DE69020825T2 - Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung für eine chromatographische Trennung einer Mischung von mindestens drei Bestandteilen in drei gereinigte Ausflüsse mittels eines Lösungsmittels bei zwei verschiedenen Temperaturen und/oder Drucken. - Google Patents
Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung für eine chromatographische Trennung einer Mischung von mindestens drei Bestandteilen in drei gereinigte Ausflüsse mittels eines Lösungsmittels bei zwei verschiedenen Temperaturen und/oder Drucken.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Trennung in fluider Phase (flüssig, dampfförmig oder überkritisch) von drei oder mehr Komponenten eines Fluidgemisches (flüssig, dampfförmig oder überkritisch) mit Hilfe von festen Partikeln oder eines halbfesten permeablen Gels, die in der Lage sind, in selektiver Weise wenigstens zwei Verbindungen des Gemisches zu adsorbieren, eine von ihnen sehr stark, derart, daß eine einfache Elution besonders wenig, um es zu desorbieren, heraussticht. Insbesondere betrifft sie 1) die Anwendung der "sogenannten simulierten Gegenstromtechnik" auf Trennungen, die bisher durch präparative Chromatographie mit Elutionsgradienten durchgeführt wurden, die man beispielsweise in der pharmazeutischen Chemie, in der Feinchemie oder in der Biochemie antrifft. Sie betrifft auch 2) die Gebiete der klassischen Anwendung des Verfahrens der kontinuierlichen Trennung in flüssiger Phase, unter Verwendung des simulierten Gegenstromsystems unter der Bedingung, daß die Chargen wenigstens drei Bestandteile umfassen, beispielsweise für den Fall der aromatischen C&sub8;-Fraktion. Es kann hier interessant werden, in einem einzigen kontinuierlichen Vorgang Paraxylol und Ethylbenzol und ein Gemisch von Ortho- und Metaxylol zu trennen. Ein anderes Beispiel wird gebildet durch das Gemisch von Xylose Arabinose Glucose 3) die noch embryonalen Gebiete der Anwendung der präparativen überkritischen Chromatographie wie die Herstellung von Aromen und essentiellen Ölen.
- Insbesondere ist diese Technik verwendbar bei wenigstens 3 durch Destillation nicht trennbaren Produkten, entweder weil ihre Siedepunkte zu nahe aneinanderliegen oder weil sie thermisch instabil sind.
- Der größte Teil der Adsorptionsapparate für große Tonnagen, die ein festes Adsorptionsmittel umfassen und beispielsweise für das Trocknen der Gase, die Adsorption einer organischen Substanz, die Trennung von n-Paraffinen in gasförmiger Phase oder die Erzeugung von Wasserstoffen mit stoßweiser Druckaufbringung werden gemäß der Technik verwendet, die darin besteht, mehrere Adsorptionsbetten zu verwenden, welche die festen Adsorptionspartikel unter Durchführung einer Adsorption, einer Desorption und einer Regeneration in gasförmiger Phase umfassen. Es ist jedoch schwieriger, diese Technik in flüssiger Phase anzuwenden, da selbst bei der Sorptionsphase eine wichtige Chargenfraktion, die nicht adsorbiert ist, im Interpartikularraum der Sorptionsphase sowie in der Makroporosität der Partikel verbleibt. Unter diesen Bedingungen ist es schwierig, das gewünschte Produkt gleichzeitig mit guter Ausbeute, guter Reinheit und interessanten Energiekosten zu erhalten.
- Um diesem Nachteil abzuhelfen, kann man entweder so vorgehen, daß man die Anzahl der Reaktoren derart erhöht, daß man Reinigungen durchführen kann, die dann entweder zu Spülungen mit einer anderen Verbindung, die im Prinzip nicht oder wenig adsorbierbar ist, recycliert werden. Dies bedeutet den offensichtlichen Nachteil, daß die Prozedur verkompliziert wird und somit die nachfolgenden Destillationskosten erhöht werden. Man sieht leicht, daß ein sequentielles Verfahren der Sorption Desorption, wo das flüssige Speisegemisch entweder einen geringen Trennfaktor oder einen sehr stark durch das Adsorptionsmittel zurückgehaltenen Körper hat, nicht zu Abströmen führen kann, die gleichzeitig eine günstige Reinheit und erhöhte Konzentration haben.
- Für den Fall, wo man nicht wünscht, daß zwei unterschiedliche Abströme getrennt werden zeigen sich die Verfahren, die auf dem "simulierten Gegenstrom" basieren, wie in den US PS 2 985 589, 3 696 107, 3 706 812, 3 761 533 oder in der französischen Patentschrift 2 103 302 beschrieben, als sehr wirksam, da sie es ermöglichen, kontinuierlich Abströme zu erzeugen, die gleichzeitig von großer Reinheit und von im Desorptionsmittel konzentrierter Lösung sind. Ein Verfahren entsprechend der US 4 306 107 wird beschrieben, bei dem kontinuierlich ein Gemisch mit vier Bestandteilen getrennt wird: Metaxylol, Orthoxylol, Paraxylol und Ethylbenzol, und zwar durch die simulierte Gegenstromtechnik in Anwesenheit eines Lösungsmittels, dem Toluol. Drei Fraktionen werden erhalten: die erste enthält reines Metaxylol das bei 100% gewonnen wird, die die dritte enthält reines Ethylbenzol, das nur mit 60% gewonnen wird und die zweite umfaßt ein Gemisch von Para- und Orthoxylol, die bei 100% gewonnen werden, jedoch auch Ethylbenzol, das 40% der Ausgangsmenge ausmacht. Dieses Verfahren bietet jedoch den Nachteil einer partiellen Rückgewinnung des am wenigsten adsorbierten Produktes und die Gewinnung eines Gemisches, was die Zwischenfraktion angeht.
- Für Adsorptionsapparate geringer Tonnage, mit denen man etliche Kilo gleichzeitig von Produkten hohen Mehrwertes erzeugt, stellt sich das Problem im allgemeinen sehr unterschiedlich zum vorhergehenden. Es passiert oft, daß man versucht, ein besonders reines Produkt, das wenig konzentriert ist, innerhalb eines Gemisches von wenigstens zehn reinen Körpern, Produkten beispielsweise in der letzten Stufe einer Synthese zu isolieren. Die Produktionsarten sind eher diskontinuierlich und Kosten der Trennung von Lösungsmittel - gereinigten Produkt - stellen sich nur gering im endgültigen Herstellungspreis. Die verwendete Trenntechnik geht also im wesentlichen dahin, das gesuchte Produkt zunächst mit einer guten Ausbeute, dann mit einer guten Reinheit zu trennen, wobei der Aspekt der Konzentration in dem oder den Trennlösungsmitteln überhaupt nicht sich stellt oder nur sehr gering berücksichtigt wird. Die Technik des etwas komplexen Elutionsgradienten wird in der Praxis oft verwendet. Sie besteht darin, eine komplexe Charge in die Kolonne zu geben und dann durch ein erstes Lösungsmittel zu eluieren, das nur eine geringe Affinität für die feste Phase hat und nur gering die durch dieses Adsorptionsmittel zurückgehaltenen Körper bewegt oder verschiebt. Während des Fortschritts dieses Vorgangs ersetzt man allmählich dieses erste Lösungsmittel durch ein zweites, was eine sehr starke Affinität für das Adsorptionsmittel hat und das fast sämtliche in der Charge enthaltene Körper verschiebt oder bewegt, so, als wären sie überhaupt nicht durch das Adsorptionsmittel gehalten. Dies ist also die progressive und kontinuierliche Variation des Lösungsmittelverhaltens und der Affinität des Elutionsmittels in der Kolonne, die eine graduelle Elution der verschiedenen Produkte der Charge erzeugt. Das gesuchte Produkt wird also in Form einer besonderen Fraktion des eluierten Stroms gesammelt. Die folgende Phase besteht darin, die Kolonne durch das erste der beiden Lösungsmittel zu rekonditionieren. Darüber hinaus muß die Kolonne periodisch regeneriert werden, da die festen verwendeten Phasen oft empfindlich für die Vergiftung durch Spuren gewisser Körper, die in der Charge enthalten sind oder das eine oder andere der beiden Lösungsmittel sind. Die Technik mit Elutionsgradienten ist geeignet entsprechend mehreren physikalischen Prinzipien zu funktionieren, wie sie in der Flüssigchromatographie verwendet werden. Unter ihnen kann man insbesondere nennen:
- 1) Die Chromatographie durch Gelpermeation, die gemäß dem Prinzip der Ausschließlichkeit funktioniert: die großen Moleküle, die nicht in der Lage sind, in die Räume des Gels einzutreten, werden als erste eluiert, während die kleinsten durch sämtliche Räume gehenden geeignet sind, als letzte eluiert zu werden. Der Elutionsgradient kann das Phänomen auf zwei Arten und Weisen modifizieren:
- a) indem er auf die Moleküle der Charge einwirkt: durch eine immer stärkere Solvatation. Moleküle mit einem zunächst gleichen Kreisradius in der Form vom Typ "statistisches Knäuel" lösen sich und entfalten sich unterschiedlich entsprechend ihrer Funktionalität;
- b) indem man auf die feste Phase einwirkt: durch ein progressives Blähen des Gels; man schränkt progressiv die Abmessung der Hohlräume ein, indem man nur immer kleinere Moleküle zurückhält.
- 2) Die Chromatographie in umgekehrter Phase, die auf den Trennungskoeffizient des gelösten Stoffes zwischen einer wäßrigen Phase und einer organischen Phase einwirkt. Ein bekanntes Beispiel trägt dazu bei, ein Gemisch aus organischen sehr wenig in Wasser löslichen Produkten an einem C&sub1;&sub8;-Veredelungssiliciumoxid vermittels eines Wasser- Methanolgradienten zu trennen. In dem Ausmaß, wie die Methanolkonzentration in der beweglichen Phase steigt, lösen sich die am stärksten lipolöslichen Produkte nach und nach von der festen Phase.
- 3) Die Affinitätschromatographie, die entweder an den Bindungen des Typs van der Waal oder an den "Wasserstoff"- Verbindungen zwischen Löslichkeit und fester Phase funktioniert. Wenn man ein apolares Lösungsmittel vom Typ Kohlenwasserstoff durch ein polares Lösungsmittel vom Typ Methylenchlorid oder Chloroform ersetzt, kommt man dazu, immer stärker polare gelöste Stoffe zu eluieren.
- Die Technik des Elutionsgradienten bedeutet nicht zwangsweise die Verwendung von zwei unterschiedlichen Lösungsmitteln. Man kann mit pH-Gradient arbeiten, wo die beiden Lösungsmittel durch zwei Pufferlösungen ersetzt sind. Man kann ebenfalls mit Druckgradienten arbeiten (ein einziges überkritisches Lösungsmittel) unter Zusatz eines "Schleppers" im allgemeinen in Spurenform (bis 3%).
