden Erfindung und einen Entwurf eines Verfahrens zur Herstellung der Produkte der Erfindung und Ausführen der Vorgehensweise der Erfindung zur Verfügung, wenn sie im Zusammenhang mit der ausführlichen und allgemeinen obigen Beschreibung gelesen werden.
  • Beispiel 1
  • Herstellung neutralisierten ORZ-Tuches in 3 Teilen Methylalkohol, 2 Teilen Wasser mit Natriumacetat als dem Neutralisiermittel.
  • Eine Menge von 71,9 Gramm eines Stoffes aus oxidierter regenerierter Zellulose (ORZ) mit einem Carboxylsäuregehalt von 15,2% wurde um einen gelochten Kern gewickelt und in einen mit einer Umwälzpumpe ausgerüsteten Reaktor gestellt. Der Reaktor wurde mit einer Mischung aus 3 Liter Wasser und 2 Liter Methylalkohol gefüllt. Ein Thermostatbad Brookfield EX-100 mit eingebauter Pumpe zur externen Umwälzung von Lösungen wurde eingeschaltet, um das Lösungsmittel durch die Mitte des gelochten Kernes und durch die Tuchlagen, die um den Kern gewickelt sind, zu pumpen. Das Lösungsmittel floß durch den Auslaßschlauch und würde wieder durch die Pumpe und zurück zu dem Kern umgewälzt.
  • Eine stöchiometrische Menge Natriumacetat-Trihydrat, gleich der Anzahl Mol Carboxylsäure im Tuch wurde der Lösung hinzugegeben; d. h., 71,9 · 15,2% = 10,92 Gramm Carboxylsäure; 10,92/45 = 0,242 Mol Carboxylsäure; 0,242 · 136,1 = 33,05 Gramm Natriumacetat-Trihydrat.
  • Die 33,05 Gramm Natriumacetat-Trihydrat wurden der wässrigen Alkohollösung zugegeben und durch die Pumpe um und durch den Stoff für 30 Minuten gewälzt. Nach 30 Minuten erreichte der pH der umgewälzten Lösung einen konstanten Wert (pH 4,6). Das Tuch wurde mit einer Pufferlösung neutralisiert, die aus einer Mischung aus Natriumacetat und Essigsäure bestand, die ein Nebenprodukt der Reaktion von Natriumacetat mit der oxidierten Zellulose ist. Es ist dieser sich selbst regenerierende Puffer, der es zuläßt, das oxidierte Zellulosetuch ohne Verlust physischer Eigenschaften zu neutralisieren.
  • An diesem Punkt war die Neutralisation vollständig und der Stoff wurde aus dem Reaktor entfernt und in 600 ml Methanol für 10 Minuten gelegt. Nach 10 Minuten wurde der Alkohol entfernt und gegen weitere 600 ml frischen Methanols ausgetauscht. Das Methanol wusch das Wasser und überschüssiges Natriumacetat aus dem Tuch. Nach dem zweiten Waschschritt wurde das Tuch aufgehängt und luftgetrocknet. Der pH des Tuches wurde durch Legen von 1 Gramm Tuch in 100 ml gereinigtes Wasser und schnelles Rüh ren in einem Mischer für 1 Minute gemessen. Die Lösung wurde von dem zerfaserten Tuch abfiltriert und der pH des Filtrates wurde gemessen. Der pH war 6,5, im Vergleich mit 3,3 für das ursprüngliche nicht-neutralisierte Tuch. Als dieses Tuch mit Standard-Natriumhydroxid auf den Carboxylsäuregehalt titriert wurde, wurde er zu 5,32 Gew.-% Carboxylsäure bestimmt. Das ursprüngliche nicht-neutralisierte Tuch hatte einen Carboylsäuregehalt von 15,2%, was anzeigt, daß 65% der Carboxylsäuregruppen neutralisiert wurden: (15,2-5,32)/15,2 · 100 = 65%.
  • pH-Messungen von Chargen INTERCEED* Barrier und neutralisiertem (N- INTERCEED) Barrier wurden wie folgt zusammengestellt: pH von einem Gramm des Materials in 100 ml frisch gekochtem gereinigtem Wasser
  • Es wurden auch Messungen des Oberflächen-pH's stellvertretender Chargen eines jeden Materiales durch Sättigen eines 7,6 cm · 10,2 cm (3 in · 4 in) Stückes des Stoffes mit 2 ml frisch gekochtem gereinigtem Wasser und Messen des pH's mit einer Oberflächenelekrode durchgeführt. Die Bedeutung dieses Testes ist, die tatsächliche Erfahrung eines säureempfindlichen Medikamentes auf der Matrixoberfläche genau anzunähern. pH-Bestimmung gesättigten Stoffes mit Oberflächenelektroden
  • Das neutralisierte Tuch ist weiß, stark und kann mit Kobaltstrahlung sterilisiert werden und ist über mehrere Jahre stabil, wenn es trocken verpackt ist. Wenn es subkutan in eine Ratte implantiert ist, wird das neutralisierte Tuch innerhalb derselben Zeitdauer resorbiert wie nicht-neutralisiertes Tuch. Dieses Tuch ist auch ausreichend neutralisiert, so daß es mit säureempfindlichen Drogen wie Thrombin imprägniert werden kann.
