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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zum Regeln bzw.
Steuern einer Reguliereinrichtung für Fluidströmung, mit Aufrechterhalten eines Druckes oder
einer Druckdifferenz in einer Fluidströmungsleitung auf einem ausgewählten, im wesentlichen
konstanten Wert, wobei man veranlaßt, daß der Druck oder die Druckdifferenz auf eine
schwenkbar gehalterte Hebeleinrichtung wirkt, um so den Hebel in einer ersten Drehrichtung zu
bewegen, während das Gewicht des Hebels diesen in einer zweiten Drehrichtung bewegt, die der
ersten Drehrichtung entgegengesetzt ist, so daß sich der Hebel in einer Gleichgewichtsposition
zwischen seinen beiden Endpositionen der Drehung befindet, wenn der gewählte Wert des
Druckes oder der Druckdifferenz erreicht ist, wobei die Reguliereinrichtung über eine
Betriebseinheit mit Hilfe eines antreibenden Fluidstromes betrieben bzw. angetrieben wird, welcher
bereitgestellt wird durch den Fluidstrom in der Leitung zwischen einer ausgewählten Stelle der
Strömungsleitung, an welcher das Fluid nicht durch die Reguliereinrichtung reguliert wird, und der
Atmosphäre, und mit Benutzen der Hebelbewegung in der ersten Drehrichtung, um zu bewirken,
daß zumindest ein Teil des Antriebsfluidstromes in die Betriebseinheit eintritt, wenn dieses für den
Regelzweck erforderlich ist.
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Eine Anordnung zum Einstellen der Sollwerte von Strömungsregulierern ist aus unserer früheren
Patentbeschreibung Nr. SE-B-458.802 und aus der korrespondierenden europäischen
Beschreibung der EP-A-0.285.588 bekannt. Gemäß dieser bekannten Technik wird die Regelung
mit Hilfe eines Zylinderaufbaues bewirkt, der eine vertikale Zylinderachse hat und in welchem ein
leicht zu bewegender, Druck erfassender Korpus montiert ist, welcher zusammen mit dem Zylinder
einen Druckraum definiert, der mit einem Belüftungsdurchgang an einer ausgewählten Stelle
desselben in Verbindung steht. Der Druck erfassende Korpus hat eine Masse, die einem
gewählten Druck an diesem Punkt des Durchganges entspricht und welche den auf den Korpus
wirkenden Druck ausgleichen soll. Diese Anordnung löst viele Probleme, wo es zuvor nur möglich
war, manuell einstellbare Drosselventile zu verwenden, da man es nicht geschafft hat, frühere
Anordnungen dieser Art bei vertretbaren Kosten zu verwenden, und zwar wegen ihrer
Ungenauigkeit und wegen der schlechten Regelwirkung, die sie bieten. Ein generelles Problem
in dieser Hinsicht liegt darin, daß im Anschluß daran, daß man erreicht hat, daß der Luftstrom zu
einem Raum oder zu einer Stelle korrekt ist oder zumindest innerhalb hinnehmbarer
Toleranzwerte liegt, eine anschließende Veränderung der Einstellung bzw. Sollwerteinstellung der
Ventilfunktion in einer Leitung oder einem Kanal in einem anderen Raum oder an einer anderen
Stelle in demselben Gebäudekomplex zu einer Veränderung der Einstellung an der ersterwähnten
Stelle führt. Die Aufgabe der Einstellung der Ventileinstellungen bzw. Sollwerte an
unterschiedlichen Stellen oder Räumen eines Gebäudes ist daher außerordentlich zeitaufwendig und
es ist außerordentlich seiten, daß der gewünschte Luftstrom zu den jeweiligen Stellen in der
Praxis in zufriedenstellender Weise erreicht werden kann. Auch wenn unsere früher
vorgeschlagene Anordnung in der Lage ist, viele Probleme dieser Art zu lösen, so ist dennoch die
mit der Einstellung der Ventile verbundene Arbeit höchst kompliziert, selbst mit dieser bekannten
Anordnung, und es ist oftmals notwendig, die Masse des den Druck erfassenden Korpus manuell
zu verändern mit Hilfe verschiedener, austauschbarer Tariergewichte. Dementsprechend besteht
ein Bedürfnis nach einer Anordnung, welche es erlaubt, daß derartige Einstellungen in einer
einfacheren und flexibleren Weise möglich sind, insbesondere im Falle komplizierterer
Belüftungssysteme in großen Gebäudekomplexen, in welchen Störungen der oben erwähnten Art
in einem solchen Maße auftreten, daß sie dazu führen, daß die notwendigen Einstellungen sowohl
zeitaufwendig als auch nicht vollständig durchführbar bzw. erreichbar sind.