- Die Verschiedenartigkeit der festen Phasen und der Lösungsmittelpaare ist derart, daß der überwiegende Teil der seit 25 Jahren als unmöglich angesehenen Trennungen heute realisiert werden. Als Beispiel seien genannt die Auflösung von Enantiomeren oder racemischen Gemischen (mit optisch aktiven festen Phasen) "Preparative separation of enantiomers on axially compressed column" K.H. Rimböck, F. Kastner, A. Mannschreck, Journal of Chromatograhy nº 329 (1985) S. 307-310.
- Diese Methoden zeitigen den Nachteil, daß sie wenn auch automatisierbar nicht kontinuierlich sind, siehe J. Krohn und F. Verillon (international laboratory Oktober 1986) Sie sind so ausgelegt, daß sie höchstens etliche zehn Kilogramm pro Jahr erzeugen, mit einer sehr weichen und versatilen Vorrichtung, die in der Lage ist, zahlreiche unterschiedliche Trennungen auf Wunsch durchzuführen.
- Der Stand der Technik wird auch beschrieben durch die US Patentschrift 4,498,991, die ein bewegliches simuliertes Bett mit Gleichstrom beschreibt. Es ist nach diesem Dokument möglich, zwei Fraktionen ausgehend von einem Gemisch, das drei Zusammensetzungen oder mehr enthält, zu erhalten, derart, daß um eine Trennung von mehreren Bestandteilen möglich zu machen, man pro zu trennenden Bestandteil eine Trenneinheit einsetzen muß, was besonders teuer hinsichtlich Investitionen und verwendeten Lösungsmitteln ist. Nach einer anderen Patentschrift FR 2 274 331 ist es auch möglich, durch Einführen von zwei oder drei Lösungsmittelströmen unterschiedlicher Kraft in einen Apparat im simulierten Gegenstrom zur Trennung eines Gemisches zu kommen, was zu einem einzigen Abstrom guter Reinheit führt, bei dem es sich nur um das am stärksten oder das am schwächsten adsorbierte Produkt handeln kann.
- Schließlich wird der Stand der Technik beschrieben durch die EP-A-0 290 684.
- Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diesen vorgenannten Nachteilen abzuhelfen, insbesondere ist es eines der Ziele der vorliegenden Erfindung, ausgehend von einem Gemisch aus wenigstens drei Bestandteilen, drei Fraktionen zu erhalten (jede von diesen enthält wenigstens einen Bestandteil, der oder die Bestandteile jeder Fraktion werden bei guter Ausbeute die bis zu 100% gehen kann, rückgewonnen).
- Ein anderes Ziel ist es, eine Zwischenfraktion zwischen der Kopffraktion und der Schwanzfraktion zu erhalten, die ein Gemisch von im wesentlichen bei 100% rückgewonnen Produkten enthalten kann.
- Ein anderes Ziel ist es, eine Zwischenfraktion zu erhalten, die nur einen einzigen im wesentlichen mit 100% rückgewonnen Bestandteil enthalten kann.
- Ein anderes Ziel ist es, die Reinigungsphasen in die cyclischen Prozesse besser zu integrieren, indem man bei der Behandlung eine Zwischenfraktion erzeugt oder recycliert.
- Kurz gesagt ist es Ziel der Erfindung, kontinuierlich mit hohem Reinheitsgrad und bei erhöhter Konzentration eine Charge bestehend aus wenigstens drei Produkten, in drei unterschiedliche Abströme zu trennen mit:
- 1) größerem Wirkungsgrad und Einfachheit als die einfache Reihenassoziierung von zwei klassischen Einheiten des simulierten Gegenstroms:
- 2) einem stark verminderten Lösungsmittelverbrauch und einer Menge an fester Phase, die geringer als bei einer diskontinuierlichen isokratischen Trennung oder einer mit Elutionsgradient ist.
- Anders ausgedrückt, Ziel der Erfindung ist es, ein Gemisch aus wenigstens drei Bestandteilen in drei Fraktionen unter Vereinigung in einem einzigen Verfahren zu trennen, das kontinuierlich die Techniken des Elutionsgradienten mit einem einzigen Lösungsmittel sowie des simulierten klassischen Gegenstroms mit kontinuierlichen Rezirkulation der Flüssigkeit gemäß der US-A-2 985 589 zu vereinigen, ohne daß die Erfindung als eine einfache Nebeneinanderanordnung zwei unterschiedlicher Stufen betrachtet werden könnte.
- Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, eine Verbesserung für den klassischen simulierten Gegenstrom zu erbringen (mit allein zwei Abströmen: ein Raffinat und ein Extrakt treten aus der Einheit aus). Tatsächlich passiert es ziemlich häufig, daß die Charge Spuren eines sehr stark auf der festen Phase adsorbierten Produktes enthält. Hieraus resultiert eine Ansammlung, die progressiv die Leistungen der Einheit fallen läßt und la longue einen Stillstand zum Regenerieren des Adsorbens erfordert. Dank der Erfindung kann man diese Stillstände vermeiden, indem man entweder kontinuierlich regeneriert oder bevorzugt, indem man periodisch eine Regenerationssequenz zur Anwendung bringt, die für sich die Produktion nicht unterbricht.
- Die Erfindung betrifft einerseits ein Verfahren zum kontinuierlichen Trennen und in fluider Phase eines Gemisches oder einer Charge aus wenigstens drei Bestandteilen in wenigstens drei Fraktionen, gemäß dem Anspruch 1 und andererseits eine Vorrichtung zur Verwirklichung des Verfahrens gemäß Anspruch 8.
- Wenn man so arbeitet, gewinnt man im wesentlichen das gesamte starke Lösungsmittel aus dem intergranularen Volumen des Sorptionsmittels und man vermeidet eine Verunreinigung der Adsorptionszone für den am stärksten adsorbierten Bestandteil durch schwaches Lösungsmittel.
- Genauer führt man kontinuierlich in flüssiger, dampfförmiger oder überkritischer Phase ein:
- 1) zwei gleiche desorbierende Fluide, die sich durch ihre physikalischen Eigenschaften (Temperatur oder Druck) unterscheiden, und zwar gleicher chemischer Natur oder im wesentlichen identischer Zusammensetzung, wenn es sich um Gemische handelt und welche unterschiedliche Affinitäten für die feste Kontaktphase, die weiter unten definiert wird, aufweisen (Sorptionsmittel) . Man spricht dann von starkem Lösungsmittel S&sub2; und schwachem Lösungsmittel S&sub1;; S ist dabei das gleiche Lösungsmittel;
- 2) ein Speisegemisch, das wenigstens drei Bestandteile enthält, von denen wenigstens zwei in sehr unterschiedlicher Weise durch die feste unten definierte Kontaktphase adsorbiert werden. Diese drei Ströme werden mit Adsorptionsmittelpartikeln kontaktiert und zirkulieren durch die unten definierten Zonen.
- Unter starkem Lösungsmittel S&sub2; oder schwachem Lösungsmittel S&sub1; versteht man im allgemeinen zwei Lösungsmittel gleicher chemischer Natur oder gleicher Zusammensetzung, wenn es sich um ein Gemisch handelt, die jedoch entweder bei unterschiedlichen Temperaturen oder unterschiedlichen Drücken verwendet werden. Auch wäre es möglich, mit einem Lösungsmittel bei unterschiedlichen Temperaturen und Drücken zu arbeiten.
- Das sogenannte starke Lösungsmittel S&sub2; wird das Lösungsmittel sein, was bei einer höheren Temperatur oder einem höheren Druck verwendet wird.
- Das verwendete Lösungsmittel oder Desorptionsmittel wird sorgfältig als Funktion von Typ Adsorptionsmittel, der durchzuführenden Trennung der Bestandteile und der späteren Trennung, beispielsweise der Destillation zwischen Lösungsmittel und den Bestandteilen gewählt.
- Das Lösungsmittel kann auch beispielsweise unter den organischen Lösungsmitteln, Wasser, Kohlendioxid gewählt werden.
- Dieses Lösungsmittel, in der Bezeichnung starkes Lösungsmittel S&sub2; genannt, wird im allgemeinen bei einer Temperatur verwendet, die um wenigsten 10ºC und vorzugsweise 20 bis 50ºC höher als die des sogenannten schwachen Lösungsmittels S&sub1; liegt. Erfindungsgemäß kann das Lösungsmittel S&sub2; auch bei einem um wenigstens 1 MPa und vorzugsweise um 2 bis 20 MPa höheren Druck als den des gleichen sogenannten schwachen Lösungsmittels S&sub1; verwendet werden.
- Das Lösungsmittel ist im allgemeinen mit dem Gemisch mischbar. Man trifft im allgemeinen nur eine einzige Phase auf einmal im interpartikularen Raum des Sorptionsmittels an. Man kann aber auch beispielsweise auf ein zweiphasiges Fluidgemisch treffen.
- Dieses Sorptionsmittel (Adsorptionsmittel, Absorbtionsmittel oder Gel) wird sorgfältig als Funktion der durchzuführenden Trennung der Bestandteile in einem gegebenen Lösungsmittelmedium gewählt. Es wird im allgemeinen gewählt in der Gruppe aus den natürlichen oder synthetischen Zeolithen, den Aktivkohlen, den Siliziumdioxiden, den gegebenenfalls gepropften Siliciumoxiden, Aluminiumoxiden, den gegebenenfalls brückenbildenden Tonen, den Polymeren und Copolymeren, die gegebenenfalls funktionalisiert sind wie dem mit Divinylbenzol vernetztem Polysterolgel, das beispielsweise sulfoniert ist, den Ionenaustauscherharzen und deren Gemischen.
- Die Granulometrie liegt im allgemeinen zwischen 1 Mikrometer und 1 Zentimeter und bevorzugt zwischen 5 Mikrometer und 1 Millimeter. Sie ist im allgemeinen so gewählt, daß ein optimaler Kompromiß zwischen der Trennung und dem zulässigen Druckverlust realisiert wird. Die Form der Partikel des Sorptionsmittels kann beliebig und beispielsweise sphärisch sein.
- Der Trenndruck und die Brenntemperatur sind im allgemeinen diese, die im wesentlichen liegen zwischen der Temperatur und dem Druck der Verwendung des starken Lösungsmittels S&sub2; und der Temperatur und dem Druck der Verwendung des schwachen Lösungsmittels S&sub1;.
- Jede Zone wird gebildet durch wenigstens einen Abschnitt, bevorzugt mehrere Abschnitte (3 bis 6) gleichen Volumens, die in Reihe verbunden sind, wobei jeder Abschnitt mit einer Masse von Partikeln eines festen Sorptionsmittels oder eines Gels gefüllt ist.
- Gemäß dem Prinzip des simulierten Gegenstroms im allgemeinen, wird die Zeit in definierte Zyklen unterteilt wie beispielsweise die Zeit, an deren Ende die Konfiguration der Einheit sich genau identisch wiederfindet. Jeder Zyklus ist in so viele Perioden unterteilt, wie die Einheit Abschnitte umfaßt. Jede Periode definiert die Zeit, die zwischen den Permutationen des Abschnitts einer Zone zur anderen verfließt.
- In jeder Periode befindet sich die Einheit homothetisch zu sich selbst: Die Anzahl der Abschnitte in jeder Zone bleibt konstant, während die Einführungs- und Entnahmepunkte sich um einen Abschnitt verschieben. Während jeder Periode verbleiben die Durchsätze im Innern jeder Zone konstant.
