DE69017300T2 - Nager mit geringem Verschleiss für chirurgischen Retraktor. - Google Patents
Nager mit geringem Verschleiss für chirurgischen Retraktor.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Lager mit geringem Verschleiß für einen chirurgischen Retraktor und insbesondere auf Lager, die unerwünschte Arten einer Metallan-Metall-Berührung bei einem Retraktor einer Zahnstangen- und Zahnritzel-Bauart derjenigen Art verringern oder eliminieren, die üblicherweise in der Bauch-, Spinal-, oder Thoraxchirurgie verwendet wird.
- Retraktoren der Zahnstangen- und Zahnritzel-Bauart werden üblicherweise verwendet, um einen chirurgischen Schnitt geöffnet zu halten, um das Innere des Körpers zugänglich zu machen. Retraktorarme, die verschiedene Arten von Retraktorblättern tragen können, werden über dem Patienten aufgehängt oder ruhen auf diesem. Allgemein wird ein Arm befestigt und der andere Arm wird entlang einer Zahnstange unter der Einwirkung eines durch einen drehbaren Griff angetriebenen Zahnritzels bewegt. Bei gewissen Retraktoren bewegen sich jedoch beide Arme mit der Zahnstange. Der Griff wird gedreht, um ein Zahnritzel an einer Zahnstange zu betätigen und einen der Arme von dem anderen weg zu bewegen, um die Wunde mit den Retraktorblättern zu öffnen, die durch den Schnitt eingesetzt werden. Oftmals wird der Retraktor großen Kräften ausgesetzt. Da die Retraktorarme sich von der Zahnstange weg erstrecken, können erhebliche Kräfte und Momente an der Stelle auftreten, wo der bewegliche Arm sich von der Zahnstange erstreckt. Der Arm und das Gehäuse, von dem er sich erstreckt, neigen zu einer Drehung um die sie tragende Zahnstange unter der Einwirkung der Retraktionskräfte. Diese Drehung kann eine unerwünschte Metall-an-Metall-Berührung mit einer erheblichen Kraft zwischen verschiedenen Teilen des Retraktors verursachen, die es schwierig machen kann, den Retraktor zu betätigen, und die das Metall, aus dem der Retraktor hergestellt ist, hohen Beanspruchungen aussetzen kann, welche einen unerwünschten Verschleiß der Teile verursachen können.
- Es wäre daher erwünscht, über ein Lager zu verfügen, das die Kräfte verteilen könnte, denen die Retraktorteile während der Benutzung unterworfen werden.
- Die vorliegende Erfindung sieht ein Lager mit geringem Verschleiß und einer großen Berührungsfläche für die Verteilung der Kräfte über einen verhältnismäßig großen Bereich vor und verringert daher die von den Teilen des Retraktors während seiner Benutzung aufgenommenen, durch den gegenseitigen Kontakt verursachten Beanspruchungen.
- Mindestens zwei Kraftverteilungslager sind innerhalb des Gehäuses eines üblichen Thorax-Retraktors vorgesehen. Die Kraftverteilungsmittel sind längs der Zahnstange des Retraktors der Zahnstangen- und Zahnritzel-Bauart beabstandet. Die Zahnstange und die Kraftverteilungsmittel greifen mit einem Schlitz an einem Element und einem Vorsprung an dem anderen ineinander. Bei der bevorzugten Ausführungsform hat die Zahnstange einen Längsschlitz an mindestens einer Seite zur Aufnahme der Vorsprünge der Kraftverteilungsmittel zwischen der Zahnstange und dem Gehäuse, um eine Dämpfung gegenüber der Berührung zwischen der Zahnstange und dem Gehäuse vorzusehen. Die Kraftverteilungsmittel sind Lager mit einemzylindrischen Grundkörper und einem im allgemeinen rechtwinkligen, sich von dem Grundkörper erstreckenden Vorsprung. Der Grundkörper paßt in eine Ausnehmung im Gehäuse, das einen der Retraktorarme trägt, und der Vorsprung des Lagers paßt in einen Schlitz in der Zahnstange. Der Kontaktbereich zwischen den lasttragenden Seitenflächen des Lagers und dem Zahnstangenschlitz sieht einen verhältnismäßig großen Bereich für die Verteilung von verhältnismäßig großen, inneren Reaktionen auf die Retraktionskräfte vor, die auf das Gehäuse übertragen werden.