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Ein Verfahren zur Lösung des zuvor erwähnten Einstellproblems besteht darin, den in einem
Zylinder montierten, Druck erfassenden Korpus durch eine Hebeleinrichtung zu ersetzen, die so
aufgebaut ist, daß sie sich in Bezug auf den vorherrschenden Druck oder die Druckdifferenz in
einer solchen Weise selbst einstellt, daß sie zwischen ihren beiden Endpositionen in einem
Gleichgewicht gehalten wird, wenn der ausgewählte Druck oder die Druckdifferenz erreicht ist. Der
Schwerpunkt dieser Hebeleinrichtung kann auf verschiedene Arten verschoben werden, entweder
manuell oder automatisch. Anordnungen und Verfahren, die derartige Hebeleinrichtungen
verwenden und die nach den im Oberbegriff der Ansprüche 1 und 2 dargelegten Prinzipien
arbeiten, sind in der DE-A-24 32 660 und der EP-A-0.192.335 beschrieben. Ein Nachteil dieser
bekannten Anordnungen und Verfahren liegt jedoch darin, daß die Regelung bei den derzeitigen
Belüftungssystemen, welche zunehmend ausgeklügelter und anspruchsvoller werden, nicht mit
der gewünschten Genauigkeit erreicht werden kann.
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Es hat sich nun herausgestellt, daß es möglich ist, ein Verfahren zum Einstellen der Sollwerte von
Reguliereinrichtungen gemäß Einleitung bereitzustellen, welches es ermöglicht, daß Einstellungen
im Vergleich zu dem derzeitigen Stand der Technik wesentlich einfacher vorgenommen werden
können, als es zuvor der Fall war und welche gleichzeitig ein hohes Maß an Regulier- bzw.
Regelgenauigkeit aufrechterhalten. Das erfindungsgemäße Verfahren ist in dem anhängenden
Anspruch 1 dargelegt. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Anordnung zum Ausführen des
Verfahrens, wobei diese Anordnung in dem anhängenden Anspruch 2 dargelegt ist.
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Die Erfindung wird jetzt genauer unter Bezug auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben,
deren Figuren 1 und 2 die Prinzipien des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Anwendung auf
den Anschluß eines Luftzufuhrkreises in einem Belüftungssystem und einem Abluftkreis darin
veranschaullchen; Figur 3 veranschaulicht eine bevorzugte Ausführungsform der Anordnung zum
Durchführen des Verfahrens.
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Figur 1 zeigt schematisch eine Luftströmungsleitung oder einen Kanal 1, durch welchen man Luft
unter der Einwlrkung eines Gebläses (nicht dargestellt) strömen läßt, welches auf der linken Seite
der Leitung angeordnet ist. Die Richtung der Luftströmung bzw. des Luftstromes wird durch einen
Pfeil angezeigt. Der Druck P&sub1; in der Strömungsleitung 1 soll auf einen gewählten Wert, d.h. auf
den Sollwert, eingeregeit werden, und zwar mit Hilfe einer Reguliereinrichtung 2 und eines
Drosselventiles oder Schmetterlingsventiles 3, welches auf einer Welle 4 schwenkbar montiert ist,
so daß es in den durch Pfeile 5 angezeigten Richtungen bewegt werden kann, wobei die Welle
in dem dargestellten Fall sich rechtwinklig zu der horizontalen Ebene erstreckt. Der zu jedem
Zeitpunkt vorherrschende Druck ist der tatsächliche Wert und wird in dem dargestellten Fall mit
P&sub2; bezeichnet. Das Bezugszeichen Pa kennzeichnet den Luftdruck in dem Raum. Eine
Hebeleinrichtung 6, welche einen oder zwei Arme hat, Ist an ihrem Stütz- bzw. Drehpunkt auf
einer Kante bzw. Schneide 7 gelagert. Der linke Arm der Hebeleinrichtung wird unter der Wirkung
des Druckes P&sub2; angehoben und abgesenkt. Auch wenn dieses auf verschieden Weisen bewirkt
werden kann, so verwendet die dargestellte Ausführungsform einen nach unten offenen Balg 8,
dessen eines Ende luftdicht an dem Hebelarm der Hebeleinrichtung 6 befestigt ist, während das
andere, offene Ende des Baiges an einem festen Punkt angebracht ist. Eine erste Leitung 9
erstreckt sich von dem Strömungskanal an einer Stelle stromaufwärts von der Reguliereinrichtung
2, wo der Druck P&sub1; vorherrscht, um so zu ermöglichen, daß die Leitung an ihrem Auslaßende 9a
durch die Hebeleinrichtung 6 geöffnet und geschlossen wird, und zwar um die Hebel- bzw.