- Gemäß dem besonderen Prinzip der Erfindung ist jede Periode im übrigen in zwei oder drei Stufen unterteilt, wobei jede Stufe definiert ist als eine Zeit, während deren sämtliche Durchsätze konstant bleiben - wobei vorausgesetzt wird, daß in zwei aufeinanderfolgenden Zonen die Durchsätze im allgemeinen unterschiedlich sind.
- Die Adsorptionsbedingungen und die Desorptionsbedingungen gemäß dem Verfahren der Erfindung bringen im allgemeinen Speise- und Abzugsdurchsätze ins Spiel, welche durch Steuermittel für diese Durchsätze bewerkstelligt werden, so daß die Elutionsfronten sich in den unterschiedlichen Zonen von der Anstromseite zur Abströmseite der Kolonne (Strömungsrichtung) im wesentlichen mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen.
- Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann man mit Lösungsmittel bei unterschiedlichen Temperaturen die unterschiedlichen Zonen speisen und die Abströme in folgender Weise gewinnen:
- a) man speist die Zone (6) während einer ersten Stufe mit einem Durchsatz d&sub3; = d&sub1; + d&sub2;, wobei d&sub1; der Durchsatz des Rezyklierungsstroms ist, der aus der Zone 2 stammt und d&sub2; der Speisedurchsatz an starkem Lösungsmittel S&sub2; ist, dann während einer zweiten Stufe mit einem Durchsatz d&sub3; mit starkem Lösungsmittel S&sub2; identisch im wesentlichen dem Durchsatz in der ersten Stufe, und man gewinnt während der ersten Stufe schwaches Lösungsmittel, das man in einen Speicherbehälter gibt, und während einer zweiten Stufe gewinnt man den Extrakt E&sub2; mit starkem Lösungsmittel, den man derart trennt, daß man den oder die am stärksten adsorbierten Bestandteile erhält.
- b) man speist die Zone (5) während einer ersten Stufe mit einem Durchsatz d&sub5; wie beispielsweise d&sub5; < d&sub3; wenigstens eines Teils des schwachen Lösungsmittels, das aus dem obengenannten Speicherbehälter stammt, und während der zweiten Stufe speist man die Zone (5) mit einem Durchsatz d&sub1; des Rezyklierungsstroms, der aus der Zone 2 stammt und mit einem Durchsatz d&sub4;, derart, daß d&sub4; = d&sub5;-d&sub1; des verbleibenden Teils des schwachen Lösungsmittels, das aus dem Speicherbehälter stammt, dann gegebenenfalls zusätzlichen schwachen Lösungsmittels und man gewinnt den Extrakt E&sub1; mit dem schwachen Lösungsmittel bei einem Durchsatz d&sub6;, derart, daß d&sub6; < d&sub5;, den man derart trennt, daß man den oder die durchschnittlich adsorbierten Bestandteile erhält.
- c) man schweißt die Zone (4) mit dem verbleibenden Teil des Stroms, der aus der Zone (5) stammt, mit einem Durchsatz gleich d&sub5;-d&sub6;, derart, daß man am Austritt einen Strom erhält, der aus der Zone (4) mit dem gleichen Durchsatz stammt.
- d) man speist die Zone (3) mit diesem Gemisch mit einem Durchsatz d&sub7; und mit diesem aus der Zone 4 stammenden Strom mit dem Durchsatz d&sub5;-d&sub6;, das heißt mit einem Gesamtdurchsatz d&sub5;-d&sub6; + d&sub7;, und man gewinnt mit einem Durchsatz d&sub8; wenigstens einen Teil des Raffinats R bei schwachem Lösungsmittel, den man derart trennt, daß man den oder die am wenigstens adsorbierten Bestandteile erhält, wobei die Menge d&sub8; derart ist, daß d&sub8; + d&sub6; = d&sub4; + d&sub7;
- e) man speist die Zone 2 mit dem verbleibenden aus der Zone 3 stammenden Teil mit einem Durchsatz gleich d&sub5;-d&sub6; + d&sub7;- d&sub8; das heißt d&sub1; und man gewinnt mit einem Durchsatz d&sub1; den Rezyklisierungsstrom um die Zone 6, dann die Zone 5 zu speisen, wie in den Stufen a und b angegeben.
- Entsprechend der Komplexizität des Gemisches wählt man die Gesamtzahl der Abschnitte der Kolonne. Bevorzugt liegt diese Anzahl der Abschnitte zwischen 5 und 24. Die Kolonnenabschnitte sind im allgemeinen vom gleichen Querschnitt und zylindrischer Gestalt. Eine vorzugsweise äußere Verbindung verbindet jeden Abschnitt und umfaßt die Gesamtheit der Mittel zur Speisung an Lösungsmittel und an Gemisch in Strömungsrichtung hinter den obengenannten Rückschlaumitteln. Die Verbindung umfaßt die Gesamtheit der Mittel des obengenannten Abzugs an Extrakten an Raffinat und an Rezyklisierungsstrom in Strömungsrichtung vor den die Rückströmung verhindernden Mitteln.
- Die Erfindung wird besser verständlich im Hinblick auf die Fig. 1, 2, 3, 4, 5 und 6, die in nicht begrenzender Weise das Verfahren und die Vorrichtung erläutern, unter denen die Fig. 2, 4 und 5 genauer die Erfindung in ihrer Variante mit dem Lösungsmittel bei unterschiedlichen Temperaturen erläutern und Fig. 6 die Variante mit Lösungsmittel bei unterschiedlichen Drücken. In diesen Figuren:
- - stellt Fig. 1 das Ausbildungsdetail zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten entsprechend der Verwirklichungsform der Erfindung, die Fig. 6 nicht berücksichtigt, daß - Fig. 2 zeigt das Prinzipschema der Ausführungsform der Erfindung in einem gegebenen Augenblick. In diesem Schema sind 24 Abschnitte (5 in Zone 6, 5 in Zone 5, 4 in Zone 4, 4 in Zone 3 und 6 in Zone 2) dargestellt; die zwölfte Periode des Zyklus ist wahlweise bezeichnet als die Einführung des Lösungsmittels bei erhöhter Temperatur, also zu Beginn der Zone 6 im Abschnitt 12 entsprechend.
- - Fig. 3 zeigt im Detail die Verbindung der verschiedenen Abschnitte mit 7 Drehventilen zur Durchführung der Maßnahme nach der Erfindung.
- - Die Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens mit heißem Lösungsmittel (S&sub2;) und dem gleichen Lösungsmittel bei geringerer Temperatur (S&sub1;).
- - Fig. 5 zeigt ein Temperaturprofil in den verschiedenen Zonen der Trennvorrichtung.
- - Fig. 6 zeigt ein besonderes Ventil, das es ermöglicht, bei im wesentlichen unterschiedlichen Druckniveaus zwischen zwei aufeinander folgenden Abschnitten zu arbeiten, beispielsweise wenn das starke Lösungsmittel S&sub2; ein erheblich überkritisches Fluid ist, während das schwache Lösungsmittel gebildet wird durch das gleiche leicht unterkritische Fluid.
- Selbstverständlich illustriert Fig. 2, welche Elemente, die der ersten Variante der Erfindung eigen sind umfaßt (Lösungsmittel bei unterschiedlichen Temperaturen) allgemein eine Ausführungsform mit simuliertem Gegenstrom in fünf Zonen mit Elutionsgradienten, die in den beiden Varianten der Erfindung anwendbar ist.
- Wie Fig. 2 zeigt, die sie sich willkürlich auf die zwölfte Periode des Zyklus bezieht, umfaßt das Trennsystem durch Sorption nach der Erfindung im wesentlichen Kolonnen, die mit festen Adsorptionsmittelpartikeln oder halbfesten Adsorptionsmittelgel gefüllt ist und ist in 5 Zonen unterteilt.
- - Zone zur Desorption (6) durch das starke Lösungsmittel des am stärksten adsorbierten Produktes.
- - Zone zur Desorption (5) durch das schwache Lösungsmittel des durchschnittlich adsorbierten Produktes.
- - Zone zur Desorption (4) durch das schwache Lösungsmittel und das durchschnittlich adsorbierte Produkt des am wenigsten adsorbierten Produktes - die Zonen (4) und (5) sind ebenfalls Rückhaltezonen für das am stärksten adsorbierte Produkt.
- - Adsorptionszone (3) der stark und durchschnittlich adsorbierten Produkte,
- - Zone zur Adsorption oder Eliminierung (2) des am wenigsten adsorbierten Produktes und Zone zur Rekonditionierung der Kolonne oder Desorption des starken Lösungsmittels durch das schwache Lösungsmittel.
- Die Ströme der verschiedenen Fluide sind die folgenden:
- Zone (6):
- - Das starke Lösungsmittel S&sub2; wird durch die Pumpe PS2 gepumpt; man fügt während der ersten Stufe der Periode den Rezyklierungsstrom 10 über die Leitungen 19 und 7 hinzu, man mißt den Druck des Stroms 11 um ihn zu regeln. Dieser Fluß wird über das Ventil VS2 an den Eingang des Abschnitts C12 geschickt. Während der zweiten Stufe jeder Periode ist das Ventil 9 geschlossen und starkes Lösungsmittel wird an den Eingang von C12 geschickt.
- - Am Austritt des durch das Ventil VE2 ausgewählten Abschnitts C16 evakuiert die Pumpe PE2 über die Leitung 12 gemäß der ersten Variante nach der Erfindung die Gesamtheit des Flusses. Während der ersten Stufe der Periode ist das Ventil 112 geschlossen, das Ventil 113 offen und dieser Fluß wird gegen den Pufferspeicher 114, der der ersten Variante der Erfindung eigen ist, geleitet. Während der zweiten Stufe der Periode ist das Ventil 113 geschlossen, das Ventil 112 offen und der Fluß gegen die Destillation DIST·E2 geleitet, die das starke Lösungsmittel vom am stärksten adsorbierten Produkt trennt.
- Zone (5):
- - Die Pumpe PS1 versorgt während einer ersten Stufe der Periode den Inhalt des Pufferspeichers 114 und während einer zweiten Stufe der Periode schwaches Lösungsmittel S&sub1;. Während der ersten Stufe jeder Periode ist das Ventil 13 geschlossen, während während der zweiten Stufe jeder Periode es offen ist und man an der Leitung 14 den Rezyklierungsstrom 8, der aus der Zone 2 stammt, über die Leitungen 19 und 7 zugibt. Die Gesamtheit des Stroms der Leitung 14 ist durch das Ventil VS1 gegen den Eingangsabschnitt C17 orientiert.
- - Am Austritt aus dem Abschnitt C21 wird der Fluß in zwei aufgeteilt, ein Teil macht seinen Weg über die Leitung 15, die über die Leitung VE1 zur Durchsatzsteuerung FRCE gerichtet ist, die aus einem Laminierungsventil eines Durchsatzmeßgeräts, das in Strömungsrichtung dahinter angeordnet ist und einer Steuerung besteht. Der Strom endet in der zu destillierenden Kolonne Dist E1, die das schwache Lösungsmittel vom durchschnittlich adsorbierten Produkt trennt.