- Wahlweise kann jeder Knopf (Arm) mehr als einen seitlich beabstandeten Vorsprung haben, der in eine entsprechende Anzahl von Schlitzen in der gegenüberliegenden Fläche der Zahnstange paßt. Bei einer weiteren, alternativen Ausführungsform können die Zahnstange einen Vorsprung und die Kraftverteilungsmittel Schlitze haben.
- Die Lager bestehen vorzugsweise im wesentlichen aus nicht verschleißendem Schleißmaterial, wie Kunststoff oder Bronze, indessen kann eine Vielzahl anderer geeigneter Werkstoffe verwendet werden. Selbst die korrekte Kombination von gehärteten Stahllagern und einer aus Stahl bestehenden Zahnstange kann benutzt werden.
- Bei der bevorzugten Ausführungsform sind zwei Lager auf jeder Seite der Zahnstange vorgesehen. Bei einer wahlweisen Ausführungsform kann ein Lager an jeder Seite der Zahnstange im Längenabstand längs der Zahnstange vorgesehen sein. Bei einer weiteren, alternativen Ausführungsform können beide Lager auf der gleichen Seite der Zahnstange in Längsrichtung der Zahnstange beabstandet sein und der Gehäusedeckel kann aus einem nicht verschleißenden Schleißmaterial bestehen.
- Bei einer weiteren, modifizierten Ausführungsform kann die äußere, gekrümmte Oberfläche des Lagers längs geschlitzt, verzapft oder geformt und die Ausnehmung im Retraktorgehäuse, die das Lager aufnimmt, kann in ähnlicher Weise gekrümmt, genutet, verzapft oder geformt sein. Der Kontakt zwischen den gekrümmten, genuteten, verzapften oder geformten, einander entsprechenden Flächen des Lagers und der Ausnehmung sehen eine wesentliche Kontaktfläche vor, über die die Reaktionskräfte verteilt werden.
- Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung gehen ohne weiteres aus der detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform und den folgenden Zeichnungen hervor.
- Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Retraktors gemäß der vorliegenden Erfindung.
- Fig. 2 zeigt einen Querschnitt eines Teils des Retraktors in Fig. 1 längs der Linie 2-2 in Fig. 1
- Fig. 3 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der Zahnstange und des Zahnritzels des Retraktors mit dem Gehäuse des beweglichen Arms.
- In Fig. 1 ist ein Retraktor gezeigt, in dem Lager niedrigen Verschleißes und einer großen Kontaktfläche gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Der Retraktor 10 umfaßt eine Zahnstange 12, von der sich ein erster Arm 14 nach einer Seite erstreckt. Der erste Arm 14 ist an der Zahnstange 12 vorzugsweise an einem Ende befestigt. Ein zweiter Arm 16 erstreckt sich von einem Gehäuse 18. Das Gehäuse 18 umgibt die Zahnstange 12 und trägt ein Zahnritzel 20, das mittels eines handgriffs 22 gedreht werden kann, der an dem Zahnritzel 20 befestigt ist. Retraktorblätter 24 geeigneter Größen und Formen können von den ersten und zweiten Armen 14 und 16 über dem Patienten abgestützt werden. Die gesamte Retraktoranordnung kann von dem Operationstisch (nicht gezeigt) abgestützt sein oder es kann die Anordnung unmittelbar auf dem Körper des Patienten ruhen. Die Blätter 24 können in die Wunde eingesetzt werden, um das Gewebe auseinanderzuspreizen, wenn der zweite Arm 16 von dem ersten Arm 14 wegbewegt wird und der Handgriff 22 gedreht wird, damit das Zahnritzel 20 gedreht und das zugeordnete Gehäuse 18 längs der Zahnstange 12 bewegt wird.