Drehmomentachse in den jeweiligen Richtungen auf der Stützschneide 7. Eine zweite Leitung 10
verbindet den Balg 8 mit dem ausgewählten Punkt in der Leitung 1, an welchem der Druck durch
die Reguliereinrichtung 2 eingestellt worden ist und zu jedem Zeitpunkt den Wert P&sub2; annimmt.
Eine dritte Leitung 11 dient als Verbindung einer fluidgetriebenen Ventilbetätigungseinheit 12 mit
der Leitung 9 an einer Stelle unmittelbar oberhalb des Auslaßendes 9a der Leitung 9 und unter
einem Winkel zu der Leitung 9, so daß ein Strahleffekt bzw. Strahipumpeneffekt (Ejektorwirkung)
hervorgerufen wird, der zu der Luftströmung in der Leitung 11 beitragen kann. Die Betriebs- bzw.
Betätigungseinheit 12 betätigt das Ventil 3 unter Ansprechen auf die Luftströmung durch die
Leitung 11 und unter Ansprechen auf die Strömung in der Leitung 11 in die Einheit hinein und aus
dieser heraus. Wie in Figur 1A dargestellt ist, kann die Betätigungseinheit 12 in der
Strömungsleitung 1 in der Reguliereinrichtung 2 oder außerhalb der Leitung angeordnet werden, wie in Figur
1B dargestellt. Die Betätigungseinheit 12 kann so aufgebaut sein, daß sie das Ventil 3 direkt
aktiviert, wie es in Figur 1A gezeigt wird, oder indirekt, wie in Figur 1B gezeigt wird.
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In dieser Hinsicht ist es mit Blick auf die Regelgenauigkeit wichtig , daß die Betätigungseinheit 12
in ausreichender Weise von Luft entleert werden kann, wenn die Drossel 3 vollständig
geschlossen oder vollständig geöffnet werden soll. Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung
durch den speziellen Strahlpumpeneffekt erreicht, wie oben angegeben.
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Dieser Strahlpumpeneffekt ermöglicht es, daß die Betätigungseinheit 12 schnell entleert wird, und
zwar trotz der niedrigen Druckniveaus, die im Falle der hier betroffenen Anwendungen
vorherrschen, beispielsweise in Belüftungssystemen. Bei Abwesenheit des Strahlpumpeneffektes
aus der Leitung 9 wird also in der Betätigungseinheit 12 niemals atmosphärischer Druck erreicht,
wenn nicht mechanische Hilfsmittel, wie z.B. starke Rückholfedern, für das Entleeren der
Betätigungseinheit 12 vorgesehen werden. In derartigen Fällen ist jedoch ein größerer Druck
erforderlich, um Fluid in die Betätigungseinheit 12 zu bringen, und die Anordnung wird dann nicht
als eine komplette Anordnung bei den niedrigen Drücken arbeiten, die in konventionellen
Belüftungssystemen vorherrschen. Man kann dann die Anordnung nur in zufriedenstellender
Weise arbeiten lassen, indem man die aktiven Oberflächen der Betätigungseinheit 12 in einem
Maße vergrößert, welches für den vorgesehenen Zweck ausreichend ist, auch wenn dann die
äußeren Abmessungen der Einheit für die vorgesehenen Zwecke nachteilig bzw. hinderlich wären.
