DE69013644T2 - Rasenjauchedrill. - Google Patents
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Description
- Es sind heute beim Streuen von Dünger beträchtliche Umweltanforderungen zu beachten. Das Aufbringen von Dünger oder Flüssigdünger auf den Boden setzt eine große Menge von Ammoniak frei, das über die Luft in der Umwelt aufgenommen wird. Zusätzlich zur Geruchsbelästigung führt dies insbesondere für die Umwelt zu nachteiligen Folgen.
- Die Erfindung hat das Ziel, eine Düngemaschine für Wiesenland zu schaffen, bei der die Menge des freigesetzten Ammoniaks während des Düngens beträchtlich begrenzt ist.
- Aus der NL-A-8702901 ist eine Rasendüngemaschine bekannt, die aus einer mobilen Vorrichtung mit einer Einrichtung zum Anbringen eines schmalen Schnittes im Boden, einer Dosiereinrichtung, die zwischen einem Behälter und einer Verteileinrichtung angeordnet ist, und mit Förderelementen, die mit der Verteileinrichtung verbunden sind, um Flüssigdünger nahe an den Schnitt zu leiten.
- Aus der NL-A-8500272 ist eine Vorrichtung zum Einleiten zum Flüssigdünger in den Boden, insbesondere in Wiesenland, bekannt, wie sie im Oberbegriff des Patentanspruches 1 beschrieben ist.
- Die DE-A-2504725 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sprühen von granulatförmigem Material auf Straßen, wie beispielsweise Sand, Salz usw. Mittels einer hydraulischen Sub-Schaltung wird die Geschwindigkeit eines Förderbandes, das das Granulat zu einem scheibenartigen, drehenden Element führt, gesteuert. Die Fördergeschwindigkeit des Bandes und die Rotationsgeschwindigkeit des scheibenartigen Elementes werden, neben anderen Werten, bezüglich der Geschwindigkeit der Bewegungsvorrichtung gesteuert.
- Bei einer derartige Vorrichtung ist es für die gute Funktion äußerst wichtig, daß die Dosiereinrichtung derart funktioniert, daß alle Förderelemente mit einer gleichmäßigen, gewünschten Menge des Flüssigdüngers versorgt werden. Ein Überschuß an Flüssigdünger führt zu umweltbezogenen Nachteilen, während eine ungenügende Menge zu einer nichtadäquaten Verteilung des Düngers führt. Zusätzlich muß dafür Sorge getragen werden, daß die Menge des zugeführten Flüssigdüngers von der Laufgeschwindigkeit der Vorrichtung abhängig ist und daß daher die Dosierung (m³/ha) unabhängig von der Laufgeschwindigkeit ist.
- Der Flüssigdünger kann feste Teile enthalten, die bewirken können, daß die Verteileinrichtung blockiert oder verstopft wird. Um dieses Problem zu beseitigen, enthält die Verteileinrichtung vorzugsweise ein rotierendes Verteilelement zum gleichmäßigen Verteilen des Flüssigdüngers über die angeschlossenen Förderelemente, wobei eine Umkehreinrichtung an das Verteilelement angeschlossen ist, um zu bewirken, daß das Verteilelement in entgegengesetzter Richtung dreht, während weiterhin die Umkehreinrichtung auf eine elektriche Steuereinheit anspricht, wenn ein vorbestimmter Wert der auf das Verteilelement wirkenden Antriebskraft überschritten wird. Dadurch, daß bewirkt wird, daß das Verteilelement in einer Richtung entgegengesetzt zur normalen Tragrichtung dreht, ist es üblicherweise möglich, die verunreinigenden Teile freizugeben und wieder in den Flüssigdüngerstrom aufzunehmen.
- Das Verteilelement wird vorzugsweise durch einen Hydraulikmotor angetrieben, und in der Zuführleitung für die Hydraulikflüssigkeit zum Motor ist ein Drucksensor zum Messen der Antriebskraft für das Verteilungselement angeordnet. Die Messung des Drucks wird somit dazu verwendet, festzustellen, daß der Druck in der Hydraulikflüssigkeit zu hoch angestiegen ist, was eine Blockierung des Verteilelements durch verunreinigende Teile anzeigt.
- In einem solchen Fall wird durch Anschließen der Umkehreinrichtung an den Drucksensor die Drehrichtung des Verteilelementes automatisch umgekehrt.
- Die Umkehreinrichtung kann aus einem Zweiwege-Ventil bestehen, das in der Zuführleitung für die Hydraulikflüssigkeit zum Antriebsmotor des Verteilelements aufgenommen ist.
- Die Aufmerksamkeit des Benutzers wird vorzugsweise mittels einer Signaleinrichtung auf das Ansprechen der Umkehreinrichtung gerichtet. Wenn die Zufuhr des Flüssigdüngers nach einer Zeitspanne nicht wiederaufgenommen wird, kann der Benutzer hiermit die Vorrichtung stoppen und das Verteilelement reinigen.