- Die auf den zweiten Arm 16 durch das zurückgezogene Gewebe ausgeübte Kraft ist durch den Pfeil 26 angedeutet. Man kann erkennen, daß, weil die Retraktorblätter entlang der Arme 14 und 16 angeordnet sind, ein Abstand von der Zahnstange 12 selbst bei geringen, auf das Gewebe ausgeübten Retraktionskräften Momente erzeugt, um den Arm 16 und sein entsprechendes Gehäuse 18 gegenüber der Zahnstange 12 zu drehen. Da die Zahnstange 12 sich durch das Gehäuse 18 erstreckt, veranlaßt diese Drehung Teile der Zahnstange 12, mit verhältnismäßig großen Kräften in eine direkte Berührung mit Teilen des Gehäuses 18 zu geraten. Wenn der Kontaktbereich zwischen dem Gehäuse 18 und der Zahnstange 12 klein ist, können die Beanspruchungen unerwünscht hoch sein. Die Lager 30 und 32 niedrigen Verschleißes und eines großen Kontaktbereiches gemäß der vorliegenden Erfindung sind in Fig. 1 gestrichelt dargestellt.
- In Fig. 3 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung des Gehäuses 18 zusammen mit einem Teil des zweiten Arms 16 und der Zahnstange 12 mit Lagern 30, 32, 34 und 36 sowie ihre Beziehung zur Zahnstange 12 und dem Gehäuse 18 deutlich veranschaulicht.
- Die Zahnstange 12 ist ein sich längs erstreckendes Teil aus hochfestem Metall von im allgemeinen rechtwinkligem Querschnitt mit den Zahnstangenzähnen 40 an einer Kante und einer ebenen Oberfläche 42 an der anderen Kante. Die beiden verbleibenden Seiten 44 und 46 der im allgemeinen rechtwinkligen Zahnstange 12 weisen jeweils einen Schlitz 48 und 50 auf, die sich in Längsrichtung der Zahnstange 12 erstrecken. Die Gestaltung der Oberfläche 42 ist unwichtig, kann jedoch von beliebiger Form sein, die üblicherweise eine Verschiebung der Zahnstange 12 innerhalb des Gehäuses 18 erlaubt, wie nachstehend erklärt wird. Schlitze 48 und 50 sind vorzugsweise zueinander ausgerichtet, was jedoch nicht notwendig ist. Der Schlitz 48 kann beispielsweise dichter an der Oberfläche 42 liegen und der Schlitz 50 kann dichter an den Zähnen 40 liegen oder umgekehrt.
- Der zweite Arm 16 erstreckt sich von dem Gehäuse 18. Bei der bevorzugten Ausführungsform bestehen der zweite Arm 16 und das Gehäuse 18 aus einem Werkstück, aber dies ist solange nicht notwendig, wie der Arm 16 an dem Gehäuse 18 starr befestigt ist. Der Arm 16 könnte an dem Gehäuse 18 schwenkbar angebracht sein.
- Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 3 ist ersichtlich, daß das Gehäuse 18 zwei Teile umfassen kann; das heißt, einen Gehäuse- Grundkörper 52 und einen Gehäusedeckel 54, der an dem Gehäuse- Grundkörper 52 mittels Bolzen 56 befestigt sein kann, die sich durch Bohrungen 58 im Grundkörper 52 sowie in Gewindebohrungen 60 im Gehäusedeckel 54 erstrecken. Der Gehäuse-Grundkörper 52 umfaßt einen Kanal 62, dessen Größe zur Aufnahme der Zahnstange 12 mit losem Sitz auf den sich gegenüberliegenden Flächen des Kanals 62 und der Zahnstange 12 dient.
- Ein Flansch 64 steht von dem Grundkörper 52 vor. Der Gehäusedeckel 54 ist an dem Gehäuse-Grundkörper 52 befestigt, um den Kanal 62 zu umschließen und die Zahnstange 12 an Ort und Stelle zu halten.
- 3 Es ist aus Fig. 2 am besten ersichtlich, daß die Dicke des Flansches 64 gleich derjenigen des Gehäusedeckels 54 ist, um eine glatte Außenseite quer über den Flansch 64 und das Äußere des Gehäusedeckels 54 vorzusehen.