  • Beispiel 2 - Imprägnieren mit Thrombin
  • Ein 7,6 cm · 10,2 cm (3 · 4 Inch) Stück des neutralisierten Tuches aus Beispiel 1, das 2,5 Gramm wog, wurde zu 10 ml destillierten Wassers gegeben, das 10.000 Einheiten Thrombin enthielt. Das Tuch konnte die Thrombinlösung aufnehmen und wurde dann in 2 · 4 cm Stücke geschnitten und auf die hämostatische Wirksamkeit getestet, wobei ein Milzschnitt im Schweinemodell verwendet wurde. Das neutralisierte Tuch mit dem Thrombin stoppte die Blutung in durchschnittlich 1 Minute, wenn in 6 Wunden getestet wurde, im Vergleich zu nicht-neutralisiertem Tuch, das in eine ähnliche Thrombinlösung getaucht wurde, das die Blutung in demselben Test in durchschnittlich 6 Minuten stoppte, was zeigt, daß das neutralisierte Tuch die Aktivität des Thrombins beibehalten kann.
  • Beispiel 3
  • Dies ist ein Beispiel der Neutralisation eines oxidierten Zellulosestoffes in einer Mischung aus Methanol und Wasser mit Natriumacetat als dem Neutralisiermittel und dem Imprägnieren des neutralisierten Tuches mit Thrombin, um ein trockenes, für den Patienten fertiges, mit Thrombin imprägniertes, resorbierbares Hämostatikum herzustellen.
  • Zweihundertundsiebzehn Gramm eines oxidierten Zellulosetuches mit einem Carboxylsäuregehalt von 15,2% wurde um einen gelochten Kern gewickelt und dann in ein Umwälzbad gelegt, das mit einer Pumpe zum Umwälzen der Lösung herauf zum Kern und durch das um ihn herumgewickelte Tuch, ausgerüstet war. Das Bad war mit einer Mischung aus 3 Litern Methanol und 2 Litern Wasser gefüllt. In das Bad wurden 99,3 Gramm Natriumacetat-Trihydrat gefüllt. Dieses Gewicht Natriumacetat ist das molare Äquivalent der Carboxylsäure in der oxidierten Zellulose, d. h. 217 · 15,2% = 32,9 Gramm Carboxylsäure; 32,9/45 = 0,73 Mol Carboxysäure; (0,73 · 136,1 = 99,3 Gramm Natriumacetat-Trihydrat).
  • Das in der wässrigen Methanollösung gelöste Natriumacetat und diese Lösung wurden um den Kern für 30 Minuten umgewälzt, nach welcher Zeit sich der pH der Lösung bei 5,3 stabilisierte. Der pH wurde durch Zugabe verdünnten Natriumhydroxids zu der umgewälzten Lösung auf 5,4 erhöht. Die Zugabe von Natriumhydroxid zu der Lösung kann zu dieser Zeit vorgenommen werde, da die Lösung einen Puffer aus Natriumacetat und Essigsäure enthält, der Schwankungen des pH-Wertes dämpft. Falls der Puffer nicht vorläge, führte die Zugabe von Natriumhydroxid zu einem schnellen Ansteigen des pH's und beträchtlichem Quellen und Schwächung des Tuches. Nachdem das Natriumhydroxid zugegeben war und der pH in dem umwälzenden Bad auf 5,4 angehoben war, wurde das Tuch aus der umgewälzten Lösung entfernt und mit 2 Litern Methanol für 10 Minuten gewaschen, um Wasser und Salze aus dem Tuch zu entfernen. Dieses wurde mit weiteren 2 Litern frischen Methanols wiederholt und dann wurde das Tuch luftgetrocknet. Das Tuch war weiß, stark und wies im destillierten Wasser einen pH von 6,8 auf. Wenn es auf den Carboxylsäuregehalt titriert wurde, hatte das neutralisierte Tuch einen Carboxylsäuregehalt von 3,5%. Da das ursprüngliche Tuch einen Carboxylsäuregehalt von 15,2% hatte, war der Neutralisationsgrad 76,9%.
  • Ein 7,6 cm · 10,2 cm (3 · 4 Inch) Stück dieses neutralisierten Tuches wurde in eine Schale gelegt, die 5000 Einheiten von Thrombin, gelöst in 10 ml destillierten Wassers, enthielt. Das Tuch konnte die Thrombinlösung aufsaugen. Das gesättigte Tuch wurde in eine frische Schale gelegt, dann in ein Kühlregal eines Gefriertrockners gestellt und bei -20ºC frieren gelassen. Das vollständig gefrorene Tuch wurde durch Anstellen des Vakuums gefriergetrocknet und für 16 Stunden lyophylisiert. Ein Teil des gefriergetrockneten Tuches wurde am nächsten Tag auf Thrombin getestet und bestimmt, daß es 54,3 Einheiten/cm² (350 Einheiten pro Quadratinch) Tuch enthielt. Das Tuch wurde in Folie abgepackt, hitzegesiegelt und für 1,5 Jahre in einen Kühlschrank gelegt. Nach 1,5 Jahren wurde das mit Thrombin imprägnierte, neutralisierte, oxidierte Tuch aus dem Kühlschrank entfernt und man fand, daß es noch weiß und stark war und 43,4 Einheiten Thrombin pro cm² Tuch (280 Einheiten pro Quadratinch) enthielt; d. h. 80% des verbleibenden Thrombins war aktiv. Dieses für den Patienten bereite, mit Thrombin imprägnierte, resorbierfähige Hämostatikum wurde auf die Hämostasezeit im Milzschnitt im Schweinemodell getestet und festgestellt, daß es die Blutung in diesem Modell in durchschnittlich 1 Minute stoppt, wenn 6 Wunden getestet werden, verglichen mit 6,2 Minuten für das unbehandelte, nicht mit Thrombin imprägnierte oxidierte Zelluloseausgangsmate rial. Dieses beweist, daß ein trockenes, für den Patienten bereites, neutralisiertes und stabiles, mit Thrombin imprägniertes, resorbierbares oxidiertes Zellulosetuch durch die in diesem Beispiel beschriebenen Verfahren hergestellt werden kann.