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Im Falle der direkt wirkenden Ausführungsform, die in Figur 1A dargestellt ist, ist der Auslaß 9a
der Leitung 9 auf denselben Arm der Hebeleinrichtung 6 gerichtet und liegt abgedichtet an diesem
Arm an, an welchem auch der Balg 8 angebracht ist. Die Hebeleinrichtung 6 gemäß dieser
Ausführungsform könnte also nur einen einzelnen Arm haben. Wenn der Druck P&sub2; ausreichend
hoch ist, wird der Auslaß 9a durch die Hebeleinrichtung 6 vollständig geschlossen, und zwar
aufgrund der Ausdehnung des Balges 8. Der Arm 6 liegt dann in seiner höheren Endposition und
stellt damit eine direkte Verbindung zwischen den Leitungen 9 und 11 her. Die gesamte Luft
strömt nun aus der Leitung 9, durch die Leitung 11 und in die Betätigungseinheit 12 hinein, die
dadurch das Ventil 3 drosselt und bewirkt, daß der Druck P&sub2; abfällt. Wenn der Druck P&sub2; abfällt,
wird der Balg 8 zusammengedrückt oder fällt zusammen und wenn der Druck P&sub2; einen
ausreichend niedrigen Wert erreicht hat, wird der Auslaß 9a der Leitung 9 vollständig geöffnet als
Folge der Abwärtsbewegung der Hebeleinrichtung 6 an der Kontaktposition. Die gesamte Luft
durch die Leitung 9 kann damit frei durch den Auslaß 9a strömen, und es wird bewirkt, daß die
in der Betätigungseinheit 12 vorhandene Luft durch die Leitung 11 ausströmt, und zwar unter dem
Einfluß des Druckes P&sub2;, wodurch das Drosselventil 3 geoffnet wird. Wenn also eine
Gleichgewichts oder ausbalancierte Position an irgendeinem Punkt zwischen diesen beiden Endstellungen
der Hebeleinrichtung 6 erreicht wird, strömt keine Luft durch die Leitung 11 zu der
Betätigungseinheit 12 oder von dieser. Diese Gieichgewichtspositon kann an irgendeiner Stelle zwischen den
Endpositionen der Hebeleinrichtung 6 in einfacher Weise ausgewählt werden, indem der
Schwerpunkt der Hebeleinrichtung bewegt wird, wodurch man es möglich macht, daß ein
dementsprechender Druck P&sub2; im wesentlichen konstant gehalten wird. Wenn die Hebeleinrichtung
sich also im Gleichgewicht befindet, kann der Druck P&sub2; auf einen ausgewählten Wert eingestellt
werden, indem die Schwerpunktsposition des Hebels verändert wird, indem beispielsweise ein
(nicht dargestelltes) Gewicht entlang der Hebeleinrichtung verschoben wird.
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Im Falle der indirekt wirkenden Ausführungsform, die in Figur 1B dargestellt ist, ist der Auslaß 9a
der Leitung 9 auf den rechten Arm der Hebeleinrichtung 6 gerichtet. Die Betätigungseinheit 12 ist
dann so ausgestaltet, daß das Ventil 3 bei einem höheren Druck geöffnet wird und umgekehrt,
aufgrund der Wirkung einer Einrichtung, die mit 13 bezeichnet ist. Wenn der Druck P&sub2; zunimmt,
wird der Auslaß 9a allmählich bzw. im Anschluß daran geöffnet, bis die Hebeleinrichtung 6 eine
Endposition der Drehung erreicht hat, in welcher die gesamte Luft durch die Leitung 9 frei
austreten kann, und die Betätigungseinheit ist ebenfalls von Luft entleert aufgrund der von dem
Atmosphärendruck ausgeübten Wirkung und der Strahlpumpenwirkung, die durch die Strömung
in der Leitung 9 bereitgestellt wird, um dadurch das Ventil 3 zu schließen. Wenn der Druck P&sub2;
abfällt, wird der Auslaß 9a allmählich geschlossen, bis der rechte Arm der Hebeleinrichtung 6 in
dichter Weise an dem Auslaß 9a anliegt, wobei die Hebeleinrichtung 6 dann ihre zweite
Endposition der Drehung erreicht hat. Die gesamte Luft strömt nun durch die Leitung 9 und durch
die Leitung 11 in die Betätigungseinheit 12 hinein, wodurch der Druck in der Betätigungseinheit
12 ansteigt, das Ventil 3 geöffnet wird und der Druck P&sub2; ansteigt. Dieselben Bedingungen und
Zustände, wie sie oben mit Bezug auf Figur 1A beschrieben wurden, gelten auch hier, wenn die
Hebeleinrichtung sich in einem Gleichgewicht oder ausbalancierten Zustand befindet.