- Wie aus Fig. 2 und 3 auch hervorgeht, wird das Zahnritzel 20 innerhalb einer Ausnehmung 66 in der Nähe des Kanals 62 getragen. Eine Zahnritzelwelle 68 ist im Gehäuse-Grundkörper 52 durch Buchsen 70 und im Gehäusedeckel 54 durch eine Buchse 71 abgestützt. Die Zahnritzelwelle 68 ist mit dem Handgriff 22 verbunden, damit das Zahnritzel 20 innerhalb der Ausnehmung gedreht werden kann und dadurch das Gehäuse 18 veranlaßt wird, sich längs der Zahnstange 12 zu bewegen.
- Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 3 sind vier Lager 30, 32, 34 und 36 zu sehen, von denen jedes eine im allgemeinen zylindrische Basis 132, 232, 332 und 432 sowie einen im allgemeinen rechtwinkligen Vorsprung 134, 234, 334 und 434 sowie eine äußere Umfangsfläche 136, 236, 336 und 436 hat. Der Querschnitt der zylindrischen Basen 132, 232, 332 und 432 ist bei der bevorzugten Ausführungsform kreisförmig, aber er könnte von irgendeiner beliebigen geeigneten, gekrümmten Form sein, wie einem Oval. Er könnte sogar eine unregelmäßige, gekrümmte Fläche derart haben, daß der Außenumfang kanneliert oder sogar ähnlich Zahnradzähnen entsprechend geformt ist.
- Jedes der Lager 30, 32, 34 und 36 hat eine lasttragende Fläche 137, 237, 337 und 437, eine dem Schlitz gegenüberliegende Fläche 139, 239, 339 und 439 und eine lasttragende Seitenfläche 138, 238, 338 und 438. Unter lasttragenden Flächen 138, 238, 338 und 438 ist entweder die linke oder die rechte Seite der Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 jeweils zu verstehen, weil jede in Abhängigkeit von der aufgebrachten Last ein lastaufnehmendes Lager sein kann.
- Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 sind bevorzugt auf den Basen 132, 232, 332 und 432 zentriert, was aber nicht der Fall sein muß. Die Querabmessung der Vorsprünge 132, 234, 334 und 434 hängt mindestens teilweise von dem Werkstoff ab, aus dem die Lager 30, 32, 34 und 36 hergestellt sind. Die Lager 30, 32, 34 und 36 bestehen vorzugsweise aus einem hochfesten, starren Kunststoff oder aus Bronze oder irgendeinem anderen verschleißfesten Schleißmaterial. Gehärteter Stahl, wie z. B. AISI 440 C kann für die Lager, und AISI 416 kann für die Zahnstange 12 verwendet werden.
- Eine sorgfältige Zusammenstellung des Lager- und Zahnstangenmaterials kann auch die Verwendung einer Vielzahl anderer Werkstoffe ermöglichen.
- Weiterhin zeigt Fig. 3 eine Gehäusebasis 52, die eine Ausnehmung 72 für jedes Lager 30 und 32 umfaßt, das eine der Form der Basisteile 132 und 232 entsprechende Form hat, so daß jene Basisteile in den Ausnehmungen 72 lose aufgenommen werden können. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist jede Ausnehmung 72 ein geradzylindrischer Zylinder, welcher der geradzylindrischen Form der Basisteile 132 und 232 angepaßt ist; indessen können die Ausnehmungen 72 oval geformt sein oder irgendeine andere Form haben, die notwendig ist, um eine Anpassung an die Vielzahl von möglichen Formen für die Lager 30 und 32 zu ermöglichen. Beispielsweise können die Umfangswände 74 der Aunehmungen 72 kanneliert sein, wenn die äußeren Umfangsflächen 136 und 236 der Lager 30 und 32 kanneliert sind.
- Der Gehäusedeckel 54 kann ebenfalls Ausnehmungen 72 aufweisen, die in ähnlicher Weise die Lager 34 und 36 aufnehmen.