  • Beispiel 4
  • Dies ist ein Beispiel der Neutralisation eines oxidierten Zellulosetuches mit Dikaliumhydrogenphosphat in 4 Teilen Wasser, einem Teil Methylalkohol.
  • Eine Menge von 119,5 Gramm oxidierten Zellulosetuches, mit einem Carboxylsäuregehalt von 18% (0,47 Mol Carboxylsäure) wurde um eine gelochten Kern gewickelt und in einen Reaktor mit einer Umwälzpumpe gelegt. Dem Reaktor wurden 3,5 Liter Wasser und 1 Liter Methylalkohol zugegeben, und dieses wurde um den Kern umgewälzt. Eine Menge von 81,8 Gramm Dikaliumhydrogenphosphat (0,47 Mol) wurden in 500 ml Wasser gelöst und der umwälzenden Lösung langsam mit einer Geschwindigkeit von 10 ml/min. zugegeben. Nach 1 Stunde war der pH der umwälzenden Lösung 6,1 und zeigte keine weitere Änderung. Das neutralisierte Tuch wurde aus dem Reaktor entfernt und 3 mal mit 600 ml Methanol gewaschen, dann luftgetrocknet. Das Tuch war weiß und wies einen pH von 6,8 im gereinigten Wasser auf.
  • Beispiel 5
  • Dies ist ein Beispiel der Neutralisation oxidierten Zellulosetuches in 50 : 50 Methanol : Wasser mit Natriumacetat als dem Neutralisiermittel und der Verwendung des neutralisierten Tuches als Hämostatikum.
  • Eine Menge von 92,6 Gramm eines oxidierten Zellulosestoffes mit einem Carboxylsäuregehalt von 18 Gew.-% (0,37 Mol Säure) wurde um einen Kern gewickelt und in einen Reaktor gelegt, der eine Mischung aus 2,5 Litern Wasser und 2,5 Litern Methylalkohol enthielt. Dieser Lösung wurden 30,3 Gramm wasserfreies Natriumacetat (0,37 Mol) zugegeben. Die Lösung wurde für 1 Stunde umgewälzt. Nach dieser Zeit war der pH der Lösung 5,3 und blieb konstant. Das Tuch wurde entfernt, 3 mal mit 400 ml Methylalkohol gewaschen und zum Lufttrocknen aufgehängt. Der pH des trockenen Tuches in gereinigtem Wasser war 5,76.
  • Dieses neutralisierte Tuch wurde durch Kobaltstrahlung sterilisiert und im Milzschnitt im Schweinemodell auf seine hämostatische Wirksamkeit gegenüber dem nicht neutralisierten Tuch getestet. Das neutralisierte Tuch stoppte die Blutung in durchschnittlich 3,1 Minuten, verglichen mit dem nicht-neutralisierten Tuch in 6,5 Minuten, wenn in 6 Wunden getestet wurde. Daher wird die Hämostase schneller mit dem neutralisierten Tuch als mit dem nicht-neutralisierten oxidierten Zellulosetuch erzielt.
  • Beispiel 6
  • Dies ist ein Beispiel der Imprägnierung des neutralisierten Tuches mit Fribrinogen und seine Verwendung als Hämostatikum.
  • Ein 2 · 4 cm trockenes Stück neutralisierter oxidierter Zellulose mit einem Gewicht von 80 mg mit einem pH größer als 5, wie nach einem der vorhergehenden Beispiele hergestellt, wird in eine Lösung getaucht, die 50 mg Fribrinogen pro ml enthielt. Das Tuch saugt 317 mg dieser Lösung oder etwa 15,8 mg Fibrinogenprotein auf Die Lösung wird in einen Milzschnitt von 1 cm Länge und 1 mm in der Tiefe im Schwein gelegt und mit einem ml Thrombinlösung, die 1000 Einheiten Thrombin pro ml enthält, besprüht. Ein Fibrin-Koagulat entwickelt sich fast sofort und die Blutung wird innerhalb 30 Sekunden gestoppt. Dieses Experiment wird an einer Gesamtzahl von 6 Wunden wiederholt und die Blutung wird in durchschnittlich 30 Sekunden gestoppt. Wenn das Experiment mit nicht-neutralisiertem, mit Fibrinogen imprägnierten Tuch ausgeführt wird, wird die Blutung in 3 Minuten gestoppt. Dieses Experiment beweist, daß das neutralisierte oxidierte Zellulosetuch mit säureempfindlichem Fibrinogen imprägniert werden kann und eine verstärkte hämostatische Aktivität gegenüber ähnlich imprägniertem nichtneutralisiertem Tuch aufweist.