- Zone (4):
- Der andere Teil des aus dem Abschnitts C21 stammenden Flusses strömt gegen C22 und tritt vollständig aus dieser Zone am Ausgang des Abschnitts C1 aus.
- Zone (3):
- Zur Gesamtheit des aus C1 stammenden Flusses gibt man über die Ladepumpe PC und mittels der Orientierung der Leitung 16, gegeben durch das Ventil VC, einen Ladestrom an den Eintritt des Abschnitts C2.
- Am Austritt aus dem Abschnitt C5 wird ein Teil des Flusses über die Leitung 17 entnommen, die durch das Ventil VR positioniert ist. Dieser Raffinatstrom wird über das Drucksteuerventil PRCR entspannt, der Druck wird auf der Leitung 11 gemessen, der Raffinatfluß geht gegen die Destillation Dist R ab, der das schwache Lösungsmittel vom wenig oder nicht adsorbierten Produkt trennt.
- Zone (2):
- Sie umfaßt vorzugsweise wenigstens vier Abschnitte. Der andere Teil des aus C5 stammenden Flusses bleibt im Abschnitt C6. Am Austritt aus dem Abschnitt C11 orientiert das Ventil VRcy die Leitung 19, die es ermöglicht, die Gesamtheit des aus dem Abschnitt C11 stammenden Flusses mittels der Pumpe PRcy zu entnehmen. Hinter dieser Pumpe ermöglicht es die Leitung 7, entweder die Leitung Nr. 10 während der ersten Stufe der Periode (Ventil 9 offen, Ventil 13 geschlossen) wieder zu verbinden oder die Leitung 8 während des zweiten Teils der Periode (Ventil 9 geschlossen, Ventil 13 offen) sich wieder damit zu vereinigen.
- Die Ausbildung der Verbindungen zwischen zwei Abschnitten der ersten Variante nach der Erfindung ist dargestellt in Fig. 1, wobei ein Steuerkreis (siehe Fig. 6) vor oder hinter dem Ventil eingesetzt werden muß, wenn man mit Lösungsmittel bei unterschiedlichen Drücken arbeitet.
- Der Ablauf der 24 Perioden des Zyklus zwischen den Abschnitten C6 und C7 ist der folgende:
- Periode (1):
- Übergang C5-C6 in Zone (5); die Gesamtheit des Flusses geht über das Rückschlagventil 34 über; Durchsatz Null in den Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Periode (2):
- Übergang C6-C7 entspricht dem Übergang Zone (5)-Zone (6). Nach der ersten Ausführungsvariante der Erfindung wird die Gesamtheit des aus dem Abschnitt C6 austretenden Flusses über die Leitung 30 entnommen, die mit der Leitung 12 zusammenfällt, die Durchsätze in den Leitungen 31 bis 33 und im Rückschlagventil sind Null; die Gesamtheit des in den Abschnitt C7 eintretenden Flusses wandert über die Leitung 36 entsprechend also der Leitung 14, die Durchsätze in den Leitungen 37 und 38 sind Null.
- Perioden (3 bis 6):
- Übergang C6-C7 in Zone (6), die Gesamtheit des Flusses geht über das Rückschlagventil 34, Durchsatz Null in die Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Periode (7):
- Übergang C6-C7 entspricht der Übergangszone (2)-Zone (6), die Gesamtheit des aus dem Abschnitt C6 austretenden Flusses wird über die Leitung 33 entnommen, die dann mit der Leitung 19 korrespondiert, die Durchsätze in den Leitungen 36 und 32 und das Rückschlagventil 34 sind Null; die Gesamtheit des in Abschnitt C7 eintretenden Flusses wandert über die Leitung 37, die dann mit der Leitung 11 zusammenfällt, die Durchsätze in den Leitungen 36 und 38 sind Null.
- Perioden (8 bis 12):
- Übergang C6-C7 in Zone (2), die Gesamtheit des Flusses geht durch das Rückschlagventil 34 durch, Durchsätze Null in den Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Periode (13):
- Übergang C6-C7 entspricht dem Übergang zwischen den Zonen 3 und 2, ein Teil des aus dem Abschnitt 6 stammenden Stroms wird über die Leitung 32 entnommen, die so mit der Leitung 17 zusammenfällt, wobei die Durchsätze in den Leitungen 30, 31 und 33 Null sind, der andere Teil des aus dem Abschnitt 6 stammenden Stroms wandert über das Rückschlagventil 34, um in den Abschnitt C7 wieder einzutreten; die Durchsätze in den Leitungen 36 bis 38 sind Null.
- Perioden (14) bis (16):
- Übergänge C6-C7 in Zone (3), die Gesamtheit des Flusses wandert durch das Rückschlagventil 34, Durchsätze Null in den Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Periode (17):
- Übergang C6-C7, entspricht dem Übergang Zone (4), Zone (3). Die Gesamtheit des aus dem Abschnitt C6 stammenden Flusses wandert durch das Rückschlagventil 34. Die Durchsätze sind Null in den Leitungen 30 bis 33. Man setzt diesem Fluß einen Chargenstrom über die Leitung 38 zu, die dann mit der Leitung 16 zusammenfällt, wobei die Durchsätze in den Leitungen 36 und 37 Null sind.
- Perioden (18) bis (20):
- Übergang C6-C7 in Zone (4). Die Gesamtheit des Flusses wandert durch das Rückschlagventil 34; Durchsätze Null in den Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Periode (21):
- Übergang C6-C7 fällt mit dem Übergang Zone (5), Zone (4) zusammen. Ein Teil des aus dem Abschnitt C6 stammenden Stroms wird über die Leitung 31 entnommen, die dann der Leitung 15 entspricht, wobei die Durchsätze in den Leitungen 30, 32 und 33 Null sind. Der andere Teil dieses Stroms wandert über das Rückschlagventil 34; Durchsätze Null in den Leitungen 36 bis 38.
- Perioden (22) bis (24):
- Übergang C6-C7 in Zone (5). Die Gesamtheit des Flusses wandert über das Rückschlagventil 34; Durchsätze Null in den Leitungen 30 bis 33 und 36 bis 38.
- Am Ende der vierundzwanzigsten Periode befindet der Zyklus sich in Schleife und die letzte Bewegung der Ventile VS2, VE2, VS1, VE1, VC, VR und VRcy führt den Übergang C6-C7 in die Ausgangskonfiguration zurück; dies ist der Beginn eines anderen Zyklus.
- Fig. 3 zeigt ein Detailschema der Verbindung der verschiedenen Abschnitte mit sieben Ventilen zur Durchführung der Erfindung. Die Numerierung der Leitung kombiniert die der Figuren (1) und (2). So entspricht die Extraktentnahme beim starken Lösungsmittel immer dem Suffix 30, die Extraktentnahme beim starken Lösungsmittel entspricht immer dem Suffix 31, die Raffinatentnahme entspricht immer dem Suffix 32, die Entnahme des Rezyklierungsstroms entspricht dem Suffix 33, der Zusatz schwachen Lösungsmittels entspricht immer dem Suffix 33, der Zusatz starken Lösungsmittels dem Suffix 37 und schließlich der Zusatz des Chargenstroms dem Suffix 38. Andererseits geben die Prefixe die Nummer des Abschnitts an, gegen den ein Strom eintritt oder aus dem er ausgetreten ist. Beispielsweise bezeichnet Leitung 3/36 die Verbindung zwischen dem Ventil schwachen Lösungsmittels VS1 und dem Eintritt in den Abschnitt C3, die Leitung 1/31 bezeichnet die Verbindung zwischen dem Austritt aus dem Abschnitt C1 und dem Ventil für das Extrahieren mit schwachem Lösungsmittel VE1.
- Darüber hinaus wird der gemeinsame Eintritt des Chargenventils immer mit 16 bezeichnet, der gemeinsame Eintritt des Ventils für schwaches Lösungsmittel nennt sich immer 14, der gemeinsame Eintritt des starken Lösungsmittels nennt sich immer 11; während die gemeinsamen Ausgänge der Ventile für Raffinat, Extraktion mit starkem Lösungsmittel, Extraktion mit schwachem Lösungsmittel und Rezyklierung immer 17, 12, 15 bzw. 19 heißen.
- Wenn man also in der Kommentierung der Fig. 1 und 2 sagt, daß in der Periode 13 der Übergang C6-C7 der Übergangzone (3), der Zone (2) entspricht und daß aus diesem Grund die Leitungen 32 und 17 übereinstimmen bzw. zusammenfallen, so muß man verstehen, daß das Ventil VR die Leitung 6/32 und 17 in Verbindung setzen und daß so die Leitung 17 sich während des Zeitraum dieser dreizehnten Periode bis zum Austritt aus der Zone 6 verlängert ist. Nach dieser Figur versteht man leicht, daß für 24 Abschnitte und 7 Drehventile 168 Leitungen dieses Typs jeden Abschnitt mit jedem Ventil verbinden.
- Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der ersten Variante der Erfindung.
- Fig. 5 zeigt ein wünschenswertes Temperaturprofilbeispiel in den fünf Zonen, die diese erste Variante charakterisieren.
- Fig. 4 zeigt einen Ofen 45, Wärmeaustauscher 46 und 48 sowie Kühler 47 und 49. Da das starke Lösungsmittel 72 und das schwache Lösungsmittel S&sub1; von der gleichen Art sind, ergibt sich der einzige Unterschied aus den beiden Injektionstemperaturen T&sub1; und T&sub2;, die im wesentlichen unterschiedlich sind mit T&sub1; > T&sub2;.
- Während der ersten Stufe jeder Periode treten in die Zone 6
- - über die Leitung 10 ein aus der Zone 2 stammender Rezyklierungsstrom, ursprünglich bei der Temperatur T&sub7; (diese Temperatur kann gegebenenfalls durch Wärmeaustausch mit dem Extrakt 2 (Temperatur T&sub4;) gesteuert werden, der aus der Zone 6 kommt, und zwar mittels des Wärmeaustauschers 46) über die Leitung 11 ein durch den Ofen 45 erwärmter Lösungsmittelstrom. Die Temperatur am Austritt aus dem Ofen 45 muß derart sein, daß am Eintritt der Zone 6 die Temperatur der Leitung 11, T&sub1; in stabiler Weise gesichert wird.
- Während der zweiten Stufe jeder Periode wird das Ventil an der Leitung 10 geschlossen und der Lösungsmittelstrom wird allein über die Leitung 11 sichergestellt. Während der Gesamtheit der Periode werden der Durchsatz und die Temperatur am Eintritt der Zone 6 konstant gehalten.