- Wenn die vier Lager 30, 32, 34 und 36, die bei der bevorzugten Ausführungsform verwendet werden, zusammengesetzt werden, nimmt eine Ausnehmung in dem Gehäuse-Grundkörper 52 ein Lager 30 auf und eine nimmt das Lager 32 auf, und es erstrecken sich die Vorsprünge 134 und 234 der Lager 30 und 32 in den Schlitz 48 in der gegenüberliegenden Fläche der Zahnstange 12. Dementsprechend stehen Vorsprünge 334 und 434 der Lager 34 und 36 in den Ausnehmungen 72 des Gehäusedeckels 54 in den Schlitz 50 auf der anderen Seite der Zahnstange 12 vor.
- Die Lager 30 und 32 auf der Seite 44 der Zahnstange 12 sind in Längsrichtung längs des Schlitzes 48 beabstandet. Die Lager 34 und 36 auf der Seite 46 der Zahnstange 12 erstrecken sich im Abstand längs der Zahnstange 12. Beim Zusammensetzen der bevorzugten Ausführungsform des Gehäuses 18 werden die Lager 30 und 32 in die Ausnehmungen 72 des Gehäuse-Grundkörpers 52 eingesetzt und die Zahnstange 12 im Kanal 62 plaziert. Die Lager 34 und 36 werden auch in den Ausnehmungen 72 des Gehäusedeckels 54 plaziert und der Gehäusedeckel 54 wird über den Kanal 62 und gegen den Flansch 64 angeordnet. Bolzen 56 werden durch die Bohrungen 58 in die Gewindelöcher 60 eingesetzt und festgezogen, um den Gehäusedeckel auf dem Gehäuse- Grundkörper zu halten. Das Zahnritzel 20 greift in die Zähne 40 der Zahnstange 12 ein.
- Der Betrieb der Lager 30, 32, 34 und 36 innerhalb des Gehäuses 18 soll nun erklärt werden.
- Wenn der Retraktor 10 einwandfrei an seinem Ort über oder auf dem Patienten plaziert ist und die Retraktorblätter 24 in die Wunde eingesetzt sind, wird der Handgriff 22 gedreht, um das Zahnritzel 22 längs der Zahnstange 12 zu bewegen und die Arme 14 und 16 voneinander zu trennen. Die auf den Arm 16 bei der Benutzung ausgeübten Kräfte rufen ein Moment hervor, das das Gehäuse 18 zu einer Drehung gegenüber der Zahnstange 12 veranlaßt. Die lasttragende Seitenfläche 138, 238, 338 und 438 der Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 erstreckt sich in Schlitze 48 und 50, um diese Drehung zu verhindern. Sowohl die linke als auch die rechte Seite der Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 können lasttragende Flächen sein und die Bezugszahlen 138, 238, 338 und 438 beziehen sich entweder auf eine der beiden oder auf beide Seiten. Jedes Lager 30, 32, 34 und 36 kann sich frei drehen und in seiner Ausnehmung 72 nach oben und unten bewegen. Die Verwendung von zwei längs der Zahnstange 12 beabstandeten Lagern führt dazu, daß die äußeren Umfangsflächen 136, 236, 336 und 436 der Lager 30, 32, 34 und 36 sich gegen die Umfangsflächen 74 der Ausnehmungen 72 legen und die Drehung des Gehäuses 18 gegenüber der Zahnstange 12 verhindern, um einen Kontakt zwischen den sich gegenüberliegenden Flächen der Zahnstange 12 und dem Gehäuse 18 zu vermeiden.
- Gleichzeitig legen sich die die Last aufnehmenden Seitenflächen 138, 238, 338 und 438 der Lager 30, 32, 34 und 36 an die gegenüberliegenden Seitenflächen 49 oder 51 ihres entsprechenden Schlitzes 48 oder 50 in der Zahnstange 12 an, um die vom zweiten Arm 16 aufgenommene Last längs der Flächen 49 und 51 der Schlitze 48 und 50 zu verteilen. Die Bezugszahlen 49 und 51 betreffen jede der beiden Seiten des Schlitzes 48 und 50, weil jede ein lastaufnehmendes Lager sein kann in Abhängigkeit von der aufgebrachten Last. Die die Last aufnehmenden Seitenflächen 138, 238, 338 und 438 der Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 sehen einen verhältnismäßig großen Kontaktflächenbereich auf den Seiten 49 und 51 der Schlitze 48 und 50 vor. Selbst wenn daher verhältnismäßig große Kräfte auftreten, ist der zur Verteilung dieser Kräfte verwendete Flächenbereich ebenfalls verhältnismäßig groß, so daß die Beanspruchungen sich innerhalb annehmbarer Grenzen halten.