  • Eine Anzahl von Beispielen zeigt die Verwendung neutralisierter oxidierter Zellulose - insbesondere neutralisierter INTERCEED* Barrier (N-INTERCEED) Barrier - zum Verhindern nachoperativer Adhäsionen. Diese Beispiele beschrieben Tierversuche, die die Wirksamkeit der Behandlung mit N-INTERCEED Barrier, das mit säureempfindlichen Anti-Adhäsionsmitteln imprägniert ist, im Vergleich mit einer Sperrschicht aus nicht-neutralisierter oxidierter regenerierter Zellulose, die mit solchen Mitteln imprägniert ist, beweisen. Im Herzmodell wird auch bewiesen, daß das Mittel mit dem Abgabesystem so aktiv ist, wie es allein bei optimalen Dosen ist. Die verbesserte Wirksamkeit wird für N-INTERCEED Barrier gegenüber bestehenden Sperrschichten aus nicht-neutralisierter oxidierter Zellulose aufgezeigt.
  • In-vitro Versuche beweisen die Stabilität der Antikoagulanzdrogen in den neutralisierten Materialien, was sie gegenüber der Instabilität dieser Drogen in dem sauren Material abhebt. Dieses dient als ein Modell zur Herstellung eines imprägnierten, für den Patienten bereiten Produktes.
  • BEHANDLUNG VON N-INTERCEED BARRIER, UM DIE BENETZBARKEIT ZU VERBESSERN
  • Neutralisierte oxidierte Zellulose kann mit Glycerin zum Verbessern der Benetzbarkeit behandelt werden, so daß seine Fähigkeit mit einem Medikament imprägniert zu werden, erleichtert wird. Ein Beispiel eines solchen Verfahrens ist folgendermaßen:
  • Eine Menge von 125 g N-INTERCEED Barrier wurde für 20 Minuten in 500 ml einer Lösung von 4% Glycerin in Isopropylalkohol eingeweicht. Das Tuch wurde aus der Lösung entfernt und auf Papiertüchern für 2 bis 3 Stunden lufttrocknen gelassen.
  • Quadrate von 1,5 cm · 1,5 cm des mit Glycerin behandelten und nicht mit Glycerin behandelten N-INTERCEED Barrier wurden in eine Petrischale gelegt, ein Tropfen Salzlösung einem jeden zugegeben und die Stücke wurden beobachtet. Die mit Glycerin behandelten Proben absorbierten die Salzlösung schneller als die nicht mit Glycerin behandelten Proben von N-INTERCEED Barrier.
  • TIERMODELLE
  • Alle chirurgischen Vorgänge am Tier wurden nach den Prinzipien, die im "Guide for the Care and Use of Laboratory Animals" (Institute of Laboratory Animal Resources, National Research Council) dargelegt sind, ausgeführt.
  • Gebärmutterhornmodell
  • Das Modell ist wie von Linsky, C. B. et al., Adhesion reduction in the rabbit uterine horn model using an absorbable barrier, TC7, J. Reprod. Med., 32, (1), 1987 und US- Patent 4,840,626, erteilt 20. Juni 1989, beschrieben. Weiße weibliche neuseeländische Kaninchen, die zwischen 2,0 und 3,5 kg wogen, wurden vor Verwendung in einem Vivarium für mindestens 2 Wochen akklimatisiert. Die Kaninchen waren einzeln in rostfreien Stahlkäfigen untergebracht. Sie wurden mit Purina* Lab rabbit chow (Ralston Purina Co., St. Louis) gefüttert und Wasser ad libitum verabreicht. Vor der Operation wurden die Tiere fasten gelassen. Die Betäubung wurde durch eine intramuskuläre Injektion von 1 ml Ketamin (Ketaset*)-Xylazine (Rompun*)-Lösung [1 ml Xylazine (20 mg/ml), 2 ml Ketamine (100 mg/ml) und 1 ml steriles Wasser] herbeigeführt. Zusätzliche Betäubung wurde über die Ohrrandvene verabreicht, um das Tier auf einer Operationsfläche zu halten.
  • Jede Tieroperation wurde unter aseptischen Bedingungen durchgeführt; dies schloß ein Abreiben mit Jod, Abdecken und Gebrauch der Steriltechnik ein. Der Bauchwandschnitt wurde durch einen Einschnitt an der unteren Mittellinie vorgenommen und die Gebärmutterhörner freigelegt. 5 cm-Längen des Gebärmutterhorns, die 1 cm von der Gabelung begannen, wurden mit einer #10 Skalpellklinge geschabt. Das Schaben, von kontrollierter Art, entfernte die Serosa vollständig und war von Schwellung und eine kleine Menge punktuellen Blutens gekennzeichnet. Normalerweise waren 20 Striche mit dem Skalpell ausreichend, um die beschriebene Verletzung herbeizuführen. In diesem Modell wurde, falls nötig, die Hämostase mit Tamponade erzielt. Die Tiere wurden durch Bedecken eines jeden Horns mit ausreichend Stoff behandelt, um so den verletzten Bereich vollständig abzudecken, d. h., der Stoff wurde in ein Stück von 5 cm · 7,6 cm (2 · 3 Inch) geschnitten. Die angemessene Arzneimitteldosis wurde dann auf den Bereich durch Befeuchten des Stoffes mit 1 ml der Arzneimittellösung aufgebracht. Die Hörner von Kontrolltieren wurden unbehandelt gelassen, d. h. kein Stoff oder Arzneimittel wurde verwendet.