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Figur 2 veranschaulicht schematisch ein Abluftsystem, wobei Figur 2A eine direkt wirkende
Ausführungsform und Figur 28 eine indirekt wirkende Ausführungsform zeigen. Im Betrieb wird
die Systemsteuerung prinzipiell auf dieselbe Art und Weise bewirkt, wie es auch mit Bezug auf
das Luftzufuhrsystem beschrieben wurde, welches in Figur 1 dargestellt ist, auch wenn in dem
in Figur 2 dargestellten System die Drücke P&sub1; und P&sub2; bezüglich ihrer Lage in der Leitung
ausgetauscht bzw. umgekehrt sind, wobei ein Gebläse (nicht dargestellt) auf der rechten Seite der
Leitung Luft in der durch einen Pfeil dargestellten Richtung zieht. in diesem Fall wird also der
Druck P&sub2; stromaufwärts von der Reguliereinrichtung 2 auf einen ausgewählten konstanten Wert
geregelt. Die Betätigungseinheit 12 ist so aufgebaut, daß sie auf ihrer Außenseite durch den
Druck P&sub1; beaufschlagt bzw. beeinflußt wird. im Falle der in Figur 1A dargestellten
Ausführungsform ist die Maximalkraft, welche bewirkt, daß die Betätigungseinheit 12 das Ventil 3 öffnet und
schließt, proportional zu der Druckdifferenz P&sub1; - P&sub2;, während die kleinste Kraft proportional zur
Druckdifferenz Pa - P&sub2; ist. Entsprechende Werte für die indirekt wirkende Ausführungsform, die
in Figur 1B dargestellt ist, sind im Maximum P&sub1; - Pa, und im Minimum Pa - Pa (d. h. Null). In den
in Figur 2 dargestellten Ausführungsformen sind die entsprechenden Kräfte im Maximum Pa - P&sub1;
und im Minimum P&sub1; - P&sub1; (d. h. Null) für den Fall des direkt wirkenden Systems, und sind im
Maximum Pa - P&sub1; bzw. im Minimum P&sub1; - P&sub1; (d. h. Null) in dem indirekt wirkenden System.
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In einer Art und Weise, welche der in den Figuren 1 und 2 veranschaulichten entspricht, können
die Druckdifferenzen auch unter Verwendung von zwei Regel- bzw. Reguliereinrichtungen
eingeregelt werden und auch durch Regulieren und Regeln des Druckes an zwei Stellen in einer
entsprechenden Weise. In diesem Fall kann man zwei Regelsysteme der zuvor beschriebenen
Art miteinander zusammenwirken lassen. Außerdem ist es möglich, daß man jede Druckdifferenz
nur auf eine Hebeleinrichtung wirken läßt, indem beispielsweise jeweils einer von zwei Bälgen an
dem jeweiligen Arm des Hebels angeordnet wird.
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Figur 3 veranschaulicht eine bevorzugte Anordnung zum Regeln einer Reguliereinrichtung, die hier
als Steuereinrichtung oder Regeleinheit bezeichnet wird.
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Die Regeleinheit wird generell mit 30 bezeichnet und beinhaltet ein Gehäuse 31, 32, wobei 31 den
Baigteil des Gehäuses bezeichnet und 32 seinen Ventilteil. In dem Gehäuse 31, 32 sind ein Balg
33 und eine Einrichtung 34 angeordnet, die hier als Ausgleichshebel bezeichnet wird. Auf der
Ausgleichshebeleinrichtung 34 ist ein Gewicht 35 vorgesehen, welches entlang des Hebelarmes
mit Hilfe einer Einstellschraube 36 verschoben werden kann. Der Ausgleichshebel 34 und die
Einstellschraube 36 mit dem Gewicht 35 sind über eine Verriegelungsmutter 37 miteinander
verbunden. Das offene Ende des Balges 33 ist passend auf ein Ende des Balghalters 38
aufgesetzt, der sich etwas in den Balg 33 hinein erstreckt, um zu verhindern, daß der Balg sich
ballonartig aus der Regeleinheit 30 herausbewegt, wenn der Balg 33 hohen Überdrücken
ausgesetzt wird. In dem offenen Ende des Balghalters 38 befindet sich ein Schlauchanschiuß 38A
für die Verbindung mit einer Fluidleitung an einer Stelle derselben, an welcher ein vorgewählter
Druck konstant gehalten werden soll. Der Balghalter 38 und damit auch der Balg 33 sind an dem
Balgteil 31 des Gehäuses mit Hilfe eines Verschluß- bzw. Verriegelungsringes 39 befestigt. Eine