- Am Austritt aus der Zone 6 variiert die Temperatur konstant längs der Periode zwischen T'&sub2; und T&sub4; mit T'&sub2; < T&sub4;, während der ersten Stufe liegt die Temperatur zwischen T'&sub2; und T'&sub2;
- während des größeren Teils dieser ersten Stufe hält sich die Temperatur zwischen T'&sub2; und T'&sub2; +
- am Ende der ersten Stufe steigt die Temperatur sehr schnell von T'&sub2; auf T'&sub2; +
- Während der gesamten ersten Stufe wird der aus der Zone 6 stammende Fluß zur Reserve 114 geschickt, das Ventil 113 ist dabei offen und das Ventil 112 geschlossen. Während der zweiten Stufe der Periode geht die Temperatur des aus der Zone 6 stammenden Stroms zur Leitung 11 plötzlich von T'&sub2; +
- auf T'&sub4; über, dann während des größten Teils der Temperaturperiode bleibt sie zwischen T'&sub4; und T&sub4;. Während dieser zweiten Stufe kommt der am stärksten adsorbierte Körper aus der Zone 6 raus, das Ventil 113 bleibt geschlossen, das Ventil 112 ist offen und das Lösungsmittel wird vom am stärksten in der Destillationskolonne DIST E&sub2; adsorbierten Stoff getrennt.
- Während eines ersten Teils der Periode führt man in die Zone 5 das in der Reserve 114 enthaltene Lösungsmittel bei einer Temperatur geringfügig oberhalb T'&sub2; über die Pumpe PS1 und das Ventil VS1 über die Leitung 14 ein. Um die mittlere Temperatur des ersten Abschnitts der Zone 5 auf T'&sub2; zu bringen führt man während des zweiten Teils der Periode gekühltes Lösungsmittel über den Kühler 47 bei der Temperatur T&sub2; ein. Während der Gesamtdauer der Periode wird der Durchsatz am Eintritt der Zone (5) konstant gehalten. Am Austritt aus der Zone (5) wird ein Teil des Stroms über die Leitung 15, das Ventil VE1 und die gesamte Durchsatzsteueranordnung FRCE1 entnommen und zur Destillation DIST E&sub1; geschickt, wo das Lösungsmittel und der gelöste durchschnittlich adsorbierte Stoff getrennt werden.
- Der zweite Teil des aus der Zone 5 stammenden Stroms zirkuliert gegen die Zone (4), seine Temperatur liegt bei T&sub5;, wobei T&sub5; geringfügig höher als T'&sub2; ist. Am Austritt aus der Zone 4 wird die Gesamtheit des Stroms gegen die Zone (3) geschickt. Man setzt hier mittels der Chargenpumpe PC und des Ventils VC über die Leitung 16 Charge bei der Temperatur T&sub3; derart zu daß T&sub5; > T&sub3; > T'&sub2;. Am Austritt aus der Zone (3) entnimmt man über die Leitung 17 mittels des Ventils VR und der Drucksteuervorrichtung PRC R einen Teil des aus der Zone (3) stammenden Stroms, um ihn gegen die Destillation DIST R zu schicken, wo das Lösungsmittel und der gering oder nicht gelöste Stoff getrennt werden. Der zweite Teil dieses Stroms geht weiter gegen die Zone (2), wo die Temperatur von T&sub6; auf T&sub7; steigt, da die Temperatur in dem letzten Abschnitt der Zone 2 zunächst gleich T&sub8; ist, wobei T&sub8; geringfügig kleiner als T&sub1; ist.
- Fig. 6 zeigt das Küken des konischen Ventils sowie eine Ausbildung der Abschnitte. Es handelt sich hier darum, in der Zone (6) ein Druckniveau zu erhalten, das klar höher als in den anderen Zonen ist. Gemäß der Erfindung kann das starke Lösungsmittel S&sub2; überkritisch in der Zone (6) sein, während das schwache Lösungsmittel S&sub1; das gleiche unterkritische Fluid in den Zonen (5), (4), (3) und (2) ist, eine andere Möglichkeit besteht darin, als starkes Lösungsmittel S&sub2; ein geringfügig überkritisches Fluid in der Zone (6), beispielsweise CO&sub2; bei 130 bar und 35ºC zu nehmen und das gleiche Lösungsmittel kurz oberhalb seines kritischen Punktes beispielsweise CO&sub2; bei 80 bar und 35ºC als schwaches Lösungsmittel S&sub1;. Das in Fig. 6 beschriebene Ventil ist kurz stromaufwärts oder stromabwärts vom Rückschlagventil bzw. der Rückschlagventilklappe 34 (Fig. 1) eingesetzt. Allein die Abschnitte 14 bis 17 sind dargestellt. In der dargestellten Position finden sich die Abschnitte 14 und 15 in einer Hochdruckzone, während die Abschnitte 16 und 17 sich in einer Niederdruckzone befinden. Die Strömung zwischen den Abschnitten 14 und 15 sowie 16 und 17 erfolgt wie durch einen einfachen Verbindungsschlauch 53, während zwischen den Abschnitten 15 und 16 ein Drucksteuerventil, ein Steuerglied und ein Differenzialdruckgeber 55 es ermöglichen, eine Druckdifferenz zwischen den anströmseitigen Zonen 56 und den abströmseitigen Zonen 57 zu steuern. Wenn dieses Ventil sich aus einer Stellung im Uhrzeigersinn dreht, dann wird ein Übergang der Abschnitte 16 und 17 die Druckdifferenz steuern. Um selbstverständlich eine solche Hochdruckzone 56 zu erzeugen, muß man am Ende der Zone (2) über das Rezyklierungsventil einen Rezyklierungsstrom entnehmen, dessen Druck mittels der Rezyklierungspumpe erhöht wird und/oder über das Ventil für starkes Lösungsmittel S&sub2; starkes Lösungsmittel bei einem adäquaten Druck zu schicken. Das dargestellte Ventilküken 51 ermöglicht also eine einfache Strömung innerhalb des konischen Kükens 53 in sämtlichen Stellungen außer einer. In einer besonderen Stellung wird der in das Ventil eintretende Fluß gegen eine äußere Differenzialdrucksteuerschleife 54 und 55 gerichtet, dann geht das entspannte Fluid wieder über das Ventil 51 gegen den entsprechenden Ausgang zurück.
- Nach dieser zweiten Variante der Erfindung ist es selbstverständlich notwendig, während jeder Periode eine Steuerung der Druckdifferenz zwischen den Zonen (6) und (5) sicherzustellen (siehe Fig. 6: Zonen (56) und (57)), was es notwendig macht, einen Durchsatz durch das Steuerventil zu schicken und ein Durchsatz muß also durch die Ventilklappe 35 von der Zone (6) zur Zone (5) gehen.
- Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung in nicht begrenzender Weise.
- Man will auf einem Ionen-(Kationen)-Austauscherharz, Austausch mit Calcium, ein Gemisch von 12% Glucose, 78,5% Xylose und 9,5 Gew.-% Arabinose in wäßriger Lösung mit 400 g/l Trockenmaterialien trennen. Man arbeitet entsprechend dem Schema der Figur (1). Das starke Lösungsmittel und das schwache Lösungsmittel bestehen beide aus permutiertem Wasser, wobei die Differenz im Eluierungsvermögen von der Temperatur herrührt. Man verfügt über 24 Kolonnen mit Doppelmantel, die Temperatur wird durch eine äußere Wasserzirkulation vorgegeben und jede Kolonne kann also thermostatisch entweder auf 35ºC oder auf 75ºC geregelt werden. Die Kolonnen haben einen Innendurchmesser von 1,6 cm und weisen die Besonderheit auf, daß sie axial zusammengedrückt werden, um sich an die Veränderungen des scheinbaren Volumens der aktiven Phase, die 2,8% erreichen können, anzupassen. Jede Periode dauert 37 Minuten 30 Sekunden, der komplette Zyklus umfaßt 24 Perioden (siehe Fig. 2), das heißt 15 Stunden. Als Beispiel wird nur die erste Periode des Zyklus kurz beschrieben. Während dieser Periode wird die Zone (6) gebildet aus fünf ersten Kolonnen C&sub1; bis C&sub5; die auf 75ºC thermostatisch geregelt sind. Während dieser ersten Stufe jeder Periode (Dauer 33 Minuten 09 Sekunden) schickt man in die Kolonne C&sub1; einen Rezyklierungsstrom, der aus der Zone (2) stammt mit einem Durchsatz (3,225 cm³/min) sowie einen Zusatz permutierten Wassers von 1,415 cm³/min, während der zweiten Stufe der Periode (33 Minuten 10 Sekunden bis 37 Minuten 30 Sekunden). Man beaufschlagt mit permutiertem Wasser bei 4,64 cm³/min. Während der gesamten Dauer der Periode liegt der Durchsatz in Zone (6) also bei 4,64 cm³/min. Am Austritt aus der Kolonne 5 entnimmt man während einem ersten Teil der Periode (von t = 0 bis t = 7 Minuten 12 Sekunden) die Gesamtheit dieses Stroms um diesen gegen einen Pufferspeicher zu leiten (diese Zeit entspricht der Tatsache, daß die Austrittstemperatur der Kolonne 5 etwas mehr als 7 Minuten braucht, um von 35ºC auf 60ºC überzugehen). Während des Restes der Periode erzeugt man einen Strom (4,64 cm³/min) dessen mittlere Zusammensetzung die folgende ist: Xylose 0,27 g/l&supmin;¹, Arabinose 1,87 g/l&supmin;¹, Calcium etwa 7 Gew.-ppm als Ca(OH)&sub2;.
- Während der Periode 1 wird die Zone (5) gebildet von den Kolonnen 6 bis 10, die auf 35ºC thermostabilisiert sind. Während eines Teils der Periode (von t = 0 bis t = 8 Minuten 19 Sekunden) führt man in die Kolonne 6 die Gesamtheit der in dem Pufferspeicher enthaltenen Flüssigkeit mit 4 cm³/min ein, während eines zweiten Teils der Periode (von t = 8 Minuten 20 Sekunden bis t = 33 Minuten 10 Sekunden) führt man permutiertes Wasser mit 4 cm³/min ein und schließlich von (t = 33 Minuten 1 Sekunde bis t = 37 Minuten 30 Sekunden) führt man den aus der Zone (2) stammenden Rezyklierungsstrom gleich 3,225 cm³/min ein sowie einen Zusatz permutierten Wassers von 0,775 cm³/min. Im Innern der Zone (5) hat der konstante Durchsatz einen Wert von 4 cm³/min. Am Austritt aus dieser Zone entnimmt man einen Extraktionsstrom E1 von 0,746 cm³, dessen Zusammensetzung die folgende ist: Glucose 0,93 g/l&supmin;¹, Xylose 86,9 g/l&supmin;¹, Arabinose 1,42 g/l&supmin;¹, Calcium etwa 6, ppm Gew. als Ca(OH)&sub2;. Während der Periode 1 wird die Zone (4) gebildet durch die Kolonnen 11 bis 14 (thermostabilisiert auf 35ºC). Am Eintritt in diese Zone approvisioniert man einen direkt aus der Zone (5) stammenden Strom mit einem Durchsatz von 3,254 cm³/min. Dieser Durchsatz bleibt in der ganzen Zone (4) konstant und wird an seinem Austritt gegen die Zone (3) geleitet. Während der Periode (1) ist die Zone (3) aus Kolonnen 15 bis 18 (thermostabilisiert auf 35ºC) gebildet. Am Eintritt in diese Zone fügt man dem aus der Zone (4) stammenden Rezyklierungsstrom von 3,25 cm³/min einen Chargendurchsatz von 0,213 cm³/min zu. Die Zusammensetzung der Charge ist die folgende: Xylose 314 g/l&supmin;¹, Glucose 48 g/l&supmin;¹, Arabinose 38 g/l&supmin;¹. Der Durchsatz im Innern der Zone (3) liegt bei 3,467 cm³/min. Am Austritt aus der Zone (3) entnimmt man einen Raffinatstrom von 0,24 cm³/min, dessen Zusammensetzung die folgende ist: Glucose 39,95 g/l&supmin;¹ und Xylose 4,14 g/l&supmin;¹, Calcium etwa 6 ppm Gew. als Ca(OH)&sub2;. Während der Periode 1 wird die Zone (2) gebildet durch die Kolonne 19 bis 24, die auf 35ºC thermostabilisiert sind. Der Durchsatz am Eintritt der Kolonne 19 liegt bei 3,227 cm³/min, das ist ein direkter aus der Zone (3) stammender Strom. Im Innern der Zone ist der Durchsatz konstant mit 3,227 cm³/min. Am Austritt aus der Zone (2) wird der Strom an den Eintritt der Zone (6) von t = 0 bis t = 33 Minuten 10 Sekunden rezykliert und dann gegen den Eintritt der Zone (5) während des Endes der Periode.