  • Die muskuläre Bauchfellschicht wurde mit einem 4-0 Vicryl* Nahtmaterial (Ethicon, Somerville, NJ) geschlossen, die Hautschicht mit Hautklammern. Zwei Wochen nach der Operation wurden die Tiere auf Adhäsionen eingestuft. Die Einstufung wurde mit einer Bewertung durchgeführt, die sowohl das Ausmaß als auch die Schwere der Adhäsionen berücksichtigte. Das Bewertungssystem beruht auf der Tatsache, daß eine ausgedehnte Länge des Gebärmutterhorns verletzt ist; daher kann das Ausmaß der Adhäsionen durch Messen der Hornlänge quantifiziert werden, um die folgende Abstufung zu ergeben:
  • 0 = keine Adhäsionen
  • 1 = 25% des verletzten Bereiches
  • 2 = 50% des verletzten Bereiches
  • 3 = vollständiges Betroffensein
  • Anteilige Bewertungen wurden für Ausmaße von Adhäsionen vergeben, die zwischen den obigen Graden lagen. Die Schwere (Hartnäckigkeit) der Adhäsionen wurde folgendermaßen gemessen;
  • 0 = kein Widerstand gegen Trennung
  • 0,5 = einiger Widerstand (mittlere Kraft erforderlich)
  • 1 = scharfes Auseinanderschneiden erforderlich
  • Der Gesamtgrad ist daher additiv und ergibt einen Bereich der Adhäsionsbewertungen von 0-4, was sowohl Ausmaß als auch Schwere darstellt. Daher stellt eine Bewertung von 0 keine Adhäsionen dar, während eine Bewertung von 4 das schwerste Ausmaß und Schwere der Adhäsionen darstellt.
  • Zusätzlich zu den Analysen der Bewertungen in einigen Versuchen wurden die tatsächlichen Messungen der Testabschnitte der Gebärmutterhornlängen, die von Adhäsionen betroffen waren, analysiert. Diese Werte erlauben die parametrane statistische Analyse. Weiterhin erlauben dieses Analysen eine größere Unterscheidung zwischen den Behandlungsgruppen, wenn die Gebärmutterhörner von den Adhäsionen zu mehr als 50 % betroffen sind. Ein Wert von 0 stellt keine Ahäsidionen dar und 5 cm stellt vollständiges Betroffensein des Testabschnittes des Gebärmutterhorns dar.
  • Modifiziertes Gebärmutterhornmodell: (Blutende Operationsstelle)
  • Das Gebärmutterhornmodell wurde abgewandelt, um die Wirksamkeit der Adhäsionssperrschichten an einer blutenden Operationsstelle zu testen, was eine schwerere Herausforderung darstellt. Das Verfahren für das Gebärmutterhornmodell wurde wie oben beschrieben durchgeführt. Zusätzlich zum Schaben der Gebärmutterhörner in der Standard Art und Weise wurde zusätzliches Bluten durch Zerschneiden vier kleiner Blutgefäße an jedem Gebärmutterband eingeleitet. Die Hämostase wurde im Anschluß an diesen Vorgang nicht erzielt.
  • Herzmodell
  • Weiße Neuseelandkaninchen beiderlei Geschlechts (3,0-4,0 kg) wurden einzeln untergebracht und mit Purina Lab Rabbit Chow HF 5326 (Purina Company, St. Louis, Missouri) gefüttert. Alle Tiere wurden in dem Vivarium für mindestens 2 Wochen vor Verwendung akklimatisiert. Ihnen wurde Futter und Wasser ad libitum gegeben, jedoch wurde festes Futter während einer Nacht vor der Operation zurückbehalten.
  • Die Tiere wurden gewogen. Die Betäubung wurde mit intravenösem Ketamin (50 mg/ml)/Xylazine (5 mg/ml) herbeigeführt und durch Inhalation im Anschluß an die Tubuseinführung in die Luftröhre mit Methoxyfluran (0,5-3%, in Sauerstoff) aufrechterhalten. Die Brusthaut wurde mit elektrischen Scheren rasiert und mit 70% Ethanol und dann einer Povidon-Jod-Lösung gewischt. Sterile Abdeckungen wurden aufgelegt und die Operation unter Verwendung aseptischer Technik durchgeführt.
  • Der Brustkorb wurde durch einen medianen Brustbeinschnitt geöffnet; das Bluten wurde durch Elektrokaustik kontrolliert. Alle Blutklumpen, die auf oder um den Herzbeutel verblieben, wurden entfernt, bevor der Herzbeutel medial geöffnet wurde. In dem Brustkorb des Kaninchens wurde durch einen Mittellinien-Brustkorbschnitt eingedrungen. Die Hämostase des Brustbeinschnittes wurde durch Elektrokaustik erzielt. Der Herzbeutel wurde geöffnet und die vordere Oberfläche des Herzens wurde durch vierzigmaliges Streichen mit einem Gaze umwickelten Zeigefinger abgeschürft. Ein elliptisches Stück oxidierten regenerierten Zellulosestoffes mit Achsen von 5 cm · 7,6 cm (2" · 3") wurde über die vordere Oberfläche des Herzens und um den Aplex herum bis zur hinteren Oberfläche gelegt. Die säureempfindliche aktive Substanz wurde dem oxidierten regenerierten Zellulosestoff zugeführt und von ihm aufgenommen. Der Brustkorb wurde in Schichten geschlossen. Das Tier wurde 4 Wochen nach der Operation geopfert und die vordere Oberfläche des Herzens und die Unterseite des Sternums auf Adhäsionen eingestuft. Der Prozentgehalt der Adhäsionen, die einen Streifen von 1 cm Breite betrafen und sich vom Aplex zur Basis der vorderen Herzoberfläche erstrecken, wurde bewertet. Daher stellt eine Bewertung von 100% das größte Ausmaß an Adhäsionen dar und 0% stellt keine Adhäsionen dar. Dieser Streifen stellt die Oberfläche des Herzens im engen Kontakt mit dem Sternum dar, wo Adhäsionen am wahrscheinlichsten auftreten und ein Problem für den Chirurgen verursachen, der eine Wiedereröffnung des Brustkorbs versucht.