- Die vorstehende Beschreibung betrifft die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Eine große Zahl von Variationen der Lagerformen und -zahlen sowie Schlitzformen und -zahlen sowie deren Anordnung können verwendet werden. Eine alternative Ausführungsform, bei der eine Zahnstange 12 Vorsprünge und Lager Schlitze hätten, um jene Vorsprünge aufzunehmen, würde zufriedenstellend arbeiten.
- Anstelle der Verwendung von vier Lagern 30, 32, 34 und 36, wie bei der Ausfuhrungsform in Fig. 2 und 3, ist es möglich, nur zwei Lager zu verwenden. Diese beiden Lager könnten an einer Seite der Zahnstange 12 und im Abstand längs der Zahnstange 12 angeordnet werden, und der Gehäusedeckel 54 könnte aus einem verschleißfesten Schleißmaterial wie Plastik hergestellt sein.
- Wahlweise könnte ein Lager an der Seite 44 der Zahnstange 12 und ein anderes Lager an der Seite 46 der Zahnstange 12 angeordnet werden. Solange, wie diese beiden Lager in Längsrichtung der Zahnstange beabstandet sind, würden sie noch die gewünschte Kraftverteilung ermöglichen. Da bei dieser alternativen Ausführungsform nur zwei Lager anstelle von vier Lagern verwendet werden würden, würde die für die Kraftverteilung zur Verfügung stehende Fläche kleiner sein als bei der bevorzugten Ausführungsform, bei der vier Lager verwendet werden.
- Bei einer weiteren Alternative können drei Lager verwendet werden, wobei ein Lager an einer Seite der Zahnstange 12 und zwei Lager an der anderen Seite der Zahnstange 12 angeordnet werden.
- Bei einer weiteren Ausführungsform könnten die Lager zwei voneinander im Abstand angeordnete Vorsprünge 134 aufweisen, die von dem Grundkörper 132 vorstehen. Diese beiden Vorsprünge würden in zwei entsprechende Schlitze in der Zahnstange 12 hineinpassen.
- Außerdem wäre es möglich, zwei Lager 30 an der Seite 44 der Zahnstange 12 und keine Lager an der Seite 46 der Zahnstange 12 vorzusehen und dennoch den Zweck der vorliegenden Erfindung zu erreichen.
- Bei einer noch weiteren, alternativen Ausführungsform würde es möglich sein, den Zweck dieser Erfindung mit Lagern zu erfüllen, bei denen die umlaufenden Umfangsflächen 136, 236, 336 und 436 kanneliert oder verzapft oder geformt wären und die entsprechende Umfangsfläche 74 der Ausnehmung 72 in ähnlicher Weise kanneliert, verzapft oder geformt wäre. Wenn dieses alternative Lager in seine entsprechende Ausnehmung 72 lose eingesetzt würde, würden die Verzapfungen oder Kannelierungen oder Formen viele Berührungsflächen aufweisen, über welche die Kräfte verteilt werden könnten.
- Unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Lager 30 und 34 so plaziert werden, daß eine Berührung zwischen dem Gehäuse 18 und der Zahnstange 12 eliminiert wird. Die lastaufnehmenden Flächen 137 und 337 der Grundkörper 132 und 332 kommen unmittelbar mit der Seite 44 oder 46 der Zahnstange 12 in Berührung. Die Umfangsflächen 136, 236, 336 und 436 der Lager 30, 32, 34 und 36 berühren Umfangsflächen 74 der Ausnehmungen 72. Lastaufnehmende Seiten 138, 238, 338 und 438 an beiden Seiten der Vorsprünge 134, 234, 334 und 434 berühren diametral sich gegenüberliegende Seitenflächen 49 und 51 der Schlitze 48 und 50.