- Man behandelt auf Aktivkohle großer spezifischer Oberfläche (530 m²/g gemessen durch BET), Wasser, das verunreinigt ist durch Phenol (0,57 Gew.-%), Orthokresol (0,34 Gew.-%) und Toluol (0,05 Gew.-%) . Man regeneriert dieses Adsorptionsmittel durch superkritisches Kohlendioxid bei einer Temperatur von etwa 50ºC und einem Druck in der Größenordnung von 14,5 MPa. Jeder Abschnitt wird gebildet durch eine Inox-Kolonne von 1,5 m Höhe und 30 cm Durchmesser, in den man etwa 60 kg Aktivkohle in Form von Pulvern einer Granulometrie gibt, die zwischen 0,2 mm und 0,5 mm liegt. Man verfügt über 24 Abschnitte oder Kolonnen dieses Typs, die untereinander durch die Vorrichtungen verbunden sind, die in den Fig. 1, 2, 3 beschrieben sind und ein Ventil wie es in Fig. 6 beschrieben ist. Die Ausbildung des Verfahrens ist benachbart denen, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt wurden, jedoch mit einer unterschiedlichen Verteilung der Kolonnen in den Zonen und stark vereinfachten Trennungen der Abströme (Separator-Ballons) Jede Periode dauert 13 Minuten 10 Sekunden.
- Während der ersten Periode des Zyklus approvisioniert man vermittels der Pumpe und des Chargenventils verunreinigtes Wasser an den Eintritt des Abschnitts 1 und man sammelt sauberes Wasser am Austritt aus dem Abschnitt 15 (Restgehalt an Verunreinigungen Phenol 0,7 ppm, Orthokresol 0,4 ppm, Toluol 1,2 ppm, Gehalt an CO&sub2; 0,45%). Diese Gesamtheit bildet die Zone (3). Die Menge verunreinigten Wassers liegt bei 5 m³/h, der Druck am Eintritt des Abschnitts 1 in der Größenordnung von 1,2 MPa, am Austritt aus dem Abschnitt 15 liegt er bei 0,3 bis 0,4 MPa, während die Temperatur dieser Charge zwischen 5 und 35ºC varieren kann. Der Durchsatz reinen Wassers am Austritt aus der Kolonne 15 liegt im wesentlichen bei 4,95 m³/h: 4,75 m³/h sind in Form von Raffinat erzeugt, 0,2 m³/h gehen gegen den Abschnitt 16. Die Kolonnen sind vertikal angeordnet, der Eintritt erfolgt am unteren Teil, der Austritt am oberen Teil. Die 4,75 m³/h reinen Wassers werden gegen einen Gas- Flüssigkeitsseparator geschickt, der bei atmosphärischem Druck und bei Umgebungstemperatur arbeitet, und aus dem man etwa 8 m³/h gasförmigen CO&sub2; und 4,73 m³/h Wasser gewinnt, das nicht mehr als 0,13% CO&sub2; enthält.
- Die Zone (2) wird gebildet durch die Kolonnen 16 und 17. An den Eingang dieser Zone gelangt ein Reinwasserstrom von etwa 0,2 m³/h, der aus der Zone 3 stammt. Der Austritt aus der Kolonne 17 wird mit dem Rezyklierungsventil VRcy verbunden. Bei Beginn der Periode liegt der Druck in der Kolonne 17 bei 14,5 MPa. Das Rezyklierungsventil VRcy setzt den Austritt der Kolonne 17 mit der Rezyklierungspumpe PRcy in Verbindung, die in der Lage ist, ein Zweiphasengemisch zu pumpen. Während der ersten Phase der Periode schickt die Rezyklierungspumpe überkritisches CO&sub2;, das 0,47 Gew.-% Phenol, 0,28 Gew.-% Orthokresol und 0,02 Gew.-% Toluol und 0,01% Wasser enthält, gegen die Zone 6 (Abschnitt Nr. 1); der Druck in der Kolonne 17 fällt von 14,5 MPa auf 7,5 MPa, während der Druck in der Kolonne 16 von 0,2 auf 0,8 MPa steigt. Während dieser ersten Stufe ist der Rezyklierungsstrom einphasig. Während der zweiten Stufe der Periode ist die Rezyklierungspumpe verborgen: ein Nebel aus unterkritischem CO&sub2; und Wasser (Zweiphasengemisch) wird gegen die Zone 5 (Abschnitt 23) entspannt; am Ende der zweiten Stufe liegt der Druck im Abschnitt 17 in der Größenordnung von 3,6 MPa. Während der dritten Stufe schließlich saugt ein Kompressor das verbleibende CO&sub2; in den Abschnitt 17 über das Rezyklierungsventil, um es gegen die Zone 5 zurückzuschicken. Am Ende dieser dritten Stufe liegt der Druck in den Abschnitten 16 und 17 bei etwa 0,15 MPa. Während der zweiten und dritten Stufen der Periode ist die mittlere Zusammensetzung des gegen die Zone 5 rezyklierten Stroms die folgende: CO&sub2; 95,5%, H&sub2;O 4,15%, Phenol 0,19 Gew.-%, Orthokresol 0,14 Gew.-%, Toluol 0,02 Gew.-%.
- Die Zone 6 wird gebildet durch die Abschnitte 18 bis 22. Der Durchsatz am Eintritt in die Zone 6 liegt bei 2675 kg/h an CO&sub2; von 99,2%, wobei das Komplement zu 100% gebildet wird durch Verunreinigungen von Phenol, Orthokresol, Toluol und insbesondere Wasser. Während der ersten Stufe der Periode stammt ein Teil dieses Stroms aus dem aus der Zone 2 kommenden Rezyklierungsstrom und der größere Teil des Stroms wird durch starkes Lösungsmittel gebildet, das ganze geht dann über das Ventil für starkes Lösungsmittel VS2. Während der zweiten und dritten Stufen der Periode stammt der gesamte Durchsatz aus dem Strom starken Lösungsmittels. Im Mittel über die Periode stellt der Eintritt starken Lösungsmittels 2575 kg/h an CO&sub2; guter Reinheit dar und der Rezyklierungsstrom 100 kg/h. Die physikalischen Charakteristiken des in Zone 6 eintretenden Fluids sind die folgenden: P = 14,5 MPa, T = 50ºC, φ = 0,68 kg/dm³. Der Extrakt mit starkem Lösungsmittel wird am Austritt aus dem Abschnitt 22 gesammelt. Während der ersten 20 Sekunden läßt man den Druckaufbau der Kolonne sich beenden, während der folgenden 40 Sekunden ermöglicht ein Ventilanalog dem der Fig. 6 es die Gesamtheit des Stroms, der gegen die Zone (5) bei 2,5 MPa geht, sich zu entspannen. Während des Rests der Periode schließlich saugt man 2645 kg/h an Gemisch CO&sub2;- Phenol-Orthokresol-Toluol und Wasser ab, das etwa 96,4 Gew.-% CO&sub2; enthält, wobei der Rest des Stroms zur Zone 5 vermittels des Steuerventils geleitet wird. Während des ersten Zyklus liegt der Gehalt an CO&sub2; in der Größenordnung von 99 Gew.-%, während des zweiten bei etwa 98,1 Gew.-%, während des dritten bei 97,3 Gew.-%; der stabile Wert von 96,4% CO&sub2; wird erst im fünften Zyklus erreicht. Dieser Strom wird über das Mehrwegeventil VE2 sowie einen Massendurchsatzregulator, der hinter diesem Ventil angeordnet ist, abgezogen. Dieser Fluß wird an einen Separator gegeben, wo eine isenthalpische Entspannung stattfindet (Druck geregelt auf 7,8 MPa; resultierende Temperatur 36ºC). Man erhält zwei Phasen: die leichte Phase von der Dichte 0,38 g/cm³ und von der Zusammensetzung 99,18% CO&sub2; wird erzeugt bei einem Durchsatz von 2525 kg/h, während die schwere Phase von der Dichte 1,02 g/cm³ und der Zusammensetzung 36% CO&sub2;, 64% Gemisch Phenol, Orthokresol, Toluol und Wasser unter Druckregelung mit 120 kg/h abgezogen wird. Die leichte Phase wird direkt gegen den Eingang der Pumpe für starkes Lösungsmittel PS2 geschickt. Die schwere Phase wird zu einem Ballon gegeben, wo sie erwärmt wird, um bei 50ºC und 0,2 MPa geflasht zu werden. Man erhält eine flüssige Phase (77 kg/h, die wenigstens 0,6 Gew.-% CO&sub2; enthält (Gemisch Phenol Orthokresol Toluol) und eine gasförmige Phase, die etwa 0,12% Verunreinigungen enthält (43 kg/h). Diese Phase wird auf 7,8 MPa vermittels eines Kompressors rückgeführt.
- Der Abschnitt 23 bildet die Zone (5) des Verfahrens. Die Verzweigungen der Leitungen 36 und 31 (Fig. 1) bzw. der Einführung des schwachen Lösungsmittels und des Extrahierens mit schwachem Lösungsmittel sind umgekehrt. In dieser Zone, im Gegensatz zu den andern, erfolgt die Einführung am oberen Teil und die Entnahme am unteren Teil. Das schwache Lösungsmittel wird gebildet durch gasförmiges CO&sub2;, dessen Reinheit im Mittel bei 99,8% über eine Periode liegt. Während einer ersten Stufe der Periode treibt der gasförmige Strom das verunreinigte Wasser aus, welches im intergranularen Hohlraum enthalten ist, und zwar gegen die Zone (4). In einer zweiten Stufe reißt das gasförmige CO&sub2; den größten Teil des in der Makroporösität enthaltenen Wassers mit, man erzeugt also in Form eines Extrakts bei schwachem Lösungsmittel einen Wassernebel im CO&sub2;. Man beachtet darüber hinaus eine beachtliche Anreicherung an Toluol bezogen auf die Charge. Während der dritten Stufe der Periode unterbindet man die Entnahme des Extraktes, derart, daß die Unterdrucksetzung des Abschnittes durch CO&sub2; angefangen wird. Während der zweiten Stufe wird der Extrakt bei schwachem Lösungsmittel gegen den Separator zurückgeschickt, der bei 3ºC und 0,5 MPa arbeitet. Die gasförmige Phase mit 99,7% CO&sub2; muß rekomprimiert werden, während die flüssige Phase mit etwa 35 kg/h eine Anreicherung an Toluol bezogen auf die Charge darstellt: 0,09 Gew.-% anstelle von 0,05 Gew.-%. Dieser Strom wird gegen den Chargenstrom rückgeleitet.