  • Beispiel 7: Neutralisierte INTERCEED Barrier erhält die Aktivität schnell säurelabiler Wirkstoffe: t-PAA.
  • In diesem Beispiel ist t-PAA Gewebeplasminogenaktivator-Analogon (Fb-Fb-CF) (Creative BioMolecules, Hopkinton, Massachusetts) und besteht aus einer einzigen Kette zweier Fragemente B von Protein A aus Staphylococcus aureus und dem katalytischen Fragment von t-PA. Die fibrinolytische Aktivität des Fb-Fb-CF wird mit einem chromogenen Test unter Verwendung von S-2251 als Substrat bestimmt. Die spezifische Aktivität von Fb-Fb-CF wird auf 5 · 10&sup5; IU/mg Protein mit Bezug auf den internationalen Standard für t-PA eingeschätzt. Es wird mit rekombinanter DNA-Technik durch Expression in und Extraktion aus Escherichia coli hergestellt (siehe Crea, R. et al., Protein analogues of tissue plasminogen activator. Internationale Patentanmeldung WO87/05934, 1987; Philipps, D. A. et al., The effects of a new tissue plasminogen activator analogue, Fb-Fb-CF auf die cerebrale Wiederdurchblutung im Kaninchenmodell Gehirnschlag. Ann. Neurol. 25: 281, 1989.)
  • Diese Versuchsreihe unter Verwendung des Gebärmutterhornmodelles beweist, daß t-PAA, das von N-INTERCEED Barrier abgegeben wird, die Adhäsionsbewertung unter diejenige von INTERCEED Barrier, N-INTERCEED Barrier und t-PAA, abgegeben von INTERCEED Barrier, senkt. Gebärmutterhornmodell
  • ** Tris-Puffer wurde als Kontrollösung für t-PAA verwendet, da der Hersteller das Produkt in diesem Puffer (5 mM Tris, HCl, 2 mM EDTA) ansetzte. Der pH eines Stückes von 5 cm · 7,6 cm (2" · 3") N-INTERCEED Barner in 2 ml Tris-Puffer ist 4,8, in Salzlösung jedoch 3,9. Die untere Grenze des pH's, um die Aktivität von t-PAA zu erhalten, ist 4 (Herstellerinformation). Der pH der Peritonealflüssigkeit von Kaninchen ist 7,5 bis 8. Der pH der Peritonealflüssigkeit von Menschert ist 6,8-9,8 (Biology Data Book, Second Ed., Vol III, Ed Altman P. E., Ditmer, D. S., Federation of American Society for Experimental Biology, 1974).
  • Der folgende Versuch im Herzadhäsionsmodell unterstützt die Auffassung, daß die Matrix N-INTERCEED Barner die Aktivität von t-PAA nicht beeinträchtigt. Herzmodell Beispiel 8: Neutralisierte INTERCEED Barrier konserviert die Aktivität leicht säurelabiler Wirkstoffe: t-PAA. Herzmodell:
  • Es ist anzumerken, daß N-INTERCEED Barrier die Aktivität des t-PA in niedrigen Dosiskonzentrationen beeinträchtigt. Beispiel 9: Neutralisiertes SURGICEL Hämostatikum konserviert die Aktivität leicht säurelabiler Wirkstoffe: Streptokinase. Gebärmutterhornmodell: Beispiel 10: Neutralisierte INTERCEED Barrier konserviert die Aktivität leicht säurelabiler Wirkstoffe: Streptokinase. Herzmodell:
  • Beispiel 11: Ein neutralisiertes oxidiertes Zelluloseprodukt konserviert die Aktivität leicht säurelabiler Wirkstoffe: stabiles, mit Heparin imprägniertes Produkt. VERFAHREN:
  • Das Material wird mit einer Lösung des die Adhäsion verhindernden Materials imprägniert, luftgetrocknet, in feuchtigkeitsdichten Folienumschlägen versiegelt und mit Kobaltstrahlung sterilisiert. Die biologische Aktivität wird durch Eluieren des imprägnierten Stoffes in 0,9% Natriumchlorid und Testen der eluierten Lösung im Activated Partial Thromboplastin Time Test (APTT) (Thrombofax, Ortho Diagnostic Systems) gemessen.