- Das Gehäuse 18 muß nicht wie in Fig. 2 und 3 gezeigt geformt sein. Die gleiche äußere Form kann durch eine Konstruktion des Gehäuses 18 erhalten werden, wenn zwei mit Zinken versehene Bügel sich von dem Arm 16 erstrecken, wobei die Basis des Bügels einen Kanal zur Aufnahme der Zahnstange 12 bildet und ein Arm des Bügels eine Ausnehmung für das Zahnritzel 20 hat und jeder Arm des Bügels Ausnehmungen 72 zur Aufnahme der Lager 30 hat. Die offene Seite des Bügels kann durch einen üblichen Deckel geschlossen werden.
- Die vorliegende Erfindung wurde in Verbindung mit der bevorzugten Ausführungsform und gewissen alternativen Ausführungsformen beschrieben. Der Fachmann wird verstehen, daß viele Modifikationen und Abänderungen bei der bevorzugten Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es ist daher nicht beabsichtigt, die erfindung über die beigefügten Patentansprüche hinaus zu begrenzen.
Claims (15)
1. Chirurgischer Retraktor (10) mit einer Zahnstange (12)
mit Zähnen (40) zur Aufnahme und zum Zusammenwirken mit
einem Zahnritzel (20);
einem Zahnritzel (20);
einem ersten Arm (14), der an einer Seite der Zahnstange
(12) angebracht ist und sich zu einer Seite der
Zahnstange (12) erstreckt;
einem zweiten Arm (16), der sich zu der selben Seite der
Zahnstange (12) erstreckt;
einem Gehäuse (18), das mit dein zweiten Arm (16) zur
Aufnahme der Zahnstange (12) und zum Abstützen des
Zahnritzels (20) verbunden ist;
wobei die Zahnstange (12) und das Zahnritzel (20)
zusammenwirken, um die Arme (14, 16) zu trennen und Gewebe
zurückzuziehen:
gekennzeichnet durch
Mittel, die mit der Zahnstange (12) und dem Gehäuse (18)
betriebsmäßig verbunden sind, um die Drehung des Gehäuses
(18) in bezug auf die Zahnstange (12) zu begrenzen, wenn
die Arme (14, 16) auseinander bewegt werden, um Gewebe
zurückzuziehen und die sich daraus ergebenden Kontakt
beanspruchungen zwischen der Zahnstange (12) und dem
Gehäuse (18) zu verringern, umfassend:
mindestens zwei Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36),
die an dem Gehäuse (18) befestigt sind;
ineinandergreifende Schlitze (48, 50) und
Vorsprungsmittel (134, 234, 334, 434), die zusammenwirkend zwischen
den Kraftverteilungsmitteln (72) und der Zahnstange (12)
zu gegenseitigen Anlage angeordnet sind.
2. Retraktor nach Anspruch 1, wobei jedes der mindestens
zwei Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36) mindestens
einen im allgemeinen rechtwinkligen Teil (134, 234, 334,
434) umfaßt, der in Richtung der Zahnstange (12)
vorsteht; und die Zahnstange (12) mindestens einen
Längsschlitz (48, 50) auf mindestens einer Seite derselben zur
Aufnahme von Vorsprüngen (134, 234, 334, 434) der
Kraftverteilungsmittel umfaßt.
3. Retraktor nach Anspruch 1, bei dem jedes der
Kraftverteilungsmittel eine im allgemeinen krummlinige Basis (132,
232, 332, 432) umfaßt, wobei das Gehäuse eine ähnliche,
krummlinige Ausnehmung (72) zur Aufnahme jedes
Kraftverteilungsmittels (30, 32, 34, 36) aufweist.