Claims (12)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Trennen in fluider Phase eines
Gemisches oder einer Charge aus wenigstens drei Bestandteilen in
drei Fraktionen, bei dem man ein dieses Gemisch und
Lösungsmittel umfassendes Fluid im Gleichstrom über ein Sorbens
zirkulieren läßt, das in wenigstens einer Trennkolonne enthalten ist,
die in regelmäßigen Raumintervallen Speiseeingänge für
wenigstens einen Teil des Fluids, das strömungsabwärts von diesen
Eingängen zirkuliert, und Abzugsausgänge für wenigstens einen
Teil des in Strömungsrichtung hinter diesen Eingängen
zirkulierenden Fluids aufweist, wobei diese Kolonne eine äußere
Verbindung oder zirkulationsschleife des Fluids zwischen einem
anströmseitigen Ende und einem abströmseitigen Ende hat, man im
Gegenstrom diese Abzugsabgänge und diese Speiseeintritte unter
Bedingungen des simulierten Gegenstroms zirkulieren läßt, wobei
diese Bestandteile gegenüber dem Sorptionsmittel und dem
Lösungsmittel Grade, starker, mittlerer und schwacher relativer
Adsorption aufweisen, wobei man bei diesem Verfahren die
Kombination der folgenden Stufen realisiert:
a) man bestimmt fünf angrenzende Zonen (2), (3), (4), (5) und
(6), die unterschiedliche Funktionen haben und in Reihe
untereinander derart verbunden sind, daß diese Zonen und die äußere
Verbindung eine Kontinuität sicherstellen;
b) man bestimmt eine Adsorptionszone (2) des oder der in der
Kolonne am wenigstens adsorbierten Bestandteile, wobei diese
Zone (2) definiert wird durch eine Sorptionsmittelmenge, die
zwischen einem Ausgang eines Raffinats R mit schwachem
Lösungsmittel an einem anströmseitigen Ende dieser Zone und einem
Austritt für einen Recyclierungsstrom an einem abströmseitigen Ende
dieser Zone lokalisiert ist;
c) man bestimmt eine Zone (3) zur Adsorption des oder der
durchschnittlich in der Kolonne adsorbierten Bestandteile, wobei
diese Zone definiert wird durch eine Sorptionsmittelmenge, die
zwischen einem Eingang dieses Gemisches an einem anströmseitigen
Ende dieser Zone und dem Austritt des Raffinats R bei schwachem
Lösungsmittel definiert ist, wobei diese Zone unmittelbar
anströmseitig zur Zone (2) angeordnet ist;
d) man bestimmt eine Zone (4) zur Desorption des oder der am
wenigstens adsorbierten Bestandteile unmittelbar vor der Zone
(3), wobei die Zone (4) definiert ist durch eine
Sorptionsmittelmenge, die zwischen diesem Eintritt des Gemisches und einem
Austritt eines Extrakts E&sub1; mit sogenanntem schwachen
Lösungsmittel, unten definiert, an einem anströmseitigen Ende dieser
Zone (4) lokalisiert ist;
e) man bestimmt eine Zone (5) zur Desorption des oder der
durchschnittlich adsorbierten Bestandteile unmittelbar vor der Zone
(4), wobei diese Zone (5) definiert ist durch eine
Sorptionsmittelmenge, die zwischen diesem Ausgang des Endes E&sub1; bei
schwachem Lösungsmittel und einem Eintritt einer Speisung mit
schwachem
Lösungsmittel an einem anströmseitigen Ende dieser Zone (5)
lokalisiert ist;
f) man bestimmt eine Zone (6) zur Desorption des oder der am
stärksten adsorbierten Bestandteile unmittelbar vor der Zone
(5), wobei diese Zone (6) definiert ist durch eine
Sorptionsmittelmenge, die zwischen einem Austritt eines Extrakts E&sub2; mit
sogenanntem starken unten definiertem Lösungsmittel an einem
abströmseitigen Ende der Zone (6) und einem Eintritt einer
Speisung mit starkem Lösungsmittel an einem anströmseitigen Ende
dieser Zone definiert ist;
g) man führt sogenanntes starkes Lösungsmittel S&sub2; am
anstromseitigen
Ende der Zone (6) des sogenannten schwachen Lösungsmittels
S&sub1; am anströmseitigen Ende der Zone (5) sowie dieses Gemisch am
anströmseitigen Ende der Zone (3) ein, wobei die Lösungsmittel
S&sub1; und S&sub2; von der gleichen chemischen Art oder im wesentlichen
identischer Zusammensetzung sind, wenn es sich um Gemische
handelt, das Lösungsmittel S&sub2; jedoch bei einer Temperatur oder einem
Druck sich befindet, die höher als die des Lösungsmittels S&sub1;
sind;
h) man läßt das Gemisch und den direkt aus der Zone (4)
stammenden Strom in der Zone (4) unter Adsorptionsbedingungen derart
zirkulieren, daß sie die Adsorption des oder der
durchschnittlich adsorbierten Bestandteile in dieser Zone (3) ermöglichen
und man zieht hinter dieser Zone (3) das Raffinat R ab, das den
oder die am wenigsten adsorbierten Bestandteile und einen Teil
des Lösungsmittels S&sub1;, das man abtrennt, umfaßt;
i) man läßt in der Zone (2) den Rest des aus der Zone (3)
stammenden Stroms unter Adsorptionsbedingungen derart zirkulieren,
daß sie die Adsorption des oder der verbleibenden am wenigsten
adsorbierten Bestandteile ermöglichen und man entnimmt als
Recyclierungsstrom die Gesamtheit des aus der Zone (2) stammenden
Flusses;
j) man läßt in der Zone (6)
- während einer ersten Stufe der Periode den oben
definierten Recyclierungsstrom gemäß i) mit einem Zusatz an starkem
Lösungsmittel S&sub2; zirkulieren,
- dann starkes Lösungsmittel S&sub2;
unter Desorptionsbedingungen, daß sie die Desorption des oder
der Bestandteile, die am stärksten adsorbiert sind, ermöglichen,
und man entnimmt hinter der Zone (6) einen Strom, der gebildet
ist aus:
j&sub1;) wenn das Lösungsmittel S&sub2; sich durch die Temperatur vom
Lösungsmittels S&sub1; unterscheidet, die Gesamtheit des aus dieser
Zone (6) stammenden Stroms, der nach der ersten Stufe der unter
k&sub1;) unten genannten Periode den Extrakt E&sub2; darstellt, der einen
Teil des oder der am stärksten adsorbierten Bestandteile sowie
einen Teil des starken Lösungsmittels S&sub2;, den man abtrennt,
umfaßt;
j&sub2;) wenn das Lösungsmittel S&sub2; sich durch den Druck vom
Lösungsmittel S&sub1; unterscheidet, den Teil des aus dieser Zone (6)
stammenden Stroms, der nicht gemäß dem unten genannten k&sub2;) gegen
die Zone (5) wandert und der den Extrakt E&sub2; darstellt, der einen
Teil des oder der am stärksten adsorbierten Bestandteile und
einen Teil des starken Lösungsmittels S&sub2;, den man abtrennt,
umfaßt;
k) man läßt in der Zone zirkulieren:
k&sub1;) wenn das Lösungsmittel S&sub2; sich durch die Temperatur vom
Lösungsmittel S&sub1; unterscheidet, während einer ersten Stufe der
Periode, den gemäß obigen j&sub1;) entnommenen Strom, dann den aus der
Zone (2) gemäß dem oben genannten i) stammenden
Recyclierungsstrom mit einem Zusatz an schwachem Lösungsmittel S&sub2;,
k&sub2;) wenn das Lösungsmittel S&sub2; sich durch den Druck vom
Lösungsmittel S&sub1; unterscheidet:
- einerseits einen Strom, der aus der Zone (6) quer durch
Mittel (51, 54) zur Steuerung der Differenz des Drucks zwischen
den Zonen (6) und (5) bei einer Menge wandert, die notwendig für
den Betrieb dieser Mittel (51, 54) ist,
- andererseits einen Zusatz an schwachem Lösungsmittel S&sub1;,
den man wenigstens teilweise nach der ersten Stufe der unter j)
oben genannten Periode durch den gemäß obigen i) entnommenen
Recyclierungsstrom ersetzt,
unter Desorptionsbedingungen derart, daß sie die Desorption des
oder der durchschnittlich adsorbierten Bestandteile ermöglichen,
und man zieht einen Teil des aus der Zone (5) stammenden Stroms
ab, der den Extrakt E&sub1; darstellt, der einen Teil des oder der
durchschnittlich adsorbierten Bestandteile und einen Teil des
Lösungsmittels S&sub1;, das man abtrennt, umfaßt;
1) man läßt in der Zone (4) den Rest des aus der Zone (5)
stammenden Stroms unter Desorptionsbedingungen derart zirkulieren,
daß sie die Desorption des oder der am wenigsten adsorbierten
Bestandteile und die Adsorption des oder der im Durchschnitt
adsorbierten Bestandteile gestatten;
m) man nimmt eine neue Periode in Angriff, indem man synchron
durch die Sorptionsmittelkolonne(n) in Strömungsrichtung des
Gemisches den Eingang dieses Gemisches, den Austritt des
Raffinats R, den Eintritt des starken Lösungsmittels S&sub2;, den Austritt
des Extrakts E&sub2;, den Eintritt des schwachen Lösungsmittels S&sub1;,
den Austritt des Extrakts E1 und den Austritt des
Recyclierungsstroms derart bewegen läßt, daß die Zonen (2), (3), (4), (5) und
(6) in der oder den Sorptionsmittelkolonne(n) verschoben werden
und die drei gesuchten Fraktionen erzeugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das sogenannte starke
Lösungsmittel bei einer um wenigstens 10ºC höheren Temperatur
und vorzugsweise bei einer 20 bis 50ºC höheren Temperatur als
der des gleichen sogenannten schwachen Lösungsmittels verwendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das sogenannte starke
Lösungsmittel S&sub2; bei einem Druck verwendet wird, der um
wenigstens 1 MPa größer und vorzugsweise um 2 bis 20 MPa größer als
der des gleichen schwachen Lösungsmittels ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das starke Lösungsmittel
in die Zone (6) im überkritischen Zustand eingeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Adsorptionsbedingungen
und die Desorptionsbedingungen die Speise- und Abzugsmengen
derart umfassen, daß die Eluierungsfronten sich in den
unterschiedlichen Zonen von der Anströmseite gegen die Abströmseite
der Kolonne bei im wesentlichen der gleichen Geschwindigkeit
verschieben.
6. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Lösungsmittel S&sub1; und S&sub2;
sich durch die Temperatur unterscheiden und bei dem man:
a) die Zone (6) während einer ersten Stufe mit einem Durchsatz
d&sub3; = d&sub1; + d&sub2; speist, wobei d&sub1; die Menge des aus der Zone (2)
stammenden Recyclierungstrom und d&sub2; die Speisemenge mit starkem
Lösungsmittel S&sub2; sind, dann während einer zweiten Stufe mit einem
Durchsatz d&sub3; starken Lösungsmittels S&sub2; identisch dem Durchsatz
während der ersten Stufe speist und man während der ersten Stufe
das schwache Lösungsmittel gewinnt, das man in einen
Speicherbehälter schickt und während einer zweiten Stufe man den Extrakt
E&sub2; mit starkem Lösungsmittel rückgewinnt, das man derart
abtrennt, daß man den oder die am stärksten adsorbierten
Bestandteile erhält;
b) man speist die Zone (5) während einer ersten Stufe mit einem
Durchsatz d&sub5;, derart, daß d&sub5; < d&sub3; wenigstens eines Teils des
schwachen Lösungsmittels, das aus dem oben genannten Speicher
stammt und während der zweiten Stufe man die Zone (5) mit einem
Durchsatz d&sub1; an Recyclierungsstrom speist, der aus der Zone (2)
stammt und mit einem Durchsatz d&sub4;, derart, daß d&sub4; = d&sub5;-d&sub1; des
verbleibenden Teils des schwachen Lösungsmittels speist, der aus
dem Speicherbehälter stammt, dann gegebenenfalls zusätzlichen
schwachen Lösungsmittels und man den Extrakt E&sub1; bei schwachem
Lösungsmittel mit einem Durchsatz d&sub6; gewinnt, derart, daß d&sub6; <
d&sub5;, den man abtrennt, derart, daß man den oder die
durchschnittlich adsorbierten Bestandteil(e) erhält;
c) man speist die Zone (4) mit dem verbleibenden Teil des aus
der Zone (5) stammenden Stroms mit einem Durchsatz gleich d&sub5;-d&sub6;
derart, daß man am Austritt einen aus der Zone (4) gleichen
Durchsatzes stammenden Strom erhält;
d) man speist die Zone (3) mit diesem Gemisch bei einem
Durchsatz d&sub7; und mit diesem aus der Zone (4) stammenden Strom mit dem
Durchsatz d&sub5;-d&sub6;, das ist ein Gesamtdurchsatz d&sub5;-d&sub6; + d&sub7;, und
man gewinnt bei einem Durchsatz d&sub8; wenigstens einen Teil des
Raffinats bei schwachem Lösungsmittel, das man derart abtrennt,
daß man den oder die am wenigsten adsorbierten Bestandteile
erhält, wobei der Durchsatz d&sub8; derart ist, daß d&sub8; + d&sub6; = d&sub4; + d&sub7;
ist,
e) man speist die Zone (2) mit dem verbleibenden aus der Zone
(3) stammenden Teil mit einem Durchsatz gleich d&sub5;-d&sub6; + d&sub7;-d&sub8;
oder d&sub1; und man gewinnt bei einem Durchsatz d&sub1; den
Recyclierungsstrom, um die Zone (6), dann die Zone (5), wie in den
Stufen a) und b) erwähnt, zu speisen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem in der Variante k&sub1;) man
während einer Zwischenstufe schwaches Lösungsmittel allein
zirkulieren läßt, bevor man den Recyclierungsstrom einsetzt.
8. Vorrichtung zur kontinuierlichen Trennung der fluiden Phase
eines Gemisches aus wenigstens drei Bestandteilen in drei
Fraktionen, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Kombination umfaßt:
wenigstens eine Trennkolonne, die fünf aneinander angrenzende
Zonen umfaßt, von denen jede wenigstens einen zylindrischen, mit
einem Sorptionsmittel gefüllten Abschnitt umfaßt, wobei jeder
Abschnitt von im wesentlichen identischem Volumen ist und einen
Eintritt und einen Austritt hat, wobei der Austritt eines
Abschnittes mit dem Eintritt des folgenden Abschnittes durch eine
Verbindung 100 verbunden ist, die für die Zirkulation des Fluids
in einer bestimmten Richtung dank Rückschlageinrichtungen (34)
eingerichtet ist, die mit dieser Verbindung verbunden sind,
wobei der Eintritt jedes Abschnittes hinter diesen
Rückschlagsmitteln
Mittel zur Speisung (38) mit Gemisch, Mittel (36) zur
Speisung mit Lösungsmittel S&sub1;, ein sogenanntes schwaches
Lösungsmittel umfaßt, umfassend entweder Kühlmittel (46), die mit einer
Lösungsmittelspeisung verbunden sind oder erste
Druckbeaufschlagungsmittel, die mit einer Lösungsmittelspeisung verbunden sind
sowie Mittel (37) zur Speisung mit sogenanntem starken
Lösungsmittel S&sub2; umfassend entweder Heizmittel (45), die mit einer
Speisung mit dem gleichen Lösungsmittel verbunden sind oder
zweite Druckbeaufschlagungsmittel, die mit einer Speisung mit
dem gleichen Lösungsmittel verbunden sind, wobei diese ersten
Druckbeaufschlagungsmittel so ausgebildet sind, daß sie einen
geringeren Druck als den liefern, den man durch die zweiten
Druckbeaufschlagungsmittel erhalten hat, wobei der Ausgang jedes
Abschnittes vor den Rückschlagmitteln Mittel (31) für einen
Extrakt E&sub1; mit dem Lösungsmittel S&sub1; umfaßt, Abzugsmittel (30) für
einen Extrakt E&sub2; mit dem Lösungsmittel S&sub2;, Mittel (32) zum
Abziehen eines Raffinats R mit dem Lösungsmittel S&sub1; und Mittel (33)
zum Abziehen eines Recyclierungsstroms sowie Mittel, die die
Recyclierung sicherstellen, wobei die Gesamtheit dieser
Speisungs- und Abzugsmittel derart ausgebildet ist, daß
- eine fünfte Zone (6) durch einen Eingang, der mit den
Speisungsmitteln mit Lösungsmittel S&sub2; und durch einen Ausgang
begrenzt ist, der mit den Abzugsmitteln mit Extrakt E&sub2; bei starkem
Lösungsmittel verbunden ist;
- eine vierte Zone (5) in Strömungsmittelrichtung unmittelbar
hinter der fünften Zone durch einen Eintritt begrenzt ist, der
mit den Mitteln zur Speisung mit dem sogenannten schwachen
Lösungsmittel S&sub1; und durch einen Ausgang begrenzt ist, der mit den
Abzugsmitteln mit dem Extrakt E&sub1; beim schwachem Lösungsmittel
verbunden ist;
- eine dritte Zone (4) in Strömungsrichtung unmittelbar hinter
der vierten Zone durch einen Eingang, der mit dem Austritt der
vierten Zone und durch einen vierten Ausgang begrenzt ist, der
mit den Mitteln zum Speisen mit dem Gemisch verbunden ist;
- eine zweite Zone (3) in Strömungsrichtung unmittelbar hinter
der dritten Zone durch einen Eingang, der mit dem Austritt der
dritten Zone (4) verbunden ist und einen Ausgang begrenzt ist,
der mit den Abzugsmitteln für das Raffinat R bei schwachem
Lösungsmittel verbunden ist;
- eine erste Zone (2) in Strömungsrichtung unmittelbar hinter
der zweiten Zone, die durch einen Eingang, der mit dem Ausgang
der zweiten Zone verbunden ist und einen Ausgang begrenzt ist,
der mit den Abzugsmitteln mit Recyclierungstrom verbunden ist,
wobei die Vorrichtung im übrigen aufweist:
- Mittel zur aufeinanderfolgenden Fortbewegung in Richtung der
Fluidzirkulation eines Teils der Abzugsmittel des Extraktes E&sub1;,
des Extraktes E&sub2;, des Raffinats R sowie des Recyclierungsstroms
sowie Mittel, die die Zirkulation sicherstellen und andererseits
Mittel zur Speisung mit dem Lösungsmittel S&sub1;, dem Lösungsmittel
und mit Gemisch, wobei diese Mittel so ausgelegt sind, daß sie
Bedingungen des sogenannten simulierten Gegenstroms realisieren,
wobei die Vorrichtung im übrigen so ausgelegte Mittel umfaßt,
daß der Ausgang der ersten Zone (2) alternativ mit dem Eingang
der fünften Zone (6), dann mit dem Eingang der vierten Zone (5)
verbunden wird und auch so ausgelegte Mittel umfaßt, daß der
Ausgang der fünften Zone entweder zunächst mit dem Eingang der
vierten Zone (5), dann mit den Abzugsmitteln des Extraktes E&sub2; bei
starkem Lösungsmittel oder direkt mit den Abzugsmitteln für den
Extrakt E&sub2; bei starkem Lösungsmittel verbunden ist, wobei die
Vorrichtung schließlich auf der Verbindung 100 entweder die
alleinigen Rückschlagmittel (34), die die Zirkulation des Fluids
von der Zone (5) gegen die Zone (6) unterbinden oder diese
Mittel plus Zirkulationsmittel (52, 54) für die Differenz des
Druckes zwischen den Zonen (6) und (5) umfaßt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Durchsatzsteuermittel umfaßt, die mit den Speisemitteln und den
Abzugsmittel verbunden und so ausgelegt sind, daß sie die
Eluierungsfronten
in den unterschiedlichen Zonen bei der gleichen
Geschwindigkeit verschieben.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Speisen mit Lösungsmittel S&sub1;,
mit Lösungsmittel S&sub2; und mit Gemisch (38) sowie die Mittel zum
Abzug an Extrakt E&sub2;, an Extrakt E&sub1; und an Raffinat (32) und an
Recyclierungsstrom (33) jeweils ein Ventil einer Ausbildung
haben, das alternativ jeder dieser Ströme mit sämtlichen
Abschnitten in Verbindung gesetzt wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei dem die Steuermittel für
die Druckdifferenz ein Ventil einer Ausbildung mit Zirkulation
in Reihe zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten außer
zweien sowie eine Differentialdrucksteuerung zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Abschnitten haben, wobei dieses Ventil in
Reihe mit dieser Verbindung gelegt ist.
12. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7
oder der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 bei einem
Verfahren zum Reinigen von Phenol, Orthokresol und Toluol
enthaltenden Wassern, bei einem Verfahren zum Trennen eines
Gemisches, das Xylose, Arabinose und Fructose oder Glucose enthält,
bei einem Verfahren zur Trennung eines Gemisches von
Ethylbenzol, von Paraxylol, von Orthoxylol, von Metaxylol und bei
Verfahren zur Herstellung von Aromaten und essentiellen Ölen.
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