  • INTERCEED Barrier wurde mit 1667 Einheiten Natriumheparin pro Stück von 7,6 cm · 10,2 cm (3" · 4") imprägniert. Die Aktivität des in diesen Versuchen verwendeten, kommerziell erhältlichen Heparins in USP-Einheiten wurde vom Hersteller gemäß den Vorschriften, die in der "United States Pharmacopeia XXII, 1990, S. 633 festgelegt sind, bestimmt. Die Proben wurden bei Raumtemperatur gelagert (etwa 26ºC). Die Heparinaktivität wurde 0, 1, 7, 14 und 28 Tage später bestimmt. Die Ergebnisse beweisen, daß Heparin mit der Zeit inaktiviert wird. Heparinaktivität nach APTT-Test: Imprägnierte INTERCEED Barrier
  • Neutralisiertes SURGICEL* resorbierbares Hämostatikum (N-SURGICEL Hämostatikum) wurde mit 2000 Einheiten Heparin pro Stück von 7,6 cm · 10,2 cm (3" · 4") imprägniert. SURGICEL Hämostatikum, das als oxidiertes Zellulose in diesem Versuch verwendet wurde, wurde auf die gleiche Weise wie INTERCEED Barrier neutralisiert. Proben wurden bei 4º und 30ºC gelagert. Die Heparinaktivität wurde 0, 1, 6, 14, 30 und 60 Tage später bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, daß Heparin nicht mit der Zeit inaktiviert wird. Heparinaktivität nach APTT-Test: Imprägniertes N-SURGICEL Hämostatikum
  • N-INTERCEED Barrier wurde mit 2000 Einheiten Heparin je Stück von 7,6 cm · 10,2 cm (3" · 4") imprägniert. Die Heparinaktivität wurde 0,1 und 77 Tage später bestimmt. Die Ergebnisse belegen, daß Heparin nicht mit der Zeit inaktiviert wird. Heparinaktivität nach APTT-Test: Imprägnierte N-INTERCEED Barrier
  • Beispiel 12: N-INTERCEED Barrier konserviert die Aktivität eines langsam säurelabilen Heparins niedrigen Molekulargewichtes, FRAGMIN*: stabiles, mit Heparin niedrigen Molekulargewichtes imprägniertes Produkt.
  • IMPRÄGNIEREN VON N-INTERCEED BARRIER
  • Wenn N-INTERCEED Barrier mit einer wässrigen Lösung eines Medikamentes imprägniert wird, beginnen die Fasern zu quellen und werden verzerrt. Wenn dieses neutralisierte Tuch luftgetrocknet wird, tritt während des Trocknungsvorganges etwas Zersetzung des Tuches auf, was gelbe chromophore Abbauprodukte erzeugt. Wenn das Tuch gefriergetrocknet wird, wird die Zersetzung minimiert. Wenn das Tuch mit einer Lösung eines Medikamentes in Alkohol imprägniert wird, wird die Quellung und Zersetzung des Tuches unterdrückt und ein weißeres Tuch wird beim Lufttrocknen der Alkohollösung hergestellt. Eine 50%ige oder 60%ige Ethanol-in-Wasser-Lösung eines Arzneimittels kann verwendet werden, um N-INTERCEED Barrier zu imprägnieren. Das Material ist luftgetrocknet, unter Vakuum ohne Wärme entfeuchtet, in feuchtigkeitsdichten Folienhüllen eingesiegelt und mit Kobalt-60-Strahlung sterilisiert. Stücke von 7,6 cm · 10,2 cm (3" · 4") aus N-INTERCEED Barrier wurden mit 2 ml/Stück einer alkoholischen Lösung imprägniert, die entweder 100 oder 125 Anti-Xa-Einheiten Fragmin*/ml enthielt, luftgetrocknet, unter Vakuum ohne Wärme entfeuchtet, in feuchtigkeitsdichten Folienhüllen eingesiegelt und mit Kobalt-60-Strahlung sterilisiert. Nach wenigstens 2 Monaten Alterung bei 30ºC ergaben sich folgende Beobachtungen:
  • N-INTERCEED und INTERCEED wurden mit Fragmin (KabiVitrum AB, Stockholm, Schweden), einem Heparin niedrigen Molekulargewichtes zu 100 Anti-Xa- Einheiten pro 7,6 cm · 10,2 cm (3" · 4") imprägniert. Die Aktivität des Fragmins wird auf seine Fähigkeit, die Koagulationsprotease, aktivierten Faktor X, zu inhibieren, nach einer vom Hersteller gewählten Methode in Anti-Faktor-Xa-Einheiten gemessen. Ein Beispiel eines Testverfahrens Ihr Anti-Faktor-Xa ist im United States Pharmacopeia XXII, 1990, S. 633, Official Monograph for Heparin Sodium zu finden. Messungen auf biologische Aktivität können auch aus dem Activated Partial Thromboplastin Time Test (APTT) ermittelt werden.