4. Retraktor nach Anspruch 2, wobei das
Kraftverteilungsmittel mindestens vier Lager (30, 32, 34, 36) umfaßt, von
denen jedes eine im allgemeinen zylindrische Basis (132,
232, 332, 432) hat und der im allgemeinen rechtwinklige
Teil (134, 234, 334, 434) von der Basis (132, 232, 332,
432) vorsteht;
zwei der Lager (30, 32, 34, 36) auf jeder Seite der
Zahnstange (12) angeordnet sind;
das Gehäuse (18) eine im allgemeinen zylindrische
Ausnehmung (72) zur lose passenden Aufnahme jedes der Lager
(30, 32, 34, 36) aufweist, wobei die Lager auf der selben
Seite der Zahnstange (12) im Abstand längs der Zahnstange
angeordnet sind;
die Zahnstange einen Schlitz (48, 50) auf
gegenüberliegenden Seiten derselben hat, der gegenüber den
Ausnehmungen (72) zur Aufnahme der Vorsprünge (124, 234, 334, 434)
der Lager (30, 32, 34, 36) ausgerichtet ist.
5. Retraktor nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse (18) umfaßt:
eine Gehäusebasis (52) zur Aufnahme der Zahnstange (12)
und zur Abdeckung einer Seite (44) der Zahnstange (12);
und
einem Gehäusedeckel (54), der an der Gehäusebasis (52)
befestigt ist und die gegenüberliegende Seite (46) der
Zahnstange (12) abdeckt.
6. Retraktor nach Anspruch 5, wobei mindestens zwei
Kraftverteilungsmittel (30, 32) in der Gehäusebasis (52) auf
einer Seite (44) der Zahnstange (12) angebracht und keine
Kraftverteilungsmittel auf dem Gehäusedeckel (54)
angeordnet sind.
7. Retraktor nach Anspruch 1, wobei die
Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36) aus einem im wesentlichen nicht
abnutzbaren Verschleißmaterial hergestellt sind.
8. Retraktor nach Anspruch 1, wobei die
Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36) aus Kunststoff hergestellt sind.
9. Retraktor nach Anspruch 1, wobei die
Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36) aus gehärtetem Stahl hergestellt
sind.
10. Retraktor nach Anspruch 2, wobei die
Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36) aus Bronze hergestellt sind.
11. Retraktor nach Anspruch 2, umfassend mindestens zwei
Kraftverteilungsmittel (30, 32, 34, 36), die in
Längsrichtung des Zahnstangenschlitzes (48, 50) im Abstand
voneinander angeordnet sind und jedes von ihnen
mindestens einen im allgemeinen rechtwinkligen, zur Zahnstange
(12) vorstehenden Teil (134, 234, 334, 434) aufweist.
12. Retraktor nach Anspruch 3, wobei die krummlinige Basis
(132, 232, 332, 432) eine gerippte Umfangsfläche umfaßt.
13. Retraktor nach Anspruch 3, wobei die krummlinige Basis
(132, 232, 332, 432) eine gezahnte Umfangsfläche umfaßt.
14. Retraktor nach Anspruch 1, wobei das
Kraftverteilungsmittel mindestens drei Lager (30, 32, 34, 36) umfaßt, von
denen jedes eine im allgemeinen zylindrische Basis (132,
232, 332, 432) hat und der im allgemeinen rechtwinklige
Teil (134, 234, 334, 434) von der Basis vorsteht;
zwei der Lager (30, 32, 34, 36) auf einer Seite (44) der
Zahnstange (12) angeordnet sind und eines der Lager auf
der gegenüberliegenden Seite (46) der Zahnstange (12)
angeordnet ist;
das Gehäuse (18) eine im allgemeinen zylindrische
Ausnehmung (72) zur lose passenden Aufnahme jedes der Lager
(30, 32, 34, 36) hat, wobei die Lager auf derselben Seite
(44; 46) der Zahnstange längs der Zahnstange (12) im
Abstand voneinander angeordnet sind;
die Zahnstange (12) einen Schlitz (48, 50) auf
gegenüberliegenden Seiten (44; 46) hat, der in bezug auf die
Ausnehmungen (72) zur Aufnahme der Vorsprünge (134, 234,
334, 434) der Lager (30, 32, 34, 36) ausgerichtet ist.
15. Retraktor nach Anspruch 3, wobei die krummlinige Basis
(132, 232, 334, 434) eine unregelmaßige Umfangsfläche
umfaßt.
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