Rohrverzweigung 40, welche einen geraden Durchgangsteil 40a und unter rechtem Winkel hierzu
ein Teil 40b hat, ist fest auf den Ventilteil 32 des Gehäuses aufgeschraubt, so daß ein Ende des
Durchgangsteiles dicht an dem Ausgleichshebel 34 anliegen kann. Der Teil 40b der
Rohrverzweigung 40 kann sich auch unter einem Winkel zu dem in der Zeichnung nach oben weisenden
Teil des Durchgangsteiles 40a erstrecken, der kleiner als 90º ist. Der Ausgleichshebel 34 hat an
der linken Seite der Zeichnung einen ringförmigen Teil, der an dem Balg 33 in luftdichter Weise
angebracht ist, und ruht in ausbalancierter Weise auf einer Kante bzw. Schneide 41, die in dem
Ventilteil 32 des Gehäuses montiert ist. Die Längserstreckung der Schneide oder Kante, die an
dem Ausgleichshebel 34 anliegt, ist relativ groß, um eine Verformung aufgrund von Verschleiß bei
einem Gebrauch über lange Zeit hinweg vernachlässigbar zu machen. Die durch den
Ausgleichshebel 34 ausgeübte Schwerkraft stellt einen Bezugsdruck zu dem in dem Balg 33
vorherrschenden Druck bereit. Im Prinzip entscheidet die durch den Ausgleichshebel 34 eingenommene
Position darüber, wieviel Luft zu oder von einer Betätigungseinheit einer Reguliereinrichtung durch
das Querrohr der Rohrverzweigung 40 strömen soll, wie zuvor beschrieben wurde. Das dritte
Ende der Rohrverzweigung 40 soll mit einer Luftzufuhrleitung verbunden sein, in welcher, wie
zuvor beschrieben, eine Reguliereinrichtung montiert ist.
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Da der Ausgleichshebel 34 in der Regeleinheit 30 ein bewegbares Teil ist, wird das
Rückkopplungssystem durch die Trägheit der Masse beeinflußt, welche der Ausgieichshebel 34 hat. Je
größer die Massenträgheit ist, desto kleiner wird die Toleranz bzw. der Abstand hin zur Instabilität
und einer selbsterregten Schwingung. Dementsprechend ist es wichtig, die Masse der
Hebeleinrichtung 34 so niedrig wie möglich zu halten. Eine Methode, die Masse des Armes zu
verringern, liegt darin, sogenannte Erleichterungslöcher darin auszubohren.
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Um die Bewegung des Massenschwerpunktes des Ausgleichshebels 34 zu ermöglichen, bewegt
sich das Gewicht 35 in Längsnuten des Ausgleichshebeis 34. Da die Drehzapfen des Gewichtes
35 von beiden Seiten des Hebels 34 aus sichtbar sind, kann die Position des Gewichtes und
damit die Einstellung des Druckes auf den Balg 33 direkt abgelesen werden. Der Hebel 34 ist
vorzugsweise mit einer Skala versehen, welche das Ablesen des Solldruckes erieichtert bzw.
ermöglicht. Die Größe des Gewichtes 35 ist in zweckmäßiger Weise so angepaßt, daß einfache
Einstellungen in einzelnen Pascal (-Abstufungen) des Druckes vorgenommen werden können,
während gleichzeitig der Aufbau des Hebels 34 kompakt gehalten wird. Ein kleines Gewicht ergibt
eine starker gespreizte Skala und eine genauere Einstellung, jedoch auch einen größeren Hebel
34.
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Der obere Rohrabschnitt der Rohrverzweigung 40 ist vorzugsweise mit einer die Geschwindigkeit
steigernden Düse 42 versehen, die dazu beiträgt, den Strahlpumpeneffekt noch weiter zu
verbessern und damit eine schnelle Entleerung bzw. Absaugung der Betätigungseinheit durch den
Strahlpumpen effekt in solchen Fallen zu bewirken, in welchen die Betätigungseinheit und damit
das Ventil in eine seiner Endstellungen eingestellt werden soll, wie zuvor beschrieben wurde.
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Die Erfindung ist nicht auf die zuvor beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen
beschränkt, da verschiedene Modifikationen vorgenommen werden können. Beispielsweise
können die Prinzipien der Erfindung auch auf Regelfluide angewendet werden, die nicht Luft sind,
wobei hier auf letztere in erster Linie Bezug genommen wird.