  • Die biologische Aktivität wurde ein und zwei Monate nach Herstellung im APTT- Test bestimmt. Die Ergebnisse zeigen, daß das imprägnierte INTERCEED 70% seiner Fragmin-Aktivität in einem Monat verliert, das imprägnierte N-INTERCEED jedoch seine gesamte Aktivität über 60 Tage beibehält. Fragmin-Aktivität im APTT-Test: imprägniertes N-INTERCEED/INTERCEED Beispiel 13: N-INTERCEED Barrier stellt eine größere Wirksamkeit bei der Verhütung von Adhäsionen als INTERCEED Barrier zur Verfügung. Herzmodell:
  • Vergleiche mit Studententest:
  • 1. INTERCEED gegen Kontrolle, 2P = 0,7
  • 2. N-INTERCEED gegen Kontrolle, 2P = 0,002
  • 3. N-INTERCEED gegen INTERCEED, 2P = 0,009
  • Gebärmutterhornmodell:
  • Die Bewertungen für Gebärmütterhörner aus 13 Versuchen wurden zusammengefaßt. Die Häufigkeit der Bewertungen in jeder Behandlungsgruppe wurden folgendermaßen aufgenommen:
  • Bewertungen von insgesamt 284 Hörnern (142 Kaninchen) sind hier analysiert. Verteilung der Hörner nach Adhäsionsbewertung
  • Vergleich der Bewertungen der Adhäsion mit dem Summentest nach Wilcoxon- Rank: N-INTERCEED Barner verhielt sich deutlich besser als INTERCEED Barrier, 2P < 0,001. Vergleich der Behandlungsgruppen nach Länge der Hörner, die von Adhäsionen betroffen waren
  • Vergleich der Hornlängen, die von Adhäsionen betroffen waren im Studenten T- Test:
  • N-INTERCEED Barrier verhielt sich deutlich besser als INTERCEED Barrier, 2P = 0,008.
  • Beispiel 14: N-INTERCEED Barner stellt eine größere Wirksamkeit bei der Verhütung von Adhäsionen als INTERCEED Barrier an einer blutenden Operationsstelle zur Verfügung.
  • Modifiziertes Gebärmutterhornmodell (blutende Operationsstelle):
  • Analysen der von Adhäsionen betroffenen Hornlängen von drei Untersuchungen zeigten einen deutlichen Unterschied zwischen den Kontrollen und der Behandlung mit N-INTERCEED Barrier. Es wurde kein Unterschied zwischen den Kontrollen und der Behandlung mit INTERCEED Barrier gefunden.
  • Vergleiche mit dem Studenten T-Test:
  • 1. N-INTERCEED gegen Kontrolle, 2P < 0,001
  • 2. INTERCEED gegen Kontrolle, NS, 2P > 0,05
  • Der Umfang der vorliegenden Erfindung ist nicht durch die Beschreibung, Beispiele und hier vorgeschlagene Verwendungen begrenzt und Abwandlungen können ohne Abweichung vom Geist der Erfindung gemacht werden. Zum Beispiel kann das mit Thrombin imprägnierte, neutralisierte, oxidierte zellulosische Material zur Erste-Hilfe- Behandlung von Wunden verwendet werden. Andere Inhaltsstoffe, zum Beispiel antiseptische Zusatzstoffe wie Silbersalze können dem Material auch zugegeben werden.
  • Die Verwendung der Zusammensetzungen und Verfahren der vorliegenden Erfindung für medizinische und chirurgische Verwendungen können mit jedem geeigneten chirurgischen und medizinischen Verfahren und Technik, die dem Fachmann gegenwärtig oder zukünftig geläufig ist, erreicht werden. Es ist daher beabsichtigt, daß die vorliegende Erfindung die Abwandlungen und Variationen dieser Erfindung, die im Umfang der angefügten Ansprüche und deren Äquivalenten liegen, abdeckt.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines lagerbeständigen, nicht reizenden und therapeutischen neutralisierten oxidierten Celluloseproduktes, das die Schritte umfaßt:
Kontaktieren eines sauren, oxidierten Cellulosematerials mit einer Lösung aus einem leicht basischen, chloridfreien Salz einer schwachen Säure in Alkohol und Wasser, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumcitrat, Natriumformiat, Kaliumcitrat, Kaliumformiat, Dinatriumhydrogenphosphat, Dikaliumhydrogenphosphat und Mischungen daraus besteht, um den pH des Cellulosematerials auf 5 bis 8 zu erhöhen;
Waschen des Cellulosematerials mit erhöhtem pH mit Alkohol, um überschüssiges Salz und Wasser davon zu entfernen; und
Trocknen des Cellulosematerials, um Alkohol zu entfernen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das leicht basische Salz einer schwachen Säure Natriumacetat ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, das den zusätzlichen Schritt des Imprägnierens des getrockneten Materials mit einer hämostatisch wirksamen Menge Thrombin einschließt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das den zusätzlichen Schritt des Aufbringens von Glycerin auf das getrocknete Material einschließt, um seine Benetzbarkeit zu verbessern.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das den zusätzlichen Schritt des Imprägnierens des getrockneten Materials mit einem säureempfindlichen Medikament, einer biologischen Substanz oder einem Enzym einschließt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem das säureempfindliche Medikament, die biologische Substanz oder das Enzym aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Plasmaproteinen, Wundheilungsproteinen, Aminozuckerglycanen und antifibrinolytischen Substanzen besteht.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, das den zusätzlichen Schritt des Imprägnierens des getrockneten Materials mit einer säureempfindlichen, die Adhäsion verhindernden chirurgischen Substanz einschließt.
8. Lagerfähiges Produkt, das nach dem Verfahren eines der vorangehenden Ansprüche hergestellt ist.
9. Lagerfähiges Produkt nach Anspruch 8 zur Verwendung bei der therapeutischen Behandlung eines Säugetiers.
10. Lagerfähiges Produkt nach Anspruch 8 zur Verwendung als ein hämostatisches Mittel oder zum Verhindern chirurgischer Adhäsionen bei einem Säugetier.
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