- Die Erfindung wird mit Bezug auf die Zeichnung erläutert. Von der Welle 1 eines Fahrzeuges, welches die Vorrichtung zieht, wird eine Hydraulikpumpe 2 angetrieben. Diese Pumpe kann fortlaufend über ein Ventil 3 zwischen einer Position, in der ein minimaler Ölstrom geliefert wird, und einer Position, in der der Ölstrom ein Maximum hat, gesteuert werden. Ein Hydraulikmotor 4 wird mittels des Ölstroms über Leitungen angetrieben, wobei der Motor an eine Düngerpumpe 5 angeschlossen ist, um Flüssigdünger zu pumpen. Die Pumpe 5 ist mit einem Flüssigdünger-Behälter (nicht dargestellt) verbunden. Auf diese Weise kann die Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors 4 mittels des Ventils 3 gesteuert werden und dadurch die Menge des Flüssigdüngers, der von der Pumpe 5 pro Zeiteinheit geliefert wird. Diese Steuerung kann beispielsweise von einer Schalttafel 6 am Zugfahrzeug ausgehen. Unter Verwendung der Klingen 7 wird im Boden ein schmaler Schnitt ausgeführt. Der Sensor 8 überprüft, ob die Klingen 7 aktiv sind, und erzeugt ein Signal für die elektronische Steuereinheit 9. Das Ventil 3 und die Pumpe 2 werden auf der Basis eines Signals in Betrieb gesetzt, das von der Steuereinheit 9 herrührt.
- An das Laufrad 11 ist ein Sensor 10 gekoppelt. Auf diese Weise wird die Laufgeschwindigkeit gemessen, und ein entsprechendes Signal wird an die elektronische Steuereinheit 9 übertragen. In der Steuereinheit 9 ist die fertig bearbeitete Oberfläche der Einstellung an der Schalttafel 6 zugeordnet, um die Ausgabe des Düngers an der Pumpe 5 zu steuern.
- Der Düngerstrom von der Pumpe 5 wird gleichmäßig an wenigstens einem Verteiler 12 über alle Ausströmleitungen 13 verteilt. Wenn in dem Flüssigdünger Teilchen sind, die durch ein Filter nicht entfernt werden, können diese Leitungen verstopft werden. In der Mehrheit der Fälle kann es ausreichend sein, zu bewirken, daß der rotierende innere Verteiler des Verteilerelementes 12 mehrere Male in die entgegengesetzte Richtung dreht. Zu diesem Zweck ist eine automatische Umkehreinrichtung vorgesehen. Der Stau im Verteiler wird durch einen Druckschalter 14 in der Hydraulikschaltung des Verteilers festgestellt. Wenn ein vorher eingestellter Druck überschritten wird, wird ein Signal für die elektronische Steuereinheit 9 erzeugt worauf ein Ventil 15 für eine einstellbare Zeitspanne in die umgekehrte Position gebracht wird, so daß der Verteiler 12 in die entgegengesetzte Richtung dreht. Dies wird an der Schalttafel 6 mittels einer Lichtanzeige oder eines hörbaren Signals angezeigt.
- Durch Schalten des Dreiwege-Ventils 16 von der "Nichtlast-" in die "Last-Position", wird der Hydraulikmotor 2 automatisch über das Ventil 3 mittels eines Signals an die elektronische Steuereinheit 9 auf die maximale Umdrehungsgeschwindigkeit geregelt, wodurch die Düngerpumpe 5 die Maximalleistung abgibt.
Claims (7)
1. Mobile Vorrichtung zum Einbringen von Flüssigdünger in
den Boden, insbesondere in Wiesenland, mit einer
Einrichtung (7) zum Ausbilden eines schmalen Schnittes in den
Boden, einer Pumpeinrichtung, die zwischen einem Behälter und
einer Verteileinrichtung (12), die ein rotierendes Element
umfaßt, angeordnet ist, und Förderelementen, die an die
Verteileinrichtung angeschlossen sind, um Flüssigdünger in
die Nähe des Schnittes zu fördern, und Mitteln zum Steuern
des Volumens des Düngerstroms,
dadurch gekennzeichnet, daß das rotierende
Element als ein ratierendes Verteilelement (12) ausgebildet
ist, um den Flüssigdünger gleichförmig über die
angeschlossenen Förderelemente (13) zu verteilen, wobei an das
Verteilelement (12) eine Umkehreinrichtung (15) angeschlossen
ist, um zu bewirken, daß das Verteilelement (12) in
entgegengesetzter Richtung dreht, und daß die Umkehreinrichtung
auf eine elektrische Steuereinheit (9) anspricht, wenn ein
vorbestimmter Wert der auf das Verteilelement ausgeübten
Antriebskraft überschritten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Verteilelement durch einen Hydraulikmotor angetrieben wird und daß in
der Zuführleitung für die Hydraulikflüssigkeit zum Motor
ein Drucksensor (14) zum Messen der Antriebskraft für das
Verteilelement angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Umkehreinrichtung (15) an den Drucksensor (14) angeschlossen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Umkehreinrichtung (15) aus einem zwei-Wege-Ventil besteht, das in
der Zuführleitung zum Motor für Hydraulikflüssigkeit des
Verteilelementes angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung mittels eines Sensors (10)
gemessen wird, der an eines (11) der Laufräder angeschlossen
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5,
gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) zum
Erzeugen eines Signals für die Dosiereinrichtung, wenn die
Einrichtung zum Erzeugen eines Schnitts im Boden in Betrieb
gelangt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Signaleinrichtung
zum signalisieren, wenn die Umkehreinrichtung (15)
anspricht.
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